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Dokumentenidentifikation DE69318246T2 03.12.1998
EP-Veröffentlichungsnummer 0594518
Titel Schuhwerk mit Luftumwälzvorrichtung und Verfahren zu dessen Herstellung
Anmelder Entreprises Georges Lemaître Chaussures le Griffon, S.A., La Walck, FR
Erfinder Heckel, Jean-Michel, F-67340 Ingwiller, FR
Vertreter Paul und Kollegen, 41464 Neuss
DE-Aktenzeichen 69318246
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, DK, ES, FR, GB, GR, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 06.09.1993
EP-Aktenzeichen 934400722
EP-Offenlegungsdatum 27.04.1994
EP date of grant 29.04.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.12.1998
IPC-Hauptklasse A43B 7/06
IPC-Nebenklasse A43B 7/08   A43B 13/12   B29C 45/14   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich von Schuhartikeln wie beispielsweise Schuhen, Stiefeln, Stiefeletten oder dergleichen, insbesondere feste Arbeits- und/oder Sicherheitsschuhe mit einer gegossenen Laufsohle, und hat einen solchen Schuhartikel, der mit einer Luftzirkulationsvorrichtung versehen ist, sowie ein entsprechendes Herstellungsverfahren zum Gegenstand.

Derzeit tragen zahlreiche Personen insbesondere im industriellen Bereich dieselben Schuhe oder ähnliche Schuhartikel ohne Unterbrechung während erheblicher Zeitdauern, beispielsweise acht Sunden oder mehr. Hieraus resultieren erhöhte Risiken von Mykosekontraktionen oder anderen epidermischen, parasitären oder nichtparasitären Beeinträchtigungen der Füße, oder auch eine Abschuppung der Haut an den Fußsohlen oder wenigstens ein brennendes und unkomfortables Gefühl insbesondere bei Personen, die leicht an den Füßen schwitzen.

Eine Lösung, die von den Schuhartikelherstellern vorgeschlagen wird, besteht darin, Öffnungen an dem Schaft an bestimmten Stellen insbesondere auf der Höhe des Vorderteils des Schuhartikels vorzusehen.

Dennoch ist diese Lösung nicht zufriedenstellend, weil sie es einerseits nicht erlaubt, eine Luftzirkulation oder eine Ventilation unter den Fußsohlen insbesondere in dem Bereich der Zehen oder in der Stützzone hinter diesen zu schaffen und sie andererseits nicht bei Arbeits- und/oder Sicherheitsschuhe angewendet werden können, die perfekt dicht sein müssen.

Nun sind es exakt die Schuhartikel des letzten Typs, die im allgemeinen eine Laufsohle aufweisen, die direkt auf den Schaft gegossen ist und die die höchsten Beeinträchtigungsrisiken bergen und die stärksten Unbequemlichkeitsgefühle erzeugen.

Ein Schuhartikel, der mehrere hohle Körper aufweist, die in einer Laufsohle plaziert sind, ist beispielsweise in dem Dokument WO-A-86 02240 beschrieben.

Die vorliegende Erfindung hat insbesondere zum Ziel, die Anordnung von den zuvor beschriebenen Nachteilen zu befreien.

Zu diesem Zweck hat sie einen Schuhartikel, insbesondere einen Arbeits- und/oder Sicherheitsschuh zum Gegenstand, der eine Laufsohle besitzt, die durch Gießen erhalten wird, und der dadurch gekennzeichnet ist, daß er mit einer Luftzirkulationsvorrichtung versehen ist, die in die Masse der Laufsohle integriert ist.

Die vorliegende Erfindung hat auch ein Verfahren zur Herstellung eines Schuhartikels der oben genannten Art zum Gegenstand, das dadurch gekennzeichnet ist, daß es umfaßt, daß zunächst in getrennter Weise einerseits die Anordnung Schaft-Brandsohle und andererseits die Luftzirkulationsvorrichtung hergestellt werden, dann die letztere gegebenenfalls mit Verstärkungselementen an der Brandsohle montiert wird, die Anordnung Schaft-Brandsohle-Luftzirkulationvorrichtung in eine Spritzgußform eingesetzt wird, dann das Material, das die Laufsohle bilden soll in die Form direkt auf die Brandsohle und den Schaft aufgespritzt wird und schließlich der so erhaltene Schuhartikel aus der Form nach der Verfestigung des eingespritzten Materials herausgenommen wird.

