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Dokumentenidentifikation DE19720772A1 19.11.1998
Titel Hubstütze zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Ladungsträgern, insbesondere Containern
Anmelder Braune, Hans-Jürgen, 14513 Teltow, DE
Erfinder Braune, Hans-Jürgen, 14513 Teltow, DE
Vertreter Böbel und Röhnicke, 10318 Berlin
DE-Anmeldedatum 13.05.1997
DE-Aktenzeichen 19720772
Offenlegungstag 19.11.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.11.1998
IPC-Hauptklasse B65D 90/14
IPC-Nebenklasse B66F 3/00   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Hubstütze zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Ladungsträgern, insbesondere Containern, wobei die Hubstütze mit dem Ladungsträger verbunden ist und ein in einem Hohlprofil in vertikaler Richtung gleitend verschiebbares Stützprofil aufweist.
Es soll erreicht werden, daß die Hubstützen einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweisen und es ermöglichen, den Ladungsträger mit einem relativ geringen manuellen Kraftaufwand anzuheben oder abzusenken.
Dieses geschieht dadurch, daß im unteren Bereich des Stützprofils in dessen Seitenteilen eine Achse drehbar gelagert ist, auf der an beiden Seiten außerhalb des Stützprofils Stützräder fest angeordnet sind und wobei zwischen den Stützrädern innerhalb des Stützprofils an der Achse ein Gurtband mit einem Ende befestigt ist, das annähernd vertikal nach oben bis in den oberen Bereich des Stützprofils zu einer dort parallel zur Achse angeordneten Umlenkrolle und über die Umlenkrolle innerhalb des Stützprofils auf der gegenüberliegenden Seite nach unten geführt ist und wobei im mittleren Bereich an der angrenzenden Seitenwand des Stützprofils ein sich in Längsrichtung erstreckender Führungsschlitz angeordnet ist, durch den das Gurtband aus dem Stützprofil herausgeführt ist und mit seinem zweiten Ende mit einer Seitenwand des Hohlprofils mittelbar oder unmittelbar verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Hubstütze zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Ladungsträgern, insbesondere Containern, wobei die Hubstütze mit dem Ladungsträger verbunden ist und ein in einem Hohlprofil in vertikaler Richtung gleitend verschiebbares Stützprofil aufweist.

Durch die DE 42 25 767 A1 ist eine Hubstütze für Shelter, Container, Wechselaufbauten und dergleichen bekannt. Die Hubstütze ist eine Spindelwinde. Um eine günstigere Belastung der Spindel zu erreichen, wird die Spindelwinde so ausgelegt, daß eine Zugbeanspruchung eintritt. Es wird eine Belastungsumkehr herbeigeführt. In einem Führungsrohr ist ein Innenprofil mit zwei Längsschlitzen befestigt. Zwischen dem Führungsrohr und dem Innenrohr befindet sich das durch den Spindeltrieb teleskopierbare Stützrohr.

Die Bewegungsübertragung von der Spindelmutter erfolgt über ein Verbindungselement durch die Schlitze des Innenprofils auf das Stützrohr. Die Gewindespindel wird am unteren Ende durch ein Axiallager über eine Druckplatte gegenüber dem unteren Rand des Innenprofils abgestützt. Die Knickkräfte werden durch die festigkeitsmäßig günstigeren äußeren Rohre aufgenommen.

Durch den Aufbau wird eine Gewichtsreduzierung erreicht. Die Hubstütze besteht aus einer Vielzahl von Einzelteilen, die einen hohen Fertigungsaufwand, wie beispielsweise die Verbindungselemente mit einer Sägeverzahnung, erfordern.

Es ist, wie beispielsweise durch die DE 33 05 847 A1, bekannt, eine Hubvorrichtung mittels eines Windengetriebes zu betätigen.

Durch die DE 44 44 330 A1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Lastenträgern, wie Containern, bekannt. Hierbei sind motorisch oder durch ein Druckmittel betätigbare Hubstützen vorgesehen, die gemeinsam vom Lastkraftwagen oder dergleichen mit Energien versorgbar sind. Als Energiequelle zum Anheben der Hubstützen dient ein Druckmittelerzeuger bzw. eine elektrische Spannungsquelle des Fahrzeuges. Die Energieübertragung erfolgt über Versorgungsleitungen zwischen dem Lastkraftwagen und den Hubstützen.

