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Dokumentenidentifikation DE19528490C2 22.10.1998
Titel Arbeitsstation, insbesondere zum Verpacken, Montieren oder Reinigen
Anmelder J. S. Staedtler GmbH & Co, 90427 Nürnberg, DE
Erfinder Breindl, Johann, 92339 Beilngries, DE
DE-Anmeldedatum 02.08.1995
DE-Aktenzeichen 19528490
Offenlegungstag 06.02.1997
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.10.1998
IPC-Hauptklasse B25H 1/00
IPC-Nebenklasse B65B 67/10   B25H 1/14   B25H 1/16   B25H 1/18   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Arbeitsstation, insbesondere zum Verpacken, Montieren oder zum Reinigen diverser Gegenstände.

Derartige Arbeitsstationen oder Arbeitsplätze bestehen üblicherweise aus einem ortsfesten Arbeitstisch, auf dem die jeweils zu verpackenden, zu montierenden, zu reinigenden oder sonstwie zu behandelnden Gegenstände direkt oder in entsprechenden Behältern verpackt, bearbeitet und/oder anderweitig behandelt werden. Die Gegenstände werden hierbei in einem in der Regel größeren Behältnis bereitgestellt, kontinuierlich zugeführt oder beliebig angeliefert. Der fertig gepackte und verschlossene Behälter bzw. der bearbeitete Gegenstand wird dann üblicherweise von Hand, mit Hebewerkzeugen oder mit sonstigen Hilfsgeräten auf Paletten oder andere Transportvorrichtungen oder auf sonstige Folgevorrichtungen verladen und weiterbefördert.

Nachteilig hierbei ist es insbesondere, daß die Gegenstände und/oder die Verpackungsbehälter in der Regel von Hand auf den Arbeitstisch gelegt und auch in gefülltem bzw. in bearbeitetem Zustand manuell abgehoben und wegtransportiert werden müssen. Der Transport dieser oft auch sehr großen und schweren Behälter- oder der noch nicht fertigen oder noch nicht vollständig getrockneten Gegenstände, stellt meistens eine erhebliche Belastung für die jeweilige Person dar, die diese Arbeiten auszuführen hat.

Ein weiterer Nachteil der bekannten Arbeitsplätze mit ortsfesten und starren Arbeitstischen besteht darin, daß für unterschiedlich große Personen sehr unterschiedliche und meistens unergonomische Arbeitsbedingungen vorliegen, denen oft nur mit anderen Hilfsmitteln, wie z. B. mit höhenverstellbaren Stühlen oder Podesten, begegnet wird.

Im Stand der Technik nach [1.] US-PS 2 835 964, wird darüber hinaus ein verstellbarer Arbeitstisch gezeigt und beschrieben, der in der Arbeitshöhe variabel ist und dessen Arbeitstisch auch bedarfsweise geneigt angeordnet werden kann. Sowohl die Höhenverstellung als auch die Veränderung der Tischneigung erfolgen durch miteinander in Eingriff stehende, mechanische Wirkverbindungen motorgetrieben und, je nach Bedarf, motorisch gesteuert.

Da alle beweglichen Elemente motorisch angetrieben werden, mechanisch fest miteinander verbunden sind und in alle Richtungen zwangsgesteuert werden, kann es vor allem beim Absenken des Arbeitstisches relativ leicht zu Verletzungen der Bedienperson oder zu Beschädigungen der Anlage oder darunter liegender Gegenstände kommen.

Aus [2.] DE-GM 89 13 417 ist darüber hinaus ein Werktisch, insbesondere als Arbeitsunterlage für behinderte Personen bekannt, der eine von Hand oder motorisch betätigbare Höhenverstellvorrichtung und/oder Neigungsvorrichtung aufweist und der besonders einfach und preisgünstig hergestellt werden soll.

Die hier zwar grundsätzlich bestehende Möglichkeit der Verstellung des Werktisches mittels Handkurbel soll hierbei lediglich zur einmaligen Einstellung einer optimalen Arbeitsposition dienen. Ein häufiger oder gar regelmäßiger Positions- und/oder Lagewechsel des Werktisches ist hierbei weder gewünscht noch sinnvoll durchführbar.

Bei einem weiteren, aus [3.] DE-AS 11 72 195, bekannten "Tisch mit neigbarer Platte zum Aufstellen von Kästen", sollen längsverstellbare, teleskopartig ausziehbare Beine unabhängig voneinander verstellbar sein, zur unterschiedlichen Einstellung der Höhe und der Neigung der Tischplatte.

