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Dokumentenidentifikation DE19505819C2 17.12.1998
Titel Kehrmaschine
Anmelder Kroll Spezialfahrzeuge GmbH, 12489 Berlin, DE
Erfinder Füßl, Heinrich, ., DE
Vertreter Erich und Kollegen, 15751 Niederlehme
DE-Anmeldedatum 09.02.1995
DE-Aktenzeichen 19505819
Offenlegungstag 22.08.1996
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 17.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 17.12.1998
IPC-Hauptklasse E01H 1/05

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kehrmaschine zum Kehren von Verkehrsflächen, mit einer Kehreinrichtung, welche den Kehricht zusammenkehrt und einer pneumatischen Kehrichtaufnahme vorlegt, wobei zu beiden Seiten der Kehrmaschine ein Saugschacht hinter einem zugehörigen Seitenkehrbesen angeordnet ist und ein schräg zur Fahrzeuglängsachse liegender Walzenkehrbesen mit einem Saugschacht in Wirkverbindung gebracht ist.

Es ist bekannt, Kehrmaschinen zum Kehren von Verkehrsflächen mit unterschiedlichen Verschmutzungsgraden einzusetzen. Bei sehr starken Verschmutzungen, insbesondere bei festgefahrenem Schmutz, wird die Schmutzschicht mittels Kratzvorrichtungen gelöst. Der durch die Kratzvorrichtung gelöste Schmutz wird dann durch das Kehrwerk abgekehrt, Saugschächten zugeführt und aufgenommen. Besteht der Schmutz aus schweren Partikeln, die in einer stärkeren Schicht auf den Verkehrsflächen liegen, wird die Verkehrsfläche bei einer Überfahrt der Kehrmaschine nicht ausreichend gereinigt und eine Wiederholung des Vorganges ist notwendig. Die ungenügende Reinigung der Verkehrsfläche hat darin ihre Ursache, daß der Walzenkehrbesen den Schmutz überwirft oder gar nicht erst von der Verkehrsfläche abträgt und dem Saugschacht zuführt. Zur Intensivierung der Kehrwirkung ist es weiter bekannt, an beiden Seiten der Peripherie des Fahrzeuges, ausschwenkbare oder wahlweise auch nicht ausschwenkbare Seitenkehrbesen anzuordnen. Die Seitenkehrbesen können mit Saugschächten zusammenarbeiten, wobei es auch bekannt ist, daß der Seitenkehrbesen den von ihm gelösten Schmutz dem Walzenkehrbesen vorlegt, dieser ihn aufnimmt und zu einem Saugschacht bewegt. Auch hier ist es nachteilig, daß bei einer größeren Menge anfallenden Kehrgutes die Verkehrsfläche unzureichend gereinigt wird. Es ist weiterhin bekannt, einem Walzenkehrbesen eine mittige Aufhängung zu geben und seinen anzustellenden Schrägungswinkel so zu verändern, daß das Kehrgut einmal einem rechtsseitig angeordneten Seitenkehrbesen oder einem links angeordneten Seitenkehrbesen sowie den dazugehörigen Saugschächten zugeordnet wird. In einem Prospekt der Firma Bucher-Schörling GmbH zum Kehrfahrzeug TSZ wird eine solche Anordnung durch die Besenanordnung TSZ-TS offenbart. Diese Anordnung hat den Vorteil, den Kehrricht in wechselnde Richtungen zur Seite zu transportieren und die an den Seiten jeweils vorgesehenen Aggregate, wie Saugschächte und Seitenkehrbesen zu benutzen, jedoch wird die Reinigungswirkung und der Effekt bei starken Verschmutzungen nicht vergrößert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Kehrmaschine zum Kehren von Verkehrsflächen, die über eine pneumatische Kehrichtaufnahme verfügt und im übrigen der Gattung des Oberbegriffs des Anspruchs 1 folgend ausgebildet ist, zu schaffen, die es gestattet, vor allem bei stark verschmutzten Verkehrsflächen einen großen Reinigungseffekt bei einer Überfahrt zu erhalten.