Hierbei ist eine aufwendige Montage und Demontage zum Absenken und Anheben der Ladungsträger notwendig.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Hubstütze zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Ladungsträgern, insbesondere Containern, wobei die Hubstütze mit dem Ladungsträger verbunden ist und ein in einem Hohlprofil in vertikaler Richtung gleitend verschiebbares Stützprofil aufweist, zu schaffen, bei dem die Hubstützen einen einfachen konstruktiven Aufbau aufweisen und es ermöglichen, den Ladungsträger mit einem relativ geringen manuellen Kraftaufwand anzuheben oder abzusenken.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß im unteren Bereich des Stützprofils in dessen Seitenteilen eine Achse drehbar gelagert ist, auf der an beiden Seiten außerhalb des Stützprofils Stützräder fest angeordnet sind und wobei zwischen den Stützrädern innerhalb des Stützprofils an der Achse ein Gurtband mit einem Ende befestigt ist, das annähernd vertikal nach oben bis in den oberen Bereich des Stützprofils zu einer dort parallel zur Achse angeordneten Umlenkrolle und über die Umlenkrolle innerhalb des Stützprofils auf der gegenüberliegenden Seite nach unten geführt ist und wobei im mittleren Bereich an der angrenzenden Seitenwand des Stützprofils ein sich in Längsrichtung erstreckender Führungsschlitz angeordnet ist, durch den das Gurtband aus dem Stützprofil herausgeführt ist und mit seinem zweiten Ende mit einer Seitenwand des Hohlprofils mittelbar oder unmittelbar verbunden ist, wobei das Gurtband auf der Achse auf- oder abwickelbar ist.

Durch die erfindungsgemäße Lösung wird erreicht, daß der Ladungsträger, insbesondere Container, von dem Aufliegerahmen des Transportfahrzeuges abgehoben und auf einen vorbestimmten Standplatz abgestellt werden kann. In gleicher Weise kann der Ladungsträger von dem Transportfahrzeug wieder aufgenommen werden. Dieses erfolgt im wesentlichen mittels der Motorkraft des Triebfahrzeuges, durch Verfahren des Ladungsträgers über eine vorbestimmte Strecke. Auf diese Weise wird das Hohlprofil gegenüber dem Stützprofil in vertikaler Richtung verschoben und damit der Ladungsträger angehoben oder abgesenkt.

Zweckmäßigerweise ist die Umlenkrolle um ihre Längsachse drehbar in den zueinander gegenüberliegenden Seitenwänden des Stützprofils der Hubstütze gelagert.

Zur unmittelbaren Befestigung kann das Gurtband mit seinem zweiten Ende fest an der Seitenwand des Hohlprofils der Hubstütze angeordnet sein.

Eine bevorzugte Ausführungsform besteht darin, daß der im mittleren Bereich der Seitenwand des Stützprofils sich in Längsrichtung erstreckende Führungsschlitz eine größere Breite als das Gurtband aufweist, wobei die Länge des Führungsschlitzes größer ist als die Länge der Strecke, in der das Stützprofil und das Hohlprofil relativ zueinander verschiebbar sind.

Um die Hubstütze absenken oder in die Transportstellung anheben zu können, ist es möglich, daß im unteren Bereich des Stützprofils ein Griff fest angeordnet und im mittleren bis oberen Bereich des Hohlprofils ein Arretierungsbolzen vorgesehen ist, wobei in einer vorbestimmten Lage eine Öffnung im Hohlprofil mit einer Öffnung im Stützprofil in einer gleichen Ebene liegt und durch den in die Öffnung eingesteckten Arretierungsbolzen das Stützprofil in der Transportstellung gehalten ist.

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, daß im unteren Bereich des Hohlprofils ein Windengetriebe angeordnet ist, das an der Außenseite des Hohlprofils eine Windenachse aufweist, an der das zweite Ende des Gurtbandes aufwickelbar befestigt ist, wobei in der angrenzenden Seitenwand des Hohlprofils ein Führungsschlitz vorgesehen ist, durch den das Gurtband geführt ist und sich von dort durch den Führungsschlitz im Stützprofil nach oben zur Umlenkrolle erstreckt und von dort nach unten zu der die Stützräder tragenden Achse geführt ist, an die das Gurtband mit seinem ersten Ende aufwickelbar befestigt ist.

