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Dokumentenidentifikation DE4224553C2 26.11.1998
Titel Einrichtung zum Handhaben von Schienenfahrzeugen
Anmelder Yanzhou Coal Mine Design And Research Institute, Zouxian, Shandong, CN
Erfinder Qin, Youfeng, Zouxian, Shandong, CN
Vertreter Blumbach, Kramer & Partner GbR, 81245 München
DE-Anmeldedatum 24.07.1992
DE-Aktenzeichen 4224553
Offenlegungstag 04.02.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.11.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.11.1998
IPC-Hauptklasse B61J 3/08

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Handhaben von Schienenfahrzeugen, insbesondere eine Einrichtung zum Transportieren von Fahrzeugen zu einer bestimmten Stelle, wie einem Schachtaufzug oder einem Kipper etc.

Bekannte Einrichtungen der genannten Art sind hauptsächlich als durch ein Seil oder eine Kette betätigte Fahrzeug-Mitnehmer ausgebildet. Die Vorrichtungen enthalten einen Mitnehmer, der durch einen Gleitblock getragen wird und sich in einer Rinne bewegt. Der Mitnehmer wird mittels der Seil- oder Ketten-Übertragung angetrieben, die in einem Graben unterhalb der Schienen angeordnet ist. Die Übertragung weist ein vorderes und ein hinteres Antriebsrad auf, auf denen das Seil oder die Kette gespannt ist. Im Betrieb wird ein erstes einer Reihe von Schienenfahrzeugen durch ziehende Klauen gezogen, die an dem treibenden Seil bzw. der Kette der Fahrzeugschiebevorrichtung vorgesehen sind, um das Fahrzeug zu einer bestimmten Stelle, wie einem Fördergestell, zu transportieren, wo es in das Fördergestell mittels der ziehenden Klauen der Fahrzeugmitnahmevorrichtung eingebracht wird. Gleichzeitig wird das Fahrzeug, das im Fördergestell war, durch das eingebrachte Fahrzeug ausgestoßen wird. Das Fahrzeug, das in das Fördergestell eingefahren ist, wird durch einen im Fördergestell angeordneten Anschlag oder durch einen außerhalb des Fördergestells angeordneten ziehenden Anschlag positioniert. Da die Fahrzeugbewegungsstrecke dieser Einrichtung durch die Mittelachsen der beiden Antriebsräder begrenzt ist, wird der Bewegungsablauf in der Nähe des Fördergestells zum Einfahren und Ausfahren aus dem Fördergestell verselbständigt und das im Fördergestell befindliche Fahrzeug wird durch das andere Fahrzeug ausgestoßen. Wenn kein anderes Fahrzeug in das Fördergestell eintritt, wird das Fahrzeug im Fördergestell von Hand herausbewegt. Im allgemeinen wird das Fahrzeug, das in das Fördergestell eingetreten ist, mittels einer Stange blockiert, die im Fördergestell nach hinten und nach vorne gleiten kann. Der Anschlag ist nur geeignet für einen Platz, dessen Ausgestaltung es dem Fahrzeug erlaubt, längs verschiedener Richtungen an Grubenöffnungen bzw. unterirdischen Türen einzufahren. Liegt eine solche Ausbildung nicht vor, dann ist ein Anschlag für diesen Zweck nicht geeignet.

Ferner wird der Fahrzeuganschlag stets durch das Fahrzeug, welches sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 1 m/s bewegt, auf Stoß beansprucht. Die Folge kann eine ernsthafte Beschädigung des Fördergestells, der Schiene oder anderer an den Grubenöffnungen oder unterirdischen Türen der Grube vorhandener Geräte sein. Um die Nachteile der bekannten Einfahranordnung zu überwinden und die Stoßkraft während des Positionieren des Fahrzeuges nach außen zu verlegen, kann ein ziehender Anschlag benutzt werden, der außerhalb des Fördergestells angeordnet ist.