Ein häufiger oder gar regelmäßiger Positions- und/oder Lagewechsel des Werktisches ist auch hierbei weder gewünscht noch sinnvoll durchführbar.

Auch ein aus [4.] Industrieanzeiger Nr. 86 vom 25. Oktober 1957, Seite 1292 bekannter Hubwagen weist zwar eine vertikal verstellbare Transportfläche bzw. eine hebbare Ladefläche auf, eignet sich aber ebenfalls nicht für einen häufigen oder gar regelmäßigen Positionswechsel.

Zudem ist hier die Ladefläche in ihrer horizontalen Position nicht schwenk- bzw. veränderbar.

Eine aus [5.] DE-GM 70 07 572 bekannte mobile "Ausrichtvorrichtung zur Vorfertigung von Rohrleitungen" ist sowohl in der Höhe verstellbar, als auch in der Neigung schwenkbar und auf die jeweiligen Arbeitserfordernisse einstellbar. Ein schneller und einfacher Wechsel der jeweiligen Arbeitsposition ist aber auch hier nicht möglich.

Aus [6.] DE-GM 89 01 369 ist zudem ein Verstelltisch mit einer Tischplatte bekannt, die auf einem mittig darunter angeordneten Fuß schwenkbar ist. Hierdurch soll die Tischplatte leicht in beliebige Positionen verstellt werden können. Integrierte Transportrollen sollen zudem zum leichteren Transport der Werkstücke dienen, das mit Hilfe dieser Vorrichtung in jeder beliebigen Position fetgehalten werden soll. Eine Höhenverstellung dieses Tisches und damit eine Anpassung an personelle Gegebenheiten, ist hier nicht vorgesehen oder möglich, ebensowenig, wie eine häufige oder regelmäßige Veränderung der Tisch-Positionen zum Zweck des Werkstückwechsels.

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine Arbeitsstation bzw. einen Arbeitsplatz, insbesondere eine Verpackungs-, Montage- oder Reinigungstation, zu schaffen, die bzw. der relativ kostengünstig herstellbar ist, womit besonders das schwere körperliche Heben und Absenken von Gegenständen oder Behältern, insbesondere auch von gefüllten Verpackungsbehältern, vermieden wird, womit zudem sehr einfach die optimale Arbeitshöhe und -position jeder hieran tätigen Person oder den umgebenden Zufuhr- und/oder Abtransport-Vorrichtungen, individuell, schnell und einfach angepaßt werden kann, insbesondere auch bei sich häufig ändernden Aufnahme-, Arbeits- und/oder Abgabe-Positionen und womit vor allem die Arbeits-Sicherheit, gegenüber den bekannten Anlagen, wesentlich erhöht wird.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen umfaßt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand einiger Ausführungsbeispiele mit Hilfe der Zeichnungen näher beschrieben.

Hierbei zeigen:

Fig. 1 eine Ausführung einer erfindungsgemäßen Arbeitsstation (10), als von der Benutzerseite aus gesehenen Arbeitsplatzes

Fig. 2 zeigt die Arbeitsstation (10) nach Fig. 1, mit schräg gestelltem Arbeitstisch (11),

Fig. 3 zeigt die Arbeitsstation (10) nach Fig. 1 und 2 nochmals, mit waagrechtem Arbeitstisch (11),

Fig. 4 zeigt eine andere Arbeitsstation (10'), mit waagrechtem Arbeitstisch,

Fig. 5 zeigt die Arbeitsstation (10') nach Fig. 4 von hinten,

Fig. 6 zeigt die Arbeitsstation (10') nach Fig. 4 und 5 von oben und mit Transport-Rollen ausgestattet und

Fig. 7 zeigt die Arbeitsstation (10') nach Fig. 4 und 5 von oben, mit Transport-Kugeln versehen.

Die in den Fig. 1 bis 5 gezeigten Ausführungen erfindungsgemäßer Arbeitsstationen 10 und 10' bzw. Arbeitsplätze, sind als stationäre oder als mobile Arbeitsstationen ausgeführt und in Fig. 1 von der Benutzerseite aus gesehen, dargestellt.

Diese Arbeitsstation 10 bzw. 10', stellt einen Arbeitsplatz dar, der insbesondere zum Verpacken, Montieren oder zum Reinigen diverser Gegenstände dienen kann und weist einen Arbeitstisch 11 auf, der gem. Fig. 1 und 3 in waagrechter Position gezeigt ist und der sich etwa auf der vertikalen Höhe der Zufuhrstation 20 befindet, um die zu bearbeitenden oder zu verpackenden Gegenstände G von dieser Zufuhrstation 20 aus leicht auf eine Arbeitsfläche 110 des Arbeitstisches 11 übernehmen zu können.