Eine schnelle Verschiebung des Stützprofils zum Hohlprofil kann dadurch erreicht werden, daß am oberen Ende des Stützprofils ein Seil mit einer Befestigung angeordnet ist, wobei das Seil im oberen Bereich des Hohlprofils über eine unterhalb des Ladungsträgers angeordnete Seilrolle gelegt und von dieser nach unten zu einem Zughebel geführt und mit diesem verbunden ist, wobei der Zughebel im mittleren Bereich des Hohlprofils an einer an dessen Außenseite angeordneten Konsole in Längsrichtung schwenkbar gelagert ist, wobei das Stützprofil durch die Schwenkbewegung des Zughebels in vertikaler Richtung zum Hohlprofil verschiebbar ist.

Zur Erreichung einer annähernd geradlinigen Führung kann das Seil am Zughebel in einen sich in Längsrichtung des Zughebels erstreckenden Schlitz geführt sein.

Es ist auch möglich, daß an dem Hohlprofil der Zughebel, an dem das Seil angeordnet ist, und das Windengetriebe, welches die Windenachse aufweist, an der das zweite Ende des Gurtbandes aufwickelbar befestigt ist, angeordnet sind.

Über das Windengetriebe ist dabei eine zusätzliche Einstellung des Stützprofils in seiner Lage zum Hohlprofil erreichbar.

Eine weitere Ausbildung der Erfindung besteht darin, daß von dem Zughebel das Seil nach oben über die Seilrolle und auf der gegenüberliegenden Seite nach unten geführt ist, wobei am zweiten Ende des Seiles eine nicht mit dem oberen Ende des Stützprofils verbundene Umlenkrolle angeordnet ist, wobei das Gurtband von der Windenachse des Windengetriebes, auf der das Gurtband aufwickelbar befestigt ist, durch den Führungsschlitz im Hohlprofil und den Führungsschlitz im Stützprofil nach oben zur Umlenkrolle und über die Umlenkrolle in Längsrichtung durch das Stützprofil nach unten zu der die Stützräder tragenden Achse, an der das Gurtband mit seinem anderen Ende aufwickelbar befestigt ist, geführt ist, wodurch die Umlenkrolle, das Stützprofil sowie das Hohlprofil in Längsrichtung zueinander relativ verschiebbar angeordnet sind.

Um eine sichere Auflage und damit Kraftübertragung von der Umlenkrolle auf das Stützprofil, insbesondere während des Anhebens des Ladungsträgers, zu erreichen, ist es vorteilhaft, wenn in der oberen Stirnseite des Stützprofils eine als Auflage für die Umlenkrolle ausgebildete Ausnehmung angeordnet ist.

Das Gurtband sollte eine hohe Festigkeit aufweisen und aufrollbar sein.

Geeignete Materialien für das Gurtband können ein textiles Material mit oder ohne Verstärkungen oder eine Gliederkette sein.

Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In der zugehörigen Zeichnung zeigen:

Fig. 1 die perspektivische Darstellung einer Zwischenstellung beim Absetzen eines Containers von einem Lastkraftwagen,

Fig. 2 eine perspektivische Darstellung einer Zwischenstellung beim Abstützen eines Containers von einem Sattelschlepper,

Fig. 3 eine Hubstütze in perspektivischer Darstellung,

Fig. 4 die Hubbewegung einer Hubstütze in schematischer Darstellung,

Fig. 5 die Vorderansicht einer Hubstütze mit Griff zum Anheben in Transportstellung,

Fig. 6 die Vorderansicht einer Hubstütze in Rollbewegung,

Fig. 7 die Vorderansicht einer Hubstütze nach Fig. 6 mit Windenrolle in Aufrollrichtung,

Fig. 8 die Vorderansicht einer Hubstütze mit Zughebel in Transportstellung,

Fig. 9 die Vorderansicht einer Hubstütze nach Fig. 8 mit Zughebel und Windengetriebe,

Fig. 10 die Vorderansicht einer Hubstütze mit Zughebel und Umlenkrolle sowie Windengetriebe.

