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Axialfixierring für einen Walzenzapfen einer Walze, Walze für eine Walzeinrichtung, Verwendung wenigstens eines Axialfixierringes - Dokument DE19717813C1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19717813C1 23.07.1998
Titel Axialfixierring für einen Walzenzapfen einer Walze, Walze für eine Walzeinrichtung, Verwendung wenigstens eines Axialfixierringes
Anmelder Maschinen- und Werkzeugbau GmbH, 44225 Dortmund, DE
Vertreter Patentanwälte Gesthuysen, von Rohr, Weidener, Häckel, 45128 Essen
DE-Anmeldedatum 26.04.1997
DE-Aktenzeichen 19717813
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.07.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.07.1998
IPC-Hauptklasse B21B 31/07
IPC-Nebenklasse B21B 27/02   F16C 13/02   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Axialfixierring (1) für einen Walzenzapfen (3) einer Walze (35) einer Walzeinrichtung (34), mit einem eine Ringöffnung (4) aufweisenden Ringgrundkörper (17), wobei der Axialfixierring (1) zur Anordnung in einer Nut (2) des Walzenzapfens (3) vorgesehen ist. Um einen Axialfixierring (1) zur Verfügung zu stellen, mit dem die Axialfixierung in einfacher Weise möglich sein soll und der außerdem einfach und kostengünstig aufgebaut ist, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Ringöffnung (4) des Ringgrundkörpers (17) eine von der Kreisform abweichende Form aufweist, so daß der Axialfixierring (1) nach Aufsetzen auf das Ende des Walzenzapfens (3) und Längsverschiebung auf dem Walzenzapfen (3) bis in den Bereich der Nut (2) durch Verdrehen axial fixierbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Axialfixierring für einen Walzenzapfen einer Walze einer Walzeinrichtung, mit einem eine Ringöffnung aufweisenden Ringgrundkörper, wobei der Ringgrundkörper zur Anordnung in einer Nut des Walzenzapfens vorgesehen ist.

Aus der EP 0 233 596 A2 ist bereits ein Axialfixierring der eingangs genannten Art bekannt. Der bekannte Axialfixierring wird mit Hilfe eines Bajonettverschlusses auf dem Wellenzapfen der Walze axial festgelegt. Der Axialfixierring ist hierbei mehrteilig ausgeführt und weist als feststehendes Stützteil des Bajonettverschlusses einen geteilten Ring auf, dessen Ringbund in die Ringnut des Walzenzapfens eingreift und dort über eine Paßfeder unverdrehbar festgelegt ist. Am Außenumfang des geteilten, auf dem Wellenzapfen axial festgelegten und unverdrehbaren Ringes befinden sich Durchbrüche, die mit entsprechenden Durchbrüchen am Innendurchmesser eines Innenzylinders korrespondieren, so daß der Innenzylinder auf den Ring aufgeschoben und bajonettartig verriegelt werden kann. Um den Verstellwinkel des drehbaren Innenzylinders zu begrenzen, sind in den Walzenzapfen zwei radiale Anschlagstifte einander gegenüberliegend eingesetzt, die eine bestimmte lagemäßige Zuordnung zu den Durchbrüchen des Innenzylinders haben. Die Art und Weise dieser bekannten Axialfixierung ist relativ aufwendig.

Aus der DE 42 11 101 A1 ist bereits ein aus Stahl bestehender Axialfixierring bekannt, dessen Ringgrundkörper als geschlossener Ring mit kreisförmiger Ringöffnung ausgebildet ist. Der Ringgrundkörper ist zweiteilig ausgebildet und weist einen Innenring, in dem federbelastete Riegelzapfen gelagert sind, und einen Außenring auf. Nach Anordnung des Axialfixierrings an der Nut werden durch Drehung des Außenrings gegenüber dem Innenring die Riegelzapfen entgegen der Federkraft über den Außenring in die umlaufende Nut im Walzenzapfen gedrückt, wodurch sich die Axialfixierung bzw. -verriegelung ergibt. Eine Verriegelung gegen Verdrehen in Umfangsrichtung erfolgt durch das Eingreifen der Riegelzapfen in die Nut nicht. Nachteilig bei dem bekannten Axialfixierring ist, daß er aus einer Vielzahl von Einzelteilen besteht und recht aufwendig aufgebaut ist. Dementsprechend sind auch die Herstellungskosten eines solchen Ringes vergleichsweise hoch.

