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Dokumentenidentifikation DE19730598A1 21.01.1999
Titel Verfahren zum Walzen von Fertigprofilen aus einem Vorprofil mittels, im Reversierbetrieb arbeitender Walzgerüstanordnungen
Anmelder SMS Schloemann-Siemag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Engel, Georg, 40472 Düsseldorf, DE;
Nowak, Hans-Jürgen, 47475 Kamp-Lintfort, DE;
Svejkovsky, Ulrich, 42349 Wuppertal, DE
Vertreter Hemmerich, Müller & Partner, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 17.07.1997
DE-Aktenzeichen 19730598
Offenlegungstag 21.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse B21B 1/10
IPC-Nebenklasse B21B 13/00   
Zusammenfassung Ein Verfahren zum Walzen von Hubmastprofilen aus einem stranggegossenen Vorprofil (VP) mit I-Querschnitt. Das Vorprofil (VP) kommt aus einer Stranggußeinrichtung und wird im Reversierbetrieb von einer Walzgerüstanordnung gewalzt. Die Walzgerüstanordnung besteht aus einem eingangsseitigen ersten Universalgerüst (EUG), einem ausgangsseitigen zweiten Universalgerüst (AUV) und einem zwischen diesen Universalgerüsten angeordneten Stauchzwischengerüst (SZG). Diese Walzgerüstgruppe arbeitet im Tandembetrieb, und ihr sind als Vorwalzgruppe ein Vertikalwalzgerüst (VG) und ein Horizontalwalzgerüst (HG) vorgeordnet. Bei Ausstattung des Horizontalgerüstes (HG) der Vorwalzgruppe und des Stauchzwischengerüstes (SZG) der Kompaktwalzgruppe mit Wahlkalibern (H1, H2, H3 und WKI, WKII) wird das Vorprofil (VP) im Vertikalgerüst (VG) der Vorwalzgruppe gestaucht und anschließend in den Wahlkalibern (H1, H2 und H3) des Horizontalgerüstes (HG) geformt und reduziert. Anschließend erfolgt in dem eingangsseitigen Universalgerüst (EUG) der Kompaktwalzgruppe und den Wahlkalibern (WKI, WKII) des Stauchzwischengerüstes (SZG) eine weitere Reduzierung des Vorprofils (VP) und abschließend findet dann im ausgangsseitigen Universalgerüst (AUG) die Fertigwalzung statt.

Beschreibung[de]

Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren zum Walzen von Fertigprofilen aus einem Vorprofil mittels im Reversierbetrieb arbeitender Walzgerüstanordnungen, von denen eine, eine Kompaktwalzgruppe, bestehend aus einem eingangsseitigen ersten Universalgerüst und einem ausgangsseitigen zweiten Universalgerüst und einem, zwischen diesen Universalgerüsten angeordneten, Stauchzwischengerüst darstellt, der eine, aus Vertikal- und Horizontal-Walzgerüsten oder Universalgerüsten bestehende Vorwalzgruppe vorgeordnet ist.

Dieser Erfindung nach dem Hauptpatent liegt die Aufgabe zugrunde, das Walzen von Spundwand- und Winkelprofilen mit Hilfe der gattungsgemäßen grundsätzlichen Ausbildung von Walzgerüstanordnungen durchzuführen und dabei als Ausgangsprodukte entweder stranggegossene Rechteckblöcke oder bereits in eine dem Endprodukt angenäherte Vorform gegossene Vorprofile verwenden.

Diese Aufgabe wird nach dem Hauptpatent dadurch gelöst, daß bei Ausstattung eines Walzgerüstes der Vorwalzgruppe und/oder eines oder mehrere der Walzgerüste der Kompaktwalzgruppe mit mehreren, wahlweise in die und aus der Walzlinie herausbringbaren Walzkalibern bzw. durch Verschiebung des Walzgutes quer zur Walzlinie wirksam werdenden, nebeneinander liegenden Kalibern eines Walzgerüstes die Formung eines rechteckigen oder endabmessungsangenäherten, vorgeformten Vorprofils in den Walzgerüsten der Vorwalzgruppe in einer Reihe von Formänderungs- und/oder Formreduzierwalzstichen ggfs. reversierend mit oder ohne Einsatz der Wahlkaliber vorgeformt und anschließend in der Kompaktwalzgruppe ggfs. reversierend in mehreren Formänderungs- bzw. Formreduzierstichen im eingangsseitigen Universalgerüst, ggfs. im Stauchzwischengerüst mit oder ohne Einsatz der Walzkaliber bzw. der nebeneinander liegenden Kaliber der Walzgerüste weiter verformt und anschließend im ausgangsseitigen Universalgerüst oder im Stauchzwischengerüst, ggfs. ebenfalls unter Einsatz von Wahlkalibern bzw. nebeneinander liegenden Kalibern des Walzgerüstes zu dem Fertigprofil geformt wird. Dabei kann die Vorwalzgruppe im Durchlauf mit oder ohne freien Auslauf des Walzgutes zwischen den beiden Walzgerüstgruppen arbeiten oder auch in einer, parallel zur Walzlinie der Kompaktwalzgruppe quer versetzten Walzlinie.

