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Dokumentenidentifikation DE69410932T2 08.10.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0652317
Titel Verfahren zur Herstellung von Strickwaren
Anmelder Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP
Erfinder Shima, Masahiro, Wakayama, JP
Vertreter H. Weickmann und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69410932
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, PT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 04.11.1994
EP-Aktenzeichen 943081422
EP-Offenlegungsdatum 10.05.1995
EP date of grant 10.06.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.10.1998
IPC-Hauptklasse D04B 37/00
IPC-Nebenklasse D04B 1/24   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen gestrickter Artikel, und insbesondere ein Verfahren zum Herstellen eines gestrickten Artikels, wie er hinsichtlich der Struktur, der Rippen- und Maschenreihenzahl und der Größe entworfen ist, und zwar ohne eine Testherstellung.

Bei gestrickten Artikeln besteht das Problem, daß die Struktur und Größe der Artikel nicht bestimmt werden können, bevor der Artikel tatsächlich gestrickt und endbearbeitet ist. Beispielsweise hinsichtlich der Struktur variieren gestrickte Artikel, die identisch in der Rippen- und Maschenreihenzahl sind, infolge verschiedener, den Strickprozeß betreffender Umstände in der Struktur. Artikel, die gestrickt sind, werden endbearbeitet wie durch Seifen, Walken und Dämpfen, und werden, nachdem die resultierende Schrumpfung zu einem gewissen Ausmaß gesättigt wurde, versandt. Die gestrickten Artikel verändern sich in der Struktur und auch in der Größe, wenn sie dem Endbearbeitungsprozeß unterzogen werden. Da zur Endbearbeitung unterschiedliche Behandlungen durchgeführt werden, ist die aus dem Endbearbeitungsprozeß resultierende Veränderung der Struktur unvorhersehbar. Dies gilt auch für die Größe; Artikel mit identischer Rippen- und Maschenreihenzahl unterscheiden sich in der Größe infolge von geringen Variationen der Strickbedingungen, der Besonderheit der Maschine, der Feuchtigkeit, der Art des Materials, etc., während der Endbearbeitungsprozeß eine geänderte Größe mit sich bringt. Selbst bei einer Behandlung durch den im wesentlichen gleichen Endbearbeitungsprozeß zeigen gestrickte Artikel beispielsweise unterschiedliche Grade der Schrumpfung oder Deformation aufgrund geringfügig unterschiedlicher Bedingungen, zum Beispiel Unterschieden in der Temperatur oder der Dauer des Dämpfens oder in der Saison, oder abhängig von der Menge verwendeten Materials oder Garns oder von der Kompaktheit der Maschen. Dementsprechend ist es unmöglich, vorherzusagen, in welchem Ausmaß der Endbearbeitungsprozeß die Struktur oder Größe verändert. Aus diesen Gründen sind Artikel der gewünschten Struktur oder Größe nicht verfügbar, falls sie lediglich mit Steuerung der Strickartdaten gestrickt werden. Selbst, falls die Strickartdaten festgelegt werden, um die mögliche Variation in der Größe oder Struktur mit einer empirischen Betrachtung zu kompensieren, die für den Einfluß der Strickbedingungen und Endbearbeitungsbedingungen gegeben ist, so weicht die Größe gegenwärtig um etwa ± einige Prozent vom Sollwert ab, und die Struktur ist weiterhin unbestimmbar, solange der Artikel nicht tatsächlich gestrickt und endbearbeitet ist.

Da die Struktur und die Größe gestrickter Artikel unvorhersehbar sind, wird in der Stricktechnik eine Testherstellung praktiziert. Wie es wörtlich ersichtlich ist, bedeutet der Begriff der Testherstellung ein probeweises Erzeugen des beabsichtigten gestrickten Artikels in der wirklichen Größe. Mehrere Arten von Proben werden durch die Testherstellung hergestellt und endbearbeitet, um die resultierende Struktur und Größe zu bewerten und die Strickbedingungen zu bestimmen. Allerdings ist die Testherstellung keineswegs zur Herstellung vieler Arten in kleinen Mengen geeignet. Beispielsweise ist es nicht vertretbar, einige Proben durch eine Testherstellung zu erzeugen, um einige Designpullover herzustellen.

Die aus der Endbearbeitung resultierenden Variationen in der Struktur und Größe stehen auch im Zusammenhang mit der Herstellungspartieneinheit und dem Herstellungsvorrat. Wenn Artikel in kleinen zusätzlichen Mengen hergestellt werden, um die Nachfrage von Händlern zu befriedigen, so variiert die Struktur und Größe infolge der Saisonveränderung und dem Mangel an Reproduzierbarkeit der Endbearbeitungsbedingungen. Dementsprechend ist eine Wahl zu treffen zwischen einer Herstellung von Artikeln, die sich in der Struktur oder Größe von Partie zu Partie unterscheiden, und einer Testherstellung für jede Partie. Die Unvorhersehbarkeit der Struktur oder Größe beeinflußt ferner die Methode zum Entwerfen gestrickter Artikel. Obwohl das Design von gewebten Artikeln durch Muster spezifiziert wird, ist das Design von gestrickten Artikeln durch Daten wie für die Rippen- und Maschenreihenzahl und Strickartdaten spezifiziert, und Muster sind nicht in weitreichender Verwendung. Dies hat den Grund, daß, selbst falls eine bestimmte Größe durch ein Muster spezifiziert ist, Artikel der spezifizierten Größe nicht verfügbar sind und auch, daß die Struktur, welche für gestrickte Artikel charakteristisch ist, nicht durch das Muster ausgedriickt werden kann.