Wenn zum Positionieren eines Fahrzeuges im Fördergestell ein ziehender Anschlag benutzt wird, dann muß zwischen dem zu positionierenden Fahrzeug und dem ziehenden Anschlag ein Fahrzeug als Zwischenfahrzeug eingefügt werden. Falls kein Zwischenfahrzeug vorhanden ist, wird die Fahrzeugpositionierung von Hand ausgeführt. Die manuelle Betätigung macht die Einrichtung jedoch unsicher und verringert die Arbeitsleistung. Ferner ist auch hier die Kraftübertragungseinrichtung in einem Graben untergebracht, so daß die Konstruktion, die Befestigung und Wartung der Einrichtung Nachteile mit sich bringt.

Aus der DE-PS 7 25 541 ist eine dem Oberbegriff der Patentansprüche 1 und 2 entsprechende Einrichtung bekannt, die zur selbsttätigen Regelung der Laufgeschwindigkeit von auf geneigter Strecke abwärts laufenden Förderwagen auselegt und auf der Ablaufseite eines Ablaufbergs angeordnet ist. Die Einrichtung bewirkt eine gezielte Begrenzung der Abrollgeschwindigkeit der abrollenden Schienenfahrzeuge und enthält eine Arbeitsklaue, die eine Beschleunigung der Schienenfahrzeuggeschwindigkeit verhindert. Diese L-förmige Arbeitsklaue ist drehbar am Arbeitswagen angebracht und weist am Ende des langgestrecken Schenkels eine Laufrolle auf, die entlang von Laufschienen bzw., bei der Rückhubbewegung, entlang eines tiefergelegten Schachts läuft. Bei dieser Rückhubbewegung ist der kürzere Schenkel der Arbeitsklaue nach unten verschwenkt und kann daher unter den Achsen der Schienenfahrzeuge entlang hangaufwärts bewegt werden. Am Ende der Rückhubbewegung läuft diese Laufrolle auf eine Schräge auf, wobei der kurze Schenkel dann wieder in die Brems-Arbeitsstellung zurückgeschwenkt wird.

In der DE-AS 15 30 300 ist eine Rangieranlage beschrieben, bei der den jeweiligen Förderabschnitten Mitnehmerwagen zugeordnet sind, die durch einen Antriebsmotor in eine hin- und hergehende Bewegung versetzbar sind. Der Antriebsmotor wird bei Auflaufen eines Wagens auf einen Schienenkontakt eingeschaltet, wobei gleichzeitig ein Druckarm am Mitnehmerwagen aufgerichtet wird.

Aufgabe dieser Erfindung ist es, eine Einrichtung zum Handhaben von Schienenfahrzeugen verfügbar zu machen, mit der ein Schienenfahrzeug ohne das Erfordernis eines Grabens unmittelbar zu einer bestimmten Stelle, wie einem Fördergestell oder einem Kipper, geschoben oder gezogen werden kann, und das Schienenfahrzeug automatisch in einer gewünschten Position positioniert werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 oder 2 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die sich über die Basislänge der Arbeitswagen erstreckenden angetriebenen Teile können Ketten oder im gleichen Abstand voneinander angeordnete Bolzenwellen sein.

Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Handhaben von Schienenfahrzeugen kann eine Stoppklaueneinrichtung enthalten, die vor der Schiebeklaue angeordnet ist, wobei der Mittelteil der Stoppklaue drehbar am Arbeitswagen befestigt ist und der obere Teil höher als die Basis eines im Fahrzeug befestigten Teils liegt, wenn die Stoppklaue aufrecht steht. Ferner können ein Keilblock, der auf einem sich in Längsrichtung erstreckenden Führungselement rückwärts und vorwärts gleiten kann, und ein Hebel vorgesehen sein, der sich vom Keilblock nach rückwärts erstreckt und mit einem Arbeitswagen verbunden ist, der sich hinter dem ersten Arbeitswagen mit der Stoppklaue befindet. Zwischen dem ersten Arbeitswagen mit der Stoppklaue und dem hinteren mit dem Hebel verbundenen Arbeitswagen ist wenigstens ein Loch für einen Verbindungsbolzen vorgesehen, das es dem Bolzen ermöglicht, sich in Längsrichtung des Hebels zu bewegen. Wenn sich die Einrichtung zum Handhaben von Fahrzeugen vorwärtsbewegt, stützt der Keil den unteren Teil der Stoppklaue ab, und wenn sich die Einrichtung rückwärts bewegt, gibt der Keil die Stoppklaue frei, so daß der obere Teil der Stoppklaue das an einem Fahrzeug befestigte Teil berührt und automatisch abfällt.

