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Vorrichtung zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut - Dokument DE19719577C1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19719577C1 27.08.1998
Titel Vorrichtung zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut
Anmelder Noggerath Holding GmbH & Co. KG, 31708 Ahnsen, DE
Erfinder Grohn, Johann-Andreas, 31737 Rinteln, DE
Vertreter Gleiss & Große, Patentanwaltskanzlei, 70469 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 09.05.1997
DE-Aktenzeichen 19719577
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.08.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.08.1998
IPC-Hauptklasse E02B 5/08
IPC-Nebenklasse E03F 5/14   
Zusammenfassung Es wird eine Vorrichtung zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut aus einer mit Feststoffen belasteten Flüssigkeit, mit einem in die Flüssigkeit eintauchenden, die Feststoffe auffangenden, im wesentlichen rohrförmigen Siebgehäuse, das eine Längsöffnung aufweist, in das die Flüssigkeit eintritt, und mit einer mit dem Siebgehäuse zusammenwirkenden Austragvorrichtung zum Austragen der Feststoffe vorgeschlagen. Die Vorrichtung ist gekennzeichnet durch eine Einrichtung (41) zur Verstellung der lichten Weite (Durchmesser D) des Siebgehäuses (5), mit mindestens einem im wesentlichen in Richtung des Siebgehäuses (5) verlaufenden Zugelement (Zugstange (43, 43')), mit einer Einstellvorrichtung (45) zur Einbringung von Zugkräften in das Zugelement, mit mindestens einem Kraftumlenkungselement (51, 53, 55; 51', 53', 55'), das einerseits mit dem Zugelement und andererseits mit dem Siebgehäuse gekoppelt ist und das im wesentlichen senkrecht zum Zugelement verlaufende Kräfte in das Siebgehäuse einleitet, die dessen lichte Weite ändern.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut aus einer mit Feststoffen belasteten Flüssigkeit gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.

Vorrichtungen der hier angesprochenen Art sind bekannt. Sie dienen dazu, Feststoffe aus einer Flüssigkeit auszutragen. Sie können in Gerinnen eingesetzt werden, in denen Regen- und/oder Abwasser zu einer Kläranlage fließt. Aus der Flüssigkeit angeschwemmte Feststoffe, die die Kläranlage beeinträchtigen können, werden von der Vorrichtung ausgetragen. Es ist auch möglich, derartige Vorrichtungen in einen Behälter einzusetzen, in dem ein Feststoff-Flüssigkeitsgemisch enthalten ist und aus dem die Feststoffe ausgetragen werden.

Die Austragung der Feststoffe erfolgt mittels einer Austrageinrichtung, die in die Flüssigkeit teilweise eintaucht und die mit einem Siebgehäuse zusammenwirkt, das einen bereichsweise mit Durchbrechungen versehenen, wasserdurchlässigen Mantel umfaßt. Der Mantel ist auf einer Seite offen, so daß die Flüssigkeit mit den Feststoffen in das Siebgehäuse eintreten kann. Die Austrageinrichtung umfaßt eine rotierende Förderschnecke oder -wendel/-spirale. Diese trägt die Feststoffe aus der Flüssigkeit aus und transportiert sie zu einer Abwurföffnung.

Zur Reinigung des Siebgehäuses ist an der rotierenden Förderschnecke beziehungsweise -wendel eine Abstreifvorrichtung vorgesehen, die beispielsweise als umlaufende Bürste ausgebildet ist und den äußeren Umfang der Förderschnecke/-wendel um ein vorgegebenes Maß überragt und so bei der Rotation mit ihren Borsten in die Durchbrechungen des Siebgehäuses eingreift und diese reinigt.

Bei der bekannten Vorrichtung findet ein enges Zusammenspiel zwischen Siebgehäuse, Förderschnecke/-wendel und Abstreifvorrichtung statt. Die Abstreifvorrichtung unterliegt einem Verschleiß, der auf dem mechanischen Zusammenwirken mit den Durchbrechungen und auf der Abrasivität der abzuscheidenden Feststoffe beruht. Um die Funktion der Abstreifvorrichtung so lange wie möglich sicherzustellen erhält ihr Außendurchmesser ein übermaß gegenüber dem Innendurchmesser des Siebgehäuses. Es ist daher erforderlich, sowohl das Siebgehäuse als auch die Förderschnecke/-wendel mit großer Genauigkeit und einem sehr engen Toleranzfeld zu fertigen, was zu einem großen Zeitaufwand und zu hohen Kosten führt.

