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Dokumentenidentifikation DE19801973A1 23.07.1998
Titel Undurchsichtiges, durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, Verfahren zu seiner Herstellung und aus diesem Papier hergestellte Rubbelkarten
Anmelder Aussedat-Rey, Velizy-Villacoublay, FR
Erfinder Honnorat, André, Annecy, FR
Vertreter Beetz und Kollegen, 80538 München
DE-Anmeldedatum 20.01.1998
DE-Aktenzeichen 19801973
Offenlegungstag 23.07.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.07.1998
IPC-Hauptklasse D21H 21/40
IPC-Nebenklasse D21H 27/00   B44F 1/12   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft faserige Wertzeichen-Trägermaterialien (z. B. Papier) zum Beschriften und/oder Bedrucken. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Wertzeichenpapier, das folgende Eigenschaften aufweist: undurchsichtig, durch Einreißen überprüfbar, nicht-delaminierbar, fälschungssicher, preiswert und bedruckbar. Es ist dadurch gekennzeichnet, daß es insbesondere aus ein und derselben faserigen Matte besteht, die insbesondere in bezug auf die Dicke homogen ist und aus einer einzigen Faserbahn erhalten worden ist. Es weist in Dickenrichtung mindestens einen in etwa in der Mitte angeordneten Abschnitt (2) mit der Farbe (C2) und mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4), der weiß ist oder eine im Vergleich zur Farbe (C2) des mittleren Abschnitts (2) unterschiedliche und/oder weniger dunkle Farbe (C1, C3) besitzt, auf. Vorzugsweise gilt: C1 und C3 = C2 entfärbt und C2 = dunkel gefärbt.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung dieses Papiers und von aus diesem Papier gefertigten Gegenständen (z. B. Rubbelkarten).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der für Sicherheitszwecke benutzten faserigen Trägermaterialien zum Beschriften und/oder Bedrucken, die insbesondere aus Papier bestehen (sog. Wertzeichenpapier). Diese faserigen Trägermaterialien oder Wertzeichenpapiere werden zur Herstellung von sicherungsbedürftigen Unterlagen, wie Eintrittskarten, Reiseunterlagen, Schecks, gesetzliche oder offizielle Urkunden, Akkreditive, Versicherungsbestätigungen, Theaterkarten, Fahrausweise für Züge, Flugzeuge und dergl. oder auch für Rubbelkarten für Spiel- oder Lotteriezwecke, die auch als Lose für Lotterien mit sofortiger Gewinnausschüttung (Sofortlotterien) bezeichnet werden. Insbesondere betrifft die Erfindung faserige Trägermaterialien, wie fälschungssichere Wertzeichenpapiere, die durch Einreißen überprüfbar sind, da sie beim Einreißen eine mehrfarbige Sandwich-Struktur erkennen lassen. Diese Art der Überprüfung und der Bekämpfung von Fälschungen wird auf dem Gebiet des Billettwesens eingesetzt, wo es um erhebliche Werte gehen kann.

Die vorliegende Erfindung betrifft ferner faserige Trägermaterialien, insbesondere Wertzeichenpapiere, die beschriftet und bedruckt werden können und zur Herstellung von Rubbelkarten für Spielzwecke verwendet werden können, wo aufgedruckte und verdeckte Informationen nicht bei Durchsichtbetrachtung erkennbar sein dürfen, wobei auch jegliche andere, durch Ablösen (Delaminieren) herbeigeführte Betrugsmöglichkeit vermieden wird.

Die direkte Prüfung eines Blatts aus einem faserigen Trägermaterial, z. B. aus Papier, durch Einreißen ermöglicht das Freilegen der folgenden mehrfarbigen Sandwich-Struktur:

ein gefärbter Innenbereich und zwei weiße, klare oder anders gefärbte äußere Abschnitte (Schichten). Diese charakteristische Struktur ermöglicht es, die Originalherkunft bestimmter Unterlagen, die teilweise einen sehr hohen Wert besitzen, wie Fahrkarten, Eintrittskarten oder dergl., sicher zu überprüfen. Da diese durch Einreißen vorgenommene Überprüfungstechnik rasch und sicher ist, ist sie vollkommen konkurrenzfähig mit anderen bekannten Systemen, wie Wasserzeichen, die seit langem existieren, oder auch die Einführung von Sicherheitsfasern oder Sicherheitsfäden. Einige dieser bekannten Systeme (darunter auch fluoreszierende oder phosphoreszierende Punkte oder Fasern) weisen den Nachteil auf, daß sie zur Überprüfung eine entsprechende Nachweisvorrichtung benötigen. Ein typisches Beispiel für eine derartige Vorrichtung ist eine UV-Lampe.

Folglich sollten faserige Trägermaterialien oder Papiere für Wertzeichenzwecke, die undurchsichtig sind und deren mehrfarbige Sandwich-Struktur eine Überprüfbarkeit durch Einreißen gewährleistet, sich ohne Schwierigkeiten durchsetzen, insbesondere bei fälschungssicheren Fahrtausweisen und Eintrittskarten, sofern es möglich sein sollte, einen der derzeit bestehenden Hauptnachteile derartiger, durch Einreißen überprüfbarer, faseriger Materialien oder Papiere, der in ihrer delaminierbaren Beschaffenheit besteht, zu beseitigen. Dieser, die Anwendung behindernde Nachteil ist auf die Struktur und die Herstellungsweise derartiger bekannter faseriger Trägermaterialien oder Papiere zurückzuführen.

Es ist ein erster Strukturtyp bekannt, bei dem drei Papierschichten miteinander durch Lamination verbunden sind, wobei die Mittelschicht gefärbt ist und die äußeren Schichten eine weiße Farbe aufweisen.

Ein zweiter bekannter Strukturtyp ist aus einem gefärbten Blatt Papier gebildet, das man durch Beschichten mindestens einer Oberflächenseite mit Hilfe einer weißen oder undurchsichtig machenden Beschichtungsmasse behandelt.

Die Beschichtung von gefärbten Trägern ist auf dem Gebiet der Wertzeichenpapiere seit langem verbreitet, obgleich das dabei angestrebte Ziel nicht in der Bereitstellung von durch einen Einreißtest überprüfbaren Papieren bestand. Das US-Patent 1 417 820 beschreibt ein Verfahren zum fälschungssicheren Ausrüsten eines Papiers, indem man die beiden Seiten eines schwarzen Papiers mit einer Beschichtungsmasse beschichtet, die undurchsichtig und gegenüber Lösungsmitteln, die in für Fälschungszwecke geeigneten Tinten- oder Druckfarben-Löschpräparaten enthalten sind, empfindlich ist. Somit liegt auch hier eine sandwichartige Struktur des folgenden Typs vor: hell gefärbte Überzugsschicht/schwarzes oder dunkel gefärbtes Papier/hell gefärbte Überzugsschicht.

Ferner ist auf dem Gebiet der Wertzeichenpapiere das Produkt gemäß dem GB-Patent 1 435 686 bekannt, das gegen Fälschungsversuche durch Abschaben der Oberfläche mit dem Ziel zur Beseitigung von Druckfarbe oder Tinte gesichert ist. Dieses Wertzeichenpapier umfaßt eine Lage eines Grundpapiers, das mit einem undurchsichtigen und gegenüber Abrieb empfindlichen Überzug versehen ist, der aus einem nicht-metallischen Pigment (Ton oder TiO2), das in einem Bindemittel (synthetisches Polymeres = Vinyl-Copolymeres/Acryl-Styrol/Acryl-Styrol/Butadien oder natürliches Cellulose-Stärke- Casein-Polymeres) dispergiert ist, besteht. Das Blatt des Grundpapiers weist eine Farbe auf, die im Kontrast zur Überzugsschicht steht, so daß Versuche zum Abschaben der oberen Schicht bei Durchsichtbetrachtung erkennbar werden. Dieses Patent lehrt nicht die folgende Sandwich-Struktur: helle oder weiße Färbung/unterschiedliche oder dunklere Färbung/helle oder weiße Färbung.

