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Dokumentenidentifikation DE19704187A1 06.08.1998
Titel Bienenwabe
Anmelder Schmidt, Matthias, 74229 Oedheim, DE
Erfinder Schmidt, Matthias, 74229 Oedheim, DE
Vertreter Patentanwälte Wasmeier, Graf, 93055 Regensburg
DE-Anmeldedatum 05.02.1997
DE-Aktenzeichen 19704187
Offenlegungstag 06.08.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.08.1998
IPC-Hauptklasse A01K 47/04
Zusammenfassung Eine einteilige, aus Kunststoff gespritzte Bienenwabe in Form einer Mittelwand mit voller Zellenwandhöhe und vertieftem Zellenboden besitzt Waben, deren Durchmesser mindestens 6 mm beträgt und deren Zellenboden in der Mitte eine konzentrische, weitere Vertiefung aufweist. Die Zellenwände sind im Querschnitt doppeltkonisch ausgeführt, nämlich dünner am oberen und am unteren Ende und dicker im mittleren Abschnitt. Die Wabe weist in Umfangsrichtung umlaufend eine Sperre, z. B. in Form eines U-Profils, auf, die verhindert, daß die Bienen an die Waben weitere Zellen aus Wachs anbauen und den Durchgang zwischen übereinander angeordneten Magazinen zubauen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Bienenwaben nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Es sind Bienenwaben aus Kunststoff zum Züchten von leistungsfähigen und widerstandsfähigen Bienen für die Bekämpfung der Varroa-Milbe bekannt (EP 84 11 40 92.4), die eine Mittelwand und von der Mittelwand beidseitig ausgehende Zellenwände mit voller Zellenwandhöhe aufweisen, wobei die Zellenwände mit der Mittelwand lösbar verbunden sind. Die Zellen derartiger Kunststoffbienenwaben verjüngen sich von der Mittelwand nach außen konisch. Die Kunststoffbienenwabe besteht zusätzlich zur Mittelwand aus den konisch verlaufenden Zellenwänden sowie Verbindungsmitteln zum Verbinden von Mittelwand und konisch verlaufenden Zellenwänden. Ferner sind die Zellenwände von der Mittelwand nach außen verlaufend zunehmend mit größerer Wandstärke ausgebildet.

Derartige Zellen haben sich in langjährigen Tests als geeignet für die Bekämpfung der Varroa-Milbe erwiesen, haben jedoch in die Praxis bisher keinen breiten Eingang gefunden, weil u. a. die Herstellung relativ aufwendig und teuer ist und deshalb das wirtschaftliche Risiko der Vermarktung derartiger teuerer Kunststoffbienenwaben für einen einzelnen Hersteller bzw. Vertreiber nicht überschaubar ist.

Des weiteren sind Mittelwandwaben bekannt, die von der Mittelwand ausgehend Zellenwandansätze besitzen, auf denen die Bienen mit körpereigenem Wachs die Zellenwände zu voller Zellenhöhe aufbauen. Solche Mittelwandwaben gibt es mit ebenen und auch mit vertieften Zellenböden. Letztere sind kegelförmig oder hexagonal ausgebildet. Der Zellendurchmesser hat den gleichen Wert wie der einer herkömmlichen Bienenwabe. Solche Mittelwandwaben sind für die Varroa-Bekämpfung nicht geeignet, weil der Zellendurchmesser am Übergang zum Zellenboden nicht ausreichend groß für die Aufnahme einer größeren Menge an Futtersaft ist, der für die besonders gute Ernährung der Maden entscheidend ist; nur aus derart gut ernährten Maden können die Bienen gezüchtet werden, die ausreichend kräftig und widerstandsfähig sind, um den Varroa-Milben zu widerstehen. Die Varroa-Milben entwickeln und vermehren sich bei herkömmlichen Waben in den Brutzellen, indem sie sich einen Tag bevor die Bienen in der Wachswabe schlüpfen, paaren. Dann schlüpfen sie zusammen mit den Bienen. In der Kunststoffwabe nach der Erfindung schlüpfen die Bienen bis zu drei bis vier Tagen früher als bei herkömmlichen Waben, so daß die Varroa-Milben sich nicht paaren können und keine oder allenfalls nur eine erhebliche reduzierte Vermehrung stattfinden kann.