Der notwendige, größere Außendurchmesser der Abstreifvorrichtung hat zwei weitere Nachteile. Einerseits läßt sich das Siebgehäuse bei der Montage und nach einer Reparatur am Einsatzort nur sehr schwer und mit großem Kraftaufwand über die an der Förderschnecke/-wendel befestigte Abstreifvorrichtung schieben. Andererseits ist der Druck des untermaßigen Siebgehäuses auf die Abstreifeinrichtung zu Einsatzbeginn sehr hoch, wodurch die Verschleißwirkung beschleunigt wird.

Aus der DE 39 20 196 A1 geht eine Vorrichtung der hier angesprochenen Art hervor, bei der der Innendurchmesser des Siebgehäuses im Betrieb der Vorrichtung nachstellbar ist, so daß eine laufende Reinigung des Siebgehäuses durch die Förderwendel sichergestellt werden kann.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß die Austragseinrichtung leicht, insbesondere mit einem relativ geringen Kraftaufwand, montierbar und die mechanische Belastung der Abstreifvorrichtung einstellbar ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Vorrichtung zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut aus einer mit Feststoff belasteten Flüssigkeit vorgeschlagen, die die in Anspruch 1 genannten Merkmale umfaßt. Die Vorrichtung zeichnet sich durch eine Einrichtung zur Verstellung der lichten Weite des Siebgehäuses aus. Diese umfaßt mindestens ein im wesentlichen in Richtung des Siebgehäuses verlaufendes Zugelement, welches mit einer Einstellvorrichtung versehen ist, die Zugkräfte in das Zugelement einleitet. Außerdem ist mindestens ein Kraftumlenkungselement vorgesehen, das einerseits mit dem Zugelement und andererseits mit dem Siebgehäuse gekoppelt ist und das im wesentlichen senkrecht zum Zugelement verlaufende Kräfte in das Siebgehäuse einleitet. Diese dienen dazu, die lichte Weite des Siebgehäuses zu ändern und damit an den Verschleiß der Austragvorrichtung anzupassen. Es ist daher mit der Vorrichtung auf einfache Weise möglich, den Durchmesser des Siebgehäuses an den der Abstreifvorrichtung anzupassen und einen Verschleiß auszugleichen. Dabei bedarf es bei der Montage und nach einer Reparatur der Austragvorrichtung nur relativ geringer Kräfte, um die Austragvorrichtung in das Siebgehäuse einzusetzen, da dessen lichte Weite während der Montage vergrößert werden kann.

Bevorzugt wird ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung, das sich dadurch auszeichnet, daß mehrere Kraftumlenkungselemente über die Länge des Zugelements verteilt angeordnet sind und unterschiedliche Länge aufweisen. Auf diese Weise ist es möglich, bei der Beeinflussung der lichten Weite des Siebgehäuses quasi ein vorbestimmbares Profil des Siebgehäuses einzustellen, um einen über die Länge der Austragvorrichtung unterschiedlichen Verschleiß auszugleichen.

Weitere Ausgestaltungen ergeben sich aus den übrigen Unteransprüchen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut,

Fig. 2 eine Seitenansicht des Siebgehäuses der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung;

Fig. 3 einen Schnitt durch das in Fig. 2 dargestellte Siebgehäuse entlang der Linie III-III und

Fig. 4 eine Draufsicht auf das in Fig. 2 dargestellte Siebgehäuse.

