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Dokumentenidentifikation DE4301283C2 24.12.1998
Titel Glas-Stützbock
Anmelder Born, Marcus van den Philippus Antonius, Waspik, NL
Erfinder Born, Marcus van den Philippus Antonius, Waspik, NL
Vertreter Moll, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Glawe, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 80538 München; Delfs, K., Dipl.-Ing.; Mengdehl, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Niebuhr, H., Dipl.-Phys. Dr.phil.habil., 20148 Hamburg; Merkau, B., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 80538 München
DE-Anmeldedatum 19.01.1993
DE-Aktenzeichen 4301283
Offenlegungstag 22.07.1993
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.12.1998
IPC-Hauptklasse B60P 7/10

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Glas-Stützbock. Unter einem Glas-Stützbock wird eine Konstruktion verstanden, mit der Glasplatten oder Platten aus anderem Material auf einem Fahrzeug befördert werden.

Solche Konstruktionen werden im allgemeinen von einem Rahmen mit trapezförmigem Querschnitt gebildet. Sie sind im allgemeinen aus Stahl hergestellt, während die außenseitig gelegenen Elemente aus Holz sind, um das Glas nicht zu beschädigen.

Es ist aber nicht unbedingt notwendig, daß ein Glas- Stützbock trapezförmig ist; so werden auch Glas-Stützböcke mit einer einzigen Seite angewandt. Solche einseitige Glas- Stützböcke werden beispielsweise an der Seite eines Combiwagens oder beispielsweise ein einem Lastkraftwagen angebracht. Die Erfindung ist sowohl auf einseitige als auch auf zweiseitige Glas-Stützböcke anwendbar.

Ein stählerner Glas-Stützbock mit hölzernen Außenelementen erfordert verhältnismäßig viel Instandhaltungsaufwand, auch als Folge der Abnutzung durch das Aufstellen und wieder Abnehmer des Glases, und bedingt durch die Witterungseinwirkungen, wodurch die Standzeit eines solchen Glas-Stützbocks beschränkt ist.

Die Praxis jedoch zeigt, daß die Pflege in vielen Fällen unzureichend ist, so daß die Standzeit noch zusätzlich verkürzt wird.

Aus der GB-A-2186239 ist ein Stütz-Bock für Glasscheiben bekannt, der aus Stahl- oder Aluminiumelementen besteht. Es sind horizontale und vertikale Elemente vorgesehen, die zu einem Fachwerk zusammengefügt sind. Dabei sollen die sich vertikal erstreckenden Elemente ein Material z. B. Gummi aufweisen, um die Glasscheibe zu schützen.

DE-A-43 01 081 zeigt ein Langgutträgerelement für Fahrzeugaufbauten, das aus modularen Elementen aufgebaut ist. Ferner zeigt DE-GM-89 14 307 ein Auflageelement für Fensterscheiben, welches aus einem gummielastischen Kunststoff hergestellt ist.

Demgegenüber liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Glas-Stützbock zu schaffen, der eine erheblich längere Standzeit hat, dessen Herstellungskosten relativ gering sind und durch welchen eine großflächige, sehr stabile Unterstützung der abzustützenden Platten gewährleistet ist.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Hauptanspruches gelöst.

Da die senkrechten und waagerechten Rahmenelemente das gleiche Profil haben und ihre Tragseiten in einer Ebene liegen, ist eine großflächige sehr stabile Abstützung durch die gemeinsame Ebene gewährleistet.

Ferner ist klar, daß aufgrund des gleichen Profiles der waagerechten und senkrechten Rahmenelemente nur ein einziges Profil hergestellt zu werden braucht, was sehr kostengünstig ist.

Bevorzugte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Nach einer Vorzugsausführungsform werden die Fächer zwischen den Rahmenelementen wenigstens teilweise mit Platten gefüllt. Somit wird das Anbringen der Platten an der Innenseite des Rahmens überflüssig und wird eine erhebliche Kosteneinsparung erzielt.

