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Dokumentenidentifikation DE69409155T2 16.07.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0625696
Titel Verfahren und Vorrichtung zum Wiegen einer mit einem Zugfahrzeug verbundenen Last
Anmelder Trioliet Mullos B.V., Losser, NL
Erfinder Van der Plas, Nicolaas, NL-7576 WB Oldenzaal, NL
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, Anwaltssozietät, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69409155
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, NL
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 06.05.1994
EP-Aktenzeichen 942012709
EP-Offenlegungsdatum 23.11.1994
EP date of grant 25.03.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.07.1998
IPC-Hauptklasse G01G 19/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Wiegen einer Vorrichtung, die an dem Dreipunktanbau (oder der Dreipunktkupplung) eines Traktors angebracht ist, wobei Krafte gemessen werden, die von der Vorrichtung auf den Dreipunktanbau ausgeübt werden.

Es kann eine Vielzahl von Vorrichtungen an dem Dreipunktanbau eines Traktors angebracht werden, der normalerweise aus zwei Hebearmen und einem Oberlenker besteht, wobei es wichtig ist, das Gewicht der Vorrichtung zu bestimmen. Das kann das Gewicht der Vorrichtung selbst sowie das Gewicht von Material betreffen, das sich in der Vorrichtung befindet. So kann es wichtig sein, festzustellen, wieviel Dünger sich in einem Düngerstreuer befindet, oder wieviel Silage in einer Silageentnahmemaschine (silage removing machine) vorhanden ist. Des weiteren kann es wichtig sein, die Kraft zu bestimmen, die von einer Egge auf den Boden ausgeübt wird. Derartige Gewichte und Kräfte können ohne weiteres bestimmt werden, wenn das Gewicht der Vorrichtung in dem Dreipunktanbau sowohl in leerem als auch in mit Material gefülltem Zustand gemessen werden kann, wobei dies getan werden kann, während sich die Vorrichtung in Funktion befindet oder nicht.

Eine Vorrichtung, die an dem Dreipunktanbau eines Traktors angebracht ist, übt im allgemeinen einen nach unten gerichtete Kraft, die in einem Winkel auf den Traktor zu gerichtet ist, auf die beiden unteren Kupplungspunkte, d.h. auf die Hebearme, aus. Da die Vorrichtung an dem Oberlenker so angebracht ist, daß sie am oberen Kupplungspunkt vollstandig geschenkt werden kann, ist die Kraft, die die Vorrichtung auf den Oberlenker ausübt, koaxial zu dem Oberlenker gerichtet, d.h., in einer Richtung von dem Traktor weg. Darüber hinaus hangt die Richtung des Oberlenkers von den Abmessungen der Vorrichtung, den Abmessungen der Dreipunktkupplung sowie von dem Maß ab, um das die Vorrichtung angehoben ist.

Landtechnik, Band 43, Nr. 5, Mai 1988, Hannover, S.218-219 (H. Knechtiges), gibt allgemeine Informationen über Wiegesysteme, die an dem Dreipunktanbau eines Traktors angebracht sind und offenbart das Vorhandensein von angebauten und integrierten Wiegesystemen.

Aus Landtechnik, Band 43, Nr. 10, Oktober 1988, Hannover, S. 414-418 (H. Auernhammer e.a.) ist bekannt, daß verschiedene Typen von Sensoren an verschiedenen Stellen in die Hebearme undloder den Oberlenker eines Dreipunktanbaus integriert werden können. Der Nachteil des Einsatzes von Sensoren, die in die Hebearme undloder den Oberlenker integriert sind, bei einem Verfahren zum Wiegen besteht darin, daß sowohl die Messungen aufgrund von Verformung und Spiel des Anbaus ungenau sind, und als auch, daß die Meßrichtung auf die Position der Hebearme undloder des Oberlenkers des Anbaus bezogen ist.

DE-A-3 714 642 offenbart ein integriertes Wiegesystem, wie es in Landtechnik, Band 43, Nr. 10, Oktober 1988, Hannover, offenbart ist, bei dem ein Sensor an dem Oberlenker des Dreipunktanbaus angebracht ist. Der Nachteil dieses Systems besteht darin, daß die Richtung der Messung auf die Position des Oberlenkers bezogen ist.

