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Dokumentenidentifikation DE69503083T2 05.11.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0675219
Titel Verfahren zum Stricken von einem Ripprand
Anmelder Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP
Erfinder Okuno, Masao, Wakayama, JP
Vertreter H. Weickmann und Kollegen, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69503083
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 29.03.1995
EP-Aktenzeichen 953020872
EP-Offenlegungsdatum 04.10.1995
EP date of grant 24.06.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.11.1998
IPC-Hauptklasse D04B 1/24

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Rippenstrickverfahren mittels einer Flachstrickmaschine mit wenigstens einem Paar von Vorder- und Hinternadelbetten und einem Garnzuführer, und insbesondere Verbesserungen der ästhetischen Erscheinung und der Haltbarkeit des Seitenrands eines rippenmaschen-gestrickten Teils oder Textilerzeugnisses.

Die an einem Paar von gegenüberliegenden Vorder- und Hinternadelbetten gebildete Rippenmaschenstruktur ist dicker als mit nur einem Nadelbett hergestellte Einfachmaschenstrukturen und in der Elastizität und der Formbeibehaltung überlegen. Dementsprechend wird die Rippenmaschenstruktur häufig für diejenigen Abschnitte von Kleidungsstücken verwendet, die zwangsläufig beim Anziehen gedehnt werden, wie der Kragen eines Polohemds und die Vordertasche einer Strickjacke.

Bei dem bekannten Verfahren des Rippenstrickens wird keine spezielle Behandlung für die Seitenränder der Rippenmaschentextilerzeugnisse vorgesehen.

Entlang einer Maschenreihe in Richtung zum Seitenrand eines zu strickenden Textilerzeugnisses quert der Garnzuführer zu der Außenseite des Seitenrandes, wobei Garn abwechselnd zu Nadeln an den Vorder- und Hinternadelbetten zum Rippenstricken bis zu der Nadel für die äußerste Rippe am Rand des Textilerzeugnisses zugeführt wird. Nachfolgend wird der Garnzuführer umgedreht und dazu veranlaßt, das Textilerzeugnis in Richtung zu dessen Inneren zu queren, um das Garn von der Nadel für die Masche der äußersten Rippe am Rand abwechselnd zu den Nadeln an den Vorder- und Hinternadelbetten zum Rippenstricken zuzuführen. Fig. 11 zeigt die damit gebildete Rippenmaschenstruktur.

Es wird Bezug auf die Struktur von Fig. 11 genommen. Das Garn bildet eine Masche (101) der äußersten Rippe in einer Maschenreihe in Richtung zum Seitenrand des Textilerzeugnisses und bildet dann die nächste Masche (103) der gleichen Rippe in der nächsten Maschenreihe in Richtung zum Inneren des Textilerzeugnisses. Da der Garnzuführer an der Außenseite des Textilerzeugnisses umkehrt und in Richtung zu dessen Inneren fortschreitet, geht das Übergangsgarn (102) zwischen den Maschen (101) und (103) von der äußeren Seite der Masche (101) relativ zum Textilerzeugnis aus, dreht von der Aufwärtsrichtung zur Abwärtsrichtung in der Zeichnung auf der Außenseite des Textilerzeugnisses und verläuft vertikal zu der Masche (103). Der Grund dafür ist, daß das Garn in der Maschenreihe in Richtung zur Außenseite des Textilerzeugnisses zur Nadel für die äußerste Rippe zugeführt wird und der Garnzuführer dann zum Wiederzuführen von der gleichen Nadel umgekehrt wird. Das Übergangsgarn (102) geht von der Außenseite der Masche (101) aus und wird überdies an der Außenseite des Textilerzeugnisses umgedreht. Dies führt zu einer Auswärtswölbung des Übergangsgarns (102) relativ zum Seitenrand des Textilerzeugnisses und diese Wölbung ist an dem Seitenrand des Textilerzeugnisses dadurch bemerkbar, daß wellige und rauhe Linien am Seitenrand des Textilerzeugnisses hervorgerufen werden. Dies beeinträchtigt die ästhetische Schönheit des Textilerzeugnisses.

Unter der Annahme, daß die Struktur des unteren Teils des Textilerzeugnisses in Fig. 11 auf dem Vordernadelbett und die Struktur des oberen Teils durch das Hinternadelbett gestrickt wird, ist die in der Maschenreihe zum Inneren des Textilerzeugnisses an dem Vorderbett gebildete, äußerste Masche (103) mit der nächsten, auf dem Hinterbett gebildeten Masche durch ein Übergangsgarn (104) verbunden. Das Übergangsgarn (104) läuft jedoch auf der Innenseite des Seitenrands des Textilerzeugnisses (linke Seite der Maschen (101) und (103)) und nicht über die Außenseite des Seitenrands. Ein Übergangsgarn (102) verbindet die durch das Vordernadelbett gebildeten Maschen (101), (103); jedoch verbindet es nicht die auf dem Vordernadelbett hergestellte Masche (101) mit einer auf dem Hinternadelbett hergestellten Masche. Da es kein Übergangsgarn zum Verbinden von auf dem Vordernadelbett gebildeten Maschen mit auf dem Hinterbett gebildeten Maschen auf der Außenseite des Seitenrands gibt, besitzt das Textilerzeugnis einen Seitenrand, der in der Festigkeit und auch in der Haltbarkeit mangelhaft ist. Aus derartigen Textilerzeugnissen hergestellte Kleidung ist einer Beschädigung vom Seitenrand des Rippenmaschenteils aus ausgesetzt, wenn ein Anziehen und Ausziehen mit einer Anwendung von Kraft auf den Seitenrand des Textilerzeugnisses wiederholt wird.

