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Dokumentenidentifikation DE19818311A1 29.10.1998
Titel Rückschlagschutzvorrichtung und Anwendungsverfahren
Anmelder Caterpillar Paving Products Inc., Minneapolis, Minn., US
Erfinder Breidenbach, Thomas S., Maple Grove, Minn., US
Vertreter Wagner, K., Dipl.-Ing.; Geyer, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 23.04.1998
DE-Aktenzeichen 19818311
Offenlegungstag 29.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.10.1998
IPC-Hauptklasse E01C 23/088
IPC-Nebenklasse G01P 13/04   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Detektieren, wann eine Straßenfräse einen Rückschlagzustand erfährt. Die Vorrichtung weist ein Rad auf, welches geeignet ist, um mit der Straßenfräse verbunden zu werden, so daß bewirkt wird, daß das Rad sich in einer ersten Richtung dreht, wenn die Straßenfräse nach vorne fährt, und in einer zweiten Richtung, wenn die Straßenfräse nach hinten fährt. Die Vorrichtung weist auch eine Abfühlanordnung mit einem elektronischen Sensor auf. Die Abfühlanordnung ist angeordnet und konfiguriert, um zu detektieren, wann das Rad in die zweite Richtung läuft, und um ein Signal an einen an Bord liegenden Computer der Straßenfräse zu liefern, welches anzeigt, daß ein Rückschlag detektiert worden ist.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Sicherheitsvorrichtungen zur Anwendung bei Schwerindustrieausrüstungsgegenständen. Insbesondere bezieht sich die vorliegende Erfindung auf Vorrichtungen und Verfahren zum Detektieren, wann eine Asphaltfräse einem Rückschlag unterworfen ist, und um die Asphaltfräse (Kaltplaniervorrichtung) auszuschalten, wenn der Rückschlag detektiert wird.

Eine Maschinenklasse, die als Kaltplaniervorrichtungen bzw. Straßen- oder Asphaltfräsen bekannt sind (beispielsweise Caterpillar PM565) werden verwendet, um Asphalt von Straßenoberflächen zu entfernen. Eine typische Asphalt- bzw. Straßenfräse weist eine Vielzahl von Antriebsraupen auf, eine drehbare Schneidtrommel und eine Fördervorrichtung zum Transport von abgetragenem Asphalt weg von der Schneidtrommel. Die Schneidtrommel ist mit einer Vielzahl von Carbidzähnen ausgerüstet, die konfiguriert sind, um eine Straßenoberfläche zu fräsen, wenn die Trommel gedreht wird. Im Betrieb wird die Schneidtrommel typischerweise in einer Richtung entgegengesetzt zur Laufrichtung der Asphaltfräse gedreht. Wenn folglich die Asphaltfräse bzw. Kaltplaniervorrichtung einen Zustand antrifft, wo die Reibung zwischen der Schneidtrommel und der Straße die Reibung zwischen den Raupen und der Straße überschreitet, kann die Maschine nach hinten rücken. Ein solcher Zustand ist als Rückschlag bekannt.

Um Rückschläge zu verhindern, sind Rückschlagschutzvorrichtungen entwickelt worden, die fähig sind, die Rückwärtsbewegung einer Kaltplaniervorrichtung bzw. Asphaltfräse abzufühlen, und die Schneidtrommel der Asphaltfräse auszuschalten. Heutige Rückschlagschutzvorrichtungen sind empfindlich auf kleine Rückwärtsbewegungen der Maschine. Dies ist ein Nachteil, wenn man Beton, gerissene Straßen oder andere Oberflächen schneidet, die bewirken, daß die Maschine geringfügig nach vorne und hinten springt. Das Springen nach hinten, welches durch rauhe Straßenoberflächen bewirkt wird, ist nicht das gleiche wie ein Rückschlag und hat nicht zur Folge, daß die Asphaltfräse um irgendeine nennenswerte Distanz nach hinten getrieben wird. Jedoch ist dieses Springen bzw. Ruckeln oft ausreichend, um heutige Rückschlagschutzvorrichtungen auszulösen, was häufige Falschalarme und Maschinenabschaltvorgänge zur Folge hat. Häufige irrtümliche Abschaltungen sind ein Ärgernis für Bediener von Asphaltfräsen. Folglich schalten solche Bediener oft herkömmliche Rückschlagschutzvorrichtungen aus.

