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Dokumentenidentifikation DE4033735C2 21.01.1999
Titel Strickmaschine zur Herstellung von Plüschwaren
Anmelder Sipra Patententwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, 72461 Albstadt, DE
Erfinder Plath, Ernst-Dieter, 7470 Albstadt, DE;
Neher, Paul, 7475 Meßstetten, DE;
Schindler, Gero, 7470 Albstadt, DE
Vertreter Frhr. von Schorlemer, R., Dipl.-Phys., Pat.-Anw., 34117 Kassel
DE-Anmeldedatum 24.10.1990
DE-Aktenzeichen 4033735
Offenlegungstag 30.04.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse D04B 9/12
IPC-Nebenklasse D04B 15/06   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Strickmaschine der in den Oberbegriffen der Ansprüche 1 und 8 angegebenen Gattungen.

Bei Strickmaschinen insbesondere Rundstrickmaschinen dieser Art (DE-OS 31 45 307) und darauf ausführbaren Verfahren werden die Plüschfäden hinter denjenigen Nadeln die nicht zur Plüschfadenaufnahme ausgewählt werden flott gelegt. Die Länge der Flottungen ist dabei davon abhängig, wieviele aufeinanderfolgende Nadeln einen bestimmten Plüschfaden nicht aufnehmen.

Ein spezielles Problem bei derartigen Strickmaschinen besteht darin, daß die mit Hilfe der Platinen vorgeformten Grund- und Plüschfadenschleifen aus stricktechnischen Gründen immer dann von den Platinen völlig freigegeben werden wenn sich die Nadeln zum Zweck der Maschenbildung auf dem Weg von einer Zwischenstellung in ihre tiefste Position d. h. in die Abschlagstellung bewegen. Ist zu diesem Zeitpunkt zwischen der jeweils freigegebenen Plüschfadenschleile und dem zugehörigen Plüschfadenführer lediglich ein flott liegendes Plüschfadenteil angeordnet und wird zu demselben Zeitpunkt an dem zugehörigen Plüschfadenführer eine Nadel zur Plüschfadenaufnahme ausgewählt und danach in die Zwischenstellung abgezogen, um eine weitere Plüschfadenschleile vorzuformen dann kann diese Nadel die dazu benötigte Fadenmenge entweder von der dem Plüschfadenführer zugeordneten Vorratsspule oder über das flott liegende Fadenteil aus der bereits zuvor gebildeten jetzt aber freiliegenden nicht von den Platinen kontrollierten Plüschfadenschleife abziehen die gerade den die Maschenbildung vollziehenden Schloßabschnitt durchläuft. Dadurch besteht die Gefahr, daß vorgeformte Plüschfadenschleifen nachträglich wieder verkürzt oder sogar vollständig zurückgezogen werden was vermieden werden muß. Dies gilt insbesondere dann, wenn der dem Plüschfadenführer zugeführte Plüschfaden mit einer gewissen Mindestspannung zugeführt werden soll.

Entsprechende Verhältnisse können sich auch bei Anwendung anderer Techniken zur Herstellung von Plüschwaren ergeben wenn ein zur Bildung einer neuen Plüschfadenschleife dienendes Fadenteil nur über eine Flottung mit der letzten zuvor gebildeten Plüschfadenschleife verbunden und diese weder von den Nadeln noch von den Platinen gehalten und daher nicht gegen nachträgliche Verkürzung gesichert ist. Dieser Fall kann z. B. auch eintreten wenn die beiden Schloßabschnitte aufeinanderfolgenden Stricksystemen angehören und die Platinen vom zweiten Schloßabschnitt zurückgezogen werden. Um das Einlegen eines Grundfadens zu ermöglichen.

Zur Vermeidung der nachträglichen Verkürzung bereits vorgeformter Plüschfadenschleifen ist es bei Strickmaschinen zur Herstellung ungemusterter Plüschwaren bekannt (DE-PS 12 30 958), die vorgeformten Plüschfadenschleifen zwischen zusätzlichen Klemmelementen festzuhalten und zu sichern. Derartige Einrichtungen können aber nur bei Strickmaschinen vorgesehen werden bei denen die Plüschfadenschleifen mit besonderen beweglichen Elementen anstatt dadurch langgezogen werden, daß die von den Nadeln erfaßten Plüschfäden durch die Nadeln selbst über die Wirkflächen von Platinen gezogen werden. Abgesehen davon dürfte das bekannte Verfahren nicht für Strickmaschinen geeignet sein, die zur Herstellung von gemusterten Plüschwaren dienen und bei denen Verkürzungen von solchen Plüschfadenschleifen vermieden werden müssen denen flott liegende Fadenteile einer ganz bestimmten lange folgen.

Bei einer weiteren bekannten Rundstrickmaschine (EP-A2-02 95 703) wird das beschriebene Problem weitgehend dadurch vermieden, daß die Grundfadenschleifen nicht vorgeformt werden. Hierfür ist es erforderlich, den Grundfaden von dort, wo er mittels des Grundfadenführers in die Stricknadeln eingelegt wird, bis zu derjenigen Stelle, an der die Grundfadenmaschen gemeinsam mit den Plüschfadenmaschen abgeschlagen werden, als gestrecktes Fadenstück in den Schlitzen üblicher Einschließplatinen mitzuführen. Daher besteht insbesondere bei vielfarbigen Mustern die Gefahr, daß das dann unter Umständen sehr lange Grundfadenstück reißt. Abgesehen davon sind auch bei dieser bekannten Rundstrickmaschine bzw. den darauf ausführbaren Verfahren Verkürzungen bereits vorgeformter Plüschfadenschleifen nicht ganz ausgeschlossen, weil diese vor dem Abschlagen der Maschen zumindest teilweise abrupt von einer hohen Platinenkante auf eine niedrige Platinenkante überführt werden und daher, solange die Stricknadeln noch nicht die Abschlagstellung erreicht haben, verhältnismäßig locker auf den niedrigen Platinenkanten aufliegen und daher über eine Flottung wieder verkürzt werden könnten.