Der Arbeitstisch 11 und/oder dessen Arbeitsfläche 110, ist hierzu verstellbar ausgebildet und vorzugsweise mit einer Anschlagleiste 111 zum Absichern der Gegenstände G oder der Behälter B versehen.

Der Arbeitstisch 11 ist insbesondere in seiner Höhe verstellbar und somit der Zufuhrstation 20 und/oder der Ablegestation 30 einerseits und der idealen Bearbeitungshöhe der hieran arbeitenden Person zum anderen, individuell und jederzeit veränderlich anpaßbar.

Außerdem ist der Arbeitstisch 11 aber auch in seiner Neigung verstellbar, insbesondere schwenkbar, wie Fig. 2 zeigt, um eine noch bessere Arbeitposition vorgeben oder individuell angepaßt auswählen zu können, insbesondere für Verpackungs- oder Reinigungsarbeiten.

Vorteilhafterweise ist der Arbeitstisch 11 bzw. dessen Arbeitsfläche 110, zur Bedienungsseite 112 hin nach unten und/oder nach oben schwenkbar. Nach unten - wie in Fig. 2 dargestellt - z. B. damit ein Verpackungskarton leichter einfüllbar auf der Arbeitsfläche 110 abgestellt werden kann. Beim Reinigen diverser Gegenstände unter Verwendung von Reinigungsflüssigkeiten oder bei sonstigen Anlässen kann es aber auch von Vorteil sein, wenn die Arbeitsfläche 110 bzw. deren Neigung von der Bedienerseite 112 nach hinten abfällt, damit die Flüssigkeit nach hinten abläuft.

Weiterhin Vorteilhaft ist es, wenn der Arbeitstisch 11 und/oder dessen Arbeitsfläche 110 zur Bedienungsseite 112 hin - oder auch in die entgegengesetzte Richtung - in einem Winkel zwischen 1 und 40 Grad, vorzugsweise zwischen 5 und 30 Grad, geneigt schwenkbar, einstellbar oder angeordnet ist.

Eine erfindungsgemäße Arbeitsstation 10, 10' bzw. ein derartiger Arbeitsplatz, kann bevorzugt als eine "Hubvorrichtung zum Karton - Einfüllen" gestaltet sein und dienen, insbesondere um unterschiedlich befüllte und ggf. verschlossene oder zu befüllende und zu verschließende Kartons mit beispielsweise einem Gewicht von 10-30 kg, in verschiedene Stapel- und/oder Arbeitshöhen oder Arbeitslagen zu bringen.

Die Stapel- und/oder Arbeitshöhe kann hierbei z. B. zwischen 5 und 200 cm liegen. Zugleich ist durch die Schräglage des Arbeitstisches 11 ein ergonomisch günstiges Befüllen der Kartons gegeben bzw. möglich.

Hiermit lassen sich somit auch große und/oder schwere Verpackungseinheiten leicht und einfach, insbesondere auch von Frauen und unter Einhaltung aller arbeitsrechtlichen Bedingungen, versandfertig erstellen und palettieren.

Je nach Erfordernis kann die vorgeschlagene Arbeitsstation insgesamt als ortsfeste oder auch als mobile Arbeitsstation 10, 10' ausgebildet sein, wenn sie nicht generell fest in eine vorgegebene Betriebsumgebung eingebunden ist.

Dies hat den besonderen Vorteil, daß eine derartige Arbeitsstation 10 bzw. 10' nach Bedarf ggf. örtlich verändert und an beliebigem Platz eingesetzt werden kann.

So zum Beispiel zwischen einem Förderband als Zufuhrstation 20 an der Zufuhrseite 114 und einer Transport-Palette als Ablegestation 30 an der Entleerungsseite 115, die nach und nach mit Gegenständen G oder mit gefüllten Verpackungs- Behältern B beladen wird und die auch hierbei jeweils unterschiedliche Ladehöhen aufweist.

Eine derartige Arbeitsstation 10, 10' kann vorzugsweise aus einem Rahmen 14 aus vier zwischen einer Deckplatte 143 und einer Bodenplatte 142 angeordneten Tragsäulen 141 bestehen und im wesentlichen den Arbeitstisch 11 sowie die Bedienungseinheit 15, eine Steuereinheit 16 und den Antrieb (Pos. 17 in Fig. 6 und 7) enthalten, wobei die Innenteile durch ggf. rundum angebrachte Schutzgitter 144 abgedeckt sind.