Zusammenfassend beeinträchtigt die Testherstellung ernstlich die Produktivität bei gestrickten Artikeln und behindert die Produktion einer großen Vielfalt von Artikeln in kleinen Mengen. Das Erfordernis einer Testherstellung ist verschiedenen, schwankenden Faktoren zuzuschreiben, die den Strickprozeß und die Schrumpfung von gestrickten Artikeln bei dem Endbearbeitungsprozeß betreffen. Das Erfordernis für eine Testherstellung kann als Hinweis darauf interpretiert werden, daß Artikel einer bestimmten Größe nicht verfügbar sind, selbst falls die Größe durch ein Muster spezifiziert ist.

Was den betreffenden Stand der Technik anbetrifft, so ist es bekannt, einen gestrickten Artikel zu bilden, wobei die Maschenlänge an der Strickmaschine durch eine Rückkopplungssteuerung (zum Beispiel offengelegte japanische Patentveröffentlichung 62,977/1987) eingestellt wird. Jedoch offenbart diese Patentschrift weder ein Stricken einer Strukturprobe, noch erwähnt diese Veröffentlichung irgend etwas über eine Entscheidung über die Rippen- und Maschenreihenzahl durch Auswählen einer Optimalprobe unter endbearbeiteten Proben und ein Vorhersagen der Größe der endbearbeiteten Artikel basierend auf der Optimalprobe.

Die US-A-4058874 beschreibt ein Verfahren aus dem Stand der Technik zum Herstellen gestrickter Artikel, bei welchem ein gestricktes Textilerzeugnis vorbehandelt wird und dann zu einem Versuchstestartikel gemacht wird. Der Oberbegriff von Anspruch 1 basiert auf diesem Dokument.

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das Erfordernis einer Testherstellung für gestrickte Artikel zu beseitigen und es zu ermöglichen, Artikel mit einer gewünschten Struktur, vorbestimmter Rippenzahl und Maschenreihenzahl und spezifizierter Größe ohne eine Testherstellung herzustellen.

Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, das Herstellen gestrickter Artikel mit einer gewünschten Struktur in einer Größe entsprechend Musterdaten ohne eine Testherstellung zu ermöglichen.

Gemäß der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Herstellen eines gestrickten Artikels bereitgestellt, wobei die Maschenlänge gesteuert wird, umfassend:

Festlegen der Gestalt und Größe des herzustellenden gestrickten Artikels;

Stricken verschiedener Arten von Proben;

Endbearbeiten der Proben und danach Bewerten der Proben; und

Stricken des Artikels basierend auf der Bewertung der Proben;

dadurch gekennzeichnet, daß:

der Schritt des Strickens verschiedener Arten von Proben umfaßt:

Stricken unterschiedlicher Arten von Strukturproben (41 bis 45) mit verschiedenen Maschenlängen in einer Größe, die kleiner als die vorher festgelegte Größe ist,

wobei der Schritt des Endbearbeitens der Proben und danach Bewerten der Proben umfaßt:

Endbearbeiten der strukturierten Proben (41 bis 45) und danach Bewerten der Struktur der Proben, um eine Optimalprobe auszuwählen,

Bestimmen der Maschenlänge des herzustellenden gestrickten Artikels aus der Maschenlänge der Optimalprobe und Bestimmen der Rippenzahl und Maschenreihenzahl des herzustellenden gestrickten Artikels aus der Größe der endbearbeiteten Optimalprobe oder aus deren Rippenzahl und Maschenreihenzahl pro Einheitslänge, und

wobei der Schritt des Strickens des Artikels basierend auf der Bewertung der Proben umfaßt:

Stricken des Artikels mit der bestimmten Rippenzahl und Maschenreihenzahl, wobei die Maschenlänge derart gesteuert wird, daß die Maschenlänge der bestimmten Maschenlänge entspricht.

Bei der vorliegenden Erfindung werden verschiedene Arten von Strukturproben, die kleiner als der herzustellende Artikel sind, mit variierenden Maschenlängen gestrickt und endbearbeitet, und die Optimalstrukturprobe wird aus diesen Proben ausgewählt. In der Regel werden die Proben in der gleichen Weise endbearbeitet wie der herzustellende Artikel. Falls ein Artikel mit der gleichen Maschenlänge wie die der Optimalprobe gestrickt wird, so besitzt der Artikel die gleiche Struktur wie die Optimalprobe. Somit können Optimalbedingungen für die Struktur bestimmt werden, ohne einen Artikel in wirklicher Größe zu stricken. Als nächstes wird die Dichte der Maschen nach dem Endbearbeiten aus der Größe der Optimalprobe und deren Rippen- und Maschenreihenzahl pro Einheitslänge bestimmt. Die erforderliche Rippenzahl und die erforderliche Maschenreihenzahl werden dann durch Anwendung des Dichtewerts auf die Größe und Gestalt des beabsichtigten Artikels berechnet. Wenn ein Artikel mit der Maschenlänge der Optimalprobe, die als deren Maschenlänge aufgenommen ist, gestrickt wird und durch den gleichen Prozeß wie die Strukturprobe endbearbeitet wird, so ist der Artikel in der festgelegten Größe und Gestalt verfügbar und es wird dem Artikel die gleiche Struktur wie der Optimalprobe gegeben.