Zur Läsung des Problems des ästhetischen Erscheinungsbilds, das durch ein Wölben des Übergangsgarns (102) auf der Außenseite des in Fig. 11 gezeigten Rippentextilerzeugnisses beeinträchtigt ist, ist es bekannt, eine in Fig. 12 gezeigte Rippenstruktur zu stricken. Bei der Rippenstruktur besitzt der Seitenrand mehrere Rippen (3 Rippen in der Figur) von Einfachmaschen, und unter Verwendung der Eigenschaft, daß die Kanten von Einfachmaschentextilerzeugnissen dazu tendieren, sich zu der durch einen Pfeil A in der Figur gekennzeichneten Richtung einzurollen, werden die Masche (105) etc. des Seitenrands zu der A-Richtung eingerollt, um zu verhindern, daß das Übergangsgarn (106) an dem Seitenrand sich wölbt. Bei dieser Methode besteht das Seitenrandteil jedoch aus einer Einfachmaschenstruktur und die Festigkeit dieses Teils ist weiterhin mangelhaft.

Die Aufgaben der vorliegenden Erfindung sind wie folgt:

1) Zu verhindern, daß Übergangsgarne an der Außenseite des Seitenrands des Rippenmaschenteils sich wölben, um den Seitenrand davor zu bewahren, wellig und rauh zu werden, und

2) Übergangsgarn zum Verbinden der auf dem Vordernadelbett gebildeten Maschen mit den auf dem Hinternadelbett gebildeten Maschen auf der Außenseite des Seitenrands des Rippenmaschenteils bereitzustellen, um dadurch den Seitenrand zu verstärken.

Zusätzlich zur Verstärkung des Seitenrands des Textilerzeugnisses sollte Übergangsgarn, das auf dem Vordernadelbett gebildete Maschen mit den auf dem Hinternadelbett gebildeten Maschen verbindet, nicht auf halbem Weg umgedreht werden, damit nicht das Übergangsgarn auf der Außenseite des Rippenmaschentextilerzeugnisses sich wölbt. Somit sind die Verstärkung des Seitenrands und die Verbesserung seiner ästhetischen Erscheinung ohne Widerspruch zu erzielen.

Die vorliegende Erfindung umfaßt ein Rippenstrickverfahren zum Stricken eines Textilerzeugnisses mit wenigstens einem Seitenrand, wobei eine Flachstrickmaschine verwendet wird, die wenigstens ein Paar von gegenüberliegenden Nadelbetten (1, 2) mit jeweils einer Mehrzahl von Nadeln darauf und wenigstens einen Garnzuführer (3) aufweist, der sich auf den Nadelbetten (1, 2) bewegt, um den Nadeln darauf Garn zuzuführen, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:

a) einen Schritt zum Rippenstricken während einer Bewegung des Garnzuführers (3) von einem dem Textilerzeugnis entsprechenden Bereich auf Nadeln auf den Nadebetten (1, 2) zum Äußeren davon durch Zuführen des Garns abwechselnd zu Nadeln, die dem Textilerzeugnis auf einem Nadelbett (1) entsprechen, und zu Nadeln, die dem Textilerzeugnis auf dem anderen Nadelbett (2) entsprechen, von dem Garnzuführer (3); und

b) einen Schritt zum Bewegen des Garnzuführers (3) vom Äußeren der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln in einen Bereich darauf, und zum Zuführen des Garns von dem Garnzuführer (3) zu Nadeln auf dem einen Nadelbett (1) und zu den Nadeln auf dem anderen Nadelbett (2), welche beide dem Textilerzeugnis entsprechen, zum Rippenstricken während dieser Bewegung;

und dadurch gekennzeichnet ist, daß:

der Schritt a) ohne Versorgung wenigstens einer Nadel (I), (H, I), (h), oder (g, h) durchgeführt wird, die als eine leere Nadel genommen wird, umfassend wenigstens die äußerste Nadel bezüglich des einen Nadelbetts (1) oder des anderen Nadelbetts (2) der Nadeln (A-I, a-h), welche dem Textilerzeugnis entsprechen;

und dadurch, daß zwischen dem Schritt a) und dem Schritt b) die folgenden Schritte durchgeführt werden:

c) ein Schritt zum Bewegen des Garnzuführers (3) vom Äußeren der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I, a-h) in einen Bereich darauf, und zum Bilden wenigstens einer Masche durch Zuführen des Garns zu der leeren Nadel (I), (H, I), (h), oder (g, h) während dieser Bewegung; und

d) einen Schritt zum Bewegen des Garnzuführers (3) von dem Bereich auf den dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I, a-h) zum Äußeren davon.

Die leere Nadel ist vorzugsweise die äußerste, dem zu strickenden Textilerzeugnis entsprechende Nadel (I) oder (h) auf irgendeinem der Nadelbetten (1) und (2). Oder die leeren Nadeln sind vorzugsweise eine äußerste Nadel (I) und (h) und eine vorbestimmte Anzahl von dazu benachbarten inneren Nadeln (H) oder (g) auf dem gleichen Bett, welche ebenfalls dem zu strickenden Textilerzeugnis entsprechen.

Da die zwei Nadelbetten (1), (2) ihre Nadeln um eine halbe Teilung verschoben aufweisen, wobei angenommen ist, daß die äußerste Nadel (I) unter den dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I) auf dem ersten Nadelbett (1) weiter außen als die äußerste Nadel (h) unter den dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-h) auf dem zweiten Nadelbett (2) ist, ist die leere Nadel vorzugsweise wenigstens die äußerste Nadel (I), (H, I) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I) auf dem ersten Nadelbett (1).