Weiterhin ist es bekannt, das erläuterte Problem mit speziellen Fadenrädern zu vermeiden (DE-OS 39 09 816). Dieses Verfahren ist jedoch vergleichsweise umständlich und mit aufwendigen Zusatzeinrichtungen verbunden.

Werden schließlich weder die Grundfadenschleifen vorgeformt noch die vorgeformten Plüschfadenschleifen vor dem Abschlagen auf eine niedrigere Platinenkante überführt (EP-A1-03 35 618), dann besteht die Gefahr, daß sowohl die Grundfaden- als auch die Plüschfadenschleifen beim Abzug der Strickwerkzeuge aus der Zwischenstellung in die Abschlagstellung reißen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verfahren und die Strickmaschine der eingangs bezeichneten Gattung so auszubilden, daß die Plüschfadenschleifen auch dann nicht verkürzt bzw. rückgebildet werden können, wenn die von ihnen bis zum zugehörigen Plüschfadenführer verlaufenden Fadenteile auf ihrer ganzen Länge flott liegen, und daß dennoch weder für die Grundfäden noch für die Plüschfäden die Gefahr des Fadenbruchs besteht.

Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die kennzeichnenden Merkmale der Ansprüche 1 und 8.

Vorteile und Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Rundstrickmaschine zur Herstellung von gemusterten Plüschwaren;

Fig. 2 schematisch die Anordnung und Lagerung von Platinen innerhalb der Rundstrickmaschine nach Fig. 1;

Fig. 3 eine schematische Draufsicht auf eine Schloßanordnung der Rundstrickmaschine nach Fig. 1 im abgewickelten Zustand; und

Fig. 4 bis 19 die Relativstellungen der Strickwerkzeuge und Platinen an den mit IV-IV bis XIX-XIX bezeichneten Stellen der Fig. 3 während eines Strickvorgangs.

Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung am Beispiel einer mehrsystemigen Rundstrickmaschine zur Herstellung von gemusterten Plüschstrickwaren. Diese Rundstrickmaschine ist bis auf die erfindungsgemäßen Platinen grundsätzlich bekannt (DE-OS 31 45 307), so daß nachfolgend nur ihre für die Erfindung wesentlichen Teile näher erläutert werden.

Die Rundstrickmaschine weist einen Strickwerkzeugträger 1, in Form eines drehbar gelagerten Nadelzylinders, in dem Strickwerkzeuge, insbesondere übliche Zungennadeln 2 mit Haken 2a und Zungen 2b beweglich gelagert sind, und einen Platinenträger 3 in Form einer mit dem Nadelzylinder 1 drehbaren Platinenscheibe auf, in der Platinen 4 und 5 beweglich gelagert sind. Beide Platinen 4 und 5 sind jeweils paarweise in Schlitzen des Platinenträgers 3 angeordnet, und jeder Nadel 2 ist ein derartiges Paar zugeordnet. Die Nadeln weisen einen von Schloßteilen 6 eines Nadelschlosses 7 gesteuerten Fuß 8, die Platinen 4 und 5 je einen Fluß 9 bzw. 10 auf, der von Schloßteilen 11 eines Platinenschlosses 12 gesteuert wird. Das Nadel- und das Platinenschloß 7 bzw. 12 sind Bestandteile einer Schloßanordnung, wobei die Nadeln 2 und das Nadelschloß 7 im wesentlichen der Bildung von Grund- und Plüschfadenmaschen und die Platinen 4 und 5 und das Platinenschloß 12 im wesentlichen der Kontrolle der Grund- und Plüschfadenschleifen bei ihrer Ausformung dienen.

Die Platinen 4 sind in bekannter Weise als Einschließ- und Abschlagplatinen ausgebildet. Sie weisen dazu an ihren Vorderenden und oberhalb ihrer Unterkanten 13 je eine in einen Längsschlitz 14 übergehende, untere Kante 15 und eine oberhalb derselben befindliche Nase 16 auf, die mit ihrer Unterseite den Längsschlitz 14 begrenzt und mit einer oberen Kante 16a versehen ist, deren Hinterende über eine Schulter 17 mit einer noch weiter hinten und oberhalb der Nase 16 gelegenen Kante 18 verbunden ist. Dabei verlaufen die Kanten 18 und 15 im wesentlichen parallel zur Unterkante 13, während die Kante 16a leicht nach unten abgeschrägt ist, so daß ihr Abstand von der Kante 15 ab einer kurz vor der Schulter 17 gelegenen Stelle bis hin zu einer am Vorderende der Nase ausgebildeten Spitze allmählich abnimmt. Außerdem ist die Nase 16, vom Grund des Schlitzes 14 aus gemessen, kürzer als die Kante 15.