Obwohl die vorliegende Erfindung insbesondere zum Herstellen von gestalteten Kleidungsstücken und von eine Einheit bildenden Strickartikeln nützlich ist, so ist die Erfindung auch verwendbar zum Stricken von nicht-gestalteten Textilerzeugnissen, wobei diese Produkte beispielsweise rechteckig sind und die Größe durch die Strickbreite oder Stricklänge angegeben ist. Beim Stricken gestalteter Kleidungsstücke ist es schwierig, die Gestalt des endbearbeiteten Kleidungsstücks vorherzusagen, so daß Muster nicht allgemein verwendet werden, um das Design zu spezifizieren. Gemäß der vorliegenden Erfindung, welche Artikel in einer vorbestimmten Gestalt bietet, wird über die Gestalt des Artikels zunächst entschieden, um Musterdaten vorzubereiten, und die Rippenund Maschenreihenzahl werden bestimmt durch Anwenden auf die Daten der Größe der Optimalstrukturprobe und deren Rippen- und Maschenreihenzahl pro Einheitslänge. Um die Rippen- und Maschenreihenzahl pro Einheitslänge der endbearbeiteten Optimalprobe und deren Größe zu bestimmen, und zwar vorzugsweise ohne den Einfluß entgegengesetzter Enden der Probe, werden diese Datenelemente aus einem streifenartigen Abschnitt der Probe in deren mittleren Teil aufgenommen und aus der Rippen- und Maschenreihenzahl, die pro Einheitslänge in vertikaler und horizontaler Richtung gezählt sind, und der Größe, die bezüglich einer vorbestimmten Rippen- oder Maschenreihenzahl in vertikaler und horizontaler Richtung gemessen ist, bestimmt. Auf diese Weise kann der beabsichtigte Artikel entsprechend den Musterdaten ohne eine Testherstellung hergestellt werden. Eine Einheit bildende Strickartikel können nicht hergestellt werden, solange nicht vorhergesagt werden kann, in welcher Größe und wo der Ausschnitt, die Tasche, die Knopflöcher und ähnliche Teile erscheinen werden, wohingegen die vorliegende Erfindung eine Vorhersage der Position und Größe dieser Teile im endbearbeiteten Artikel aus der Strukturprobe ermöglicht.

Die Entscheidung über die Größe des gestrickten Artikels kann der Erzeugung und Bewertung von Strukturproben vorausgehen oder umgekehrt. Für die Steuerung der Maschenlänge, wird die Länge von Garn für jede Masche gesteuert, oder kann beispielsweise für jede Maschenreihe, für alle paar Maschenreihen oder für jede vorbestimmte Anzahl von Maschen gesteuert werden. Im tatsächlichen Betrieb ist es einfacher, die Länge von Garn pro Maschenreihe oder pro Maschenreihengruppe zu messen und eine Rückkopplungssteuerung für die nächste, spezifizierte Maschenreihe durchzuführen, als die Länge von Garn für jede Masche zu messen und eine Rückkopplungssteuerung für jede Masche durchzuführen. Um die Größe des gestrickten Artikels zu spezifizieren, werden beispielsweise Musterdaten anstatt eines Musters verwendet, weil Daten anders als ein tatsächliches Muster, wie ein Muster auf einem CAD-System, insofern nützlich sind, als die Daten für ein Entscheiden über die Größe verschiedener Teile des gestrickten Artikels ausreichend sind. Der Begriff "Musterdaten", wie er hier verwendet ist, betrifft Designdaten zum Bestimmen der Gestalt und Größe von Konturen von Komponententeilen eines gestalteten Artikels. In der Regel ist der Typ der zu verwendenden Strickmaschine eine Kulierstrickmaschine, welche zur Herstellung vieler Arten von Artikeln in kleinen Mengen geeignet ist, und das Strickverfahren ist beispielsweise ein gestaltendes, ein nicht-gestaltendes oder ein eine Einheit bildendes Stricken.

Die oben beschriebenen Merkmale führen zu den folgenden Vorteilen

1) Artikel mit Optimalstruktur und gewünschter Größe können ohne eine Testherstellung gestrickt werden. Dies erleichtert die Herstellung vieler Arten in kleinen Mengen und führt zu einer verkürzten Vorlaufzeit vor der eigentlichen Herstellung.

2) Artikel können entworfen werden basierend auf Musterdaten anstelle einer Erstellung des Designs mit Rippen- und Maschenreihenzahl, gefolgt von einer Testherstellung und dann von einer Korrektur. Dementsprechend kann der Artikel derart entworfen werden, daß vom Beginn an direkt seine Gestalt spezifiziert wird. Dies liefert ein neues Verfahren zum Entwerfen gestalteter Artikel.

3) Produkte sind mit verringerten Abmessungsfehlern verfügbar. Im Fall von nicht-gestalteten Artikeln muß das gestrickte Textilerzeugnis deshalb keinen Rand zum Anpassen von Abmessungsfehlern besitzen. Bei gestalteten Artikeln sind die Position und Größe von Mustern präzise kontrollierbar. In ähnlicher Weise können die Position und Größe von Taschen und ähnlichen Teilen im Fall eines eine Einheit bildenden Strickartikels kontrolliert werden. Dies erleichtert die Modifizierung von Designs und die Klassifizierung.

Wenn gestrickte Artikel hergestellt werden, wobei die Maschenlänge gesteuert wird, ist es möglich, vorherzusagen, an welchen Positionen im Textilerzeugnis bestimmte Abschnitte des Garns jeweils erscheinen. Es ist deshalb erwünscht, einen gestrickten Artikel unter Verwendung eines Garns herzustellen, das unterschiedliche Farben an verschiedenen Positionen längs dessen Länge besitzt, und Maschen zu identifizieren, die jeweils durch bestimmte Abschnitte des Garns basierend auf den Daten wie für die Maschenlänge zu bilden sind, um die Farben des Garns zu bestimmen. Zu diesem Zweck wird das Garn beispielsweise in verschiedenen Farben bei verschiedenen Abschnitten davon gefärbt und dann der Strickmaschine zugeführt. Alternativ werden Garne von unterschiedlichen, mit der Strickmaschine verbundenen Kegeln bereitgestellt, die durch einen Anknüpfer oder dergleichen verbunden werden und dem Wagen zugeführt werden. Selbst wenn ein einziges Garn dem Wagen zugeführt wird, kann auf diese Weise ein gewünschtes Muster in dem gestrickten Textilerzeugnis hergestellt werden. Somit liefert die Erfindung ein neues Verfahren zum Musterstricken anstelle von Jacquard-Stricken oder Intarsia, um ein Farbmuster herzustellen, indem dem dem Wagen zugeführten Garn lokal unterschiedliche Farben gegeben werden, anstatt ein Farbmuster herzustellen, indem eine Mehrzahl von Garnen gestrickt werden. Dies ist ein neues Strickverfahren, welches Jaquard-Stricken oder lntarsia ersetzt und durch welches das gewünschte Muster mit einer kleinen Anzahl von Garnen hergestellt werden kann. Demzufolge ist ein leichtes und glattes gestricktes Textilerzeugnis verfügbar, welches sich nicht rauh oder schwer aufgrund des Bekleidungsgarns anfühlt wie bei jacquard-gestrickten Textilerzeugnissen.