In Fig. 1 ist ein Container 1 gezeigt, der von einem Aufliegerahmen 4 eines Lastkraftwagens 2 abgesetzt wird. An der Unterseite des Containers 1 sind im vorderen und hinteren Bereich Tragarme 12 angeordnet. Von den Tragarmen 12 erstrecken sich Hubstützen 6 nach unten, die, wie in Fig. 3 gezeigt, in Hohlprofilen 10 vertikal verschiebbare Stützprofile 11 aufweisen. An den unteren Enden der Stützprofile 11 sind Stützräder 7 drehbar gelagert. Im oberen Bereich sind die Hubstützen 6 durch Streben 8 seitlich abgestützt. Zum Abstützen des Containers 1 werden die in den Hohlprofilen 10 gleitend gelagerten Stützprofile 11 abgesenkt, bis die Stützräder 7 auf der Fahrbahn 20 aufsetzen. Danach werden vier nachstehend näher beschriebene Hohlprofile 10 durch ein Fahren des Lastkraftwagens 2 über eine vorbestimmte Strecke vertikal nach oben verschoben und dadurch wird der Container 1 vom Aufliegerahmen 4 abgehoben. Der Container 1 ist dann auf einem Standplatz abgestellt. Der Lastkraftwagen 2 kann zum Transport anderer Waren oder Container 1 genutzt werden.

In Fig. 2 ist ein Container 1 gezeigt, der von dem Aufliegerahmen 4 am Triebfahrzeug 3 eines Sattelschleppers abgesetzt wird. Der Container 1 weist in seinem hinteren Bereich Fahrzeugräder 5 und im mittleren und vorderen Bereich Hubstützen 6 auf. Der Aufbau der Hubstützen 6 ist anhand der Fig. 3 beschrieben. Zum Absetzen des als Container 1 ausgebildeten Sattelschleppers werden die Stützprofile 11 der Hubstützen 6 abgesenkt, bis die Stützräder 7 auf der Fahrbahn 20 aufsetzen. Danach werden durch ein Fahren des Triebfahrzeuges 3 über eine vorbestimmte Strecke die Hohlprofile 10 der Hubstützen 6 vertikal nach oben verschoben, bis die Verbindung zwischen dem Container 1 und dem Triebfahrzeug 3 gelöst ist. Der Container 1 wird auf dem vorgesehenen Standplatz abgestellt und mit dem Triebfahrzeug 3 können andere Transporte durchgeführt werden.

Zum Abtransport der Container 1 wird der Aufliegerahmen 4 des Lastkraftwagens 2 oder des Triebfahrzeuges 3 des Sattelschleppers unter den Container 1 geschoben. Die Hubstützen 6 werden abgesenkt und die Stützprofile 11 mit den Stützrädern 7 in die Transportstellung gebracht.

Der Container 1 ist hierbei lediglich ein Beispiel für einen Ladungsträger, der im Kombiverkehr transportiert wird.

In Fig. 3 ist die Hubstütze 6 in einer Ausführungsform näher dargestellt. Die Hubstütze 6 weist ein Hohlprofil 10 sowie ein daran in vertikaler Richtung gleitend verschiebbares Stützprofil 11 auf. Der Querschnitt des Hohlprofils 10 und des Stützprofils 11 ist vorzugsweise quadratisch.

Das Hohlprofil 10 ist rechtwinklig mit einem horizontalen Tragarm 12 fest verbunden. Auf dem Tragarm 12 liegt, wie in Fig. 1 gezeigt, der Container 1 auf. Am unteren Ende des Stützprofils 11 sind Stützräder 7 angeordnet. Die Stützräder 7 sind fest mit einer Achse 9 verbunden. Die Achse 9 ist in den Seitenteilen des Stützprofils 11 drehbar gelagert, wobei die Stützräder 7 auf beiden Seiten des Stützprofils 11 außerhalb desselben angeordnet sind.

An der Achse 9 ist innerhalb des Stützprofils 11 ein Gurtband 14 befestigt. Das Gurtband 14 ist vertikal nach oben bis in den oberen Bereich des Stützprofils 11 geführt. Im oberen Bereich ist eine Umlenkrolle 13 vorzugsweise drehbar gelagert. Über die Umlenkrolle 13 ist das Gurtband 14 innerhalb des Stützprofils 11 nach unten geführt. Es tritt durch einen Führungsschlitz 16 mit seinem zweiten Ende nach außen (siehe Fig. 6 und Fig. 8). Der Führungsschlitz 16 erstreckt sich in Längsrichtung des Stützprofils 11. Er weist eine größere Breite als das Gurtband 14 auf. Die Länge des Führungsschlitzes 16 ist größer als die Länge der Strecke, in der das Stützprofil 11 und das Hohlprofil 10 relativ zueinander verschiebbar sind. Mit dem zweiten Ende ist das Gurtband 14 mit dem Hohlprofil 10 im unteren Bereich, unmittelbar oder mittelbar, verbunden. In Fig. 3 ist eine derartige Befestigung 15 schematisch gezeigt.