Die Platinen 4 und 5 sind paarweise in Nuten bzw. Kanälen des Platinenträgers 3 angeordnet, wobei diese Nuten durch in Fig. 2 angedeutete Stege 19 gebildet sind. Dabei ist die eigentlich neben der Platine 5 angeordnete Platine 4 in Fig. 2 unterhalb derselben dargestellt, um die Geometrie der Platine 5 besser erkennbar zu machen. Die Platine 5 ist, wie insbesondere Fig. 2 zeigt, an ihrer Vorderseite mit einer Ausnehmung 21 versehen, deren Unterseite teilweise von einer bis zum Vorderende der Platine 5 verlaufenden Kante 22 und deren Oberseite von der Unterseite einer Nase 23 gebildet ist, die oberhalb der Kante 22 liegt, aber, vom Boden der Ausnehmung 21 an gemessen kürzer als die Kante 22 ist. Auf ihrer Oberseite weist die Nase 23 eine bis zu ihrem Vorderende erstreckte Kante 24 auf, deren Hinterende über eine Schulter 25 in eine etwas höher und noch weiter hinten gelegene Kante 26 übergeht. Außerdem weist die Platine 5 eine Unterkante auf, die aus zwei Schenkeln 27b und 27c gebildet ist, die an einer mittleren Spitze 27a unter einem stumpfen Winkel zusammenlaufen. Wenn die Platinen 5 daher z. B. mit ihren Schenkeln 27c auf den Böden der durch die Stege 19 gebildeten Nuten des Platinenträgers 3 aufliegen, wie in Fig. 2 durch eine durchgezogene Linie angedeutet ist, dann können sie um ihre Spitzen 27a und im Uhrzeigersinn in eine Stellung verschwenkt werden, in der sie mit ihren Schenkeln 27b auf den Nutenböden aufliegen wie in Fig. 2 durch eine gestrichelte Linie angedeutet ist. Entsprechend ist natürlich umgekehrt eine Verschwenkung der Platinen 5 im Gegenuhrzeigersinn aus der gestrichelten in die durchgezogene Position möglich. Die Schwenkachse ist dabei senkrecht zu den Stegen 19 angeordnet. Da die Spitze 27a der Platinen 5 in Fig. 1 und 4-19 durch die andere Platine 4 abgedeckt ist, ist ihre genaue Lage in einer Richtung parallel zu den Siegen 19 in der Zeichnung durchweg mit einem von einem kleinen Kreis umgebenen Punkt 28 angedeutet. Außerdem ist in den Fig. 2 und 4-19 mittels einer vertikalen Linie 29 jeweils diejenige Ebene angedeutet, in der sich der Rücken 2c (Fig. 1) der im Einzelfall betrachteten Nadel 2 bzw. der Boden der zugehörigen Nut im Strickwerkzeugträger, befindet. Im übrigen verlaufen die Kanten 22, 24 und 26 der Platinen 5 im wesentlichen parallel zum oder mit einem nach vorn leicht abnehmenden Abstand vom zugehörigen vorn liegenden Schenkel 27b.

Die Kanten 24, 26 der Platine 5 stehen, wenn diese mit ihrem Schenkel 27c auf dem Nutengrund aufliegt, oberhalb der oberen Oberkante 18 der Platine 4. Liegt die Platine 5 dagegen mit ihrem Schenkel 27b auf dem Nutengrund auf, dann befindet sich die Kante 24 im wesentlichen in derselben Höhe wie die Kante 16a der Platine 4 an ihrer höchsten Stelle.

Fig. 3 zeigt schematisch einen zum Stricken einer zweifarbigen Plüschware geeigneten Abschnitt der Schloßanordnung der Rundstrickmaschine. Dabei ist mit einer Linie 31 diejenige Position angedeutet, die von den Haken 2a der Nadeln 2 eingenommen wird, wenn sich diese in ihrer Rundlauf- oder Nichtstrickstellung befinden. Mit einer Linie 32 ist diejenige Position angegeben, in der die Platine 4 in ihrer am weitesten in Richtung der Nadeln 2 vorgeschobenen, in Fig. 1 also in ihrer am weitesten rechts befindlichen Lage angeordnet ist. Eine Linie 33 gibt entsprechend die am weitesten vorgeschobene Lage der Platinen 5 an. Dabei entsprechen die Linien 32 und 33 im wesentlichen der Linie 29 in den Fig. 2 und 4-19, so daß Verschiebungen der Platinen 4 und 5 in Fig. 3 nach unten einem radialen Zurückziehen von der Linie 29 jeweils nach links und ein Verschieben der Platinen 4 und 5 nach oben einem radialen Vorschieben in Richtung der Nadeln 2 entspricht. Schließlich gibt eine Linie 34 die höchste Lage der Kanten 24 der Nasen 23 an, wobei dies derjenigen Stellung der Platinen 5 entspricht, in der ihre Schenkel 27c auf dem Nutengrund aufliegen. Aus dieser Stellung heraus können sich daher die Kanten 24 in Fig. 3 parallel zur Nadelbewegung nur nach unten bewegen im übrigen sind die möglichen Bewegungen der Nadeln 2 und Platinen 4 und 5 in Fig. 3 durch Pfeile u, v, w und x angedeutet.