Die Erfindung wird dank der nachfolgenden Beschreibung deutlicher, die sich auf eine bevorzugte Ausführungsform bezieht, welche als nicht beschränkendes Beispiel angegeben ist und unter Bezugnahme auf die beiliegenden schematischen Zeichnungen erläutert wird, in denen:

die Figur 1 eine Seitenansicht im Teilschnitt eines Schuhartikels gemäß der Erfindung ist und

die Figur 2 eine vergrößerte Schnittansicht einer Vorrichtung zur Befestigung durch Festklipsen, die in Figur 1 dargestellt ist, ohne die Gesamtanordnung.

Gemäß der Erfindung und wie es insbesondere beispielhaft die Figur 1 zeigt, ist der Schuhartikel mit einer Luftzirkulationsvorrichtung 3 versehen, die in die Masse der Laufsohle 2 integriert ist.

In dem Fall eines Schuhartikels 1 nach der Art eines Arbeits- oder Sicherheitsschuhs kann die Laufsohle 2 (welche die sichtbare Außensohle des Schuhartikels 1 bildet) auch in bekannter Weise Verstärkungselemente 2', die in seine Masse integriert sind, insbesondere in der Form von Einsätzen, aufweisen, und sein Schaft 13 kann in der Höhe des Endes vor dem Schuhartikel 1 mit einer Zwinge oder Schutzkokille (nicht dargestellt) versehen sein.

Gemäß einem ersten Merkmal der Erfindung ist die Luftzirkulationsvorrichtung 3 im wesentlichen durch einen hohlen, geschlossen Körper 4, der wenigstens teilweise verformbar ist und einen Lufteingangsstutzen 5 aufweist, der mit einer Rückschlagklappenvorrichtung 7 oder einem Rückschlagventil versehen ist, und einen Luftauslaßschlauch 6 variabler Länge, der insbesondere die Größe des Schuhartikels 1 hat, gebildet.

Die Rückschlagklappen oder Rückschlagventilvorrichtung 7 kann beispielsweise in bekannter Weise in der Form einer Manschette ausgebildet sein, die mit einer Kugel versehen ist, welche aus einer Schließstellung (welche der Ruhestelle der Klappe oder des Ventils entspricht) in eine Luftdurchlaßstellung quer zu der Manschette verstellbar ist, und zwar in der Stoßrichtung des Luftstroms, der die Manschette durchströmt oder versucht, diese zu durchströmen (Figur 1).

Der hohle Körper 4 weist einen oberen Teil 8 auf, der elastisch verformbar gewölbt ist und im Absatz 9 des Schuhartikels 1 angeordnet ist, wobei der obere Teil 8 in der Höhe der Montage- und Sauberkeitsbrandsohle 10 des Schuhartikels 1 versenkt ist.

Der hohle Körper 4 ist vorteilhafterweise gegenüber der Stützzone für die Ferse des Benutzers zentriert, so daß sie einem maximalen Druck ausgesetzt wird und eine beträchtliche Verformung erfährt.

Wie es auch in der Figur 1 der beiliegenden Zeichnung gezeigt ist, mündet die Ansaugöffnung 11 des Einlaßstutzens 5 in vorteilhafter Weise quer zu einer entsprechenden Durchgangsöffnung 12 der Brandsohle 10 oder des Schaftes 13 in den hinteren Teil des Schuhartikels im Bereich der Zone, welche die Ferse des Benutzers umgibt, vorzugsweise in den hinteren Teil von dieser Zone unterhalb der Ferse des Benutzers.

Weiterhin kann der Auslaßschlauch 6 quer zu einer entsprechenden Durchgangsöffnung 12' der Brandsohle 10, gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines knieförmigen Ejektoransatzstückes 14, in den Bereich der Brandsohle 10 münden, auf dem die Mittelfüße oder die Füßwurzeln des Benutzers liegen.