Es ist auch bevorzugt, daß - unter der Annahme der gleichen Anordnung Nadelbetten (1), (2) - die leere Nadel wenigstens die äußerste Nadel (h), (g, h) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-h) auf dem zweiten Nadelbett (2) ist, und im Schritt "a" das Garn den einzelnen, dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I, a-g), (A-I, a-f) mit Ausnahme der leeren Nadel (h), (g, h) zugeführt wird, wobei im Schritt "c" das Garn zuerst zu der leeren Nadel (h), (g, h) zugeführt wird und dann das Garn zu der am naheliegendsten Nadel (H), (G) auf der Innenseite der leeren Nadel (h), (g) auf dem ersten Nadelbett (1) zugeführt wird, wobei im Schritt "d" das Garn zu der Nadel (I), (H, I) zugeführt wird, die dem zu strickenden Textilerzeugnis entspricht und außerhalb benachbart zu der am naheliegendsten Nadel (H), (G) auf dem ersten Nadelbett (1) ist, und wobei im Schritt "b" nach dem Zuführen des Garns zu der leeren Nadel (h), (g, h), ein Rippenmaschenstricken durchgeführt wird, wobei das Garn zuerst zu der Nadel (g), (f) auf der Innenseite der leeren Nadel (h), (g) auf dem zweiten Nadelbett (2) zugeführt wird und dann abwechselnd zu den dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-f), (a-e) auf dem zweiten Nadelbett (2) und zu den dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-G), (A-F) auf dem ersten Nadelbett (1) zugeführt wird.

Oder es ist bevorzugt, unter der Annahme, daß die Nadelbetten (1), (2) in der gleichen Weise angeordnet sind, daß die leere Nadel wenigstens die äußerste Nadel (h) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-h) auf dem zweiten Nadelbett (2) ist, und im Schritt "a" das Garn dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I, a-g) mit Ausnahme der leeren Nadel (h) zugeführt wird. Im Schritt "c" ist die Garnzuführung zu der leeren Nadel (h) vorgesehen, und dann wird das Garn auf dem ersten Nadelbett (1) zu der am nächsten dazu liegenden Nadel (H) zugeführt. Im Schritt "b" wird das Garn zu der äußersten Nadel (I) der dem zu strickenden Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I) auf dem ersten Nadelbett (1) und zu der leeren Nadel (h) zugeführt, und danach wird ein Rippenmaschenstricken durchgeführt, wobei das Garn zuerst zu der Innennadel (g) auf dem zweiten Nadelbett (2) zugeführt wird und dann abwechselnd zu den einzelnen, dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-g) auf dem zweiten Nadelbett (2) und zu den einzelnen, dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-G) auf dem ersten Nadelbett (1) in einer Zickzack-Weise zugeführt wird.

Vorzugsweise werden wenigstens zwei Maschen in der Folge auf der äußersten Nadel und ihrer dem Textilerzeugnis entsprechenden Innennadel auf dem gleichen Nadelbett gebildet (Fig. 3, 5, 7, 9). Die Maschen werden daher - anders als andere Maschen - verschieden in der Maschenstruktur gebildet (Fig. 4, 6, 8, 10), die Maschen werden zusammengezogen, der Interrippenabstand wird kleiner, eine Gestaltungslinie wird zwischen den Maschen und normal rippengestrickten Maschen ausgebildet und man erhält ein angenehmes ästhetisches Erscheinungsbild.

Paare von Vorder- und Hinternadelbetten sind einander gegenüberliegend angeordnet und jedes Nadelbett besitzt eine große Anzahl von Nadeln, die mit einer konstanten Teilung darauf angeordnet sind. Die Nadelteilung ist für die zwei Nadelbetten gleich. Bekanntlich sind Nadelbetten von länglicher Ausdehnung und in dieser Beschreibung ist die Richtung längs ihrer großen Länge als die Seitenrichtung bezeichnet und die Richtung orthogonal zur Seitenrichtung in einer im wesentlichen horizontalen Ebene ist als Vorne-Hinten-Richtung bezeichnet. Welche Seite vorne oder hinten ist, ist hierbei nicht wichtig. Ein Rippenstricken wird mit Nadeln auf dem Vorder- und Hinternadelbett durchgeführt, die in der Regel um die halbe Teilung gegeneinander verschoben sind. Außerdem sind in dieser Beschreibung beim Stricken verwendete Nadeln, d.h. die die Maschen bildenden Nadeln als einem Textilerzeugnis entsprechende Nadeln bezeichnet. Bei den angegebenen Ausführungsformen wird eine Beschreibung unter Außerachtlassung eines Anwachsens oder einer Verringerung von Maschen gegeben. Daher ist die Anzahl von dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln konstant, jedoch ist sie nicht konstant, wenn die Anzahl von Maschen vergrößert oder verkleinert wird. Im allgemeinen wird eine Mehrzahl von Garnzuführern verwendet. Der Einfachkeit halber ist jedoch ein Garnzuführer beschrieben.

Ein Stricken eines Seitenrands durch das erfindungsgemäße Verfahren ist anwendbar auf wenigstens einen Seitenrand eines Textilerzeugnisses. Im Falle des Kragens eines Polohemds oder der Vordertasche einer Strickjacke ist die obere Kante des Kragens oder die Innenkante der Vordertasche von besonderer Wichtigkeit und diese Erfindung ist in der Regel auf diese Teile anwendbar. Der untere Teil des Kragens und die Außenseite der Vordertasche können zusammen mit einem Einfachmaschenvorderkörper gebildet werden, und in einem derartigen Fall ist der untere Teil des Kragens und die Außenseite der Vordertasche kein Rippenmaschenteil.

Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nun lediglich beispielhaft mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben, in welchen:

Fig. 1 Strickvorgänge in einer ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;

Fig. 2 eine Maschendarstellung des Seitenrands in einer Rippenmaschenstruktur ist, die entsprechend der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform gestrickt ist;

Fig. 3 Strickvorgänge in einer Variation der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform zeigt;

Fig. 4 eine weitere Maschendarstellung des Seitenrands in einer Rippenmaschenstruktur ist, die mit der in Fig. 3 gezeigten Variation gestrickt ist;

Fig. 5 Strickvorgänge in einer zweiten Ausführungsform der Erfindung zeigt;

Fig. 6 eine weitere Maschendarstellung des Seitenrands in einer Rippenmaschenstruktur ist, die entsprechend der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform gestrickt ist;

Fig. 7 noch weitere Strickvorgänge in einer Variation der in Fig. 5 gezeigten Ausführungsform zeigt;