Die Bahnen, auf denen die Nadeln 2 und die Platinen 4, 5 während des Strickvorgangs geführt werden können sind in Fig. 3 durch die Linien 31 bis 34 und davon abweichende Bahnabschnitte 37 bis 47 angedeutet. Alle diese Bahnabschnitte 37 bis 47 werden in an sich bekannter Weise mittels Schloßteilen oder dergleichen realisiert, die auf die Füße 8, 9 und 10 der Strickwerkzeuge 2 bzw. Platinen 4 und 5 einwirken und in Fig. 3 zur Vereinfachung der Darstellung weggelassen wurden.

Zur Zuführung eines Grundfadens 51, eines Plüschfadens 52 mit einer ersten Eigenschaft, z. B. Farbe, und eines Plüschfadens 53 mit einer zweiten Eigenschaft, z. B. Farbe, sind in bekannter Weise Fadenführer 54 bis 56 vorgesehen. Zur Auswahl derjenigen Nadeln 2, die irgendeinen der Fäden 51 bis 53 aufnehmen sollen sind den Nadeln 2 oder diesen zugeordneten Stößern oder dergleichen in ebenfalls bekannter Weise vor den ansteigenden Bereichen der Bahnabschnitte 37, 38 und 39 jeweils Auswähleinrichtungen 58, 59 und 60 zugeordnet, die mit entsprechend ausgebildeten Schloßteilen zusammenwirken.

Die Herstellung einer mehrfarbigen Plüschstrickware erfolgt bei Anwendung der anhand Fig. 1 bis 3 erläuterten Rundstrickmaschine in der nachfolgend beschriebenen Weise. Dabei entsprechen die anhand der Fig. 4 bis 13 erläuterten Verfahrensschritte trotz Anwendung anderer Platinen den bekannten Verfahrensschritten (DE- PS 31 45 307), während die Verfahrensschritte nach Fig. 14 bis 19 neu und auf die anders gestalteten Platinen zurückzuführen sind. Im übrigen ist durchweg angenommen, daß es sich um eine Rundstrickmaschine mit drehbarem Nadelzylinder 1 und feststehender Schloßanordnung handelt, obwohl dies auch umgekehrt sein könnte. Die Lautrichtung der Nadeln 2 und Platinen 4 und 5 ergibt sich aus den Pfeilspitzen an den Enden der Lauen 31 bis 34.

Die Schloßanordnung enthält - in Strickrichtung betrachtet - einen ersten Bahnabschnitt 37, längs dessen alle Nadeln 2 zunächst in ihre höchste Stellung (Fig. 5) ausgetrieben werden. Dabei werden die Platinen 5 längs des Bahnabschnitts 43 allmählich in ihre voll zurückgezogene Position (Fig. 5) gesteuert, um Platz für den Grundfadenführer 54 zu schaffen, während die Platinen 4 zunächst in der üblichen Einschließstellung stehen (Fig. 4), dann aber noch etwas weiter vorgeschoben werden (Bahnabschnitt 41, Fig. 3), um mit ihren Schultern 17 die auf ihren Nasen 16 befindlichen, im vorhergehenden Verfahrensabschnitt gebildeten Plüschfadenmaschen nachzuspannen. Alle Nadeln 2 nehmen dann den Grundfaden 51 (Fig. 3, 5) auf, der mit dem Grundfadenführer 54 zugeführt wird, während alle alten Maschen 64 über die sich öffnenden Zungen 2b auf die Schäfte der Nadeln 2 gelangen. Danach werden alle Nadeln 2 in eine Zwischenstellung (Fig. 6) abgezogen, die höher liegt, als der Nichtstrickstellung (Linie 31) entspricht, aber dennoch ausreichend tief liegt, um Grundfadenschleifen 65 zu bilden und diese über den oberen Oberkanten 18 der Platinen 4 vorzuformen. Bei diesem Vorgang werden die Zungen 2b der Nadeln 2 von den alten Maschen 64 wieder geschlossen. Die alten Maschen 64 werden allerdings noch nicht abgeschlagen (Fig. 6). Die Platinen 5 werden nach dem Passieren des Grundfadenführers 54 durch den Bahnabschnitt 43 wieder vorgeschoben (Fig. 6), während die Platinen 4 in die normale Einschließstellung zurückgeführt werden. In der voll vorgeschobenen Position (Fig. 7) der Platinen 5 dienen außerdem die von den Böden der Ausnehmungen 21 gebildeten Vorderkanten dazu, die vorgeformten Grundfadenschleifen 65 zu straffen bzw. straffzuhalten.

Vor dem Einlauf in einen zweiten Bahnabschnitt 38 werden mittels der Auswähleinrichtung 59 diejenigen Nadeln 2 ausgewählt, die den vom Plüschfadenführer 55 (Fig. 3, 8) vorgelegten Plüschfaden 52 aufnehmen sollen. Die Köpfe dieser Nadeln 2 werden dann vom Bahnabschnitt 38 zur Plüschfadenaufnahme angehoben (Fig. 3, 7 und 8) und danach wieder in die Zwischenstellung (Fig. 10) abgezogen. Dabei wird der Plüschfaden 52 zunächst über die oberen Kanten 26 der Platinen 5 gezogen, weil der Plüschfadenführer 55 im Gegensatz zum Grundfadenführer 54 nicht dicht über den oberen Kanten 18 der Platinen 4, sondern oberhalb der oberen Kanten 26 der Platinen 5 angeordnet ist (Fig. 8). Trotz dieser Lage des Plüschfadenführers 55 können die zuvor gebildeten Grundfadenschleifen 65 beim Austreiben der Nadeln in die zur Aufnahme des Plüschfadens 52 geeignete Stellung nicht unter die Enden der sich dabei öffnenden Nadelzungen abrutschen, da die oberen Kanten 26 der Platinen 5 höchstens um so viel über den die Grundfadenschleifen 65 haltenden Kanten 18 der Platinen 4 liegen, daß einerseits die Enden der geöffneten Nadelzungen unterhalb der Kanten 18 und damit die Grundfadenschleifen 65 auf den Nadelzungen bleiben (Fang auf der Nadel), gleichzeitig aber die offenen Nadelhaken ausreichend weit über die Kanten 26 angehoben werden können.