Aufgabe der Erfindung ist, eine Bienenwabe zu schaffen, die einfach und billig in der Herstellung ist, eine besonders gute Ernährung der Maden sicherstellt, eine erfolgreiche Bekämpfung der Varroa-Milben ermöglicht, ein Schwärmen der Bienen weitgehend verhindert bzw. unterbindet und einen erhöhten Honigertrag ergibt.

Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit den Merkmalen des Kennzeichens des Anspruches 1 gelöst. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Bienenwabe ist eine Mittelwandwabe, die einfach, effektiv und billig in gespritzter Form herstellbar ist. Sie besteht aus einer Mittelwandplatte, die zu beiden Seiten der Mittelwand vertiefte Zellenböden besitzt, wobei wahlweise die Mittelwandplatte und die Zellenwände aus Kunststoff gespritzt sind, oder die Mittelwand aus Kunststoff gespritzt ist und die Zellenwände aus Leichtmetall bestehen, oder aber Mittelwand und Zellenwände aus Leichtmetall hergestellt sind, und wobei vorzugsweise Mittelwand und Zellenwände getrennt voneinander hergestellt und zur fertigen Bienenwabe zusammengefügt, z. B. zusammengesteckt werden. Der Boden der einzelnen Zellen ist vorzugsweise gerundet, z. B. teilkugelförmig oder ballig, kann aber auch kegelförmig oder hexagonal ausgebildet sein; die zusätzliche Vertiefung in der Mitte des Zellenbodens, die eine spezielle Ausführungsform der Erfindung darstellt, ist ebenfalls z. B. teilkugelförmig ausgebildet und hat einen Durchmesser, der so bemessen ist, daß ein Ei aufgenommen werden kann, das die Königin in diese zusätzliche Vertiefung legt. Ein deartiges Ei hat etwa einen Durchmesser von 1 mm, so daß der Durchmesser der zusätzlichen, vorzugsweise teilkugelförmigen Vertiefung etwa 1,4 mm beträgt. Der Innendurchmesser der Zelle beträgt in dem Bereich, in dem der Wandansatz endet, ca. 6 mm oder etwas darüber, die Stärke der Zellenwände, die möglichst dünn sein sollen, beträgt ca. 0,2 mm und der Wandansatz hat eine Höhe von ca. 2-4 mm.

Die zusätzliche Vertiefung in der Mitte des Zellenbodens hat zur Folge, daß das von der Königin in den Zellenboden gelegte Ei und damit die aus dem Ei schlüpfende Made vollständig von Futtersaft umgeben ist und damit die Futtersaftversorgung optimal ist. Eine optimale Futtersaftversorgung in den ersten Lebensstunden einer Made entscheidet darüber, um wieviele Stunden die Biene früher schlüpft. Damit werden die Lebensbedingungen für die Jungbienen außerordentlich günstig gestaltet.

Bei einer speziellen Ausführungsform der Erfindung besteht die Bienenwabe aus einer Mittelwand und beidseitig von der Mittelwand ausgehenden, getrennt hergestellten und lösbaren Zellenwänden mit voller Zellenwandhöhe. Die Zellenwände sind jeweils an der Mittelwand (also am inneren Ende) und im Eingangsbereich (also am äußeren Ende) mit gleicher Dicke und im mittleren Bereich mit größerer Dicke ausgeführt, so daß alle Zellenseitenwände einen leicht rautenförmigen Querschnitt haben. Dies hat den entscheidenden Vorteil, daß die Seitenwandanordnungen auf der einen und der anderen Seite der Mittelwand im Spritzgußverfahren auf einfache Weise entformt werden können, da die eine konische Formhälfte nach der einen und die andere konische Formhälfte nach der anderen Seite einfach entnommen bzw. abgezogen werden kann. Ein derartiges Entfernen einer Form ist bei einer Ausführungsform mit Zellenwänden mit gleichbleibender Wanddicke und durchgehend gleichem Zellendurchmesser von oben bis unten nicht möglich, da weder eine einteilige noch eine zweiteilige Form angewendet werden kann bzw. eine Entformung nicht möglich ist, so daß eine derartige Ausführungsform nur praktikabel ist für Zellenwände, die nicht entformt werden brauchen und deren Herstellung demnach entsprechend aufwendig ist.