Einige bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun lediglich beispielhaft und mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:

FIG. 1 ein Flußdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Herstellen gestrickter Artikel ist;

FIG. 2 ein Blockdiagramm eines Herstellungssystems ist, welches für die Ausführungsform nützlich ist;

FIG. 3 ein teilweises Blockdiagramm eines Herstellungssystems für eine Modifikation ist;

FIG. 4 ein teilweises Blockdiagramm eines Herstellungssystems für eine weitere Modifikation ist; und

FIG. 5 ein Diagramm ist, das den Zusammenhang zwischen Musterdaten wie für einen gestrickten Artikel und Strukturproben zeigt.

Eine Ausführungsform und deren Modifikationen werden mit Bezug auf die FIG. 1 bis 5 beschrieben. FIG. 1 zeigt ein Herstellungsflußdiagramm für gestrickte Artikel. Beispielsweise werden zunächst Musterdaten für das Produkt erzeugt, um die Größe von dessen Teilen festzulegen. Die Musterdaten werden beispielsweise mit einer Maus oder einem Stift unter Verwendung einer Digitalisiereinrichtung 2 erzeugt, oder können durch Eingeben numerischer Werte von einer Tastatur aus unter Verwendung eines Strick-CAD-Systems 4 oder durch Veranlassen eines Scanners zum Lesen eines aktuellen Musters erzeugt werden. Als Strick-CAD-System ist ein solches nützlich, welches eine Workstation oder einen Computer der gleichen Größe wie Personalcomputer und eine darin integrierte Strick-CAD-Software umfaßt. Was als das Muster benötigt wird, ist nicht ein tatsächliches Muster; die Größen von verschiedenen, zum Gestalten erforderten Teilen sind notwendig. Im Falle des Vorderkörpers sind das die Bodenbreite des Körpers, die Schulterlänge, die Gesamtlänge, die Schulterposition, die Ausschnittsform und ähnliche Größen. Die erzeugten Musterdaten werden in dem Strick-CAD-System 4 gespeichert.

Die vorliegende Erfindung ist geeignet zum gestaltenden und Einheiten bildenden Stricken unter Verwendung von Musterdaten, und auch verwendbar für ein Nicht-Gestalten ohne Gestaltungsdaten. Im letzteren Fall bedeutet die Größe des gestrickten Artikels die Breite oder Länge eines nicht-gestalteten Textilerzeugnisses. Im Fall eines Nicht-Gestaltens bietet die Erfindung in einfacher Weise wie in dem vorigen Fall ein Textilerzeugnis einer gewünschten Struktur in einer gewünschten Größe, reduziert den Abfall an Garn, der entstehen würde, wenn das Textilerzeugnis unter Berücksichtigung der Schrumpfung aufgrund der Endbearbeitung etwas größer gestrickt wird als tatsächlich, und stellt dabei noch die gewünschte Struktur sicher.

Zum Beispiel vor oder nach der Erzeugung der Musterdaten werden Strukturproben gestrickt. Die Proben werden dann in der im wesentlichen gleichen Weise wie das tatsächliche Produkt endbearbeitet. Die Änderung der Struktur oder der Schrumpfung aufgrund der Endbearbeitung differiert mit geringfügigen Differenzen der Bedingungen und ist nicht reproduzierbar, so daß die Strukturproben beispielsweise vor der Herstellung der ersten Partie und jedesmal wenn eine zusätzliche Partie herzustellen ist, erzeugt werden. FIG. 5 zeigt Beispiele von Strukturproben. Es wird Bezug auf diese Zeichnung genommen. Bei 30 ist das zu strickende Textilerzeugnis gekennzeichnet, und bei 41 bis 45 sind fünf Arten von Strukturproben gekennzeichnet, die nicht voneinander getrennt sind. Die Strukturproben 41 bis 45 unterscheiden sich in der Maschenlänge (Länge des Garns pro Masche), sind jedoch in der Rippenzahl und Maschenreihenzahl gleich. Wenn das gestrickte Textilerzeugnis 30 eine Jersey-Struktur 32 und eine Rippenstruktur 34 aufweist, so enthalten die Strukturproben 41 bis 45 auch Jersey-Strukturen 51 bis 55 und Rippenstrukturen 61 bis 65. Jede der Proben 41 bis 45 besitzt beispielsweise eine Breite von 15 bis 30 cm (etwa 25 cm in der Ausführungsform) und eine Länge von ungefähr 10 cm, und ist schmäler als das Textilerzeugnis 30, um den Abfall des Garns zu verringern. Für die Simulation der mit dem Strickprozeß und der Endbearbeitung verbundenen Schrumpfung sind die Strukturproben 41 bis 45 beispielsweise völlig brauchbar, wenn sie in einer einfachen rechteckigen Form vorgesehen sind. Weder eine Verschmälerung oder Verbreiterung muß simuliert werden, noch ist es notwendig, ein Nähen zu simulieren. Die Maschenlänge der Proben 41 bis 45 wird für jede Struktur spezifiziert, und die Rippenstruktur und die Jersey-Struktur werden mit verschiedener Maschenlänge hergestellt.