Die Beschichtung eines gefärbten Papiers mit Hilfe einer undurchsichtig machenden oder weißen Zusammensetzung wird bei Wertzeichenpapieren, die für besondere Anwendungszwecke bestimmt sind, wie die Herstellung von Losen für Sofortlotterien oder von allen anderen Arten von Unterlagen für Rubbelspiele, verwendet. Derartige Gegenstände enthalten aufgedruckte, verborgene Informationen, bei denen es sich einerseits um Zahlen, Symbole oder Mitteilungen über einen eventuellen Gewinn und andererseits um Sicherheitszahlen, die Fälschungen vorbeugen sollen, handeln kann. Das Verbergen oder Maskieren derartiger Informationen wird herkömmlicherweise mittels einer undurchsichtigen Rubbelschicht (abschabbaren Schicht) erreicht, die beispielsweise ein metallisches Pigment (Aluminium) umfaßt, das in einem Bindemittel, das aus einem Latex von Kautschuk oder anderen Kohlenwasserstoff-Polymeren gebildet ist, dispergiert ist (vgl. die Schicht 28 des im US-Patent 4 726 608 beschriebenen Lotterieloses). Außer dieser undurchsichtigen Schicht umfaßt der Losausweis als Überzug eines Papierträgermaterials 18 (von oben nach unten) eine haftungsverhindernde Schicht 26 aus Polyamid, eine Schutzschicht 25 aus einem maleinierten Vinylacetat-Copolymeren, die aufgedruckten Zeichen 24, eine Grundierschicht aus amorphem Siliciumdioxid + maleiniertem Vinylacetat-Polymeren + n-Propylacetat als Lösungsmittel und schließlich eine auf das Papierträgermaterial 18 aufgeklebte Aluminiumfolie 20.

Um die Nachteile, die bei dieser Art von Rubbelkarte mit der Anwesenheit der Aluminiumfolie verbunden sind, zu beseitigen, schlägt das europäische Patent 0 428 489 die Verwendung von beschichtetem Papier für die Herstellung derartiger Gegenstände vor. Das aus diesem Patent bekannte Wertzeichenpapier umfaßt ein Grundträgermaterial aus Papier mit einer flächenbezogenen Masse in der Größenordnung von 225 g/m2, das mit Ruß bis zum Erreichen einer vollständig undurchsichtigen Beschaffenheit gefärbt und mit einer Zusammensetzung, die Pigmente, wie Ton oder Titandioxid, Latex oder Stärke enthält, beschichtet ist. Die auf diese Weise erhaltenen Oberflächen des beschichteten Papiers sind weiß, glatt und gleichmäßig und somit bedruckbar. Diese Papiere liegen somit in einem nicht delaminierbaren Zustand vor. Um einen Losausweis für eine Sofortlotterie herzustellen, ist es vorgesehen, die Beschichtungsseiten zu bedrucken und anschließend eine endgültige Beschichtung mit einem herkömmlichen gefärbten und rubbelbaren Latex vorzunehmen. Aus diesem Patent ist somit die folgende Sandwich-Struktur bekannt: weiße Beschichtung/undurchsichtiges schwarzes Papiersubstrat/weiße Beschichtung.

EP-A-668 092 betrifft Papiere für Losausweise für Sofortlotterien mit Sofortauszahlung (Rubbel lose), die eine undurchsichtige Ausrüstung von Papier nicht mittels eines Grundsubstrats aus Papier, wie es in EP-B-428 489 vorgeschlagen ist, vorsehen, sondern mittels einer undurchsichtigen Beschichtung, die auf das Grundsubstrat aus Papier aufgetragen ist und ein Pigment vom Rußtyp umfaßt, das in einem Bindemittel vom Latextyp aus einem Styrol/Butadien-Copolymeren dispergiert ist. Diese undurchsichtige Schicht ist ferner mit einer darüberliegenden bedruckbaren Schicht überzogen, die aus einer Zusammensetzung erhalten worden ist, die Styrol/Butadien-Latex, CaCO3 und Mikrokügelchen aus einem Styrol-Acryl-Polymeren enthält.

FR-A-2 192 211 beschreibt ein Verfahren zum Färben von absorbierendem Papier mit einer rauhen Oberfläche, wobei die Dicke der Färbemittelschicht möglichst gering ist, aber dennoch in optischer Hinsicht die Erzielung einer gleichmäßigen Färbung erlaubt. Nachdem eine Seite gefärbt ist, kann das Papier mit einer hitzehärtbaren Kunstharzschicht überzogen werden. Um diese gleichmäßige Färbung trotz der unebenen Beschaffenheit der Oberfläche des eingesetzten absorbierenden Papiers zu erreichen, ist es bei diesem Verfahren vorgesehen, die zu färbende Papierseite einem Färbungsvorgang durch magnetisches Kalandrieren oder mit einer Magnetwalze zu unterziehen, um das farbgebende Mittel in sämtlichen Vertiefungen und Poren abzuscheiden, und einen Druckvorgang durch Tiefdruck in den Vertiefungen oder typoflexographischen Druck durchzuführen, um eine Färbung der Buckel und Vertiefungen zu gewährleisten. Gemäß der Lehre dieser Druckschrift wird nur eine einzige Papierseite gefärbt. Das gemäß diesem Verfahren erhaltene Papier ist in bezug auf seine Dicke nicht homogen, da es eine Färbemittelschicht auf der Oberfläche aufweist, die aufgrund der Tatsache, daß sie so dünn wie möglich ist, eine heterogene Beschaffenheit des Papiers in bezug auf seine Dicke bewirkt. Außerdem wird dieses gefärbte absorbierende Papier nicht ausgehend von ein und derselben faserigen Matte von anfänglicher Färbung C2 erhalten, die anschließend auf mindestens einer ihrer Seiten mindestens teilweise entfärbt oder anders gefärbt wird, um mindestens einen äußeren Abschnitt zu erhalten, der weiß ist oder die Farbe C1-C3(verschieden und/oder weniger dunkel als die anfängliche Farbe C2) aufweist.

FR-A-537 357 betrifft Verbesserungen bei der Herstellung von gefärbten Pappen und Papieren. Insbesondere beschreibt dieses französische Schutzrecht Schichtanordnungen, die eine Grundschicht aus Pappe umfassen, auf die auf einer oder beiden Seiten eine Papierschicht geklebt ist, deren Oberfläche mit Hilfe einer Einrichtung gefärbt wird, die aus Farbreservoirs 10 und einer Vorrichtung 11, die zur Regulierung der Farbschichten bestimmt ist, gebildet ist. Gemäß einer Variante kann der Karton direkt auf einer seiner Seiten mit einer oder mehreren Farbschichten gefärbt sein. Auch diese Schichtanordnung ist zweifelsfrei in bezug auf ihre Dicke nicht homogen, da sie eine oder mehrere einzelne Farbschichten und gegebenenfalls eine Papierschicht zusätzlich zur Grundschicht aus Pappe aufweist. Außerdem ist ersichtlich, daß diese bekannte gefärbte Schichtanordnung nicht durch Entfärbung oder Umfärbung eines kontinuierlichen Fasermaterials von gegebener anfänglicher Färbung erhalten wird.

