PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE69317187T2 17.09.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0588752
Titel Mitnehmerwagen für Schienenfahrzeuge
Anmelder Patentes Talgo S.A., Madrid, ES
Erfinder Lopez Gomez, Jose Luis, E-28023 Madrid, ES
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69317187
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 09.09.1993
EP-Aktenzeichen 935001289
EP-Offenlegungsdatum 23.03.1994
EP date of grant 04.03.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.09.1998
IPC-Hauptklasse B61J 3/12

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft einen Mitnehmerwagen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11 dessen augenscheinlicher Zweck darin besteht, ein Element oder eine Vorrichtung zu bilden, die geeignet ist, Schienenfahrzeuge an der Schienenfahrzeugachse zu ziehen und damit eine Verschiebung des Fahrzeuges oder des Fahrzeugverbandes zu bewirken.

TECHNISCHES GEBIET

Diese Erfindung wird in der Schienenfahrzeugindustrie eingesetzt.

STAND DER TECHNIK

Es sind heutzutage verschiedene Maschinen und Vorrichtungen bekannt, die als Antriebselement für Schienenfahrzeugeinheiten einsetzbar sind und die in herkömmlicher Weise in Schienenanlagen verwendet werden, um verschiedene Schienenfahrzeuggruppierungen herzustellen, oder um mehrere Schienenfahrzeugeinheiten zu bewegen, um diese für Überholungsarbeiten einzubringen.

Heutzutage werden diese Maschinen im allgemeinen mit Dieselkraftstoff betrieben und sind allgemein als Rangierloks bekannt, obwohl auch Maschinen dieser Art mit einem elektrischen Antrieb bewegt werden, wobei diese im Vergleich zu herkömmlichen Lokomotiven zum Ziehen von Schienenfahrzeugverbänden wesentlich reduzierte Abmessungen aufweisen.

Wenn es aber erforderlich ist, eine Einheit oder einen Verband von Einheiten zu bewegen, und diese Maschinen nicht verfügbar sind, werden Zugmaschinen eingesetzt, die zum Verfahren auf der Schiene angepaßt sind, was einen wesentlichen Zeitverlust bedeutet, wenn die gezogenen Fahrzeuge von einem Zusammenstellungsort zu einer festen Ort verschoben werden müssen, an dem die Zugmaschine wieder eingegliedert werden muß, um eine neue Kopplung der Fahrzeuge in der gewünschten Zusammenstellung auszuführen.

Die augenscheinliche Lösung dieses Problems würde in einem Mitnehmerwagen für Schienenfahrzeuge bestehen, der diese Arbeitsgänge durchführen könnte, ohne daß es zwingend erforderlich ist, Fahrzeuge einzusetzen, die zu den Schienenfahrzeugen selbst oder der Zusammenstellung aus zu gruppierenden Schienenfahrzeugen nebensächlich sind. Mitnehmerwagen für diesen Zweck wurden in der DE-A-1 780 628 und DE-A- 2 204 954, auf der der Oberbegriff des Anspruchs 1 basiert, beschrieben.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Der Mitnehmerwagen für Schienenfahrzeuge, wie er durch die Erfindung vorgeschlagen wird, bildet an sich eine augenscheinliche Lösung für die hier zugrundeliegenden vorliegenden Probleme und dient zum unabhängig von dem herkömmlichen Schienenantrieb durchzuführenden Rangieren und zum Bewegen für Wartungszwecke von Schienenfahrzeugen.

Genauer gesagt, der Mitnehmerwagen für Schienenfahrzeuge, der Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, kann auf jede Schienenart aufgesetzt werden, wo es erforderlich ist, Schienenfahrzeuge - entweder für Wartungsarbeiten oder zum Rangieren - zu bewegen.

Der Mitnehmerwagen für Schienenfahrzeuge besteht aus einem Mitnehmerwagen oder -gestell, das, wenn es leer ist, unter die Schienenfahrzeugachse zu plazieren ist und bei dem mittels einer Hydraulikstation zwei Rollen über Spurkränze anzupassen sind, wodurch das Rad der Schienenfahrzeugachse mit dem Mitnehmerwagen selbst gekoppelt wird, der sich in dieser Position auf der Schiene bewegt.

Sobald das zu bewegende Schienenfahrzeug oder der zu bewegende Schienenfahrzeugverband abgestellt wurde, wird der leere Mitnehmerwagen so lange bewegt, bis er eine Achse des geparkten Fahrzeugs findet. Durch die Einwirkung einer an dem Mitnehmerwagen selbst vorhandenen Hydraulikstation hebt ein auch hydraulisch betriebener Kolbensatz gelenkig angeordnete Arme an, die mit Rollen versehen sind, welche das Rad an einem Spurkranz kontaktieren.

Hiernach wird die Bremse des zu bewegenden Fahrzeuges oder Fahrzeugverbandes gelöst und die am Mitnehmerwagen angebrachten Antriebsmotoren aktiviert.

Da das Fahrzeugrad nicht von den Rollen ausgerückt werden kann, bewegt sich das Fahrzeug zusammen mit dem Mitnehmerwagen.

Sobald das Fahrzeug an der jeweiligen Stelle plaziert ist, wird es abgebremst und die Hydraulikstation wird abgeschaltet, so daß die Schienenfahrzeugbremse von den Rollen gelöst wird. Dann wird der Mitnehmerwagen abgezogen.

