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Dokumentenidentifikation DE69413007T2 21.01.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0684331
Titel Verfahren zum Steuern vom horizontalen Versatz der Hülsentragbarren in Beziehung mit vorher bestimmten Distanzen zwischen den Nadelmitten an Strickmaschinen
Anmelder Comez S.p.A., Cilavegna, IT
Erfinder Zorini, Luigi Omodeo, I-27024 Cilavegna, Pavia, IT
Vertreter Dr. A. v. Füner, Dipl.-Ing. D. Ebbinghaus, Dr. Ing. D. Finck, Dipl.-Ing. C. Hano, Patentanwälte, 81541 München
DE-Aktenzeichen 69413007
Vertragsstaaten BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, PT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 24.05.1994
EP-Aktenzeichen 948302476
EP-Offenlegungsdatum 29.11.1995
EP date of grant 02.09.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.01.1999
IPC-Hauptklasse D04B 27/26

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Steuern vom horizontalen Versatz der Hülsentragbarren in Beziehung mit vorher bestimmten Distanzen zwischen den Nadelmitten an Strickmaschinen, umfassend die im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale.

Als Arbeitsablauf versteht man eine Vielzahl von Bewegungen, die für die Strickarbeit eines beliebigen, durch die Strickmaschine selbst auszuführenden, fertigen Musters.

Wie bekannt wird die Bildung des Artikels bei schnellen Strickmaschinen, wie z. B. Häkelgallonstrickmaschinen, der Zusammenarbeit von verschiedenen Strickorganen, wie etwa Nadeln, Einzugsorganen und Fadenführhülsen überlassen, die durch eine derart synchronisierte Hin- und Herbewegung angetrieben werden, daß die Verkettung von über die Fadenführhülsen eingreifenden Schußfäden mit Kettfäden bewirkt wird, die durch die Einzugsorgane laufen und wirksam um die Nadeln in Eingriff gebracht werden. Die Fadenführhülsen sind längs einer oder mehrerer anliegenden Reihen angeordnet, von denen jede durch einen entsprechenden Hülsentragbarren gelagert ist, durch den die notwendigen Hin- und Herbewegungen übertragen werden, damit die Fadenführhülsen von Mal zu Mal bei jedem Arbeitshub eine bestimmte Laufbahn beschreiben können, die sich wahlweise rittlings auf einer oder mehreren Nadeln erstreckt.

Dazu sind die Hülsentragbarren an den jeweiligen abgewandten Enden an einem Paar von Hubplatten im Eingriff, die gleichzeitig durch einen vertikalen Antrieb in eine Schwingbewegung versetzt werden. Auf jede der Hülsentragbarren wirkt überdies ein zweiter Antrieb, der dem Barren selbst und daher den entsprechenden Fadenführhülsen eine horizontale Schwingbewegung erteilen, die in Kombination mit der genannten vertikalen Bewegung den Fadenführhülsen die Beschreibung der Verstellungen mit gekrümmter Laufbahn rittlings auf den Nadeln auferlegt. Wird von Mal zu Mal die Weite der horizontalen Hübe der einzelnen Hülsentragbarren geändert, werden die Fadenführhülsen dazu gebracht, wahlweise eine oder mehrere Nadeln zusammen mit der Bildung einer jeden Strickstelle derart zu überbrücken, daß ein gewünschtes Muster oder eine gewünschte Stickarbeit bewirkt wird.

Bei den üblichsten Textilmaschinen wird die Hin- und Herbewegung der einzelnen Hülsentragbarren unter Zuhilfenahme von sogenannten "catena glider" erhalten, von denen jede aus einer Vielzahl von zweckmäßig profilierten Nockenelementen besteht, die nacheinander längs einer geschlossenen Linie verkettet sind. Die an geeigneten in Drehbewegung versetzten Mitnahmescheiben angreifenden Nockenelemente der einzelnen "catena glider" wirken auf jeweilige den einzelnen Hülsentragbarren zugeordneten Stösselelemente, um den horizontalen Versatz dieser letzteren gemäß einer von Mal zu Mal zum Hub des Nockenelementes proportionalen Weite des Nockenelementes zu bewirken, das mit dem Stösselelement in Eingriff kommt.