DE-C-67 632 betrifft ein Verfahren zur Färbung einer Papierseite, das so konzipiert ist, daß eine Wanderung des Färbungsmittels von einer Seite des betreffenden Papiersubstrats zur anderen Seite vermieden wird, so daß es möglich ist, die beiden Seiten unabhängig voneinander zu färben. Bei diesem Verfahren führt man den Papierstreifen durch einen geheizten Trockenzylinder mit der Bezeichnung X und einen Färbezylinder mit der Bezeichnung B. Die durch den Trocknungszylinder X zugeführte Wärme ermöglicht eine rasche Trocknung des Färbungsmittels und somit dessen Fixierung auf der Papieroberfläche. Diesem Verfahren sowie dem damit hergestellten Papier fehlen die beiden folgenden Eigenschaften: Homogenität in bezug auf die Dicke (Färbemittelschicht auf der Oberfläche) und Herstellung durch Entfärbung oder Umfärbung mindestens einer der Seiten mit einer anfänglichen, vorgegebenen Färbung.

Aus der vorstehenden Übersicht des Stands der Technik ergibt sich, daß es sich bei bekannten Wertzeichenpapieren, die durch einen Reißtest überprüfbar und/oder ausreichend undurchsichtig sind, um sie als Trägermaterialien für Losausweise für Sofortlotterien oder als Rubbelkarten einsetzen zu können (fehlende Erkennungsmöglichkeit bei Durchsichtbetrachtung), besonders häufig um mehrschichtige faserige Trägermaterialien handelt, die durch Beschichtungstechniken erhalten werden.

Es ist aber bekannt, daß diese Technik relativ kostspielig ist, insbesondere aufgrund der Tatsache, daß es erforderlich ist, sie meistens außerhalb des üblichen Laufs der Papiermaschine durchzuführen. Es ist ersichtlich, daß dies die Produktivität und Rentabilität des Papierherstellungsverfahrens beeinträchtigt. Außerdem handelt es sich bei einer Beschichtung um einen Vorgang, der recht einfach mit handwerklichen Mitteln reproduziert werden kann. Dies trägt zur Fälschungsgefahr bei.

Außerdem ist festzustellen, daß die Beschichtung keine zufriedenstellende Lösung in bezug auf die Schwierigkeit der Delamination bringt. Die Tatsache, daß dieses Problem, das bei mehrschichtigen Strukturen von Natur aus gegeben ist, bei beschichteten Strukturen fortbesteht, wird in EP-A-0 668 092 (S. 2, Zeilen 29-30) unterstrichen.

Bei dieser Sachlage besteht eine der Aufgaben der vorliegenden Erfindung darin, ein faseriges Trägermaterial, insbesondere ein Wertzeichenpapier, bereitzustellen, das durch einen Reißtest überprüfbar ist und aus einem undurchsichtigen Substrat besteht, das sich zur Herstellung von Rubbelkarten eignet, wobei die Nachteile von herkömmlichen beschichteten Sicherheitspapieren vermieden werden sollen.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht darin, daß dieses Wertzeichenpapier folgende Eigenschaften aufweist:

  • - durch Einreißtests überprüfbar,
  • - nicht delaminierbar,
  • - fälschungssicher,
  • - vollständig undurchsichtig, so daß bei Rubbelkarten keine Betrugsmöglichkeit mittels Durchlichtbetrachtung besteht,
  • - wirtschaftlich,
  • - gut bedruckbar und beschreibbar,
  • - durch handwerkliche Maßnahmen nicht leicht reproduzierbar.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung eines faserigen Trägermaterials und insbesondere eines Wertzeichenpapiers, das durch Einreißen überprüfbar, nicht delaminierbar und vollständig undurchsichtig ist, wobei dieses Verfahren aufgrund der Tatsache, daß es perfekt in die herkömmlichen Papierherstellungslinien integrierbar ist, leicht und wirtschaftlich durchführbar sein soll.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung eines durch Einreißen überprüfbaren Wertzeichenpapiers, das aus dem vorstehend genannten faserigen Trägermaterial, bei dem die erfindungsgemäßen Aufgaben gelöst sind, besteht.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung von Rubbelkarten aus dem vorgenannten faserigen Trägermaterial.

Zur Lösung dieser Aufgaben hat die Anmelderin nach zahlreichen Untersuchungen festgestellt, daß es zweckmäßig ist, ein undurchsichtiges, faseriges Trägermaterial, insbesondere aus Papier, bereitzustellen, das aus ein und demselben homogenen faserigen Netzwerk gebildet ist, das anfänglich gefärbt ist und anschließend auf seinen beiden Außenseiten in einer bestimmten Dicke einer Umwandlung durch Entfärbung und/oder Umfärbung unterworfen wird, so daß man eine Sandwich-Struktur des folgenden Typs erhält:

äußerer Abschnitt, der weiß ist oder die Farbe C1 aufweist/mittlerer Abschnitt, der die Farbe C2 = oder ≠ C1 aufweist; und gegebenenfalls ein äußerer Abschnitt, der weiß ist oder die Farbe C1 oder C3 aufweist,

wobei im Fall von C1 = C2 = C3 ein Farbgradient von hell → dunkel von außen nach innen besteht.

Gegenstand der Erfindung ist somit ein undurchsichtiges faseriges Trägermaterial 1, insbesondere aus Papier, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es aus ein und derselben faserigen Matte erhalten worden ist, für die folgendes gilt:

→homogene Beschaffenheit, insbesondere in bezug auf die Dicke;

→Produkt aus einer einzigen Faserbahn; und

→ anfängliche Färbung (C2), anschließend Entfärbung oder Andersfärbung (Umfärbung), zumindest teilweise auf mindestens einer der Seiten, um mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4) zu bilden, der weiß ist oder die Farbe (C1, C3) aufweist, die im Vergleich zur anfänglichen Farbe (C2) verschieden und/oder weniger dunkel ist.

Ein derartiges faseriges Trägermaterial, insbesondere ein Wertzeichenpapier, hat den Vorteil, daß es nicht delaminierbar ist, vollständig undurchsichtig ist, billig ist und in einfacher Weise in einer Papiermaschine ohne wesentliche Veränderungen dieser Maschine erhältlich ist.

Außerdem wird aufgrund des großtechnischen Herstellungscharakters die Gefahr von Fälschungen durch eine handwerkliche Tätigkeit eingeschränkt.

Gemäß einer Ausführungsform wird das faserige Trägermaterial aus ein und derselben faserigen Matte erhalten, die folgende Eigenschaften aufweist:

→ homogene Beschaffenheit, insbesondere in bezug auf die Dicke;

→Produkt aus einer einzigen Faserbahn; und

→ anfängliche Färbung (C2), anschließend Entfärbung oder Andersfärbung, zumindest teilweise auf mindestens einer der Seiten, um einerseits mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4), der weiß ist oder die Farbe (C1, C3) aufweist, die im Vergleich zur anfänglichen Farbe (C2) verschieden und/oder weniger dunkel ist, und andererseits mindestens einen in etwa in der Mitte liegenden Abschnitt (2), der die Farbe (C2) aufweist, zu bilden.