Erfindungsgemäß wir die Aufgabe dadurch gelöst, daß unter dem Fahrgestell der Kehrmaschine im Bereich der zu beiden Seiten angeordneten Saugschächte zwei in Fahrtrichtung hintereinanderliegende Walzenkehrbesen vorgesehen sind, die beide schräg zur Fahrtrichtung in einer Winkelstellung (α) einander entgegengeneigt angeordnet sind. Erfindungsgemäß führt der nachlaufende erste Walzenkehrbesen das Kehrgut zu der einen Seite der Kehrmaschine dem ihm vorgeordneten ersten Saugschacht zu, während der vorlaufende zweite Walzenkehrbesen das Kehrgut zu der anderen Seite der Kehrmaschine dem ihm nachgeordneten zweiten Saugschacht zuführt. Dabei sind die Walzenkehrbesen mit ihren Stirnflächen quer zur Fahrzeuglängsachse geneigt und derart seitlich zueinander versetzt angeordnet, daß der vorlaufende zweite Walzenkehrbesen an seiner dem zweiten Saugschacht zugewandten Seite einen Überstand gegenüber dem ersten Walzenkehrbesen auf weist, der ausreicht, das Kehrgut seitlich am ersten, nachlaufenden Walzenkehrbesen vorbei in den Erfassungsbereich des nachgeordneten zweiten Saugschachtes zu legen.

Der Erfindung liegt der wesentliche Vorteil zu Grunde, dieser Konfiguration folgend, die Arbeitsgeräte, bestehend aus zwei Walzenkehrbesen, zwei Seitenkehrbesen und zwei Saugschächten in einem einheitlichen Kehrvorgang zusammenzuführen und dadurch ein intensives Kehren von verschmutzten Verkehrsflächen vornehmen zu können.

Die Erfindung ist sinnvoll ausgestaltet, wenn die Walzenkehrbesen in ihren Borstenausführungen unterschiedliche Festigkeiten aufweisen, wobei der vorlaufende, in Fahrtrichtung vordere Walzenkehrbesen zum Abtragen des festen groben Kehrichtes eine größere Härte und Festigkeit der Borsten aufweist. Der weitere in Fahrtrichtung gesehen dahinter liegende weitere Walzenkehrbesen, zum Kehren des feineren bereits gelösten Kehrichtes, ist mit einer geringeren Festigkeit der Borsten ausgeführt. Es ist eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung, daß zum rationellen angepaßten Arbeiten der Kehrmaschine wahlweise ein aus je einem Seitenkehrbesen, einem Saugschacht und einem Walzenkehrbesen bestehender Kehrwerksteil abschaltbar und in eine Ruhelage bringbar ist, während der andere Kehrwerksteil kehrend in seiner Arbeitslage gehalten ist. Ein solcher Kehrwerksteil wird dabei jeweils von den genannten Arbeitsgeräten gebildet, die bezogen auf die Fahrzeuglängsachse an der gleichen Seite der Kehrmaschine angeordnet sind.

