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Dokumentenidentifikation DE69502557T2 10.09.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0699791
Titel Verfahren zur Bildung eines Knotens auf einer Flachstrickmaschine
Anmelder Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP
Erfinder Ikegami, Takashi, Wakayama, JP
Vertreter H. Weickmann und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69502557
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 01.09.1995
EP-Aktenzeichen 953061389
EP-Offenlegungsdatum 06.03.1996
EP date of grant 20.05.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.09.1998
IPC-Hauptklasse D04B 1/10
IPC-Nebenklasse D04B 1/06   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bilden eines Knotens unter Verwendung einer Flachstrickmaschine.

Bei der Herstellung von gestrickten Textilerzeugnissen mit einer Flachstrickmaschine ist es notwendig, einen Knoten zu bilden, um zu verhindern, daß sich die gestrickten Textilerzeugnisse jedesmal auftrennen, wenn zum Stricken ein neues Garn verwendet wird oder wenn das Stricken mit einem speziellen Garn abgeschlossen ist. Das Bilden eines Knotens wird manuell ausgeführt und ist uneffektiv. Die nach dem Prioritätstag der vorliegenden Erfindung veröffentlichte EP-A-616 064 offenbart Strickabläufe zum Ausbilden von Maschen auf einer Flachstrickmaschine.

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist, ein neues Verfahren zum Bilden eines Knotens auf einer Flachstrickmaschine bereitzustellen.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Knoten mit minimalen Abläufen zu bilden.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist, einen Knoten unauffällig zu machen.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es ferner, einen Knoten in einer gewünschten Position zu halten.

Die vorliegende Erfindung verwendet eine Flachstrickmaschine mit wenigstens einem aneinander grenzenden Nadelbettpaar, welche dazu ausgelegt ist, ein Garn zwischen den Nadelbetten zu übertragen, und welche dazu ausgelegt ist, die Nadelbetten relativ zueinander zu verstellen, und ist gekennzeichnet durch die folgenden Schritte,

ein Schritt des Zuführens eines Garns von einer Garnzuführvorrichtung zu einer leeren Nadel eines Nadelbettes und des Aufhängens des Garns durch die Nadel;

b: ein Schritt des Zurückführens der Garnzuführvorrichtung und des Verschiebens der Garnzuführvorrichtung über die Nadel hinaus;

c: ein Schritt des Übertragens des durch die Nadel aufgehängten Garns auf eine leere Nadel eines weiteren Nadelbettes, um eine Schleife zu bilden;

d: ein Schritt des Zuführens des Garns von der Garnzuführvorrichtung zu der Nadel, auf welche die Übertragung durchgeführt wurde, um eine Masche zu bilden, und des Abschlagens der übertragenen Schleife, um einen Knoten zu bilden;

e: ein Schritt des Überdeckens des Knotens mit einer Masche des gestrickten Textilerzeugnisses, um eine Doppelmasche herzustellen, und

f: ein Schritt des Bildens einer weiteren Masche auf der Doppelmasche, um den Knoten an dem gestrickten Textilerzeugnis zu fixieren.

Bei der vorliegenden Erfindung wird ein Garn einer leeren Nadel zugeführt, das Garn wird dann durch die Nadel aufgehängt, dann wird die Garnzuführvorrichtung zurückgeführt, um die Richtung des Garns zu ändern, und das Garn wird dann auf das gegenüberliegende Bett übertragen. Als ein Ergebnis bildet das aufgehängte Garn eine Schleife. Eine nächste Masche wird auf der gebildeten Schleife erzeugt, dann wird die Schleife abgeschlagen, um einen Knoten im unteren Teil der Masche zu bilden. In den folgenden Schritten wird der Knoten über einer Masche des gestrickten Textilerzeugnisses positioniert, und der Knoten wird am gestrickten Textilerzeugnis von einer weiteren Reihe gehalten. Die erforderliche Reihenanzahl ist gering, und der Knoten wird von minimalen Abläufen gebildet.