Ein anderer, aus der Praxis bekannter Axialfixierring ist zweiteilig ausgebildet und besteht ebenfalls aus Stahl. Er weist zwei halbkreisförmige Ringsegmente auf, die an ihrem einen Ende über ein Gelenk miteinander verbunden sind. Am anderen Ende der Ringsegmente befindet sich eine Schraubverbindung zum Schließen des Axialfixierringes. Hierzu weist der bekannte Axialfixierring eine an dem einen Ringsegment gelagerte Augenschraube auf, während an dem anderen Ringsegment endseitig eine geschlitzte Aufnahme zum Einschwenken der Augenschraube und Ansetzen einer korrespondierenden Mutter vorgesehen ist.

Problematisch bei dem aus Praxis bekannten Axialfixierring ist, daß dieser aufgrund seiner Zweiteiligkeit und seines Gewichtes bei der Montage bzw. Demontage sehr schwer zu handhaben ist. Nachteilig ist bei dem bekannten Axialfixierring weiterhin, daß die Augenschraube bei dem häufig vergleichsweise groben Einsatz in Stahlwerken leicht beschädigt und der Axialfixierring dann nicht mehr geschlossen werden kann. Eine Beschädigung kann insbesondere dann auftreten, wenn der noch nicht geschlossene Axialfixierring nicht richtig in die Nut eingelegt oder auf den Walzenzapfen aufgelegt worden ist und dann auf den Boden fällt. Dies kann aber nicht nur zu der zuvor erwähnten Beschädigung der Augenschraube und des Axialfixierringes selbst führen, sondern auch zu unangenehmen Verletzungen des Bedienungspersonals.

Beim Stand der Technik ist es in der Regel so, daß zur Verdrehsicherung des Axialfixierrings und einer dem Ring benachbart angeordneten Einstelleinrichtung für das Lagerspiel auf dem Walzenzapfen eine in Achsrichtung verlaufenden Paßfeder vorgesehen ist. Die Paßfeder wirkt dabei mit einem gegen das einzustellende Lager anliegenden inneren Gewindering der Einstelleinrichtung und dem Axialfixierring zusammen und sichert die vorgenannten Bauteile gegen Verdrehen auf dem Walzenzapfen.

Die Einstellung des Lagerspiels erfolgt beim Stand der Technik üblicherweise derart, daß ein äußerer Gewindering der Einstelleinrichtung, der auf dem Walzenzapfen frei drehbar ist und sich in axialer Richtung am Axialfixierring abstützt, und der innere Gewindering gegeneinander verdreht werden. Zur Drehung des äußeren Gewinderinges sind an dessen Außenumfang Sacklochbohrungen zum Einsetzen eines Werkzeugs, beispielsweise einer Stange vorgesehen. Ist das Lager nach Drehen des äußeren Gewinderinges in der einen Richtung spielfrei eingespannt, wird der äußere Gewindering anschließend geringfügig zurückgedreht und zwar so weit, bis eine im äußeren Gewindering vorgesehene Gewindebohrung mit einer im Axialfixierring angeordneten Bohrung ausgefluchtet ist. Sodann wird der äußere Gewindering durch Einschrauben einer korrespondierenden Schraube über den Axialfixierring gegen Verdrehen gesichert.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist nun, einen Axialfixierring zur Verfügung zu stellen, der einfach und kostengünstig aufgebaut ist, in einfacher Weise eine Axialfixierung ermöglicht und gut handhabbar ist.

Diese Aufgabe ist bei einem Axialfixierring der eingangs genannten Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Ringgrundkörper einteilig und einstückig ausgebildet ist, daß die Ringöffnung des Ringgrundkörpers eine von der Kreisform abweichende Form aufweist, so daß der Ringgrundkörper nach Aufsetzen auf das Ende des Walzenzapfens und Längsverschiebung auf dem Walzenzapfen bis in den Bereich der Nut durch Verdrehen axial fixierbar ist, daß am Axialfixierring eine Verriegelungseinrichtung zur Verriegelung des Axialfixierrings in der Nut des Walzenzapfens gegen Verdrehen in Umfangsrichtung vorgesehen ist und daß die Verriegelungseinrichtung einen im Ringgrundkörper gelagerten, in die Ringöffnung hineinragenden, durch den Ringgrundkörper hindurchtretenden federbelasteten Bolzen zum Eingriff in eine korrespondierende Sacklochbohrung in der Nut des Walzenzapfens aufweist.

