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Dokumentenidentifikation DE19744328C1 22.10.1998
Titel Seitenstrebe für den Unterlenker eines Traktors
Anmelder GKN Walterscheid GmbH, 53797 Lohmar, DE
Erfinder Coenen, Herbert, Dipl.-Ing., 53639 Königswinter, DE
Vertreter Harwardt Neumann Patent- und Rechtsanwälte, 53721 Siegburg
DE-Anmeldedatum 08.10.1997
DE-Aktenzeichen 19744328
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 22.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.10.1998
IPC-Hauptklasse A01B 59/041
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Seitenstrebe 5 für den Unterlenker 1 eines Traktors mit einem einfachwirkenden Hydraulikzylinder 9, dessen Kolben 12 erste Anschlußmittel 6 zur Verbindung mit dem Traktorheck aufweist. Sie umfaßt ferner eine Teleskopeinheit 10 und eine Verstelleinheit 11. Der Hydraulikzylinder 9, die Teleskopeinheit 10 und die Verstelleinheit 11 sind auf der Längsachse 20 hintereinander angeordnet. Die Verstelleinheit dient zur Kategorie-Einstellung und die Teleskopeinheit 10 zum Ausgleich der Längenveränderung der Seitenstrebe 5 bei seitlicher Auslenkung der Unterlenker.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Seitenstrebe für den Unterlenker eines Traktors, mit einem einfach wirkenden Hydraulikzylinder, welcher einen Kolben und ein Zylindergehäuse umfaßt, mit ersten Anschlußmitteln, die mit dem Kolben verbunden sind, mit einer Teleskopeinheit, welche ein Führungsgehäuse und ein darin verstellbares Teleskopelement umfaßt, mit einer Verstelleinheit, welche eine Gewindespindel und einen Abschnitt mit einem Innengewinde für die Gewindespindel umfaßt, und mit zweiten Anschlußmitteln, welche mit der Gewindespindel verbunden sind.

Eine derartige Seitenstrebe ist beispielsweise in der DE 195 37 555 A1 beschrieben. Das Teleskopelement ist als Rohr ausgebildet und auf dem Zylindergehäuse des Hydraulikzylinders verstellbar. Anschläge für eine Begrenzung der Maximallänge sind nicht vorgesehen, so daß eine ausreichende Überdeckung der teleskopierfähigen Elemente vorhanden sein muß, um ein Auseinanderfallen zu vermeiden. Um die Grundstellung zu erreichen, ist eine separate Feder vorgesehen, die zwischen dem Unterlenker und einer Anlenkstelle am Traktorheck angeordnet ist. Die Feder ist so ausgebildet, daß der Kolben des Hydraulikzylinders im drucklosen Zustand nicht eingefahren werden kann.

Seitenstreben haben in der Stabilisierungsfunktion auch die Aufgabe, zu verhindern, daß die Unterlenker, speziell bei nicht angehängtem Gerät, gegen die Reifen pendeln können. Sie sollen darüber hinaus dafür sorgen, daß die konstruktiv vorgegebenen Freiheitsgrade der Anschlußelemente nicht überschritten werden und daß das Spreizmaß zwischen den Kupplungshaken einstellbar ist.