Die erfindungsgemäße Einrichtung kann mit einer Vielzahl von Kraftübertragungseinrichtungen ausgestattet sein. Der Abstand zwischen diesen ist kleiner als die gesamte Länge einer Reihe von Arbeitswagen. Damit kann das Handhaben von Schienenfahrzeugen durch gleiche Reihen von Arbeitswagen auf einer längeren Strecke ausgeübt werden.

Die erfindungsgemäße Einrichtung zum Handhaben von Schienenfahrzeugen weist die folgenden Vorteile auf:

Die Arbeitsintensität wird verringert, während gleichzeitig die Sicherheit erhöht wird; die Konstruktion ist einfach und die Einrichtung leicht zu warten; die Arbeitsstrecke kann entsprechend den Anforderungen gewählt werden, so daß die Arbeitsleistung zunimmt. Infolge der konstruktiven Merkmale der Einrichtung kann durch Auswahl geeigneter Materialien und eines geeigneten Prozeßablaufs der Verschleiß zwischen der Kraftübertragungseinrichtung und den angetriebenen Teilen sowie zwischen den Stützrollen und den Schienen beeinflußt werden, so daß eine hohe Genauigkeit der Übertragung und eine Verlängerung der Standzeit erzielt werden können. Hierdurch lassen sich verschleißbedingte Ausfälle der Einrichtung verringern.

Unter Bezugnahme auf die anliegende Zeichnung wird die Erfinder anhand von Ausführungsbeispielen im einzelnen erläutert, wodurch auch weitere Modifikationen und Vorteile dieser Erfindung erkennbar werden. Es zeigen

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Einrichtung zur Handhabung von Schienenfahrzeugen gemäß dieser Erfindung;

Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie I-I von Fig. 1;

Fig. 3 eine schematische Ansicht, die eine Stoppklaueneinrichtung darstellt, bei der die Klaue hochsteht;

Fig. 4 eine Längsschnittansicht der Schiebeklaueneinrichtung der Einrichtung zur Handhabung von Fahrzeugen wobei der aufrechte Zustand der Klaue mit einer durchgezogenen Linie und der liegende Zustand gestrichelt dargestellt ist; und

Fig. 5 eine Längsschnittansicht eines anderen Typs einer Schiebeklaueneinrichtung, in der der aufrechte Zustand und der liegende Zustand der Klaue mit einer durchgezogenen bzw. gestrichelten Linie dargestellt sind.

Entsprechend den Fig. 1 und 2 enthält die erfindungsgemäße Einrichtung zum Handhaben von Fahrzeuge ein Paar paralleler Schienen 2 zwischen einem Paar Hauptschienen 1, auf dem das Fahrzeug läuft; ein Paar Schutzschienen 21 zwischen den Hauptschienen 1 und den Schienen 2; eine Reihe von Arbeitswagen 3, die auf den Schienen 2 laufen; ein Antriebsgetriebe für Antriebsräder 9, das unterhalb der Schienen befestigt ist und mittels eines Antriebs, wie einem Elektromotor, angetrieben wird; angetriebene Teile, die als Bolzenwellen oder Kettenglieder 4 in gleichem Abstand voneinander ausgebildet, über die gesamte Basislänge der Arbeitswagen 3 angeordnet sind und mit dem Antriebsrad 9 in Eingriff stehen; ferner eine drehbar am hinteren Ende 51 des Arbeitswagens 3 befestigte Schiebeklaue 5. Das Antriebsrad 9 wird mittels eines Motors über einen Getriebekasten (nicht dargestellt) angetrieben.

Ein mittlerer Teil 52 der Schiebeklaue 5 ist über einen Hebel 56 mit einem Gleitblock 54 verbunden. Wenn der Gleitblock 54 gegen einen Klauenstarter 55 stößt, der an der Schiene 2angebracht ist, richtet sich das Kopfende 53 der Schiebeklaue 5 auf (siehe Fig. 4). Die Schiebeklaue 5 ist so dimensioniert, daß das Kopfende 53 beim Aufrichten mit einem festen Teil an dem Wagen in Berührung kommen kann.

Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Handhabung eines Fahrzeuges enthält ferner eine Stoppklaueneinrichtung 6, die vor der Schiebeklaue 5 angebracht ist. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Stoppklaue 6 vorzugsweise L-förmig ausgebildet ist, ihr unterer Teil 61 kürzer und schwerer als ihr oberer Teil 63 ist und ihr mittlerer Teil 62 am Arbeitswagen 3 befestigt ist. Die Stoppklaue 60 ist so dimensioniert, daß wenn der Kopf aufgerichtet wird, dieser höher als die Basis eines am Fahrzeug befestigten Teils liegt. Der Keil 65 kann längs eines Führungselementes 64, das sich in Längsrichtung des Arbeitswagens 3 erstreckt, vor- und zurückgleiten. Ein Hebel 66 erstreckt sich vom Keil 65 aus nach hinten und ist mittels der Stoppklaueneinrichtung 6 mit einem unmittelbar hinter dem ersten Arbeitswagen 3 befindlichen Wagen verbunden. Wenigstens ein Bolzenloch 7 eines Verbindungsbolzens 4' zwischen dem Fahrzeug mit der Stoppklaueneinrichtung 6 und dem nächsten mit dem Hebel 66 verbundenen Fahrzeug ist ein derart ausgebildetes Loch, daß sich der Bolzen 4' in Längsrichtung bewegen kann. Wenn sich die Einrichtung vorwärtsbewegt, gleitet der Verbindungsbolzen 4' innerhalb des Loches 7, so daß das vordere Fahrzeug um eine Länge verzögert folgt. Der Hebel 66 verschiebt bzw. erstreckt sich nach vorne um den Keil 65 zu schieben, der Keil 65 schiebt den unteren Teil 61 der Stoppklaue 60 und die Stoppklaue 60 dreht sich. Als Folge hiervon richtet sich der obere Teil 63 der Stoppklaue 60 auf und der Keil 65 kommt mit dem unteren Teil 61 der Stoppklaue 60 in Berührung. Wenn in diesem Fall auf die Stoppklaue 60 eine rückwärts gerichtete Kraft auftrifft, wenn zum Beispiel die Klaue 60 durch ein an einem Fahrzeug befestigtes Teil mit einer Kraft beaufschlagt wird, schwengt die Klaue nach hinten. Nach dem Passieren des befestigten Teils kehrt die Stoppklaue 60 unter der Schwerkrafteinrichtung des unteren Teils 61 in ihre aufrechte Position zurück. Der Arbeitswagen 3 bewegt sich zurück, während sich die Einrichtung zur Handhabung des Fahrzeugs zurückbewegt. Wenn sich der vordere Wagen 3 zurückbewegt, wird er wegen des Zurückgleitens des Verbindungsbolzens 4' innerhalb des Bolzenloches 7 um eine Länge verzögert. Der Hebel 66 zieht den Keil 65 zurück um diesen vom unteren Teil 61 der Stoppklaue 60 zu trennen. Dies macht die Stoppklaue 60 drehbar und sie gelangt automatisch in die liegende Position. Der obere Teil 63 der Stoppklaue 60 legt sich über die Oberfläche des Arbeitswagens.

Die erfindungsgemäße Einrichtung zur Handhabung von Fahrzeugen enthält wenigstens zwei Schiebeklauen 5. Der Abstand zwischen diesen ist größer oder gleich der Länge eines Fahrzeuges. Während des Betriebs kann, wenn das erste Fahrzeug in eine spezielle Position geschoben worden ist, das nächste Fahrzeug zu einer Stelle benachbart zu dieser speziellen Position, wie einem Fördergestell, bewegt und damit die Arbeitsleistung erhöht werden.

Darüberhinaus sind an einigen Stellen, zum Beispiel in einem Fördergestell etc., die inneren und äußeren Schienen nicht vollständig zueinander ausgerichtet und es sind zwischen den Schienen größere Zwischenräume vorhanden. Ein Zwischenraum führt zu einer Erschütterung des Fahrzeuges, wenn es in das Fördergestell gefahren wird, was leicht eine Beschädigung von Elementen zur Folge haben kann. Um die Erschütterung zu verringern und das Fahrzeug glatt über den Zwischenraum hinwegzuführen, ist bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung an der Vorderseite des ersten Arbeitswagens ein Paar Stützrollen 8 angeordnet, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Wenn die Stützrolle 8' freihängt, befindet sich die Stützrolle 8'' noch an der äußeren Schiene und wenn die Stützrolle 8'' freihängt, dann hat die Stützrolle 8' bereits die innere Schiene erreicht. So stützt das Paar von Stützrollen 8 wechselweise den Arbeitswagen 3 ab, so daß Erschütterungen oder Vibrationen verringert werden, die verursacht werden, wenn der Wagen in ein Fördergestell oder aus diesem heraus gefahren wird. Der Zwischenraum zwischen den Schienen kann auf diese Weise glatt passiert werden.