Durch die Erfindung wird eine einfach zu handhabende, einteilige Baueinheit zur Axialfixierung zur Verfügung gestellt, durch die das Handling bei der Montage und Demontage erheblich vereinfacht ist, da der Axialfixierring nur noch auf das Ende des Walzenzapfens aufgesetzt, bis an die Einbaustelle geschoben und dort verdreht werden muß. Ist der Axialfixierring einmal endseitig auf den Walzenzapfen aufgesetzt worden, kann er nicht mehr herunterfallen, so daß eine Verletzungsgefahr nicht besteht. Darüber hinaus beinhaltet der Axialfixierring auch eine Verriegelungseinrichtung gegen Verdrehen in Umfangsrichtung. Die Verwendung einer separaten Paßfeder wie beim Stand der Technik, ist nicht erforderlich. Im Ergebnis ist somit festzustellen, daß durch die Erfindung eine völlig neue, einfach zu handhabende Baueinheit zur Verfügung gestellt wird, die nicht nur die Axialverriegelung ermöglicht, sondern die zusätzlich auch noch die Verdrehsicherung beinhaltet.

Zur Realisierung der bajonettverschlußartigen Verbindung zwischen dem Axialfixierring und dem Walzenzapfen im Bereich der Nut weist die Ringöffnung vorzugsweise eine von der Kreisform abweichende Form auf. Insbesondere sind dabei zwei im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Flanken vorgesehen, wobei sich im Bereich der Flanken jeweils eine halbkreisabschnittsförmige Ausnehmung befindet. Die Abstände der Flanken und der Ausnehmungen zueinander korrespondierenden mit entsprechenden Abmaßen des Walzenzapfens, worauf weiter unten noch eingegangen wird.

Zum manuellen Entriegeln des Bolzens ist zweckmäßigerweise ein mit dem Bolzen gekoppelter Griffabschnitt zur manuellen Entriegelung vorgesehen, der nach oben und/oder seitlich abstehen kann. Über den Griffabschnitt muß der Bolzen lediglich entgegen der Federkraft aus der korrespondierenden Sacklochbohrung im Walzenzapfen herausgezogen werden, um den Axialfixierring in der Nut bis in die Abziehstellung drehen zu können.

Damit es nicht zu einer unbeabsichtigten Entriegelung des Bolzens insbesondere während des Betriebs der Walzeinrichtung durch auftretende Zentrifugalkräfte kommt, ist dem Bolzen eine entsprechende Arretiereinrichtung zugeordnet, die zum formschlüssigen Arretieren des Griffabschnitts dient. In einer konstruktiv besonders vorteilhaften Ausführungsform ist am Griffabschnitt oder an einem damit verbundenen Schenkel eine Bohrung zum Zusammenwirken mit einem am Außenumfang des Axialfixierrings vorgesehenen Arretierbolzen vorgesehen. Der Arretierbolzen ist dann zum Ansetzen eines Arretierelementes ausgebildet, über das letztlich das unbeabsichtigte Entriegeln verhindert wird. Hierzu kann der Arretierbolzen beispielsweise eine Bohrung zum Einsetzen einer entsprechenden Sicherungsfeder aufweisen.

Statt der zuvor genannten Ausbildung kann die Arretierung zur Verhinderung des unbeabsichtigten Entriegelns des Bolzens auch derart ausgebildet sein, daß die zum Entriegeln notwendige Federkraft des dem Bolzen zugeordneten Federelementes größer ist als die beim Walzenbetrieb maximal auftretende Zentrifugalkraft.