Es gibt gegenwärtig eine Notwendigkeit für eine Rückschlagschutzvorrichtung, die eine geringfügige Rückwärtsbewegung einer Asphaltfräse gestattet, ohne einen Rückschlagalarm auszulösen. Es gibt auch eine Notwendigkeit für eine Rückschlagschutzvorrichtung, die ausgelegt ist, um es einem Bediener zu gestatten, die Empfindlichkeit der Vorrichtung einzustellen, um sich an spezielle Betriebszustände anzupassen. Was weiterhin benötigt wird, ist eine Rückschlagschutzvorrichtung, die geeignet ist, um Kontakt mit einer Straßenoberfläche über Ungleichmäßigkeiten in der Straße und über Höhenveränderungen der Asphaltfräse zu halten, auf der die Vorrichtung befestigt ist. Was darüber hinaus benötigt wird, ist eine Rückschlagschutzvorrichtung, die auch der Funktion dient, eine relative Höhendifferenz zwischen einer Boden/Straßen-Oberfläche und einer Schneidebene einer Asphaltfräse abzufühlen. Die vorliegende Erfindung spricht diese Notwendigkeiten genauso wie andere Notwendigkeiten an.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf eine Vorrichtung zum Detektieren, wann eine Straßenfräse einen Rückschlagzustand erfährt. Die Vorrichtung weist ein Rad auf, welches mit der Straßenfräse über eine Befestigungsanordnung verbunden ist. Die Befestigungsanordnung ist konfiguriert, um zu gestatten, daß sich das Rad in einer ersten Richtung dreht, wenn die Straßenfräse nach vorne fährt, und in einer zweiten Richtung, wenn die Straßenfräse nach hinten fährt. Die Vorrichtung weist auch eine Abfühlanordnung mit einem elektronischen Sensor auf. Die Abfühlanordnung ist angeordnet und konfiguriert, um zu detektieren, wann das Rad in der zweiten Richtung läuft, und um ein Signal an einen Computer der Straßenfräse zu liefern, welches anzeigt, daß ein Rückschlag detektiert worden ist. Sobald ein Rückschlag detektiert worden ist, schaltet der Computer ab bzw. fährt herunter oder schaltet die Straßenfräse aus. In gewissen Ausführungsbeispielen kann die Befestigungsanordnung konfiguriert sein, um zu gestatten, daß das Rad lenkt, so daß das Rad einen Straßenkontakt hält, während die Straßenfräse lenkt oder über Straßenungleichheiten kriecht. Die Befestigungsanordnung kann auch konfiguriert sein, um zu gestatten, daß sich das Rad nach oben und unten relativ zur Straßenfräse bewegt, und zwar ansprechend auf Ungleichheiten in der Straße und Veränderungen der Höhe der Straßenfräse.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine Rückschlagschutzvorrichtung, die mit einer Meßvorrichtung ausgerüstet ist, um eine Höhendifferenz zwischen einer Schneidebene der Straßenfräse und einer Bodenoberfläche zu messen. Durch Kombination der Rückschlagschutz- und Höhenabfühlfunktionen in einer einzigen Vorrichtung, muß der Bediener der Straßenfräse nicht zwei getrennte Vorrichtungen aufbauen.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Abschalten einer Straßenfräse, die einen Rückschlagzustand erfährt. Das Verfahren weist den Schritt auf, ein an der Straßenfräse befestigtes Rad vorzusehen. Das Rad ist angeordnet, um sich in einer ersten Richtung zu drehen, wenn sich die Straßenfräse nach vorne bewegt, und in ein einer zweiten Richtung, wenn sich die Straßenfräse zurückbewegt. Das Verfahren weist auch die Schritte auf, die Drehung des Rades zu überwachen, und abzufühlen, wann sich das Rad um eine vorbestimmte Distanz in der zweiten Richtung dreht. Das Verfahren weist weiter den Schritt auf, die Frästrommel der Straßenfräse auszuschalten, wenn detektiert wird, daß das Rad sich um den vorbestimmten Abstand in der zweiten Richtung gedreht hat. Die Empfindlichkeit des Detektionsverfahrens kann variiert werden durch Variieren der vorbestimmten Distanz, um die sich das Rad in der zweiten Richtung dreht, bevor die Rückwärtsdrehung ein Abschalten der Straßenfräse auslöst.

Eine Vielzahl von zusätzlichen Vorteilen der Erfindung wird teilweise in der folgenden Beschreibung dargelegt, und wird teilweise aus der Beschreibung offensichtlich oder kann durch die Anwendung der Erfindung erlernt werden. Die Vorteile der Erfindung werden erkannt und erreicht mittels Elementen und Kombinationen, die insbesondere in den Ansprüchen dargelegt sind. Es sei bemerkt, daß sowohl die vorangegangene allgemeine Beschreibung als auch die folgende detaillierte Beschreibung nur beispielhaft und erklärend sind, und daß sie nicht die Erfindung wie beansprucht einschränken.

Die Begleitzeichnungen, die in dieser Beschreibung aufgenommen sind und einen Teil davon bilden, veranschaulichen verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung dazu, die Prinzipien der Erfindung zu erklären. Eine kurze Beschreibung der Zeichnungen ist wie folgt:

Fig. 1 ist eine Draufsicht einer Kaltplaniervorrichtung bzw. einer Asphalt- bzw. Straßenfräse, die eine Rückschlagschutzvorrichtung aufweist, die gemäß der Prinzipien der vorliegenden Erfindungen aufgebaut ist;

Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Straßenfräse der Fig. 1;

Fig. 3 ist eine Perspektivansicht der Rückschlagschutzvorrichtung, die bei der Kaltplaniervorrichtung bzw. der Straßenfräse der Fig. 1 eingesetzt wird;

Fig. 4 ist eine Explosionsansicht der Rückschlagschutzvorrichtung der Fig. 3;

Fig. 5 ist eine Perspektivansicht eines Rades, welches durch die Rückschlagschutzvorrichtung der Fig. 3 verwendet wird;

Fig. 6 ist eine Perspektivansicht einer Befestigungsgabel, die in der Rückschlagschutzvorrichtung der Fig. 3 verwendet wird;

Fig. 7 ist eine Vorderansicht eines Flag- bzw. Markierungs- oder Zeichengliedes, welches bei der Rückschlagschutzvorrichtung der Fig. 3 verwendet wird;

Fig. 8 ist Rückansicht eines Flag- bzw. Markierungsgliedes der Fig. 7;

Fig. 9a ist eine Seitenansicht der Rückschlagschutzvorrichtung der Fig. 3, die Vorrichtung ist in einem normalen Betriebszustand gezeigt;

Fig. 9b ist eine Seitenansicht der Rückschlagschutzvorrichtung der Fig. 3, wobei die Vorrichtung in einer ersten Ausschaltposition gezeigt ist;

Fig. 9c ist eine Seitenansicht der Rückschlagschutzvorrichtung der Fig. 3, die Vorrichtung ist in einer zweiten Abschaltposition gezeigt; und

Fig. 10 ist ein schematisches Diagramm, welches ein Steuersystem veranschaulicht, welches zur Anwendung mit der Rückschlagschutzvorrichtung der Fig. 3 geeignet ist.

Es wird nun im Detail auf beispielhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung Bezug genommen, die in den beigefügten Zeichnungen veranschaulicht sind. Wo immer möglich, werden die gleichen Bezugszeichen in den Zeichnungen verwendet, um sich auf dieselben oder gleichen Teile zu beziehen.