Die Wabe nach der Patentanmeldung EP 84 11 40 92.4 hat u. a. den Nachteil, daß die Öffnungsweite der Zellen am Eingang erheblich kleiner ist als am Boden, so daß einerseits die Bienen beim Verlassen der Zellen durch die verengte Öffnung behindert werden, und andererseits die Waben für den Zugang von Drohnen nicht geeignet sind. Dies macht erforderlich, gesonderte Drohnenwaben vorzusehen, die häufig in einer Ecke der Wabe ausgebildet sind. Bei den erfindungsgemäßen Waben beträgt hingegen die Öffnungsweite der Zellen durchgehend vom Boden bis zur äußeren Öffnung gleichbleibend etwa 6,2 mm, so daß die Bienen und auch die Drohnen bequem in die Zelle hinein und aus ihr heraus gelangen können. Bei einer reduzierten Öffnungsweite der Zellen waren gesonderte Drohnenwaben erforderlich, die häufig in einer Ecke der Wabe vorgesehen wurden.

Die Drohnen benötigen in der Regel bis zum Schlüpfen etwa 24 Tage, d. h. etwa 3 Tage länger als die Bienen. Die Varroa-Milben paaren sich etwa am 20. Tag, so daß sie für die Drohnen gefährlich werden. Die Bienen wie die Drohnen schlüpfen in den erfindungsgemäßen Waben einige Tage früher, so daß hierbei zumindest die Bienen die Zellen in der Regel bereits verlassen haben, wenn die Varroa-Milben sich (etwa am 20. Tag) paaren. Die Drohnen sind hierbei jedoch immer noch gefährdet. Diese Gefahr wird durch die konstruktive Ausgestaltung der Waben nach der Erfindung dadurch erheblich reduziert, daß die Bienen- und die Drohnenzellen gleich groß, nämlich mit ca. 6,2 mm Öffnungsweite ausgebildet sind, so daß die Milben bei einem Befall der Zellen die meisten Zellen, nämlich die, bei denen die Bienen bereits geschlüpft sind, leer vorfinden, während sie die noch von den Drohnen besetzten Zellen, deren Anzahl wesentlich geringer ist, schwer finden, da diese unregelmäßig verteilt sind und somit insgesamt nur wenige Drohnenzellen von den Varroa-Milben befallen werden.

Zur Verringerung der Herstellungskosten und zur Erzielung einer möglichst effektiven Bienenwabe nach der Erfindung wird die Dicke der Mittelwand sowie die Dicke der Zellenwände möglichst gering gewählt, einerseits, um ein extrem geringes Gewicht der Waben zu erreichen und andererseits, um die Anzahl der Zellen, die innerhalb einer Wabe bestimmter Größe Platz finden, so groß wie möglich machen zu können. Das Spritzen der Kunststoffwabe mit Rahmen in einem Arbeitsgang stellt eine weitere Vereinfachung und Verbilligung in der Herstellung dar, so daß sowohl die Mittelwandwabe als einstückig mit den Zellenwandansätzen wie auch der Rahmen und der beiderseitige Überstand als Aufhänger in einem Arbeitsgang hergestellt werden. Eine weitere Möglichkeit der entscheidenden Verringerung des Wabengewichtes besteht darin, die Waben zumindest teilweise aus Leichtmetall, z. B. Aluminium herzustellen, wobei die Mittelwand in Form von Profilen bzw. Hohlprofilen hergestellt werden kann und die Zellenwände im Falle der Herstellung aus Leichtmetall, z. B. Aluminium, extrem dünn sein können, so daß damit pro Flächeneinheit eine größere Zellenzahl untergebracht werden kann als bei herkömmlichen Waben z. B. aus Bienenwachs oder auch aus Kunststoff.

Aufgrund des geringen Gewichtes der erfindungsgemäßen Bienenwabe (bei Verwendung von Mittelwänden aus Kunststoff oder Leichtmetall, bzw. in Kombination mit Leichtmetall-Zellenwänden) ist es möglich, mehrere z. B. fünf oder sechs Bienenkästen übereinander zu setzen, was wegen des hohen Gewichtes von Vollkunststoffwaben bisher nicht möglich bzw. nicht sinnvoll war.

Mit der erfindungsgemäßen Wabe und aufgrund der größeren Zellendurchmesser lassen sich bei vorgegebener Wabengröße weniger Zellen unterbringen als bei herkömmlichen Kunststoffwaben. Die Königin legt aufgrund der Zellen größeren Durchmessers weniger Eier pro Wabe und kann sich dadurch selbst besser auslasten. Die Ammenbienen lagern in den Zellen mehr Futtersaft ab. Damit erhalten die Maden die Möglichkeit, eine größere Menge an Futtersaft zu sich zu nehmen, so daß sie wesentlich besser ernährt werden. Dies bewirkt, daß die Jungbienen kräftiger und widerstandsfähiger werden und länger leben. Gleichzeitig werden damit mehr Flugbienen gewonnen. Je mehr Flugbienen zur Verfügung stehen, desto weniger schwärmt das Bienenvolk.