Fig. 8 eine weitere Maschendarstellung des Seitenrandes einer Rippenmaschenstruktur ist, die durch die in Fig. 7 gezeigte Variation gestrickt ist;

Fig. 9 Strickvorgänge einer dritten Ausführungsform der Erfindung zeigt;

Fig. 10 eine Maschendarstellung ist, die den Seitenrand einer Rippenmaschenstruktur zeigt, die in der in Fig. 9 gezeigten Ausführungsform gestrickt ist;

Fig. 11 ein Maschendiagramm des Seitenrands einer Rippenmaschenstruktur ist, die durch eine frühere Technik gestrickt ist; und

Fig. 12 eine Maschendarstellung des Seitenrandes einer Rippenmaschenstruktur ist, die durch eine andere, frühere Technik gestrickt ist;

Bei den angegebenen Ausführungsformen ist die Erfindung auf den rechten Seitenrand einer Rippenmaschenstruktur angewandt, und die Anzahl der gezeigten Nadeln ist kleiner als die tatsächlich verwendete.

Ein Rippenmaschen-Stricken wird durchgeführt, wobei das Vordernadelbett und das Hinternadelbett um eine halbe Teilung nach links und rechts gegeneinander verschoben sind, und selbst wenn die gleiche Anzahl von Nadeln sowohl auf dem Vordernadelbett als auch auf dem Hinternadelbett verwendet wird, sind die Nadeln am Ende des Strickbereichs zwischen dem Vordernadelbett und dem Hinternadelbett um eine halbe Teilung verschieden. In den angegebenen Ausführungsformen wird deshalb die äußerste Rippe in einem Textilerzeugnis die Seitenendrandrippe genannt und die nächste innere Rippe wird die zweite Seitenrandrippe genannt, und auf weitere Nadeln wird mit diesen Rippen als Standard Bezug genommen. Wenn ein einziges Nadelbett beachtet wird, werden die für die Maschen des Seitenendrands und des zweiten Seitenrands verwendeten Nadeln die äußersten Nadeln in dem Bett genannt. Die Ausführungsformen sind gezeigt in der Reihenfolge der ersten Ausführungsform (Fig. 1, Fig. 2), ihrer Variation (Fig. 3, Fig. 4), der zweiten Ausführungsform (Fig. 5, Fig. 6), ihrer Variation (Fig. 7, Fig. 8) und der dritten Ausführungsform (Fig. 9, Fig. 10). Die Beschreibung der ersten Ausführungsform läßt sich auf andere Ausführungsformen und deren Variationen anwenden, soweit es nicht anders angegeben ist.

Ausführungsform 1:

Die Strickvorgänge in der ersten Ausführungsform sind in Fig. 1 gezeigt und der resultierende Seitenrand des Rippenmaschentextilerzeugnisses ist in Fig. 2 gezeigt. in Fig. 1 zeigt (1) das Vordernadelbett, zeigt (2) das Hinternadelbett, wobei diese Nadelbetten, das vordere und das hintere, aneinanderstoßen und die Betten sind von länglicher Form mit einer großen Anzahl von darauf hervortretenden Nadeln vorgesehen. Unter den Nadeln auf dem Vordernadelbett (1) werden die dem Textilerzeugnis entsprechenden, d.h. diejenigen im Strickbereich Nadeln (A-I) genannt, und von den Nadeln auf dem Hinternadelbett (2) werden die dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln Nadeln (a-h) genannt. Die Anzahl der in der Figur gezeigten Nadeln (A-I) auf dem Vordernadelbett (1) ist 9, und es gibt noch eine große Anzahl von Nadeln zum Stricken des inneren Teils der Rippenmaschenstruktur auf der linken Seite der Figur. Die Anzahl der in der Figur gezeigten Nadeln (a-h) für das Hinternadelbett (2) ist 8, und es gibt eine große Anzahl von weiteren Nadeln zum Stricken des Inneren des Rippenmaschentextilerzeugnisses auf der linken Seite der Figur. Die Nadelbetten (1), (2) sind nicht notwendigerweise ein Paar, da einige Flachstrickmaschinen beispielsweise 4 Nadelbetten besitzen, wobei ein Paar davon zum Stricken gemäß dem vorliegenden Verfahren verwendet werden kann. In der Ausführungsform ist die Nadel (I) eine für die Seitenendrandrippe, und die Nadel (h) ist eine für die zweite Seitenrandrippe. Somit sind die Nadeln (I), (h) die äußersten Nadeln auf den Nadelbetten (1) bzw. (2), und der rechte Rand der Rippenmaschenstruktur ist auf der Nadel (I). (3) ist der Garnzuführer, der hier als ein einziger gezeigt ist, wobei jedoch eine Mehrzahl von Garnzuführern verwendet werden kann. Die Pfeile auf der rechten Seite in der Figur zeigen die Bewegung des Garnzuführers (3) und die oberen und unteren Symbole zeigen die Maschenbildung durch die Garnzuführung. Die verwendete Flachstrickmaschine ist eine normale V- Bett-Maschine.

In dieser Ausführungsform wird ein normales Rippenstricken durch den ersten Vorgang (Fig. 1-1) vom Inneren der Rippenmaschenstruktur (linke Seite der Figur) zu dem Seitenrand (rechte Seite der Figur) durchgeführt, bis die Nadel (h) versorgt wird, wobei das Garn vom Garnzuführer (3) zu den Nadeln (A-H) auf dem Vordernadelbett und zu den Nadeln (a-h) auf dem Hinternadelbett (2) zum Rippenstricken zugeführt wird. Während die äußerste Nadel (I) auf dem Vorderbett (1) leer ist, wird das Garn nicht zu der leeren Nadel (I) zugeführt, und der Garnzuführer (3) wird zum Äußeren (rechte Seite in der Figur) des Strickbereichs (Bereich über den Nadeln (A-I), (a-h) in der Figur) bewegt. Dann wird der Garnzuführer (3) umgedreht und auf das Innere des Strickbereichs bewegt, und unterdessen wird das Garn zu der äußeren Nadel (I), die während den früheren Vorgängen in Fig. 1-1 inaktiv war, auf dem Vordernadelbett (1) zugeführt, um eine Masche zu bilden (Fig. 1-2). Dann wird der Garnzuführer (3) wieder umgedreht und zum Äußeren des Strickbereichs queren gelassen, ohne daß das Garn zu irgendeiner Nadel zugeführt wird, d.h. ohne irgendeine Maschenbildung (Fig. 1-3). Dann wird der Garnzuführer (3) wieder umgedreht und zum Inneren der Strickstruktur queren gelassen, und unterdessen wird das Garn von dem Garnzuführer (3) abwechselnd zu allen Nadeln (A-I), (a-h) zugeführt, um das Rippenstricken vorzunehmen (Fig. 1-4). Der in Fig. 1-4 gezeigte Vorgang ist ein normaler Rippenstrickvorgang.