Entsprechend arbeitet die Luftzirkulationsvorrichtung 3 durch Entnahme von Luft in dem Bereich der Ferse im Inneren des Schuhartikels und durch Einspritzung der so durch Ansaugung gewonnen Luft im Bereich der Zehen oder in der Stützzone hinter diesen.

Weiterhin kann ein Teil der im Bereich der Öffnung 11 des Lufteinlaßstutzens 5 angesaugten Luft direkt aus der Umgebung stammen, indem sie durch die obere Öffnung des Schaftes aufgrund des durch die Ansaugwirkung erzeugten Unterdrucks eindringt.

Die Aufeinanderfolge und der Ablauf der Ansaug- und Einspritzvorgänge werden durch das Rückschlagventil 7 als Funktion der Druckänderung, die durch den Benutzer auf den oberen gewölbten Teil 8 des hohlen Körpers 4 ausgeübt wird, gesteuert.

Die Zirkulation oder Ventilation von Luft, die durch die Vorrichtung 3 erzeugt wird, ist insbesondere in dem Fall einer Verlagerung des Benutzers erheblich, und zwar aufgrund von wesentlichen Druckänderungen, die durch die Ferse des Benutzers auf den oberen gewölbten Teil 8 ausgeübt werden, die eine wesentliche Verformung des letzteren aufgrund der Abstützung in der Höhe der Ferse erzeugen. Daraus resultiert dank der alternativen Aufeinanderfolge von Kompressions- und Entspannungsvorgängen des hohlen Körpers 4 ein Luftpumpeffekt mit einer Ansaugung in der Höhe der Ferse und einem Ausstoßen in dem Bereich der Zehen.

Gemäß einem Merkmal der Erfindung, das in der Figur 1 und in noch detaillierterer Weise in der Figur 2 der beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, sind der Ansaugstutzen 5 sowie der Auslaßschauch 6 oder gegebenenfalls das knieförmige Ejektoransatzstück 14 an der Brandsohle 10 im Bereich der betrachteten Durchgangsöffnungen 12, 12' mittels einer Schnellanbringungsvorrichtung 15, 16 und 17 befestigt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jede Schnellanbringsvorrichtung 15, 16 und 17 in der Form einer Rast- oder Klinkvorrichtung ausgebildet, die besser unter der Bezeichnung "Clip" bekannt ist und deren Funktionsweise analog zu der eines Druckknopfes ist.

Wie es die Figur 2 der beiliegenden Zeichnungen zeigt, kann jede Rast- oder Klinkvorrichtung bestehen aus beispielsweise einerseits einem ringförmigen Teil 15, der an der Oberseite der Brandsohle 10 auf der Höhe der Durchgangsöffnungen 12, 12' ausgebildet oder abgestützt ist und wenigstens einen radialen inneren Umfangsvorsprung 16 aufweist, der wenigstens eine lokale Verengung aufweist, und andererseits einem radialen, kontinuierlichen oder diskontinuierlichen, an der Außenseite der Enden des Einlaßsstutzens 5 und des Luftauslaßschlauches 6 oder des angeschweißten Ejektoransatzsstükkes 14 angeordneten oder abgestützten Sattel, Schulter 17 oder Vorsprung.

Gemäß einem anderen Merkmal der Erfindung besitzt der Schuhartikel 1 eine Innensohle oder eine Fußsohlenwölbung, die auf der Montage- oder Sauberkeitsbrandsohle 10 liegt und mit Mitteln zur Zuführung und zur Verteilung von Luft in der Form von Kanälen, Riffelungen oder Rillen versehen ist, die zu dem Bereich der Durchlaßöffnungen 12, 12' der Brandsohle 10 konvergieren.

Wie es auch die Figur 1 zeigt, besitzt der Hohlkörper 4 über seinem gewölbten oberen Teil 8 wenigstens einen Vorsprung 18 zur Positionierung der Luftzirkulationsvorrichtung 3 auf der Brandsohle 10, wobei der gewölbte obere Teil 8 weiterhin in elastischer Weise durch eine Druckfeder 19, die im Innenraum des hohlen Körpers 4 angeordnet ist, abgestützt sein kann.