Der Arbeitstisch 11 bzw. dessen Arbeitsfläche 110, ist hierbei vorteilhaft an der Rückseite 113 über eine Kipplagerung 116 mit einer Kippvorrichtung 13 an einer Hubvorrichtung 12 befestigt, die insbesondere aus einer Hubführung 121 und einem Führungsschlitten 122 besteht. Die Kippvorrichtung 13 besteht hauptsächlich aus einem Kippzylinder 131 mit einer Kippstange 134, an der eine Kipprolle 132 angeordnet ist, die ihrerseits lose, aber in Wirkkontakt mit der als Kipp-Platte 133 gestalteten Rückwand des Arbeitstisches 11 in Verbindung steht.

Als Bodenplatte 142 eignet sich vorteilhaft auch eine Palette oder ein sonstiger unterfahrbarer Aufbau, damit die ganze Arbeitsstation 10, 10' beispielsweise nach Bedarf auch bereits mit einem Gabelstapler oder mit einem einfachen Hubwagen örtlich verändert werden kann.

Zu diesem Zweck sollten auch die Anschlüsse bzw. alle Energie-Zufuhrleitungen leicht lösbar und/oder ausreichend lang und flexibel ausgeführt sein.

Die vorgeschlagene Arbeitsstation 10, 10' bzw. deren Arbeitstisch 11 und/oder die Arbeitsfläche 110, kann in der Höhe und/oder in der Neigung rein mechanische, durch elektromechanische, durch hydraulische und/oder durch pneumatische Vorrichtungen und/oder Mittel verstellbar sein. Je nachdem, welche Energie verfügbar ist und/oder welche technische Konzeption bevorzugt anzuwenden ist.

Weiterhin vorteilhaft ist es, wenn die Arbeitsstation 10, 10' bzw. der Arbeitsplatz derart gestaltet ist, daß der Arbeitstisch 11 und/oder die Arbeitsfläche 110 eine konstruktiv vorgegebene oder eingestellte Neigungsposition selbsttätig durch Schwerkraft einnimmt. Dies ist z. B. durch entsprechende Anordnung und Ausbildung der Drehlagerung des Arbeitstisches 11 leicht und einfach zu bewirken.

Wenn außerdem der Arbeitstisch 11 seine konstruktiv vorgegebene oder die eingestellte Neigungsposition bei - vorzugsweise auf der Bedienungsseite 112 - von unten erfolgender Druckausübung selbsttätig verändert, ist ein besonders guter Sicherheitsaspekt gegeben, da dann bei nach unten fahrendem Arbeitstisch 11 lediglich die Neigung verändert wird und der Arbeitstisch praktisch nach oben kippend ausweichen kann, bevor darunter liegende Gegenstände oder Körperteile beschädigt werden können.

Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die jeweiligen Positionsänderungen, d. h. die Veränderung der Neigung und die Höhenverstellung, parallel bzw. gleichzeitig erfolgen können, so daß bis zum Erreichen der gewünschten Höhe auch stets die gewünschte Neigung eingestellt ist und umgekehrt. Getrennte Verstellungen sollen aber ebenfalls möglich sein.

Wie auch nach den Fig. 6 und 7 weiterhin ersichtlich ist, kann zur weiteren Optimierung der Arbeitsstation 10' bzw. des Arbeitsplatzes, der Arbeitstisch 11 ganz oder teilweise mit Rollen 117 oder mit Kugeln 118 versehen sein, zur leichten Positionierung oder Bewegung der Gegenstände (G) und/oder der Behälter (B) und/oder zum leichteren Be- und/oder Entladen des Arbeitstisches 11 bzw. dessen Arbeitsfläche 110.

Diese "Bewegungshilfen" sind vorteilhafterweise nicht auf dem gesamten Arbeitstisch 11 anzuordnen, sondern besser nur mittig oder halbseitig auf der Arbeitsfläche 110, zur Entladungsseite 115 hin, damit die Gegenstände (G) oder die Behälter (B) nicht zu leicht vom Arbeitstisch abrollen, sondern sicher liegen bleiben.

