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Gelenkwelle mit Beugewinkelbegrenzung - Dokument DE19745199C1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19745199C1 03.09.1998
Titel Gelenkwelle mit Beugewinkelbegrenzung
Anmelder GKN Gelenkwellenbau GmbH, 45143 Essen, DE
Erfinder Minzenbach, Norbert, 45277 Essen, DE;
Papendorf, Jörg, Dipl.-Ing., 51515 Kürten, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 13.10.1997
DE-Aktenzeichen 19745199
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.09.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.09.1998
IPC-Hauptklasse B21B 35/14
IPC-Nebenklasse F16D 3/38   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Gelenkwelle zum Antrieb einer Walze eines Walzwerkes. Sie umfaßt eine Kupplungshülse 4, ferner ein Kreuzgelenk 3 mit einer ersten Gelenkgabel 13 und einer zweiten Gelenkgabel 33, welche um den Schnittpunkt zwischen den beiden Zapfenachsen 26, 27 des Zapfenkreuzes 25 winkelbeweglich zueinander sind. Um das Kuppeln der Kupplungshülse mit einem Kupplungszapfen 5 durch Eintauchen in die Aufnahmebohrung 7 der Kupplungshülse 4 zu erleichtern, kann die Winkelbeweglichkeit durch einen Haltezapfen 40 und einen Stellbolzen 17 blockiert werden. Hierzu wird der Haltezapfen 40 durch eine Feder 43 in eine Haltebohrung 49 einer Brücke 48 verlagert, welche die beiden Gabelarme 46, 47 der ersten Gelenkgabel 13 miteinander verbindet. Der Haltezapfen 40 ist mit der zweiten Gelenkgabel 33 verbunden. Beide sind somit unbeweglich zueinander. Die Betätigung des Haltezapfens 40, im Sinne einer Verlagerung außer Kontakt zur Haltebohrung 49, erfolgt über einen Stellbolzen 17, der von dem in der Aufnahmebohrung 7 aufzunehmenden Kupplungszapfen 5 beaufschlagt wird. Durch Vorsehung eines Haltezapfens 40 und eines davon getrennten Stellzapfens 17 wird ein günstigerer Beugewinkel zwischen den beiden Gelenkgabeln 13, 33 erreichbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Gelenkwelle zum Antrieb einer Walze eines Walzwerkes mit einer Kupplungshülse, die zur Verbindung mit einem der Walze zugehörigen Kupplungszapfen bestimmt ist und dazu eine Aufnahmebohrung aufweist, mit einem Kreuzgelenk, das eine erste Gelenkgabel, der die Kupplungshülse zugeordnet ist, eine zweite Gelenkgabel, die mit einer Verschiebeeinheit verbunden ist, ein Zapfenkreuz mit in einer Ebene senkrecht zueinander stehenden Zapfen, von denen jeweils zwei auf einer Zapfenachse angeordnete Zapfen mittels Lagerbuchten in Lagerbohrungen der beiden Gabelarme einer Gelenkgabel aufgenommen sind, und Haltemittel zum ausgerichteten Halten der beiden Gelenkgabeln zueinander für das Verbinden von Kupplungshülse und Kupplungszapfen aufweist, wobei die Haltemittel einen der zweiten Gelenkgabel zugeordneten, verlagerbaren Haltezapfen und eine der ersten Gelenkgabel zugeordnete Haltebohrung umfassen, welche beim Verbinden der Kupplungshülse mit dem Kupplungszapfen außer und beim Lösen der beiden durch eine Feder, welche auf den Haltezapfen einwirken, in Eingriff zueinander gelangen.