Fig. 1 und 2 veranschaulichen eine Kaltplaniervorrichtung bzw. Straßenfräse 20, die mit einer Rückschlagschutzvorrichtung 22 ausgerüstet ist, die gemäß der Prinzipien der vorliegenden Erfindung aufgebaut ist. Im allgemeinen weist die Straßenfräse 20 eine Vielzahl von Antriebsraupen 24 auf, die konfiguriert sind, um die Straßenfräse 20 entlang einer Straßenoberfläche voranzutreiben. Die Straßenfräse 20 weist auch eine Schneidtrommel 26 auf, um die Straßenoberfläche zu fräsen. Eine Schneidebene der Straßenfräse 20 ist tangential zum Unterteil der Schneidtrommel 26 und parallel zur Laufrichtung der Straßenfräse 20. Die Raupen 24 der Straßenfräse 20 sind mit dem Hauptkörper der Straßenfräse 20 durch Hydraulikschenkel 28 verbunden. Die Hydraulikschenkel 28 sind konfiguriert, um die Schneidtrommel 26 relativ zu den Raupen 24 anzuheben und abzusenken, um die Höhe der Schneidebene der Schneidtrommel zu steuern. Die Straßenfräse 20 ist weiter mit einer Transportvorrichtung 30 ausgerüstet, die konfiguriert ist, um abgetragenen Asphalt von der Schneidtrommel 26 zu einer Auslaßstelle zu transportieren, wie beispielsweise der Ladefläche eines Kipplastwagens.

Die Rückschlagschutzvorrichtung 22 ist mit der Straßenfräse 20 durch einen angelenkten Arm 23 verbunden. Obwohl die Rückschlagschutzvorrichtung 22 nur auf der rechten Seite der Straßenfräse 20 gezeigt ist, wird bevorzugt, daß die Rückschlagschutzvorrichtung auf beiden Seiten der Straßenfräse 20 gelegen ist.

Im Gebrauch werden die Hydraulikschenkel 28 so eingestellt, daß die Schneidebene der Schneidtrommel 26 auf einer gewünschten Höhe eingestellt wird. Sobald die Schneidebenenhöhe eingestellt worden ist, werden die Raupen 24 in einer ersten Richtung 32 angetrieben, so daß die Straßenfräse 20 in einer Vorwärtsrichtung 34 angetrieben wird. Gleichzeitig wird die Schneidtrommel 26 in einer zweiten Richtung 36 gedreht, die entgegengesetzt zur Drehrichtung der Raupen 24 ist. Folglich tendiert die Schneidtrommel 26 dazu, die Straßenfräse 20 in einer Rückwärtsrichtung 38 zu schieben. Unter normalen Betriebszuständen überschreitet die Reibung zwischen den Raupen 24 und der Straße die Reibung zwischen der Schneidtrommel 26 und der Straße, so daß sich die Straßenfräse 20 in der Vorwärtsrichtung 34 bewegt. Manchmal jedoch kann die Reibung zwischen der Schneidtrommel 26 und der Straße die Reibung zwischen der Raupe 24 und der Straße überschreiten, so daß die Straßenfräse 20 durch die Schneidtrommel 26 in der Rückwärtsrichtung 38 angetrieben wird. Wenn ein solcher Rückschlag auftritt, detektiert die Rückschlagschutzvorrichtung 22 die Rückwärtsbewegung der Straßenfräse 20 und schaltet die Schneidtrommel 26 ab bzw. fährt sie herunter, bevor die Straßenfräse 20 um eine ausreichende Distanz nach hinten getrieben wird, um eine beträchtliche Gefahr darzustellen.

Die Fig. 3 und 4 bieten weitere Darstellungen der Rückschlagschutzvorrichtung 22. Im allgemeinen weist die Rückschlagschutzvorrichtung 22 ein Rad 40 auf, welches mit dem angelenkten Arm 23 der Straßenfräse 20 durch eine Befestigungsanordnung verbunden ist. Wenn die Rückschlagschutzvorrichtung 22 an der Straßenfräse 20 befestigt ist, berührt das Rad 40 vorzugsweise den Boden und ist geeignet, sich in eine erste Richtung zu drehen, wenn die Straßenfräse 20 nach vorne läuft, und in einer zweiten Richtung, wenn die Straßenfräse 20 rückwärts läuft. Die Rückschlagschutzvorrichtung 22 weist auch eine Abfühlanordnung mit einem elektronischen Sensor 42 auf. Die Abfühlanordnung ist angeordnet und konfiguriert, um zu detektieren, wenn das Rad 40 in der zweiten Richtung läuft, und um ein Signal an einen an Bord liegenden Computer der Straßenfräse 20 zu liefern, welches anzeigt, daß ein Rückschlag detektiert worden ist. Die Rückschlagschutzvorrichtung 22 ist weiter mit einer Höhenmeßvorrichtung 44 ausgerüstet, um eine relative Höhendifferenz zwischen der Bodenoberfläche und der Schneidebene der Straßenfräse 20 zu messen. Jede der Komponenten der Rückschlagschutzvorrichtung 22 wird genauer in den folgenden Absätzen beschrieben.

Fig. 5 ist eine vergrößerte Perspektivansicht des Rades 40. Wie in den Figuren gezeigt, ist das Rad 40 ein Rad der Fahrradbauart mit einem Durchmesser von 14''. Natürlich kann irgendeine andere Bauart eines Rades mit irgendwelchen Abmessungen gemäß der Prinzipien der vorliegenden Erfindung verwendet werden.

Das Rad 40 weist eine Felge 46 auf, auf der ein Reifen 48, aufgebaut aus einem Material, wie beispielsweise Gummi oder vollem bzw. festem Polyurethan, befestigt ist. Das Rad 40 weist auch eine Mittelnabe 50 auf, die fest mit der Felge 46 durch eine Speichenanordnung 52 verbunden ist. Eine mit Gewinde versehene Achse 54 erstreckt sich durch die Mitte der Nabe 50. Ein (nicht gezeigtes) herkömmliches Lager ist zwischen der Achse 54 und der Nabe 50 positioniert, so daß das Rad 40 fähig ist, sich frei relativ zur Achse 54 zu drehen. Wie später beschrieben wird, ist die Achse 54 fest mit der Befestigungsanordnung der Straßenfräse 20 über Muttern 56 verbunden, die auf die entgegengesetzten Enden der Achse 54 geschraubt sind.

Mit Bezug auf die Fig. 3, 4 und 6 weist die Befestigungsanordnung der Rückschlagschutzvorrichtung 22 eine Gabelstruktur 58 auf, die geeignet ist, um das Rad 40 aufzunehmen. Die Gabelstruktur 58 weist entgegenweisende und voneinander beabstandete erste und zweite Platten 60 und 62 auf, die Schlitze 64 definieren, die angeordnet und konfiguriert sind, um die Achse 54 des Rades 40 aufzunehmen. Das Rad 40 ist mit der Befestigungsanordnung der Rückschlagschutzvorrichtung 22 verbunden, und zwar durch Einführen des Rades 40 in die Gabelstruktur 58, so daß die Enden der Achse 54 in die Schlitze 64 passen. Sobald die Achse 54 in die Schlitze 64 eingeführt worden ist, werden die Achsenmuttern 56 gegen die ersten und zweiten Platten 60 und 62 festgezogen, so daß die Achse 54 fest mit der Gabelstruktur 58 verbunden ist.