Sofern es sich um durch Einreißen überprüfbare faserige Trägermaterialien und insbesondere um Wertzeichenpapiere handelt, handelt es sich bei der bevorzugten, aber nicht beschränkenden Ausführungsform der Erfindung um ein faseriges Trägermaterial, das einen in etwa in der Mitte liegenden, gefärbten Abschnitt aufweist, der mit jeder seiner Seiten an einen äußeren weißen oder im Vergleich zum mittleren Abschnitt unterschiedlich gefärbten und/oder weniger dunklen Abschnitt anschließt, wobei die beiden äußeren Abschnitte die gleiche Farbe aufweisen oder nicht.

Daraus ergibt sich eine mehrfarbige, beispielsweise zweifarbige Struktur vom Sandwich-Typ: Farbe C1/Farbe C2/Farbe C3,

wobei C1 gleich oder verschieden von C3 ist und C2 gleich oder verschieden von C1 und C3 ist,

mit der Maßgabe, daß, wenn C2 = C1 oder C3, C1 oder C3 heller als C2 sind.

Diese nicht-delaminierbare, undurchsichtige Struktur entspricht vollkommen den vorstehend angegebenen Spezifikationen.

Die Struktur des erfindungsgemäßen Trägermaterials mit einem homogenen und zusammenhängenden, faserigen Netz wird bei seiner Bildung auf einer Papiermaschine als eine einzige Faserbahn zusammengefügt.

Die beigefügte einzige Figur zeigt zu (nicht beschränkenden) Erläuterungszwecken einen Querschnitt eines derartigen Trägermaterials gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.

Diese Figur zeigt ein Trägermaterial 1, das aus ein und demselben faserigen Netzwerk mit der Dicke e gebildet ist und in seiner Dicke einen mittleren Abschnitt 2 mit der Farbe C2 umfaßt, wobei dieser Abschnitt 2 mit den äußeren Abschnitten 3 und 4, die die Farbe C1 bzw. C3 aufweisen, eine kontinuierliche Faserstruktur bildet.

In diesem Beispiel weisen C1, C2 und C3 die gleiche Grundfarbe auf, wobei C1 und C3 so deutlich heller als C2 sind, daß sie fast weiß sind.

Eine derartige zweifarbige, undurchsichtige Struktur, die nicht delaminierbar ist, wird mit einer fälschungssicheren Erkennungsmarke bedruckt, die der Farbe C2 des mittleren Abschnitts 2 entspricht, was eine perfekte Überprüfbarkeit durch Einreißen gewährleistet.

Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen faserigen Wertzeichen-Trägermaterials ist dadurch gekennzeichnet, daß es aus einer anfänglich gefärbten faserigen Matte erhalten worden ist, die anschließend mindestens teilweise auf mindestens einer ihrer Seiten und vorzugsweise auf beiden Seiten entfärbt worden ist, wodurch zwei äußere Abschnitte 3 und 4 gebildet werden, die sich auf beiden Seiten des gefärbten mittleren Abschnitts 2 befinden.

Diese Ausführungsform entspricht der folgenden Sandwich- Struktur: weiß oder sehr helles Braun/dunkelbraun/weiß oder sehr helles Braun, die in der beigefügten und vorstehend beschriebenen einzigen Figur dargestellt ist. Gemäß dieser Ausführungsform wird der Farbkontrast außen/innen mittels eines Entfärbungsmittels erreicht, das von den Seiten des entsprechenden faserigen Trägermaterials in einer variablen Dicke je nach dem Eindringvermögen dieses Mittels in das Innere des Trägermaterials absorbiert worden ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform, die dem Fall entspricht, bei dem C2 sich von C1 und/oder von C3 unterscheidet, wird das aus einer ursprünglich gefärbten Fasermatte erhaltene faserige Trägermaterial anschließend zumindest teilweise auf mindestens einer seiner Seiten und vorzugsweise auf beiden Seiten anders gefärbt, wodurch die beiden äußeren Abschnitte 3, 4 gebildet werden, die auf beiden Seiten des gefärbten mittleren Abschnitts 2 angeordnet sind.

Im erstgenannten Fall reagiert das Färbungsmittel mit dem Entfärbungsmittel, während im zweitgenannten Fall das Färbungsmittel mit einem Umfärbungsmittel reagiert, das C2 in den Oberflächenschichten des faserigen Trägermaterials 1 in C1 und C3 umwandelt.

Das Vorliegen dieser beiden strukturellen Ausführungsformen (neben anderen) für das erfindungsgemäße Trägermaterial bringt anlagebedingte Besonderheiten mit sich. So ist das faserige Trägermaterial dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Färbungsmittel und gegebenenfalls mindestens ein Entfärbungsmittel und/oder mindestens ein Umfärbungsmittel enthält, das nicht reagiert hat, aber befähigt ist, mit dem Färbungsmittel in den äußeren Abschnitten zu reagieren.

Vorteilhafterweise wird das Paar Färbungsmittel/Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel aus folgender Gruppe ausgewählt:

Färbungsmittel Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel Metalloxid Reduktionsmittel Metallsalz Maskierungsmittel gefärbter pH-Indikator Medium mit dem gewählten pH-Wert gefärbter Redox-Indikator Medium mit dem gewählten Redox-Potential farbgebendes Mittel Mittel zum Abbau des Färbungsmittel und Gemische davon

Die Metalloxide oder gefärbten Metallsalze, wie die Salze von Eisen oder Mangan, können durch Reduktionsmittel oder Maskierungsmittel, wie EDTA oder Kaliummonophosphat, entfärbt werden.

Als weitere Beispiele für das Paar Färbungsmittel/Entfärbungsmittel lassen sich (ohne Beschränkung hierauf) erwähnen:

  • - Metalloxid/Reduktionsmittel = Kupfer- oder Kobaltoxid/Bisulfit in saurem Medium,
  • - Metallsalz/Maskierungsmittel = Eisen- oder Vanadiumsalz/Ascorbinsäure.

Die gefärbten pH-Indikatoren, die als Färbungsmittel verwendbar sind, sind leicht entfärbbar, indem man an den Seiten der faserigen Matte ein flüssiges Medium mit einem pH-Wert eindringen läßt, der den Indikator in eine ungefärbte oder in eine unterschiedlich gefärbte Form überführt. So wird beispielsweise Phenolphthalein, das zu Beginn in den Papierstoff eingeführt wird, auf einen basischen pH-Wert gebracht, was eine Rosafärbung des Papierstoffs hervorruft. Durch späteres oberflächliches Aufbringen einer Säure auf die faserige Matte wird das Phenolphthalein entsprechend einem sauren pH- Wert in seine ungefärbte Form übergeführt. Als weitere Beispiele für einen pH-Indikator, der als Färbungsmittel verwendet werden kann, lassen sich Phenolrot, Bromcresolpurpur oder Bromphenolblau erwähnen.

Die gefärbten Redox-Indikatoren wirken nach dem gleichen Prinzip wie die vorerwähnten pH-Indikatoren, mit dem Unterschied, daß als Schlüsselparameter nicht der pH-Wert sondern das Redox-Potential herangezogen wird. Als Beispiele für das Paar Färbungsmittel/Entfärbungsmittel oder Umfärbungsmittel lassen sich Methylenblau oder Neutralrot in Kombination mit Natriumhypochloritlösung erwähnen.