Grundsätzlich ist es möglich, den auf dem Walzenzapfen verdrehbaren äußeren Gewindering der Einstelleinrichtung in an sich bekannter Weise derart gegen Verdrehen zu sichern, daß im äußeren Gewindering eine entsprechende (Gewinde-)Bohrung und im Axialfixierring eine korrespondierende Bohrung vorgesehen sind und die beiden Bauteile hierüber verschraubt werden. Bei einer auch im Hinblick auf das Handling besonders vorteilhaften Ausführungsform ist jedoch vorgesehen, daß am Axialfixierring ein weiterer federbelasteter Bolzen vorgesehen ist, der zum Eingriff in eine korrespondierende Bohrung im äußeren Gewindering dient. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht darin, daß die Verbindung des Axialfixierringes zum benachbarten äußeren Gewindering sehr leicht und schnell über den weiteren federbelasteten Bolzen durch Anheben gelöst werden kann, während beim Stand der Technik erst eine Verschraubung gelöst werden muß. Günstigerweise ist der weitere Bolzen mit dem Bolzen gekoppelt, so daß beim Entriegeln des Bolzens gleichzeitig auch der weitere Bolzen entriegelt wird. Es ergibt sich dann eine Doppelfunktion. Konstruktiv ist dies derart gelöst, daß der Bolzen und der weitere Bolzen über einen Verbindungsschenkel miteinander verbunden sind, wobei der Verbindungsschenkel wiederum mit dem Griffabschnitt verbunden ist.

Bei einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung ist der Ringgrundkörper nicht aus Stahl hergestellt, wie dies beim Stand der Technik allgemein üblich ist, sondern aus einem anderen, leichteren Material, insbesondere aus Kunststoff, vorzugsweise Gußpolyamid, oder aber einem Leichtmetall wie Aluminium oder Magnesiumlegierungen. Der Kunststoff kann ggf. armiert sein und/oder an seinen beiden äußeren Stirnflächen jeweils ein Verstärkungs- oder Versteifungselement aufweisen. Die Verwendung beispielsweise von Gußpolyamid statt - was bisher üblich war - Stahl bietet den Vorteil, daß der Axialfixierring insgesamt sehr leicht und damit sehr viel besser handhabbar ist. Bei geeigneter Materialwahl kann sich eine Gewichtsreduzierung von bis zu 80% gegenüber der Ausbildung aus Stahl ergeben. Der zuvor genannten erfindungsgemäßen Materialwahl liegt die Erkenntnis zugrunde, daß die auf den Axialfixierring wirkenden Querkräfte vergleichsweise gering sind, so daß auch Materialien mit gegenüber Stahl verringerten Festigkeitseigenschaften verwendet werden können. Bisher war man der Meinung, daß sehr hohe Querkräfte auf den Axialfixierring wirken und dieser - nicht zuletzt aufgrund des rauhen Betriebes in Stahlwerken - aus Stahl und außerdem stark überdimensioniert herzustellen sei.

Damit der erfindungsgemäße Axialfixierring überhaupt auf den Walzenzapfen aufgeschoben und in der zuvor beschriebenen bajonettverschlußartigen Weise durch Verdrehen in der Nut axial fixierbar ist, ist eine besondere Ausbildung der Walze erforderlich. Erfindungsgemäß weist der Walzenzapfen der Walze dazu wenigstens eine bis in den Bereich der Nut hineinragende Abflachung auf, wobei im Bereich der Nut wenigstens eine Sacklochbohrung vorgesehen ist. Im Gegensatz zum Stand der Technik, bei der eine in Umfangsrichtung umlaufende geschlossene Nut mit stets gleicher Nuttiefe vorgesehen ist, ist bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung die Nut im Bereich der wenigstens einen Abflachung unterbrochen. Es handelt sich also um eine geteilte Nut.

In Anpassung an die zuvor beschriebene Ausgestaltung der Ringöffnung des Axialfixierrings weist der Walzenzapfen zwei auf gegenüberliegenden Seiten vorgesehene vorzugsweise etwa parallele Abflachungen auf. Dabei ist zur Verriegelung des Axialfixierringes gegen Verdrehen in der Nut die wenigstens eine Sacklochbohrung im Walzenzapfen im rechten Winkel zur Abflachung angeordnet. Kennzeichnend für die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Walzenzapfens ist also neben den Abflachungen, daß der Walzenzapfen in der Nut eine Sacklochbohrung aufweist, während die beim Stand der Technik vorgesehene Paßfeder nicht bis in den Bereich der Nut hineinragt. Diese ist bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung lediglich im Bereich des inneren Gewinderinges erforderlich.

Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung auch die Verwendung wenigstens eines Axialfixierringes der vorgenannten Art bei einer Walze der vorgenannten Art in einer Walzeinrichtung.

Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung und der Zeichnung selbst.