Wie vorstehend beschrieben kann ein Knoten von einer minimalen Reihenanzahl gebildet werden. Der Knoten wird, nachdem die Verlängerung festgezogen und abgeschnitten wurde, unter der anderen oberhalb des Knotens angeordneten Masche versenkt und ist unauffällig; somit kann eine eindeutige Mustergrenze auf dem gestrickten Textilerzeugnis gebildet werden. Darüber hinaus kann der Knoten an allen anderen Stellen als an der Grenze eines Musters gehalten werden. Wenn der Knoten innerhalb des Musters angeordnet ist, stört der Knoten das Muster nicht.

Eine Mehrzahl von bevorzugten Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung wird nun lediglich beispielhaft und mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben, in welchen:

Figur 1 ein Diagramm in einem Ausführungsbeispiel den Punkt zeigt, bei welchem ein neues Garn eingeführt wird, und den Punkt zeigt, bei welchem das Garn abgeschnitten wird. Das Diagramm zeigt auch Strickbereiche P, Q und R.

Figur 2 und Figur 3 Strickablaufdiagramme zur Bildung eines Knotens zum Einführen eines neuen Garns zeigen. In den Diagrammen zeigen A bis I Nadeln eines vorderen Bettes, und a bis i zeigen Nadeln eines hinteren Bettes. 1P gibt ein Verstellen durch einen Pfeil an. Die Nadeln A bis C entsprechen jeweils dem Strickbereich Q, die Nadeln D bis F jeweils dem Strickbereich P, und die Nadeln G bis I jeweils dem Strickbereich R.

Figur 2-1 eine auf den Nadeln A bis I gehaltene Maschenreihe des Bereichs Q zeigt.

Figur 2-2 das Übertragen einer Masche auf der Nadel D zur Nadel d zeigt.

Figur 2-3 das Aufhängen des Garns des Strickbereichs P auf die Nadel D zeigt.

Figur 2-4 das Zurückführen der Garnzuführvorrichtung zeigt. Figur 3-1 das Bilden einer Masche durch Übertragen des auf der Nadel D aufgehängten Garns auf die Nadel c zeigt.

Figur 3-2 das Zurückübertragen der Masche von der Nadel d zu der Nadel D zeigt.

Figur 3-3 das Bilden einer neuen Masche auf der Nadel c und das Bilden eines Knotens aus der ursprünglichen Masche zeigt.

Figur 3-4 das Überdecken des gebildeten Knotens mit der Masche auf der Nadel D zeigt.

Figur 4 die Diagramme des Bildens eines Knotens durch die in Figur 2 und Figur 3 gezeigten Strickabläufe zeigt,

Figur 4-1 Figur 2-3 entspricht.

Figur 4-2 Figur 2-4 entspricht.

Figur 4-3 Figur 3-1 entspricht.

Figur 4-4 Figur 3-3 entspricht.

Figur 5 ein Teildiagramm ist, welches Schleifen nach der Einführung eines Garns im Ausführungsbeispiel zeigt.

Figur 6 und Figur 7 Strickreihendiagramme sind, die die Bildung eines Knotens zum Auslaufen eines Garns in dem Ausführungsbeispiel zeigen.

Figur 6-1 das Stricken der letzten Reihe des Bereichs P zeigt.

Figur 6-2 das Übertragen einer Masche auf der Nadel D zur Nadel d zeigt.

Figur 6-3 das Aufhängen des Garns auf der Nadel D zeigt.

Figur 6-4 das Zurückführen der Garnzuführvorrichtung zeigt.

Figur 7-1 das Bilden einer Masche durch Übertragen des auf der Nadel D aufgehängten Garns zur Nadel c zeigt.

Figur 7-2 das Zurückübertragen der Masche von der Nadel d zur Nadel D zeigt.

Figur 7-3 das Bilden einer neuen Masche auf der Nadel c und das Bilden eines Knotens aus der ursprünglichen Masche zeigt.

Figur 7-4 das Überdecken des gebildeten Knotens mit der Masche auf der Nadel D zeigt.

Figur 8 die Diagramme des Bildens eines Knotens durch die in Figur 6 und Figur 7 gezeigten Strickreihen zeigen.

Figur 8-1 Figur 6-3 entspricht.

Figur 8-2 Figur 6-4 entspricht.

Figur 8-3 Figur 7-1 entspricht.

Figur 8-4 Figur 7-3 entspricht.

Figur 9 ein Teildiagramm ist, welches Schleifen nach dem Auslaufen des Garns im Ausführungsbeispiel zeigt.