Die Befestigungsanordnung der Rückschlagschutzvorrichtung 22 weist auch ein im wesentlichen vertikales Glied 66 auf, welches fest mit der Gabelstruktur 58 durch herkömmliche Techniken, wie beispielsweise einem Bolzen oder einer Schraube, insbesondere einer Einstellschraube verbunden ist. Das im wesentlichen vertikale Glied 66 steht nach oben von der Gabelstruktur 58 vor und wird innerhalb einer rohrförmigen Linearlagerstruktur 68 aufgenommen. Die Linearlagerstruktur 68 gestattet es, daß das vertikale Glied 66 um seine Längsachse 70 schwenkt. Die Linearlagerstruktur 68 gestattet auch, daß das Vertikalglied 66 nach oben und unten entlang seiner Längsachse 70 gleitet. Die Aufwärtsbewegung des Vertikalgliedes 66 wird durch die Gabelstruktur 58 begrenzt. Die Abwärtsbewegung des Vertikalgliedes 66 wird durch ein oberes Glied 72 begrenzt, welches am oberen Ende des Vertikalgliedes 66 durch herkömmliche Techniken gesichert bzw. befestigt ist, wie beispielsweise durch einen Bolzen oder eine Einstellschraube. Das obere Glied 72 ist über der Linearlagerstruktur 68 positioniert und steht mit dem Oberteil der Linearlagerstruktur 68 in Eingriff, um zu verhindern, daß das vertikale Glied 66 vollständig durch die Linearlagerstruktur 68 gleitet.

Die Schwenkbewegung des Vertikalgliedes 66 mit Bezug auf die Linearlagerstruktur 68 gestattet es, daß das Rad 40 lenkt bzw. schwenkt, um den Straßenkontakt aufrechtzuerhalten, während die Straßenfräse 20 lenkt bzw. umdreht oder über Straßenungleichmäßigkeiten kriecht. Der Bereich der Schwenkbewegung wird eingeschränkt durch einen Begrenzungsarm 74, der fest mit der Linearlagerstruktur 68 verbunden ist. Der Begrenzungsarm 74 steht nach oben von der Linearlagerstruktur 68 vor und erstreckt sich durch einen ersten Schlitz 76, der durch das obere Glied 72 definiert wird. Der erste Schlitz 76 besitzt eine größere Breite als die Breite des Begrenzungsarms 74, so daß das obere Glied 72 und das angebrachte vertikale Glied 66 einen eingeschränkten Schwenkbewegungsbereich mit Bezug auf die Lagerstruktur 68 besitzen. Es sei bemerkt, daß das obere Glied 72 auch mit einem zweiten Schlitz 78 ausgerüstet ist, der eine Breite besitzt, die ungefähr gleich der Breite des Begrenzungsarms 74 ist. Die Schwenkbewegung des vertikalen Gliedes 66 kann im wesentlichen eliminiert werden durch Reorientierung bzw. erneute Ausrichtung des oberen Gliedes 72, so daß der Begrenzungsarm 74 der Linearlagerstruktur 68 sich durch den zweiten Schlitz 78 des oberen Gliedes 72 erstreckt.

Wenn die Rückschlagschutzvorrichtung 22 nicht in Gebrauch ist, kann das vertikale Glied 66 nach oben bewegt werden, so daß sich das obere Glied 72 über den Oberteil des Begrenzungsarms 70 bewegt. Sobald das obere Glied 72 über dem Begrenzungsarm 74 gelegen ist, wird das vertikale Glied 66 ungefähr um 90° auf eine Position gedreht, wo der Unterteil des oberen Glieds 72 auf dem Oberteil des Begrenzungsarms 74 ruht. Vorzugsweise definiert der Unterteil des oberen Gliedes 72 eine Tasche zur Aufnahme des oberen Teils des Begrenzungsarms 74. In dieser Weise kann das Rad 40 in einer Position über der Bodenoberfläche gehalten werden, wenn die Rückschlagdetektionsvorrichtung 22 nicht in Gebrauch ist.

Die Befestigungsanordnung der Rückschlagschutzvorrichtung 22 weist weiter einen Befestigungsbügel 80 auf, der konfiguriert ist, um mit dem angelenkten Arm 23 der Straßenfräse 20 verbunden zu werden. Der Befestigungsbügel 80 ist mit einer im allgemeinen L-förmigen Konfiguration gezeigt. Vorzugsweise ist der Befestigungsbügel 80 fest mit dem Begrenzungsarm 74 der Linearlagerstruktur 78 durch herkömmliche Techniken verbunden, wie beispielsweise durch Bolzen bzw. Schrauben.

Mit Bezug auf die Fig. 3 und 4 ist die Höhenmeßvorrichtung 44 gezeigt, und zwar als ein herkömmlicher Drehencoder bzw. -codierer (Meßvorrichtung), der einen Schwingarm 82 aufweist, und zwar ausgerüstet mit einer Abbrechsonde oder einem Stab 84, der quer vom Schwingarm 82 nach außen vorsteht. Die Sonde 84 ist manuell beweglich, und zwar zwischen einer ersten Position, wo die Sonde gegen die Oberseite des oberen Gliedes 72 vorgespannt ist, und einer (nicht gezeigten) zweiten Position, in der die Sonde 84 quer nach außen von der Straßenfräse 20 vorsteht. Wenn die Sonde 84 in der ersten Position ist, dreht sich der Schwingarm 82, wenn sich das vertikale Glied 66 nach oben und unten relativ zur Linearlagerstruktur 68 bewegt. Die Höhenmeßvorrichtung 44 wandelt die relative Linearbewegung zwischen dem vertikalen Glied 66 und der Linearlagerstruktur 68 in einen Drehcode um, der von einem an Bord liegenden Computer verwendet wird, um die relative Vertikalbewegung zwischen dem Rad 40 und der Straßenfräse 20 zu messen. Der Computer verwendet typischerweise eine solche Information um eine Höhendifferenz zwischen der Bodenoberfläche zu bestimmen, die mit dem Rad 40 in Eingriff steht, und der Schneidebene der Straßenfräse 20. Wenn die Sonde 84 in der zweiten Position ist, ist die Sonde 84 geeignet, um mit einer externen Höheneinstellstruktur in Eingriff zu kommen, wie beispielsweise einer Draht- bzw. Saitenlinie (string line), die auf eine gewünschte Höhe eingestellt worden ist.