Wenn die Fahrstrecke des Fahrzeugs größer ist, dann können unter den Schienen 2 mehrere Zahnradantriebe 9 angeordnet werden. Der Abstand zwischen den Zahnradantrieben ist kleiner als die Gesamtlänge der angetriebenen Teile einer Reihe von Arbeitswägen. Während des Fahrzeugtransports werden die Zahnradantriebe 9 mittels gesteuerter Elektromotoren angetrieben, die abwechselnd gestartet werden und so die Arbeitswagen 3 einen nach dem anderen schieben.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann auf einer geneigten Schiene angeordnet werden. Diese Anordnung ist in besonderer Weise für einen Rangierbahnhof oder ein ähnliches Gelände geeignet. Bei dieser Anordnung wird das Fahrzeug durch die Vorrichtung zu einer speziellen Position, wie einen Ablaufberg geschoben, um das Fahrzeug mit potentieller Energie zu versehen, durch die das Fahrzeug eigenbeweglich wird.

Wie in Fig. 4 dargestellt, ist das hintere Ende 51 der oben erwähnten Schiebeklaue 5 drehbar am Arbeitswagen 3 befestigt. Der mittlere Teil 52 ist an einem Hebel 56 drehbar befestigt. Die mittlere Drehachse 52' liegt höher als die hintere Drehachse 51', wenn sich die Schiebeklaue 5 im liegenden Zustand befindet. Das andere Ende des Hebels 56 ist mit dem Gleitblock 54 drehbar verbunden, der längs einer geneigten Gleitfeder 57 oder einer Nut rückwärts und vorwärts gleiten kann, und einen Anschlag bildet. Das vordere Ende 57' der Gleitfeder 57 liegt niedriger als das hintere Ende 57'' um sicherzustellen, daß die Basis des Gleitblocks 54 auf den an der Schiene befestigten Klauenstarter 55 auftrifft, wenn sich der Block 54 in der vorderen Endposition der Gleitfeder 57 befindet und sich vom Klauenstarter 55 trennt, wenn sich der Block 54 in der hinteren Endposition der Gleitfeder 57 befindet. Vorzugsweise ist der Klauenstarter 55 L-förmig ausgebildet und hat im abgewinkelten Teil ein Drehlager. Der untere Arm des L-förmigen Klauenstarters ist länger und schwerer um den Klauenstarter im Arbeitszustand zu halten. Wenn der Klauenstarter unten liegt, befindet sich der Gleitblock 54 in der unteren Position und in diesem Fall wird er auf den oberen Arm des Klauenstarters 55 auftreffen, falls der Arbeitswagen rückwärts fährt. Der Klauenstarter 55 dreht sich um zu gewährleisten, daß der Gleitblock 54 den Klauenstarter 55 passieren kann. Vorzugsweise ist hinter dem hinteren Drehlager ein Abstandsblock 58 vorgesehen. Dieser Abstandsblock 58 ist am Arbeitswagen befestigt. Wenn die Schiebeklaue 5 aufrecht steht, kann sie die hintere Endfläche 51'' abstützen um die Schiebeklaue 5 im normalen Arbeitszustand zu halten.