Während seit vielen Jahrzehnten von Bienen nachgezüchtet wird, die nicht schwärmen, und damit die Leistung der Bienen etwa um zwei Drittel geschwächt wird, wird mit Bienenwaben nach der Erfindung, die erweiterte Zellen von ca. 6,2 mm haben, den Bienen die Möglichkeit gegeben, ihren überschüssigen Futtersaft, der die Bienen sonst zum Schwärmen veranlaßt, abzulagern, so daß damit von brutfreudigen Bienenvölkern nachgezüchtet werden kann, ohne daß diese Bienen zum Schwärmen kommen.

Des weiteren wird mit den erfindungsgemäßen Waben erreicht, daß die Bienen, die aus den erweiterten Zellen schlüpfen, doppelt so lange leben wie die Bienen aus herkömmlichen Wachswaben. Ferner können diese Bienen als Flugbienen etwa dreimal so lange tätig sein wie Flugbienen aus Wachswaben.

Das Schwärmen der Bienen bedeutet für den Imker einen erheblichen Arbeitsaufwand und für die Bienen einen relativ hohen Energieverlust. Das Verhindern des Schwärmens ist deshalb von besonderer Bedeutung für eine arbeitssparende Bienenhaltung, neben der Varroa-Bekämpfung ein besonders wichtiges Kriterium für den Imker. Für den Imker ergibt sich aufgrund der Verhinderung des Schwärmens ferner eine wesentlich höhere Honigausbeute (bis zum zwei- bis dreifachen Gewinn), da die sonst für das Schwärmen benötigte Energie über den überschüssigen Futtersaft in die Honigproduktion umgewandelt werden kann.

Bei Kunststoffwaben tritt gegenüber Wachswaben mit Holzrähmchen das Problem auf, daß die Bienen an den Kunststoffwaben mit körpereigenem Wachs weiterbauen und den für die Bienen notwendigen freien Durchgang zwischen Wabe und Gehäusewand zubauen, so daß nur ein einziges Magazin eingesetzt werden kann. Gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird deshalb eine Sperre am Wabenumfang vorgesehen, die die Bienen an einem Weiterbauen der Wabe hindern. Eine derartige Sperre ist vorzugsweise so ausgebildet, daß am Umfang der Kunststoffwabe und über die gesamte Rechteckform der Wabe verlaufend ein von der Wabe nach außen offenes Profil, z. B. ein U-Profil, vorgesehen ist, das bewirkt, daß die Bienen an die Wabe nicht anbauen, was zur Folge hat, daß mehrere Magazine und damit mehrere Etagen übereinander eingesetzt werden können, weil zwischen den einzelnen Magazinen für die Bienen ein freier Durchgang gewährleistet ist.

Nachstehend wird die Erfindung in Verbindung mit der Zeichnung anhand eines Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt:

Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Bienenwabe nach der Erfindung,

Fig. 2 eine Aufsicht auf die Bienenwabe nach Fig. 1 in verkleinertem Maßstab,

Fig. 3 eine weitere Ausführungsform einer Bienenwabe nach der Erfindung im Schnitt,

Fig. 4 die Anordnung nach Fig. 3 in auseinandergezogener Darstellung,

Fig. 5 in vergrößerter Darstellung und im Schnitt eine Variante der Erfindung, und

Fig. 6 eine weitere Ausführungsform einer Bienenwabe nach Fig. 1 oder 3.