Anhand der Fig. 3 und Fig. 4 wird die Hubbewegung der Hubstütze 6 nachstehend näher erläutert. Um einen Container 1 vom Aufliegerahmen 4 (Fig. 1 und Fig. 2) abheben zu können, liegt das Stützprofil 11 mit seinen Stützrädern 7 auf der Fahrbahn 20 auf. Durch den Lastkraftwagen 2 oder das Triebfahrzeug 3 werden die Hubstützen 6 mit dem auf dem Tragarm 12 aufliegenden Container 1 in Rollrichtung 17 bewegt. Die Stützräder 7 rollen auf der Fahrbahn 20 ab und auf der mit ihnen fest verbundenen Achse 9 wird das Gurtband 14 in Aufwickelrichtung 18 aufgewickelt. Dadurch verschiebt sich das zweite Ende des Gurtbandes 14 mit dem daran befestigten Hohlprofil 10 in Hubrichtung 19 nach oben. Die Hubstütze 6 hebt auf diese Weise den Container 1 an, bis er vom Aufliegerahmen 4 getrennt ist. Der Lastkraftwagen 2 bzw. das Triebfahrzeug 3 kann dann abfahren und einen anderen Ladungsträger, beispielsweise einen anderen Container 1, aufnehmen. Hierzu fährt das Fahrzeug 2; 3 mit seinem Aufliegerahmen 4 unter den Container 1. Dieser wird mit dem Fahrzeug 2; 3 in Kontakt gebracht und durch eine Umkehr der Rollrichtung 17 wird die Verbindung der Stützräder 7 von der Fahrbahn 20 gelöst. Anschließend werden die Stützprofile 11 mit den Stützrädern 7 in Transportstellung angehoben. Der Abtransport des Ladungsträgers kann erfolgen.

Nachstehend ist eine weitere Ausführungsform der Hubstützen 6 beschrieben.

In Fig. 5 ist eine relativ einfache Ausführungsform gezeigt, wie die Hubstütze 6 abgesenkt oder in die dargestellte Transportstellung angehoben werden kann.

Der Aufbau der Hubstütze 6 ist vorstehend beschrieben. Bei dieser Ausführungsform ist, wie in Fig. 3 gezeigt, die Hubstütze 6 fest mit dem Container 1 verbunden und seitlich durch eine schräg angeordnete Stütze 8 in ihrer Lage gesichert. Im unteren Bereich des Stützprofils 11 ist ein Griff 21 fest angeordnet. Im mittleren bis oberen Bereich des Hohlprofils 10 ist ein Arretierungsbolzen 22 vorgesehen. In der gezeigten Transportstellung ist das Stützprofil 11 mit seinen Stützrädern 7 mittels des Griffes 21 soweit angehoben, bis eine Öffnung in dem Hohlprofil 10 mit einer Öffnung in dem Stützprofil in einer gleichen Ebene liegt. In diese beiden Öffnungen ist dann der Arretierungsbolzen 22 eingesetzt und hält das Hohlprofil 10 in der Transportstellung. Zum Absenken des Stützprofils 11 mit den Stützrädern 7 auf die Fahrbahn 20 wird der Arretierungsbolzen 22 aus der Öffnung gezogen und mittels des Griffes 21 das Stützprofil 11 abgesenkt. Zur Unterstützung des Abhebe- und Absenkvorganges kann ein gestrichelt dargestelltes Windengetriebe 23 an dem Hohlprofil 10 angeordnet sein.

Anhand der Fig. 6 und 7 wird eine Hubstütze 6 mit einem daran angeordneten Windengetriebe 23 näher beschrieben. Das Windengetriebe 23 selbst ist jedoch nicht Gegenstand der Erfindung und wird deshalb gestrichelt dargestellt.

Wie vorstehend beschrieben, ist das Stützprofil 11 im Hohlprofil 10 gleitend gelagert, wobei Führungen 25 vorgesehen sein können. Das Gurtband 14 ist mit seinem einen Ende an der Achse 9 befestigt und teilweise auf diese aufwickelt. Es ist nach oben über die Umlenkrolle 13 und von dort nach unten durch den Führungsschlitz 16 im Stützprofil 11 nach außen geführt. Dort ist das Gurtband 14 am unteren Bereich einer Seitenwand des Hohlprofils 10 befestigt. Bei Einsatz eines Windengetriebes 23 ist im unteren Bereich der Seitenwand des Hohlprofils 10 ein Führungsschlitz 16a vorgesehen, durch den das Gurtband 14 nach außen geführt ist. Mit seinem zweiten Ende ist das Gurtband 14 an einer Windenachse 24 befestigt. Auf die Windenachse 24 ist das Gurtband 14 mittels des Windengetriebes 23 auf- bzw. von diesem abwickelbar.