Das resultierende Rippenmaschentextilerzeugnis ist in Fig. 2 gezeigt. Die X-X-Linie in der Figur zeigt die Mittellinie der Lücke zwischen dem Vordernadelbett (1) und dem Hinternadelbett (2), und Symbole (F-I, f-h) in der Figur zeigen die beim Stricken verwendeten Nadeln. Bei dem in Fig. 1-1 gezeigten Vorgang hin zum Seitenrand des gestrickten Textilerzeugnisses wird das Garn nicht zu der Nadel (I) zugeführt, und eine Masche (10) wird durch die Nadel (h) am Ende des Vorgangs gebildet. Zur Nadel (I) wird Garn von rechts nach links während des Vorgangs in Fig. 1-2 zugeführt, und eine Masche (12) für die Seitenendrandrippe wird gebildet. Da die Richtung der Garnzuführerquerung von rechts nach links in Fig. 1-2 (von außen nach innen) verläuft, wird das Übergangsgarn (20) zwischen den Maschen (10) und (12) auf der rechten Seite der Seitenendrandmasche (12) angeordnet. Dies steht im Gegensatz zu dem Umstand, daß das Übergangsgarn (18) zum Verbinden der durch die Nadel (H) gebildeten Masche (14) und der durch die Nadel (g) gebildeten Masche (16) auf der linken Seite der Masche (14) liegt. Ferner wird das Übergangsgarn (20) im Gegensatz zu dem Übergangsgarn (102) in Fig. 11 nicht umgedreht. Da der Garnzuführer (3) einmal zum Äußeren des Strickbereichs bewegt wird, und dann das Textilerzeugnis von der Nadel (I) wie in Fig. 1-4 gezeigt nach innen gestrickt wird, läuft während des Vorgangs in Fig. 1-3 das Übergangsgarn (24) zum Verbinden der Masche (12) und der Seitenendrandmasche (22), die durch die Nadel (I) gebildet wird, wie in Fig. 1-4 gezeigt vom linken Ende der Masche (12) aus, dreht dann von einer Aufwärtsrichtung zu einer Abwärtsrichtung, wie es aus der Figur ersichtlich ist, und endet auf der rechten Seite der Masche (22). Das Übergangsgarn (28) für die während des Vorgangs in Fig. 1-4 gebildete Masche (26) und die Masche (22) läuft vom linken Ende der Masche (22) zum rechten Ende der Masche (26), wobei keine Umkehrung dazwischen vorhanden ist.

Das Übergangsgarn (20) verbindet Maschen (10), (12) auf der Außenseite des Seitenrands des Textilerzeugnisses. Da das Übergangsgarn (20), das die auf dem Vordernadelbett (1) gestrickten Maschen und auf dem Hinternadelbett (2) gestrickte Maschen verbindet, auf der Außenseite des Seitenrands des Textilerzeugnisses erscheint, werden die Maschen (10) und (12) sicher verbunden und der Seitenrand des Rippentextilerzeugnisses wird stärker. Da das Übergangsgarn (20) keine Umkehrung aufweist, findet keine Auswärtswölbung statt und die ästhetische Erscheinung des Textilerzeugnisses wird feiner. Da das Übergangsgarn (24) seinen Umkehrpunkt innerhalb der Masche (12) besitzt, beeinträchtigt es nicht die ästhetische Erscheinung des Seitenrands, und die Masche (22) wird mit der auf dem gegenüberliegenden Nadelbett (2) gebildeten Masche (26) durch das Übergangsgarn (28) verbunden. Somit ist ein Rippenmaschenseitenrand erzielbar, der sowohl in der ästhetischen Erscheinung als auch Festigkeit hervorragend ist.

Variation 1:

Während des ersten, in Fig. 1-1 gezeigten Vorgangs in der zuvor erwähnten Ausführungsform wurde die Nadel (I) (die Nadel für die Seitenendrandrippe) als eine leere Nadel genommen, und die Maschen wurden gebildet mit Garn, das zu allen anderen Nadeln im Strickbereich zugeführt wurde. Allerdings ist es auch möglich, eine gegebene Anzahl von Nadeln auf der Innenseite der Nadel (I) auf dem Bett (1) als leere Nadeln zu nehmen, wie die Nadel (H), oder auch die Nadeln (G) und (H). Eine derartige Variation ist in Fig. 3 gezeigt, und das resultierende Rippenmaschentextilerzeugnis ist in Fig. 4 gezeigt. Während eines Vorgangs in Fig. 3-1 wird Garn nicht nur zu der Nadel (I), sondern auch zu der Nadel (H) zugeführt, und in Fig. 3-2 wird das Garn zu den Nadeln (1) und (H) zugeführt. Während einem Vorgang in Fig. 3-3 wird der Garnzuführer (3) umgedreht und quert zu der Außenseite des gestrickten Bereichs, und während eines Vorgangs in Fig. 3-4 wird das Garn von der Nadel (I) zu einzelnen Nadeln auf den Nadelbetten (1) und (2) geordnet zugeführt. Die Anzahl von Nadeln in den Fig. 1-1 und 3-1, zu denen kein Garn zugeführt wird, ist beispielsweise eins (Fig. 1-1), zwei (Fig. 1-2) oder mehr. Die leeren Nadeln in den Fig. 1-1 oder 3-1, zu denen kein Garn zugeführt wird, werden in den Fig. 1-2 und 3-2 mit dem Garn versorgt, und während der in den Fig. 1-1 bis 1-4 oder den Fig. 3-1 bis 3-4 gezeigten Vorgängen ist die Anzahl der gebildeten Maschen zwei für jede der Nadeln (A-I), (a-h).