In der GB 1 054 552 ist eine Gelenkwelle beschrieben, bei der die Kupplungshülse einstückig mit der Gelenkgabel ausgeführt ist. Dem zweiten Kupplungselement des Kreuzgelenkes, das nicht als Gelenkgabel gestaltet ist, ist ein Führungszapfen zugeordnet, auf dem der Haltezapfen verschiebbar aufsitzt. Der Haltezapfen wird durch eine Feder, die in einer Bohrung des Führungszapfens sitzt, in Richtung auf die Aufnahmebohrung für den Kupplungszapfen der Walze verstellt. Das nur geringfügige Spiel zwischen der Ausnehmung in der ersten Gelenkgabel und der Außenfläche des Haltezapfens läßt auch nur geringe Abwinklungen zu. Zwischen der Ausnehmung und der Aufnahmebohrung für den Kupplungszapfen ist eine durchgehende Haltebohrung angeordnet. Diese verbindet die Aufnahmebohrung mit der Ausnehmung. Bei in die Aufnahmebohrung der Kupplungshülse eingeschobenem Kupplungszapfen, dringt ein mit diesem verbundener Ansatz in die Haltebohrung ein und verschiebt den Haltezapfen nach links in Richtung auf die zweite Gelenkgabel zu, so daß die erste Gelenkgabel und zweite Gelenkgabel geringfühgig Winkelbewegungen zueinander ausführen können, bis der Haltezapfen mit seiner Außenfläche an der Wandung der Ausnehmung in der ersten Gelenkgabel zur Anlage kommt. Es folgt ein Lösen der Kupplungshülse vom Kupplungszapfen derart, daß beide sich auseinander bewegen. Dabei tritt der Ansatz des Kupplungszapfen aus der Haltebohrung aus, kann bei ausgerichteter Lage von erster Gelenkgabel zu zweiter Gelenkgabel der Haltezapfen federbeaufschlagt in die Haltebohrung eintauchen, so daß die beiden Gelenkgabeln starr miteinander verbunden sind, also keine Winkelbewegung zueinander ausführen können. Die Anordnung des Haltezapfens in Richtung auf die Aufnahmebohrung der Kupplungshülse zu, bringt den Nachteil mit sich, daß die Beugewinkel, die die beiden Gelenkgabeln zueinander ausfüheren können, nur äußerst gering sind. Der Haltezapfen führt nämlich gegenüber der Ausnehmung den gesamten Beugewinkel zwischen den beiden Gelenkgabeln aus. Dies bedeutet, daß eine solche Anordnung nur da angewandt werden kann, wo auch im Betrieb äußerst kleine Beugewinkel auftreten.

In der DE-AS 29 02 226 ist eine Gelenkkupplung beschrieben, bei der ebenfalls eine Beugewinkelbegrenzung vorgesehen ist. Hierzu ist ein Haltebolzen vorgesehen, der einer Gelenkgabel verstellbar zugeordnet ist und eine zentrale Bohrung des Kreuzes sowie eine Kegelbohrung im Boden der anderen Gelenkgabel passiert und bis in eine Ausnehmung hinter dem Boden der anderen Gelenkgabel reicht. Er ist an seinem freien, über den Boden der vorderen Gelenkgabel hinausreichenden Ende mit einem Teller versehen, der eine kegelige Außenfläche aufweist. Da er über eine Zugfeder beaufschlagt ist, kann er bei gesteckter Lage der beiden Gelenkgabeln zueinander in die Kegelbohrung, in Richtung auf das Zapfenkreuz eintauchen. Hierbei führen der Teller und die Haltebohrung im Betriebszustand den vollen Beugewinkel zueinander aus, so daß, um ausreichende Festigkeit erzielen zu können, nur geringe Beugewinkel möglich sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Gelenkwelle zu schaffen, bei der die Mittel, die ein Gelenk der Gelenkwelle für den Kuppelvorgang in der gestreckten Lage halten, im Betrieb, d. h. dann, wenn die Gelenkwelle mit dem Kupplungszapfen einer Walze verbunden ist, möglichst große Beugewinkel zulassen.

Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Haltebohrung in einer Brücke angeordnet ist, welche die beiden Gabelarme der ersten Gelenkgabel miteinander verbindet, daß der Haltezapfen eine Verlängerung aufweist, welche durch die Haltebohrung der Brücke in Richtung auf die Kupplungshülse vorsteht und deren Querschnitt gegenüber dem des Haltezapfens verringert ist, daß das Zapfenkreuz eine zentrale Bohrung zum Durchtritt der Verlängerung mit radialem Spiel aufweist, daß die Stirnfläche der Verlängerung, die der Kupplungshülse zugewandt ist, ballig ausgeführt ist, daß der Kupplungshülse und der ersten Gelenkgabel ein Stellbolzen zugeordnet ist, welcher eine der Stirnfläche der Verlängerung gegenüberliegende ballige Stützfläche aufweist, welche aneinander in Anlage sind, und daß der Stellbolzen zumindest bei entkuppeltem Zustand von Kupplungszapfen und Kupplungshülse in die Aufnahmebohrung axial hineinragt.

Von Vorteil dabei ist, daß durch die Teilung in einen Haltzapfen und in einen Stellbolzen diese jeweils die Winkelbewegung einer der beiden Gelenkgabeln ausführen, wodurch deren Stoßebene nahe zum Beugezentrum des Gelenkes, welches im Schnittpunkt zwischen der Ebene, die die beiden Zapfenachsen mit der Längsachse liegt, nahe ist. Er werden somit nur kleine Radialbewegungen ausführen, was bedeutet, daß auch mit kleinen radialen Freiräumen relativ große Beugewinkel zwischen den beiden Gelenkgabeln des Gelenkes zugelassen werden können.

Eine besonders günstige Gestaltung ergibt sich, wenn die Ebene, in der der Haltezapfen und der Stellbolzen mit ihrer Stirnfläche bzw. Stützfläche aneinander und wenn sich Kupplungshülse und Kupplungszapfen in gekuppeltem Zustand befinden, mit der Ebene zusammenfällt, die die Achsen der Zapfen des Zapfenkreuzes enthält. Vorzugsweise ist vorgesehen, daß der Stellbolzen in einer Hülse geführt ist, welche in einer Bohrung der Kupplungshülse und der ersten Gelenkgabel aufgenommen ist und diese durch einen Anschlagring gehalten ist, welcher die Bewegung des Stellbolzens zur Kupplungshülse entlang der Längsachse begrenzt. Hierdurch wird eine günstige Stützlänge erzielt. Von Vorteil ist ferner, daß der Stellbolzen geschützt in der Aufnahmebohrung liegt, so daß im unbenutzten Zustand Schädigungen, die zu einer Beeinträchtigung der Funktion bei Verstellung führen könnten, verhindert werden. Dabei ist die Hülse vorzugsweise so weit geführt, daß sie durch eine Bohrung in der ersten Gelenkgabel auf das Zapfenkreuz vorragt, um so eine möglichst große Führungslänge für den Stellbolzen zu erzielen.

Zur Bewegungsbegrenzung bietet es sich an, den Stellbolzen abgesetzt auszubilden, wobei die Schulter zum abgesetzten Abschnitt hin als Anschlagfläche dient und bei gelöstem Zustand, d. h. dann, wenn das Gelenk an einer Winkelbewegung gehindert ist, zum Anschlagring in Anlage ist.

In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß der Haltezapfen mit radialem Spiel im entkuppelten Zustand der Kupplungshülse in einer der zweiten Gelenkgabel zugeordneten Führungshülse einsitzt. Dies bringt den Vorteil mit sich, daß im blockierten Zustand noch geringe Winkelbewegungen möglich sind, um so das Kuppeln von Kupplungszapfen und Kupplungshülse zu erleichtern.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Es zeigt

Fig. 1 eine Seitenansicht einer Gelenkwelle in Umrissen und die Zuordnung eines Kupplungszapfens zur Kupplungshülse,

Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Abschnitt der Gelenkwelle gemäß Fig. 1 und zwar bezüglich des zweiten Kreuzgelenkes mit der Kupplungshülse bei blockierter Gelenkbewegung, d. h. im abgekuppelten Zustand, und zwar entlang der Längsachse halb geschnitten und halb in Ansicht,

Fig. 3 die Anordnung gemäß Fig. 2, jedoch mit in die Kupplungshülse eingeschobenem Kupplungszapfen und entsprechend verschobenem Haltezapfen und Stellbolzen und

Fig. 4 die Anordnung gemäß Fig. 3 im abgewinkelten Zustand des Kreuzgelenkes.