In Fig. 6 ist die Bewegung der Hubstütze 6 in die Rollrichtung 17 gezeigt, wobei sich die Stützräder 7 in die Aufwickelrichtung 18 drehen und das Gurtband 14 auf die Achsen 9 aufgewickelt wird. Hierbei ist die Windenachse 24 blockiert, so daß sich das Gurtband 14 von dieser nicht abwickelt. Auf diese Weise wird das Hohlprofil 10 vertikal nach oben verschoben und der Container 1 angehoben.

In Fig. 7 ist die anhand der Fig. 6 beschriebene Hubstütze 6 gezeigt. Hierbei wird jedoch mittels des Windengetriebes 23 die Windenachse 24 in Aufrollrichtung 26 gedreht. Das Gurtband 14 wird dadurch auf die Windenachse 24 aufgerollt und das Stützprofil 11 bewegt sich in dem Hohlprofil 10 vertikal nach oben, so daß sich die Hubstütze 6 verkürzt. Damit ist es möglich, daß der Container 1 auf dem Aufliegerahmen 4 des Fahrzeuges abgesenkt und das Stützprofil 11 in die Transportstellung angehoben wird.

In den Fig. 8 bis 10 ist eine weitere vertikale Verstellmöglichkeit der Hubstütze 6 mittels eines Zughebels 27 gezeigt. Der Zughebel 27 dient in erster Linie dazu, die Hubstütze 6 in die Transport- oder Rollstellung zu bringen. Der eigentliche Anhebevorgang des Containers 1 oder eines anderen Ladegutträgers erfolgt durch die Rollbewegung in Rollrichtung 17 mittels der Motorkraft des Lastkraftwagens 2 bzw. des Triebfahrzeuges 3. Durch den Einsatz des Griffes 21 mit dem Arretierbolzen 22 (Fig. 3) des Windengetriebes 23 und/oder des Zughebels 27 verringert sich der erforderliche Rollweg zum Anheben des Containers 1, wobei mit den beschriebenen Mitteln lediglich das Stützprofil 11 angehoben oder gesenkt werden muß. Dadurch verkleinert sich der manuelle Kraftaufwand beim Abstellen oder Aufstellen eines Ladegutträgers, wie des Containers 1.

In Fig. 8 ist die Hubstütze 6 mit dem Zughebel 27 in Transportstellung gezeigt. Bei dieser Ausführungsform ist ein Seil 31 durch eine Befestigung 32 am oberen Ende des Stützprofils 11 angeordnet. Das Seil 31 ist oberhalb des Hohlprofils 10 über eine an der Unterseite des Containers 1 angeordnete Seilrolle 30 gelegt und von dieser nach unten zum Zughebel 27 geführt und mit diesem verbunden. Der Zughebel 27 ist im mittleren Bereich mittels einer Konsole 29 an der Außenseite des Hohlprofils 10 schwenkbar gelagert. Um bei einer Schwenkbewegung 33 des Zughebels 27 eine annähernd vertikale Bewegung des Seiles 31 zu erreichen, ist das Seil 31 an dem Zughebel 27 in einen Schlitz 28 geführt.

Das Gurtband 14 ist bei dieser Ausführungsform mit seinem einen Ende an der Achse 9 befestigt, über die Umlenkrolle 13sowie durch den Führungsschlitz 16 in dem Stützprofil 11 geführt und mit der Befestigung 15 an der Innenseite des Hohlprofils 10 fest angeordnet.

Beim Anheben und Absenken des Hohlprofils 10 verändert sich die Gesamtlänge des Gurtbandes 14 zwischen der Achse 9 und der Befestigung 15 nicht, wodurch in der Transportstellung das Gurtband 14 ständig gespannt ist.

In Fig. 9 ist zusätzlich zum Zughebel 27 das Windengetriebe 23 an dem Hohlprofil 10 der Hubstütze 6 angeordnet. Damit ist es zum Anheben und Absenken des Stützprofils 11 zusätzlich möglich, die Höhe des Stützprofils 11 einzustellen. Auf diese Weise können Unebenheiten in der Fahrbahn 20 ausgeglichen werden.