Die Benutzung nur eines Kehrwerkteils erfolgt dann, wenn der Verschmutzungsgrad nicht derart hoch ist, daß beide Walzenkehrbesen zum Einsatz gelangen müssen. Dabei werden entweder der vorlaufende Walzenkehrbesen und der ihm nachgeordnete Saugschacht oder der nachlaufende Walzenkehrbesen mit dem ihm vorgeordneten Saugschacht in eine Arbeitsstellung gebracht. Mit dieser Lösung, und das ist dem Fachmann bei Betrachtung der erfindungsgemäßen Lösung gegenwärtig, kann die Maschine mit hohem wirtschaftlichen Einsatz gefahren werden. Es ist jetzt auch selbstverständlich möglich, wechselseitig, je nach Einsatz der Walzenkehrbesen, die zugehörigen Seitenkehrbesen zum Einsatz zu bringen. Hierbei kann es vorteilhaft sein, den Walzenkehrbesen eine gleiche Festigkeit ihrer Borsten zu verleihen. Eine weitere, vorteilhafte Ausbildung der erfindungsgemäßen Lösung ist darin zu sehen, daß dem, in bezug auf die Fahrtrichtung der Kehrmaschine, linken Saugschacht und dem dazugehörigen vorderen Walzenkehrbesen der linke Seitenkehrbesen zum Kehren des links von der Kehrmaschine gelegenen Teiles einer Verkehrsfläche zugeordnet ist. Es entspricht selbstverständlich dem der Erfindung zu Grunde liegenden Gedanken, den in der Arbeitslage befindlichen hinteren Walzenkehrbesen mit dem rechten Seitenkehrbesen und dem rechten Saugschacht in eine Wirkverbindung zu bringen, um in einer Arbeitslage den, in Fahrtrichtung der Kehrmaschine gesehen, rechten Teil der Verkehrsfläche zu kehren.

Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. In der dazugehörigen Zeichnung zeigen:

Fig. 1: Eine Kehrmaschine als stark schematisierte Darstellung in einer Draufsicht.

Fig. 2: Die Darstellung gemäß Fig. 1 mit einem teilweise betriebenen Kehrwerk.

Fig. 3: Die Darstellung gemäß Fig. 2 in einer anderen Variation.