Diese Färbungsmittel stellen eine weitere Klasse von erfindungsgemäß geeigneten Färbungsmitteln dar. Es kann sich insbesondere um Färbungsmittel handeln, die durch oxidierende Reagenzien zersetzbar sind, beispielsweise durch eine Natriumhypochloritlösung oder durch Lösungen von Sulfiten, Bisulfiten, Säuren, Basen und dergl. Beispielsweise lassen sich Färbungsmittel mit der chemischen Struktur von Triphenylmethan erwähnen, wie BLEU DUASYN POUR ENCRES BJT der Fa. HOECHST. Dieses Färbungsmittel kann in Verbindung mit Entfärbungsmitteln auf der Basis einer Natriumhypochloritlösung und/oder einer schwachen Base oder Natriumsulfit kombiniert werden. Als weiteres Beispiel für ein Färbungsmittel im erfindungsgemäßen faserigen Trägermaterial, das zur Reaktion mit einen Abbau bewirkenden Mitteln unter Herbeiführung einer Farbänderung befähigt ist, lassen sich Cresolrot in Verbindung mit Natriumhypochloritlösung im Entfärbungs/Umfärbungs- Bad erwähnen.

Zur Erläuterung der Ausführungsform, gemäß der das faserige Trägermaterial mindestens ein Färbungsmittel und mindestens ein Umfärbungsmittel enthält, lassen sich folgende Beispiele erwähnen:

  • - JAUNE LEVACELL 3 GX der Fa. BAYER in Kombination mit einer basischen Lösung;
  • - SAFRANINE O mit einer Natriumhypochloritlösung.

Ferner lassen sich die chemischen Entfärbungs- und Umfärbungsmittel durch physikalische Maßnahmen, die die gleiche Wirkung besitzen, ergänzen oder ersetzen. Es handelt sich beispielsweise um:

  • - aktinische Strahlen, wie UV- und/oder IR-Strahlen,
  • - Wärme,
  • - Elektronenbombardement,
  • - Einwirkung eines Laserstrahls,
  • - Behandlung mit Ultraschall oder Mikrowellen
  • - und dergl.

Das erfindungsgemäße faserige Wertzeichen-Trägermaterial kann auch durch seine speziellen physikalischen Eigenschaften definiert werden. So weist es vorteilhafterweise eine flächenbezogene Masse von 80 g/m2 oder mehr, vorzugsweise von 100 bis 400 g/m2 und insbesondere von 120 bis 300 g/m2 auf. Die flächenbezogene Masse von Papier stellt in bezug auf das Eindringvermögen der Entfärbungsmittel/Umfärbungsmittel einen wichtigen Parameter dar. Durch diesen Parameter wird festgelegt, daß diese Mittel ins Innere des faserigen Trägermaterials in eine ausreichende Tiefe eindringen, so daß die Farbänderung erkennbar wird. Es ist aber ersichtlich, daß die Eindringtiefe nicht zu groß sein darf, um zu gewährleisten, daß der dunkler oder unterschiedlich gefärbte mittlere Abschnitt erhalten bleibt, dessen Dicke die Überprüfung durch Einreißen ermöglicht.

Diese Steuerung der Eindringtiefe der Entfärbungsmittel kann auch erreicht werden, indem man den Feinmahlgrad der das Trägermaterial bildenden Fasern und somit dessen Porosität sowie die Leimung verändert, d. h. die Fähigkeit des Materials zur späteren Wiederbenetzung durch die Entfärbungslösung/Umfärbungslösung. Vorzugsweise beträgt der Feinmahlgrad des faserigen Trägermaterials 15 bis 55° SR (SHOPPER RIEGLER) und insbesondere 30 bis 45° SR. Selbstverständlich hängt der Feinmahlgrad auch von der flächenbezogenen Masse des Papiers ab. Der Fachmann kann selbst die geeigneten Werte dieser miteinander verbundenen Parameter festlegen. Was die Leimung betrifft, kann es sich beim verwendeten Mittel um herkömmliches Kolophonium, ein dimeres Alkylketen oder ein beliebiges anderes Produkt handeln, das die Erzielung eines herkömmlichen Werts für diesen Parameter von 15 bis 30 g/m2 (COBB-Wert) und insbesondere von 16 bis 20 g/m2 ermöglicht.

Nachstehend wird im Rahmen der Verfahrensbeschreibung auf einen anderen wichtigen Faktor in bezug auf das Eindringvermögen Bezug genommen, nämlich die Viskosität der Flüssigkeit, die die Entfärbungsmittel/Umfärbungsmittel enthält.

Auf jeden Fall können diese Parameter in Abhängigkeit von der flächenbezogenen Masse des in Betracht kommenden faserigen Trägermaterials stark variieren. Tatsächlich gibt es Unterschiede bezüglich des Eindringens der Entfärbungsmittel/Umfärbungsmittel zwischen einem Produkt mit einer geringen flächenbezogenen Masse von weniger als 120 g/m2 und einem Produkt mit einer hohen flächenbezogenen Masse von mehr als 200 g/m2. Im letztgenannten Fall ist es sehr selten, daß die Entfärbungslösung/Umfärbungslösung selbst ohne spezielle Vorsichtsmaßnahmen am Trägermaterial bis in den Kern des Blatts eindringt und das Papier in seiner gesamten Dicke entfärbt oder dessen Farbe verändert.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung stellt man ein Papier oder ein faseriges Trägermaterial mit einem gefärbten Inneren und einer verstärkten undurchsichtigen Beschaffenheit her, indem man ein intensives Färbungsmittel verwendet, das dazu geeignet ist, eine dunkle Farbe (z. B. Braun: Manganoxid) zu bilden.

Erfindungsgemäß kann das in Betracht kommende faserige Wertzeichen-Trägermaterial eine beliebige Faserzusammensetzung aufweisen: es kann rein aus Cellulosefasern oder teilweise aus synthetischen Fasern bestehen. Herkömmlicherweise kann es sich bei den geeigneten Cellulosefasern um Fasern aus Laubholz, Fasern aus Nadelholz oder um Gemische davon handeln. Bei den synthetischen Fasern kann es sich beispielsweise um Polyesterfasern, Polyamidfasern oder Polyolefinfasern handeln.

In der Praxis beträgt der Anteil der synthetischen Fasern in bezug auf das Gesamttrockengewicht der Cellulosefasern + synthetischen Fasern 10 bis 30 Gew.-% und vorzugsweise 15 Gew.-%.

Vorteilhafterweise kann das erfindungsgemäße faserige Trägermaterial für die Papierherstellung übliche Zusatzstoffe enthalten, d. h.

  • - anorganische oder organische Füllstoffe, wie Kaolin, Calciumcarbonat, Talcum und dergl.,
  • - Harze oder Mittel zur Erzielung verschiedener Festigkeits- oder Widerstandseigenschaften, insbesondere zur Erzielung von Feuchtigkeitsbeständigkeit,
  • - Bindemittel, wie Stärke und Carboxymethylcellulose, um die mechanischen Eigenschaften des Papiers zu verbessern,
  • - Färbungsmittel zur Erzielung von Farbnuancen,
  • - neutrale, saure oder basische Leimungsmittel (Aluminiumsulfat zur sauren Leimung oder pH-Einstellung),
  • - und dergl.