Obwohl ein Drehcodierer bevorzugt wird, sei bemerkt, daß andere Vorrichtungen zum Messen von Veränderungen der Höhe, wie beispielsweise Lineardistanzsensoren, auch verwendet werden könnten.

Wie zuvor beschrieben, weist die Abfühlanordnung der Rückschlagschutzvorrichtung 22 einen elektronischen Sensor 42 auf, um zu detektieren, wenn sich das Rad 40 um eine vorbestimmte Distanz zurückbewegt. Vorzugsweise ist der elektronische Sensor 42 ein herkömmlicher Näherungssensor/Schalter, der geeignet ist, um ferromagnetische Materialien zu detektieren, die direkt benachbart zum Sensor positioniert sind. Natürlich kann irgendeine Anzahl von alternativen Sensoren zum Detektieren einer Bewegung, einschließlich streng mechanischer oder hydraulisch/mechanischer Vorrichtungen verwendet werden. Beispielhafte Näherungssensoren mit komplementärer Ausgangsgröße werden vertrieben von Turk Inc. und Microswitch Inc.

Der elektronische Sensor 42 ist vorzugsweise in einer der ersten, zweiten, dritten, vierten und fünften Öffnungen 86, 88, 90, 92 und 94 befestigt, die von der zweiten Platte 62 der Gabelstruktur 58 definiert werden. Die Öffnungen 86-94 sind vorzugsweise entlang eines ersten Bogens 95 ausgerichtet. Wenn das Rad 40 in der Gabelstruktur 58 befestigt ist, ist der erste Bogen 95 vorzugsweise geeignet, um um die Achse 54 des Rades 40 herumgezogen bzw. herumgeschrieben oder konzentrisch damit zu sein. Es sei bemerkt, daß durch Veränderung der Öffnungsposition, in der der elektronische Sensor 42 befestigt ist, die Empfindlichkeit der Rückschlagschutzvorrichtung 22 gemäß der Betriebszustände der Straßenfräse 20 eingestellt werden kann. Wenn beispielsweise der elektronische Sensor 42 in der ersten Öffnung 86 befestigt ist, wird der Sensor 42 einen Rückschlagzustand detektieren, wenn sich das Rad 40 nach hinten um ungefähr 1 Inch dreht. Wenn im Gegensatz der Sensor 42 in der ersten Öffnung 94 befestigt ist, wird der Sensor keine Rückschlagsituation detektieren, bis sich das Rad 40 ungefähr um 20 Inch zurückgedreht hat. Natürlich sei bemerkt, daß die obigen Distanzen rein beispielhaft sind, und daß die vorliegende Erfindung nicht auf solche speziell beschriebenen Abmessungen eingeschränkt ist.

Wie in den Fig. 4, 7 und 8 gezeigt, weist die Abfühlanordnung der Rückschlagschutzvorrichtung 22 auch ein Fahnen- bzw. Zeichenglied 96 auf, welches konfiguriert ist, um operativ mit dem Rad 40 gekoppelt zu werden. Das Fahnenglied 96 weist einen gekrümmten Vorsprung 98 auf, der einen langgestreckten gekrümmten Schlitz 100 definiert. Das Fahnenglied 96 definiert auch eine Öffnung 104, versetzt von dem gekrümmten Schlitz 100, die konfiguriert ist, um eine Ein-Weg-Kupplung aufzunehmen. Ein fester Teil 102 des Fahnengliedes 96 erstreckt sich um die Öffnung 104. In einem Ausführungsbeispiel ist der Schwerpunkt des Fahnengliedes 96 geeignet, um in der Symmetrieebene des Fahnengliedes 96 zwischen der Drehachse des Rades 40 und dem gekrümmten Schlitz 100 angeordnet zu werden.

Wie in den Fig. 4, 7 und 8 gezeigt, ist die Ein-Weg-Kupplung, die in der Öffnung 104 des Fahnengliedes 96 befestigt bzw. montiert ist, ein herkömmliches BMX-Fahrrad- Freilaufritzel bzw. -kettenrad 106. Ein beispielhaftes Freilaufritzel wird verkauft von Shimano Inc. als Teil-Nr. SF-MX30. Natürlich können alternative Kupplungsmechnismen zur Steuerung der Relativdrehung zwischen Gliedern, wie beispielsweise eine Rollenkupplung, verwendet werden.

Das Freilaufritzel bzw. -kettenrad 106 weist ein Außengehäuse 108 mit einer Vielzahl von integralen Kettenradzähnen 110 auf. Ein Innenteil 112, der eine mittlere Öffnung 114 definiert, die eine Vielzahl von Innengewindegängen aufweist, ist im Gehäuse 108 befestigt. Eine Lagerstruktur sorgt für eine relative Drehbewegung zwischen dem Außengehäuse 108 und dem Innenteil 112 des Freilaufkettenrades 106. Zusätzlich gestattet ein innerer Ein- Weg-Kupplungsmechanismus mit Verriegelungszähnen der Ratschen- bzw. Rastbauart und eine Mantelanordnung eine relative Drehbewegung in einer ersten Richtung zwischen dem Außengehäuse 108 und dem inneren Teil 112 und verhindert eine relative Drehbewegung in einer zweiten Richtung zwischen dem Außengehäuse 108 und dem Innenteil 112.

Das Freilaufkettenrad 106 ist vorzugsweise innerhalb der Öffnung 104 des Fahnengliedes 96 befestigt, und zwar durch feste Verbindung des Außengehäuses 108 mit dem Körper des Fahnengliedes 96. Wie beispielsweise in Fig. 8 gezeigt, ist das Außengehäuse 108 fest mit dem Fahnenglied 96 verbunden, und zwar durch Schweißen der Kettenradzähne 110 des Außengehäuses 108 an die Innenfläche des Fahnengliedes 96.