Es zeigt

Fig. 1 eine Seitenquerschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Axialfixierringes,

Fig. 2 eine Vorderansicht des Axialfixierringes aus Fig. 1,

Fig. 3 eine Draufsicht auf den Axialfixierring aus Fig. 1,

Fig. 4 eine Seitenquerschnittsansicht einer anderen Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Axialfixierringes,

Fig. 5 eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Axialfixierringes,

Fig. 6 eine Ansicht eines Teils eines Walzenzapfens einer erfindungsgemäßen Walze,

Fig. 7 eine Querschnittsansicht des Walzenzapfens aus Fig. 6 entlang der Schnittlinie VII-VII aus Fig. 6 und

Fig. 8 eine teilweise Querschnittsansicht in schematischer Darstellung eines Teils einer erfindungsgemäßen Walzeinrichtung.

In den Fig. 1 bis 5 sind verschiedene Ausführungsformen eines Axialfixierrings 1 dargestellt. Der Axialfixierring 1 ist zur Anordnung in einer Nut 2 eines in den Fig. 6 und 7 dargestellten Walzenzapfens 3 vorgesehen. Hierzu weist der Axialfixierring 1 eine Ringöffnung 4 auf. Bei allen Ausführungsformen ist es nun so, daß die Ringöffnung 4 derart ausgebildet ist, daß der Axialfixierring 1 nach Aufschieben auf den Walzenzapfen 3 durch Verdrehen in der Nut 2 axial fixierbar ist.

Wie sich insbesondere aus den Fig. 2 und 5 ergibt, hat die Ringöffnung 4 eine von der Kreisform abweichende Form. In den dargestellten Ausführungsbeispielen weist die Ringöffnung 4 zwei im wesentlichen parallel zueinander verlaufende Flanken 5, 6 auf. Im Bereich der Flanken 5, 6 befindet sich jeweils eine kreisbogenabschnittsförmige Ausnehmung 7, 8. Zwischen den beiden Flanken 5, 6 befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten Kreisbogenabschnitte 9, 10 der Ringöffnung 4. Der Axialfixierring 1 selbst ist einteilig ausgebildet und als in sich geschlossener Ring ausgeführt.

Zu den Flanken 5, 6, den Ausnehmungen 7, 8 und den Kreisbogenabschnitten 9, 10 korrespondiert die Ausgestaltung des Walzenzapfens 3. Der Walzenzapfen 3 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel zwei auf gegenüberliegenden Seiten vorgesehene Abflachungen 11, 12 auf. Die beiden Abflachungen 11, 12 verlaufen etwa parallel zueinander und haben einen Abstand a zueinander. Der Abstand a entspricht im wesentlichen dem Abstand a' der Flanken 5, 6. Im Bereich der Abflachungen 11, 12 weist der Walzenzapfen 3 einen Außendurchmesser D auf. Der Außendurchmesser D entspricht im wesentlichen dem Durchmesser D' der Kreisbogenabschnitte 9, 10. Der Außendurchmesser d der Nut 2 an ihrem Nutgrund entspricht im wesentlichen dem Innendurchmesser d' der Ringöffnung 4 im Bereich der Ausnehmungen 7, 8. Die Abmaße von a', D' und d' sind so gewählt, daß der Axialfixierring 1 zumindest ohne großes Spiel auf den Walzenzapfen 3 aufschiebbar ist. Im übrigen ist darauf hinzuweisen, daß D bzw. D' größer sind als d bzw. d' und diese Maße größer sind als a bzw. a'.

Am Axialfixierring 1 befindet sich eine Verriegelungseinrichtung 13 zur Verriegelung des Axialfixierrings 1 in der Nut 2 des Walzenzapfens 3 gegen Verdrehen in Umfangsrichtung. Die Verriegelungseinrichtung 13 weist einen im Axialfixierring 1 gelagerten federbelasteten Bolzen 14 auf. Der Bolzen 14 ist dabei zum Eingriff in eine korrespondierende Sacklochbohrung in der Nut 2 des Walzenzapfens 3 vorgesehen, ohne dabei Kräfte in axialer Richtung aufnehmen zu müssen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind zwei einander gegenüberliegende Sacklochbohrungen 15, 16 vorgesehen, die etwa im rechten Winkel zu den Abflachungen 11, 12 angeordnet sind.