Aus EP-A-0407705 ist bekannt, daß Sensoren in die Verbindungsbolzen integriert werden können, die das traktorseitige Gestell und das vorrichtungsseitige Gestell eines Wiegesystems verbinden, das zwischen dem Dreipunktanbau eines Traktors und einem landwirtschaftlichen Gerät angebaut werden soll. Der Nachteil des Einsatzes einer derartigen Wiegevorrichtung besteht darin, daß der Abstand zwischen dem Traktor und dem Schwerpunkt der Vorrichtung vergrößert wird. Der Einsatz eines derartigen Wiegesystems zum Wiegen schwerer Lasten macht somit den Einsatz eines schweren Traktors erforderlich.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren zu schaffen, mit dem das Gewicht der Vorrichtung auf relativ einfache Weise zu jeder beliebigen Zeit bestimmt werden kann, indem die Kräfte gemessen werden, die von der Vorrichtung auf den Dreipunktanbau ausgeübt werden.

Um diese Aufgabe zu erfüllen, wird eine Komponente der Kraft, die die Vorrichtung auf die beiden unteren Kupplungspunkte (Hebearme) oder auf einen der Kupplungspunkte ausübt, gemäß der Erfindung, wie sie im Verfahrensanspruch 1 und in den Vorrichtungsansprüchen 6, 13 und 14 definiert ist, in einer vorgegebenen Richtung mittels eines oder mehrerer Sensoren gemessen, die sich an wenigstens einem unteren Kupplungspunkt befinden. Wenn die Messung nur an einem der Kupplungspunkte ausgeführt wird, wird der Meßwert verdoppelt, um die auf die beiden Kupplungspunkte ausgeübte Komponente durch Näherung zu bestimmen. Vorzugsweise handelt es sich dabei um die Komponente in im wesentlichen vertikaler Richtung.

Eine derartige Komponente der Kräfte kann gemessen werden, indem ein Sensor verwendet wird, der die Biegung eines Sicherungsbolzens in einer bestimmten Richtung beispielsweise mit Dehnungsmeßstreifen mißt. Sensoren dieses Typs sind handelsüblich. Wenn sichergestellt ist, daß sich der Oberlenker im wesentlichen horizontal erstreckt, wenn die Messung ausgeführt wird, entspricht die gemessene Komponente dem Gewicht der Vorrichtung.

Die Komponente der Kraft, die die Vorrichtung auf den Oberlenker ausübt, kann im wesentlichen in der gleichen Richtung mittels eines Sensors an dem oberen Kupplungspunkt (Oberlenker) gemessen werden, und um das Gewicht der Vorrichtung zu bestimmen, wird der Wert, der an den unteren Kupplungspunkten gemessenen Komponente zu dem Wert der am oberen Kupplungspunkt gemessenen Komponente addiert. Vorzugsweise wird die Komponente in im wesentlichen vertikal nach unten verlaufender Richtung gemessen, wodurch die Summe der gemessenen Komponenten dem Gewicht der Vorrichtung entspricht. Wenn der Oberlenker in bezug auf den Traktor nach oben nach hinten geneigt ist, ist die vertikale Komponente der Kraft, die die Vorrichtung auf den Oberlenker ausübt, nach oben gerichtet, so daß die vertikal nach unten gerichtete Komponente negativ ist. Um das Gewicht der Vorrichtung zu bestimmen, muß der gemessene negative Wert zu dem an den beiden unteren beiden Kupplungspunkten gemessenen Wert addiert werden, da das Gewicht der Vorrichtung dann kleiner ist als die an den unteren Kupplungspunkten gemessene Komponente.

Der Winkel zwischen der Ebene, in der die drei Kupplungspunkte liegen, und der vertikalen Ebene kann mittels einer Winkellehre gemessen werden, wobei der gemessene Wert zur Korrektur des gemessenen Gewichtes der Vorrichtung verwendet wird, um so das tatsächliche Gewicht zu bestimmen. Wenn die Komponenten der jeweiligen Kräfte in der Ebene durch die drei Kupplungspunkte gemessen werden und die Abweichung der Ebene gegenüber der vertikalen Ebene nicht geringfügig ist, kann es sinnvoll sein, eine Korrektur vorzunehmen, und zwar in dem Sinne, daß, um das tatsächliche Gewicht der Vorrichtung zu bestimmen, der gemessene Wert in Abhängigkeit von dem Winkel, den die Ebene zur Vertikalen bildet, vergrößert wird. Winkellehren dieses Typs, die die Position in Bezug zur Vertikalen messen, sind handelsüblich.