Dieser Vorgang kann so oft wiederholt werden, wie es notwendig ist, damit die Achse in der erforderlichen Position ist, wobei eine wesentliche Bedingung in der nutzbaren ziehlänge besteht, die gleich oder größer sein soll, als der Abstand zwischen Schienenfahrzeugachsen oder Schienenfahrzeuggestellen.

Wenn der Einbau länger ist, bedeutet dies eine geringere Anzahl von Vorgängen.

Die Merkmale der Erfindung sind im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 dargestellt.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Zur Vervollständigung dieser Beschreibung und zum besseren Verständnis der Merkmale der Erfindung zeigen die beigefügten Zeichnungen, die ein Teil dieser Beschreibung sind, in illustrativer aber nicht beschränkender Weise folgendes:

Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Mitnahmewagens für Schienenfahrzeuge, der Gegenstand der Erfindung ist.

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf den in Fig. 1 dargestellten Gegenstand.

Fig. 3 zeigt schließlich eine Vorderansicht des in den vorangehenden Figuren dargestellten Gegenstandes.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Aus diesen Ansichten kann ersehen werden, wie der durch die Erfindung vorgeschlagene Mitnahmewagen für Schienenfahrzeuge, beginnend mit dem Mitnahmewagen selbst, ausgebildet ist. Um ein Fahrzeug oder einen Fahrzeugverband zu verschieben, ist der leere Mitnahmewagen zu verfahren, bis eine der Achsen (2) der abgestellten Schienenfahrzeuge aufgefunden ist.

Eine sich an dem Mitnehmerwagen vorhandene Hydraulikstation (5) treibt die am Mitnehmerwagen getragenen Hydraulikkolben an. Diese Kolben heben gelenkig angebrachte Arme an, die mit Rollen (3) versehen sind und das Rad (2) des Schienenfahrzeuges kontaktieren.

Der Kontakt des Rads (2) mit den Rollen (3) erfolgt an einem Radkranz.

Danach wird die Bremse des zu bewegenden Fahrzeuges gelöst, die durch den Mitnehmerwagen getragenen Antriebsmotoren (4) aktiviert und, da sich das Rad (2) des Schienenfahrzeuges nicht von den an dem Mitnehmerwagen befindlichen Rollen (3) lösen kann, bewegt sich das Schienenfahrzeug gemeinsam mit dem Mitnehmerwagen.

Befindet sich das Schienenfahrzeug an der geeigneten Stelle, wird es abgebremst und dann wird die Hydraulikstation (5) abgeschaltet, so daß die Schienenfahrzeugachse (2) von den durch den Mitnahmewagen getragenen Rollen (3) freigegeben wird.

Kurz gesagt, der Mitnehmerwagen für Schienenfahrzeuge wird auf einer Schiene (1), genauer gesagt auf deren Innenteil, laufen und mittels durch den Mitnehmerwagen getragene Rollen (3) auf die Achse eines Schienenfahrzeuges (2) einwirken, wobei der Mitnehmerwagen Antriebsräder (4), eine Hydrauliksteuerung (5) und Antriebsmotoren (6) aufweist, die zum Betrieb des Mitnehmerwagens agieren.

Schließlich besitzt der Mitnehmerwagen eine geeignete elektrische Antriebsquelle (7) und entsprechende Schienenverankerungselemente (8).

Es wird nicht als notwendig erachtet, diese Beschreibung auszuweiten, damit ein Fachmann den Schutzbereich der Erfindung und die von der Erfindung gezogenen Vorteile versteht.

Die Materialien, die Form, die Größe und die Anordnung der Bauteile ist für Abwandlungen offen, unter der Voraussetzung, daß hierdurch keine Abweichung von dem erfindungsgemäßen Prinzip bedingt ist.

Die in dieser Beschreibung verwendeten Ausdrücke sollten immer in einer breiten und nicht beschränkenden Weise verstanden werden.


Anspruch[de]

1. Mitnehmerwagen für Schienenfahrzeuge, der zum Bewegen eines Schienenfahrzeuges oder Schienenfahrzeugverbands bestimmt ist, wofür der leere Mitnehmerwagen so angelegt wird, daß er an eine Achse (2) des zu bewegenden, abgestellten Schienenfahrzeuges oder der -fahrzeuge angekoppelt ist, wobei der Mitnehmerwagen über Antriebsräder (4), die auf der Innenseite der Schienen (1) laufen und an Schienenverankerungselemente (8) angepaßt sind, sowie Gelenkarme, die so betätigt werden können, daß die an ihnen angebrachten Rollen (3) Kontakt mit den Spurkränzen der Räder (2) des Schienenfahrzeuges machen, verfügt, dadurch gekennzeichnet, daß der Mitnehmerwagen außerdem eine darin eingebaute hydraulische Anlage (5) beinhaltet, hydraulische Kolben, die durch die hydraulische Anlage betätigt werden und auf die Gelenkarme wirken, so daß die Rollen (3) mit den Spurkränzen der Räder (2) des Schienenfahrzeugs in Kontakt kommen, Antriebsmotoren (6), die von dem Mitnehmerwagen getragen sind und die aktiviert werden, wenn die Bremse des zu bewegenden Schienenfahrzeuges gelöst wird, nachdem die Rollen (3) Kontakt mit den Spurkränzen der Räder (2) besagten Fahrzeuges aufgenommen haben, und eine elektrische Versorgungseinheit (7) zum Ansteuern jedes Antriebsmotors (6), die zwischen dem Fuß und Kopf befindlichen Bereich der jeweiligen Schiene (1) einrücken.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com