Das Verfahren nach dem Hauptpatent, mit einer, ein Vertikal-Duo- Gerüst und ein Horizontal-Duo-Gerüst aufweisenden Vorwalzgruppe und einer Kompaktwalzgruppe, deren Stauchzwischengerüst zwei Wahlkaliber aufweist, bei dem das, in der Vorwalzgruppe stauchreduzierte Vorprofil nach jeweils profilverändernder Formung im eingangsseitigen Universalgerüst in den Wahlkalibern des Stauch-Zwischengerüstes in einem folgenden Reversierstich in dem ausgangsseitigen Universalgerüst profilreduzierend fertig geformt wird, eignet sich, wie die vorliegende Erfindung erkannt hat, auch für das Walzen von Hubmastprofilen aus stranggegossenen Vorprofilen mit I-Querschnitt, und zwar in der Weise, daß bei Ausstattung der Horizontalgerüste der Vorwalzgruppe und des Stauchzwischengerüstes der Kompaktwalzgruppe mit Wahlkalibern, das Vorprofil im Vertikalgerüst der Vorwalzgruppe gestaucht, anschließend in den Wahlkalibern des Horizontalgerüstes dieser Vorwalzgruppe geformt und reduziert und dann in dem eingangsseitigen Universalgerüst der Kompaktwalzgruppe und den Wahlkalibern des Stauchzwischengerüstes weiter reduziert und abschließend im ausgangsseitigen Universalgerüst fertig geformt wird.

Dies Verfahren wird nachstehend anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels eines Stichplans näher erläutert.

Wie aus der Zeichnung zu ersehen, wird das Vorprofil VP im Vertikalgerüst VG der Vorwalzgruppe in einem Stich 1 gestaucht und anschließend in einer Folge von drei Stichen bzw. Reversierstichen 2, R3 und 4 durch drei Wahlkaliber H1, H2 und H3 des Horizontalgerüstes HG der Vorwalzgruppe walzgeformt und reduziert und dann in zwei aufeinanderfolgenden Stichen 5 und 6 im eingangsseitigen Universalgerüst EUG und in dem ersten WKI des Stauchzwischengerüstes SZG, anschließend in einem Reversierstich R7 und einem Folgestich 8 wieder durch das eingangsseitige Universalgerüst EUG sowie einem Folgestich 9 durch das zweite Wahlkaliber WKII des Stauchzwischengerüstes SZG weiter reduziert und in einem anschließenden Folgestich 10 durch das ausgangsseitige Universalgerüst AUG fertig geformt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Walzen von Fertigprofilen aus einem Vorprofil mittels im Reversierbetrieb arbeitender Walzgerüstanordnungen, von denen eine, eine Kompaktwalzgruppe bestehend aus einem eingangsseitigen ersten Universalgerüst und einem ausgangsseitigen zweiten Universalgerüst und einem, zwischen diesen Universalgerüsten angeordneten Stauchzwischengerüst darstellt, der eine aus Vertikal-Duo- und Horizontal-Duo-Walzgerüsten bestehende Vorwalzgruppe vorgeordnet ist und bei dem das in der Vorwalzgruppe stauchreduzierte Vorprofil nach jeweils profilverändernder Formung im eingangsseitigen Universalgerüst und im Stauchzwischengerüst in folgenden Stichen in dem ausgangsseitigen Universalgerüst profilreduzierend fertig geformt wird nach Patent . . . (Patentanmeldung 19 650 279.9) zum Walzen von Hubmastprofilen aus einem stranggegossenen Vorprofil mit I-Querschnitt, dadurch gekennzeichnet, daß bei Ausstattung des Horizontalgerüstes der Vorwalzgruppe und des Stauchzwischengerüstes der Kompaktwalzgruppe mit Wahlkalibern, das Vorprofil im Vertikalgerüst der Vorwalzgruppe gestaucht, anschließend in den Wahlkalibern von deren Horizontalgerüst geformt und reduziert und dann in dem eingangsseitigen Universalgerüst der Kompaktwalzgruppe und den Wahlkalibern des Stauchzwischengerüstes weiter reduziert und abschließend im ausgangsseitigen Universalgerüst fertig gewalzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprofil (VP) im Vertikalgerüst (VG) der Vorwalzgruppe in einem Stich (1) gestaucht und anschließend in einer Folge von drei Stichen bzw. Reversierstichen (2, R3 und 4) durch drei Wahlkaliber (H1, H2 und H3) im Horizontalgerüst (HG) der Vorwalzgruppe walzgeformt und reduziert und dann in zwei aufeinanderfolgenden Stichen (5, 6) im eingangsseitigen Universalgerüst (EUG) der Kompaktwalzgruppe und dem ersten Wahlkaliber (WKI) des Stauchzwischengerüstes (SZG), anschließend in einem Reversierstich (R7) und einem Folgestich (8) wieder durch das eingangsseitige Universalgerüst (EUG) sowie einem Folgestich (9) durch das zweite Wahlkaliber (WKII) des Stauchzwischengerüstes (SZG) weiter reduziert und dann in einem weiteren Folgestich (10) durch das ausgangsseitige Universalgerüst (AUG) fertig geformt wird.






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