Die gemessene Komponente der Kraft, die die Vorrichtung auf die beiden unteren Kupplungspunkte ausübt, kann in einem solchen Winkel zur Vertikalen ausgerichtet sein, daß sie sich im wesentlichen senkrecht zum Oberlenker erstreckt. Wenn die Komponente in dieser Richtung gemessen wird, wird nicht das tatsächliche Gewicht in der Vorrichtung gemessen, sondem die Komponente des Gewichts in der Richtung der Messung, da die Vorrichtung keinerlei Kraft auf den Oberlenker ausübt, die eine Komponente in der gleichen Richtung hat. Daher ist der gemessene Wert direkt proportional zum Gewicht der Vorrichtung. Da der Winkel, den die gemessene Komponente mit der Vertikalen einschließt, bekannt ist, ist es möglich, das Gewicht der Vorrichtung zu bestimmen. Weitere Korrekturen können je nach den Abweichungen von der beschriebenen Situation vorgenommen werden.

Die Kraft in der Längsrichtung des Oberlenkers kann mittels eines Sensors gemessen werden, der an dem Oberlenker des Dreipunktanbaus angebracht ist. Da der Sensor an dem Oberlenker angebracht ist, wird er zusammen mit dem Oberlenker geschwenkt, so daß die Messung stets in der richtigen Richtung ausgeführt wird. Wenn die Vorrichtung an dem Dreipunktanbau an einer bestimmten Position angebracht wird, ist der Meßwert stets proportional zum Gewicht der Vorrichtung, so daß das Gewicht errechnet werden kann. Bei Abweichungen von der genannten Position, die beispielsweise mit einer Winkellehre, die an der Vorrichtung vorhanden ist, gemessen werden können, können weitere Korrekturen in Bezug auf den Meßwert vorgenommen werden, wenn dies erforderlich ist.

Ein Vorteil des Systems gemäß der Erfindung besteht im Nichtvorhandensein von zusätzlichen Meßinstrumenten, wie beispielsweise einem zusätzlichen Meßrahmen, der zwischen dem Dreipunktanbau und der Vorrichtung vorhanden ist, und der dazu führen würde, daß sich die Vorrichtung noch weiter hinten befindet.

Um die Erfindung ausführlicher zu erläutem, werden zwei Ausführungen der Erfindung im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung, bei der vertikale Komponenten von Kräften gemessen werden;

Fig. 2 zeigt eine Vorrichtung, bei der eine schräge Komponente gemessen wird; und

Fig. 3 zeigt eine Vorrichtung, bei der Messungen lediglich am Oberlenker vorgenommen werden.

Die Vorrichtung in den Ausführungen besteht aus einem Düngerstreuer, der mit einem Vorratsbehälter 1 und einem drehbaren Schaufelrad 2 versehen ist, mit dem Dünger gestreut werden kann. Die Vorrichtung ist in den Figuren lediglich schematisch dargestellt.

Die Figuren zeigen weiterhin schematisch den hinteren Teil eines Traktors, der mit einem Kraftheber 3 versehen ist, der einen Dreipunktanbau umfaßt. Der Kraftheber 3 ist mit zwei Hebearmen 4 versehen, die nebeneinander angeordnet sind und simultan angetrieben werden. In den Figuren, die Seitenansichten darstellen, ist lediglich einer der Hebearme 4 sichtbar, während der andere Arm in einem bestimmten Abstand zu dem dargestellten Arm 4 angeordnet ist.

Eine an dem Dreipunktanbau des Krafthebers 3 angebrachte Vorrichtung kann angehoben werden, indem die Hebearme 4 um den Drehbolzen 5 geschwenkt werden. An seinem von dem Traktor entfernten Ende ist der Hebearm 4 mit der Vorrichtung so verbunden, daß er um eine horizontale Schwenkachse 6 geschwenkt werden kann, und zwar beispielsweise mittels eines Verbindungsbolzen, der einen Teil der Vorrichtung bildet, und der in einer Aussparung des Hebearms gelagert sein kann. Es ist auch möglich, eine Kupplungsstange einzusetzen, die die beiden unteren Kupplungspunkte miteinander verbindet.