Es wird Bezug auf FIG. 1 genommen. Wieder werden verschiedene Maschenlängen für die jeweiligen Strukturproben 41 bis 45 spezifiziert, und es werden Rippen- und Maschenreihenzahl entsprechend jeder Maschenlänge bestimmt. Diese Datenelemente werden durch das Strick-CAD-System 4 in Strickdaten für eine Strickmaschine 6 umgewandelt, und die Strukturproben 41 bis 45 werden mit kontrollierten Maschenlängen gestrickt. Die Maschine 6 ist eine Kulier- Strickmaschine, die dazu geeignet ist, in einfacher Weise Textilerzeugnisse in einer kleinen Partieneinheit in einem einzigen Zyklus herzustellen. Nachfolgend werden die Proben 41 bis 45 in der gleichen Weise wie das Textilerzeugnis 30, beispielsweise durch Seifen oder Dampfbügeln zur Schrumpfung endbearbeitet. Die Schrumpfung aufgrund der Endbearbeitung beträgt im allgemeinen etwa einige Prozent, differiert deutlich mit Variationen in den Endbearbeitungsbedingungen, ist abhängig von dem Material und der Strickmethode des Garns, der Dicke des Textilerzeugnisses 30 und der Saison, und ist nicht reproduzierbar. Dementsprechend werden die Proben 41 bis 45 in kontrollierbarem Ausmaß in der gleichen Saison wie das Textilerzeugnis 30 unter den gleichen Bedingungen wie das Textilerzeugnis erzeugt. Die Strukturproben 41 bis 45 werden danach bewertet, um die optimale Strukturprobe auszuwählen.

Die Struktur der Optimalprobe gibt die Struktur des beabsichtigten endbearbeiteten Stricktextilerzeugnisses wieder. Wenn das Textilerzeugnis 30 mit kontrollierter Maschenlänge und endbearbeitet gestrickt wird, so wird dem Textilerzeugnis die gleiche Struktur wie der Optimalprobe gegeben. Die Rippenzahl und die Maschenreihenzahl des gestrickten Textilerzeugnisses werden aus der Optimalprobe bestimmt. Es sei angenommen, daß die Strukturprobe 43 aus FIG. 5 optimal ist und eine ursprüngliche Strickbreite von beispielsweise 25 cm besitzt. Die Rippenzahl und die Maschenreihenzahl davon sind bereits bekannt. Die Breite der endbearbeiteten Probe gibt den Grad der Schrumpfung an, die aus dem Stricken und Endbearbeiten resultiert. Umgekehrt werden die erforderte Rippen- und Maschenreihenzahl aus der Schrumpfung bestimmt. Allerdings ist es nicht wünschenswert, einfach die Breite der Optimalprobe 43 zur Bestimmung zu verwenden, da die Breite mit dem Einfluß entgegengesetzter Enden des Textilerzeugnisses verbunden ist. Aufgrund des Einflusses des Umschlagens des Garns unterscheiden sich entgegengesetzte Enden des Textilerzeugnisses von dem anderen Abschnitt in der Rippen- und Maschenreihenzahl pro Einheitslänge. Um den Einfluß der entgegengesetzten Enden deshalb zu vermeiden, wird vorzugsweise ein mittlerer Abschnitt der Optimalprobe 43, beispielsweise ein streifenartiger Mittelabschnitt mit einer Breite von 10 cm hinsichtlich der Rippen- und Maschenreihenzahl geprüft und die Rippen- und Maschenreihenzahl des Produkts werden aus den erhaltenen Werten bestimmt. Somit werden diese Zahlen aus den entsprechenden Zahlen pro Einheitslänge der Optimalprobe 43 bestimmt, wie sie von einem Abschnitt davon aufgenommen werden, der anders als ihre entgegengesetzten Enden ist.

Die Optimalprobe liefert die erforderte Maschenlänge, Rippenzahl und Maschenreihenzahl, so daß die Größen der Musterdaten als Rippen- und Maschenreihenzahlen ausgedrückt werden, die Maschenlänge der Optimalprobe verwendet wird, und die Werte zu dem Strick-CAD-System 4 zur Umwandlung in Strickdaten für die Strickmaschine 6 eingegeben werden. Da die Musterdaten verwendet werden, bringt der Zwischenabschnitt zwischen dem Boden und dem Ausschnitt eine Verbreiterung oder eine Verschmälerung mit sich, die durch Interpolieren der Rippenzahlen bestimmt wird, über die für den Boden und den Ausschnitt entschieden wurde, und zwar entsprechend den Musterdaten für den Zwischenabschnitt. Die Maschine 6 führt eine Strickoperation entsprechend den Strickdaten mit der spezifizierten Rippen- und Maschenreihenzahl durch, wobei die Maschenlänge gesteuert wird. Beispielsweise werden die Stricknockenpositionen rückkopplungsgesteuert, indem die Länge von Garn pro Maschenreihe oder pro Maschenreihengruppe gemessen wird und die Differenz zwischen der Messung und dem theoretischen Wert der Länge des Garns über eine vorbestimmte Anzahl von folgenden Maschenreihen beseitigt wird.