In Fig. 1 ist eine Bienenwabe 1 mit einer einteiligen Mittelwandplatte 2 und beidseitigen Zellenwandanordnungen 3, 4 mit voller Zellenwandhöhe dargestellt. Die Zellenwände 5, 6 sind mit geänderter Dicke ausgebildet, wobei der Innenabschnitt 7, der von der Mittelwand 2 ausgeht, sich nach oben und der obere Abschnitt 8 sich nach unten erweitert und beide Abschnitte 7 und 8 sich etwa in der mittleren Höhe der Zelle bei 9 treffen. Die Öffnungsweite der Zellen am Austritt der Zellenwand, also am oberen Ende, ist d1, die Öffnungsweite der Zellen am Boden ist d2, wobei d1=d2, und in der Mitte der Zellenwandhöhe ist der Durchmesser d3 kleiner als der Durchmesser d1 oder d2. Die Querschnittsfläche einer Zellenwand ist vorzugsweise leicht rautenförmig bzw. doppelseitig konisch ausgebildet, und der Durchmesser des Zelleninneren nimmt von d1-d3 bzw. von d2-d3 kontinuierlich zu. Bei 10 sind die Zellenwände an ihrem jeweiligen inneren Ende mit der Mittelwandplatte 2 verbunden, wobei nach der bevorzugten Lösung der Erfindung eine Steckverbindung vorgesehen ist, die auch als Steck-Rast-Verbindung ausgeführt sein kann.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist die Bienenwabe 11 so ausgebildet, daß die Mittelwandplatte 12 Ansätze 13, 14, 15, 16 aufweist, die jeweils als Pfropfen, Bolzen oder dergl. Blöcke ausgebildet sind, welche einen Zelleninnenraum teilweise ausfüllen. Die Zellenwandanordnungen 17, 18 werden als Ganzes auf die Blöcke 13, 14 bzw. 15, 16 aufgesteckt, so daß damit eine formschlüssige Verbindung zwischen der Mittelwandplatte 12 und den beidseitigen Zellenwandanordnungen 17, 18 erhalten wird und andererseits die Zellenwandanordnungen 17, 18 jederzeit von der Mittelwand 2 gelöst werden können, beispielsweise zum Reinigen der Waben.

Die Pfropfen, Blöcke oder dergl. 13-16 sind beispielsweise aus elastischem Material hergestellt, so daß ein formschlüssiges Aufstecken der Seitenwandanordnungen eine einwandfreie Halterung ergibt. In weiterer Ausgestaltung weisen diese Blöcke oder dergl. 13-16 Rastelemente, z. B. Nasen oder dergl. auf, die in entsprechende Gegenrasten in den zugewandten Seitenwänden der Seitenwandanordnungen 17, 18 eingreifen und damit eine Verriegelung ergeben, die durch entsprechende Kraftanwendung von Hand gelöst werden kann.

Fig. 4 zeigt die Ausgestaltung nach Fig. 3 in auseinandergezogener Darstellung, während Fig. 3 die Bienenwabe in zusammengesetztem Zustand zeigt.

Wie in Fig. 5 der Zeichnung schematisch dargestellt, ist der Zellenboden 19 z. B. kugelkalottenförmig ausgebildet, er kann auch kegelförmig mit gerundeter Spitze und relativ geringer Kegelneigung ausgebildet sein. In der Mitte des Bodens 19 ist zentrisch eine weitere Vertiefung 20 vorgesehen, die ähnlich geformt ausgeführt sein kann und die zur Aufnahme eines Eies 21 dient, das die Königin in die Zelle legt. Um die Positionierung dieses Eies einwandfrei an der tiefsten Stelle zu gewährleisten, ist die Vertiefung 20 mit einem Radius ausgebildet, der etwas größer als der Ei-Radius ist, so daß das Ei an die tiefste Stelle gelegt werden kann und diese Stellung bei behält. Damit wird das Ei vollständig von dem von den Ammenbienen bereitgestellten Futtersaft umgeben. Dies stellt sicher, daß eine optimale Ernährung der Maden erreicht wird. Eine derartige optimale Futtersaftversorgung ist entscheidend dafür, daß die Biene zumindest Stunden früher als bei herkömmlichen Waben schlüpfen kann. Selbst wenn nicht beliebig viel Futtersaft zur Verfügung steht, wird dabei die Made optimal ernähert.

Bei einer Wabenanordnung nach Fig. 5 ist an den Schmalseiten der Kunststoffwabe 1 rahmenartig um laufend eine Sperre 22 angebracht, die z. B. in Form eines U-Profiles mit der Wabe 1 verbunden, z. B. verklebt, oder einteilig mit der Wabe gespritzt ist. Die Basis 23 des U-Profils umschließt die Umfangsfläche der Wabe 1 und hat etwa die gleiche Höhe wie die Wabe. Von der Basis 23 gehen nach außen verlaufende Stegwände 24, 25 aus, die beabstandet zur Gehäusewand enden, so daß die Bienen einen Durchgang finden, der es ihnen ermöglicht, von einer Etage in die nächste darunter oder darüber liegende Etage zu wandern. Aufgrund der Möglichkeit, die Kunststoffwaben in zwei oder mehr Etagen zueinander anzuordnen, wird der Einsatz der Kunststoffwaben und die Handhabung von Bienenvölkern für den Imker bzw. Bienenzüchter wesentlich wirtschaftlicher.