Es wird Bezug auf die in Fig. 4 gezeigte Rippenstruktur genommen. Da das Garn zu den Nadeln (g, h) kontinuierlich zugeführt wird, aber nicht zu den Nadeln (H), (I) während des Vorgangs in Fig. 3-1 zugeführt wird, wird die äußerste, auf dem Hinternadelbett (2) gebildete Masche (10) (in Fig. 3-1 gestrickt) mit der auf dem gleichen Nadelbett (2) gebildeten, benachbarten inneren Masche (40) verbunden, als wenn sie Einfachmaschen wären. Während des Vorgangs in Fig. 3-2 werden Maschen (42), (44) gebildet, und während des Vorgangs in Fig. 3-4 werden Maschen (52), (56) und (58) in dieser Reihenfolge gebildet. Die Maschen (10), (42) werden durch Übergangsgarn (46) verbunden, das nicht umgedreht wird und durch das Äußere des Seitenrands des gestrickten Textilerzeugnisses geführt wird. Übergangsgarn (54) zwischen den Maschen (44) und (52) wird durch die Masche (42) bedeckt und ist auf der Außenseite des Seitenrands nicht sichtbar, und dadurch wird keine Wölbung hervorgerufen. Da die Maschen (10), (40) in Folge auf dem gleichen Nadelbett (2) während des Vorgangs in Fig. 3-1 gebildet werden, und die Maschen (42), (44) auf dem gleichen Nadelbett (1) auch in Folge während des Vorgangs in Fig. 3-2 gebildet werden, ist die Maschenstruktur in diesen Teilen somit verschieden von denjenigen in anderen Rippenmaschenteilen, wobei die Maschen (42), (44) und die Maschen (10), (40) einander anziehen, und dies führt zu einem kleineren Interrippenabstand. Dieser verkleinerte, den Nadeln (g) und (I) entsprechende Interrippenabstand gibt Anlaß zu einer Gestaltungslinie und die Linie trägt zur ästhetischen Erscheinung des Textilerzeugnisses bei.

Ausführungsform 2:

Fig. 5 zeigt die Strickvorgänge einer zweiten Ausführungsform, und Fig. 6 zeigt das resultierende Rippentextilerzeugnis. Nach einem Rippenmaschenstricken, bei dem Garn abwechselnd zu den Nadeln (A-H) auf dem Vordernadelbett (1) und zu den Nadeln (a-g) auf dem Hinternadelbett (2) zugeführt wird, wird das Garn zu der Nadel (I) nachfolgend zu der Nadel (H) auf dem gleichen Nadelbett (1) zur Maschenbildung zugeführt (Fig. 5-1). Die leere Nadel ist hier die äußerste Nadel (h) auf dem Hinternadelbett (2). Dann wird das Garn nach einer Umkehrung des Garnzuführers (3) zu der leeren Nadel (h) während des vorherigen Vorgangs und zu der Nadel (H) auf dem Vordernadelbett (1) zugeführt, die der leeren Nadel (h) am nächsten und innerhalb derselben ist (Fig. 5-2). Nach einer weiteren Umkehrung des Garnzuführers (3) wird das Garn zu der Nadel (I) auf dem Vordernadelbett (1) zur Maschenbildung zugeführt (Fig. 5-3). Der Garnzuführer (3) wird dann wieder umgedreht und das Garn wird zu den Nadeln (h), (g) auf dem Hinternadelbett (2) zur Maschenbildung zugeführt, und dies wird gefolgt von einem abwechselnden Vorder- und Hintergamzuführen zu den Nadeln (G-A) auf dem Vordernadelbett (1) und der Nadel (f-a) auf dem Hinternadelbett (2) zur Maschenbildung (Fig. 5-4).

Das damit gestrickte Rippenmaschentextilerzeugnis ist in Fig. 6 gezeigt. Da die Nadel (h) in Fig. 5-1 leer vorgesehen wird, werden Maschen (62), (64) nacheinander auf den Nadeln (H), (I) auf dem Vordernadelbett (1) gebildet. In Fig. 5-2 werden Maschen (66), (68) in der Folge gebildet, da das Garn zu den Nadeln (h), (H) zugeführt wird, wobei in Fig. 5-3 eine Masche (70) gebildet wird, da das Garn zu der Nadel (I) zugeführt wird, wobei in Fig. 5-4 Maschen (72), (74) gebildet werden, und wobei danach normale Rippenmaschen zur Innenseite des gestrickten Textilerzeugnisses gebildet werden. (76) ist Übergangsgarn zum Verbinden der Maschen (64), (66), (78) ist ein weiteres Übergangsgarn, das die Maschen (70), (72) verbindet, und (80) ist ein noch weiteres Übergangsgarn, das die Maschen (68), (70) verbindet. Da diese Übergangsgarne (76), (78) und (80) sich nicht über den Seitenrand des Textilerzeugnisses hinaus wölben, und ferner, weil es zwei Übergangsgarne außerhalb des Seitenrands gibt, wird der Seitenrand des Textilerzeugnisses weiter verstärkt.