Der hohle Körper 4 könnte auch ein festes Material, das eine desodorierende Wirkung besitzt und/oder entfeuchtende Eigenschaften besitzt, und dadurch zeitlich verlängerte Wirkungen zeigt, aufweisen.

Das feste Material könnte beispielsweise in der Form eines Parfümwürfels ausgebildet sein und könnte auch chemische Substanzen enthalten, um schlechte Gerüche zu eliminieren.

Alternativ könnte der Körper 4 eine flüssige Substanz enthalten, um die schlechten Gerüche organischen Ursprungs zu vernichten, wobei diese Flüssigkeit unter Druck durch den Einlaßstutzen mittels einer spezifischen Einspritzvorrichtung, insbesondere eines deformierbaren Rohres, dessen Ende in den Stutzen eingeführt werden kann, eingespritzt werden.

Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung kann die Laufsohle 2 aus Polyurethanschaum hergestellt sein und eine einlagige Struktur aufweisen.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung kann die Laufsohle aus mehreren Polyurethanschaumschichten, die unterschiedliche Dichten besitzen, oder aus einem Polyurethanschaumblock variabler Dichte bestehen. In dem letzten Fall haben die äußeren Schichten der Laufsohle 2, insbesondere die mit der Fußsohle in Kontakt stehenden Schichten eine höhere Dichte und Festigkeit als die Zwischenschichten oder die Schichten, die in Kontakt mit der Brandsohle 10 oder dem Schaft 13 stehen.

Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung eines Schuhartikels, wie er oben beschrieben ist, das im wesentlichen umfaßt, daß zunächst in getrennter Weise einerseits die Anordnung Schaft 13-Brandschuhsohle 10 und andererseits die Luftzirkulationsvorrichtung 3 hergestellt werden, dann die letztere gegebenenfalls mit Verstärkungselementen 2' an der Brandsohle 10 montiert wird, die Anordnung Schaft 13-Brandsohle 10-Luftzirkulationsvorrichtung 3 in eine Spritzgußform eingesetzt wird, dann das Material, das die Laufsohle bilden soll, in die Form direkt auf die Brandsohle 10 und den Schaft 13 aufgespritzt wird und anschließend der so erhaltene Schuhartikel 10 aus der Form nach der Verfestigung des eingespritzten Materials herausgenommen wird.

Gemäß einem Merkmal der Erfindung besteht die Herstellung der Luftzirkulationsvorrichtung 3 im wesentlichen darin, daß durch ein Spritzgußverfahren der obere gewölbte Teil 8 und die Seitenwände des hohlen Körpers 4 der Luftzirkulationsvorrichtung 3 in einem Stück mit dem Einlaßstutzen 5 hergestellt werden, dann eine Rückschlagklappen- oder Rückschlagventilvorrichtung 7 an dem Einlaßstutzen 5 montiert wird und die Rückseite des hohlen Körpers 4 angesetzt wird und dann nach dem teilweisen Einsetzen eines Auslaßschlauches 6, der eine an die Größe des Schuhartikels 1 angepaßte Länge aufweist und eventuell mit einem knieförmigen Ejektoransatzstück 14 an seinem freien Ende versehen ist, in eine zuvor ausgesparte Öffnung in dem hohlen Körper 4 plaziert und durch Kleben befestigt wird.

Der Auslaßschlauch 6 kann auch alternativ mit einer Einspritzvorrichtung in der Form eines Seihbleches versehen sein, das die vom hohlen Körper 4 ausgestoßene Luft quer zu der Brandsohle 10, die mit einer Mehrzahl von Durchlaßöffnungen versehen ist, verteilt.

Gemäß einem zusätzlichen Merkmal der Erfindung besteht die Montage der Luftzirkulationsvorrichtung 3 an der Brandsohle 10 darin, daß die freien Enden des Einlaßstutzens 5, des Auslaßschlauches 6 oder gegebenenfalls des Ejektoransatzstückes 14 in die entsprechenden Durchgangsöffnungen 12, 12' der Brandsohle 10 eingetrieben werden, bis ihre Befestigung durch Einklinken oder Einrasten mittels entsprechender Befestigungsvorrichtungen 15, 16, 17 erhalten wird, und daß die Luftzirkulationsvorrichtung 3 gegenüber der Brandsohle 10 durch die Positionierung von einem oder mehreren Zapfen 18, die an dem hohlen Körper und/oder an dem Evakuationsschlauch 6 vorgesehen sind, in einer oder mehreren entsprechenden Zielöffnungen 20, die in der Brandsohle 10 freigelassen sind, positioniert wird.