Nach dem erneuten Abzug der Nadeln 2 in die Zwischenstellung (Fig. 10) werden die Platinen 5 mittels des Bahnabschnitts 44 kurzzeitig zurückgezogen (Fig. 3), wodurch neu gebildete Plüschfadenschleifen 66 von der oberen Kante 26 über die Schulter 25 auf die geringfügig tiefer gelegene Kante 24 der Nase 23 der Platine 5 abrutschen und sich entspannen (Fig. 10), wodurch die Gefahr von Fadenbruch reduziert wird.

Die Platinen 4 bleiben während dieser Verfahrensschritte im wesentlichen in ihrer Einschließstellung, während diejenigen Nadeln 2, die den Plüschfaden 52 nicht aufnehmen sollen, in der Zwischenstellung (Fig. 9) verbleiben so, daß ihre Haken 2a von den alten Maschen 64 geschlossen und im übrigen dicht unter den oberen Kanten 18 der Platinen 4 gehalten werden.

Fig. 11 bis 13 zeigen an den Stellen VII-VII, VIII-VIII und X-X entsprechenden Stellen XI-XI bis XIII-XIII das Einlegen des zweiten Plüschfadens 53 in ausgewählte Nadeln 2, wobei in der Regel diejenigen Nadeln 2 den zweiten Plüschfaden 53 aufnehmen, die den ersten Plüschfaden 52 nicht aufgenommen haben und umgekehrt. Um dabei zu vermeiden, daß die ausgewählten Nadeln die bereits gebildeten Plüschfadenschleifen 66 durchstechen, werden diese, auf den zugehörigen Kanten 26 der Platinen 5 befindlichen, zuvor gebildeten Plüschfadenschleifen 66 bzw. dazwischen liegende Plüschfadenflottungen beim erneuten Vorschieben der Platinen 5 mittels des Bahnabschnitts 44 durch deren Schultern 25 hinter die Rücken der Nadeln 2 geschoben (Fig. 11). Nach dem Austreiben und Abziehen der Nadeln 2 zur Aufnahme des Plüschfadens 53 werden die Platinen 5 mittels des Bahnabschnitts 45 zurückgezogen, um auch mit dem Plüschfaden 53 gebildete Plüschfadenschleifen 67 auf die Kanten 24 der Nasen 23 zu befördern (Fig. 13), und danach wieder vorbewegt, bis sie und die Nadeln 2 im wesentlichen erneut die auch aus Fig. 11 ersichtliche Lage einnehmen (Fig. 14).

Im weiteren Verlauf können weitere, den Bahnabschnitten 38, 39 bzw. 44, 45 entsprechende Bahnabschnitte sowie diesen zugeordnete Plüschfadenführer und Auswähleinrichtungen vorgesehen sein, um gegebenenfalls Plüschfäden mit weiteren Eigenschaften, z. B. Farben, zuführen zu können. In jedem Fall ergeben sich am Ende derartiger Bahnabschnitte wieder die aus Fig. 11 bzw. 14 ersichtlichen Positionen für die einzelnen Funktionsteile, wonach sich in den Haken 2a der Nadeln 2 je eine Grundfadenschleife 65 und eine ausgewählte Plüschfadenschleife 66 bzw. 67 befinden und die Grundfadenschleifen 65 auf den Kanten der Nasen 16, die Plüschfadenschleifen 66, 67 dagegen auf den Kanten 24 der Nasen 23 aufliegen.

Die alten Maschen 64 werden nun derart über die vorgeformten, neuen Grundfaden- und Plüschfadenschleifen 65, 66 bzw. 67 abgeschlagen, daß letztere ständig unter der Kontrolle der Platinen 4 und 5 bleiben, indem diese während des weiteren Abzugs der Nadeln 2 von der Zwischenstellung bis in die Abschlagstellung so gesteuert werden, daß zumindest die vorgeformten Plüschfadenschleifen 66, 67 dabei ständig gespannt gehalten werden. Hierzu werden im Ausführungsbeispiel die Grundfadenschleifen 65 auf die unteren Kanten 15 der Platinen 4 und die Plüschfadenschleifen 66, 67 auf ein Niveau überführt, das der Höhe der oberen Kante 16a der Nasen 16 der Platinen 4 entspricht.

Zur Überführung der Grundfadenschleifen werden die Platinen 4 mittels des Bahnabschnitts 42 zunächst soweit zurückgezogen, bis die neu gebildeten Grundfadenschleifen 65 von den kürzeren Nasen 16 freigegeben worden sind (Fig. 15), und dann erneut vorgeschoben, damit die jetzt auf den Kanten 15 liegenden Grundfadenschleifen 65 in die Schlitze 14 der Platinen 4 gelangen (Fig. 16, 17). Die Platinen 5 halten die Grundfadenschleifen 65 dabei gespannt.