Für den Bolzen 14 befindet sich im Ringgrundkörper 17 eine Durchgangsbohrung 18, die in ihrem oberen, äußeren Bereich abgestuft ist. In die Durchgangsbohrung 18 ist der Bolzen 14 eingesetzt, an dem ein Federelement, vorliegend eine Schraubendruckfeder 19, mit ihrem einen Ende angreift. Hierzu ist der Bolzen 14 in seinem unteren Bereich abgestuft. Mit ihrem anderen Ende greift die Schraubendruckfeder 19 vorliegend an einem mit dem Ringgrundkörper 17 fest verbundenen Anschlag an, bei dem es sich im dargestellten Ausführungsbeispiel um eine in den oberen abgestuften Bereich der Durchgangsbohrung 18 eingeschraubte Mutter 20 handelt.

Mit dem Bolzen 14 ist ein Griffabschnitt 21 zur manuellen Entriegelung gekoppelt. Konstruktiv ist dies derart gelöst, daß der obere Bereich des Bolzens 14 sich durch die Mutter 20 hindurch erstreckt und auf diesen oberen Bereich der eine entsprechende Bohrung aufweisende Griffabschnitt 21 aufgesetzt und über eine Mutter 22 darauf verschraubt ist. Eine entsprechende Kontermutter kann, muß jedoch nicht vorgesehen sein.

Während bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform der Griffabschnitt 21 als nach außen hin abstehender Griffschenkel ausgebildet ist, ist er bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform als nach oben hin abstehender Griffknebel ausgebildet. Grundsätzlich ist es auch möglich, beide Ausführungsformen an einem Griffabschnitt 21 zu verwirklichen, so daß die Bedienungsperson wahlweise die Möglichkeit hat, den seitlich abstehenden Griffschenkel oder den nach oben abstehenden Griffknebel zur Entriegelung des Bolzens 14 zu betätigen.

Bei allen dargestellten Ausführungsformen ist es so, daß dem Bolzen 14 eine Arretiereinrichtung 23 zur Arretierung des Bolzens 14 in der Verriegelungsstellung und damit zur Verhinderung einer unbeabsichtigten Entriegelung des Bolzens 14 zugeordnet ist. Die Arretiereinrichtung 23 ist derart ausgebildet, daß durch sie eine formschlüssige Arretierung des Griffabschnitts 21 möglich ist. Dazu ist ein mit dem Griffabschnitt 21 verbundener Schenkel 24 vorgesehen, der eine Bohrung 25 aufweist, die mit einem Arretierbolzen 26 zusammenwirkt, der wiederum am Außenumfang des Axialfixierrings 1 vorgesehen ist. Wie sich insbesondere aus Fig. 3 ergibt, ist der Griffabschnitt 21 einteilig mit dem Schenkel 24 ausgebildet. Die eigentliche Arretierung wird vorliegend dadurch erzielt, daß im Arretierbolzen 26 eine Bohrung 27 zum Einstecken eines nicht näher dargestellten Arretier- oder Sicherungselementes vorgesehen ist.

Bei den in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsformen ist am Axialfixierring 1 ein weiterer federbelasteter Bolzen 28 vorgesehen, der zum Eingriff in eine korrespondierende Bohrung 29 eines im eingebauten Zustand dem Axialfixierring 1 benachbarten äußeren Gewinderinges 30 dient (vgl. Fig. 8). Zur Vereinfachung der Handhabung ist bei den dargestellten Ausführungsformen der Bolzen 14 mit dem weiteren Bolzen 28 gekoppelt, wozu vorliegend ein Verbindungsschenkel 31 dient.

Der Verbindungsschenkel 31 ist wiederum mit dem Griffabschnitt 21 verbunden. Wie sich aus Fig. 3 ergibt, ist der Verbindungsschenkel 31 einteilig mit dem Griffabschnitt 21 ausgebildet, während bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform der als Griffknebel ausgebildete Griffabschnitt 21 nach oben hin vom Verbindungsschenkel 31 absteht.

Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform ist der weitere Bolzen 28 zur Kopplung des Axialfixierringes 1 mit dem äußeren Gewindering 30 nicht vorgesehen. Statt dessen weist der Axialfixierring 1 eine Durchgangsbohrung 28' auf, während im äußeren Gewindering 30 eine Mehrzahl von korrespondierenden Gewindebohrungen vorgesehen ist, so daß diese beiden Ringe verschraubt werden können und der äußere Gewindering 30 hierdurch gegen Verdrehen gesichert wird.