Wie Fig. 5 zeigt, kann die Schiebeklaue 5 der erfindungsgemäßen Vorrichtung ersetzt werden durch eine Schiebeklaue 50. In ähnlicher Weise ist das hintere Ende 511 der Schiebeklaue 50 mittels eines Gelenks 511' mit dem Arbeitswagen 3 verbunden und ihr mittlerer Teil 521 durch ein Drehgelenk 521' mit einem Ende einer Druckfeder 522 innerhalb eines Führungselementes verbunden. Das andere Ende der Druckfeder 522 ist über ein Drehgelenk 522' am Arbeitswagen 3 befestigt. Ferner ist mit dem Drehgelenk 521' eine als Auflaufrolle dienende Rolle 541 verbunden. Wenn die Schiebeklaue 50 aufrecht steht, liegt die Rolle 541 oberhalb der Verbindungslinie zwischen dem hinteren Drehgelenk 511' und dem vorderen Drehgelenk 522'. Befindet sich die Schiebeklaue 50 in der liegenden Position, dann liegt die Rolle unterhalb der Verbindungslinie und kann mit einem Klauenstarter 551 zusammentreffen bzw. auf diesen auflaufen, der an der Schiene 2 befestigt ist. Der Klauenstarter 551 weist eine Kurvenspur auf, deren Längsschnitt trapezförmig oder in Form eines konvexen Bogens ausgebildet ist. Die Höhe ist geeignet um die Mitte der Rolle 541 über die Verbindungslinie zwischen dem Drehgelenk 511' und dem Drehgelenk 522' anheben zu können.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Handhaben von Schienenfahrzeugen, mit

    einem Paar Schienen (2), das an den Innenseiten eines Paars Hauptschienen (1), auf dem die Fahrzeuge laufen, angeordnet ist;

    einer Reihe von Arbeitswagen (3), die auf den Schienen (2) laufen;

    angetriebenen Teilen, die sich über die gesamte Basislänge der Arbeitswagen (3) erstrecken und mit einem Antriebselement (9) in Verbindung stehen; und

    einer Arbeitsklaue (5), deren hinteres Ende (51) drehbar am Arbeitswagen (3) befestigt ist, und die mit einem Gleitblock (54) verbunden ist, wobei sich der Kopf (53) der Arbeitsklaue (5) anhebt, wenn der Gleitblock (54) gegen einen Klauenstarter (55) stößt, der relativ zu den Schienen (2) befestigt ist, wobei die Arbeitsklaue so dimensioniert ist, daß ihr Kopf beim Anheben ein am Fahrzeug befestigtes Teil berühren kann,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß das im Raum unterhalb der Schienen (2) angeordnete Antriebselement (9) durch einen Motor angetrieben wird,

    daß die Arbeitsklaue eine Schiebeklaue (5) ist, deren mittlerer Teil (52) drehbar mit einem Hebel (56) verbunden ist, wobei die hierdurch gebildete mittlere Drehachse (52') höher als eine hintere Drehachse (51') der Schiebeklaue liegt, wenn sich die Schiebeklaue (5) in der liegenden Position befindet, daß das andere Ende des Hebels (56) drehbar mit dem Gleitblock (54) verbunden ist, der längs einer geneigten Gleitfeder (57) rückwärts und vorwärts gleiten kann, daß die Gleitfeder (57) niedriger liegt als die mittlere Drehachse und ihr vorderes Ende (57') niedriger als ihr hinteres Ende (57'') liegt, so daß gewährleistet ist, daß der Gleitblock (54) dann, wenn er das vordere Ende (57') der Gleitfeder (57) erreicht, auf den Klauenstarter (55) auftreffen kann, der relativ zur Schiene befestigt ist, während, wenn der Gleitblock (54) das hintere Ende (57'') erreicht, der Gleitblock vom Klauenstarter (55) trennbar ist.
  2. 2. Einrichtung zum Handhaben von Schienenfahrzeugen, mit

    einem Paar Schienen (2), das an den Innenseiten eines Paars Hauptschienen (1), auf dem die Fahrzeuge laufen, angeordnet ist;

    einer Reihe von Arbeitswagen (3), die auf den Schienen (2) laufen;

    angetriebenen Teilen, die sich über die gesamte Basislänge der Arbeitswagen (3) erstrecken und mit einem Antriebselement (9) in Verbindung stehen; und