Die aus Fig. 1 ersichtliche Gelenkwelle umfaßt ein erstes Kreuzgelenk 1 am linken Ende einer Verschiebeeinheit 2 und ein an das rechte Ende der Verschiebeeinheit 2 angeschlossenes zweites Kreuzgelenk 3, das mit einer Kupplungshülse 4 verbunden ist, die zur Verbindung mit einem Kupplungszapfen 5 gedacht ist. Die Bauteile sind im gestreckten Zustand dargestellt, d. h. die Kreuzgelenke 1, 3 sind ungebeugt und auf der Längsachse 6 ausgerichtet.

Der Kupplungszapfen 5 gehört beispielsweise zu einer Walze eines Walzenständers. Für den Walzenwechsel muß der Antrieb, d. h. die Verbindung zwischen der Kupplungshülse 4 und dem Kupplungszapfen 5 der Walze gelöst werden können. Das Kreuzgelenk 1 ist beispielsweise mit einem Getriebe und über dieses mit einem Motor verbunden, der zum Antrieb der Walzen dient.

Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt aus Fig. 1 bezüglich des zweiten Kreuzgelenkes 3 und der Kupplungshülse 4. Die Kupplungshülse 4, die zur Verbindung mit dem aus Fig. 1 ersichtlichen Kupplungszapfen 5 dient, weist eine Aufnahmebohrung 7 auf, die auf der Längsachse 6 zentriert gezeichnet ist und in die, der in gestrichelten Linien gezeichnete Kupplungszapfen 5, teilweise einsitzt. Im Boden der Kupplungshülse 4, d. h. am Ende der Aufnahmebohrung 7, ist eine Bohrung 12 vorgesehen, in die eine Hülse 8 eingesetzt ist. Die Hülse 8 stützt sich mit ihrer Endfläche 9 in Richtung der Aufnahmebohrung 7 gegen einen Anschlagring 14 ab, welcher mittels Schrauben 15 an der Kupplungshülse 4 festgelegt ist. Die Hülse 8 weist darüber hinaus einen abgesetzten Bereich auf, der von der, der Endfläche 9 entfernten Endfläche der Hülse 8 ausgeht, und in einer Schulter 10 endet. Mit diesem abgesetzten Bereich ist die Hülse 8 in der Bohrung 12 einer ersten Gelenkgabel 13 aufgenommen, die über einen Flansch 24 mit der Kupplungshülse 4 verbunden ist. Die Schulter 10 legt sich gegen eine entsprechende Schulter der ersten Gelenkgabel 13 an, so daß die Hülse 8 zwischen dieser und dem Anschlagring 14 unverschieblich gehalten ist. Die Hülse 8 besitzt eine Führungsbohrung 16 in der ein Stellbolzen 17 entlang der Längsachse 6 beweglich einsitzt. Der Stellbolzen 17 sitzt mit einem ersten Abschnitt 20 in der Führungsbohrung 16 ein und ragt mit diesem Abschnitt links aus der Hülse 8 vor. Er weist einen zweiten Abschnitt 21 auf, der zu dem ersten Abschnitt 20 im Durchmesser verringert ist. Die im Stoßbereich zwischen beiden angeordnete Anschlagfläche 18 dient zum Anlauf gegen eine entsprechende Anlauffläche 19 des Anschlagringes 14. Hierdurch wird die Bewegung des Stellbolzens 17 nach rechts in die Aufnahmebohrung 7 der Kupplungshülse 4 hinein begrenzt. Durch die doppelte Lagerung der Hülse 8, sowohl in der ersten Gelenkgabel 13 als auch in der Kupplungshülse 4 wird eine gute Abstützung erzielt. Der erste Abschnitt 20 des Stellbolzens 17 endet in einer balligen