Aus DE-A-42 15 798 ist auch eine Kettenstrickmaschine gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruches 1 bekannt, die mindestens einen Einzugsbarren und eine Hauptwelle aufweist.

Die Winkelstellung der Hauptwelle und des Einzugsbarrens ist durch zwei absolute Geber festgelegt, von denen jeder einen verschiedenen Signalwert für jede Winkelstelle der Hauptwelle und für jede Stellung des Einzugsbarrens abgeben kann.

Es wird eine kontinuierliche Verstellfunktion für den Einzugsbarren entwickelt. Diese Funktion stellt jede gemessene Winkelstellung der Hauptwelle mit einem Stellungswert in Relation, der als Ziel für den Einzugsbarren verstanden wird.

Eine Stellungsüberwachungsschaltung überwacht einen linearen Einstellelektromotor, der den Einzugsbarren verstellt, wobei schädliche Zusammenstöße zwischen den Elementen der Einzugsbarren und anderen Arbeitsteilen der Maschine vermieden werden.

Die Anmelderin hat neulich eine Vorrichtung entwickelt, die anstatt der oben genannten "catena glider" eine Vielzahl von elektrischen Schrittmotoren verwendet, die jeweils mit einem der Hülsentragbarren verbunden sind. Die wahlweise Betriebsweise der Schrittmotoren wird durch eine programmierbare, elektrische Steuereinheit bewirkt, in der bequem ein jedes Programm zur Betreibung der Motoren selbst gemäß den geeigneten, zu erhaltenden Arbeitsablauf geladen werden kann, der geeignet ist, am von der Maschine erzeugten Artikel das gewünschte Muster oder die gewünschte Stickarbeit zu erhalten. Im wesentlichen enthält das in der Steuereinheit geladene Programm alle Informationen bezüglich der Hubweite, die durch Steuerung des jeweiligen Motors von jedem der Hülsentragbarren bei jedem Strickarbeitsschritt durchgeführt wird. Um der Steuereinheit die Möglichkeit zu geben, jeden Schrittmotor im genauen Zeitpunkt anzuhalten, bei dem der Hülsentragbarren um das vorgesehenen Stück verstellt ist, ist an der Abtriebswelle eines jeden Schrittmotors ein plattenförmiges Element angeordnet, das mit optischen, um ein dem Abstand zwischen den Nadeln entsprechendes Maß beabstandenden Referenzen versehen ist. Der Steuereinheit untergeordnete und jedem Motor zugeordnete optische Fühler erfassen den Übergang der optischen Referenzen an einer vorbestimmten Lesestelle. Die Steuereinheit selbst ist daher in der Lage, die Anzahl der Nadeln festzustellen, die von den Fadenführhülsen zufolge des Versatzes eines jeden Hülsentragbarrens überbrückt werden, um den horizontalen Versatz dieses letzteren im geeigneten Augenblick anzuhalten.

Jeder Schrittmotor ist überdies mit einem Sperrmittel versehen, das bei Unterbrechung der Stromversorgung der Strickmaschine in der Lage ist einzuschreiten, um sicherzustellen, daß der entsprechende Hülsentragbarren in einer geeigneten Stellung derart arretiert wird, daß die Fadenführhülsen zwischen den Nadeln in Abwesenheit von mechanischen Hindernissen während der vertikalen, durch den Hülsentragbarren in unvermeidbarer Weise durch Trägheit ausgeführten Hüben vor dem vollständigen Anhalten der Maschine eingeführt werden können. Jedes dieser Sperrmittel sieht vor, daß mit der Abtriebswelle des entsprechenden Motors ein Zahnsektor mit gemäß einem dem Abstand zwischen den Nadeln entsprechenden Maß beabstandeten Zähnen verbunden ist, der mit einem Koppelkeil in Eingriff gebracht werden kann, der während der normalen Betriebsweise der Maschine durch einen Elektromagnet in Gegenwirkung zu einer Feder zurückgehalten wird. Bei Ausbleiben des Stroms bewirkt die daraus folgende Aberregung des Elektromagneten den Eingriff des Koppelelementes zwischen zwei aufeinanderfolgenden Zähnen des Zahnsektors und die daraus folgende Arretierung des Hülsentragbarrens in der Position, die zur Vermeidung von mechanischen Hindernissen zwischen den Fadenführhülsen und den Nadeln geeignet ist.

