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Dokumentenidentifikation DE19717218A1 29.10.1998
Titel Postwaage mit einem Display
Anmelder Jakob Maul GmbH, 64732 Bad König, DE
Erfinder Brand, Winfried, 64720 Michelstadt, DE
Vertreter Jeck . Fleck . Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 24.04.1997
DE-Aktenzeichen 19717218
Offenlegungstag 29.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.10.1998
IPC-Hauptklasse G01G 23/18
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Postwaage mit einem Display, das eine Gewichtsanzeige und ein lineares, horizontales Anzeigenfeld für eine Laufmarke aufweist. Die Laufmarke (4) im Anzeigenfeld (3) wird abhängig von der zu wiegenden Last kontinuierlich eingestellt. Oberhalb und/oder unterhalb des Anzeigenfeldes (3) ist mindestens eine Karte (5) mit einer Gebührentabelle in Form einer Matrix (6) angeordnet, wobei die Breite der Anzeigenfeldbreite entspricht und deren Zeilen (71-75) Postsendungsarten und diesen gegebenenfalls beigegebene Beförderungsarten und deren Spalten (81-813) Gewichtsbereichen zugeordnet sind (Fig. 1).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Waage, insbesondere Postwaage, der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art und eine Gebührentabelle der im Oberbegriff des Anspruchs 8 angegebenen Art.

Durch die DE-U1-92 03 846 ist ein Display für Waagen bekannt, das mehrere lineare Anzeigefelder mit zugeordneten Laufmarken aufweist. Die Laufmarken werden mittels ihnen zugeordneter Bedienungsorgane eingestellt. So ist ein vertikales Anzeigefeld des Displays mit der zugehörigen Laufmarke für die Postsendungsarten vorgesehen, die auf einer Seite neben dem Display zeilenweise angeführt sind. Ein weiteres vertikales Anzeigenfeld des Displays mit der zugehörigen Laufmarke ist für Ländergruppen vorgesehen, die auf einer anderen Seite neben dem Display zeilenweise angegeben sind. Ein horizontales, drittes Anzeigenfeld des Displays mit der zugehörigen Laufmarke ist für die Beförderungsarten und ein horizontales, viertes Anzeigenfeld des Displays mit der zugehörigen Laufmarke ist für die Umschaltung von Gebühren- auf Gewichtsbeträge vorgesehen, die digital angezeigt werden. Es sind daher auch vier Bedienungsorgane erforderlich, deren Unterbringung manchmal schwierig ist. Ferner ist ein elektronisches Rechenwerk nötig, in das die einzelnen Gebühren eingegeben werden müssen. Bei Änderung der Gebühren ist es für den Benutzer der Postwaage, der meist Laie ist, schwierig, in das Rechenwerk die neuen Gebühren einzugeben.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Postwaage der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art zu schaffen, die eine einfachere Ermittlung und Änderung der Gebühren ermöglicht.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Die vorgeschlagene Waage kann mit gleichem Ziel auch als Geldrollenwaage, Eierwaage (mit Angabe von Gewichtsklassen), das heißt überall dort, wo nach Gewichtsklassen sortiert wird, eingesetzt werden.

Bedienungsorgane zur Einstellung von Laufmarken sind somit nicht mehr erforderlich. Die Karte mit der Gebührenmatrix kann einfach in der Nähe des Anzeigenfelds angeordnet und bei Gebührenänderung durch eine neue Karte ersetzt werden.

Dieser Ersatz kann leicht durch einen Laien ausgeführt werden. Das Display mit der zugeordneten Karte ist auch übersichtlich, so daß die Ablesung der Gebühr nicht schwierig ist.

Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind mehrere Karten vorgesehen, die die Postsendungsarten und diesen gegebenenfalls beigegebene Beförderungsarten abhängig von Ländergruppen angeben. Damit braucht nur die der gewünschten Ländergruppe zugeordnete Karte in Verbindung mit dem Anzeigenfeld des Displays gebracht zu werden.

Eine weitere wichtige Ausbildung der Erfindung ist so getroffen, daß die Waage mit einer Umschalteinrichtung zur Umschaltung auf mehrere Meßbereiche versehen ist, daß den Meßbereichen Laufmarken mit unterschiedlichen Symbolen zugeordnet sind und daß den Meßbereichen zugeordnete Karten mit dem entsprechenden Symbol gekennzeichnet sind. Aufgrund der übereinstimmenden Symbole auf dem Anzeigenfeld und der betreffenden Karte ist die richtige Auswahl dieser Karte und das Anlegen dieser Karte an das Anzeigenfeld einfach möglich.

Die Symbole sind gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung vorzugsweise durch geometrische Formen, wie Balken, Dreieck, Viereck, Kreis oder dergleichen, gebildet. Durch die besondere Außenform sind solche Symbole gut erkennbar. Die Symbole des Anzeigenfeldes können mit einer Spitze versehen sein, die zur Karte weist, um das Gewicht genau zu markieren.