Ferner kommt es erfindungsgemäß in Betracht, in das Innere des faserigen Trägermaterials zusätzliche überprüfungsmittel einzubringen. Es kann sich beispielsweise um gefärbte oder nicht-gefärbte, fluoreszierende oder nicht-fluoreszierende Sicherheitsfäden, Plättchen oder Fasern handeln, sowie um Mittel, die Fälschungssicherheit gewährleisten, z. B. in Wasser unlösliche, aber in organischen Lösungsmitteln lösliche Färbungsmittel im Pigmentzustand, um die auf die faserigen Trägermaterialien aufgebrachten Beschriftungen oder Aufdrucke mittels Löschvorrichtungen, die organische Lösungsmittel enthalten, gegenüber Fälschungsversuchen zu sichern.

Schließlich können im erfindungsgemäßen faserigen Trägermaterial zahlreiche Zusatzstoffe enthalten sein, unter der Voraussetzung, daß sie nicht durch die Entfärbungsmittel/Umfärbungsmittel, die in das Innere des faserigen Trägermaterials eindringen müssen, abbaubar sind.

Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung eines faserigen Trägermaterials und insbesondere von Papier, das insbesondere aus ein und derselben Fasermatte besteht, insbesondere bezüglich seiner Dicke homogen ist, undurchsichtig ist und in seiner Dicke mindestens einen (vorzugsweise nur einen) gefärbten, in etwa in der Mitte befindlichen Abschnitt und mindestens einen (vorzugsweise zwei) äußere Abschnitte, die weiß oder im Vergleich zum mittleren Abschnitt anders und/oder weniger dunkel gefärbt sind, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß es im wesentlichen aus folgenden Stufen besteht:

  • 1) Herstellen eines Faserbreis, vorzugsweise eine Papierstoffs, unter Einverleiben mindestens eines Färbungsmittels,
  • 2) Bereitstellen dieses Breis in Form eines Trägermaterials, das aus ein und derselben faserigen Bahn besteht, die durch Bilden einer einzigen Faserbahn entsteht,
  • 3) Entfernen mindestens eines Teils des in der Trägermaterialbahn enthaltenen Wassers und
  • 4) Entfärben und/oder Umfärben mindestens eines äußeren Abschnitts der Trägermaterialbahn vor, während oder nach der Beseitigung des Wassers.

Ein derartiges Verfahren ermöglicht die Herstellung des faserigen Trägermaterials, das den Gegenstand der vorstehend beschriebenen Erfindung darstellt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens weist das faserige Trägermaterial (z. B. das Papier) einen gefärbten, etwa in der Mitte liegenden Abschnitt und auf dessen beiden Seiten einen äußeren Abschnitt, der weiß gefärbt ist oder eine im Vergleich zum mittleren Abschnitt unterschiedliche und/oder weniger dunkle Farbe besitzt, auf. Diese beiden äußeren Abschnitte weisen gleiche oder unterschiedliche Farben auf. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird die Entfärbung und/oder Umfärbung mit Hilfe chemischer und/oder physikalischer Mittel durchgeführt.

Ein derartiges faseriges Trägermaterial entspricht der bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Produkts, das vorstehend beschrieben wurde und in der beigefügten einzigen Figur dargestellt ist.

Die Stufe 1 zur Herstellung des Faserbreis entspricht einem relativ herkömmlichen Vorgang auf dem Gebiet der Papierherstellung. In einer Papiermaschine erfolgt dieser Vorgang im Bereich des Stoffauflaufkastens oder während der Herstellung des Papierstoffs im Stofflöser. Im vorliegenden Fall besteht dieser Vorgang in der einfachen Zugabe mindestens eines Färbungsmittels zum Papierstoff und in der Herstellung eines homogenen Gemisches.

Die Stufe 2 wird mittels der Düse des Stoffauflaufkastens der Papiermaschine durchgeführt, die es erlaubt, eine einschichtige Bahn einer Fasermatte, die das Färbungsmittel enthält, herzustellen, wobei diese Matte anschließend der Entwässerungseinrichtung, der Preßeinrichtung und sodann der Trocknungseinrichtung der Papiermaschine zugeführt wird. Diese drei Einrichtungen haben die Aufgabe in der Stufe 3 die Entfernung des in der Trägermaterialbahn vorhandenen Wassers zu gewährleisten.

Für den Fall, daß eine Entfärbung und/oder eine chemische Umfärbung durchgeführt wird, wird gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens die Stufe 4 mittels eines Bads mit einem Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel unter Verwendung einer Vorrichtung, die vorzugsweise in der Papiermaschine vorgesehen ist, vorgenommen. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dieser Vorrichtung um eine herkömmliche Leimpresse, z. B. eine "blade metering size press" oder eine "gate-roll". Eine derartige Leimpresse wird üblicherweise nach der Vortrocknung eingesetzt.

Für den weniger vorteilhaften Fall, daß die Behandlung mit dem Entfärbungs- oder Umfärbungsbad am Ausgang der Papiermaschine durchgeführt wird, ist es möglich, entsprechende Beschichtungseinrichtungen prozeßgekoppelt einzusetzen, z. B. Vorrichtungen mit einer Metallrakel oder einer Luftrakel, oder herkömmliche Drucktechniken anzuwenden. Es ist darauf hinzuweisen, daß anstelle der vorerwähnten herkömmlichen Maßnahmen beliebige geeignete Maßnahmen, mit denen man eine Entfärbungslösung/Umfärbungslösung in das faserige Trägermaterial eindringen lassen kann, herangezogen werden können.

Selbstverständlich werden die Konzentrationen des Mittels zur Entfärbung/Umfärbung im Behandlungsbad in Abhängigkeit von der Menge des im faserigen Trägermaterial enthaltenen Färbungsmittels und in Abhängigkeit von der Stöchiometrie der entsprechenden Reaktion festgelegt. Diese Durchführungsmaßnahmen liegen im Wissen des Fachmanns.

Was die Art der Färbungsmittel sowie der Entfärbungsmittel/Umfärbungsmittel betrifft, wird auf die Beschreibung und Definitionen gemäß den vorstehenden Ausführungen im Beschreibungsteil, der sich mit den faserigen Trägermaterialien als solchen befaßt, verwiesen.

Wie bereits ausgeführt, stellt das Eindringvermögen des Entfärbungsmittels oder Umfärbungsmittels in das Innere des faserigen Trägermaterials eine Grundvoraussetzung für das erfindungsgemäße Verfahren dar. Bei den Parametern, die diesbezüglich eine Steuerung ermöglichen, handelt es sich einerseits um die flächenbezogene Masse, den Feinheitsgrad und die Leimung des faserigen Trägermaterials und andererseits um die Viskosität des Behandlungsbads. So wird die Viskosität der Lösung zur Entfärbung/Umfärbung eingestellt, indem man die Trockenmasse verändert und/oder filmbildende Bindemittel (Stärke, Cellulose und dergl.) verwendet. Diese Einstellung der Viskosität wird in Abhängigkeit von der Art des Reaktantengase zur Entfärbung/Umfärbung sowie in Abhängigkeit von dessen Reaktivität vorgenommen.

Selbstverständlich sind die Parameter, die auf das Eindringvermögen des Mittels zur Entfärbung/Umfärbung einwirken, voneinander abhängig. So muß die Viskosität des Behandlungsbads umso höher sein, je geringer die flächenbezogene Masse des faserigen Trägermaterials ist.

Für die Praxis lassen sich folgende Beispiele angeben:

  • - für eine flächenbezogene Masse von 120 g/m2 beträgt die Viskosität des Bads vorteilhafterweise 100 mPa.s oder mehr,
  • - für eine flächenbezogene Masse von 150 g/m2 beträgt die Viskosität vorzugsweise 80 mPa.s oder mehr und
  • - für eine flächenbezogene Masse von 200 g/m2 beträgt die Viskosität des Bads vorteilhafterweise mehr als 30-50 mPa.s.

