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Vorrichtung zum Führen einer Luppe - Dokument DE19714300A1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19714300A1 01.10.1998
Titel Vorrichtung zum Führen einer Luppe
Anmelder Mannesmann AG, 40213 Düsseldorf, DE
Erfinder Höffgen, Walter, Dipl.-Ing., 41352 Korschenbroich, DE;
Theelen, Norbert, 41179 Mönchengladbach, DE;
Peglau, Manfred, 47226 Duisburg, DE
Vertreter P. Meissner und Kollegen, 14199 Berlin
DE-Anmeldedatum 24.03.1997
DE-Aktenzeichen 19714300
Offenlegungstag 01.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.10.1998
IPC-Hauptklasse B21B 39/16
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen von um ihre Längsachse rotierend aus einem Schrägwalzwerk, insbesondere Asselwalzwerk austretenden Luppen.
Es wird vorgeschlagen, daß
mindestens zwei sich über die gesamte maximale Luppenlänge erstreckende rohrförmige Führungsrollen (2) unterhalb der Auslaufebene der Luppe (1) parallel zur Luppenauslaufrichtung nebeneinander um ihre Längsachsen drehbar gelagert angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Führen von um ihre Längsachse rotierend aus einem Schrägwalzwerk, insbesondere Asselwalzwerk austretenden Luppen.

Die in einem Schrägwalzwerk, insbesondere Asselwalzwerk gewalzten Luppen treten mit einer bestimmten Geschwindigkeit aus dem Walzwerk aus und rotieren dabei um ihre eigene Achse. Die Bewegungen der Luppen müssen während des Walzprozesses im Auslauf durch geeignete Führungen kontrolliert oder unterstützt werden, bis sie nach Beendigung des Walzprozesses in dem nachfolgenden Rollgang weitertransportiert werden. Zur Gestaltung der Führungen im Auslauf existieren bis heute eine ganze Reihe mehr oder weniger aufwendiger Vorschläge, von denen einige realisiert und in ihrer Funktionsweise bestätigt worden sind.

Insbesondere bei Anlagen, die Luppen mit extrem großen d/s-Verhältnissen walzen (beispielsweise d/s = 50 ) versagen die bekannten Auslaufführungen; denn dünnwandige Luppen können bei hohen Temperaturen nur sehr kleine Biege- und Torsionsmomente übertragen. Stößt die heiße Luppe im Auslauf nur gegen kleine Kanten oder wird die Vorwärtsbewegung anderweitig, z. B. durch Durchmesserschwankungen an der Luppe behindert, kommt es sehr schnell zu Vibrationen oder Aufstauungen, bei denen sich die Luppe wellenförmig verwirft. In der Folge entstehen Vibrationen, die so stark werden können, daß der Walzvorgang abgebrochen werden muß.

Auch bei einigermaßen ruhig ablaufendem Walzvorgang steigt die zu überwindende Reibkraft mit der gewalzten Länge und damit der Masse der Luppe an. Wird die Drehbewegung der Luppe im Auslauf nicht durch entsprechende Bauteile unterstützt, kann unter Umständen die durch das Eigengewicht zu überwindende Reibkraft so groß werden, daß das übertragbare Torsionsmoment überschritten wird und die Luppe tordiert wird.

Ausgehend von den geschilderten Problemen und Nachteilen und mit der Erkenntnis, daß unsaubere Führungen im Ein- und Auslauf des Walzwerkes die Toleranzen negativ beeinflussen und dadurch die Qualität vermindern, ist es Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zum kontinuierlichen sicheren Führen der aus dem Schrägwalzwerk austretenden Luppe zu schaffen, die ein Anstoßen und Verwerfen vermeidet, die die Torsionsbeanspruchung reduziert und Schwingungen und Vibrationen weitgehend eliminiert.

Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß eine Vorrichtung zum Führen der Luppe vorgeschlagen, die durch mindestens zwei sich über die gesamte maximale Luppenlänge erstreckende rohrförmige Führungsrollen gekennzeichnet ist, die unterhalb der Auslaufebene der Luppe parallel zur Luppenauslaufrichtung nebeneinander um ihre Längsachse drehbar gelagert angeordnet sind.

Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht dementsprechend darin, eine durchgehende rotierende rohrförmige Führung für die auslaufende Luppe zu schaffen, die sicherstellt, daß die spiralförmig auslaufende Luppe möglichst ungehindert, jedoch optimal geführt das Walzwerk verläßt. Die durchgehenden Führungsrollen können Durchmesserschwankungen an der auslaufenden Luppe problemlos aufnehmen, eine Verdrallung bei dünnwandigen langen Luppen wird durch die rotierenden Führungsrollen sicher vermieden.

Vorzugsweise ist vorgesehen, daß die rohrförmigen Führungsrollen jeweils stirnseitig gelagert sind, wie dies beispielsweise bei Rollenkühlbetten bereits praktiziert wird.

Um die Durchbiegung der rohrförmigen Führungsrollen zwischen den Lagerungen zu verhindern ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß die Führungsrollen in Abständen durch unterhalb desselben angeordnete drehbar gelagerte Stützrollen abgestützt sind.

Besonders bei sehr dünnwandigen langen Luppen kann es erforderlich sein, die Führungsrollen nicht durch die spiralförmig drehende Luppe mitnehmen zu lassen. In diesem Fall ist erfindungsgemäß vorgesehen, die rohrförmigen Führungsrollen und/oder die Stützrollen durch auf Luppenauslaufdrehzahl synchronisierte Antriebe drehanzutreiben. Dadurch werden auf die Luppe wirkende Torsionskräfte vermieden.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß zwei rohrförmige Führungsrollen um 30° von der horizontalen Auslaufebene versetzt beidseitig unter der Luppe angeordnet sind. In dieser Anordnung kann die Luppe gleichmäßig auf beiden Führungsrollen aufliegen und durch diese beim Auslauf abgestützt werden.

Zur Einstellung der Lage der rohrförmigen Führungsrollen auf unterschiedliche Luppendimensionen ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung vorgesehen, die Führungsrollen auf symmetrisch zur Walzmitte angeordneten geneigten Führungsschlitten verstellbar zu lagern. Durch Verschieben der Führungsrollen auf diesen Führungsschlitten läßt sich die Höheneinstellung und gleichzeitig der Abstand der Führungsrollen voneinander variieren, so daß auch im Durchmesser stark unterschiedliche Luppen sicher geführt werden können. Insbesondere bei der Anordnung von nur zwei rohrförmigen Führungsrollen ist es sinnvoll, wenn nach einem anderen Merkmal der Erfindung, oberhalb der rohrförmigen Führungsrollen senkrecht über der Luppe mehrere an den Luppenmantel anlegbare und zum Auswerfen der Luppe gemeinsam wegschwenkbare kurze Führungsrollen vorgesehen sind. Diese Führungsrollen verhindern ein seitliches Ausbrechen der auslaufenden Luppe aus der Auflage auf den rohrförmigen Führungsrollen.

Zum Abtransport der fertiggewalzten Luppe ist schließlich erfindungsgemäß vorgesehen, daß zwischen den unteren beiden rohrförmigen Führungsrollen heb- und senkbare Scheibenrollen vorgesehen sind, die jeweils um eine horizontale und quer zur Luppenauslaufrichtung verlaufende Achse drehantreibbar sind. Diese Scheibenrollen werden nach dem Wegschwenken der oberen kurzen Führungsrollen von unten eingeschwenkt und heben die Luppe von den rohrförmigen Führungsrollen ab, um sie in bekannter Weise auf den Umfangsnuten der Scheibenrollen bis zur Übergabeposition an eine Abtransporteinrichtung zu transportieren. Hiernach wird die fertiggewalzte Luppe in bekannter Weise, beispielsweise über einen Schwenkhebel ausgeworfen.

Die vorliegende Erfindung stellt eine optimale Führungsvorrichtung für die spiralförmig auslaufenden Luppen dar und ist insbesondere für dünnwandige Luppen günstig einsetzbar. Bei diesen dünnwandigen Luppen kann die Verdrallungsgefahr in herkömmlichen Luppenführungen sicher vermieden werden, eine Gefahr des Ausknickens der Luppe besteht durch die Verwendung der durchgehenden Führung nicht mehr.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben.