In Fig. 10 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt, bei der an dem Hohlprofil 10 der Hubstütze 6 ebenfalls der Zughebel 27 und das Windengetriebe 23 angeordnet sind. Das Seil 31 ist, wie vorstehend beschrieben, mit dem Zughebel 27 verbunden. An dem anderen Ende des Seiles 31 ist eine Umlenkrolle 34 angeordnet. Über die Umlenkrolle 34 ist das Gurtband 14 geführt. Hierbei sind weder die Umlenkrolle 34 noch das Seil 31 direkt mit dem Stützprofil 11 verbunden. Das Stützprofil 11 ist an das Gurtband 14 über dessen Verbindung mit der Achse 9 angehängt. Von der Achse 9 ist das Gurtband 14 nach oben über die Umlenkrolle 34 und von dort nach unten zur Windenachse 24 geführt.

Durch diese Anordnung ist es möglich, mittels des Zughebels 27 die Umlenkrolle 34 und damit das Gurtband 14 anzuheben und zu senken. Das Stützprofil 11 wird mittels des Windengetriebes 23 über die Windenachse 24 durch das Auf- oder Abwickeln des Gurtbandes 14 nach oben oder unten bewegt. Das Stützprofil 11 ist durch die Führung 25 in dem Hohlprofil 10 seitlich geführt. In der oberen Stirnseite des Stützprofils 11 ist eine Ausnehmung 35 vorgesehen. Die Ausnehmung 35 dient zur Auflage der Umlenkrolle 34, so daß die beim Anheben des Containers 1 auftretenden Kräfte auf das Stützprofil 11 übertragen werden. Der manuelle Kraftaufwand wird mit dieser Lösung weiter verringert, da mit dem Zughebel 27 lediglich die Umlenkrolle 34 in Längsrichtung verschoben wird. Das Stützprofil 11 wird mit dem Windengetriebe 23 in die Transportstellung angehoben.

In weiterer Ausbildung der Erfindung ist es auch möglich, daß die Windenachse 24 zweier nebeneinander angeordneter Hubstützen 6 miteinander verbunden sind. Die Hubstützen 6 sind dann durch ein Windengetriebe 23 verstellbar.

Das bei der Hubstütze 6 zum Einsatz kommende Gurtband 14 kann aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen. Ein derartiges Material kann ein textiles Material mit oder ohne Verstärkungseinlagen sein. Es ist auch möglich, eine Gliederkette als Gurtband 14 einzusetzen. Das Gurtband 14 muß eine hohe Festigkeit aufweisen und aufrollbar sein.