Das erhaltene, gestrickte Textilerzeugnis wird unter den gleichen Bedingungen wie die Strukturproben 41 bis 45 endbearbeitet, wodurch dem Textilerzeugnis die gleiche Struktur wie der Optimalprobe gegeben wird. Die Strukturprobe und das Textilerzeugnis werden im wesentlichen ähnlich. Wenn die Anzahl von Maschen beispielsweise pro 10 cm von dem mittleren Abschnitt der endbearbeiteten Optimalprobe gemessen wird, können die Rippenzahl und die Maschenreihenzahl des tatsächlichen Produkts bestimmt werden, wodurch das Produkt entsprechend den Musterdaten erhalten wird. Beispielsweise ist die Länge des Garns pro Masche mit einem Fehler von bis zu ± 1 % kontrollierbar, wie es unten beschrieben wird, wobei das tatsächliche Produkt durch die gleiche Behandlung wie die Optimalprobe endbearbeitet wird, so daß der Abmessungsfehler des Produkts ungefähr ± 1 % ist. In dem Fall, in dem die Strukturproben 41 bis 45 nicht erzeugt werden, beträgt der Abmessungsfehler andererseits näherungsweise ± 5%, selbst falls die Strickbedingungen basierend auf einer empirischen Vorhersage der Schrumpfung bestimmt werden, die mit dem Srickprozeß und dem Endbearbeitungsprozeß verbunden ist. Der Fehler ist hauptsächlich der Schrumpfung aufgrund der Endbearbeitung zuzuschreiben und kann nicht einfach dadurch beseitigt werden, daß die Maschenlänge während dem Stricken gesteuert wird. Die Struktur wird durch die Endbearbeitung deutlich verändert und ist deshalb aus den Rippenzahlen- und Maschenreihenzahlendaten nicht vorhersehbar.

FIG. 2 zeigt ein Herstellungssystem. Bei 2 ist die zuvor erwähnte Digitalisiereinrichtung gekennzeichnet, die beispielsweise ein AO-Digitalisierer ist, dem die Musterdaten mit einer Maus eingegeben werden, oder ein A3- Digitalisierer ist, dem die Musterdaten mit einem Stift eingegeben werden. Bei 4 ist das oben erwähnte Strick-CAD-System gekennzeichnet, welches dazu geeignet ist, Eingaben von Musterdaten wie für Muster und Strukturmuster zusätzlich zu Gestaltungsdaten entgegenzunehmen. Ein Monitor 8 zeigt die Gestaltungsdaten zusammen mit den Musterdaten an. Im Falle von Einheiten bildendem Stricken werden die Positionen und Größen des Ausschnitts, der Knopflöcher, der Tasche, etc. eingegeben. Das CAD-System 4 wandelt die Größen der Musterdaten in Rippen- und Maschenreihenzahlen basierend auf den Rippen- und Maschenreihenzahlen um, die von der Optimalprobe pro Einheitslänge davon vertikal und horizontal aufgenommen sind (aufgenommen von dem mittleren Abschnitt der Probe, um den Einfluß entgegengesetzter Enden zu vermeiden). Das System bestimmt ferner die Maschenlängen der Strukturen 32, 34 aus den Maschenlängen der Optimalprobe. Das Strick-CAD-System 4 bestimmt die Größe des tatsächlichen Textilerzeugnisses aus der Optimalprobe (aus den Rippen- und Maschenreihenzahlen von deren mittleren Abschnitt pro Einheitslänge), und der Monitor 8 zeigt ein Bild an, welches das aktuell gestrickte Textilerzeugnis in einer Größe in Proportion zu dem tatsächlichen Produkt simuliert. Die durch das System 4 erhaltene Größe des gestrickten Produkts entspricht den Musterdaten mit einem Fehler, der nicht größer als eine Masche ist.

Das Strick-CAD-System 4 erzeugt Strickdaten, die die Gesamtrippenzahl und Gesamtmaschenreihenzahl sowie die Art und Position von Strukturen für jede Maschenreihe spezifizieren, führt die Daten einer Steuereinrichtung 10 für die Strickmaschine 6 zu und führt ferner die Maschenlänge für jede Art von Struktur einer digitalen Stricksteuereinrichtung 1 2 zu. Die Steuerein richtung 1 2, die mit der Steuereinrichtung 10 kombiniert ist, codiert die Länge von Garn, das von dem Kegel zur Strickmaschine 6 zuzuführen ist, erfaßt den Unterschied zwischen der Gamlänge und der spezifizierten Maschenlänge und steuert die Stricknockenpositionen der Nadelbetten. Die Strickmaschine 6 wird durch die Steuereinrichtung 10 und die digitale Stricksteuereinrichtung 12 gesteuert. Das gestrickte Textilerzeugnis wird mit einer Endbearbeitungsmaschine 14 durch Seifen, Walken oder Dämpfen behandelt. Das endbearbeitete Textilerzeugnis besitzt eine Größe, die durch die Musterdaten, durch die Struktur der Optimaiprobe und durch die Rippenzahl und Maschenreihenzahl, welche durch das CAD-System 4 bestimmt sind, spezifiziert ist.

Die vorliegende Erfindung, die gestrickte Textilerzeugnisartikel mit gewünschter Struktur und Größe liefert, besitzt die folgenden Vorteile.

1) Die erforderte Menge von Garn wird aus der Optimalprobe und der Größe des Produkts bestimmt, wodurch der Abfall an Garn reduziert werden kann.

2) Da eine Testherstellung nicht erforderlich ist, kann eine große Vielfalt von Artikeln in kleinen Mengen einfach hergestellt werden. Dies beseitigt die Ausgaben und die Zeit für eine Testherstellung.