Die Antriebsvorrichtungen mit den Schrittmotoren, auch wenn sie einen beträchtlichen technischen Fortschritt gegenüber der Verwendung der "catena glider" darstellen, haben sich unter verschiedenen Gesichtspunkten als verbesserbar erwiesen.

Beispielsweise wurde gefunden, daß die Erfassung der Übergänge der optischen Referenzen an der Lesestelle nicht voll die an die Zuverlässlichkeit und Genauigkeit gestellten Anforderungen in der Überwachung des von den einzelnen Hülsentragbarren durchgeführten Hubes erfüllt. Es ist nämlich sehr schwierig, vor allem bei hohen Antriebsgeschwindigkeiten der Maschine, die Arretierung des Hülsentragbarrens an einer ausreichend genauen Stelle durchzuführen, um die Gefahren eines mechanischen Anschlages der Fadenführhülsen an den Nadeln, vor allem wenn die Bearbeitungsfeinheit sehr groß ist, zu vermeiden, d. h. der Abstand zwischen den Stricknadeln ist sehr beschränkt. Sollten überdies, wenn aus irgend einem Grund einer oder mehrer Hülsentragbarren zufällige, durch elektronische Steuereinheit nicht gesteuerte Verstellungen erfahren, wäre die Überwachung der Positionierung der Barren selbst durchwegs beeinträchtigt bis eine Bedienungsperson einschreitet, um die gesamte Antriebsvorrichtung neu einzustellen. Dies ist im wesentlichen auf die Tatsache zurückzuführen, daß die elektronische Steuereinheit ausschließlich in der Lage ist, die Zählung der optischen Referenzen, die vor den Lesestellen vorbeilaufen, durchzuführen, ohne die Möglichkeit zu besitzen, irgend eine genaue Überwachung über die wirkliche Stellung der einzelnen Hülsentragbarren im Zusammenhang mit der Winkelpositionierung der Abtriebswellen der Schrittmotoren ausführen zu können. Insbesondere kann es geschehen, daß aufgrund von Schwingungen oder aus irgend einem anderen Grund, eine in der Lesestelle angehaltene optische Referenz leicht zurücklaufen und darauf wieder in die Lesestelle treten könnte. Dieser Umstand würde von der Steuereinheit als eine Verstellung des Hülsentragbarrens um ein Maß gleich dem Abstand zwischen den Nadeln bedeuten, während in Wirklichkeit der Barren selbst im wesentlichen unbeweglich blieb.

Es ist überdies hervorzuheben, daß bei der oben beschriebenen Vorrichtung der Antrieb der Schrittmotoren bei einer vorbestimmten und konstanten Geschwindigkeit erfolgt, die zur Herabsetzung der Gefahren von mechanischen Hindernissen während des Betriebes der Maschine bei hohen Geschwindigkeiten die von den Motoren selbst erreichbare höchste Geschwindigkeit sein muß. Dies bedeutet eine beträchtliche Beanspruchung der mit dem Hülsentragbarren verbundenen mechanischen Organen auch wobei im Fall, wo dieser eine Verschiebung beschränkten Ausmaßes ausführen muß, der Antrieb des entsprechenden Motors mit herabgesetzter Geschwindigkeit erfolgen könnte, ohne die Gefahren der mechanischen Hindernisse zwischen den Strickorganen zu verursachen.

Es ist überdies hervorzuheben, daß die plattenförmigen, die optischen Referenzen tragenden Elemente jedesmal ersetzt werden müssen, sobald die Strickmaschine dazu ausgerüstet werden muß, um Bearbeitungen mit einem vom zuvor angegebenen verschiedenen Feinheitsgrad durchzuführen.