Der in den einzelnen Figuren dargestellte Ringgrundkörper 17 besteht vorliegend aus Gußpolyamid. Nicht dargestellt ist, daß an den äußeren Stirnflächen 32, 33 beispielsweise aus Stahl bestehende plattenförmige Verstärkungs- bzw. Versteifungselemente vorgesehen sein können, die dann auf die Stirnflächen 32, 33 aufgebracht und der Form des Ringgrundkörpers 17 entsprechend angepaßt sind, jedenfalls nicht in die Ringöffnung 4 hineinragen.

In Fig. 8 ist nun ein Teil einer Walzeinrichtung 34 dargestellt. Die Walzeinrichtung 34 weist vorliegend wenigstens eine als Arbeitswalze ausgebildete Walze 35 auf, die mit ihren Walzenzapfen 3 jeweils in einer Lagereinrichtung 36 gelagert ist. Jede Lagereinrichtung 36 weist eine Einstelleinrichtung 37 auf, um das Lagerspiel eines Lagers 38 für die Walze 35 einstellen zu können. Die Einstelleinrichtung 37 weist vorliegend den bereits zuvor erwähnten äußeren Gewindering 30 und einen inneren Gewindering 39 auf. Neben der Einstelleinrichtung 37 und dem Lager 38 weist die Lagereinrichtung 36 noch einen mit dem Grundkörper 40 der Lagereinrichtung 36 fest verbundenen inneren Abdichtdeckel 41 mit einem Abdichtelement 42 und einen ebenfalls mit dem Grundkörper 40 fest verbundenen äußeren Abdichtdeckel 43 mit einem Abdichtelement 44 auf. Das Abdichtelement 44 befindet sich dabei zwischen dem äußeren Abdichtdeckel 43 und dem inneren Gewindering 39. Der innere Gewindering 39 ist vorliegend über eine Paßfeder 45, die über den Walzenzapfen 3 übersteht, auf diesem gegen Verdrehen gesichert. Der innere Gewindering 39 und der äußere Gewindering 30 sind über eine Schraubverbindung 46 bzw. korrespondierende Gewinde miteinander verbunden. Die Paßfeder 45 reicht vorliegend nicht bis in den Bereich des äußeren Gewinderings 30, der, wenn er nicht über den Axialfixierring 1 gesichert ist, frei auf dem Walzenzapfen 3 zur Lagerspieleinstellung drehbar ist.

Das Entriegeln des Axialfixierringes 1 ausgehend von der in Fig. 8 dargestellten Stellung erfolgt derart, daß der Griffabschnitt 21 manuell nach oben gezogen wird, bis der Bolzen 14 außer Eingriff mit der Sacklochbohrung 15 kommt. Gleichzeitig wird auch der weitere Bolzen 28 aus der Bohrung 29 im äußeren Gewindering 30 gezogen. Sodann kann der Griffabschnitt 21 verschwenkt werden. Zur Fixierung des Griffabschnitts 21 in der hochgezogenen verschwenkten Stellung ist ein nach unten abstehender Steg 47 vorgesehen, der dann auf der Oberseite 48 des Ringgrundkörpers 17 aufliegt. Die Länge des Stegs 47 ist dabei derart gewählt, daß, wenn der Steg 47 auf der Oberseite 48 aufliegt, der Bolzen 14 aus der Ringöffnung 4 gezogen ist. Nach Verdrehen des Axialfixierringes 1 auf dem Walzenzapfen 3 bis in die Abziehstellung, wenn also die Flanken 5, 6 parallel zu den Abflachungen 11, 12 sind, kann der Axialfixierring 1 dann von dem Walzenzapfen 3 abgezogen werden. Das Wiederaufsetzen erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.