Stützfläche 23. Der zweite Abschnitt 21 endet in einem ebenfalls balligen oder kugeligen Ende 22. Das Ende 22 kommt mit einer entsprechenden Zentrierausnehmung des Kupplungszapfens 5 in Kontakt, wenn der Kupplungszapfen 5, der gemäß Fig. 2 um das Maß L vom Anschlagring 14 entfernt ist, weiter in die Aufnahmebohrung 7 eintaucht. Zum zweiten Kreuzgelenk 3 gehört ferner ein Zapfenkreuz 25 mit vier rechtwinklig zueinander stehenden und in einer Ebene liegenden Zapfen. Zwei Zapfen sind auf der ersten Zapfenachse 26 und die beiden anderen rechtwinklig dazu stehenden Zapfen auf der zweiten Zapfenachse 27 zentriert. Den beiden Zapfen je Zapfenachse 26, 27 sind Lagerungen zugeordnet, von denen nur die Lagerbuchsen 28, 29 sichtbar sind, wobei die Lagerbuchse 28 in der Lagerbohrung 30 des Gabelarmes 46 der ersten Gelenkgabel 13 aufgenommen ist. Die Lagerbuchse 29 ist in einer Lagerbohrung 31 eines Gabelarmes der zweiten Gelenkgabel 33 aufgenommen. Die beiden Zapfenachsen 26, 27 liegen in einer Ebene. Ferner weist das Zapfenkreuz 25 eine zentrale Bohrung 32 auf. Der zweite Gabelarm 47 der ersten Gelenkgabel 13 ist nur teilweise sichtbar. Die beiden Gabelarme 46, 47 sind an ihrem zur zweiten Gelenkgabel 33 hin angeordneten Ende durch eine Brücke 48 miteinander verbunden, in der eine auf der Längsachse 6 zentrierte Haltebohrung 49 angeordnet ist. Die zweite Gelenkgabel 33 umfaßt ebenfalls zwei Gabelarme, von denen einer im Schnitt und der andere in ausgezogenen Linien sichtbar ist. Die zweite Gelenkgabel 33 ist mit einem Rohr 34, das zur Verschiebeeinheit 2 gehört, verbunden. Die zweite Gelenkgabel 33 besitzt eine auf der Längsachse 6 zentrierte Bohrung 39, in der eine Führungshülse 35 mit einem Bund 37 gehalten ist. Die Führungshülse 35 ist mittels des Bundes 37 in Richtung der Längsachse 7 und in radialer Richtung durch eine Stützhülse 36 und ferner durch einen Sicherheitsring 38, der in der Bohrung 39 sitzt, gehalten. Darüberhinaus ist die Führungshülse 35 durch die Stützhülse 36 in radialer Richtung zentriert. In der Führungshülse 35 ist ein Haltezapfen 40 in Richtung der Längsachse 6 verstellbar angeordnet. Er weist ferner eine Verlängerung 41 auf, deren Durchmesser gegenüber dem in der Führungshülse 35 einsitzenden Abschnitt des Haltezapfens 40 verringert ist und zumindest teilweise die zentrale Bohrung 32 des Zapfenkreues 25mit radialem Spiel passiert. Die Verländerung 41 weist eine ballige Stirnfläche 42 auf, die in Anlage zur balligen Stützfläche 23 des Stellbolzens 17 ist. Der Haltezapfen 40 wird durch eine oder mehrere Federn 43 mit der Stirnfläche 42 in Anlage zur Stützfläche 23 gedrückt. Die Feder 43 ist auf einem Führungsstift angeordnet und dieser ist an einem Stützteller 44 festgelegt, der in einer Eindrehung der Führungshülse 35 mittels eines Sicherungsringes 45 zur Führungshülse 35 in axialer Richtung unverschieblich gehalten ist.