Das Fahnenglied 96 ist mit dem Rad 40 verbunden, und zwar durch Aufschrauben des Innenteils 112 des Freilaufkettenrades 106 auf die Radnabe 50, so daß die Radnabe 50 fest innerhalb der mittleren Öffnung 114 des Freilaufkettenrades 106 gehalten wird. Nachdem das Fahnenglied 96 auf dem Rad 40 befestigt ist, ist das Rad mit der Gabelstruktur 58 verbunden, und zwar durch Einführen der Achse 54 in die Schlitze 64 der Gabelstruktur 68 und durch Festziehen der Achsenmuttern 56. Wie in den Fig. 9a-9c gezeigt, richtet sich der gekrümmte Schlitz 100 des Fahnengliedes 96 im wesentlichen entlang des ersten Bogens 95 aus, der von den Öffnungen 86-94 der zweiten Platte 62 definiert wird, wenn das Rad 40 an der Gabelstruktur 58 befestigt ist. Zusätzlich erstreckt sich ein Begrenzungsstift 116, der mit der zweiten Platte 62 verbunden ist, durch den gekrümmten Schlitz 100 des Fahnengliedes 96. Der Begrenzungsstift 116 begrenzt den Bereich der relativen Drehbewegung, die zwischen dem Fahnenglied 96 und der zweiten Platte 62 der Gabelstruktur 58 möglich ist.

Wenn es montiert ist, gestattet das Freilaufkettenrad 106 eine relative Drehbewegung zwischen dem Rad 40 und dem Fahnenglied 96 in einer Richtung, verhindert jedoch die relative Drehbewegung zwischen dem Rad 40 und dem Fahnenglied 96 in einer entgegengesetzten Richtung. Wie beispielsweise in Fig. 9a gezeigt, gestattet das Freilaufkettenrad 106 eine relative Drehbewegung zwischen dem Rad 40 und dem Fahnenglied 96, wenn das Rad 40 in einer ersten Richtung 118 gedreht wird. Wie jedoch in den Fig. 9b und 9c gezeigt, verhindert das Freilaufkettenrad 106 eine Relativdrehung zwischen dem Rad 40 und dem Fahnenglied 96, was bewirkt, daß das Fahnenglied 96 und das Rad 40 sich zusammen als eins bewegen, wenn das Rad 40 in einer zweiten Richtung 120 gedreht wird.

Mit Bezug auf die Fig. 1, 2 und 9a wird bewirkt, daß sich das Rad 40 in der ersten Richtung 118 dreht, wenn sich die Straßenfräse 20 in der Vorwärtsrichtung 34 bewegt. Wenn sich das Rad 40 in der ersten Richtung 118 bewegt, bewirkt die innere Reibung innerhalb der Kupplung und des Lagers der freilaufenden Nabe 106, kombiniert mit der Schwerkraft, daß das Fahnenglied 96 sich in eine normale Betriebsposition bewegt, in der der Begrenzungsstift 116 mit einem ersten Ende 122 des gekrümmten Schlitzes 100 in Eingriff kommt. Wenn das Fahnenglied 96 in der normalen Betriebsposition durch den Begrenzungsstift 116 gehalten wird, dreht sich das Rad 40 weiter frei in der ersten Richtung (angezeigt vom Pfeil 118) relativ zum Fahnenglied 96. Es sei bemerkt, daß während das Fahnenglied 96 in der normalen Betriebsposition der Fig. 9a ist, der Sensor 42, der in irgendeiner der Öffnungen 86-94 montiert sein kann, abhängig vom erwünschten Empfindlichkeitsniveau, direkt benachbart zum festen Teil 102 des Fahnengliedes 96 positioniert ist. Wenn folglich das Fahnenglied 96 in der normalen Betriebsposition ist, fühlt der Sensor 42 normalerweise den festen Teil 102 des Fahnengliedes 96 ab.

Wenn ein Rückschlagzustand auftaucht, bewegt sich die Straßenfräse 20 in der Rückwärtsrichtung 38, was bewirkt, daß sich das Rad 40 in der zweiten Richtung 120 dreht. Das Freilaufkettenrad 106 verhindert eine relative Drehbewegung zwischen dem Fahnenglied 96 und dem Rad 40, wenn das Rad in der zweiten Richtung 120 gedreht wird. Wenn folglich das Rad in der zweiten Richtung 120 gedreht wird, dreht sich das Fahnenglied 96 auch in der zweiten Richtung 120, was bewirkt, daß das erste Ende 122 des gekrümmten Schlitzes 100 sich weg vom Begrenzungsstift 116 bewegt, und daß sich ein zweites Ende 123 des gekrümmten Schlitzes 100 zum Begrenzungsstift 116 hin bewegt. Wenn sich das Fahnenglied 96 in der zweiten Richtung 120 dreht, bewegt sich der feste Teil 102 des Fahnengliedes 96 weg von den Öffnungen 86-94, und der gekrümmte Schlitz 100 bewegt sich benachbart zu den Öffnungen 86-94. Wenn das erste Ende 122 des gekrümmten Schlitzes 100 die Öffnung erreicht, in der der Sensor 42 befestigt ist, fühlt der Sensor 42 nicht weiter die Anwesenheit des festen Teils 102 und ein Rückschlagsignal wird an einen an Bord liegenden Computer der Straßenfräse 20 gesandt. Der Computer schaltet die Straßenfräse 20 beim Empfang des Rückschlagsignals ab. Nachdem die Straßenfräse 20 zurückgesetzt worden ist und die Bewegung in der Vorwärtsrichtung 34 wieder aufnimmt, bewirken die Reibung innerhalb des Freilaufkettenradlagers und der Kupplung und der Schwerpunkt des Fahnengliedes 96, daß das Fahnenglied 96 automatisch in die normale Betriebsposition der Fig. 9a zurückkehrt.