Nunmehr wird die vorliegende Erfindung an Hand der beigefügten Zeichnungen erläutert, in denen darstellen:

Fig. 1: Eine schematische perspektivische Ansicht eines Glas-Stützbocks nach der Erfindung;

Fig. 2: Eine perspektivische Detailansicht des erfindungsgemäßen Glasstützbocks; und

Fig. 3: Eine Explosionsdarstellung der in Fig. 2 dargestellten Verbindung.

Der in Fig. 1 dargestellte Glas-Stützbock 1 ist dazu geeignet, auf einem in der Zeichnung nicht dargestellten Fahrzeug aufgestellt zu werden. Der Glas-Stützbock 1 wird von zwei Rahmen 2, 3 gebildet, die jeweils von einer Reihe sich im wesentlichen senkrecht erstreckenden Rahmenelementen 4, die miteinander durch sich in der waagerechten erstreckende Rahmenelemente 5 verbunden sind.

Für die Verbindung der waagerechten Rahmenelemente mit den sich im wesentlichen in der Senkrechten erstreckenden Rahmenelementen werden Verbindungselemente 6 verwendet. Zwischen den senkrechten Rahmenelementen und den waagerechten Rahmenelementen 5 sind Platten 7 angebracht.

Vorzugsweise sind sowohl die senkrechten als auch die waagerechten Rahmenelemente aus Metall hergestellt und zwar insbesondere aus Aluminium. Die Verbindungselemente 6 sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt, während die Platten 7 aus Aluminium oder einem geeigneten Kunststoff hergestellt sein können.

Weiter ist der Glas-Stützbock 1 mit einer Rückwand 8 versehen, in der eine Öffnung 9 angebracht ist, die für die Anbringung einer Tür geeignet ist. Weiter ist eine Oberwand 10, ein Boden 11 und eine Frontwand 12 angebracht. All diese Wände können aus geeignetem Material, beispielsweise Aluminium oder aus einem geeigneten Kunststoff hergestellt sein.

Hier sei angemerkt, daß die sich im wesentlichen in der Waagerechten erstreckenden Rahmenelemente sich bis etwas über die Oberseite der Oberwand 10 hinaus erstrecken, so daß auf der Oberwand 10 mitgeführte Leitern nicht seitlich von dem Glas-Stützbock abrutschen können. An ihrer Oberseite sind die Rahmenelemente mittels Profilelementen 31 verbunden, deren Profil mit dem der Rahmenelementen 4, 5 übereinstimmt. Auch diese Maßnahme beschränkt die menge der auf Lager zu haltenden Bauteile.

Die Verbindung zwischen den Profilelementen 31 der im wesentlichen senkrechten Rahmenelementen 4 wird von Schellen 32 gebildet, die an beiden Profilen befestigt werden, in derselben Weise wie die Verbindungselemente 6, die damit geschützt werden. Zwischen den Profilelementen sind Platten 33*angebracht. Es ist möglich, dies in derselben Weise vorzunehmen, wie dies nachstehend in bezug auf die Platten 7 beschrieben wird. Somit entsteht eine geschlossene Oberwand 10. Es ist jedoch auch möglich, andere Befestigungsmethoden anzuwenden.

Weiter sind an der Unterseite der sich im wesentlichen in der Senkrechten erstreckenden Rahmenelemente 4 Stützen 13 angebracht, die von einer Stützplatte 14 gebildet werden, auf der eine aus weichem Material, beispielsweise Gummi, hergestellte Abnutzungsschicht angebracht ist. Befestigung der Stützplatte erfolgt mittels Schellen 34, die in derselben Weise wie die Verbindungselemente 6 auf den sich im wesentlichen in der Senkrechten erstreckenden Rahmenelementen befestigt werden. Es ist auch möglich, die Schellen an den Rahmenelementen mittels einer gewöhnlichen Bolzenverbindung zu befestigen.

Die somit gezeigte Konstruktion kann insgesamt auf einem Fahrgestell eines Lastkraftwagens oder eines Combiwagens aufgestellt und darauf befestigt werden, beispielsweise mit einem sich durch die senkrechten Profilelemente hindurch erstreckenden Bolzen.