Anspruch[de]
  1. 1. Axialfixierring (1) für einen Walzenzapfen (3) einer Walze (35) einer Walzeinrichtung (34), mit einem eine Ringöffnung (4) aufweisenden Ringgrundkörper (17), wobei der Ringgrundkörper (17) zur Anordnung in einer Nut (2) des Walzenzapfens (3) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringgrundkörper (17) einteilig und einstückig ausgebildet ist, daß die Ringöffnung (4) des Ringgrundkörpers (17) eine von der Kreisform abweichende Form aufweist, so daß der Ringgrundkörper (17) nach Aufsetzen auf das Ende des Walzenzapfens (3) und Längsverschiebung auf dem Walzenzapfen (3) bis in den Bereich der Nut (2) durch Verdrehen axial fixierbar ist, daß am Axialfixierring (1) eine Verriegelungseinrichtung (13) zur Verriegelung des Axialfixierrings (1) in der Nut (2) des Walzenzapfens (3) gegen Verdrehen in Umfangsrichtung vorgesehen ist und daß die Verriegelungseinrichtung (13) einen im Ringgrundkörper (17) gelagerten, in die Ringöffnung (4) hineinragenden, durch den Ringgrundkörper (17) hindurchtretenden federbelasteten Bolzen (14) zum Eingriff in eine korrespondierende Sacklochbohrung (15, 16) in der Nut (2) des Walzenzapfens (3) aufweist.
  2. 2. Axialfixierring nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringöffnung (4) zwei zueinander verlaufende Flanken (5, 6) aufweist.
  3. 3. Axialfixierring nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Flanken (5, 6) kreisbogenabschnittsförmige Ausnehmungen (7, 8) vorgesehen sind.
  4. 4. Axialfixierring nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Ringgrundkörper (17) keine weiteren separaten ringförmigen Bauteile vorgesehen sind.
  5. 5. Axialfixierring nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Bolzen (14) angreifender, insbesondere nach oben oder seitlich abstehender, Griffabschnitt (21) zur manuellen Entriegelung von der Außenseite her vorgesehen ist.
  6. 6. Axialfixierring nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Bolzen (14) eine Arretiereinrichtung (23) zur Arretierung des Bolzens (14) in der Verriegelungsstellung zugeordnet ist.
  7. 7. Axialfixierring nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Arretiereinrichtung (23) zur formschlüssigen Arretierung des Griffabschnitts (21) vorgesehen ist.
  8. 8. Axialfixierring nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß am Griffabschnitt (21) oder einem damit verbundenen Schenkel (24) eine Bohrung (25) zum Zusammenwirken mit einem am Außenumfang des Axialfixierrings (1) angeordneten Arretierbolzen (26) vorgesehen ist, wobei der Arretierbolzen (26) zum Ansetzen eines Arretierelementes ausgebildet ist.
  9. 9. Axialfixierring nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkraft des dem Bolzen (14) zugeordneten Federelementes größer ist als die beim Walzenbetrieb maximal auftretende Zentrifugalkraft.
  10. 10. Axialfixierring nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß am Axialfixierring (1) ein weiterer federbelasteter Bolzen (28) vorgesehen ist, der zum Eingriff in eine korrespondierende Bohrung (29) eines im eingebauten Zustand dem Axialfixierring (1) benachbarten äußeren Gewinderinges (30) dient.
  11. 11. Axialfixierring nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (14) mit dem weiteren Bolzen (28) über einen Verbindungsschenkel (31) gekoppelt ist, wobei der Verbindungsschenkel (31) wiederum mit dem Griffabschnitt (21) verbunden ist.
  12. 12. Axialfixierring nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Ringgrundkörper (17) aus, insbesondere armiertem, Kunststoff, insbesondere Gußpolyamid, oder einem Leichtmetall besteht.
  13. 13. Axialfixierring nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß an wenigstens einer äußeren Stirnfläche (32, 33) ein insbesondere plattenförmiges, die Ringöffnung (4) freigebendes Verstärkungs- und/oder Versteifungselement vorgesehen ist.
  14. 14. Walze (35) für eine Walzeinrichtung (34), mit zwei Walzenzapfen (3) zur Lagerung der Walze (35), wobei an wenigstens einem Walzenzapfen (3) eine Nut (2) zur Anordnung eines Axialfixierrings (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche vorgesehen ist, wobei der Walzenzapfen (3) wenigstens eine bis in den Bereich der Nut (2) hineinragende Abflachung (11, 12) aufweist und wobei im Bereich der Nut (2) wenigstens eine Sacklochbohrung (15, 16) vorgesehen ist.
  15. 15. Walze nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der Walzenzapfen (3) zwei auf gegenüberliegenden Seiten vorgesehene, etwa parallele Abflachungen (11, 12) aufweist und daß die wenigstens eine Sacklochbohrung (15, 16) etwa im rechten Winkel zur Abflachung (11, 12) vorgesehen ist.
  16. 16. Verwendung wenigstens eines Axialfixierringes (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 bei einer Walze (35) nach Anspruch 14 oder 15 in einer Walzeinrichtung (34).






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