Figur 10 Strickreihendiagramme sind, welche das Bilden eines Knotens zum Einführen eines neuen Garns in einem optimalen Ausführungsbeispiel zeigen.

Figur 10-1 Figur 2-3 folgt und das Aufhängen des Garns auf die Nadel D und das Aufhängen des Garns auf die Nadel b zeigt.

Figur 10-2 das Übertragen der Masche auf der Nadel D auf die Nadel c zeigt.

Figur 10-3 das Rückübertragen der Masche von der Nadel d auf die Nadel D zeigt.

Figur 10-4 das Bilden eines Knotens durch Bilden einer neuen Masche auf der Nadel c zeigt.

Figur 10-5 das Übertragen des Knotens auf die Nadel D und das Bearbeiten des auf die Nadel b gehängten Garns zeigt.

Figur 11 Strickreihendiagramme sind, welche das Bilden eines Knotens zum Auslaufen eines Garns im optimalen Ausführungsbeispiel zeigen.

Figur 11-1 Figur 6-3 folgt und das Aufhängen des Garns auf der Nadel D und das Aufängen auf die Nadel b zeigt

Figur 11-2 das Übertragen von der Nadel D auf die Nadel c zeigt.

Figur 11-3 das Zurückübertragen der Masche von der Nadel d auf die Nadel D zeigt.

Figur 11-4 das Bilden eines Knotens durch Bilden einer neuen Masche auf der Nadel c zeigt.

Figur 11-5 das Verschieben des Knotens auf die Nadel D und die Bearbeitung des auf die Nadel b gehängten Garns zeigt.

Figur 1 bis 9 zeigen ein Ausführungsbeispiel Das Ausführungsbeispiel zeigt sowohl das Einführen eines Garns als auch das Auslaufen eines Garns. Das Ausführungsbeispiel kann entweder auf das Einführen eines Garns oder auf das Auslaufen eines Garns angewandt werden. Wie in Figur 1 gezeigt, ist ein gestricktes Textilerzeugnis 1 mit drei Strickbereichen P, Q und R mit einem Intarsiamuster zu stricken. Die erste Farbe ist dem Bereich P zugeordnet, und die zweite Farbe ist den Bereichen Q und R zugeordnet. Zum Stricken mit einem Intarsiamuster werden verschiedene Garne derselben Farbe den Bereichen Q und R zugeordnet. Das Einführen eines Garns und das Auslaufen des Garns ist an den Startpunkten und an den Endpunkten der jeweiligen Strickbereiche P, Q und R erforderlich. Ein Knoten ist für jedes Einführen oder Auslaufen eines Garns erforderlich. Die vorliegende Erfindung zeigt das Bilden eines Knotens am Startpunkt und am Endpunkt des Strickbereichs P.

In Figur 1 bezeichnet 3 eine Masche des Bereichs Q, wobei die Masche unmittelbar vor dem Bereich P liegt. 8 bezeichnet einen Knoten des Garneinführabschnitts des Bereichs P, wobei der Knoten mit der Masche 3 überlappt 4 ist eine Verlängerung des Knotens 8 zu einem nicht dargestellten Garnendhalter. 11 ist eine Masche der letzten Reihe des Bereichs P. 16 ist ein Knoten des Garnendabschnitts, wobei der Knoten mit der Masche 11 überlappt. 18 ist eine Verlängerung von dem Knoten 16 aus. Das Stricken erfolgt vom unteren Ende aus Figur 1 aus in Richtung des Pfeils U, und der Bereich Q wird gerade unmittelbar vor dem Bereich P und dem Bereich R gestrickt.