Alternativ oder zusätzlich können die Symbole auch durch verschiedene Farben unterscheidbar gestaltet werden.

Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind die Karten zu einem Buch zusammengefaßt und an dem das Display tragenden Gehäuse umschlagbar befestigt. Der Benutzer der Waage kann dann durch einfaches Umwenden der Karten die richtige Karte auswählen. Vorzugsweise hat das Buch dabei die Form eines Ringbuches.

Die Erfindung hat auch zur Aufgabe, eine einfache Gebührentabelle für eine Postwaage zu schaffen, die mit einem Display für die Gewichtsanzeige versehen ist.

Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruch 8 gelöst.

Weitere Ausbildungen der Gebührentabelle sind in Unteransprüchen angegeben und umfassen Merkmale, wie sie schon für die Postwaage genannt sind.

Die Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen ein Display und eine Gebührentabelle tragenden Gehäuseteil einer Postwaage gemäß der Erfindung,

Fig. 2 einige Symbole für das Anzeigenfeld des Displays und für Gebührentabellen und

Fig. 3 Ausschnitte einiger Gebührentabellenkarten.

In Fig. 1 ist ein Gehäuseteil 1 einer nicht weiter gezeigten Postwaage dargestellt, der ein lineares, waagerechtes Display 2 trägt. Das Display 2 zeigt das Gewicht (0) in Gramm (g) an. Die Gewichtsbezeichnung kann in kg wechseln. Das Display 2 ist mit einem linearen, waagerechten Anzeigefeld 3 versehen, in dem sich eine Laufmarke 4 in Form eines vollen, auf der Spitze stehenden Dreiecks abhängig von dem zu wiegenden Gegenstand kontinuierlich bewegen kann. Unterhalb des Anzeigenfeldes 3 ist eine Karte 5 mit einer Gebührentabelle in Form einer Matrix 6 angeordnet, deren Breite der Anzeigenfeldbreite entspricht und deren Zeilen 71 bis 75 Postsendungsarten und diesen gegebenenfalls beigegebene Beförderungsarten und deren Spalten 81 bis 813 Gewichtsbereichen zugeordnet sind. Die Zeilen 71 bis 75 sind nacheinander mit "Standardbrief", "Postkarte", "Drucksache", "Päckchen" und "Warensendung" bezeichnet, während in den Spalten Gebührenwerte angegeben sind. Diese Gebührenwerte sind nur beispielhaft in den ersten beiden Kästchen angegeben. Die in Fig. 1 dargestellten, der Einfachheit halber gleich breiten Kästchen können entsprechend dem der Gebühr zugeordneten Gewichtsbereich tatsächlich unterschiedliche Breite haben.

Die Karte 5 trägt dasselbe Symbol wie das Symbol der Laufmarke 4, nämlich ein auf der Spitze stehendes Dreieck. Die Karte ist mit fünf Ausnehmungen, wie der Ausnehmung 10, versehen, durch die Ringe, wie der Ring 11, geführt sind. Diese Ringe sind am Gehäuseteil 1 befestigt. Die Karte 5 kann nach unten umgeschlagen werden, so daß sie die gestrichelt gezeichnete Lage 5, einnimmt. Die Karte 5 kann aus festem Karton oder Kunststoff bestehen.

Die Zeilenbeschriftungen der Matrix 6 sind nur als Beispiel angegeben. Es können mehrere solcher Karten, wie die Karte 5, in den Ringen 11 vorgesehen sein, so daß sich eine Gebührentabelle in Form eines Ringbuches ergibt. Diese Karten können Matrizen für weitere Postsendungsarten und gegebenenfalls Beförderungsarten aufweisen und nach Ländergruppen eingeteilt sein. So sind beispielsweise als weitere Postsendungsarten "Briefdrucksache" oder "Büchersendung" usw. möglich. Den Postsendungsarten können auch Beförderungsarten beigegeben sein, beispielsweise "Brief, Einschreiben" oder "Päckchen, Nachnahme" usw. Ferner können die Karten nach Ländergruppen eingeteilt sein, die gleiche Gebühren fordern. So können beispielsweise Karten für die Ländergruppe "Belgien, Finnland, Irland" oder "Korea, Israel, Iran" usw. vorhanden sein.