Der Kraftheber 3 ist des weiteren mit einem Oberlenker 7 versehen, der so an dem Kraftheber 3 angebracht ist, daß er ungehindert um eine horizontale Schwenkachse 8 geschwenkt werden kann, und der am anderen Ende mit der Vorrichtung so verbunden ist, daß er ungehinderte Schwenkbewegung um eine horizontale Schwenkachse 9 ausführen kann. Der Oberlenker 7 kann so aufgebaut sein, daß seine Lange verstellbar ist.

In der in den Figuren dargestellten Situation ist die Vorrichtung, in diesem Fall ein Düngersteuer, durch den Kraftheber an eine Position angehoben worden, in der der Düngerstreuer funktionsbereit ist. Die Hebearme 4 sind dabei zur Rückseite hin nach unten geneigt, während der Oberlenker 7 zur Rückseite hin nach oben geneigt ist.

Es kann von Vorteil sein, das Gewicht der Vorrichtung, sei es nun ein Düngerstreuer oder eine andere Vorrichtung, wie beispielsweise ein Schüttrichter oder ein Pflügegerät, das an dem Dreipunktanbau angebracht ist, zu bestimmen. Des weiteren kann es von Vorteil sein, das Gewicht des im Inneren des Behälters eines Düngerstreuers befindlichen Düngers oder jedes anderen im Inneren einer Vorrichtung enthaltenen Materials zu bestimmen. Das Gewicht der leeren Vorrichtung kann zu diesem Zweck separat gemessen werden, wobei anschließend dieses Gewicht vom Gewicht der Vorrichtung abgezogen wird, wenn sie mit einer gewissen Materialmenge darin an dem Dreipunktanbau angebracht ist.

Es liegt auf der Hand, daß das Gewicht der Vorrichtung, die von dem Kraftheber getragen wird, anhand der Kräfte bestimmt werden kann, die die Vorrichtung auf den Kraftheber ausübt. Dies stellt jedoch keine einfache Aufgabe dar, da die Kräfte, die die Vorrichtung auf den Kraftheber ausübt, am oberen Aufhängungspunkt 9 sowie an den unteren Aufhängungspunkten 6 sowohl hinsichtlich ihrer Richtung als auch hinsichtlich ihrer Größe verschieden ausfallen können.

Fig. 1 zeigt ein Verfahren zum Bestimmen des Gewichts der Vorrichtung durch eine Messung, bei der die Auswirkung der Richtungen der Kräfte, die die Vorrichtung auf den Kraftheber ausübt, kompensiert wird. Bei der Ausführung wird die Kraft, die die Vorrichtung auf den Kraftheber ausübt, an den Bolzen gemessen, die an dem Kraftheber befestigt sind und die Verbindung zu dem Kraftheber in der Schwenkachse 6 (die die beiden Hebearme verbindet) und der Schwenkachse 9 (die den Oberlenker 7 verbindet) bilden. Diese Bolzen sind in der Vorrichtung an einer stationären Position befestigt, wobei Sensoren im Inneren der Bolzen vorhanden sind und diese Sensoren die Krümmung der Bolzen in einer vorgegebenen Ebene, in diesem Fall der vertikalen Ebene, messen. Bolzen, die mit Sensoren dieses Typs versehen sind, sind im Handel erhältlich, sie werden beispielsweise von Bosch GmbH in Deutschland hergestellt.

In Fig. 1 ist die Kraft, die die Vorrichtung auf die beiden unteren Hebearme ausübt, mit dem Pfeil 10 angedeutet, während die Kraft, die die Vorrichtung auf den Oberlenker ausübt, mit dem Pfeil 11 angedeutet ist. Sowohl die Richtung als auch die Länge der Pfeile 10 und 11 sind Faktoren, die bei der Bestimmung der Kräfte genutzt werden. Da die Vorrichtung so an dem Oberlenker 7 angebracht ist, daß sie ungehindert geschwenkt werden kann, muß die Richtung der Kraft, die die Vorrichtung auf den Oberlenker ausübt, mit dem Oberlenker übereinstimmen, wie dies durch die Strich-Punkt- Linie 12 angedeutet ist. Die mit dem Pfeil 11 angedeutete Kraft kann in zwei Komponenten zerlegt werden, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist, d.h. eine horizontale Komponente 13 und eine vertikale Komponente 14.