Anspruch[de]
  1. 1. Hubstütze zum Absetzen und/oder Aufnehmen von Ladungsträgern, insbesondere Containern, wobei die Hubstütze mit dem Ladungsträger verbunden ist und ein in einem Hohlprofil in vertikaler Richtung gleitend verschiebbares Stützprofil aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Bereich des Stützprofils (11) in dessen Seitenteilen eine Achse (9) drehbar gelagert ist, auf der an beiden Seiten außerhalb des Stützprofils (11) Stützräder (7) fest angeordnet sind und wobei zwischen den Stützrädern (7) innerhalb des Stützprofils (11) an der Achse (9) ein Gurtband (14) mit einem Ende befestigt ist, das annähernd vertikal nach oben bis in den oberen Bereich des Stützprofils (11) zu einer dort parallel zur Achse (9) angeordneten Umlenkrolle (13) und über die Umlenkrolle (13) innerhalb des Stützprofils (11) auf der gegenüberliegenden Seite nach unten geführt ist und wobei im mittleren Bereich an der angrenzenden Seitenwand des Stützprofils (11) ein sich in Längsrichtung erstreckender Führungsschlitz (16) angeordnet ist, durch den das Gurtband (14) aus dem Stützprofil (11) herausgeführt ist und mit seinem zweiten Ende mit einer Seitenwand des Hohlprofils (10) mittelbar oder unmittelbar verbunden ist, wobei das Gurtband (14) auf der Achse (9) auf- oder abwickelbar ist.
  2. 2. Hubstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umlenkrolle (13) um ihre Längsachse drehbar in den zueinander gegenüberliegenden Seitenwänden des Stützprofils (11) der Hubstütze (6) gelagert ist.
  3. 3. Hubstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtband (14) mit seinem zweiten Ende fest an der Seitenwand des Hohlprofils (10) der Hubstütze (6) angeordnet ist.
  4. 4. Hubstütze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im mittleren Bereich der Seitenwand des Stützprofils (11) sich in Längsrichtung erstreckende Führungsschlitz (16) eine größere Breite als das Gurtband (14) aufweist, wobei die Länge des Führungsschlitzes (16) größer ist als die Länge der Strecke, in der das Stützprofil (11) und das Hohlprofil (10) relativ zueinander verschiebbar sind.
  5. 5. Hubstütze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Bereich des Stützprofils (11) ein Griff (21) fest angeordnet und im mittleren bis oberen Bereich des Hohlprofils (10) ein Arretierungsbolzen (22) vorgesehen ist, wobei in einer vorbestimmten Lage eine Öffnung im Hohlprofil (10) mit einer Öffnung im Stützprofil (11) in einer gleichen Ebene liegt und durch den in die Öffnung eingesteckten Arretierungsbolzen (22) das Stützprofil (11) in der Transportstellung gehalten ist.
  6. 6. Hubstütze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im unteren Bereich des Hohlprofils (10) ein Windengetriebe (23) angeordnet ist, das an der Außenseite des Hohlprofils (10) eine Windenachse (24) aufweist, an der das zweite Ende des Gurtbandes (14) aufwickelbar befestigt ist, wobei in der angrenzenden Seitenwand des Hohlprofils (10) ein Führungsschlitz (16a) vorgesehen ist, durch den das Gurtband (14) geführt ist und sich von dort durch den Führungsschlitz (16) im Stützprofil (11) nach oben zur Umlenkrolle (13) erstreckt und von dort nach unten zu der die Stützräder (7) tragenden Achse (9) geführt ist, an die das Gurtband (14) mit seinem ersten Ende aufwickelbar befestigt ist.
  7. 7. Hubstütze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am oberen Ende des Stützprofils (11) ein Seil (31) mit einer Befestigung (32) angeordnet ist, wobei das Seil (31) im oberen Bereich des Hohlprofils (10) über eine unterhalb des Ladungsträgers angeordnete Seilrolle (30) gelegt und von dieser nach unten zu einem Zughebel (27) geführt und mit diesem verbunden ist, wobei der Zughebel (27) im mittleren Bereich des Hohlprofils (10) an einer an dessen Außenseite angeordneten Konsole (29) in Längsrichtung schwenkbar gelagert ist, wobei das Stützprofil (11) durch die Schwenkbewegung des Zughebels (27) in vertikaler Richtung zum Hohlprofil (10) verschiebbar ist.
  8. 8. Hubstütze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Seil (31) am Zughebel (27) in einen sich in Längsrichtung des Zughebels (27) erstreckenden Schlitz (28) geführt ist.
  9. 9. Hubstütze nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Hohlprofil (10) der Zughebel (27), an dem das Seil (31) angeordnet ist, und das Windengetriebe (23), welches die Windenachse (24) aufweist, an der das zweite Ende des Gurtbandes (14) aufwickelbar befestigt ist, angeordnet sind.
  10. 10. Hubstütze nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Zughebel (27) das Seil (31) nach oben über die Seilrolle (30) und auf der gegenüberliegenden Seite nach unten geführt ist, wobei am zweiten Ende des Seiles (31) eine nicht mit dem oberen Ende des Stützprofils (11) verbundene Umlenkrolle (34) angeordnet ist, wobei das Gurtband (14) von der Windenachse (24) des Windengetriebes (23), auf der das Gurtband (14) aufwickelbar befestigt ist, durch den Führungsschlitz (16a) im Hohlprofil (10) und den Führungsschlitz (16) ein Stützprofil (11) nach oben zur Umlenkrolle (34) und über die Umlenkrolle (34) in Längsrichtung durch das Stützprofil (11) nach unten zu der die Stützräder (7) tragenden Achse (9), an der das Gurtband (14) mit seinem anderen Ende aufwickelbar befestigt ist, geführt ist, wodurch die Umlenkrolle (34), das Stützprofil (11) sowie das Hohlprofil (10) in Längsrichtung zueinander relativ verschiebbar angeordnet sind.
  11. 11. Hubstütze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß in der oberen Stirnseite des Stützprofils (11) eine als Auflage für die Umlenkrolle (34) ausgebildete Ausnehmung (35) angeordnet ist.
  12. 12. Hubstütze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtband (14) eine hohe Festigkeit aufweist und aufrollbar ist.
  13. 13. Hubstütze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtband (14) aus einem textilen Material mit oder ohne Verstärkung besteht.
  14. 14. Hubstütze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtband (14) aus einer Gliederkette besteht.






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