Es sei bemerkt, daß die Empfindlichkeit der Rückschlagschutzvorrichtung 22 durch Veränderung der Öffnungsposition variiert werden kann, in der der elektronische Sensor 42 befestigt ist. Wenn beispielsweise der Näherungssensor 42 in der ersten Öffnung 86 (wie in Fig. 9a gezeigt) befestigt ist, wird der Rückschlagalarm ausgelöst, wenn das erste Ende 122 des Schlitzes 100 die erste Öffnung 86 erreicht. Wenn in ähnlicher Weise der elektronische Sensor 42 in der dritten Öffnung 90 (wie in Fig. 9b gezeigt) befestigt ist, wird der Rückschlagalarm nicht ausgelöst, bis das erste Ende 122 des Schlitzes 100 die dritte Öffnung 90 erreicht (wie auch in Fig. 9b gezeigt). Wenn zusätzlich der elektronische Sensor 42 in der fünften Öffnung 94 (wie in Fig. 9c gezeigt) befestigt ist, wird der Rückschlagalarm nicht ausgelöst, bis das erste Ende 122 des Schlitzes 100 die fünfte Öffnung 94 erreicht (wie auch in Fig. 9c gezeigt).

Es wird bevorzugt, daß der elektronische Sensor 42 normalerweise die festen Teile 102 des Fahnengliedes 96 abfühlt, wenn das Fahnenglied 96 in der normalen Betriebsposition ist. Eine solche Konfiguration ist vorteilhaft, da ein Alarm ausgelöst wird, wenn der elektronische Sensor aus einer der Öffnungen 86-94 herausgelöst bzw. entfernt wird oder anders inoperativ bzw. kaputt wird. In alternativen Ausführungsbeispielen jedoch kann der Sensor konfiguriert sein, um normalerweise kein Metall abzufühlen, und um einen Rückschlagalarm auszulösen, wenn ein Teil des Fahnengliedes sich in enger Nähe zum Sensor bewegt.

Fig. 10 zeigt ein schematisches Diagramm, welches ein beispielhaftes Steuersystem veranschaulicht, und zwar geeignet zur Anwendung mit der Rückschlagschutzvorrichtung 22. Das System weist einen Zentralcomputer 200 oder eine andere Bauart einer Verarbeitungsseinheit auf. Der Computer 200 empfängt eine Eingangsgröße von einem Drehschalter 202 und dem elektronischen Rückschlagsensor 42. Der Computer 200 steuert einen Anzeigeindikator 204, der leuchtet, wenn ein Rückschlag detektiert worden ist. Der Computer 200 steuert auch eine Schneidtrommel 26 über einen Riemen- bzw. Bandspanner 208, eine Trommelbremse 210 und eine Trommelkupplung 212. Der Computer steuert weiter eine Vielzahl von Raupen 24 über einen Raupenantrieb 214 und eine Park- bzw. Feststellbremse 216. Der Bandspanner 208, die Trommelbremse 210, die Trommelkupplung 212, der Raupenantrieb 214 und die Parkbremse 216 werden jeweils hydraulisch gesteuert und betrieben.

Beim grundlegenden Betrieb aktiviert ein Bediener der Straßenfräse 20 die Schneidtrommel 26 durch Anschalten des Drehschalters 202. Wenn der Drehschalter 202 angeschaltet wird, aktiviert der Computer 200 den Riemenspanner 208, der einen Riemen spannt, der die Schneidtrommel 26 antreibt. Der Computer löst auch die Trommelbremse 210 und bringt die Trommelkupplung 212 in Eingriff. Die Trommelkupplung 212 überträgt Drehmoment vom Motor der Straßenfräse 20 über den Riemen zur Trommel 26, was bewirkt, daß die Trommel 26 sich dreht. Sobald die Trommel 26 beginnt sich zu drehen, wird die Park- bzw. Feststellbremse 216 für die Raupen 24 gelöst, und der Raupenantrieb 214 wird aktiviert, so daß die Raupen 24 die Straßenfräse 20 in der Vorwärtsrichtung antreiben. Wenn der Rückschlagsensor 42 eine Rückschlagsituation detektiert, beleuchtet der Computer 200 die Anzeige 204 und rückt automatisch die Trommelkupplung 212 aus, aktiviert die Trommelbremse 210 und löst die Spannung auf dem Antriebsriemen über den Spanner 208. Zusätzlich deaktiviert der Computer 200 den Raupenantrieb 214 und aktiviert die Feststellbremse 216.

Mit Bezug auf die vorangegangene Beschreibung sei bemerkt, daß Veränderungen im Detail vorgenommen werden können, insbesondere bezüglich der eingesetzten Konstruktionsmaterialien und der Form, Größe und Anordnung der Teile, und zwar ohne vom Umfang der vorliegenden Erfindung abzuweichen. Es wird beabsichtigt, daß die Beschreibung und das abgebildete Ausführungsbeispiel nur als beispielhaft angesehen werden, wobei der wahre Umfang und Geist der Erfindung durch die breite Bedeutung der folgenden Ansprüche gezeigt wird.

Zusammenfassend kann man folgendes sagen:

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Detektieren, wann eine Straßenfräse einen Rückschlagzustand erfährt. Die Vorrichtung weist ein Rad auf, welches geeignet ist, um mit der Straßenfräse verbunden zu werden, so daß bewirkt wird, daß das Rad sich in einer ersten Richtung dreht, wenn die Straßenfräse nach vorne fährt, und in einer zweiten Richtung, wenn die Straßenfräse nach hinten fährt. Die Vorrichtung weist auch eine Abfühlanordnung mit einem elektronischen Sensor auf. Die Abfühlanordnung ist angeordnet und konfiguriert, um zu detektieren, wann das Rad in die zweite Richtung läuft, und um ein Signal an einen an Bord liegenden Computer der Straßenfräse zu liefern, welches anzeigt, daß ein Rückschlag detektiert worden ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Detektieren, wann eine Straßenfräse, ausgerüstet mit einem Computer, einen Rückschlagzustand erfährt, wobei die Vorrichtung folgendes aufweist:

    ein Rad;

    eine Befestigungsanordnung, um das Rad mit der Straßenfräse zu verbinden, so daß das Rad geeignet ist, sich in einer ersten Richtung zu drehen, wenn die Straßenfräse nach vorne fährt und in einer zweiten Richtung, wenn die Straßenfräse nach hinten fährt; und