Die Maschen (62, 64), (68, 70) und (72, 74), die aufeinanderfolgend jeweils auf einem gleichen Nadebett gestrickt sind, sind in der Maschenstruktur von anderen Maschen verschieden, die durch normales Rippenstricken gestrickt sind, bei dem Garn abwechselnd zu den Nadeln auf den Vorder- und Hinternadelbetten zugeführt wird, so daß die benachbarten Maschen zueinander gezogen werden und der Interrippenabstand verkleinert ist. Deshalb wird eine Gestaltungslinie zwischen ihnen und normal rippengestrickten Maschen ausgebildet, um eine feine ästhetische Erscheinung zu bieten.

In der zweiten Ausführungsform wurde allein die Nadel (h) leer vorgesehen, und eine Masche wurde gebildet, indem das Garn zu der äußersten Nadel (I) auf dem Vordernadelbett (1) in einer Folge zugeführt wurde, die verschieden von der normalen ist, wie es in Fig. 5-1 gezeigt ist. Allerdings ist es auch wie in Fig. 7-1 gezeigt möglich, daß Nadeln (g, h) als leere Nadeln genommen werden und die Reihenfolge der Garnzuführung verschieden von der normalen Reihenfolge zu der äußersten Nadel (I) und einer gegebenen Anzahl der benachbarten inneren Nadeln (eine Nadel (H) in Fig. 7) auf dem Vordernadelbett (1) vorgesehen sein kann. Für den Fall, daß zwei leere Nadeln (g, h) - wie in Fig. 7 gezeigt - vorgesehen sind, ist der Seitenrand des Rippentextilerzeugnisses in Fig. 8 gezeigt. Die Struktur des Seitenrands des Rippentextilerzeugnisses ist ähnlich der in Fig. 6 gezeigten.

Ausführungsform 3:

Fig. 9 zeigt die Strickvorgänge einer dritten Ausführungsform, und Fig. 10 zeigt das resultierende gestrickte Textilerzeugnis. In Fig. 9-1 wird Garn abwechselnd zu den Nadeln (A-H) auf dem Vordernadelbett (1) und den Nadeln (a-g) auf dem Hinternadelbett (2) zur Bildung von Maschen zugeführt, und die Nadel (h) wird als leere Nadel genommen. Nachdem das Garn zu der Nadel (H) auf dem Vordernadelbett (1) zugeführt ist, wird das Garn in der Folge zu der Nadel (I) auf dem gleichen Nadelbett (1) zur Maschenbildung zugeführt. Wie es in Fig. 9-2 gezeigt ist, wird dann der Garnzuführer (3) umgedreht, und danach wird das Garn zu der leeren Nadel (h) auf dem Hinternadeett (2) zugeführt, welche bei der vorherigen Maschenreihe nicht verwendet wurde, ebenso wie zu den benachbarten Nadeln (H) auf dem Vordernadelbett (1) entlang der Richtung der Garnzuführerbewegung zur Maschenbildung. In Fig. 9-3 wird der Garnzuführer (3) umgedreht und quert in Auswärtsrichtung des Textilerzeugnisses. In Fig. 9-4 wird das Garn zu den Nadeln (I) und (h) zur Maschenbildung zugeführt, und dies wird gefolgt von einer abwechselnden Garnzuführung zu den Nadeln (g-a) auf dem Hinternadelbett (2) und den Nadeln (G-A) auf dem Vordernadelbett (1).

Der Seitenrand des damit gestrickten Rippenmaschentextilerzeugnisses ist ähnlich dem in Fig. 6, wobei die Masche (70) in Fig. 6 zu einer Masche (90) gewunden ist, und dementsprechend werden die Übergangsgarne (78), (80) in Fig. 6 zu Übergangsgarnen (92), (94) in Fig. 10 geändert. Dies hat den Grund, daß anstelle einer Garnzuführung zu den Nadeln (I) in Fig. 5-1 hier eine Garnzuführung zu den Nadeln (1) in Fig. 9-4 durchgeführt wird. Das Übergangsgarn (94) zwischen den Maschen (68) und (90) wölbt sich nicht zum Seitenrand des Textilerzeugnisses, und ebenso veranlassen Übergangsgarne (76), (92) kein Wölben zum Seitenrand des Textilerzeugnisses. Die auf dem Vordernadelbett (1) gebildeten Maschen (64), (90) werden dazu gebracht, mit Maschen (66), (72), die auf dem Hinternadelbett (2) gebildet sind, durch Übergangsgarne (76), (92) im äußersten Bereich des Stricktextilerzeugnisses verbunden zu werden, und der Seitenrand des Textilerzeugnisses wird verstärkt.

Ferner sind die kontinuierlich auf dem Vordernadelbett (1) gestrickten Maschen (62, 64), (68, 90) und die ebenfalls kontinuierlich auf dem Hinternadelbett (2) gestrickten Maschen (72), (74) verschieden von normalen Rippenmaschen in einer Strickstruktur. In diesen Teilen werden benachbarte Maschen zusammengezogen und der Interrippenabstand wird kleiner. Daher wird zwischen diesen Rippen und normal gestrickten anderen Rippen eine Gestaltungslinie hervorgerufen, welche eine ästhetisch feine Erscheinung hinzufügt.

Obwohl in den zuvor erwähnten Ausführungsformen ein Stricken längs des rechten Seitenrands eines Textilerzeugnisses beschrieben wurde, ist dieses Verfahren auch für ein Stricken längs des linken Seitenrands anwendbar. Bei jeder Ausführungsform wurde angenommen, daß der ganze Bereich des Textilerzeugnisses rippengestrickt wird, jedoch ist es auch möglich, eine Vordertasche rippenzustricken und den Rest eines Vorderkörpers einfachzustricken, um damit Rippenmaschen und andere Maschen in der gleichen Maschenreihe zu mischen.


