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Dokumentenidentifikation DE19713296A1 01.10.1998
Titel Rundballenhäcksler mit vertikal angeordnetem Unterflur-Gebläse
Anmelder Völk Maschinenbau GmbH, 86899 Landsberg, DE
Erfinder Völk, Polykarp, 86899 Landsberg, DE
DE-Anmeldedatum 29.03.1997
DE-Aktenzeichen 19713296
Offenlegungstag 01.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.10.1998
IPC-Hauptklasse A01F 29/00
IPC-Nebenklasse A01F 29/12   A01D 90/08   A01D 90/10   
Zusammenfassung Es wird ein Rundballen-Häcksler für Erdbeerplantagen beschrieben, der ein sogenanntes vertikal angeordnetes Unterflur-Gebläse mit außermittig angeordnetem rechteckigem Ansaugkanal hat, und in Kombination mit einem einstellbaren Leitblech, das in einem speziellen Vorraum über eine Wartungstüre zugänglich, ausgerüstet ist, wobei der Strohstrom derartig vorteilhaft eingestellt werden kann, daß ein gleichmäßiger Austrag über die Kanäle erzielt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Rundballen-Häcksler zum Einstreuen von Erdbeerplantagen, mit den Merkmalen des Gattungsteils des Anspruchs 1.

Es sind Rundballen-Häcksler mit Messer bestückten Abfräswalzen, Förderboden und stirnseitig angeordneten Austrags-Flügeln allgemein bekannt.

So ist aus der FR 2585535 ein Rundballen-Häcksler bekannt, der eine Abfräswalze, einen Förderboden und einen dahinter geschalteten Austragsflügel aufweist.

Dieser Rundballen-Häcksler eignet sich ausschließlich für Einstreuarbeiten in Ställen und dergleichen, da der Einzugsbereich des Flügelrades zum größten Teil offen ist und daher nur ein sogenannter Wurfeffekt erreicht wird, das heißt, daß das Stroh mit hohem Druck über weite Distanzen von 15 Meter und mehr geschleudert wird. Eine Reduzierung der Drehzahl führt sofort zur Verstopfung, so daß die Maschine für Erdbeerplantagen-Streuung nicht geeignet ist.

Weiterhin sind Rundballen-Häcksler bekannt, die ausschließlich über einen Förderboden und einen kombinierten Fräs- und Austragsflügel verfügen, der ebenfalls stirnseitig axial angeordnet ist, wobei der Rundballen mittels Förderboden an das Messerflügelrad direkt geführt wird.

Dieses Kombinationsflügelrad weist stirnseitig eine glatte Scheibe auf, auf der kontinuierlich Fräswerkzeuge aufgesetzt sind. Durch die relativ schnelle Drehbewegung des Flügelrades wird der Rundballen durch Drehen über den Förderboden abgefräst, das Gut wird dann anschließend mittels Schaufeln, die sich am Außendurchmesser des Flügelrades befinden, bedingt durch die erforderliche hohe Drehzahl des Flügelrades, mit extrem hohem Druck ausgestoßen und daher ist die Maschine für Erdbeerplantagen-Streuung ebenfalls nicht geeignet.

Weiterhin sind Rundballen-Häcksler bekannt, mit Förderboden und Frästrommel sowie Abrollwalze oder mit oben angetriebenen Leistenförderer. Der Ballen wird hierdurch, wie bei allen vorher beschriebenen Längsfluß-Häckslern, in Drehbewegung gebracht und an seinem Umfang kontinuierlich abgefräst. Das abgefräste Stroh wird anschließend über Strohleitbleche in die einzelnen Plantagenreihen gefördert. Diese einfachen Plantagenstreuer haben aber den Nachteil, daß das abfließende Stroh über Leitbleche nicht genügend unter die Erdbeerpflanzen gelangt, so daß keine ausreichende Strohmatte erzeugt wird, um die Erdbeeren vor Bodenberührungen und dementsprechend vor Verschmutzung zu schützen.