Die Konstruktion des Rahmens ist mehr im Detail in der Fig. 2 dargestellt, in der ein Knoten der Rahmenkonstruktion gezeigt wird. Die senkrechten Rahmenelemente werden jeweils von einem beispielsweise aus extrudiertem Aluminium hergestellten Profil 16 gebildet.

An einer Vorderseite ist das Aluminium-Profil mit einer sich im wesentlichen in der Waagerechten erstreckenden T- förmigen Nut 17 versehen, in der ein Gummi-Profil 18 befestigt werden kann. Unter Gummi wird hier ebenfalls jeder geeignete Kunststoff verstanden. Das Gummiprofil 18 ist zur Befestigung mit einem Vorsprung 19 versehen, der sich bis in die Nut 17 erstreckt.

An seiner Rückseite ist das Aluminium-Profil 16 mit einer rechteckigen Nut 20 versehen, in der zwei Ränder 21 angebracht sind. Diese Nut 20 mit den Rändern dient zur Bildung einer Einrastverbindung zusammen mit einem T-förmigen Profil 22. Das T-förmige Profil 22 ist mit zwei Beinen 23 versehen, die jeweils an ihrem Ende mit einem Vorsprung 24 versehen sind, welcher Vorsprung an den an der Innenseite der Nut 20 angebrachten Rändern angreift.

Auf diese Weise ist es möglich, das T-förmige Profil 22 an der Rückseite des Aluminiumprofils 16 anzubringen. Es spricht für sich, daß das T-förmige Profil 22 ebenfalls vorzugsweise aus Aluminium hergestellt ist. Bei der Befestigung des T-förmigen Profils 22 werden an der Rückseite des Aluminium-Profils 16 angebrachte Platten fest an das Aluminium-Profil 16 gedrückt, so daß eine gute Befestigung erhalten wird.

Weiter ist das Aluminiumprofil 16 an seiner Rückseite mit zwei Aussparungen 25 versehen, in denen ein Dichtungsmaterial 26 angebracht werden kann, um die Platten 7 gut gegenüber den Profilen abzudichten.

Die sich im wesentlichen in der Senkrechten erstreckenden Rahmenelemente 4 und die sich in der Waagerechten erstreckenden Rahmenelemente 5, die jeweils von dem Aluminiumprofil 16 gebildet werden, werden miteinander mittels beispielsweise aus Kunststoff hergestellter Verbindungselemente 6 verbunden. Diese Elemente werden mit den sich im wesentlichen in der Senkrechten erstreckenden Profilen mit einem länglichen Anker 28 verbunden, der sich in einer seitlich in dem Profil angebrachten Nut 27 erstreckt, welcher Anker 28 mittels zwei Bolzenverbindungen 29 mit dem Verbindungselement 6 verbunden ist. Somit ist es möglich, an jeder beliebigen Stelle entlang der Seite des Profils 16 ein Verbindungselement 6 anzubringen.

Jedes Verbindungselement ist mit einem Hohlraum versehen, in den das Ende eines waagerechten Rahmenelements 5 eingesteckt werden kann. Auch hier erfolgt die Befestigung mittels eines Ankers 30. Als Folge des Umstands, daß die Befestigung in diesem falle über eine kürzere Länge erfolgt, ist die Länge des Ankers 30 erheblich kürzer als die Länge des Ankers 28. Statt eines langen Ankers 28 ist es möglich, zwei kurze Anker 30 zu verwenden.

Die vorstehende Konstruktion ist mehr im Detail in der Fig. 3 dargestellt. Daraus geht auch hervor, wie die Form des Hohlraums des Verbindungselements 6 der Form des Profils 16 angepaßt ist.

Es wird deutlich sein, daß insbesondere hinsichtlich der Form des Profils Änderungen vorgenommen werden können, ohne den Rahmen des Schutzumfangs der Erfindung zu verlassen; insbesondere erstreckt sich der Schutzumfang ebenfalls auf Profile aus, die nur einen Teil der Maßnahmen erfüllen.