Fig. 1 zeigt eine Kehrmaschine 1 in der Draufsicht, bei der aus Darstellungsgründen die Aufbauten auf dem Fahrgestell 8 nicht gezeigt sind. An beiden Seiten der Kehrmaschine ist vor den Rädern der Hinterachse 9 jeweils ein Seitenkehrbesen 4; 5 angeordnet. Der Funktion des Kehrvorganges folgend sind den Seitenkehrbesen 4; 5 Saugschächte 6; 7 nachgeordnet. Wahlweise kann ein Saugschacht 6; 7 aus der Kehrmaschine 1 herausschwenkbar angeordnet sein. In der Darstellung der Zeichnung sind die Seitenkehrbesen 4; 5 in einer schwenkbaren Ausführung ausgebildet, und der Saugschacht 6 unbeweglich in einer fixen Stellung hinter dem Seitenkehrbesen 5 vorgesehen. Unter dem Fahrgestell 8 der Kehrmaschine 1 ist ein Walzenkehrbesen 3 angeordnet, der horizontal, parallel mit der zu kehrenden Verkehrsfläche liegend, in einem Winkel α zur Längsachse 10 des Fahrgestells 8 der Kehrmaschine 1 angeordnet ist. Die Winkelstellung des Walzenkehrbesens 3 ist derart ausgebildet, daß der Walzenkehrbesen 3 in seiner Funktion bei einer Vorwärtsfahrt der Kehrmaschine 1 das zusammengekehrte Kehrgut 11 in den Wirkungsbereich bis vor den Saugschacht 7 transportiert und diesem zur Aufnahme vorlegt. Dabei kann der Walzenkehrbesen 3 bei einer Intensivkehrung oder einem Säubern des rechts von der Längsachse 10 gelegenen Teiles einer Verkehrsfläche mit dem Seitenkehrbesen 4 zusammenwirken, jedoch ist es möglich, auch bei nicht eingesetztem Seitenkehrbesen 4 eine ausreichende Kehrwirkung gemeinsam mit dem Saugschacht 7 zu erreichen. In der Darstellung nach Fig. 1 ist der Saugschacht 6 hinter der, in Fahrtrichtung gesehen, nach vorn geneigten Längsmittenachse des Walzenkehrbesens 3 vorgesehen. Wie bereits betont, ist der Saugschacht 6 in einer unbeweglichen Lage eingeordnet und steht in einem Wirkzusammenhang mit einem zweiten Walzenkehrbesen 2. Der Walzenkehrbesen 2 ist mit dem Walzenkehrbesen 3 in der Ebene auf gleicher Höhe vorlaufend angeordnet. Seine Neigung zur Längsachse 10 ist der Neigung des Walzenkehrbesens 3 entgegen gerichtet. Gemäß der Ausführungsart besitzen beide Walzenkehrbesen 2; 3 die gleiche Breite, sind jedoch, um ihren Wirkzusammenhang mit den Saugschächten 6; 7 gerecht werden zu können, in ihrer Quererstreckung zur Längsachse 10 der Kehrmaschine 1 in der Lage ihrer Stirnflächen 12 gegeneinander, versetzt eingeordnet. Der Walzenkehrbesen 2 ist in Fahrtrichtung der Kehrmaschine I zum Saugschacht 6 hingeneigt und so versetzt, daß sie das Kehrgut 11 in einem Schwad vor das Saugmundstück des Saugschachtes 6 legt. Der Seitenkehrbesen 5 kann wahlweise in einer eingeschwenkten oder ausgelegten Stellung zum Einsatz gelangen. Er transportiert in seiner jeweiligen Arbeitslage das Kehrgut 11 vor den Saugschacht 6. Die Funktion der Kehrmaschine 1 in einer Grundstellung der Kombination beider Walzenkehrbesen 2; 3 mit den Saugschächten 6; 7 gestattet auch ohne den Einsatz der Seitenkehrbesen 6; 7 eine intensive Säuberung der Verkehrsflächen. Dabei drehen sich beide Walzenkehrbesen 2; 3 gleichläufig in einem Drehsinn, bei dem sie das Kehrgut 11 in einem Schwad dem ihnen jeweils zugeordneten Saugschacht 6; 7 zur Aufnahme vorlegen. In der Ausführung gemäß dem Ausführungsbeispiel ist der vorlaufende Walzenkehrbesen 2 mit dem Saugschacht 6 in einen Wirkzusammenhang gebracht, und der Walzenkehrbesen 3 arbeitet mit dem Saugschacht 7 zusammen. Der vorlaufende Kehrbesen 2 kehrt die Verkehrsfläche. Dabei wird angenommen, und hier folgt die Ausführung dem erfindungsgemäßen Grundgedanken, daß die Verkehrsfläche stark verschmutzt ist. Der Kehrbesen 2 kehrt die starke Verschmutzung ab, wobei es erklärlich ist, daß die Verkehrsfläche nicht vollständig vom Kehrgut 11 gereinigt werden kann und vor allem kleine Bestandteile auf der Oberfläche liegenbleiben bzw. durch die Borsten des Walzenkehrbesens übergeworfen werden und in den Zwischenraum zwischen beide Walzenkehrbesen gelangen. Das durch den Walzenkehrbesen 2 abgekehrte Kehrgut 11 gelangt als Schwad vor den Saugschacht 6 und wird von diesem aufgesaugt. Das nicht gegriffene, also noch auf der Verkehrsfläche liegende Kehrgut, gelangt bei der Weiterfahrt der Kehrmaschine 1 bis vor den Walzenkehrbesen 3, wird von diesem erfaßt, aufgenommen und vor den Saugschacht 7 gebracht, wo es aufgenommen wird. Die Seitenkehrbesen 4; 5 können bei diesem Prozeß, an der linken und rechten Seite in Betrieb genommen, vor allem beim Kehren der rechts oder links gelegenen Teile der Verkehrsflächen eine unterstützende und komplettierende Wirkung haben. Sie gestatten eine Vergrößerung der zu säubernden Verkehrsfläche und eine Erhöhung der Intensität sowie Auslastung der Kehrmaschine bei einer Kehrüberfahrt.