Anspruch[de]
  1. 1. Bienenwabe mit Mittelwand und mit zur Zellenmitte sich fortlaufend vertiefendem Zellenboden sowie von der Mittelwand beidseitig ausgehenden Zellenwänden mit im wesentlichen voller Zellenwandhöhe, dadurch gekennzeichnet, daß die Zellenwände vom äußeren und vom inneren Ende zur Wandmitte aufeinander zu verlaufend mit zunehmender Dicke ausgebildet sind, daß der Innendurchmesser der Zellen am äußeren und am inneren Ende der Zellenwände etwa gleich groß ist und vorzugsweise 6,2 mm beträgt, und daß der Innendurchmesser der Zellen im mittleren Abschnitt etwa 5,8 mm beträgt.
  2. 2. Bienenwabe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zellenwände in etwa halber Zellenwandhöhe ihre größte Dicke haben, und daß die Wanddicke von dort nach außen und nach innen gleichförmig abnimmt.
  3. 3. Bienenwabe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wabe dreiteilig ausgebildet ist und aus einer Mittelwandplatte und zwei mit dieser Mittelwandplatte verbindbaren Seitenwandanordnungen zu beiden Seiten der Mittelwand besteht.
  4. 4. Bienenwabe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelwandplatte im Abstand voneinander mit der Mittelwand zu beiden Seiten befestigte Verbindungselemente aufweist, die zum lösbaren Verbinden der Seitenwandanordnungen mit der Mittelwand dienen.
  5. 5. Bienenwabe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente mit der Mittelwand fest verbundene Blöcke, Pfropfen oder dergl. sind, auf die die Seitenwandanordnung auf beiden Seiten der Mittelwand aufsteckbar ist.
  6. 6. Bienenwabe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke, Pfropfen oder dergl. elastisch nachgiebig ausgebildet sind und einen Durchmesser haben, der dem unteren Öffnungsdurchmesser der Zellen der Seitenwandanordnungen entspricht.
  7. 7. Bienenwabe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke, Pfropfen oder dergl. Vorkehrungen aufweisen, die ein lösbares Festklemmen der Zellenwände der Seitenwandanordnungen durch Verriegelungen, Rasten oder dergl. darstellen.
  8. 8. Bienenwabe nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke, Pfropfen oder dergl. im Abstand von einer Vielzahl von Zellen auf der Mittelwand vorgesehen sind.
  9. 9. Bienenwabe nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke eine Höhe haben, die zumindest etwas größer als der Abstand des geringsten Durchmessers zweier gegenüberliegender Zellenwände ist.
  10. 10. Bienenwabe nach Anspruch 3 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Blöcke im oberen Bereich Federelemente bzw. elastisch nachgiebige Elemente aufweisen, die in entsprechende Ausnehmungen an den Seitenwänden der Seitenwandanordnung rastenartig eingreifen.
  11. 11. Bienenwabe nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zellenbodenmitte eine konzentrische weitere Vertiefung ausgebildet ist.
  12. 12. Bienenwabe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Vertiefung teilkugelförmig ist.
  13. 13. Bienenwabe nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der weiteren Vertiefung etwa ein Drittel bis ein Viertel des Zellendurchmessers beträgt.
  14. 14. Bienenwabe nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelwand und/oder die Seitenwandanordnungen aus gespritztem Kunststoff bestehen.
  15. 15. Bienenwabe nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch gekennzeichnet, daß die Wabe (23) aus einem Abschnitt (24) mit Arbeiterinnenzellen und seitlich anschließenden Abschnitten (25, 26) kleinerer Fläche aus Leichtmetall bestehen.
  16. 16. Bienenwabe nach einem der Ansprüche 1-15, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsflächen der Wabe (1) eine Sperre (22) aufweisen, die die Bienen daran hindert, Waben aus Wachs weiterzubauen, und daß die Sperre (22) aus einer über im wesentlichen den gesamten Umfang verlaufenden Profilschienenanordnung (23, 24, 25) besteht.
  17. 17. Bienenwabe nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilschienenanordnung aus U-Schienen besteht, deren Schenkel und offene Seiten von der Wabe weg nach außen gerichtet sind.






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