    einer Arbeitsklaue (50), deren hinteres Ende (511) drehbar am Arbeitswagen (3) befestigt ist, und die mit einer Rolle (541) verbunden ist, wobei sich der Kopf (531) der Arbeitsklaue (50) anhebt, wenn die Rolle (541) gegen einen Klauenstarter (551) stößt, der relativ zu den Schienen (2) befestigt ist, wobei die Arbeitsklaue so dimensioniert ist, daß ihr Kopf beim Anheben ein am Fahrzeug befestigtes Teil berühren kann, dadurch gekennzeichnet, daß das im Raum unterhalb der Schienen (2) angeordnete Antriebselement (9) durch einen Motor angetrieben wird, daß die Arbeitsklaue eine Schiebeklaue (50) ist, daß das hintere Ende (511) der Schiebeklaue (50) über ein hinteres Drehgelenk (511') mit dem Arbeitswagen (3) verbunden ist und der mittlere Teil (521) der Schiebeklaue über ein Drehgelenk (521') mit einem Ende einer ein Führungselement aufweisenden Druckfeder (522) in Verbindung steht und das andere Ende der Feder (522) über ein vorderes Drehgelenk (522') mit dem Arbeitswagen (3) verbunden ist, daß die Rolle (541) am mittleren Drehgelenk (521') befestigt ist, und sich bei aufgerichteter Schiebeklaue (50) oberhalb einer Verbindungslinie befindet, die die Drehachsen des hinteren Drehgelenks (511') und des vorderen Drehgelenks (522') verbindet, während sie sich unterhalb der Verbindungslinie befindet, wenn die Schiebeklaue (50) unten liegt, und daß ein Klauenstarter relativ zur Schiene (2) befestigt ist, dessen Höhe so bemessen ist, daß die Mitte der Rolle (541) über die Verbindungslinie anhebbar ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Schiebeklaue (5, 50) am Arbeitswagen (3) eine Stopp-Klauen-Einrichtung (6) angeordnet ist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mittlere Teil (62) einer Stoppklaue (60) der Stopp-Klauen-Einrichtung (6) drehbar am Arbeitswagen (3) befestigt ist, die Länge des oberen Teils (63) der Stoppklaue (60) so gewählt ist, daß ihr oberes Ende im aufgerichteten Zustand der Stoppklaue (60) höher als die Basis eines am Fahrzeug befestigten Elementes ist, ein Keilblock (65) rückwärts und vorwärts auf einem Führungselement (64) gleitverschieblich bewegbar ist, das sich längs des Arbeitswagens (3) erstreckt, ein Hebel (66) sich vom Keilblock (65) nach rückwärts erstreckt und mit einem weiteren Arbeitswagen hinter dem Arbeitswagen (3), an dem die Stopp-Klauen-Einrichtung (6) angebracht ist, in Verbindung steht, zwischen dem Arbeitswagen (3) mit der Stoppklaue und dem nächsten durch den Hebel (66) verbundenen Arbeitswagen wenigstens ein Loch für einen Verbindungsbolzen vorgesehen ist, das so geformt ist, daß sich in ihm ein Bolzen in Längsrichtung des Hebels (66) bewegen kann; und daß der durch den Hebel (66) angetriebene Keilblock (65) rückwärts und vorwärts längs des Führungselementes (64) bewegbar ist, so daß er mit dem unteren Teil (61) der Stoppklaue (60) in Berührung kommen oder sich von diesem lösen kann.
  5. 5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoppklaue (60) L-förmig ausgebildet ist, wobei der untere Teil (61) kürzer und schwerer als der obere Teil (63) ist, und daß der Keilblock (65) beim Vorwärtsbewegen den unteren Teil (61) der Stoppklaue (60) wegstößt und so die Stoppklaue (60) zu einer Drehbewegung veranlaßt, bei der sich ihr oberer Teil (63) anhebt und der Keilblock (65) mit dem unteren Teil (61) der Stoppklaue (60) in Verbindung kommt.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorderseite des ersten Arbeitswagens (3) ein Paar Stützrollen (8) vorgesehen ist.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Antriebselemente (9) im Raum unterhalb der Schiene (2) angeordnet sind und der Abstand zwischen diesen kleiner als die Gesamtlänge der angetriebenen Teile der Reihe von Arbeitswagen (3) ist.
  8. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Schienenpaar (2) und die Antriebselemente (9) zwischen einem ansteigenden Hauptschienenpaar (1) angeordnet sind.
  9. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mehr als zwei Schiebeklauen (5, 50) vorgesehen sind, deren Abstand größer oder gleich der Länge eines Fahrzeuges ist.






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