Zur einfacheren Beschreibung zeigt jedes Diagramm eine geringere Zahl an Nadeln, als tatsächlich verwendet wird. A, B, C, ... zeigen Nadeln des vorderen Bettes. a, b, c ... zeigen Nadeln des hinteren Bettes. Der Fall des Einführens eines Garns ist in Figur 2 und Figur 3 gezeigt. Gerade wenn das Stricken der Masche 3 abgeschlossen ist, befinden sich die Nadelbetten in dem in Figur 2-1 gezeigten Zustand. Während dem in Figur 2-2 gezeigten Ablauf wird beispielsweise eine Masche der Nadel D auf die Nadel d des gegenüberliegenden Bettes übertragen. Im nächsten in Figur 2-3 gezeigten Ablauf wird das hintere Bett beispielsweise um einen Abstand einer Nadel in Richtung weg von der Verlängerung 4 verstellt. Dann wird die Garnzuführvorrichtung 2 bewegt, um der leeren Nadel D ein Garn 5 zuzuführen. Als ein Ergebnis wird das Garn 5 auf die Nadel D gehängt (Figur 4-1). Das Zuführen eines Garns zu einer leeren Nadel wird Leernadelstricken genannt, und es wird angenommen, daß das aufgehängte Garn eine Masche ist und als eine Leernadelstrick-Masche bezeichnet wird.

Im nächsten Ablauf aus Figur 2-4 wird die Garnzuführvorrichtung 2 zurückgeführt und zur linken Seite der Nadel D bewegt. Als eine Folge ergibt sich die Lage des Garns auf der Nadel D wie in Figur 4-2 gezeigt. Als nächstes wird im wie in Figur 3-1 gezeigten Ablauf die Leernadelstrick-Masche auf der Nadel D auf die Nadel c übertragen. Dann wird als eine Folge der Übertragung die Verlängerung 4 oberhalb des Garns 5 angeordnet. Somit wird die Leernadelstrick-Masche gedreht, um eine Schleife 6 zu bilden (Figur 4-3). Im nächsten Ablauf wird, wie in Figur 3-2 gezeigt, das hintere Bett um eine Nadel nach links verstellt, dann wird die Masche 3 von der Nadel d zurück auf die Nadel D übertragen. Dann wird im nächsten Ablauf, wie in Figur 3-3 gezeigt, die Garnzuführvorrichtung 2 zurückgeführt, um das Garn der Nadel c zuzuführen. Bei diesem Schritt wird das unterhalb der Verlängerung 4 angeordnete Garn zurückgeführt, um über die Verlängerung 4 zu verlaufen, und eine Masche 7 wird auf der Nadel c durch einen Strickarbeitsgang gebildet. Gleichzeitig wird die Leernadelstrick-Masche 6 von der Nadel c abgeschlagen, und ein Knoten 8 wird durch die Masche 7 und die Leernadelstrick-Masche 6 gebildet (Figur 4-4).

Als nächstes wird im Ablauf, wie in Figur 3-4 gezeigt, das hintere Bett um eine Nadel nach rechts verstellt, dann wird der Knoten 8 übertragen, beispielsweise auf die Nadel D. Als ein Ergebnis wird die Masche 7 der Masche 3 des Bereichs Q überlagert, um eine Doppelmasche zu bilden. Danach wird das Garn von der Garnzuführvorrichtung 2 den Nadeln D bis F des vorderen Bettes zugeführt, um den Bereich P zu stricken. Wenn eine Masche der nächsten Reihe des Bereichs P auf der die Masche 3 und die Masche 7 umfassenden Doppelmasche gebildet wird, wird der Knoten auf dem gestrickten Textilerzeugnis fixiert.

Der Zustand des Knotens 8 nach dem Stricken des Bereichs P ist in Figur 5 gezeigt. Der Knoten 8 überlappt die Masche 3 und wird durch eine Masche 9 der ersten Reihe des Bereichs P in Position gehalten. Das gestrickte Textilerzeugnis 1 wird von der Flachstrickmaschine entfernt. Die Verlängerung 4 wird herausgezogen, und der Knoten 4 wird festgezogen. Dann wird die Verlängerung 4 nahe dem gestrickten Textilerzeugnis abgeschnitten. Somit ist die Bearbeitung des Garneinführabschnitts abgeschlossen.

Einer der wichtigen Punkte beim Bilden des Knotens 8 ist das Bilden einer Schleife durch Leernadelstricken auf einer leeren Nadel, wobei die Garnzuführvorrichtung zurückgeführt wird, um die Richtung des Garns zu ändern, und wobei die Masche auf das gegenüberliegende Bett übertragen wird. Dann wird die nächste Strickmasche auf der gebildeten Schleife gebildet und die oben genannte Schleife abgeschlagen, um einen Knoten im unteren Teil der Strickmasche zu bilden. Als nächstes wird der Knoten mit einer Masche des gestrickten Textilerzeugnisses überlagert, und in einer folgenden Reihe wird der Knoten auf dem gestrickten Textilerzeugnis gehalten. Die erforderliche Anzahl an Abläufen ist klein, wie in Figur 2 und Figur 3 deutlich gezeigt. Somit kann mit einer minimalen Reihenanzahl ein Knoten gebildet werden.