Als Beispiele für ein wasserlösliches Bindemittel lassen sich erwähnen: Carboxymethylcellulose, Stärke und Polyvinylalkohol, bei denen es sich um natürliche und bevorzugt verwendete Bindemittel handelt, wobei aber synthetische Bindemittel, wie Acryl-Latices oder Styrol-Butadien-Latices nicht ausgeschlossen sind.

Vorteilhafterweise wird für die Stufe 4 im Fall einer Entfärbung/Umfärbung durch chemische Mittel ein Paar von Färbungsmittel/Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel aus folgender Gruppe verwendet:

Färbungsmittel Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel Metalloxid Reduktionsmittel Metallsalz Maskierungsmittel gefärbter pH-Indikator Medium mit dem gewählten pH-Wert gefärbter Redox-Indikator Medium mit dem gewählten Redox-Potential farbgebendes Mittel Mittel zum Abbau des Färbungsmittel und Gemische davon

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform gilt folgendes:

  • - beim Mittel zur Entfärbung/Umfärbung handelt es sich um ein chemisches Mittel,
  • - beim faserigen Trägermaterial handelt es sich um Papier, das mit Hilfe einer Papiermaschine hergestellt worden ist, und
  • - für die Durchführung der Stufe 4 bringt man das Mittel zur Entfärbung/Umfärbung in und/oder außerhalb der Papiermaschine auf mindestens eine der Außenseiten der Bahn auf, und zwar vorzugsweise mit Hilfe einer der folgenden Einrichtungen: Leimpresse, Benetzungssystem oder Beschichtungssystem.

Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung des faserigen Trägermaterials, das beispielsweise der vorstehenden Definition entspricht oder gemäß dem vorstehenden Verfahren erhalten worden ist, zur Herstellung von durch Einreißen überprüfbarem Wertzeichenpapier, beispielsweise von Rubbelkarten oder Losen für Sofortlotterien.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es insbesondere aus dem faserigen Trägermaterial besteht, das der vorstehenden Definition entspricht und/oder gemäß dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhalten worden ist.

Schließlich betrifft die vorliegende Erfindung eine Rubbelkarte, die dadurch gekennzeichnet ist, daß sie insbesondere aus dem faserigen Trägermaterial besteht, das der vorstehenden Definition entspricht und/oder gemäß dem vorstehend beschriebenen Verfahren erhalten worden ist.

Das erfindungsgemäße faserige Trägermaterial kann als Wertzeichenpapier eingesetzt werden, das folgende Eigenschaften aufweist: durch Einreißen überprüfbar, undurchsichtig, nicht-delaminierbar, geringe Gestehungskosten und vollkommen geeignet für fälschungssichere und durch Einreißen überprüfbare Dokumente sowie für keiner Täuschungsmöglichkeit durch Durchsichtbetrachtung zugängliche Rubbelkarten.

Die nachstehenden Beispiele dienen der näheren Erläuterung der Erfindung, ohne diese zu beschränken.

Beispiele Beispiel 1

Als gefärbter Indikator wird in einem wäßrig-alkoholischen Medium gelöstes Phenolphthalein in einer Menge von 2%, bezogen auf den trockenen Papierstoff, einem Papierstoff in einer Mischvorrichtung zugeführt. Der Papierstoff besteht zu 50% aus Zellstoff aus Laubholz und zu 50% aus Zellstoff aus Nadelholz, ist auf einen Feinmahlgrad von 30° SR gebracht und weist einen pH-Wert von 11 auf. Es entwickelt sich eine intensive Rosafärbung. Auf der Papiermaschine wird ein gefärbtes Papierträgermaterial von 250 g/m2 hergestellt. Der Leimpresse wird eine verdünnte Schwefelsäurelösung in der Weise zugeführt, daß der pH-Wert der Oberfläche des Papiers sinkt und dadurch die Rosafärbung des Trägermaterials beseitigt wird. Das erhaltene Papier ist auf der Außenseite weiß und in der Mitte rosa gefärbt. Das Papier kann durch Einreißen überprüft werden. Die Aufnahme im Leimungsbad beträgt 30 Gew.-%, bezogen auf das gefärbte Papierträgermaterial.

Beispiel 2

Ein überprüfbares Billett wird hergestellt, indem man in den Papierstoff das Färbungsmittel BLEU DUASYN POUR ENCRES BJT der Fa. HOECHST in einer Menge von 0,2 Gew.-%, bezogen auf den trockenen Papierstoff, einführt, wobei der pH-Wert des Papierstoffs mit Säure auf 4 eingestellt wird. Das auf diese Weise hergestellte blaue Papier mit einer flächenbezogenen Masse von 300 g/m2 wird der Leimungspresse der Papiermaschine zugeführt, wo das nachstehend angegebene Bad in einer Menge von 20 Gew.-%, bezogen auf das Papier aufgebracht wird:

Stärke: Trockengewicht 15 Gew.-%, bezogen auf das Behandlungsbad,

Natriumhypochloritlösung mit 12° (Javel à 12°): 15 Gew.-%, bezogen auf das Behandlungsbad.

Nach dem Trocknen ist das Papier auf seinen Außenseiten weiß und im Innern blau. Durch Einreißen wird eine direkte visuelle Überprüfung ermöglicht. Ferner kann das Papier mit dem speziellen Färbungsmittel durch eine zweite Maßnahme überprüft werden: das Aufbringen eines Filzstücks mit Löschtinte oder einer basischen Lösung auf den inneren gefärbten Teil ermöglicht eine Entfärbung dieses Teils.

Beispiel 3

Ein fälschungssicheres Billett wird erhalten, indem man das blaue Trägerpapier von Beispiel 2 mit einem Bad behandelt, das 10% Natriumsulfit, bezogen auf das Bad, anstelle von Natriumhypochloritlösung enthält. Man erhält das gleiche Endprodukt.

Beispiel 4

Ein als Trägermaterial dienendes gefärbtes Papier mit 200 g/m2 wird auf einer Papiermaschine unter Verwendung des Färbungsmittels JAUNE LEVACELL 3 GX der Fa. Bayer hergestellt. Das auf diese Weise hergestellte gelbe Papier wird einer Leimpresse mit einer verdünnten Lösung von Natriumhydroxid in der Weise zugeführt, daß sich auf der Papieroberfläche eine rote Färbung ergibt. Die Färbung im Innern der Bahn bleibt gelb. Das Papier ist durch Einreißen überprüfbar. Das auf diese Weise erhaltene gefärbte Papier weist jedoch den Nachteil auf, daß es nicht ohne weiteres für verschiedene Druckzwecke eingesetzt werden kann.

Beispiel 5

Ein Trägerpapier mit 250 g/m2, das 3% Manganoxid, bezogen auf den trockenen Papierstoff enthält, ist stark braun gefärbt. Dieses Trägermaterial wird der Leimpresse mit einer schwach sauren Lösung von Formamidinsulfinsäure (5%, bezogen auf das Behandlungsbad), die als Bindemittel für das Bad Carboxymethylcellulose von hoher Viskosität (0,7% Trockengewicht, bezogen auf das Behandlungsbad) enthält, zugeführt. Die Aufnahme im Leimungsbad beträgt 30 Gew.-%, bezogen auf das Trägerpapier. Das fertige Papier ist auf den Seiten weiß und in der Mitte braun gefärbt. Ein derartiges Papier weist eine stark verbesserte undurchsichtige Beschaffenheit auf. Selbst bei starker Beleuchtung ist es praktisch unmöglich, auf der Rückseite des Papiers aufgebrachte Schriftzeichen zu erkennen, während ein Papier mit gleichwertiger flächenbezogener Masse diese Eigenschaft nicht aufweist. Dieses weiße Produkt ist bedruckbar und kann somit als Trägerpapier für Lose für Sofortlotterien verwendet werden, ohne daß es erforderlich ist, eine Verklebung mit einer Aluminiumfolie vorzunehmen, um eine Durchsichtbetrachtung zu verhindern.