In der DE 35 05 243 C3 ist ein Seitenstabilisator für die Unterlenker einer Dreipunktanbauvorrichtung beschrieben. Dieser umfaßt zwei Teleskopteile, die gegeneinander verstellbar sind. Die beiden werden in einer Vorzugsstellung mittels Federkraft gehalten. Es ist in beiden Richtungen eine Längenveränderung (Verlängerung bzw. Verkürzung) gegen Federkraft möglich. Hierdurch soll eine Dämpfung der Bewegung der Unterlenker in beide Pendelrichtungen erreicht werden. Darüber hinaus ist eine gänzliche Blockade durch Einstecken eines Steckbolzens vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Seitenstrebe vorzuschlagen, die den zugehörigen Unterlenker in seinem Freiheitsgrad begrenzt, sowie im Zusammenwirken mit einer dem weiteren Unterlenker zugeordneten, gleich ausgebildeten weiteren Seitenstrebe im lastlosen Zustand zu einer Grundstellung zurückgeführt wird und wobei eine günstige Kraftaufnahme in den beiden Stellrichtungen erfolgt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Hydraulikzylinder, die Teleskopeinheit und die Verstelleinheit auf einer gemeinsamen Längsachse hintereinander angeordnet sind, daß auf dem in das Führungsgehäuse eintauchenden ersten Abschnitt des Teleskopelementes Führungsringe aufsitzen, zwischen denen eine Druckfeder angeordnet ist, wobei der zu der in dem Führungsgehäuse befindlichen Stirnfläche hin angeordnete Führungsring gegen einen am Teleskopelement festgelegten Anschlagring abgestützt oder mit dem Teleskopelement fest verbunden ist, daß der dem Hydraulikzylinder entfernt angeordnete Führungsring gegen einen Anschlag am Führungsgehäuse abgestützt ist, daß die zum Hydraulikzylinder hin angeordnete Stirnfläche des ersten Abschnittes zur Abstützung gegen eine Stirnfläche, die das Führungsgehäuse zum Hydraulikzylinder hin begrenzt, dient, und daß an den ersten Abschnitt ein zweiter Abschnitt angeschlossen ist, der vom Hydraulikzylinder weg aus dem Führungsgehäuse in Richtung auf die zweiten Anschlußmittel vorsteht und an seinem aus dem Führungsgehäuse herausragenden Ende eine Bohrung mit dem Innengewinde für die Gewindespindel aufweist.

Von Vorteil bei dieser Anordnung ist, daß die Anordnung der Druckfeder und der Endanschläge dafür sorgt, daß die Grundstellung eingenommen wird. Ferner ist von Vorteil, daß die Feder unmittelbar auf der Längsachse der Bauteile der Teleskopeinheit angeordnet ist, so daß keine exzentrischen Kräfte einwirken. Es wird somit eine leichtgängige Rückstellung erzielt. Des weiteren wird aufgrund der Anordnung der Hydraulikeinheit, der Teleskopeinheit und der Verstelleinheit auf der Längsachse hintereinander eine kurze Einbaulänge erzielt. Aufgrund der Endanschläge wird die Einheit zusammengehalten, d. h. die Bauteile können nicht außer Eingriff zueinander gelangen. Bei paarweisem Einbau und aufgrund der sich dabei einstellenden Kinematik bei einer Seitenbewegung mit angehängtem Gerät wird gewährleistet, daß die dabei auftretenden Kräfte günstig aufgenommen werden, da in Druckrichtung die Kraft flächig eingeleitet wird, denn das Teleskopelement kommt mit seiner Stirnfläche gegen eine Stützfläche flächig zur Anlage. Die Kräfte werden ebenfalls in Druckrichtung auf der Längsachse zentriert eingeleitet.

Eine besonders günstige Gestaltung ergibt sich dabei, wenn die axiale Verstellbarkeit des Teleskopelementes zum Führungsgehäuse größer bemessen wird als der Hub des Kolbens im Zylindergehäuse. Dies bedeutet, daß der Kolbenhub kleiner ist als der Schwimmweg. Hierdurch wird außerdem den besonderen Verhältnissen Rechnung getragen, die sich aus der Kinematik ergeben, da bei einer Auslenkung der Unterlenker im Verhältnis zur Längsachse des Traktors die Verlängerung, die bei der Seitenstrebe eintritt, die zu dem Unterlenker gehört, der sich der Längsachse annähert, größer ist als die Verkürzung, die bei der Seitenstrebe eintritt, deren zugehöriger Unterlenker sich von der Längsachse des Traktors entfernt. Da der Schwimmweg der Teleskopeinheit größer bemessen ist als der Hub des Kolbens der Hydraulikeinheit, wird die Seitenstrebe, die dem Unterlenker zugeordnet ist, der sich von der Längsachse des Traktors entfernt, mit Druck beaufschlagt, während die Seitenstrebe, die dem Unterlenker zugeordnet ist, der sich der Längsachse des Traktors annähert, im wesentlichen lastfrei ist. Es erfolgt lediglich eine Verlängerung im Rahmen der Kraft, die erforderlich ist, um die Druckfeder zu komprimieren. Insgesamt wird berücksichtigt, daß auch bei ungleichen Längeneinstellungen ein definiertes Kraftverhalten entsteht, denn eine Strebe wird stets auf Druck beansprucht.