Wenn die Verlängerung 4 abgeschnitten wird, wenn die Masche 7 festgezogen wurde, sitzt die Masche 7 unterhalb der Masche 3. Somit kommt die Masche 3 an die Oberfläche des gestrickten Textilerzeugnisses 1. Als eine Folge ist der Knoten 8 unauffällig, und die Grenze des Musters ist eindeutig erkennbar. Der Knoten 8 kann derart gestaltet werden, daß er jeder gewünschten Masche überlagert wird. Beispielsweise kann nach Bildung des Knotens 8 eine geeignete Reihenanzahl des Bereichs P gestrickt werden, und der Knoten 8 kann derart gestaltet werden, daß er mit einer Masche des Bereichs P überlappt. In diesem Fall überlappt der Knoten 8 mit einer Masche derselben Farbe, und das Muster des gestrickten Textilerzeugnisses 1 ist klar erkennbar. Der Knoten 8 kann beispielsweise von mehreren Reihen gebildet werden, bevor mit dem Stricken des Bereichs P begonnen wird, wobei der Knoten 8 auf einer Nadel gehalten werden kann, welche nicht für das Stricken verwendet wird, und später kann der Knoten 8 derart gestaltet werden, daß er mit einer Masche des Bereichs P überlappt

Mit Bezug auf Figur 6 bis Figur 9 wird das Auslaufen des Garns erklärt. Im Fall der Garnzuführung ist es notwendig, dann, wenn eine Masche einmal auf die Nadel d übertragen wurde und auf die Nadel D zurückzuübertragen ist, die Verlängerung 4 daran zu hindern, den Schritt zu stören. Deshalb muß das hintere Bett in Figur 2-3 nach links verstellt werden. Im Fall des Garnauslaufens besteht allerdings kein Bedarf, auf die Verlängerung der Garnzuführvorrichtung Rücksicht zu nehmen. Somit kann ein Verstellen in jede Richtung erfolgen. Es wird angenommen, daß das gestrickte Textilerzeugnis 1 aus Figur 1 bis zur letzten Masche 11 des Bereichs P gestrickt wurde. An diesem Punkt werden, wie in Figur 6-1 gezeigt, die Maschen des Bereichs Q jeweils auf die Nadeln A bis C gehängt, wobei die Maschen des Bereichs P jeweils auf die Nadeln D bis F gehängt werden, und die Maschen des Bereichs R jeweils auf die Nadeln G bis 1 gehängt werden. Als nächstes wird in der Reihe aus Figur 6-2 die auf der Nadel D gehaltene Masche 11 auf die Nadel d übertragen. Als nächstes wird in der Reihe aus Figur 6-3 das hintere Bett beispielsweise um eine Nadel nach rechts verstellt. Dann wird ein Garn 12 von der Garnzuführvorrichtung 2 der leeren Nadel D zugeführt. 13 ist eine Verlängerung zu der auf der Nadel d gehaltenen Masche. Die somit erhaltene Masche des Leernadelstrickens ist in Figur 8-1 gezeigt.

Als nächstes wird in der in Figur 6-4 gezeigten Reihe die Garnzuführvorrichtung 2 zurückgeführt und, wie in Figur 8-2 gezeigt, die Garnzuführvorrichtung 2 nach links über die Nadel D hinaus verschoben. In der Reihe der nächsten Figur 7-1 wird die Leernadelstrick-Masche auf der Nadel D auf die gegenüberliegende Nadel c übertragen. Der übertragene Zustand ist in Figur 8-3 gezeigt; die Verlängerung der Masche 11 zur Nadel c ist oberhalb des Garns 12 angeordnet, und die Leernadelstrick-Masche wird gedreht, um eine Schleife 14 zu bilden.