Auch die Zahnsektoren der oben bezeichneten Sperrmittel müssen jedesmal ersetzt werden, wenn die Bearbeitungsfeinheit gewechselt wird und vor allem deren Anwesenheit eine erhebliche mechanische Komplikation der Vorrichtung in ihrer Gesamtheit mit sich bringt.

Die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung liegt im wesentlichen darin, die oben beschriebenen Mängel zu beheben, indem ein Verfahren zum Steuern vom horizontalen Versatz der Hülsentragbarren in Beziehung mit vorher bestimmten Distanzen zwischen den Nadelmitten an Strickmaschinen bei jedem Schritt des Arbeitsablaufes und auch in Notfällen oder bei einer plötzlichen Blockierung bereitzustellen.

Diese und noch weitere Aufgaben, die näher im Verlauf der nachfolgenden Beschreibung hervorgehen, werden durch ein Verfahren zum Steuern vom horizontalen Versatz der Hülsentragbarren in Beziehung mit vorher bestimmten Distanzen zwischen den Nadelmitten an Strickmaschinen gemäß dem, was im ersten Patentanspruch sowie in jenen nachfolgenden beschrieben ist, gelöst.

Weitere Merkmale und Vorteile gehen näher aus der eingehenden Beschreibung einer bevorzugten, jedoch nicht ausschließenden Ausführungsform eines Verfahrens zum Steuern vom horizontalen Versatz der Hülsentragbarren in Beziehung mit den vorher bestimmten Distanzen zwischen den Nadelmitten gemäß der vorliegenden Erfindung hervor, wobei die Beschreibung nachfolgend unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erfolgt, die nur beispielsweise und daher nicht beschränkend wiedergegeben ist, in der die einzige Figur (Fig. 1) eine schematische Ansicht eines Abschnitts einer Strickmaschine darstellt, die mit durch eine zentralisierte Steuereinheit gesteuerten Motoren versehen ist, von denen jeder einer entsprechenden Microprozessoreinheit zugeordnet ist, die mit einer Steuerfirmware gemäß der vorliegenden Erfindung versehen ist.

Unter Bezugnahme auf Fig. 1 wurde insgesamt mit 1 eine Vorrichtung für den horizontalen Versatz von Hülsentragbarren in einer Strickmaschine angegeben. Die Vorrichtung 1 ist einer Strickmaschine zugeordnet und zwar genauer einer Häkelgalonwirkmaschine 2 und ist dazu bereitgestellt, um auf einen oder mehreren Hülsentragbarren 3 (nur einer derselben ist dargestellt) zu wirken, um eine Hin- und Herbewegung zu erzeugen.

Die Hülsentragbarren 3 tragen auf eine an und für sich bekannte Art und Weise eine Vielzahl von nicht gezeigten Fadenführhülsen, die jeweils nicht dargestellte Schußfäden ergreifen und wirksam durch mindestens zwei Hebeplatten 4 (von denen nur eine dargestellt ist) gelagert werden, die sie gemäß einer mit der Längsabwicklung der Hülsentragbarren selbst zusammenfallenden horizontalen Richtung gleitbar erfassen.

Jede Hebeplatte 4 ist gleitbar in vertikaler Richtung an einem Paar von an einem Gestell 6 der Strickmaschine festliegenden Führungsstangen 5 geführt und werden gleichzeitig mit einer Hin- und Herbewegung längs der Führungsstangen selbst über einen Pleuel-Kurbelantrieb angetrieben, der im Gestell selbst aufgenommen und nicht dargestellt ist, da er an und für sich bekannter und herkömmlicher Art ist.

Die Zusammensetzung der vertikalen Schwingbewegung und der jedem Hülsentragbarren 3 über die Vorrichtung 1 erteilten, horizontalen Schwingbewegung ist derart, daß die ergriffenen Hülsen mit einer Hin- und Herbewegung gemäß einer im wesentlichen bogenförmigen Laufbahn angetrieben werden, die sich rittlings auf einer oder mehreren Stricknadeln (in der Figur nicht dargestellt) erstreckt.