Das Führungsgehäuse ist vorzugsweise als Rohr gestaltet und mit dem Zylindergehäuse unlösbar verbunden. Hierzu kommt beispielsweise eine Schweißverbindung in Frage. Damit kann gleichzeitig die Außenseite des Bodens des Zylindergehäuses als Stützfläche für das Teleskopelement genutzt werden. Darüber hinaus kann der Auszug des Teleskopelementes aus dem Führungsgehäuse gegen die Kraft der Druckfeder noch dadurch begrenzt werden, daß zwischen den Führungsringen eine Hülse angeordnet ist. Bei Erreichung des Endweges kommt der erste Führungsring gegen eine erste Endfläche der Hülse zur Anlage. Die andere Endfläche der Hülse stützt sich gegen den zweiten Führungsring ab, der selbst gegen einen Anschlag im Führungsgehäuse abgestützt ist, welcher beispielsweise durch einen Sicherungsring dargestellt ist.

Die Zuordnung der Seitenstreben zu den Unterlenkern einer Dreipunkteinbauvorrichtung eines Traktors, die bei seitlicher Bewegung auftretenden Bewegungsverhältnisse sowie zwei Ausführungsformen der Seitenstrebe sind in der Zeichnung schematisch dargestellt.

Es zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine schematische Darstellung der Unterlenker einer Dreipunktanbauvorrichtung eines Traktors und die Zuordnung von Seitenstreben zu diesen,

Fig. 2 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Seitenstrebe im Längsschnitt und

Fig. 3 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Seitenstrebe im Längsschnitt.

Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf zwei Unterlenker 1, 1', welche um eine Schwenkachse 2, die durch entsprechende Anschlußmittel am Schlepperheck dargestellt ist, um die Befestigungsstellen 3, 3' am Schlepperheck schwenkbar sind. Die beiden Befestigungsstellen 3, 3' sind mit gleichem Abstand seitlich der Traktorlängsachse 8 angeordnet. Die beiden Unterlenker 1, 1' können sowohl seitliche als auch Hubbewegungen, d. h. Schwenkbewegungen, um die Schwenkachse 2 noch oben bzw. unten, also aus der Blattebene heraus bzw. in die Blattebene hinein und, wie ersichtlich, beispielsweise aus der in ausgezogenen Linien dargestellten Position in eine in gestrichelten Linien dargestellte Position seitlich ausführen. Zur Stabilisierung von Seitenbewegungen bzw. zur Verhinderung von seitlichen Bewegungen der beiden Unterlenker 1, 1' dienen Seitenstreben 5. An den beiden freien Enden der Unterlenker 1, 1' sind Kupplungshaken 4 angeordnet, welche der Aufnahme entsprechender Kuppelmittel an einem Gerät dienen, um das Gerät zu ziehen, oder im Zusammenwirken mit dem nicht dargestellten Oberlenker, der auf der Traktorlängsachse üblicherweise zentriert oberhalb der Schwenkachse angeordnet ist, zu tragen. Die beiden Seitenstreben 5 sind mittels erster Anschlußmittel 6 seitlich versetzt zu den Befestigungsstellen 3, 3' an entsprechenden Befestigungsmitteln, die auf der Schwenkachse 2 zentriert sind, mit einem Ende am Traktorheck festgelegt. Mittels der am anderen Ende der Seitenstreben 5 vorgesehenen Anschlußmittel 7 sind diese jeweils mit den beiden Unterlenkern 1, 1' verbunden. Die Anschlußmittel 6, 7 erlauben eine Schwenkbeweglichkeit. Es ist ferner aus Fig. 1 ersichtlich, daß die Schwenkachse der Anschlußmittel 7 mit einem Radius R zu den Befestigungsstellen 3, 3' angeordnet sind, so daß die Schwenkachse der Anschlußmittel 7 um die Befestigungsstellen 3, 3' eine Schwenkbewegung mit dem Radius R ausführen. Würde bei eingehängtem Gerät eine Seitenbewegung S an beiden Unterlenkern 1, 1' auftreten und eine Verlagerung der beiden Unterlenker 1, 1' von der in durchgezogenen Linien dargestellten Position zu der in gestrichelten Linien dargestellten Position stattfinden, so ergibt sich für die beiden Unterlenker 1, 1' ausgehend von gleichgroßen Abständen von L1 bzw. L2 zwischen den Schwenkachsen der beiden Anlenkstellen 6, 7, eine Veränderung derart, daß für den Unterlenker 1 sich das Maß L1 auf L1' verlängert, während das Maß L2 sich auf L2' verkürzt. Dabei sind die Längenänderungen größenmäßig unterschiedlich. Bei einer Verschwenkung der Unterlenker 1 bzw. 1' um die Befestigungsstellen 3 bzw. 3' im rechtsschwenkenden Sinne würde entsprechend die Länge L1 verkürzt und die Länge L2 verlängert. Bei der Verkürzung muß darauf geachtet werden, daß beispielsweise der Unterlenker 1' in seiner gestrichelten Position nicht gegen die Hinterräder anschlagen kann. Ferner dienen die beiden Seitenstreben 5 dazu, das angehängte Gerät auf der Traktorlängsachse 8 zentriert zu halten, wenn dieses sich beispielsweise im angehobenen, also Transportzustand befindet. Gleiches gilt auch dann, wenn kein Gerät angehängt ist und die Unterlenker 1, 1' sich in Transportposition befinden. Die beiden Seitenstreben 5 sollen in diesem Zustand dafür sorgen, daß die Unterlenker 1, 1' so gehalten werden, daß sie sich seitlich nicht von dem eingestellten Maß von der Traktorlängsachse nach außen in Richtung auf die Räder bewegen können.

Zwei Ausführungsformen bei Seitenstreben 5 bzw. 5', die diesen Forderungen gerecht werden, sind anhand der Fig. 2 und 3 näher erläutert.