Eine ähnliche Zerlegung in Komponenten der Kraft 10, die die Vorrichtung auf die unteren Hebearme 4 ausübt, ist in Fig. 1 dargestellt. Die horizontale Komponente ist mit dem Pfeil 15 angedeutet, und die vertikale Komponente ist mit dem Pfeil 16 angedeutet. Nur die vertikalen Komponenten, d.h. die Komponenten, die mit den Pfeilen 14 und 16 angedeutet sind, werden, wie bereits erwähnt, bei der Ausführung in Fig. 1 gemessen. Das Gewicht der Vorrichtung kann dann bestimmt werden, indem die vertikal nach unten gerichtete Komponente, die am oberen Aufhängungspunkt gemessen wird, zu der vertikal nach unten gerichteten Komponente am unteren Aufhängungspunkt addiert wird. Bei der vorliegenden Ausführung ist die vertikale Komponente am oberen Aufhängungspunkt nach oben gerichtet, so daß diese Komponente als eine negative Kraft gemessen wird und daher von der an den unteren Aufhängungspunkten gemessenen vertikalen Komponente abgezogen wird.

Wenn eine Vorrichtung von dem Kraftheber eines Traktors angehoben wird, neigt sich die Vorrichtung in einem bestimmten Maß, häufig hat jedoch eine derartige Vorrichtung eine vorgegebene Funktionsposition, so daß die Sensoren, die die vertikalen Komponenten der Kräfte messen sollen, in der Vorrichtung so befestigt werden können, daß die gemessene Komponente die vertikale oder nahezu vertikale Komponente ist. Wenn dies nicht der Fall ist und die Position, in der die Vorrichtung an dem Kraftheber angebracht ist, in erheblichem Maße abweichen kann, kann die Vorrichtung mit einem Sensor versehen werden, der die Winkelposition in Bezug auf die Vertikale mißt. Sensoren dieses Typs sind im Handel erhältlich und können beispielsweise aus einem frei hängenden Pendel bestehen, dessen Winkelposition in Bezug auf die Vorrichtung gemessen wird. Das Ergebnis einer derartigen Messung kann zur Korrektur der gemessenen Kräfte verwendet werden.

Bei der Ausführung gemäß Fig. 2 sind die Sensoren zum Messen der Komponente der Kraft lediglich an den beiden unteren Aufhängungspunkten der Hebearme 4 vorhanden (oder an einem der Aufhängungspunkte, wobei der Meßwert verdoppelt wird). Die Sensoren sind dabei so befestigt, daß sie eine Komponente 18 der Kraft, die die Vorrichtung auf die unteren Hebearme ausübt, messen, wobei die Komponente 18 von der Vertikalen abweicht. Indem diese schräge Richtung, die durch die Strich-Punkt-Linie 19 in Fig. 2 angedeutet ist, so angenommen wird, daß sie im wesentlichen senkrecht zur Richtung des Oberlenkers ist, die mit der Strich-Punkt-Linie 12 in der Figur angedeutet ist, wird eine Kraft an den unteren Aufhängungspunkten gemessen, die der Komponente der Resultierenden aller Kräfte entspricht, die die Vorrichtung auf den Kraftheber ausübt. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, daß die Vorrichtung keine Kraft auf den Oberlenker ausüben kann, die eine Komponente senkrecht zur Richtung des Oberlenkers 7 hat, die durch die unterbrochene Linie 12 angedeutet ist. Je nach dem Winkel der gemessenen Komponente 18 zur Vertikalen kann die gemessene Kraft korrigiert werden, um die tatsächlichen Gewichte der Vorrichtung zu bestimmen, wie dies durch den Pfeil 17 in Fig. 2 angedeutet ist.

Es liegt auf der Hand, daß die in Fig. 2 dargestellte Ausführung besonders eingesetzt werden kann, wenn eine Vorrichtung an dem Kraftheber 3 so aufgehängt ist, daß sich der Oberlenker stets im wesentlichen in der gleichen Richtung erstreckt.