Anspruch[de]
  1. 1. Undurchsichtiges, faseriges Trägermaterial (1), insbesondere aus Papier, dadurch gekennzeichnet, daß es aus ein und derselben faserigen Matte erhalten worden ist, die folgende Eigenschaften aufweist:
    1. - homogene Beschaffenheit, insbesondere in bezug auf die Dicke;
    2. - Produkt aus einer einzigen Faserbahn; und
    3. - anfängliche Färbung (C2), anschließend Entfärbung oder unterschiedliche Färbung, zumindest teilweise auf mindestens einer der Seiten, um mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4) zu bilden, der weiß ist oder die Farbe (C1, C3) aufweist, die im Vergleich zur anfänglichen Farbe (C2) verschieden und/oder weniger dunkel ist.
  2. 2. Faseriges Trägermaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es aus ein und derselben faserigen Matte erhalten worden ist, die folgende Eigenschaften aufweist:
    1. - homogene Beschaffenheit, insbesondere in bezug auf die Dicke;
    2. - Produkt aus einer einzigen Faserbahn; und
    3. - anfängliche Färbung (C2), anschließend Entfärbung oder Andersfärbung, zumindest teilweise auf mindestens einer der Seiten, um einerseits mindestens einen äußeren Abschnitt (3, 4), der weiß ist oder die Farbe (C1, C3) aufweist, die im Vergleich zur anfänglichen Farbe (C2) verschieden und/oder weniger dunkel ist, und andererseits mindestens einen in etwa in der Mitte liegenden Abschnitt (2), der die Farbe (C2) aufweist, zu bilden.
  3. 3. Faseriges Trägermaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es einen gefärbten, in etwa in der Mitte liegenden Abschnitt (2) umfaßt, der die anfängliche Farbe (C2) aufweist und an seinen beiden Seiten an einen äußeren Abschnitt (3, 4) angrenzt, der weiß oder unterschiedlich und/oder weniger dunkel gefärbt ist (C1, C3), wobei die Farbe (C2) des mittleren Abschnitts (2) und die Farben (C1) bzw. (C3) der äußeren Abschnitte (3) und (4), die sich auf beiden Seiten des mittleren Abschnitts (2) befinden, gleich oder verschieden sind.
  4. 4. Faseriges Trägermaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß es mindestens ein Färbungsmittel und gegebenenfalls mindestens ein Entfärbungsmittel und/oder mindestens ein Umfärbungsmittel enthält, das nicht reagiert hat, aber zur Reaktion mit dem Färbungsmittel in den äußeren Abschnitten befähigt ist.
  5. 5. Faseriges Trägermaterial nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Paar Färbungsmittel/Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel aus folgender Gruppe ausgewählt ist:

    Färbungsmittel Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel Metalloxid Reduktionsmittel Metallsalz Maskierungsmittel gefärbter pH-Indikator Medium mit dem gewählten pH-Wert gefärbter Redox-Indikator Medium mit dem gewählten Redox-Potential farbgebendes Mittel Mittel zum Abbau des Färbungsmittel und Gemische davon
  6. 6. Faseriges Trägermaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß seine flächenbezogene Masse 80 g/m2 oder mehr, vorzugsweise 100 bis 400 g/m2 und insbesondere 120 bis 300 g/m2 beträgt.
  7. 7. Verfahren zur Herstellung eines faserigen Trägermaterials (1), vorzugsweise aus Papier, das insbesondere aus ein und derselben faserigen Matte besteht, insbesondere in bezug auf seine Dicke homogen ist, undurchsichtig ist und in Dickenrichtung mindestens einen (vorzugsweise nur einen) gefärbten, in etwa in der Mitte angeordneten Abschnitt (2) in einer anfänglichen Farbe (C2) und mindestens einen (vorzugsweise zwei) äußere Abschnitte (3, 4), die weiß oder im Vergleich zum mittleren Abschnitt (2) anders und/oder weniger dunkel gefärbt sind (C1, C3), aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß es im wesentlichen besteht aus:
    1. 1) Herstellen eines Faserbreis, vorzugsweise eines Papierstoffs unter Einverleiben mindestens eines Färbungsmittels,
    2. 2) Bereitstellen dieses Breis in Form eines Trägermaterials, das aus ein und derselben faserigen Bahn besteht, die durch Bilden einer einzigen Faserbahn entsteht,
    3. 3) Entfernen mindestens eines Teils des in der Trägermaterialbahn enthaltenen Wassers und
    4. 4) Entfärben und/oder Umfärben mindestens eines äußeren Abschnitts (3, 4) der Trägermaterialbahn vor, während oder nach der Beseitigung des Wassers.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das vorgesehene faserige Trägermaterial (z. B. das Papier) einen in etwa in der Mitte liegenden Abschnitt (2) mit der Farbe (C2) und auf beiden Seiten äußere Abschnitte (3, 4), die weiß oder im Vergleich zum mittleren Abschnitt (2) verschieden und/oder weniger dunkel gefärbt sind (C1, C3), wobei die Farben (C1, C3) der beiden äußeren Abschnitte (3, 4) gleich oder verschieden sind.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß im Fall einer Entfärbung/Umfärbung durch chemische Mittel ein Paar von Färbungsmittel/Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel, das aus folgender Gruppe ausgewählt ist, verwendet wird:

    Färbungsmittel Entfärbungsmittel und/oder Umfärbungsmittel Metalloxid Reduktionsmittel Metallsalz Maskierungsmittel gefärbter pH-Indikator Medium mit dem gewählten pH-Wert gefärbter Redox-Indikator Medium mit dem gewählten Redox-Potential farbgebendes Mittel Mittel zum Abbau des Färbungsmittel und Gemische davon
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es sich beim Entfärbungsmittel/Umfärbungsmittel um ein chemisches Mittel handelt, daß es sich beim faserigen Trägermaterial um mittels einer Papiermaschine hergestelltes Papier handelt und daß man das Mittel zur Entfärbung/Umfärbung in und/oder außerhalb der Papiermaschine auf mindestens eine der Außenseiten der Bahn aufbringt, vorzugsweise mit Hilfe einer der folgenden Einrichtungen: Leimpresse, Benetzungssystem oder Beschichtungssystem.
  11. 11. Durch Einreißen überprüfbares Wertzeichenpapier, dadurch gekennzeichnet, daß es insbesondere aus einem faserigen Trägermaterial besteht, das einem der Ansprüche 1 bis 6 entspricht und/oder nach dem Verfahren einer der Ansprüche 7 bis 10 erhalten worden ist.
  12. 12. Rubbelkarte, dadurch gekennzeichnet, daß sie insbesondere aus einem faserigen Trägermaterial besteht, das einem der Ansprüche 1 bis 6 entspricht und/oder nach dem Verfahren einer der Ansprüche 7 bis 10 erhalten worden ist.






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