Die Fig. 2 zeigt eine erste Ausführungsform einer Seitenstrebe 5 mit der Längsachse 20. Die Seitenstrebe 5 umfaßt einen Hydraulikzylinder 9, eine Teleskopeinheit 10 und eine Verstelleinheit 11, welche auf der Längsachse 20 hintereinander angeordnet sind. Die Teleskopeinheit 10 schließt sich an den Hydraulikzylinder 9 und die Verstelleinheit 11 an die Teleskopeinheit 10 an. Der Hydraulikzylinder 9 weist ein Zylindergehäuse 14 auf, in welchem ein Kolben 12 angeordnet ist. Der Kolben 12 ist nur einseitig mit hydraulischem Druck beaufschlagbar. Die Kolbenfläche 13 weist zur Teleskopeinheit 10 beziehungsweise zum Gehäuseboden 15 hin. Die Kolbenstange 16 ragt durch eine Öffnung im Deckel 17, welcher das Zylindergehäuse 14 abschließt, heraus. Gleichzeitig bildet die Deckelinnenfläche einen Anschlag für die Ringfläche 18 zwischen dem Außendurchmesser des Kolbens 12 und dem der Kolbenstange 16. Die Kolbenstange 16 trägt die ersten Anschlußmittel 6, welche als Kugelaugen gestaltet sind. Bei dem Hydraulikzylinder 9 handelt es sich also um einen einfachwirkenden, d. h. in diesem Falle nur im Ausfahrsinne, beaufschlagbaren Kolben 12. Der Hub 19 des Hydraulikzylinders 9 entspricht dem maximalen Weg, den der Kolben 12 mit seiner Kolbenfläche 13 weg aus einer Anlage mit dem Gehäuseboden 15 im Ausschubsinne ausführen kann. An den Gehäuseboden 15 ist das Führungsgehäuse 21 der Teleskopeinheit 10 angeschlossen. Dieses ist als Hülse gestaltet, deren eine Stirnfläche mit der Wandung des Zylindergehäuses 14 mittels einer Schweißnaht verbunden ist. In der Bohrung 22 des Führungsgehäuses 21 ist ein Teleskopelement 23 entlang der Längsachse 20 verstellbar aufgenommen. Das Teleskopelement 23 weist einen ersten Abschnitt 24 auf, der in das Führungsgehäuse 21 mehr oder minder weit eintaucht. Im dargestellten Ausgangszustand befindet sich der erste Abschnitt 24 vollständig in dem Führungsgehäuse 21. Dem ersten Abschnitt 24 sind zwei Führungsringe 28, 30 zugeordnet, von denen der erste Führungsring 28 nahe zur Stirnfläche 26, die dem Gehäuseboden 15 gegenüberliegt, angeordnet ist. Der erste Führungsring 28 sitzt mit einer Bohrung auf der zylindrischen Außenfläche 25 des ersten Abschnittes 24 auf und stützt sich in Richtung auf den Hydraulikzylinder 9 zu gegen einen Anschlagring 29, der am ersten Abschnitt 24 festgelegt ist, axial ab. Es besteht auch die Möglichkeit, den ersten Führungsring als integralen Bestandteil des ersten Abschnittes 24 vorzusehen. Die Stirnfläche 26 ist im Ruhezustand der Seitenstrebe 5 in Anlage zur Stützfläche 27, die Bestandteil des Zylindergehäuses 14 ist, d. h. zu der zum Führungsgehäuse 22 hinweisenden Außenfläche ist. In Abstand zum ersten Führungsring 28 befindet sich auf der Außenflächen 25 des ersten Abschnittes 24 ein zweiter Führungsring 30. Zwischen den beiden Führungsringen 28, 30 ist eine Druckfeder 32 angeordnet. Da der zweite Führungsring 30 gegen einen am freien Ende des Führungsgehäuses 21 in deren Bohrung 22 eingesetzten Sicherungsring 31 axial abgestützt ist, wird das Teleskopelement 23 mittels der Druckfeder 32 über den ersten Führungsring 28 in die in Richtung auf den Hydraulikzylinder 9 verschobene Position gehalten. Dabei ist vorzugsweise eine Vorspannung vorgesehen, so daß sich das Teleskopelement 23 mit seiner Stirnfläche 26 fest gegen die Stützfläche 27 abstützt. In Verlängerung des ersten Abschnittes 24 weist das Teleskopelement 23 einen auf der Längsachse 20 zentrierten zweiten Abschnitt 34 auf, der aus dem von dem Hydraulikzylinder 9 wegweisenden Ende des Führungsgehäuses 21austritt. Der Teleskopweg, den der erste Abschnitt 24 im Führungsgehäuse 22 gegen die Kraft der Druckfeder 32 ausgehend von einer Anlage seiner Stirnfläche 26 gegen die Stützfläche 27 von dem Hydraulikzylinder 9 weg, also in der Zeichnung nach rechts, ausführen kann, entspricht dem eingezeichneten Teleskopweg 33. Der maximale Teleskopweg wird durch das Zusammenfahren der Windungen der Druckfeder 32 bestimmt. Kommen diese auf Block, sind das Ende des Teleskopweges 33 und damit der maximale Auszug erreicht. Konstruktiv ist eine Auslegung gewählt, bei der der Teleskopweg 33 größer bemessen ist als der Hub 19. Hierdurch wird im eingebauten Zustand erreicht, daß in Verlängerungrichtung der Teleskopeinheit 10 die zugehörigen Bauteile und insbesondere der Sicherungsring 31 nicht mit Betriebslasten beaufschlagt werden. Durch die Anordnung wird erreicht, daß die Hauptlast im Verkürzungssinne zu übernehmen ist, wobei dann, wenn eine Kraftwirkung in Druckrichtung eintritt, diese flächig durch die Stirnfläche 26 auf die Stützfläche 27 auf der Längsachse 20 übertragen wird. Dabei ist eine größtmögliche Führungslänge durch den größten Abstand, den die beiden Führungsringe 28, 30 zueinander einnehmen gewährleistet. Die beiden Führungsringe 28, 30 übernehmen die Führung des ersten Abschnittes 24 des Teleskopelementes 23 in der Bohrung 22 des Führungsgehäuses 21.