3) Gewünschte gestrickte Artikel können ohne Kenntnisse wie für die Schrumpfung aufgrund des Strickens und Endbearbeitens entworfen werden. Herkömmlicherweise können beispielsweise gestrickte Artikel oder Textilerzeugnisse nicht wie entworfen hergestellt werden, sofern nicht der Bediener Erfahrung mit der Schrumpfung aufgrund einer Endbearbeitung oder einem Stricken besitzt und sich nicht kleinen Beeinflussungen oder Unterschieden in den Umständen, einer Saisonveränderung und einer Besonderheit der Maschine bewußt ist. Andererseits können mit der Methode, bei der Textilerzeugnisproben verwendet werden, Entwürfe angefertigt werden und Muster unter Verwendung von Mustern spezifiziert werden. Aus diesem Grund kann selbst eine Person, die nicht im besonderen in der Stricktechnik versiert ist, direkt die Gestaltung des zu erzielenden Produkts mit einem Muster für das Entwerfen spezifizieren.

4) Produkte mit gleichmäßiger Qualität sind frei vom Einfluß einer Besonderheit der Maschine, der Feuchtigkeit, etc. verfügbar. Die Besonderheit der Maschine kann durch eine Maschenlängensteuerung vermindert werden, während der Einfluß von Feuchtigkeit vermindert werden kann, indem die Strukturproben und der tatsächliche Artikel im wesentlichen gleichzeitig hergestellt werden. Dementsprechend sind Artikel mit gleichmäßiger Qualität verfügbar, selbst wenn eine Herstellung durch eine Mehrzahl von Strickmaschinen 6 vorgesehen ist.

5) Der Einfluß von verschiedenen, den Strickprozeß betreffenden Umständen sowie die Schrumpfung oder Deformation aufgrund einer Endbearbeitung können mit Bezug auf die Strukturproben 41 bis 45 geprüft werden, und die Bedingungen zum Liefern einer optimalen Struktur können gleichzeitig ebenfalls aus den Strukturproben 41 bis 45 bestimmt werden. Dies verbessert die Reproduzierbarkeit gestrickter Artikel.

6) Die Gestalt von Produkten ist präzise steuerbar. Dies beseitigt das Erfordernis, das gestrickte Textilerzeugnis geringfügig größer als tatsächlich zu machen, um sich an Fehler in der Gestalt im Falle eines Nicht-Gestaltens anzupassen. Weiterhin ist es nicht länger notwendig, die Komponententeile des Produkts in rippenmäßiger Richtung getrennt zu stricken. Aus diesen Gründen kann die Fläche des gestrickten Textilerzeugnisses um mindestens 10% reduziert werden. Im Falle von gestalteten Artikeln sind Produkte von gleichmäßiger Gestalt verfügbar, wobei die Position und Größe der Muster präzise gesteuert wird. Diese Merkmale erleichtern ein Klassifizieren oder eine Modifikation des Designs. Ferner können in dem Fall von Einheiten bildendem Stricken die Größe und Position der Tasche und ähnlicher Teile präzise gesteuert werden.

Obwohl die obige Ausführungsform mit Bezug auf ein Textilerzeugnis beschrieben wurde, welches hauptsächlich eine Jersey-Struktur 32 aufweist, können ähnlich jacquard-gestrickte Textilerzeugnisse oder Textilerzeugnisse mit einem strukturellen Muster oder einer anderen Struktur hergestellt werden. In diesem Fall wird die Hauptstruktur mit Strukturproben 41 bis 45 simuliert.

FIG. 3 zeigt eine Modifikation, wobei ein teilweise gefärbtes Garn verwendet wird. Wenn die Rippenzahl, die Maschenreihenzahl und die Maschenlänge gegeben sind, können die Positionen in dem beabsichtigten, gestrickten Artikel bestimmt werden, an denen Abschnitte des Garns jeweils erscheinen werden. Genauer gesagt bedeutet der Ausdruck der "Abschnitte" des Garns "Positionen längs der Länge des Garns". Beispielsweise wird der der Färbmaschine zugeführte Abschnitt von Garn für eine Masche verwendet, die nach hinten entfernt von der gegenwärtig gebildeten Masche anzuordnen ist, und zwar mit einer Distanz von der Position der Maschine zum Wagen der Strickmaschine 6 dividiert durch die Maschenlänge. Dementsprechend ist eine der digitalen Stricksteuereinrichtung 12 vorausgehende Färbmaschine 18 zum teilweisen Färben des Garns durch eine Padding-Methode, eine Blasenstrahl-Methode oder dergleichen angeordnet. Das Garn ist lediglich an Abschnitten zu färben, die als Vordermaschen erscheinen und bleibt an Abschnitten ungefärbt, an denen eine Farbänderung auftritt und die als die Rückseiten von Maschen (unterhalb von anderem Garn) angeordnet werden, um eine Farbmischung zu vermeiden. Beispielsweise ist auf der rechten Seite von FIG. 3 ersichtlich, daß zwischen einem rot gefärbten Abschnitt und einem grün gefärbten Abschnitt ein ungefärbter Abschnitt vorgesehen ist, der eine Masche unter anderem Garn bildet. Das Strick-CAD-System 4 bestimmt jede Position, an der das Garn in einer bestimmten Farbe zu färben ist und führt die betreffenden Färbedaten der Färbmaschine 18 zu. Das Garn wird der Strickmaschine 6 zugeführt, während die Menge von verwendetem Garn durch die digitale Stricksteuereinrichtung 12 überwacht wird.

Obwohl dem Garn durch die Färbmaschine 18 verschiedene Farben gegeben werden, kann entsprechend der Modifikation eine Mehrzahl von Kegeln beispielsweise mit einer zwischen der Steuereinrichtung 12 und den Kegeln eingefügten Knüpfeinrichtung vorbereitet werden, um durch die Knüpfeinrichtung miteinander verbundene Garne zu liefern. In diesem Fall spezifiziert das Strick-CAD-System 4 die für bestimmte Maschen zu verwendende Garnfarbe und die Steuereinrichtung 12 steuert die Position des Garns derart, daß die spezifizierte Farbe an den spezifizierten Positionen vorliegt.