Wie Fig. 3 und 15 zeigen, werden während des Rückzugs der Platinen 4 gleichzeitig die Nadeln 2 mittels eines Bahnabschnitts 69 aus der Zwischenstellung in die Rundlauf- bzw. Nichtstrickstellung abgezogen. Aufgrund der dabei auf die Plüschfadenschleifen 66, 67 ausgeübten Zugkräfte beginnen die Platinen 5, um ihre Spitze 27a zu schwenken, bis ihre Schenkel 27b auf dem Grund der Platinenkanäle aufliegen und ihre Hinterenden allmählich aus diesen Kanälen heraustreten. Da hierbei die oberen Kanten 24 der Nasen 23 in dem Maße nach unten verschwenkt werden, wie die Nadeln 2 abgezogen werden, bleiben die Platinenfadenschleifen 66, 67 straff gespannt und gegen die Schultern 25 gezogen, so daß sie nicht von den Platinen 4 abgleiten können. Der Schwenkvorgang ist etwa an der Stelle XV-XV (Fig. 15) beendet. Werden jetzt die Platinen 4 wieder vorgeschoben (Fig. 16), dann werden die Plüschfadenschleifen 66 bzw. 67 auf ihre Nasen 16 aufgefädelt und bei Bedarf mittels der Schultern 17 gespannt bzw. gespannt gehalten.

Gleichzeitig damit werden die Platinen 5 längs des Bahnabschnitts 46 zurückgezogen. Dies hat zur Folge, daß ihre Nasen 23 aus den Plüschfadenschleifen 66, 67 herausgezogen werden und diese dann nur noch von den oberen Oberkanten 16a der Nasen 16 der Platinen 4 gehalten werden (Fig. 17), während gleichzeitig die Grundfadenschleifen 65 in den Schlitzen 14 der Platinen 4 angeordnet sind. Die Nadeln 2 werden nun längs des Bahnabschnitts 40 in ihre tiefste Stellung abgezogen (Fig. 19), wobei die Plüschfadenschleifen 66, 67 auf den oberen Kanten 16a und die Grundfadenschleifen 65 auf den unteren Kanten 15 der Platinen 4 aufliegen bzw. durch diese endgültig ausgeformt und dabei unter Bildung neuer Maschen durch die alten Maschen 64 hindurchgezogen werden. Gleichzeitig damit werden die Platinen 5 mittels eines aus Fig. 18, 19 ersichtlichen Schloßteils 70 entlang des Bahnabschnitts 47 in Fig. 3 wieder zurückgeschwenkt und mittels des Bahnabschnitts 46 nach vorn bewegt (Fig. 19), so daß sich wieder die Ausgangssituation kurz vor der Stelle IV-IV ergibt und mit der Bildung der nächsten Maschenreihe begonnen werden kann.

In ungünstigen Fällen, insbesondere bei zu geringer Reibung der Platinen 5 in den zugehörigen Platinenbettkanälen, könnte die Verschwenkbarkeit der Platinen 5 die unerwünschte Folge haben, daß die Nasen 23 bereits in dem zwischen den Stellen IV-IV und XIV-XIV liegenden Teil der Schloßanordnung nach unten schwenken, was eine ausreichende Vorformung der Plüschfadenmaschen 66, 67 verhindern würde. Dies läßt sich in einfacher Weise dadurch vermeiden, daß das Schloßteil 70 auch zwischen den Stellen IV-IV und XIV-XIV angeordnet und dort als Begrenzungsteil ausgebildet wird, das eine Schwenkbewegung der Platinen 5 im Uhrzeigersinn verhindert.

Entsprechend könnte das Schloßteil 70 zwischen den Stellen XIV-XIV und XVI-XVI so ausgebildet sein, daß es eine Verschwenkung der Platinen 5 nur jeweils um soviel zuläßt, wie dem Abzug der zugehörigen Nadeln 2 entspricht. Dadurch wird mit Sicherheit verhindert, daß die Platinen 5 abrupt in die Lage nach Fig. 16 schwenken und die Plüschfadenmaschen ungewollt von ihren Nasen 23 abgleiten.

Schwenkbewegungen im Gegenuhrzeigersinn könnten, falls erforderlich, beispielsweise durch entsprechende, auf die die Schenkel 27b aufweisenden Teile der Platinen 5 wirkende Schloßteile verhindert oder begrenzt werden, wie in Fig. 1 durch ein Schloßteil 71 angedeutet ist. Entsprechende Schloßteile könnten dazu dienen, die Platinen 5 in kontrollierter Weise aus der Stellung nach Fig. 14 in die Stellung nach Fig. 15 bzw. 16 zu verschwenken.

Werden bei der beschriebenen Rundstrickmaschine die Verhältnisse so gewählt, daß die Abstände der Haken 2a von den Kanten 18, 26 der Platinen 4 und 5 bei in Zwischenstellung befindlichen Nadeln 2 (z. B. Fig. 6, 10, 13) im wesentlichen den Abständen der Haken 2a von den Kanten 15, 16a bei in Abschlagstellung befindlichen Nadeln 2 entsprechen (Fig. 19), dann ist auf einfache Weise sichergestellt, daß beim Abschlagen der Maschen 64 keine zusätzlichen Fadenstücke aus benachbarten Schleifen oder gar von den Vorratsspulen abgezogen werden müssen. Die Gefahr, daß Fäden reißen, ist daher minimal. Außerdem ist sichergestellt, daß bereits vorgeformte Schleifen auch während des Maschenabschlags von den Platinen kontrolliert und gespannt gehalten werden. Schließlich wird auf einfache Weise auch eine Vorkulierung der Grundfäden ermöglicht.

Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungsbeispiel beschränkt, das sich auf vielfache Weise abwandeln läßt. Es ist beispielsweise möglich, die Bahnabschnitte 37 und 40 zu einem Abschlag- und Grundfadensystem zusammenzufassen, die Bahnabschnitte 38 und 39 dann je einem Plüschfadensystem zuzuordnen und die Schloßteile aller dieser Systeme jeweils an einem gemeinsamen Schloßsegment anzubringen. Diese Schloßsegmente könnten in Abhängigkeit von der Zahl der beteiligten Plüschfäden mit den Schloßteilen von drei, vier, fünf oder mehr Systemen versehen und als Ganzes montiert und demontiert werden. Weiter wäre es möglich, vor oder hinter dem die Bahnabschnitte 37, 41 und 43 enthaltenden Grundfadensystem wenigstens ein weiteres Grundfadensystem vorzusehen und wenigstens einem der beiden Grundfadensysteme die in Fig. 3 gestrichelt angedeutete Auswähleinrichtung 58 zuzuordnen. Dies würde es ermöglichen, zwei- oder mehrfädige Grundwarenmusterungen vorzusehen, um dadurch die Stabilität der Grundware zu beeinflussen. Weiterhin wäre es möglich, die Plüschfadenschleifen mit anderen Mitteln als mittels einer Schwenkbewegung von den Platinen 5 auf die Platinen 4 zu überführen, beispielsweise mit Hilfe von Platinen, die gebogene Nasen analog zu den Nasen 16 aufweisen und zwecks Übergabe der Plüschfadenmaschen allmählich radial zurückgezogen werden. Außerdem könnten die Platinen so gestaltet sein, daß eine Überführung der Grund- und/oder Plüschfadenmaschen auf eine andere Platine nicht erforderlich ist. In diesem Zusammenhang wäre insbesondere die Anwendung einer Platine mit drei übereinander liegenden Kanten denkbar, die entsprechend den Kanten 15, 16a und 24 ausgebildet sind. Weiter wäre es möglich, die schwenkbaren bzw. kippbaren Platinen zusätzlich in den Nuten des Nadelzylinders 1 unterzubringen. Dabei ist es auch möglich, die Plüschfadenmaschen beim Abschlagen entsprechend Fig. 17 und 18 auf den Platinen 4 und 5 zu belassen, d. h. die Platinen 5 nicht zurückzuziehen, oder andere Mittel vorzusehen, um die Überführung der Grund und/oder Plüschfadenschleifen von der einen auf die andere Platine zu vermeiden. Wichtig ist nur, daß die die Plüschfadenschleifen haltenden Kanten während des auf die Vorformung folgenden, weiteren Abzugs der Strickwerkzeuge 2 allmählich von ihrer höheren Vorkulierstellung in eine niedrigere Abschlagstellung überführt werden, um einerseits einem Fadenbruch beim Abschlagen der Maschen zu begegnen und andererseits die Maschen auch beim Abschlagen unter Kontrolle zu halten. Entsprechendes gilt für die die Grundfadenschleifen haltenden Platinenkanten.