Es liegt auf der Hand, daß eine sehr genaue Messung mit den in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungen erzielt werden kann, wenn die Position der an dem Kraftheber aufgehängten Vorrichtung genau bestimmt wird. In der Praxis ist dies nicht sehr oft der Fall.

Es hat sich jedoch herausgestellt, daß Abweichungen von der Position der Vorrichtung bis zu einer Winkeerschiebung von 5º und mehr noch eine Messung ermöglichen, mit der das Gewicht der Vorrichtung ausreichend genau bestimmt werden kann. Eine Winkelabweichung von 5 % führt zu einer Abweichung vom Meßwert von ungefähr 1 %, die in der Praxis akzeptabel ist.

Bei der Ausführung in Fig. 3 befindet sich ein Sensor 20 am Oberlenker 7. Der Sensor 20 ist mit dem Oberlenker 7 so verbunden, daß die Kraft 21, die die Vorrichtung auf den Oberlenker 7 ausübt, stets in der Längsrichtung des Oberlenkers gemessen wird. Die Kraft bildet einen Winkel α zur Horizontalen 22, wie dies in Fig. 3 angedeutet ist.

An einer bestimmten Position der Vorrichtung ist die gemessene Kraft 21 proportional zum Gewicht der Vorrichtung. Dieses Gewicht kann mit dem Meßwert und je nach dem Winkel α sowie der möglichen Abweichung von der vertikalen Position der Vorrichtung bestimmt werden, die beide mit einer Winkellehre gemessen werden können.

Natürlich kann der gemessene Wert bzw. die gemessenen Werte in das Gewicht der Vorrichtung umgewandelt werden, indem mit und ohne ein Kalibriergewicht gemessen wird, das sich an bzw. in der Vorrichtung befindet. Der Umrechnungsfaktor kann vom Unterschied zwischen den beiden Messungen hergeleitet werden.

Die Erfindung kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden, wobei stets nur Komponenten der Kräfte, die die Vorrichtung auf den Kraftheber des Traktors ausübt, in einer bestimmten Richtung gemessen werden. Indem die Sensoren fest an der Vorrichtung angebracht werden, wird die Komponente der Kraft stets in der richtigen Richtung gemessen. Die Messung an einem der unteren Aufhängungspunkte kann somit weggelassen werden, wenn davon ausgegangen wird, daß die auf jeden Hebearm ausgeübten Kräfte annähemd gleich sind, wie dies unter bestimmten Umständen der Fall ist. Mit dem Verfahren und der Vorrichtung gemäß der Erfindung kann nicht nur das Gewicht der Vorrichtung gemessen werden, sondern beispielsweise auch die Kraft, mit der die Vorrichtung, beispielsweise eine Pflügvorrichtung, die am Dreipunktanbau des Traktors angebracht ist, in den Boden gedrückt wird.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Wiegen einer Vorrichtung (1, 2), die am Dreipunktanbau (4, 7) eines Traktors angebracht ist, wobei der Anbau (4, 7) zwei untere Hebearme (4) umfaßt, die sich jeweils von der Rückseite des Traktors auf einen unteren Kupplungspunkt zu erstrecken, sowie einen Oberlenker (7), der sich von dem Traktor aus auf einen oberen Kupplungspunkt zu erstreckt, wobei bei dem Verfahren Kräfte (10, 11), die von der Vorrichtung (1, 2) auf den Dreipunktanbau ausgeübt werden, mit Sensoren gemessen werden, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einem unteren Kupplungspunkt eine Komponente (16) der Kraft (10), die die Vorrichtung (1, 2) auf den unteren Kupplungspunkt ausübt, in einer vorgegebenen Richtung von wenigstens einem Sensor an dem Kupplungspunkt gemessen wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung eine im wesentlichen vertikale Richtung ist.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß auch die Komponente (14) der Kraft (11), die die Vorrichtung (1, 2) auf den Oberlenker (7) ausübt, in im wesentlichen der gleichen Richtung mittels eines Sensors an dem oberen Kupplungspunkt gemessen wird, und daß, um das Gewicht der Vorrichtung (1, 2) zu bestimmen, der Wert der an dem unteren Kupplungspunkt gemessenen Komponente zu dem Wert der an dem oberen Kupplungspunkt gemessenen Komponente (14) addiert wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung einen Winkel in Bezug zur Vertikalen bildet und im wesentlichen senkrecht zum Oberlenker (7) ist.