Die in Fig. 1 wiedergegebene schematische Seitenansicht zeigt eine Vorrichtung 1 zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut aus einer mit Feststoffen belasteten Flüssigkeit. Grundsätzlich sind Vorrichtungen der hier angesprochenen Art sowohl in einem Gerinne als auch in Behältern einsetzbar. Die in Fig. 1 wiedergegebene Skizze zeigt eine Vorrichtung 1, die im Zusammenhang mit einem Gerinne 3 eingesetzt wird, in dem eine mit Feststoffen belastete Flüssigkeit, wie durch einen Pfeil angedeutet, von links nach rechts zu einer Kläranlage fließt. Die Vorrichtung 1 weist ein Siebgehäuse 5 auf, welches durch ein mit Durchbrechungen versehenes Siebblech gebildet wird und das von der Flüssigkeit durchströmt wird. Das Siebgehäuse taucht also in das Gerinne und die dort vorhandene Flüssigkeit ein und fängt die in der Flüssigkeit vorhandenen Feststoffe auf. Das Siebgehäuse 5 ist im wesentlichen rohrformig, vorzugsweise zylindrisch ausgebildet. Es ist nicht vollständig geschlossen sondern zeigt vielmehr eine in Längsrichtung des Siebgehäuses 5 verlaufende Längsöffnung, in die die mit Feststoffen belastete Flüssigkeit eintreten kann. Mit dem Siebgehäuse 5 wirkt eine Austragvorrichtung zusammen, die eine Förderschnecke oder Förderwendel beziehungsweise -spirale aufweist, die von einem Motor 7, gegebenenfalls über ein Getriebe 9, in Rotation versetzt wird. Die aus dem Bereich des Siebgehäuses 5 ausgetragenen Feststoffe gelangen über einen -hier beispielhaft konisch ausgebildeten- Rohrabschnitt 11 in einen zylindrischen Rohrbereich 13 und von dort über eine Preßzone 15 zu einem Auswurf 17, der sich in einen geeigneten Behälter 19 öffnet. Es ist dabei möglich, auf den Rohrabschnitt 11 zu verzichten. Der Behälter 19 steht außerhalb des Gerinnes 3. Die aus dem Gerinne ausgetragenen Feststoffe werden in der Preßzone 15 komprimiert. Das dabei austretende Wasser wird über ein Entwässerungsrohr 21 in das Gerinne 3 zurückgeleitet.

Die Dreh- beziehungsweise Mittelachse 23 der Vorrichtung 1 ist gegenüber der Sohle 25 des Gerinnes 3 geneigt. Hier ist beispielsweise ein Neigungswinkel α von ca. 45° realisiert. Das Siebgehäuse 5 reicht bis zur Sohle 25. In dem Bereich der entgegen der Strömungsrichtung geöffneten Längsöffnung des Siebgehäuses 5 sind seitliche Leitbleche 27 vorgesehen, die im allgemeinen - hier nicht dargestellte - elastische Dichtelemente tragen, die sich bis zu den seitlichen Begrenzungswänden des Gerinnes 3 erstrecken und dafür sorgen, daß die gesamte Flüssigkeit des Gerinnes durch das Siebgehäuse 5 geleitet wird.

Die anhand von Fig. 1 erläuterte Vorrichtung 1 kann auch in einen Behälter eingetaucht werden, um aus der dort vorhandenen Flüssigkeit Feststoffe auszutragen. Der Aufbau der Vorrichtung 1 kann dabei unverändert bleiben.

Die Funktion einer Vorrichtung 1 zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut aus einer mit Feststoffen belasteten Flüssigkeit ist grundsätzlich bekannt. Es soll daher nur kurz festgehalten werden, daß die Vorrichtung 1 dazu dient, die Feststoffe aus der Flüssigkeit auszutragen, die durch das Siebgehäuse 5 tritt.

Fig. 2 zeigt den untersten Teil der Vorrichtung 1, nämlich das Siebgehäuse 5, das einen mit Durchbrechungen 29 versehenen Siebmantel 31 umfaßt, der im wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist und eine Längsöffnung 33 bildet, in die die zu reinigende Flüssigkeit eintreten kann. Die Durchbrechungen 29 sind im wesentlichen gleichförmig über die Oberfläche des Siebmantel 31 verteilt. Aus Gründen der besseren Darstellbarkeit sind hier nur einige der Durchbrechungen wiedergegeben. Das Siebgehäuse 5 ist auf seiner der Sohle 25 des Gerinnes 3 Zugewandten Unterseite mit einer Bodenplatte 35 versehen, an die sich ein Mantelabschnitt 37 anschließt, der keine Durchbrechungen aufweist.

Die Längsöffnung 33 wird von dem Siebmantel 31 beziehungsweise dem Mantelabschnitt 37 begrenzt. Der Siebmantel und der Mantelabschnitt sind mit einem verstärkungsstreifen 39 versehen, der beispielsweise bei einem aus Blech gefertigten Siebmantel 31 beziehungsweise Mantelabschnitt 37 durch Umbördeln hergestellt werden kann.