Schließlich läßt sich die beschriebene Ausbildung und Steuerung der Platinen 4, 5 mit Vorteil zur Herstellung sowohl von gemusterten als auch von nicht gemusterten Plüschwaren anwenden, da in beiden Fällen die Plüsch- und Grundfäden bis zur Maschenbildung unter Kontrolle gehalten werden. Für die Herstellung von gemusterten Plüschwaren folgt daraus, daß auch Plüschfadenflotttungen einer bestimmten, kritischen Länge vorgesehen werden können, ohne daß die Gefahr besteht, daß bereits vorgeformte Plüschfadenschleifen wieder verkürzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung von Grund- und Plüschfadenmaschen enthaltenden Plüschwaren auf einer Rundstrickmaschine mit Haken aufweisenden Strickwerkzeugen und diesen zugeordneten Platinen, denen zur Bildung der Grund- und Plüschfadenmaschen Grundfäden und Plüschfäden zugeführt werden, wobei zumindest die Plüschfadenmaschen dadurch gebildet werden, daß zunächst die Plüschfäden in die Haken der Strickwerkzeuge eingelegt, durch Abzug der Strickwerkzeuge aus einer Faden-Aufnahmestellung in eine Zwischenstellung und mittels der Platinen zu den Plüschfadenschleifen vorgeformt und dabei von den Platinen gespannt gehalten werden und wobei dann die Strickwerkzeuge bis in eine Abschlagstellung weiter abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Platinen (4, 5) so gesteuert werden, daß die vorgeformten Plüschfadenschleifen (66, 67) auch beim weiteren Abzug der Strickwerkzeuge (2) kontrolliert und gespannt gehalten werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgeformten Plüschfadenschleifen (66, 67) dadurch gespannt gehalten werden, daß die Platinen (5) entsprechend dem weiteren Abzug der Strickwerkzeuge (2) verschwenkt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die vorgeformten Plüschfadenschleifen dadurch gespannt gehalten werden, daß die Platinen entsprechend dem weiteren Abzug der Strickwerkzeuge verschoben werden.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platinen (4, 5) so gesteuert werden, daß die Vorkulierung der Plüschfadenschleifen (66, 67) mit ersten Platinenkanten (24, 26) und die Bildung der Plüschfadenmaschen mit zweiten Platinenkanten (16a) erfolgt und die Plüschfadenschleifen (66, 67) spätestens während des weiteren Abzugs der Strickwerkzeuge (2) allmählich von den ersten auf die zweiten Platinenkanten überführt werden.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundfadenschleifen (65) durch Abzug der Strickwerkzeuge (2) aus einer Grundfaden-Aufnahmestellung in die Zwischenstellung und mittels der Platinen (4, 5) vorgeformt und spätestens während des weiteren Abzugs der Strickwerkzeuge (2) von dritten auf vierte Platinenkanten (16a bzw. 15) überführt werden.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Strickwerkzeug (2) eine Platine (4) mit einer dritten und vierten Kante (16a, 15) zugeordnet ist, wobei die dritte Kante (16a) höher liegt und kürzer ist als die vierte Kante (15), und daß die Überführung der Grundfadenschleifen (65) dadurch erfolgt, daß die Platinen (4) bis zum Abrutschen der Grundfadenschleifen (65) von den dritten Kanten (16a) auf die vierten Kanten (15) zurückgezogen und dann erneut vorgeschoben werden.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Strickwerkzeug (2) eine erste und eine zweite Platine (4, 5) zugeordnet werden, wobei die ersten Platinen (5) die ersten Kanten (24, 26) und die zweiten Platinen (4) die zweiten Kanten (16a) aufweisen, und daß die Überführung der Plüschfadenschleifen (66, 67) von den ersten auf die zweiten Platinen dadurch erfolgt, daß zunächst die ersten Platinen (5) bei zurückgezogenen zweiten Platinen (4) und bei gleichzeitigem Abzug der Strickwerkzeuge (2) allmählich verschwenkt werden, bis die ersten Kanten (24) im wesentlichen auf derselben Höhe wie die zweiten Kanten (16a) angeordnet sind, dann die zweiten Platinen (4) vorgeschoben werden, bis die Plüschfadenschleifen (66, 67) auch auf den zweiten Kanten (16a) aufliegen, und dann die ersten Platinen (5) bis zur Freigabe der Plüschfadenschleifen (66, 67) zurückgezogen werden.
  8. 8. Strickmaschine zur Herstellung von Grund- und Plüschfadenmaschen enthaltenden Plüschstrickwaren mit einem Nadelträger, in dem zur Bildung der Grund- und Plüschfadenmaschen bestimmte Strickwerkzeuge beweglich gelagert sind, mit einem Platinenträger, in dem zur Kontrolle der Maschenbildung bestimmte Platinen beweglich gelagert sind, mit wenigstens einem zum Zuführen des Grundfadens bestimmten Grundfadenführer, mit wenigsten einem zum Zuführen des Plüschfadens bestimmten Plüschfadenführer und mit einer Schloßanordnung zur Steuerung der Strickwerkzeuge und Platinen, wobei zumindest die Plüschfadenmaschen dadurch herstellbar sind, daß die Strickwerkzeuge nach Aufnahme des Plüschfadens zunächst zur Vorformung von Plüschfadenstreifen mittels der Platinen in eine Zwischenstellung abgezogen und dann zur Bildung der Plüschfadenmaschen über eine Nichtstrickstellung bis in eine Abschlagstellung weiter abgezogen werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Schloßanordnung Mittel zur Steuerung der Platinen (4, 5) derart aufweist, daß die Plüschfäden (52, 53) sowohl bei der Vorformung als auch beim weiteren Abzug der Strickwerkzeuge (2) kontrolliert und gespannt gehalten werden.
  9. 9. Strickmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Platinen (5) schwenkbar im Platinenträger (3) gelagert sind und Kanten (26, 24) zur Vorformung der Plüschfadenschleifen (66, 67) aufweisen und daß das Mittel zur Steuerung der Platinen (5) so ausgebildet ist, daß die Kanten (26, 24) während der Vorkulierung in einer ersten Höhe angeordnet und danach in eine zweite Höhe schwenkbar sind.
  10. 10. Strickmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschwenkung der Platinen (5) unter dem Einfluß eines von den Strickwerkzeugen auf die Plüschfäden (52, 53) ausgeübten Zugs erfolgt.
  11. 11. Strickmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zur Steuerung der Platinen (5) ein Schloßteil (70) zur Begrenzung des Verschwenkvorgangs der Platinen (5) beim Abzug der Strickwerkzeuge (2) in die Abschlagstellung ist.
  12. 12. Strickmaschine nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittel zur Steuerung der Platinen (5) auch ein Schloßteil (70) zum nachfolgenden Zurückschwenken der Platinen (5) in eine Vorkulierstellung enthält.
  13. 13. Strickmaschine nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß jedem Strickwerkzeug (2) zwei Platinen (4, 5) zugeordnet sind, von denen die eine die schwenkbare Platine (5) ist.
  14. 14. Strickmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Platine (4) eine Einschließ- und Abschlagplatine ist.






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