5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen der Ebene, in der die drei Kupplungspunkte liegen, und der vertikalen Ebene mittels einer Winkellehre gemessen wird, wobei der gemessene Wert genutzt wird, um das gemessene Gewicht der Vorrichtung (1, 2) zu korrigieren und so das tatsächliche Gewicht zu bestimmen.

6. System zum Wiegen einer Vorrichtung (1, 2), die am Dreipunktanbau (4, 7) eines Traktors angebracht ist, wobei der Anbau zwei untere Hebearme (4) umfaßt, die sich jeweils von der Rückseite des Traktors auf einen unteren Kupplungspunkt zu erstrecken, sowie einen Oberlenker (7), der sich auf einen oberen Kupplungspunkt zu erstreckt, wobei das System mit einer Einrichtung zum Messen von Kräften (10, 11) versehen ist, die von der Vorrichtung (1, 2) auf den Dreipunktanbau (4, 7) ausgeübt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung wenigstens einen Sensor an wenigstens einem der unteren Kupplungspunkte umfaßt, wobei der wenigstens eine Sensor eine Komponente (16) der Kraft (10), die die Vorrichtung (1, 2) auf den unteren Kupplungspunkt ausübt, in einer vorgegebenen Richtung mißt.

7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Richtung eine im wesentlichen vertikale Richtung ist.

8. System nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung weiterhin einen Sensor an dem oberen Kupplungspunkt umfaßt, wobei der Sensor die Komponente (14) der Kraft (11), die die Vorrichtung (1, 2) auf den oberen Kupplungspunkt ausübt, in der im wesentlichen gleichen vorgegebenen Richtung mißt.

9. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor so aufgebaut ist, daß die Richtung der gemessenen Komponente (16) im wesentlichen senkrecht zu dem Oberlenker (7) ist.

10. System nach einem der Ansprüche 6 - 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Sensor vorhanden ist, der den Winkel zwischen der Ebene durch die drei Kupplungspunkte und der vertikalen Ebene mißt.

11. System nach einem der Ansprüche 6 - 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren an den Bolzen vorhanden sind, mit denen die Vorrichtung (1, 2) an dem Dreipunktanbau (4, 7) aufgehängt ist, und daß die Sensoren die Krümmung der Bolzen in einer vorgegebenen Richtung messen.

12. System nach einem der Ansprüche 6 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zum Berechnen des Gewichtes der Vorrichtung (1, 2) auf der Basis der von den Sensoren gemessenen Werte vorhanden ist.

13. Landwirtschaftliche Vorrichtung (1, 2), die an dem Dreipunktanbau (4, 7) eines Traktors angebracht werden kann, wobei die Vorrichtung zwei untere Kupplungspunkte, einen oberen Kupplungspunkt und eine Einrichtung zum Messen von Kräften (10, 11) umfaßt, die auf die Kupplungspunkte durch den Dreipunktanbau (4, 7) des Traktors ausgeübt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung wenigstens einen Sensor an wenigstens einem der unteren Kupplungspunkte der Vorrichtung umfaßt, der eine Komponente (16) der Kraft (10), die der Dreipunktanbau (4, 7) des Traktors auf den unteren Kupplungspunkt der Vorrichtung ausübt, in einer vorgegebenen Richtung mißt.

14. Traktor, der mit einem Dreipunktanbau (4, 7) versehen ist, wobei der Anbau zwei untere Hebearme (4) umfaßt, die sich jeweils von der Rückseite des Traktors auf einen unteren Kupplungspunkt zu erstrecken, und einen Oberlenker (7), der sich von dem Traktor auf einen oberen Kupplungspunkt zu erstreckt, wobei der Dreipunktanbau mit einer Einrichtung zum Messen von Kräften (10, 11) versehen ist, die auf den Dreipunktanbau (4, 7) ausgeübt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung wenigstens einen Sensor an wenigstens einem der unteren Kupplungspunkte des Anbaus umfaßt, der eine Komponente (16) der Kraft (10), die auf den unteren Kupplungspunkt ausgeübt wird, in einer vorgegebenen Richtung mißt.







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