In der Nähe der Längsöffnung 33 beziehungsweise des Randes des Siebgehäuses ist eine Einrichtung 41 zur Verstellung der lichten Weite des Siebgehäuses 5 vorgesehen. Diese umfaßt ein hier als Zugstange 43 ausgebildetes Zugelement, das mit einer Einstellvorrichtung 45 zusammenwirkt, mit deren Hilfe in das Zugelement beziehungsweise in die Zugstange Zugkräfte eingeleitet werden können. Es ist beispielsweise möglich, die Zugstange 43 an ihrem der Einstellvorrichtung 45 gegenüberliegenden Ende 47 mit dem Mantelabschnitt 37 beziehungsweise mit der Bodenplatte 35 zu verschweißen und hier quasi ein Festlager auszubilden. Die Einstellvorrichtung kann eine Mutter 49 umfassen, die mit einem Gewindeabschnitt an der Zugstange 43 kämmt. Wird die Mutter 49 angezogen, so werden Zugkräfte in die an ihrem gegenüberliegenden Ende festliegende Zugstange 43 eingeleitet.

Mit der Zugstange 43 sind hier drei Kraftumlenkungselemente 51, 53 und 55 gekoppelt. Diese umfassen jeweils eine Hülse 57, 59 und 61, die vorzugsweise geschlossen ausgebildet ist und die Zugstange 43 umgreift.

Fig. 2 zeigt schließlich noch, daß an dem der Bodenplatte 35 abgewandten Ende des Siebgehäuses 5 ein Flansch 63 vorgesehen ist, über den das Siebgehäuse 5 mit dem in Fig. 1 angesprochenen konischen Rohrabschnitt 11 gekoppelt werden kann.

Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch den Siebmantel 31 entlang der in Fig. 2 eingezeichneten Linie III-III. Gleiche Teile sind mit gleichen Bezugsziffern versehen, so daß insofern auf die Erläuterungen zu Fig. 2 verwiesen wird.

Aus der Schnittdarstellung ist ersichtlich, daß der Siebmantel 31 des Siebgehäuses 5 im wesentlichen rohrförmig, hier vorzugsweise kreiszylindrisch ausgebildet ist und eine Längsöffnung 33 aufweist, deren Öffnungsbereich durch einen Doppelpfeil A gekennzeichnet ist. Die lichte Weite beziehungsweise der Durchmesser des Siebmantels 5 ist mit D gekennzeichnet.

In der Darstellung gemäß Fig. 3 ist der Flansch 63 in Draufsicht wiedergegeben. Er ist als Kreisring ausgebildet, der hier zwei Widerlager 65 und 65' umfaßt. Es zeigt sich, daß bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel an beiden Seiten der Längsöffnung 33 jeweils eine Einrichtung 41, 41' vorgesehen ist, die der Verstellung der lichten Weite beziehungsweise des Durchmessers D des Siebgehäuses 5 dient. Entsprechend sind hier auch zwei Zugstangen 43 und 43' auf beiden Seiten der Öffnung 33 vorgesehen, die die Widerlager 65 und 65' durchdringen.

Aus der Darstellung in Fig. 3 ist erkennbar, daß das Kraftumlenkungselement 51 beziehungsweise 51' eine Hülse 57 beziehungsweise 57' aufweist, die mit einem Druckstab 69 beziehungsweise 69' verbunden ist. Das der Hülse 57 beziehungsweise 57' abgewandte Ende des Druckstabs 69 beziehungsweise 69' ist mit dem Siebmantel 31 des Siebgehäuses 5 gekoppelt. Hier ist vorgesehen, daß die Druckstäbe 69 und 69' in eine Kehle 71 beziehungsweise 71' eingreifen, die im Übergangsbereich zwischen dem Siebmantel 31 und dem Verstärkungsstreifen 39 gebildet ist.

Der Aufbau der Kraftumlenkungselemente 53 und 55 ist grundsätzlich identisch wie der des Kraftumlenkungselements 51.

Fig. 4 zeigt schließlich eine Draufsicht auf das anhand von Fig. 2 erläuterte Siebgehäuse 5 von oben. Deutlich ist hier erkennbar, daß der Siebmantel 31 beziehungsweise das Siebgehäuse 5 eine Längsöffnung 33 aufweist, die sich hier über die gesamte Länge des Siebgehäuses 5 erstreckt.

