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Dokumentenidentifikation DE19708438A1 10.09.1998
Titel Zusammenlegbare Notfallrutsche
Anmelder Gröne, Ralf, 38444 Wolfsburg, DE
Erfinder Gröne, Ralf, 38444 Wolfsburg, DE
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 24105 Kiel
DE-Anmeldedatum 01.03.1997
DE-Aktenzeichen 19708438
Offenlegungstag 10.09.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.09.1998
IPC-Hauptklasse A62B 1/20
IPC-Nebenklasse E21F 11/00   
Zusammenfassung Zusammenlegbare Notfallrutsche in Form einer Wendel, wobei die gewendelte Rutschfläche (10) aus einem festen, konkav gezogenen Material besteht und eine Mehrzahl von an dem Umfang der einzelnen Wendelabschnitte befestigten Seilabschnitte (12) vorgesehen ist, wobei sich die Rutschfläche (10) bei Ablassen unter Verringerung des Wendeldurchmessers aufschraubt, bis die Seilabschnitte (12) senkrecht verlaufen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine zusammenlegbare Notfallrutsche in Form einer Wendel.

Notfallrutschen dienen dazu, im Notfall, insbesondere bei Auftreten eines Brandes, sich im Gebäude befindlichen Personen einen Rettungsweg zu schaffen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zusammenlegbare Notfallrutsche zu schaffen, die bei Nichtverwendung nur wenig Stauraum benötigt und bei Verwendung einen stabilen Rettungsweg bildet.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Die Unteransprüche geben vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung an.

Die Erfindung wird im folgenden anhand einer Zeichnung erläutert. Dabei zeigt:

Fig. 1 ein Modul einer solchen zusammenlegbaren Notfallrutsche in gestauchtem Zustand,

Fig. 2 eine Darstellung des in Fig. 1 in gestauchtem Zustand gezeigten Moduls in einem ausgezogenen Zustand, und

Fig. 3 die aus einer Vielzahl derartiger Module zusammengesetzte zusammenlegbare Notfallrutsche in einem betriebsbereiten Zustand.

Die Notfallrutsche besteht aus einer Mehrzahl von Modulen, wie sie in den Fig. 1 und 2 dargestellt sind. Jedes Modul besteht aus einer wendelförmig ausgebildeten Rutschfläche 10 aus einem festen, konkav gezogenen Material, vorzugsweise Edelstahl, und einer Mehrzahl von an dem Umfang der einzelnen Wendelabschnitte befestigten Seilabschnitten 12. Die einzelnen Module sind oben durch einen oberen Ring 14 und unten durch einen unteren Ring 16 abgeschlossen, wobei der obere Ring 14 eines Moduls mit dem unteren Ring 16 des über diesen angeordneten Moduls fest verbunden ist.

In Fig. 2 ist erkennbar, daß die Rutschfläche konkav ausgebildet ist, sich also nach innen und nach außen unter Bildung von Wandungen erhöht.

Die Fig. 2 und 3 machen weiter deutlich, daß die Module mit einem von dem oberen Rand 14 abgehängten Einstiegselement 16 versehen ist, das von den einzelnen Stockwerken aus einem Zugang zu der Rutschfläche 10 erlaubt.

Fig. 3 zeigt, daß bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel eine sich zwischen den Ringen 14, 16 erstreckende Umhüllung aus einem nicht-brennbaren textilen Material vorgesehen ist, das den einen Schutz vor Rauchgasen bieten soll.

In dem gestauchten, in Fig. 1 dargestellten Zustand kann die zusammenlegbare Notfallrutsche - beispielsweise auf dem Dach eines Gebäudes - platzsparend angeordnet werden, zur Verwendung wird sie dann - wie Fig. 3 verdeutlicht - über die Seitenwandung des Gebäudes heraus ausgefahren und abgelassen. Bei dem Ablassen schraubt sich die wendelförmige Rutschfläche 10 jedes der Module um einen Winkel von etwa 45 Grad unter Verringerung des Wendeldurchmessers auf, bis die Seilabschnitte 12, die in dem gestauchten Zustand flachliegen, senkrecht verlaufen. In diesem Zustand ist die Rutschfläche stabil, die bei Verwendung aufgebrachte Belastung trägt dabei zur Stabilisierung bei.


Anspruch[de]
  1. 1. Zusammenlegbare Notfallrutsche in Form einer Wendel, dadurch gekennzeichnet, daß die gewendelte Rutschfläche (10) aus einem festen, konkav gezogenen Material besteht und daß eine Mehrzahl von an dem Umfang der einzelnen Wendelabschnitte befestigte Seilabschnitte (12) vorgesehen sind, wobei sich die Rutschfläche (10) bei Ablassen unter Verringerung des Wendeldurchmessers aufschraubt, bis die Seilabschnitte (12) senkrecht verlaufen.
  2. 2. Notfallrutsche nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen modularen Aufbau mit einem oberen Ring (14), einem unteren Ring (16) und der sich zwischen diesen erstreckenden Rutschfläche (10), wobei der obere Ring (14) eines Moduls mit dem unteren Ring (16) des über diesem liegenden Moduls fest verbunden ist.
  3. 3. Notfallrutsche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jedes Modul mit einem von dem oberen Ring (14) abgehängten Einstiegselement (17) versehen ist.
  4. 4. Notfallrutsche nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine sich zwischen den Ringen (14, 16) erstreckende Umhüllung (18) aus einem textilen Material.
  5. 5. Notfallrutsche nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Anordnung in einem Fahrstuhlschacht.






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