Zweckmäßigerweise soll der Arbeitstisch 11, mindestens aber dessen Arbeitsfläche 110, in der Höhe und in der Lage derart verstellbar und/oder schwenkbar sein, daß der zu behandelnde Gegenstand (G) oder der zu befüllende Behälter (B) sowohl in Be- und Entladeposition, als auch in Arbeitsposition, in die jeweils passende oder gewünschte Anschluß- oder Arbeitshöhe und/oder in die entsprechende Schwenkposition bringbar ist und von der betreffenden Person leicht verändert werden kann. Von besonderem Vorteil ist es hierbei, wenn der Arbeitstisch 11 bzw. dessen Arbeitsfläche 110 in der Höhe und in der Neigung gleichzeitig veränderbar ist, wobei der Arbeitstisch 11 bzw. die Arbeitsfläche 110 während der Höhenverstellung gleichzeitig seine Neigung verändert und vorzugsweise eine waagrechte Position einnimmt, in der der Gegenstand (G) oder der Behälter (B) besonders leicht entladen werden kann.

Zur leichteren Orientierung kann der Arbeitstisch 11 in seiner Höhe und Lage derart verstellbar und/oder schwenkbar gestaltet sein, daß er in vorgegebenen Stufen oder in Schaltschritten in unterschiedliche Höhen und/oder in verschiedene Schräglagen bzw. Neigungen einstellbar ist.

Vorzugsweise soll der Arbeitstisch 11 bzw. dessen Arbeitsfläche 110 auch so steuer- und einstellbar sein, daß in Arbeitsposition die gewünschte Schräglage eingenommen wird und in Be- oder Entladeposition eine waagrechte Ausrichtung und Fixierung erfolgt. Die Lage- bzw. Neigungsänderung kann bzw. soll hierbei zweckmäßigerweise, z. B. durch geeignete Steuerungsimpulse und Bewegungen, zusammen mit bzw. während der jeweiligen Höhenverstellung und parallel zu bzw. mit dieser automatisch erfolgen.

Wenn der Arbeitsplatz als ortsfeste oder als mobile Arbeitsstation 10, 10' bzw. als einheitliche Arbeitsvorrichtung gestaltet und ausgebildet ist, sollen vorzugsweise alle Funktionselemente als Vorrichtungskomponenten angeordnet und miteinander verbunden sein.

Wird die Arbeitsstation 10, 10' bzw. der Arbeitsplatz, derart ausgestattet, daß alle Funktionselemente und die Übertragungsmedien bzw. alle Vorrichtungskomponenten stromlos, insbesondere hydraulisch und/oder pneumatisch miteinander verbunden sind und in entsprechender Wirkverbindung stehen, dann ist der Platz bzw. die Anlage auch explosionsgeschützt und auch in entsprechend gefährdeten Räumen einsetzbar.

Hierzu sollte daher insbesondere auch der Arbeitstisch 11 und/oder dessen Arbeitsplatte 110, hydraulisch und/oder pneumatisch verstellbar sein und bevorzugt ausschließlich pneumatisch in seiner Höhe und/oder in seiner Neigung verstellbar sein und die Arbeitsstation 10, 10' insgesamt keinerlei elektrische Schalt- oder Funktionseinheiten aufweisen.

Zur Erhöhung des Unfallschutzes und der Betriebssicherheit sind die Bewegungsbereiche und der Antrieb 17 mit Schutzgittern 144 abgedeckt und die Schaltelemente in einem Schaltschrank als Steuereinheit 16 zusammengefaßt.

Die Bedienungseinheit 15 kann der Steuereinheit 16 direkt zugeordnet oder auch separat als "Fernbedienung" gestaltet sein, um die Bedienungsmöglichkeiten weiter zu optimieren.

Eine bevorzugt verwendbare Hubvorrichtung weist einen Führungsschlitten 122 auf und einen Laufschlitten mit prismatischer Laufschlittenführung und mit Feststellbremse. Eine Kraftbrücke stellt weiterhin die Verbindung von Führungsschlitten und Laufschlitten her.

Bei der Verwendung eines kolbenstangenlosen Pneumatikzylinders mit passiver Feststellbremse und doppeltwirkender, einstellbarer Endlagendämpfung, kann mit gefilterter und geölter Druckluft mit einem Betriebsdruck von 5-10 bar gearbeitet werden. Das Lösen der Feststellbremse erfolgt hierbei durch Druckbeaufschlagung. Zum einwandfreien Lösen der Feststellbremse wird ein Druck von ca. 6 bar benötigt. Durch Wegnahme der Druckbeaufschlagung wird ein Bremsbelag mittels einer Feder gegen ein Federstahlband gedrückt, wodurch die Feststellbremse aktiviert wird. Weitere, d. h. elektrische und/oder pneumatische Anschlüsse oder Systeme sind bei einer derartigen rein pneumatischen Anlage nicht erforderlich.