Dank der Erfindung ist es möglich, einen Schuhartikel, insbesondere einen Arbeits- und/oder Sicherheitsschuh mit einer gegossenen Laufsohle herzustellen, die perfekt dicht ist und eine Ventilation oder Zirkulation Von Luft um den Fuß herum, insbesondere auf der Höhe des vorderen Abstützbereichs von diesem realisiert.

Daraus resultiert eine bemerkenswerte Verbesserung des Komforts für den Benutzer und eine wesentliche Verringerung von Fußkontraktionserscheinungen, wobei dies alles aufgrund der Tatsache der Ansaugung von Luft im Innenraum des Schuhartikels eine maximale Sicherheit gewährleistet (unter Beibehaltung der Dichtigkeit).

Weiterhin ist es dank der Schnellanbringungsvorrichtungen und durch die Positionierungsmittel der Luftzirkulationsvorrichtung leicht, die letztere in die Masse der Laufsohle zu integrieren, indem sie auf der Brandsohle in der ersten Arbeitsphase vor dem Gießen der Laufsohle plaziert wird.

Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die beschriebene und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellte Ausführungsform beschränkt. Es bleiben Modifikationen möglich, insbesondere im Hinblick auf die Ausbildung der diversen Elemente oder durch Anwendung von äquivalenten Techniken, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.


Anspruch[de]

1. Schuhartikel, insbesondere Arbeits- und/oder Sicherheitsschuh mit einer Laufsohle, die durch Gießen erhalten wird und mit einer Luftzirkulationsvorrichtung (3) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftzirkulationsvorrichtung (3) in die Masse der Laufsohle (2) integriert ist und im wesentlichen durch einen hohlen, geschlossenen Körper (4), der wenigstens teilweise verformbar ist und einen Lufteinlaßstutzen (5) aufweist, der in den Innenraum des Schuhartikels (1) in der Höhe des Bereichs, der die Ferse des Benutzers umgibt, mündet, und durch einen Luftauslaßschlauch (6) von variabler Länge gebildet wird, wobei der Stutzen (5) und der Schlauch (6) an der Montage- und Sauberkeitsbrandsohle (10) des Schuhartikels (1) mittels einer Schnellanbringungsvorrichtung (15, 16, 17) fixiert sind.

2. Schuhartikel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hohle Körper (4) einen oberen Teil (8) aufweist, der elastisch verformbar gewölbt ist und im Absatz (9) des Schuhartikels (1) angeordnet ist, wobei der obere Teil (8) in der Höhe der Montage- und Sauberkeitsbrandsohle (10) des Schuhartikels (1) versenkt ist.

3. Schuhartikel nach irgendeinem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansaugöffnung (11) des Einlaßstutzens (5), der mit einer Rückschlagklappenoder Rückschlagventilvorrichtung (7) versehen ist, quer zu einer entsprechenden Durchgangsöffnung (12) der Brandsohle (10) oder des Schaftes (13) in den hinteren Teil des Bereichs, welcher die Ferse des Benutzers umgibt, unterhalb von dieser mündet.

4. Schuhartikel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaßschlauch (6) quer zu einer entsprechenden Durchgangsöffnung (12') der Brandsohle (10), gegebenenfalls unter Zwischenschaltung eines knieförmigen Ejektoransatzstücks (14), in den Bereich der Brandsohle (10) mündet, auf dem die Mittelfüße oder die Fußwurzeln des Benutzers liegen.

5. Schuhartikel nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansaugstutzen (5) sowie der Auslaßschlauch (6) oder das knieförmige Ejektoransatzstück (14) an der Brandsohle (10) in der Höhe der betrachteten Durchgangsöffnungen (12, 12') mittels einer Schnellanbringungsvorrichtung (15, 16, 17) in der Form einer Vorrichtung zur Befestigung durch Verrastung oder Verklinkung befestigt sind.