Deutlich erkennbar sind die beiden im wesentlichen parallel zur Längsöffnung 33 verlaufenden Zugstäbe 43 der Einrichtung 41 zur Verstellung der lichten Weite des Siebgehäuses 5. Diese sind gebogen ausgeführt, wobei die Biegung so gelegt ist, daß der mittlere Bereich der Zugstäbe 43, 43' einen größeren Abstand zur Mittelachse 23 aufweisen, als die Enden 47, 47' und die gegenüberliegenden Enden der Zugstange 43, 43', die mit den Muttern 49, 49' zusammenwirken.

Aus der Draufsicht gemäß Fig. 4 ist erkennbar, daß die Enden 47 und 47' über ein Verbindungselement 73, 73' mit dem Siebgehäuse 5 verbunden sind, wobei hier, wie oben gesagt, ein Festlager ausgebildet ist.

Die Draufsicht zeigt auch, daß die Druckstäbe 69, 69' gleich lang ausgebildet sind, daß diese jedoch kürzer sind als die Druckstäbe 75 und 75' des Kraftumlenkungselements 53, 53'.

Die Druckstäbe 77, 77' des Kraftumlenkungselements 55 sind wiederum kürzer als die Druckstäbe 75 und 75'. Es ist möglich, die Einrichtung 41 symmetrisch zum mittleren Kraftumlenkungselement 53 auszubilden und die Länge der Druckstäbe 69, 69' und 77, 77' gleich zu wählen.

Bei dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel sind Versteifungselemente 79 vorgesehen, die der Abstützung der Widerlager 65 und 65' am Siebmantel 31 dienen.

Im folgenden wird auf die Funktion der Einrichtung 41 zur Einstellung der lichten Weite des Siebgehäuses 5 näher eingegangen:

Die Zugstangen 43, 43' sind an gegenüberliegenden Enden des Siebgehäuses 5 mit dessen Außenfläche, nämlich mit dessen Mantelabschnitt 37 und dem Flansch 63 fest verbunden. Wird die Einstellvorrichtung 45 betätigt, wird also die Mutter 49 angezogen, so werden Zugkräfte in das hier als Zugstange 43, 43' ausgebildete Zugelement eingeleitet. Die in axialer Richtung der Zugstange 43, 43' wirkenden Kräfte sind durch einen Pfeil Fa gekennzeichnet. Durch die in axialer Richtung wirkenden Zugkräfte werden aufgrund der im unbelasteten Zustand der Zugstange 43, 43' gegebenen Durchbiegung mit Hilfe der Kraftumlenkungselemente 51, 51', 53, 53', 55 und 55' senkrecht zu den Zugelementen verlaufende Kräfte Fr aufgebaut. Diese beruhen darauf, daß die zunächst durchgebogenen Zugstangen 43, 43' aufgrund der in axialer Richtung wirkenden Zugkräfte Fa praktisch gerade gezogen werden, also ihre Durchbiegung mehr oder weniger verlieren. Dabei werden also die axialen Kräfte Fa in radiale Kräfte Fr umgesetzt, die über die Druckstäbe 69, 69', 75, 75', 77 und 77' der Kraftumlenkungselemente 51, 51', 53, 53', 55 und 55' auf die Wandung des Siebgehäuses 5 übertragen. Da der Siebmantel 31 mit dem Flansch 63 und da der Mantelabschnitt 37 mit der Bodenplatte 35 fest, das heißt nicht nachgiebig, verbunden sind, ist die Änderung der lichten Weite beziehungsweise des Durchmessers D des Siebgehäuses 5 in dessen Endbereichen am kleinsten. Im mittleren Bereich, also im Bereich der Kraftumlenkungselemente 53, 53' ist der Siebmantel 31 des Siebgehäuses 5 am nachgiebigsten, so daß hier die größte Auslenkung beziehungsweise Änderung der lichten Weite gegeben ist. Die senkrecht zur Zugstange 43, 43' wirkenden Kräfte sind hier auch am größten, was durch die Größe der hier eingezeichneten Pfeile Fr angedeutet ist. Bei den in Fig. 4 wiedergegebenen Längenverhältnissen ergibt sich eine hier stark übertrieben dargestellte Auslenkung des Mantels des Siebgehäuses 5 entsprechend der gestrichelt dargestellten Linie L, L'. Die Auslenkung ist hier symmetrisch zum mittleren Kraftumlenkungselement 53, 53'. Es zeigt sich jedoch, daß die Auslenkung des Mantels des Siebgehäuses 5 gezielt dadurch beeinflußt werden kann, daß Druckstäbe unterschiedlicher Länge eingesetzt werden. Es können daher auch Auslenkungen des Mantels des Siebgehäuses 5 erreicht werden, die von den hier dargestellten Linien L, L' abweichen.

