PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19714640A1 15.10.1998
Titel Federortscheit
Anmelder Kaulbarsch, Hartmut, 21423 Winsen, DE
Erfinder Kaulbarsch, Hartmut, 21423 Winsen, DE
Vertreter Kaulbarsch, M., 21423 Winsen
DE-Anmeldedatum 09.04.1997
DE-Aktenzeichen 19714640
Offenlegungstag 15.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.10.1998
IPC-Hauptklasse B62C 5/04
Zusammenfassung Der "Federortscheit" ist im Gegensatz zu dem herkömmlichen Ortscheit in der Mitte getrennt, wird aber durch ein Metallgelenk zusammengehalten. Die Anschlagstellung verhindert ein Zusammenklappen der beiden Federortscheitschenkel in Zugrichtung. Die Federortscheitstellung wird durch das Zusammenstoßen der beiden Federortscheitschenkel in der Mitte festgelegt und durch eine horizontalliegende Zugfeder von ca. 70 kg Zugkraft in der Anschlagstellung gehalten. Die Zugkraft der Feder kann durch eine Verstellmöglichkeit erhöht werden. Zwischen den Anschlagstellungen liegt der Arbeitsbereich des Federortscheites, der im vorliegenden Beispiel am äußeren Ende der beiden Federortscheitschenkel, also da, wo die Stränge befestigt werden, ca. 50 mm beträgt. Dieser ca. 50 mm ausschlagende Arbeitsbereich federt die Stöße ab, die im Fahrbetrieb ständig über die Stränge und Brustblatt auf die Schultergelenke des Pferdes übertragen werden. Die Stoßfeder im Teil - Zuglasche - übernimmt die Stoßabfederung, die über 70 kg Zugkraft liegt. Der Federortscheit hat eine Länge von 800 mm und führt in seiner Funktion zu einer Zugkraftentlastung.

Beschreibung[de]

Der Federortscheit eine mechanische Federverbindung zwischen Zugkraft (Pferd) und Last (Kutsche oder Sportwagen) hat die Aufgabe beim Anfahren und im weiteren Fahrbetrieb Stöße abzufedern, die durch ein unregelmäßiges Abrollen der Wagenräder entstehen. Diese Stöße können nach dem heutigen Stand der Technik aber nicht abgefedert werden, da die Verbindung zwischen Pferd und Wagen immer noch starr ist und somit kommt es zu einem gravierenden Zugkraftverlust und zu empfindlichen Schäden bei unseren Pferden in den Schultergelenken.

Die Vorteile eines Federortscheites stellen sich nun wie folgt dar.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, daß es zwischen der Zugkraft (Pferd) und der Last (Wagen) keine Harmonie gibt. Das Pferd bewegt sich in allen Gangarten stoßweise nach vorne und der Wagen rollt selbst auf ebener Fahrbahn, - aber erst recht im Gelände unregelmäßig ab, da die Räder, wenn sie in eine noch so flache Unebenheiten hineinrollen, auch wieder herausgehoben werden müssen. Diesen Vorgang habe ich gemessen und in zwei Graphiken dargestellt. Bei der Erstellung der Abweichungsanalyse liegen zwei Messungen zugrunde. Eine mit herkömmlichen Ortscheit (Schwengel) und eine mit Federortscheit. Für beide Messungen liegt je ein Belastungsmuster vor. Versuchsobjekt: Pferdesportwagen mit einem ges. Gew. = 700 kg Wegstrecke: 500 m Zeit: 210 Sek.

Erläuterung der Graphiken

Sie Abweichungsanalyse zeigt, daß der Fahrablauf aus zwei Phasen besteht.

  • 1. Dem geom. Mittel = Ø Zugkraft in kg
  • 2. Der Streuung = Ø Zugkraftsteuerung in kg
Der Unterschied zwischen dem geom. Mittel ohne herkömmlichen Ortscheit und dem geom. Mittel mit Federortscheit beträgt -16,9% = 8,11 kg Zugkraftersparnis.

Der Unterschied zwischen der Streuung ohne herkömmlichen Ortscheit und der Streuung mit Federortscheit beträgt -57,85% = 24,20 kg Zugkraftminderung.

Um die Bedeutung der Streuungskräfte noch besser zu verdeutlichen habe ich ein Streuungsmuster erstellt, das aussagt, daß die Streuungskräfte (Ausschläge) mit Federortscheit um 45,00 kg liegen. Diese Werte erklären die niedrige Durchschnittsbelastung von 17,63 kg im Streuungsbereich.


















Anspruch[de]
  1. 1. Federortscheit (Schwengel) für eine abfedernde Verbindung zwischen Pferdewagen (Zuglast) und Pferd (Zugkraft). Vorwiegend im Pferdefahrsport einzusetzen, dadurch gekennzeichnet, daß der Federortscheit (Schwengel) in der Mitte getrennt ist und durch ein Gelenk zusammengehalten wird. Eine Zugfeder hält ihn in Grundstellung, die ruckartige Vorwärtsbewegung des Pferdes abfängt.
  2. 2. Federortscheit nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Federortscheit in seinen Abmaßen und Haltevorrichtung eindeutig und unverwechselbar an einer bestimmten Stelle des Pferdewagens anzubringen ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com