6. Schuhartikel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß er eine Innensohle oder eine Fußsohlenwölbung aufweist, die auf der Montage- oder Sauberkeitsbrandsohle (10) liegt und mit Mitteln zur Zuführung und zur Verteilung von Luft in der Form von Kanälen, Riffelungen oder Rillen versehen ist.

7. Schuhartikel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der hohle Körper (4) über seinem gewölbten oberen Teil (8) wenigstens einen Vorsprung (18) zur Positionierung der Luftzirkulationsvorrichtung (3) auf der Brandsohle (10) aufweist, wobei der gewölbte obere Teil (8) weiterhin in elastischer Weise durch eine Druckfeder (19), die im Innenraum des hohlen Körpers (4) angeordnet ist, gestützt sein kann.

8. Schuhartikel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufsohle (2) aus Polyurethanschaum hergestellt ist und eine einlagige Struktur aufweist.

9. Schuhartikel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufsohle (2) aus mehreren Polyurethanschaumschichten, die unterschiedliche Dichten besitzen, oder aus einem Polyurethanschaumblock variabler Dichte besteht.

Verfahren zur Herstellung eines Schuhartikels, insbesondere eines Arbeits- und/oder Sicherheitsschuhs, nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß es umfaßt, daß zunächst in getrennter Weise einerseits die Anordnung Schaft (13)- Brandsohle (10) und andererseits die Luftzirkulationsvorrichtung (3) hergestellt werden, dann die letzere gegebenenfalls mit Verstärkungselementen (2') an der Brandsohle (10) montiert wird, die Anordnung Schaft (13) - Brandsohle (10) - Luftzirkulationsvorrichtung (3) in eine Spritzgußform eingesetzt wird, dann das Material, das die Laufsohle (2) bilden soll, in die Form direkt auf die Brandsohle (10) und den Schaft (13) aufgespritzt wird und schließlich der so erhaltene Schuhartikel (10) aus der Form nach der Verfestigung des eingespritzten Materials herausgenommen wird.

11. Herstellungsverfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Herstellung der Luftzirkulationsvorrichtung (3) im wesentlichen darin besteht, daß durch ein Spritzgußverfahren der obere gewölbte Teil (8) und die Seitenwände des hohlen Körpers (4) der Luftzirkulationsvorrichtung (3) in einem Stück mit dem Einlaßstutzen (5) hergestellt werden, dann eine Rückschlagklappen- oder Rückschlagventilvorrichtung (7) an dem Einlaßstutzen (5) montiert wird und die Rückseite des hohlen Körpers (4) angesetzt wird und dann nach dem teilweise Einsetzen eines Auslaßschlauches (6), der eine an die Größe des Schuhartikels (1) angepaßte Länge aufweist und eventuell mit einem knieförmigen Ejektoransatzstück (14) an seinem freien Ende versehen ist, in eine zuvor ausgesparte Öffnung in dem hohlen Körper (4) plaziert und durch Kleben befestigt wird.

12. Herstellungsverfahren nach einem der Ansprüche 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Montage der Luftzirkulationsvorrichtung (3) an der Brandsohle (10) umfaßt, daß die freien Enden des Einlaßstutzens (5), des Auslaßschlauches (6) oder gegebenenfalls des Ejektoransatzstücks (14) in die entsprechenden Durchgangsöffnungen (12, 12') der Brandsohle (10) eingetrieben werden, bis ihre Befestigung durch Einklinken oder Einrasten mittels entsprechender Befestigungsvorrichtungen (15, 16, 17) erhalten wird, und daß die Luftzirkulationsvorrichtung (3) gegenüber der Brandsohle (10) durch die Positionierung von einem oder mehreren Zapfen (18), die an dem hohlen Körper und/oder an dem Evakuationsschlauch (6) vorgesehen sind, in einer oder mehreren entsprechenden Zielöffnungen (20), die in der Brandsohle (10) freigelassen sind, positioniert wird.







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