Die in Fig. 4 parallel zur Bildebene verlaufenden Kräfte Fr verlaufen bei der Darstellung gemäß Fig. 2 senkrecht zur Bildebene. Es sind hier mit einem Kreuz gekennzeichnete Kreise eingezeichnet, um den Kräfteverlauf wiederzugeben und die Größe der Kräfte anzudeuten. Entsprechend ist in Fig. 3 angegeben, daß die Kräfte Fa senkrecht zur Bildebene verlaufen, während die Kräfte Fr in der Bildebene verlaufen, wobei die durch die einander gegenüberliegenden, parallel zueinander verlaufenden Zugstangen 43 und 43' gebildeten Kräfte Fr entgegengesetzt zueinander gerichtet sind, so daß die freien Enden des Siebmantels 31, die die Längsöffnung 33 begrenzen, unter Betätigung der Einrichtung 41, 41' aufeinander zu bewegt werden. Das heißt also, daß der Öffnungsbereich A bei Betätigung der Einrichtung 41, 41' verkleinert wird. Gleichzeitig verringert sich die lichte Weite beziehungsweise der Durchmesser D des Siebgehäuses 5, wenn die Einrichtung 41, 41' betätigt wird.

Aus dem oben Gesagten wird deutlich, daß eine Verringerung der lichten Weite auch mit einer einzigen Zugstange 43 erreicht werden kann. Deutlich wird auch, daß die Zugstange 43 durch ein Seil, insbesondere durch ein Stahlseil ersetzt werden kann, in das über eine Einstellungsvorrichtung in Richtung des Stahlseils wirkende Zugkräfte eingeleitet werden. Überdies ist es möglich, die Zugstange 43, 43' an beiden Seiten mit Gewindeabschnitten zu versehen, also auch im Bereich des freien Endes 47, 47' und hier beispielsweise in Kombination mit dem Verbindungselement 73 ebenfalls Muttern vorzusehen. Wenn die Gewindeabschnitte der Zugstange 43, 43' an den gegenüberliegenden Enden eine entgegengesetzte Steigung haben, werden bei einer in die Zugstange 43, 43' eingeleiteten Drehung Zugkräfte in diese eingeleitet, so daß eine Reduktion der lichten Weite beziehungsweise des Durchmessers D gegeben ist.

Im übrigen ergibt sich aus den Erläuterungen zur Funktion der Einrichtung 41, daß im Bereich der Längsöffnung 33 gebogene Stäbe vorgesehen werden können, die entgegengesetzt gekrümmt sind wie die Linien L, L'. Werden diese Stäbe dann durch Einleitung von Zugkräften quasi gerade gezogen, so daß deren Krümmung mehr oder weniger vermindert wird, können Zugkräfte in die Randbereiche des Siebmantels 31 eingeleitet werden, um diesen in Richtung der Pfeile Fr auszulenken. Es ist jedoch ohne weiteres ersichtlich, daß eine derartige Einrichtung im Bereich der Längsöffnung 33 zu liegen käme, so daß also Feststoffe beim Eintritt in das Siebgehäuse 5 behindert werden könnten.

Es ist schließlich auch denkbar, Zugstangen einzusetzen, die eine Krümmung aufweisen, die der in Fig. 4 entgegengesetzt ist. Diese sind mit dem Rand des Siebmantels 31, der die Öffnung 33 begrenzt, über Zugstäbe verbunden. Wird die Krümmung der Zugstangen bei Betätigung der Einstellvorrichtung reduziert, werden auf den Siebmantel 31 beziehungsweise dessen Kante Zugkräfte ausgeübt, die eine Vergrößerung der lichten Weite beziehungsweise des Durchmessers D bewirken. Bei einer derartigen Ausführungsform der Einrichtung 41 wäre es möglich, einen unter Eigenspannung stehenden Siebmantel 31 beim Einbau einer Austragvorrichtung zu weiten und die lichte Weite durch Entlastung der Zugstangen dadurch zu verringern, daß die Zugstangen mit reduzierten Zugkräften beaufschlagt werden, so daß diese der Eigenspannung des Siebmantels 31 nachgeben. Ein derartiger Siebmantel würde also aufgrund seiner Eigenspannung im unbelasteten Zustand eine minimale lichte Weite zeigen, die bei Verschleiß der Austragvorrichtung, also bei einem Verschleiß der Abstreifvorrichtung der Förderschnecke/-wendel eingenommen wird.