Auf diese Weise kann ein Farbmuster in gestrickten Artikeln erzeugt werden, indem einem einzigen Garn verschiedene Farben gegeben werden. Dies beseitigt das Erfordernis für einen Jacquard- oder Intarsia-Strickvorgang, was folglich die Strickmaschine 6 einfach zu steuern macht und den Abfall von Garn reduziert, da weniger Arten von Garnen verwendet werden. Weil der Garnabschnitt, der nicht auf der Vorderseite erscheint, nicht zum Springen zu der nächsten Masche durch Bekleiden, anders als beim Jacquard-Stricken, veranlaßt werden muß, sind gestrickte Artikel von verbesserter Qualität verfügbar. Einem einzigen Garn verschiedene Farben zu geben bedeutet nicht, einen gestrickten Artikel nur mit dem einzigen Garn herzustellen, sondern bedeutet eine Verwendung einer kleineren Anzahl von Garnen als bei der Verwendung von verschiedenen Garnen für verschiedene Farben.

FIG. 4 zeigt eine weitere Modifikation, bei der ein Reservoir 26 verwendet wird. Obwohl das Gamzählen ein wichtiges Konzept ist, wird die Garnnummer tatsächlich nicht häufig gemessen. Dementsprechend wird das Gewicht von Garn gemessen, wobei die Länge von Garn gemessen wird, um die Garnnummer zu bestimmen. Das Gesamtgewicht von Garn ist bekannt, so daß, beispielsweise wenn das Gewicht pro Meter gegeben ist, die Gesamtlänge von Garn auf einem Kegel 22 berechnet werden kann, und die Menge von verwendetem Garn bei präziser Steuerung die Anzahl von Kegeln 22 angibt, die für die Steuerung des Garns erforderlich sind. Als nächstes wird unter Verwendung eines Längendetektors 24 die Länge von Garn, das für eine spezifizierte Anzahl von aufeinanderfolgenden Maschen (zum Beispiel für die nächste Maschenreihe) zu verwenden ist, dem Reservoir 26 zugeführt, welches das Garn wiederum der Strickmaschine 6 zuführt. Das Reservoir 26, welches als ein Ersatz für die digitale Stricksteuereinrichtung 12 dient, steuert nicht die Länge von Garn für jede Masche, sondern steuert die Länge von Garn für eine spezifizierte Anzahl von Maschen und führt der Strickmaschine 6 eine erforderliche Menge von Garn zu.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Herstellen eines gestrickten Artikels, wobei die Maschenlänge gesteuert wird, umfassend:

Festlegen der Gestalt und Größe des herzustellenden gestrickten Artikels;

Stricken verschiedener Arten von Proben;

Endbearbeiten der Proben und danach Bewerten der Proben; und

Stricken des Artikels basierend auf der Bewertung der Proben;

dadurch gekennzeichnet, daß:

der Schritt des Strickens verschiedener Arten von Proben umfaßt:

Stricken unterschiedlicher Arten von Strukturproben (41 bis 45) mit verschiedenen Maschenlängen in einer Größe, die kleiner als die vorher festgelegte Größe ist,

wobei der Schritt des Endbearbeitens der Proben und danach Bewerten der Proben umfaßt:

Endbearbeiten der strukturierten Proben (41 bis 45) und danach Bewerten der Struktur der Proben, um eine Optimalprobe auszuwählen,

Bestimmen der Maschenlänge des herzustellenden gestrickten Artikels aus der Maschenlänge der Optimalprobe und Bestimmen der Rippenzahl und Maschenreihenzahl des herzustellenden gestrickten Artikels aus der Größe der endbearbeiteten Optimalprobe oder aus deren Rippenzahl und Maschenreihenzahl pro Einheitslänge, und

wobei der Schritt des Strickens des Artikels basierend auf der Bewertung der Proben umfaßt:

Stricken des Artikels mit der bestimmten Rippenzahl und Maschenreihenzahl, wobei die Maschenlänge derart gesteuert wird, daß die Maschenlänge der bestimmten Maschenlänge entspricht.

2. Verfahren zur Herstellung eines gestrickten Artikels nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gestrickte Artikel ein gestalteter Artikel oder ein eine Einheit bildender gestrickter Artikel ist, wobei das Verfahren ferner dadurch gekennzeichnet ist, daß Musterdaten wir für den herzustellenden, gestrickten Artikel, wie die Größe des gestrickten Artikels verwendet werden, und die Größe der endbearbeiteten Optimalprobe oder deren Rippenzahl und Maschenreihenzahl pro Einheitslänge auf die Musterdaten angewendet werden, um die Rippenzahl und die Maschenreihenzahl des Artikels zu bestimmen.

3. Verfahren zum Herstellen eines gestrickten Artikels nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der endbearbeiteten Optimalprobe oder deren Rippenzahl und Maschenreihenzahl pro Einheitslänge an einem mittleren Abschnitt der Optimalprobe gemessen werden.

4. Verfahren zum Herstellen eines gestrickten Artikels nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der gestrickte Artikel unter Verwendung von wenigstens einem Garn mit verschiedenen Farben an verschiedenen Positionen längs der Länge desselben hergestellt wird, und Maschen identifiziert werden, die basierend auf Daten wie für die Maschenlänge des Artikels jeweils durch Abschnitte des Garns gebildet werden, um die Farbe des Garns an verschiedenen Positionen längs seiner Länge zu bestimmen und zu bewirken, daß spezifizierte Maschen die bestimmte Farbe annehmen.

5. Verfahren zum Herstellen eines gestrickten Artikels nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Garn basierend auf den Daten wie für die Maschenänge an verschiedenen Positionen längs seiner Länge in verschiedenen Farben gefärbt wird.







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