Zur Grobfilterung ungeölter Druckluft kann hierbei ein Druckluftfilter mit Wasserabscheider verwendet werden. Ein eingebauter Mikrofilter mit Schauglas und Filterpatrone dient zur Feinstfilterung ungeölter vorgefilterter Druckluft. Ein Abluftfilter mit Ölauffangbehälter dient zudem zur Reinigung und Geräuschreduzierung der gesammelten Abluft der pneumatischen Steuerung.

Außerdem kann ein Nebelöler mit regulierbarer Durchflussmenge bzw. ein Proportionalöler mit Einstellschraube zur Regulierung, vorgesehen sein, der der vorgefilterten Druckluft eine dosierbare Ölmenge zuführt. Bezugszeichenliste 10, 10'Arbeitsstation

11Arbeitstisch

110Arbeitsfläche

111Anschlagleiste

112Bedienungsseite

113Rückseite

114Zufuhrseite

115Entleerungsseite

116Kipplagerung

117Rolle(n)

118Kugel(n)

12Hubvorrichtung

121Hubführung

122Führungsschlitten

13Kippvorrichtung

131Kippzylinder

132Kipprolle

133Kippplatte

134Kippstange

14Rahmen

141Tragsäulen

142Bodenplatte

143Deckplatte

144Schutzgitter

15Bedienungseinheit

16Steuereinheit

17Antrieb

20Zufuhrstation

30Ablegestation

GGegenstände

BBehälter


Anspruch[de]
  1. 1. Arbeitsstation (10, 10'), insbesondere zum Verpacken, Montieren oder zum Reinigen diverser Gegenstände, wobei mindestens ein Arbeitstisch (11) vorhanden ist, der mittels einer Bedienungseinheit (15) in der Höhe und in der Neigung verstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine Kippvorrichtung (13) vorhanden ist, die einen Kippzylinder (131) mit einer Kippstange (134) aufweist, an der am Ende eine Kipprolle (132) angeordnet ist, die ihrerseits lose, aber in Wirkkontakt mit der als Kipp-Platte (133) gestalteten Rückwand des Arbeitstisches (11) steht, so daß der Arbeitstisch bei Bedarf nach oben kippend ausweichen kann.
  2. 2. Arbeitsstation nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) in Arbeitsposition zur Bedienungsseite (112) hin zwischen einem Winkel von 5 bis 30 Grad schwenkbar ist.
  3. 3. Arbeitsstation nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) in der Höhe und in der Neigung gleichzeitig veränderbar ist.
  4. 4. Arbeitsstation nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) während der Höhenverstellung gleichzeitig die Neigung verändert und waagrechte Position einnimmt.
  5. 5. Arbeitsstation nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie als mobile Arbeitsstation (10) ausgebildet ist.
  6. 6. Arbeitstation nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) in der Höhe und/oder in der Neigung durch hydraulische und/oder durch pneumatische Mittel verstellbar ist.
  7. 7. Arbeitsstation nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) in der Höhe und/oder Neigung durch rein mechanische und/oder durch elektromechanische Mittel verstellbar ist.
  8. 8. Arbeitsstation nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) derart gestaltet und gelagert ist, daß er eine vorgegebene Neigungsposition selbsttätig durch Schwerkraft einnimmt.
  9. 9. Arbeitsstation nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) derart gestaltet und gelagert ist, daß er die konstruktiv vorgegebene oder die eingestellte Neigungsposition bei auf der Bedienungsseite (112) von unten erfolgender Druckausübung selbsttätig verändert.
  10. 10. Arbeitsstation nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) Rollen (117) oder Kugeln (118) aufweist, zur leichten Positionierung oder Bewegung der Gegenstände (G) und/oder der Behälter (B) und/oder zum leichteren Be- oder Entladen des Arbeitstisches (11).
  11. 11. Arbeitsstation nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitstisch (11) in vorgegebenen Stufen oder Schaltschritten in unterschiedlichen Höhen und/oder in verschiedenen Schräglagen einstellbar ist.
  12. 12. Arbeitsstation nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß alle Funktionselemente und die Übertragungsmedien bzw. alle Vorrichtungskomponenten hydraulisch und/oder pneumatisch miteinander verbunden sind und stromlos in Wirkverbindung stehen.
  13. 13. Arbeitsstation nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie insgesamt keinerlei elektrische Schalt- oder Funktionseinheiten aufweist.






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