    eine Abfühlanordnung, die einen elektronischen Sensor aufweist, wobei die Abfühlanordnung angeordnet und konfiguriert ist, um zu detektieren, wann das Rad in der zweiten Richtung fährt, und um ein Rückschlaganzeigevorrichtungssignal an den Computer der Straßenfräse zu liefern, welches anzeigt, daß ein Rückschlag detektiert worden ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Befestigungsanordnung aufgebaut und angeordnet ist, um zu gestatten, daß das Rad lenkt bzw. schwenkt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Befestigungsanordnung eine Struktur zur Messung der relativen Vertikalbewegung zwischen dem Rad und der Straßenfräse aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 1, wobei die Befestigungsanordnung mit der Straßenfräse verbunden ist, und wobei der elektronische Sensor elektronisch mit dem Computer der Straßenfräse verbunden ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 1, wobei die Abfühlanordnung ein Fahnenglied aufweist, welches betriebsmäßig mit dem Rad über eine Ein-Weg-Kupplung verbunden ist, wobei das Fahnenglied aufgebaut und angeordnet ist, um sich in eine normale Betriebsposition zu bewegen, wenn das Rad in der ersten Richtung gedreht wird, und in eine Abschaltposition, wenn das Rad in der zweiten Richtung gedreht wird, und wobei der elektronische Sensor angeordnet und konfiguriert ist, um die Bewegung des Fahnengliedes abzufühlen, und um das Rückschlaganzeigevorrichtungssignal an den Computer der Straßenfräse zu senden, wenn sich das Fahnenglied von der normalen Betriebsposition zur Abschaltposition bewegt.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 5, wobei der elektronische Sensor ein Näherungssensor ist.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 5, wobei die Ein-Weg-Kupplung eine Relativbewegung zwischen dem Rad und dem Fahnenglied gestattet, wenn das Rad in der ersten Richtung gedreht wird, und eine Relativbewegung zwischen dem Rad und der Fahne verhindert, wenn das Rad in der zweiten Richtung gedreht wird.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 5, wobei das Fahnenglied einen festen Teil und einen gekrümmten Schlitz aufweist, wobei der gekrümmte Schlitz entlang eines ersten Bogens angeordnet ist, der um eine Drehachse des Rades umschrieben bzw. geführt ist.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, Insbesondere nach Anspruch 8, wobei der elektronische Sensor einen Näherungssensor aufweist, wobei der feste Teil des Fahnengliedes benachbart zum Näherungssensor positioniert ist, wenn das Fahnenglied in der normalen Betriebsposition ist, und wobei der Schlitz benachbart zum Näherungssensor positioniert ist, wenn das Fahnenglied in der Abschaltposition ist.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 1, wobei die Abfühlanordnung erste und zweite Stellen aufweist, um individuell den elektronischen Sensor zu befestigen, wobei die erste Lage derart orientiert ist, daß der Sensor das Rückschlaganzeigevorrichtungssignal sendet, wenn sich das Rad um eine erste vorbestimmte Distanz in der zweiten Richtung dreht, und wobei die zweite Lage derart orientiert ist, daß der Sensor das Rückschlaganzeigevorrichtungssignal sendet, wenn sich das Rad um eine zweite vorbestimmte Distanz in der zweiten Richtung dreht.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 9, die weiter eine Sensorbefestigungsplatte aufweist, und zwar positioniert benachbart zum Fahnenglied, wobei die Sensorbefestigungsplatte eine Vielzahl von Öffnungen aufweist, die entlang des ersten Bogens ausgerichtet sind, wobei die Öffnungen konfiguriert sind, um individuell den Näherungssensor aufzunehmen.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 1, wobei die Befestigungsanordnung eine Struktur aufweist, um zu gestatten, daß sich das Rad relativ zur Straßenfräse bewegt, und wobei die Vorrichtung weiter eine Meßvorrichtung aufweist, um die Vertikalbewegung des Rades zu messen.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 12, wobei die Befestigungsanordnung eine obere Platte aufweist, und wobei die Meßvorrichtung einen Drehencoder bzw. -codierer (Meßvorrichtung) aufweist, und zwar mit einem Schwingarm, ausgerüstet mit einer Sonde, die geeignet ist, um die obere Platte zu berühren.
  14. 14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 13, wobei die Sonde beweglich ist, und zwar zwischen einer ersten Position, wo die Sonde mit der oberen Platte in Eingriff steht, und einer zweiten Position, wo die Sonde geeignet ist, um nach außen von der Straßenfräse vorzustehen.
  15. 15. Verfahren zum Abschalten einer Straßenfräse, die einen Rückschlagzustand erfährt, wobei die Straßenfräse mit einer Frästrommel ausgerüstet ist, wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:

    Vorsehen eines an der Straßenfräse befestigten Rades, wobei das Rad angeordnet ist, um sich in einer ersten Richtung zu drehen, wenn sich die Straßenfräse nach vorne bewegt, und in einer zweiten Richtung, wenn sich die Straßenfräse rückwärts bewegt;

    Überwachung der Drehung des Signals;

    Abfühlen, wann das Rad sich um eine vorbestimmte Distanz in der zweiten Richtung dreht; und Abschalten der Frästrommel, wenn sich das Rad um die vorbestimmte Distanz in der zweiten Richtung dreht.
  16. 16. Vorrichtung zum Detektieren, wann eine Straßenfräse einen Rückschlagzustand erfährt, wobei die Vorrichtung folgendes aufweist:

    ein Rad;

    eine Befestigungsanordnung, um das Rad mit der Straßenfräse zu verbinden, so daß das Rad geeignet ist, sich in einer ersten Richtung zu drehen, wenn die Straßenfräse nach vorne fährt, und in einer zweiten Richtung, wenn die Straßenfräse rückwärts fährt; und

    eine Abfühlanordnung, die angeordnet und konfiguriert ist, um zu detektieren, wann das Rad um eine vorbestimmte Distanz in der zweiten Richtung fährt, wobei die Straßenfräse deaktiviert wird, wenn die Abfühlanordnung detektiert, daß das Rad um die vorbestimmte Distanz in der zweiten Richtung gelaufen ist.
  17. 17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 16, wobei die Abfühlanordnung ein Fahnenglied aufweist, welches betriebsmäßig mit dem Rad über eine Ein-Weg-Kupplung verbunden ist.
  18. 18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch 17, wobei die Abfühlanordnung einen Näherungssensor aufweist, um die Bewegung des Fahnengliedes zu detektieren.






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