Die einzige Zeichnungsfigur zeigt einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung. Die spiralförmig auslaufende Luppe 1 wird durch zwei untere, jeweils vorzugsweise um 30° von der horizontalen Auslaufebene versetzt angeordnete Führungsrollen 2 geführt. Die Führungsrollen 2 sind über die maximal zu walzende Luppenlänge (z. B. 15 m) als durchgehendes Führungsrohr ausgebildet. Jeweils stirnseitig befindet sich die Radiallagerung 3 der drehbaren rohrförmigen Führungsrollen 2. Zur Unterstützung der Führungsrollen 2 sind in entsprechenden Abständen untere Stützrollen 4 angebracht. Bei Bedarf können die rohrförmigen Führungsrollen 2 mit einem auf die Auslaufdrehzahl der Luppe 1 synchronisierten Antrieb angetrieben werden. Die dimensionsabhängige Einstellung der rohrförmigen Führungsrollen 2 erfolgt zentral zur Walzmitte einzeln über entsprechend geneigte Führungsschlitten 5 oder bei geringeren Durchmesserunterschieden gemeinsam um einen außerhalb angeordneten Drehpunkt. Mehrere in Längsrichtung oben angeordnete kurze Führungsrollen 6 verhindern ein seitliches Ausbrechen der auslaufenden Luppe 1.

Nach dem Walzende werden die oberen kurzen Führungsrollen 6 ausgeschwenkt, und zwar in eine Stellung die bei 6.1 dargestellt ist. Die zwischen den rohrförmigen Führungsrollen 2 angeordneten angetriebenen Scheibenrollen 7 werden zum Längstransport der Luppe 1 eingeschränkt, wodurch die Luppe angehoben und in eine Übergabeposition transportiert wird. Dort wird die fertiggewalzte Luppe 1 über einen einschwenkbaren Hebel 8 seitlich ausgeworfen.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Führen von um ihre Längsachse rotierend aus einem Schrägwalzwerk, insbesondere Asselwalzwerk austretenden Luppen, gekennzeichnet durch mindestens zwei sich über die gesamte maximale Luppenlänge erstreckende rohrförmige Führungsrollen (2), die unterhalb der Auslaufebene der Luppe (1) parallel zur Luppenauslaufrichtung nebeneinander um ihre Längsachsen drehbar gelagert angeordnet sind.
  2. 2. Vorrichtung zum Führen von Luppen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmige Führungsrollen (2) jeweils stirnseitig gelagert (3) sind.
  3. 3. Vorrichtung zum Führen von Luppen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen Führungsrollen (2) in Abständen durch unterhalb derselben angeordnete drehbar gelagerte Stützrollen (4) abgestützt sind.
  4. 4. Vorrichtung zum Führen von Luppen nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die rohrförmigen Führungsrollen (2) und/oder die Stützrollen (4) durch auf Luppenauslaufdrehzahl synchronisierte Antriebe drehantreibbar sind.
  5. 5. Vorrichtung zum Führen von Luppen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei zwei rohrförmigen Führungsrollen (2) diese um 30° von der horizontalen Auslaufebene versetzt beidseitig unterhalb der Luppe (1) angeordnet sind.
  6. 6. Vorrichtung zum Führen von Luppen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der Lage der rohrförmigen Führungsrollen (2) auf unterschiedliche Luppendimensionen die Führungsrollen (2) auf symmetrisch zur Walzmitte angeordneten geneigten Führungsschlitten (5) verstellbar gelagert sind.
  7. 7. Vorrichtung zum Führen von Luppen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das zur Einstellung der Lage der rohrförmigen Führungsrollen (2) auf unterschiedliche Luppendimensionen die Führungsrollen (2) gemeinsam um einen zentralen Drehpunkt verschwenkbar sind.
  8. 8. Vorrichtung zum Führen von Luppen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der rohrförmigen Führungsrollen (2) senkrecht über der Luppe () mehrere an den Luppenmantel anlegbare und zum Auswerfen der Luppe (1) gemeinsam wegschwenkbare (6.1) kurze Führungsrollen (6) vorgesehen sind.
  9. 9. Vorrichtung zum Führen von Luppen nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß zum Abtransport der gewalzten Luppe (1) zwischen den unteren beiden rohrförmigen Führungsrollen (2) heb- und senkbare Scheibenrollen (7) vorgesehen sind, die jeweils um eine horizontale und quer zur Luppenauslaufrichtung verlaufende Achse drehantreibbar sind.






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