Als nächstes wird in der Reihe aus Figur 7-2 das hintere Bett um eine Nadel nach links verstellt, dann wird die Masche 11 auf der Nadel d auf die Nadel D zurückübertragen. In der Reihe der nächsten Figur 7-3 wird die Garnzuführvorrichtung 2 zurückgeführt, und das Garn 12 wird der Nadel c zugeführt, auf welcher die Schleife 14 aufgehängt ist. Zu dieser Zeit wird das unterhalb der Verlängerung 13 liegende Garn 12 zurückgefaltet und verläuft über der Verlängerung 13, um eine Masche 15 durch den Strickarbeitsvorgang zu bilden. Als eine Folge wird die Schleife 14 abgeschlagen und ein Knoten 16 an der Wurzel der Schleife 15 gebildet. In der Reihe der nächsten Figur 7-4 wird das hintere Bett um eine Nadel nach rechts verstellt. Danach wird die Masche 15 beispielsweise auf die Nadel D übertragen, und der Knoten 16 wird derart gestaltet, daß er mit der Masche 11 überlappt, um eine Doppelmasche zu bilden. Danach wird eine Masche 17 des in Figur 9 gezeigten Bereichs Q auf der Doppelmasche gebildet, um die Doppelmasche auf dem gestrickten Textilerzeugnis zu halten. Der Zustand des Knotens 16 und des diesen umgebenden Bereichs sind in Figur 9 gezeigt. Das gestrickte Textilerzeugnis 1 wird von der Flachstrickmaschine entfernt. Dann wird die Verlängerung 18 zwischen dem Garnende und dem gestrickten Textilerzeugnis aus dem gestrickten Textilerzeugnis 1 herausgezogen. Der Knoten 16 wird festgezogen, und die Verlängerung 18 wird nahe dem Knoten 16 abgeschnitten.

Die vorliegende Erfindung ist nicht darauf beschränkt, mit Intarsiamuster gestrickte Textilerzeugnisse zu stricken. Beispielsweise kann sie bei Garneinführung und Garnauslaufen zum Bilden einer Tasche auf einem Rumpfteil angewandt werden. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel besitzt eine Flachstrickmaschine zwei Betten. Wenn eine Flachstrickmaschine mit beispielsweise vier Betten eingesetzt wird, wird ein gestricktes Textilerzeugnis auf einem vorderen unteren Bett gestrickt, und Leernadelstricken wird auf einem vorderen oberen Bett durchgeführt. Leernadelstrick-Maschen werden auf ein verbleibendes hinteres oberes Bett oder ein verbleibendes hinteres unteres Bett übertragen. Mit dieser Anordnung können die Abläufe aus Figur 2-1, Figur 2-2, Figur 6-1 und Figur 6-2 eliminiert werden. Darüber hinaus können dann, wenn eine Flachstrickmaschine mit zwei Betten eingesetzt wird, falls die Nadel D aus Figur 2 und Figur 6 zu Beginn leer ist, die Abläufe aus Figur 2-1, Figur 2-2 und Figur 6-1 und Figur 6-2 weggelassen werden. Darüber hinaus werden dann, wenn die Flachstrickmaschine mit einem Mechanismus zum Festziehen eines Knotens und Abschneiden einer Verlängerung versehen ist, der Prozeß des Herausziehens und Abschneidens einer Verlängerung automatisiert.

Ein optimales Ausführungsbeispiel ist in Figur 10 und Figur 11 gezeigt. Falls die auf der Nadel c gehaltene Schleife 6 oder 14 an das obere Ende des Hakens der Nadel c gelangt, ist es schwer, einen Knoten 8 oder 16 zu bilden. Deshalb wird im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Fangen nahe der Nadel b durchgeführt, um die Schleife 6 oder 14 daran zu hindern, an das obere Ende des Hakens zu gelangen. Wenn der Knoten 8 oder 16 zur Nadel D zurückgeführt wird, wird die gefangene Masche entfernt. Der somit erhaltene Knoten ist identisch zum Knoten 8 oder 16 des Ausführungsbeispiels aus Figur 2 bis Figur 9.