Der aus dem Führungsgehäuse 21 herausragende zweite Abschnitt 34 ist mit einer Bohrung versehen, in der ein Innengewinde 35 vorhanden ist. In diese mit dem Innengewinde 35 versehene Bohrung taucht eine Gewindespindel 36 ein, die zur Verstelleinheit 11 gehört. Am Ende der Gewindespindel 36 sind die zweiten Anschlußmittel 7 zur Verbindung mit dem Unterlenker vorhanden. Diese umfassen beispielsweise einen Gabelkopf und ein dazwischen schwenkbeweglich um eine Achse aufgenommenes Anschlußelement mit einem Gewindebolzen zur Festlegung am Unterlenker. Beide sind miteinander schwenkbar um einen Schwenkbolzen verbunden. Die Gewindespindel 36 dient zur Einstellung des Grundabstandes zwischen den beiden Anschlußmitteln, um eine Kategorieeinstellung der Unterlenker zueinander vorzunehmen. Eine solche Einstellung erfolgt entsprechend Fig. 1 bei beiden den Unterlenkern zuzuordnenden Seitenstreben, um das Spreizmaß zwischen den beiden Kupplungshaken einzustellen. Das Spreizmaß bzw. die Kategorieeinstellung ist abhängig von dem anzuhängenden Gerät. Der Hydraulikzylinder 9 dient dazu, Unterlenker im angehobenen Zustand zu stabilisieren, in dem beispielsweise eine Druckbeaufschlagung dann erfolgt, wenn die Unterlenker angehoben werden. Hierdurch wird auch das Teleskopelement 23 mit seiner Stirnfläche 26 in Anlage zur Stützfläche 27 gehalten.

Während bei der Fig. 2 der maximale Teleskopweg 33 durch die auf Block gefahrene Druckfeder erreicht wird, ist bei der Ausführungsform der Seitenstrebe 5' gemäß Fig. 3 eine Teleskopwegbegrenzung des Teleskopelementes 23' auf den Teleskopweg 33 dadurch vorgenommen, daß koaxial um die Druckfeder 32' in dem Führungsgehäuse 21' eine Hülse 37 angeordnet ist, welche mit ihrem ersten Ende 38 zum ersten Führungsring 28' und ihrem zweiten Ende 39 zum zweiten Führungsring 30' hinweist. Die Hülse 37 kann schwimmend angeordnet sein. Der mögliche Teleskopweg wird durch eine Bewegung des Teleskopelementes 23' im Auszugsinne aus dem Führungsgehäuse 21' so weit bewegt, bis der erste Führungsring 28' zur Anlage gegen die erste Endfläche 38 der Führungshülse 37 gelangt und sich diese mit ihrem zweiten Ende 39 gegen den zweiten Führungsring 30' abstützt. Ansonsten entsprechen die weiteren Bauteile des Hydraulikzylinders 9', der Teleskopeinheit 10' und der Verstelleinheit 11' sowie der ersten und zweiten Anschlußmittel 6' bzw. 7' der Ausführungsform, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben ist.