Nach allem wird deutlich, daß mit Hilfe der hier beschriebenen Einrichtung 41 die lichte Weite beziehungsweise der Durchmesser D eines Siebgehäuses 5 gezielt beeinflußt werden kann, um sicherzustellen, daß beim Einbau einer neuen Förderschnecke/-wendel ein maximaler Durchmesser D gegeben ist, und daß dieser Durchmesser bei zunehmendem Verschleiß der Abstreifvorrichtung der Förderschnecke/-wendel reduziert wird.

Es ist damit möglich, eine neu eingebaute Austragvorrichtung mit einem Siebmantel 31 zu kombinieren, der nur eine gewünschte Anpreßkraft an die Abstreifvorrichtung beziehungsweise Bürste der Förderschnecke/-wendel zeigt. Es im übrigen möglich, die Austragvorrichtung bei geweitetem Siebmantel 31 relativ einfach und ohne hohen Kraftaufwand einzubauen.

Durch die Vorgabe der Anzahl und verschiedener Längen der Druckstäbe kann ein bestimmtes Durchmesserprofil des Siebgehäuses eingestellt werden. Es ist also möglich, einen Verschleiß der Förderschnecke/-wendel beziehungsweise der Abstreifvorrichtung gezielt auszugleichen, der in der Regel im unteren Bereich des Siebgehäuses 5 größer ist als im oberen Bereich.

Die Druckstäbe sind im übrigen sehr einfach aufgebaut. Es ist beispielsweise möglich, Flacheisen als Druckstäbe einzusetzen, die mit den zugehörigen Hülsen verbunden, zum Beispiel verschweißt sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Entfernen von Rechen- und/oder Siebgut aus einer mit Feststoffen belasteten Flüssigkeit, mit einem in die Flüssigkeit eintauchenden, die Feststoffe auffangenden, im wesentlichen rohrförmigen Siebgehäuse, das eine Längsöffnung aufweist, in das die Flüssigkeit eintritt, und mit einer mit dem Siebgehäuse zusammenwirkenden Austragvorrichtung zum Austragen der Feststoffe, gekennzeichnet durch eine Einrichtung (41) zur Verstellung der lichten Weite (Durchmesser D) des Siebgehäuses (5), mit mindestens einem im wesentlichen in Richtung des Siebgehäuses (5) verlaufenden Zugelement (Zugstange (43, 43')), mit einer Einstellvorrichtung (45) zur Einbringung von Zugkräften in das Zugelement, mit mindestens einem Kraftumlenkungselement (51, 53, 55; 51', 53', 55'), das einerseits mit dem Zugelement und andererseits mit dem Siebgehäuse gekoppelt ist und das im wesentlichen senkrecht zum Zugelement verlaufende Kräfte in das Siebgehäuse einleitet, die dessen lichte Weite ändern.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement als Zugstange (43, 43') ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange (43, 43') zumindest an einem Ende mit einem Gewinde versehen ist, das mit einem Gegengewinde (Mutter (49, 49')) zusammenwirkt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugstange (43, 43') an beiden Enden je ein Gewinde aufweist, die vorzugsweise gegenläufig ausgebildet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugelement als Zugseil ausgebildet ist.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftumlenkungselement (51, 53, 55; 51', 53', 55') auf einer Seite mit einer Hülse (57, 59, 61; 57', 59', 61') versehen ist, durch die das Zugelement (43, 43') hindurchgeführt ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Kraftumlenkungselemente (51, 53, 55; 51', 53', 55') über die Länge des Zugelements (Zugstange (43, 43')) verteilt angeordnet sind.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Kraftumlenkungselemente (51, 53, 55; 51' , 53' , 55') verschiedene Längen aufweisen.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Siebgehäuse (5) in ein Gerinne oder in einen Behälter einsetzbar ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragvorrichtung eine Förderschnecke oder -wendel beziehungsweise -spirale umfaßt.






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