Figur 10-1 bis Figur 10-5 zeigen die Garneinführschritte. Nach dem die Schritte bis zum Schritt 2-3 abgeschlossen sind, wird im Ablauf aus Figur 10-1 bei der Nadel b ein Fangen durchgeführt. Im nächsten Ablauf aus Figur 10-2 wird die Leernadelstrick-Masche der Nadel D auf die Nadel c übertragen, und in der nächsten Reihe aus Figur 10-3 wird die Masche auf der Nadel d auf die ursprüngliche Nadel D zurückübertragen. Als nächstes wird im Ablauf aus Figur 10-4 die Masche 7 auf der Nadel c gebildet, um den Knoten 8 zu bilden, und im ablauf aus Figur 10-5 wird der Knoten 8 derart gestaltet, daß er mit der Masche 3 auf der Nadel D überlappt, und gleichzeitig wird die auf der Nadel b gefangene Masche entfernt. Andere Punkte sind ähnlich zu denen des Ausführungsbeispiels aus Figur 2 bis Figur 5.

Figur 11-1 bis Figur 11-5 zeigen die Schritte des Garnauslaufens. Nachdem die Schritte bis Figur 6-3 beendet sind, wird im Ablauf aus Figur 11-1 ein Fangen bei der Nadel b durchgeführt. In der nächsten Reihe aus Figur 11-2 wird die Masche des Leernadelstrickens auf der Nadel D auf die Nadel c übertragen. Im nächsten Ablauf aus Figur 11-3 wird die Masche auf der Nadel d auf die ursprüngliche Nadel D zurückübertragen. Im nächsten Ablauf aus Figur 11-5 wird der Knoten 8 derart gestaltet, um mit der Masche 3 auf der Nadel D zu überlappen, und gleichzeitig wird die auf der Nadel b gefangene Masche entfernt. Andere Punkte sind ähnlich zu denjenigen des Ausführungsbeispiels aus Figur 6 bis Figur 9. Die Bearbeitung ist ähnlich der Garneinführung aus Figur 10, außer daß keine Verlängerung sondern statt dessen ein Knoten 11 vorhanden ist.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Bilden eines Knotens auf einer Flachstrickmaschine, welche wenigstens ein Paar von aneinander angrenzende Nadelbetten umfaßt, welche dazu ausgelegt ist, ein Garn zwischen den Nadelbetten zu übertragen, und welche dazu ausgelegt ist, die Nadelbetten relativ zueinander zu verstellen,

dadurch gekennzeichnet,

daß das Verfahren umfaßt:

a) einen Schritt des Zuführens eines Garns (5) von einer Garnzuführvorrichtung (2) zu einer leeren Nadel eines Nadelbettes und des Aufhängens des Garns durch die Nadel;

b) einen Schritt des Zurückführens der Garnzuführvorrichtung und des Verschiebens der Garnzuführvorrichtung über die Nadel hinaus;

c) einen Schritt des Übertragens des durch die Nadel aufgehängten Garns auf eine leere Nadel eines weiteren Nadelbetts, um eine Schleife (6; 14) zu bilden;

d) einen Schritt des Zuführens des Garns von der Garnzuführvorrichtung zu der Nadel, auf welche die Übertragung durchgeführt wurde, um eine Masche (7; 15) zu bilden und des Abschlagens der übertragenen Schleife um einen Knoten (8; 6) zu bilden;

e) einen Schritt des Überdeckens des Knotens mit einer Masche des gestrickten Textilerzeugnisses, um eine Doppelmasche herzustellen; und

f) einen Schritt des Bildens einer weiteren Masche auf der Doppelmasche, um den Knoten auf dem gestrickten Textilerzeugnis zu fixieren.

2. Verfahren zum Bilden eines Knotens auf einer Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die leere Nadel des einen Nadelbettes durch Übertragen einer Masche von einer Nadel des einen Nadelbett, auf welche die Masche aufgehängt wurde, zu einer Nadel eines weiteren Nadelbetts leergemacht wird.

3. Verfahren zum Formen eines Knotens auf einer Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Verlängerung an der Außenseite des Knotens aus dem gestrickten Textilerzeugnis herausgezogen wird, um den Knoten festzuziehen, und dann die Verlängerung (4; 18) nahe dem gestrickten Textilerzeugnis abgeschnitten wird.

4. Verfahren zum Bilden eines Knotens auf einer Flachstrickmaschine nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Schritt (b) das Garn auf einer leeren Nadel eines weiteren Nadelbetts gefangen wird und in Schritt (e) das gefangene Garn von der Nadel entfernt wird, durch welche er im Schritt (b) gefangen wurde.







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