Der Haltezapfen 40 ragt mit seiner Außenfläche in die Haltebohrung 49 der Brücke hinein und da deren Querschnitte aufeinander abgestimmt sind, können die beiden Gelenkgabeln 13, 33 keine Winkelbewegung um das Gelenkbeugezentrum, das durch den Schnittpunkt zwischen den beiden Zapfenachsen 26, 27 dargestellt ist, ausführen. Wird nun der in Fig. 2 um das Maß L vor dem Anschlagring liegende Kupplungszapfen 5 tiefer in die Aufnahmebohrung 7 hineinbewegt, so daß sich seine Stirnfläche dem Anschlagring 14 bis auf das Maß LA nähert, erfolgt gleichzeitig eine Verlagerung des Stellbolzens 17 nach links, was in Fig. 3 dargestellt ist. Dieser beaufschlagt dabei auch die Verlängerung 41 des Haltezapfens 40, so daß dieser gegen die Kraft der Feder 43 nach links tiefer in die Führungshülse 35 in Richtung auf den Stützteller 44 verlagert wird und dabei die Haltebohrung 49 in der Brücke 48 so weit verläßt, daß die Verlängerung 41 im Bereich der Haltebohrung 49 liegt. Da zwischen der Außenfläche der Verlängerung 41 und der Wandung der Haltebohrung 49 ein erhebliches radiales Spiel gegeben ist, kann beispielsweise die zweite Gelenkgabel 33 zu der weiterhin auf der Längsachse 6 zentrierten ersten Gelenkgabel 13 und Kupplungshülse 4 eine Winkelbewegung um das Beugezentrum 4, das durch den Schnittpunkt der Zapfenachsen 26, 27 dargestellt ist, zumindest bis zu der in Fig. 4 ersichtlichen Position durchgeführt werden, maximal jedoch bis zum Anschlag der Außenfläche der Verlängerung 41 an der Wandung der Haltebohrung 49 der Brücke 48.

Im entkuppelten Zustand von Kupplungshülse 4 und Kupplungszapfen 5 befindet sich der Kontaktpunkt zwischen der Stützfläche 23 und der Stirnfläche 42 in der Ebene, welche zwischen den Zapfenachsen 26, 27 aufgespannt wird.

Beim Entkuppeln, d. h. dem Entfernen der Kupplungshülse 4 zum Kupplungszapfen 5 entlang der Längsachse 6 beaufschlagt die Feder 43 den Haltezapfen 40 und dieser kann dann, wenn eine ausgerichtete Position zwischen den beiden Gelenkgabeln 13, 33 annähernd auf der Längsachse 6 erfolgt ist, in die Haltebohrung 49 einrücken. Dabei wird auch der Stellbolzen 17 nach rechts eine in die Aufnahmebohrung 7 weiter vorgerückte Position verschoben, bis er zur Anlage gegen den Anschlagring 14 kommt.