Die Waage ist vorzugsweise mit einer Umschalteinrichtung zur Umschaltung auf mehrere Meßbereiche versehen. Diese Umschalteinrichtung kann dabei vorzugsweise automatisch arbeiten. Ein erster Meßbereich kann beispielsweise von 0-100 g, ein zweiter von 100 g-1 kg, ein weiterer von 1-10 kg usw. reichen. Diesen Meßbereichen sind nun Laufmarken mit unterschiedlichen Symbolen 12-15 zugeordnet, wie sie beispielsweise in Fig. 2 gezeigt sind. Die Symbole haben vorzugsweise geometrische Formen. So kann der erste Meßbereich ein Dreieck, der zweite Meßbereich ein Viereck, der dritte Meßbereich ein Kreis und der vierte Meßbereich ein Balken als Laufmarkensymbol haben. Gleichzeitig sind die den Meßbereich zugeordneten Karten 16-19 mit den gleichen Symbolen 12'-15' gekennzeichnet, wie Fig. 3 zeigt. Diese Karten haben ferner einen Ländergruppenvermerk, in Fig. 3 beispielsweise den Vermerk "LGA", Ländergruppe A.

Wenn nun beispielsweise bei einem Wiegevorgang auf dem Anzeigenfeld 3 des Displays 2 die Laufmarke 13 erscheint und das gewogene Postgut für die Ländergruppe A bestimmt ist, so kann der Benutzer der Postwaage durch Umschlagen der Karten 5, 16-19 usw. die richtige, mit dem gleichen Symbol 13' und dem Vermerk "LGA" gekennzeichnete Karte 17 an den unteren Rand des Anzeigenfelds 3 bringen. Die dem Gewicht entsprechende Gebühr kann dann für die Postsendungsart und gegebenenfalls die Beförderungsart aus der Matrix der Karte 17 abgelesen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Waage, insbesondere Postwaage, mit einem Display, das eine Gewichtsanzeige und ein lineares, horizontales Anzeigenfeld für eine Laufmarke aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufmarke (4) im Anzeigenfeld (3) abhängig von der zu wiegenden Last kontinuierlich eingestellt wird und daß oberhalb und/oder unterhalb des Anzeigenfeldes (3) mindestens eine Karte (5) mit einer Gebührentabelle in Form einer Matrix (6) angeordnet ist, deren Breite der Anzeigenfeldbreite entspricht und deren Zeilen (71-75) Postsendungsarten und diesen gegebenenfalls beigegebene Beförderungsarten und deren Spalten (81-813) Gewichtsbereichen zugeordnet sind.
  2. 2. Postwaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Karten (5) vorgesehen sind, die die Postsendungsarten und diesen gegebenenfalls beigegebene Beförderungsarten abhängig von Ländergruppen angeben.
  3. 3. Postwaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Waage mit einer Umschalteinrichtung zur Umschaltung auf mehrere Meßbereiche versehen ist, daß den Meßbereichen Laufmarken mit unterschiedlichen Symbolen (12-15) zugeordnet sind und daß den Meßbereichen zugeordnete Karten (16-19) mit dem entsprechenden Symbol (12'-15') gekennzeichnet sind.
  4. 4. Postwaage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Symbole (12-15; 12'-15') durch geometrische Formen, wie Balken, Dreieck, Viereck, Kreis oder dergleichen, gebildet sind.
  5. 5. Postwaage nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Symbole durch unterschiedliche Farben gebildet sind.
  6. 6. Postwaage nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Karten (5, 16-19) zu einem Buch zusammengefaßt und an dem das Display tragenden Gehäuse (1) umschlagbar befestigt sind.
  7. 7. Postwaage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Buch die Form eines Ringbuches hat.
  8. 8. Gebührentabelle für eine Postwaage, die mit einem Display für die Gewichtsanzeige versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gebührentabelle die Form von Karten (5) hat, die unterhalb und/oder oberhalb eines linearen, waagerechten Anzeigenfelds (3) mit einer das Gewicht kontinuierlich anzeigenden Laufmarke (4) angeordnet sind, und daß jede Karte (5) mit einer Matrix (6) versehen ist, deren Breite der Anzeigenfeld breite entspricht und deren Zeilen (71-75) Postsendungsarten und diesen gegebenenfalls beigegebene Beförderungsarten und deren Spalten (81-813) Gewichtsbereichen zugeordnet sind.
  9. 9. Gebührentabelle nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Karten (5) die Postsendungsarten abhängig von Ländergruppen angeben.
  10. 10. Gebührentabelle nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Karten (16-19) mit unterschiedlichen Symbolen (12'-15') gekennzeichnet sind, die denen entsprechen, die für Laufmarken des Anzeigefeldes verwendet werden, wobei diese symbolverschiedenen Laufmarken verschiedenen Meßbereichen der Postwaage zugeordnet sind.
  11. 11. Gebührentabelle nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Symbole durch geometrische Formen, wie Balken, Dreieck, Viereck, Kreis oder dergleichen, gebildet sind.
  12. 12. Gebührentabelle nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Symbole durch unterschiedliche Farben gebildet sind.
  13. 13. Gebührentabelle nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Karten (5, 16-19) zu einem Buch zusammengefaßt und an dem das Display tragenden Gehäuse (1) umschlagbar befestigt sind.
  14. 14. Gebührentabelle nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Buch die Form eines Ringbuches hat.






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