Anspruch[de]

1. Rippenstrickverfahren zum Stricken eines Textilerzeugnisses mit wenigstens einem Seitenrand, wobei eine Flachstrickmaschine verwendet wird, die wenigstens ein Paar von gegenüberliegenden Nadelbetten (1, 2) mit jeweils einer Mehrzahl von Nadeln darauf und wenigstens einen Garnzuführer (3) aufweist, der sich auf den Nadelbetten (1, 2) bewegt, um den Nadeln darauf Garn zuzuführen, wobei das Verfahren die Schritte umfaßt:

a) einen Schritt zum Rippenstricken während einer Bewegung des Garnzuführers (3) von einem dem Textilerzeugnis entsprechenden Bereich auf Nadeln auf den Nadelbetten (1, 2) zum Äußeren davon durch Zuführen des Garns abwechselnd zu Nadeln, die dem Textilerzeugnis auf einem Nadebett (1) entsprechen, und zu Nadeln, die dem Textilerzeugnis auf dem anderen Nadelbett (2) entsprechen, von dem Garnzuführer (3); und

b) einen Schritt zum Bewegen des Garnzuführers (3) vom Äußeren der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln in einen Bereich darauf, und zum Zuführen des Garns von dem Garnzuführer (3) zu Nadeln auf dem einen Nadebett (1) und zu den Nadeln auf dem anderen Nadelbett (2), welche beide dem Textilerzeugnis entsprechen, zum Rippenstricken während dieser Bewegung;

und dadurch gekennzeichnet ist, daß:

der Schritt a) ohne Versorgung wenigstens einer Nadel (I), (H, I), (h), oder (g, h) durchgeführt wird, die als eine leere Nadel genommen wird, umfassend wenigstens die äußerste Nadel bezüglich des einen Nadelbetts (1) oder des anderen Nadelbetts (2) der Nadeln (A-I, a-h), welche dem Textilerzeugnis entsprechen;

und dadurch, daß zwischen dem Schritt a) und dem Schritt b) die folgenden Schritte durchgeführt werden:

ein Schritt zum Bewegen des Garnzuführers (3) vom Äußeren der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I, a-h) in einen Bereich darauf, und zum Bilden wenigstens einer Masche durch Zuführen des Garns zu der leeren Nadel (I), (H, I), (h), oder (g, h) während dieser Bewegung; und

d) einen Schritt zum Bewegen des Garnzuführers (3) von dem Bereich auf den dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I, a-h) zum Äußeren davon.

2. Rippenstrickverfahren nach Anspruch 1, wobei die leere Nadel eine der äußersten, dem Textilerzeugnis auf irgendeinem der Nadelbetten (1), (2) entsprechenden Nadeln (I), (h) ist.

3. Rippenstrickverfahren nach Anspruch 1, wobei die leeren Nadeln eine der äußersten, dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (I), (h) auf irgendeinem der Nadelbetten (1), (2) und eine vorbestimmte Anzahl von Nadeln sind, die auf der Innenseite und benachbart der einen der äußersten Nadeln auf dem gleichen Nadebett sind.

4. Rippenstrickverfahren nach Anspruch 1, wobei die äußerste Nadel (I) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I) auf dem einen Nadelbett (1) außerhalb der äußersten Nadel (h) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-h) auf dem anderen Nadelbett (2) angeordnet ist, und die leere Nadel wenigstens als die äußerste Nadel (I), (H, I) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I) auf dem einen Nadelbett (1) genommen wird.

5. Rippenstrickverfahren nach Anspruch 1, wobei die äußerste Nadel (I) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I) auf dem einen Nadelbett (1) außerhalb der äußersten Nadel (h) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-h) auf dem anderen Nadelbett (2) angeordnet ist, wobei die leere Nadel wenigstens die äußerste, dem Textilerzeugnis entsprechende Nadel (h), (g, h) auf dem anderen Nadelbett (2) ist, und wobei:

in dem Schritt "a" das Garn zu allen, dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I, a-g), (A-I, a-f) mit Ausnahme der leeren Nadel (h), (g, h) zugeführt wird,

in dem Schritt "c" nach Zuführung des Garns zu der leeren Nadel (h), (g, h) das Garn zu einer Nadel (H), (G) zugeführt wird, die innerhalb und nächstliegend der Nadel (h), (g) ist, die zuletzt während des gerade vorausgegangenen Zuführens auf dem einen Nadelbett (1) versorgt wurde,

in dem Schritt "d" das Garn zu einer dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadel (I), (H, I) zugeführt wird, die außerhalb und nächstliegend der inneren und nächstliegenden Nadel (H), (G) auf dem einen Nadebett (1) ist, und in dem Schritt "b" nach der Zuführung des Garns zu der leeren Nadel (h), (g, h) das Garn von einer Nadel (g), (f) innerhalb der äußeren und nächstliegenden Nadel (H), (G) auf dem anderen Nadelbett (2) abwechselnd zum Rippenstricken zu dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-g), (a- f) auf dem anderen Nadelbett (2) und dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-G), (A-F) auf dem einen Nadelbett (1) zugeführt wird.

6. Rippenstrickverfahren nach Anspruch 1, wobei die äußerste Nadel der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I) auf dem einen Nadelbett (1) außerhalb der äußersten Nadel (h) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-h) auf dem anderen Nadelbett (2) angeordnet ist, wobei die leere Nadel wenigstens die äußerste Nadel (h) der dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-h) auf dem anderen Nadelbett (2) ist, und wobei:

in dem Schritt "a" das Garn zu allen Nadeln (A-I, a-g) mit Ausnahme der leeren Nadel (h) zugeführt wird,

in dem Schritt "c" nach Zuführung des Garns zu der leeren Nadel (h) das Garn zu einer Nadel (H) auf dem einen Nadelbett (1) zugeführt wird, die nächstliegend und innerhalb der leeren Nadel (h) ist, und

in dem Schritt "b" nach Zuführung des Garns zu der äußersten Nadel (I) auf den dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-I) auf dem einen Nadeibett (1) und der leeren Nadel (H), das Garn von einer Nadel (g) innerhalb der leeren Nadel (h) auf dem anderen Nadelbett (2) abwechselnd zu allen dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (a-g) auf dem anderen Nadelbett (2) und allen dem Textilerzeugnis entsprechenden Nadeln (A-G) auf dem einen Nadelbett (1) zugeführt wird.







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