Bezugszeichenliste

1, 1'Unterlenker

2Schwenkachse

3, 3'Befestigungsstelle

4Kupplungshaken

5, 5'Seitenstrebe

6, 6'erste Anschlußmittel

7, 7'zweite Anschlußmittel

8Traktorlängsachse

9, 9'Hydraulikzylinder

10, 10'Teleskopeinheit

11, 11'Verstelleinheit

12Kolben

13Kolbenfläche

14Zylindergehäuse

15Gehäuseboden

16Kolbenstange

17Deckel

18Ringfläche

19Hub

20Längsachse

21, 21'Führungsgehäuse

22Bohrung

23, 23'Teleskopelement

24erster Abschnitt

25Außenfläche

26Stirnfläche

27Stützfläche

28, 28'erster Führungsring

29Anschlagring

30, 30'zweiter Führungsring

31Sicherungsring

32, 32'Druckfeder

33Teleskopweg

34zweiter Abschnitt

35Innengewinde

36Gewindespindel

37Hülse

38, 39Endfläche

RRadius

SSeitenbewegung

L1, L1', L2, L2'Länge


Anspruch[de]
  1. 1. Seitenstrebe (5, 5') für den Unterlenker (1, 1') eines Traktors,

    mit einem einfach wirkenden Hydraulikzylinder (9, 9'), welcher einen Kolben (12) und ein Zylindergehäuse (14) umfaßt, mit ersten Anschlußmitteln (6, 6'), die mit dem Kolben (12) verbunden sind,

    mit einer Teleskopeinheit (10, 10'), welche ein Führungsgehäuse (21, 21') und ein darin verstellbares Teleskopelement (23) umfaßt,

    mit einer Verstelleinheit (11, 11'), welche eine Gewindespindel (36) und einen Abschnitt mit einem Innengewinde (35) für die Gewindespindel (36) umfaßt,

    und mit zweiten Anschlußmitteln (7, 7'), welche mit der Gewindespindel (36') verbunden sind,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß der Hydraulikzylinder (9, 9'), die Teleskopeinheit (10, 10') und die Verstelleinheit (11, 11') auf einer gemeinsamen Längsachse (20) hintereinander angeordnet sind,

    daß auf dem in das Führungsgehäuse (21, 21') eintauchenden ersten Abschnitt (24) des Teleskopelementes (23) Führungsringe (28, 28'; 30, 30') aufsitzen, zwischen denen eine Druckfeder (32, 32') angeordnet ist, wobei der zu der in dem Führungsgehäuse (21, 21') befindlichen Stirnfläche (26) hin angeordnete Führungsring (28, 28') gegen einen am Teleskopelement (23) festgelegten Anschlagring (29) abgestützt oder mit dem Teleskopelement (23) fest verbunden ist,

    daß der dem Hydraulikzylinder (9, 9') entfernt angeordnete Führungsring (30, 30') gegen einen Anschlag (31) am Führungsgehäuse (21, 21') abgestützt ist,

    daß die zum Hydraulikzylinder (9, 9') hin angeordnete Stirnfläche (26) des ersten Abschnittes (24) zur Abstützung gegen eine Stirnfläche (27), die das Führungsgehäuse (21, 21') zum Hydraulikzylinder (9) hin begrenzt, dient, und

    daß an den ersten Abschnitt (24) ein zweiter Abschnitt (34) angeschlossen ist, der vom Hydraulikzylinder (9, 9') weg aus dem Führungsgehäuse (21, 21') in Richtung auf die zweiten Anschlußmittel (7, 7') vorsteht und an seinem aus dem Führungsgehäuse (21, 21') herausragenden Ende eine Bohrung mit dem Innengewinde (35) für die Gewindespindel (36) aufweist.
  2. 2. Seitenstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckfeder (32, 32') im unbeaufschlagten Zustand die Stirnfläche (26) des Telekopelementes (23) mit Vorspannung gegen die Stützfläche (27) drückt.
  3. 3. Seitenstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Verstellbarkeit (33) des Telekopelementes (23) zum Führungsgehäuse (21, 21') größer bemessen ist als der Hub (19) des Kolbens (12) im Zylindergehäuse (14).
  4. 4. Seitenstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Führungsgehäuse (21, 21') mit dem Zylindergehäuse (14) unlösbar verbunden ist.
  5. 5. Seitenstrebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die axiale Verstellbarkeit (33) des Telekopelementes (23) vom Hydraulikzylinder (9, 9') weg durch eine zwischen den Führungsringen (28, 30) angeordnete Hülse (37) begrenzt ist.






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