Wird nun dem Gedanken gefolgt, daß der zusätzliche, vorlaufende Walzenkehrbesen 2 vor allem bei stark verschmutzten Verkehrsflächen zum Einsatz gelangen soll, so ist es wichtig, diesem Walzenkehrbesen 2 eine größere Härte der Borsten zu geben als dem nachlaufenden Walzenkehrbesen 3, der in der erfindungsgemäßen Kombination der Walzenkehrbesen 2; 3 eine Feinsäuberung vornimmt. Beim Einsatz der vollen Kehrkapazität, also beider Walzenkehrbesen 2; 3 und Seitenkehrbesen 4; 5 üben beide Saugschächte 6; 7 gemeinsam ihre Saugtätigkeit aus, so daß das Kehrgut 11 in Schwaden dem jeweiligen Saugschacht 6; 7 vorgelegt, von beiden Saugschächten 6; 7 gleichzeitig aufgenommen und in den Kehrgutbehälter der Kehrmaschine 1 transportiert wird. Die vorstehend offenbarte Möglichkeit des Kehrens von stark verschmutzten Kehrflächen gibt dem Fachmann eine Handhabe, die Kehrmaschine 1 einer sinnvollen außerordentlich wirtschaftlichen Benutzung zuzuführen. Zur Erhöhung der Variationsmöglichkeit und einer tiefen Staffelung der Verwendungsmöglichkeiten der Maschine bei intermittierenden Verschmutzungen der Verkehrsoberfläche ist es möglich, bei der Überfahrt, bei Antreffen weniger verschmutzter Verkehrsflächen einen Teil der Kehrvorrichtungen abzuschalten. Eine Möglichkeit dazu ist gemäß Fig. 2 dargestellt. Fig. 2 zeigt grundsätzlich die gleiche Konfiguration der Vorrichtungsteile unter dem Fahrgestell 8 der Kehrmaschine 1. Jedoch sind die zusammenwirkenden Teilaggregate, der Walzenkehrbesen 3, der Saugschacht 7 und der Seitenkehrbesen 4 aus der Funktion genommen. Diese Aggregate sind gemäß Fig. 2 mit gestrichelten Linien dargestellt. Es bietet sich selbstverständlich an, da der Walzenkehrbesen 2 gemäß dem Konzept eine härtere Borstenfiguration erhält, diese Variante dann zum Einsatz zu bringen, wenn der Schmutz grob und leicht verfestigt ist. Ohne jetzt den Seitenkehrbesen 5 zu verwenden, wird das Kehrgut bei einer Vorwärtsfahrt der Kehrmaschine 1 durch den Walzenkehrbesen 2 von der Verkehrsfläche abgekehrt und in Folge seiner Neigung vor den Saugschacht 6 transportiert, der es dann aufsaugt. Selbstredend ist es möglich, den Seitenkehrbesen 5 ein- oder ausgeschwenkt zuzuschalten, der dann die Einwirkfläche der Kehraggregate vergrößernd, außerhalb der Peripherie der Seitenkante der Kehrmaschine 1 kehrend oder unter deren Seitenkante zum Einsatz gelangend das Kehrgut 11 zusätzlich vor den Saugschacht 6 zum Aufsaugen legt.

Dem gleichen Grundgedanken eines wirtschaftlichen Einsatzes des Kehrwerkes folgend ist gemäß Fig. 3 der Walzenkehrbesen 2 außer Betrieb genommen und der Walzenkehrbesen 3 ohne die Zusatzwirkung des Walzenkehrbesens 2 in Funktion gesetzt. Dabei wird dem Grundgedanken der erfindungsgemäßen Lösung folgend eine Verkehrsfläche gereinigt, die minderstark verschmutzt ist, als die Verkehrsflächen, bei denen die Kehrwerkkonfigurationen gemäß den Fig. 1 und 2 zum Einsatz gelangt sind. Jetzt arbeitet der Walzenkehrbesen 3 mit dem Saugschacht 7 zusammen. Der Saugschacht 7 ist im Gegensatz zum Saugschacht 6 ausschwenkbar. Diese Schwenkbarkeit ist für den Betrieb des Walzenkehrbesens 3 nicht relevant und kommt nur dann zur Anwendung, wenn der Saugschacht 7 aus der Peripherie der Kehrmaschine 1 herausgeschwenkt separat zum Einsatz gelangt.