Es stellt sich daher die Aufgabe einen Rundballen-Häcksler für Erdbeerplantagen der eingangs genannten Art zu schaffen, der die aufgeführten Nachteile vermeidet und insbesondere eine gleichmäßige präzise Streuung, bis unter die Erdbeerpflanzen, über ein oder mehrere Kanäle gewährleistet.

Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1 gelöst.

Über die gesamte Breite des Rundballen-Häckslers ist ein sogenanntes vertikal gelagertes Unterflur-Gebläse mit einer rechteckigen außermittig angeordneten Ansaugöffnung angebracht, das über getriebliche Mittel unabhängig von den Fräsorganen angetrieben wird, wobei in Kombination vor den Fräs- und Abrollorganen in einem dementsprechend großem Vorraum mit Einstiegsluke, ein einstellbares Leitblech angeordnet ist. Damit kann der Strohfluß so eingestellt werden, daß ein verblüffend gleichmäßiger Strohaustrag über zwei oder mehrere Kanäle erreicht wird.

Ein weiterer Vorteil ist der, daß mit dem erfindungsgemäßen Gebläse mit rechteckiger Ansaugöffnung und vertikaler Anordnung, einschließlich des erfindungsgemäßen einstellbaren Leitbleches in Kombination eine genaue beidseitige Ausbringung für die Verfütterung von Heu- und Silageballen in Ställen durchgeführt werden kann.

Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher beschrieben.

Hier zeigt

Fig. 1 Eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Rundballen-Häckslers mit aufgenommenen Rundballen und erfindungsgemäßen Gebläse sowie einstellbarem Leitblech, das in einem speziellen Vorraum mit Wartungsluke angeordnet ist.

Fig. 2 Eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Rundballen-Häckslers mit unten vertikal angeordnetem Gebläse und rechteckigem Einzugs-Kanal, der sich über die gesamte Maschinenbreite erstreckt.

Im folgenden wird die Arbeitsweise des Rundballen-Häckslers anhand der Abb. näher erläutert.

Um einen Rundballen 2 abfräsen zu können wird dieser in den Rundballen-Häcksler 1 eingebracht und gelangt auf den Förderboden 4. Dieser fördert den Rundballen 2 zur Abfräswalze 3 sowie Abrollwalze 5, so daß eine kontinuierliche Drehung und ein gleichmäßiges Abfräsen des Rundballens 2 erreicht wird.

Die abgefrästen Strohpartikel werden an das einstellbare Leitblech 10 geschleudert, das in einem speziellen Vorraum 13 zugänglich über eine Wartungstüre 11 angeordnet ist, und gelangen in die rechteckige Ansaugöffnung (gestrichelt) 9 des Gebläses 7, das über getriebliche Mittel 6 und 8 angetrieben wird, wobei das Stroh anschließend über die Kanäle 12 gleichmäßig ausgeschleudert wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Rundballen-Häcksler (1) mit Förderboden (4), Frästrommel (3), Abrollwalze (5), dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Fräs- und Förderorgane (3 und 4) ein Saug-Druck-Gebläse (7) mit einem rechtwinkligem Ansaugkanal (9) in Kombination mit einem verstellbarem Strohleitblech (10) vertikal angeordnet ist.
  2. 2. Rundballen-Häcksler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Saug-Druck-Gebläse (7) mit ein, zwei oder mehreren Auswurfkanälen (12) ausgestattet werden kann.
  3. 3. Rundballen-Häcksler nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rundballen-Häcksler einen relativ großen Vorraum (13) zwischen Frästrommel (3) und Frontwand aufweist.
  4. 4. Rundballen-Häcksler nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das verstellbare Strohleitblech (10) im Vorraum (13) angeordnet ist.
  5. 5. Rundballen-Häcksler nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorraum (13) für Wartungs- und Einstellarbeiten durch eine Wartungsluke (11) zugänglich ist.






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