Es ist möglich, die Maßnahme in bezug auf die Einrastverbindung für die Befestigung der Platten auf dem Rahmen bei anderen Karosserieformen außer einem Glas- Stützbock anzuwenden; insbesondere bei geschlossenen Karosserien. Das mittels einer Einrastverbindung zu befestigende Profil wird dann von der Außenseite angebracht, um eine Flachwand an der Außenseite zu erhalten.


Anspruch[de]
  1. 1. Glas-Stützbock, der aus metallenen, vorzugsweise aus Aluminium hergestellten modularen Rahmenelementen (4, 5) aufgebaut ist, die auf der Tragseite mit einer Gummischicht (18) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die sich im wesentlichen in der Senkrechten erstreckenden Rahmenelemente (4) und die sich in der Waagerechten erstreckenden Rahmenelemente (5) dasselbe Profil (16, 17) haben, wobei die Tragseiten der senkrechten und waagerechten Rahmenelemente (4, 5) in einer Ebene liegen.
  2. 2. Glas-Stützbock nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Fächer zwischen den Rahmenelementen (4, 5) mit Platten (7) gefüllt ist.
  3. 3. Glas-Stützbock nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die sich im wesentlichen in der Senkrechten erstreckenden Rahmenelemente (4) an ihrer Innenseite mit Mitteln (25) zur Befestigung der Platten (7) versehen sind.
  4. 4. Glas-Stützbock nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zur Befestigung der Platten (7) von einem Befestigungsprofil (22) gebildet werden, das zusammen mit dem die Rahmenelemente bildenden Profil (16) eine Einrastverbindung bildet und das auf die Einschließung der Platten (7) ausgerichtet ist.
  5. 5. Glas-Stützbock nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil an der Innenseite mit Nuten versehen ist, zur Aufnahme eines Dichtungsmaterials (26), das eine Dichtung zwischen Profil und Platte bildet.
  6. 6. Glas-Stützbock nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Profil (16) an der Vorderseite mit einer Nut (17) zur Aufnahme eines Gummi-Trägerprofils (18) versehen ist.
  7. 7. Glas-Stützbock nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Profile (16) mit Nuten (27) versehen sind, zur Aufnahme der zu Verbindungselementen (6) gehörenden Anker (28).
  8. 8. Glas-Stützbock nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (6) zur Verbindung von sich im wesentlichen senkrecht zueinander erstreckenden Rahmenelemente (4, 5) ausgelegt sind.
  9. 9. Glas-Stützbock nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (6) eine im wesentlichen T-förmige Konfiguration aufweisen, und daß sie in dem Bein des T einen Hohlraum zur Aufnahme eines Endes eines in dem Verbindungselement (6) endenden Rahmenelements (5) aufweisen.
  10. 10. Glas-Stützbock nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungselemente (6) für die Verbindung von sich im wesentlichen in der Senkrechten erstreckenden Rahmen-Elementen (4) mit sich in der waagerechten erstreckenden Profilen (31) ausgelegt sind, die zwei auf beiden Seiten befindliche Glas-Stützböcke miteinander verbinden.
  11. 11. Glas-Stützbock nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (27) zur Aufnahme von Ankern (28) geeignet sind, die zu an dem Glas-Stützbock zu befestigenden Zubehörteilen gehören, wie Stützplanken, Gurtösen und Leiterrollen.
  12. 12. Glas-Stützbock nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (27) an den Seiten der Profile angebracht sind und daß sie im wesentlichen eine RT-förmige Konfiguration aufweisen.
  13. 13. Transportfahrzeug, versehen mit einem Glas-Stützbock nach einem der vorherigen Ansprüche.
  14. 14. Profil zur Verwendung bei einem Glas-Stützbock nach einem der Ansprüche 1-12.
  15. 15. Verbindungselement zur Verwendung bei einem Glas- Stützbock nach einem der Ansprüche 1-12.






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