Es ist für den Fachmann selbstverständlich, daß die Walzenkehrbesen 2; 3 immer mit ihren zugehörigen Saugschächten 6; 7 in eine Wirkverbindung gebracht werden. Selbstverständlich können die Seitenkehrbesen 4; 5 für einen ständigen Betrieb zugeordnet sein. Das trifft dann auch zu, wenn der Walzenkehrbesen 2 oder der Walzenkehrbesen 3 für sich zum Einsatz kommen. Es ist jedoch ein erkennbarer Vorteil, aber für die Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung nicht unabdingbar, wenn die Seitenkehrbesen 4; 5 zum Einsatz gelangen.


Anspruch[de]
  1. 1. Kehrmaschine zum Kehren von Verkehrsflächen mit einer Kehreinrichtung, welche den Kehricht zusammenkehrt und einer pneumatischen Kehrichtaufnahme vorlegt, wobei zu beiden Seiten der Kehrmaschine (1) ein Saugschacht (6; 7) hinter einem zugehörigen Seitenkehrbesen (4; 5) angeordnet und ein schräg zur Fahrzeuglängsachse (10) liegender Walzenkehrbesen mit einem Saugschacht (6; 7) in eine Wirkverbindung gebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in Fahrtrichtung hintereinanderliegende Walzenkehrbesen (2; 3) vorgesehen sind, die beide schräg zur Fahrtrichtung in einer Winkelstellung (α) einander entgegengeneigt angeordnet sind, daß der nachlaufende erste Walzenkehrbesen (3) das Kehrgut (11) zu der einen Seite der Kehrmaschine (1) dem ihm vorgeordneten ersten Saugschacht (7) zuführt und daß der vorlaufende zweite Walzenkehrbesen (2) das Kehrgut (11) zu der anderen Seite der Kehrmaschine (1) dem ihm nachgeordneten zweiten Saugschacht (6) zuführt, wobei die Walzenkehrbesen (2; 3) mit ihren Stirnflächen (12) quer zur Fahrzeuglängsachse (10) geneigt und derart seitlich zueinander versetzt angeordnet sind, daß der vorlaufende zweite Walzenkehrbesen (2) an seiner dem zweiten Saugschacht (6) zugewandten Seite einen Überstand gegenüber dem ersten Walzenkehrbesen (3) aufweist, der ausreicht, das Kehrgut (11) seitlich am ersten, nachlaufenden Walzenkehrbesen (3) vorbei in den Erfassungsbereich des nachgeordneten zweiten Saugschachtes (6) zu legen.
  2. 2. Kehrmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzenkehrbesen (2; 3) in ihren Borstenausführungen unterschiedliche Festigkeiten aufweisen, wobei der vorlaufende Walzenkehrbesen (2) zum Abtragen des festen, groben Kehrguts (11), eine größere Härte und Festigkeit der Borsten aufweist und der nachlaufende Walzenkehrbesen (3) zum Kehren des feineren, bereits gelösten Kehrguts (11) mit einer geringeren Festigkeit und Härte der Borsten ausgeführt ist.
  3. 3. Kehrmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wahlweise ein aus je einem Seitenkehrbesen (4 bzw. 5), einem Saugschacht (6 bzw. 7) und einem Walzenkehrbesen (2 bzw. 3) bestehender Kehrwerksteil abschaltbar und in eine Ruhelage bringbar ist, während der andere Kehrwerksteil kehrend in seiner Arbeitslage gehalten ist.






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