Bezugszeichenliste

1erstes Kreuzgelenk

2Verschiebeeinheit

3zweites Kreuzgelenk

4Kupplungshülse

5Kupplungszapfen

6Längsachse

7Aufnahmebohrung

8Hülse

9Endfläche

10Schulter

11, 12Bohrung

13erste Gelenkgabel

14Anschlagring

15Schraube

16Führungsbohrung

17Stellbolzen

18Anschlagfläche

19Anlauffläche

20erster Abschnitt

21zweiter Abschnitt

22Ende

23Stützfläche

24Flansch

25Zapfenkreuz

26erste Zapfenachse

27zweite Zapfenachse

28, 29Lagerbuchse

30, 31Lagerbohrung

32zentrale Bohrung

33zweite Gelenkgabel

34Rohr

35Führungshülse

36Stützhülse

37Bund

38Sicherungsring

39Bohrung

40Haltezapfen

41Verlängerung

42Stirnfläche

43Feder

44Stützteller

45Sicherungsring

46, 47Gabelarme

48Brücke

49Haltebohrung

L, LA Maß


Anspruch[de]
  1. 1. Gelenkwelle zum Antrieb einer Walze eines Walzwerkes mit einer Kupplungshülse (4), die zur Verbindung mit einem der Walze zugehörigen Kupplungszapfen (5) bestimmt ist und dazu eine Aufnahmebohrung (7)aufweist, mit einem Kreuzgelenk(3), das eine erste Gelenkgabel (13), der die Kupplungshülse (4) zugeordnet ist, eine zweite Gelenkgabel (33), die mit einer Verschiebeeinheit (2) verbunden ist, ein Zapfen kreuz (25) mit in einer Ebene senkrecht zueinander stehenden Zapfen, von denen jeweils zwei auf einer Zapfenachse (26, 27) angeordnete Zapfen mittels Lagerbuchsen (28, 29) in Lagerbohrungen (30, 31) der beiden Gabelarme einer Gelenkgabel (13, 33) aufgenommen sind, und Haltemittel zum ausgerichteten Halten der beiden Gelenkgabeln (13, 33) zueinander für das Verbinden von Kupplungshülse (4) und Kupplungszapfen (5) aufweist, wobei die Haltemittel einen der zweiten Gelenkgabel (33) zugeordneten, verlagerbaren Haltezapfen (40) und eine der ersten Gelenkgabel (13) zugeordnete Haltebohrung (49) umfassen, welche beim Verbinden der Kupplungshülse (4) mit dem Kupplungszapfen (5) außer und beim Lösen der beiden durch eine Feder (43), welche auf den Haltezapfen (40) einwirken, in Eingriff zueinander gelangen, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltebohrung (49) in einer Brücke (48) angeordnet ist, welche die beiden Gabelarme (46, 47) der ersten Gelenkgabel (13) miteinander verbindet, daß der Haltezapfen (40) eine Verlängerung (41) aufweist, welche durch die Haltebohrung (49) der Brücke in Richtung auf die Kupplungshülse (4) vorsteht und deren Querschnitt gegenüber dem des Haltezapfens (40) verringert ist, daß das Zapfenkreuz (25) eine zentrale Bohrung (32) zum Durchtritt der Verlängerung (41) mit radialem Spiel aufweist, daß die Stirnfläche (42) der Verlängerung (41), die der Kupplungshülse (4) zugewandt ist, ballig ausgeführt ist, daß der Kupplungshülse (4) und der ersten Gelenkgabel (13) ein Stellbolzen (17) zugeordnet ist, welcher eine der Stirnfläche (42) der Verlängerung (41) gegenüberliegende ballige Stützfläche (23) aufweist, welche aneinander in Anlage sind, und daß der Stellbolzen (17) zumindest bei entkuppeltem Zustand von Kupplungszapfen (7) und Kupplungshülse (4) in die Aufnahmebohrung (7) axial hineinragt.
  2. 2. Gelenkwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Anlagepunkt von Stirnfläche (42) und Stützfläche (23) in gekuppeltem Zustand von Kupplungshülse (4) und Kupplungszapfen (5) in der Ebene, die die Achsen (26, 27) der Zapfen enthält, befindet.
  3. 3. Gelenkwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellbolzen (17) in einer Hülse (8) geführt ist, welche in einer Bohrung (11) der Kupplungshülse (4) und der ersten Gelenkgabel (13) aufgenommen ist und diese durch einen Anschlagring (14) gehalten ist, welcher die Bewegung des Stellbolzens (17) zur Kupplungshülse (4) entlang der Längsachse (6) begrenzt.
  4. 4. Gelenkwelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (8) durch eine Bohrung (12) in der ersten Gelenkgabel (13) auf das Zapfenkreuz (25) vorragt.
  5. 5. Gelenkwelle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellbolzen (17) abgesetzt ausgebildet ist, wobei die Schulter zum abgesetzten Abschnitt (21) hin als Anschlagfläche (18) dient.
  6. 6. Gelenkwelle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltezapfen (40) mit radialem Spiel im entkuppelten Zustand der Kupplungshülse (4) in einer der zweiten Gelenkgabel (33) zugeordneten Führungshülse (35) einsitzt.






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