Die Vorrichtung 1 sieht die Anwesenheit einer Vielzahl von Antriebsstangen 8 vor, von denen jede ein erstes, wirksam am Ende eines der Barren 3 gebundenes Ende 8a sowie ein zweites Ende 8b aufweist, das mit einem elektrischen Schrittmotor 10 verbunden ist, der über an einem Stützbügel 10a an einem Traggestell 11 befestigt ist, das am Gestell 6 festliegt.

Jeder Schrittmotor 10 an und für sich bekannter und herkömmlicher Art setzt eine entsprechende Abtriebswelle 12 gemäß nacheinanderfolgenden Winkelschritten in Drehbewegung, die jeweils eine bestimmte Winkelweite besitzen.

Die Abtriebswelle 12 eines jeden Schrittmotors 10 ist wirksam mit einer der Antriebsstangen 8 über ein Umlenkgetriebe 13 verbunden, um den horizontalen Versatz dem entsprechenden Hülsentragbarren 3 zufolge der der Steuerwelle selbst erteilten Winkeldrehung zu übertragen. Dieses Umlenkgetriebe 13 besteht bevorzugter Weise aus einer Kurbel 14, die auf der Abtriebswelle 12 aufgezogen und wirksam an einem Pleuel 15 angreift, das mit der Antriebsstange 8 verbunden ist. Die Verbindung zwischen jedem Pleuel 15 und der entsprechenden Antriebsstange 8 wird durch ein stangenförmiges Verbindungselement 16 erhalten, das in einer horizontalen, zum Versatz der Hülstentragbarren 3 parallelen Richtung auf einem am Gestell 11 befestigten Führungslager 17 gleitbar geführt ist.

Immer unter Bezugnahme auf die Zeichnung, wurde mit 9 eine Vielzahl von Mikroprozessoreinheiten angegeben, die schaltungsmäßig mit einer zentralen Überwachungseinheit 7 verbunden sind, die mit einem Mikroprozessor der Familie NEC 78K ausgestattet und mit einer äußeren Tastensteuertafel versehen ist, die in der Figur nicht dargestellt ist.

Die Mikroprozessoreinheiten 9, die jeweils an jedem Motor 10 koaxial zur Abtriebswelle 12 auf der gegenüber dem Umlenkgetriebe 13 entgegengesetzten Seite montiert sind, sind mit einem Mikroprozessor der Familie NEC 75X versehene Karten, mit eigenen Speichern EPROM und EEPROM, die schaltungsmäßig über Verbinder mit einem absoluten Encoder verbunden sind, der die Erfassung der Positionierschritte des entsprechenden Schrittmotores vornimmt, indem ein Signal zu 10 bit (gemäß dem bekannten bei den absoluten Encoder verwendeten Gray-Codex) der entsprechenden Mikroprozessoreinheit 9 gesendet wird. Diese letztere interpretiert das Signal über einen für diesen Zweck entwickelten Verarbeitungsalgorythmus.

Jede dieser Mikroprozessoreinheiten ist auch mit einer Interface-Schaltung über eine serielle Linie 485 mit der zentralen Überwachungseinheit 7 und über Optoisolatoren mit dem entsprechenden Schrittmotor 10 versehen.

Klarerweise ist auch die Leistungsschaltung für die entsprechende Speisung aus dem Netz vorgesehen.

Es sind überdies in der Leistunsschaltung nicht dargestellte Kondensatoren vorhanden, die sich während des normalen Betriebes aufladen, wobei eine zur Verfügung zu stellende Energiereserve erzeugt wird.

Der Encoder einer jeden Mikroprozessoreinheit 9 sieht daher die Erfassung der Winkelstellung der Abtriebswelle 12 eines jeden Schrittmotores 10 vor, dem sie zugeordnet ist.

Dies erlaubt für jeden Schrittmotor 10 den Referenznullpunkt festzustellen.

Zu diesem Zwecke wird während des Herstellungsabnahmeschrittes, vor der Lieferung an den Endverbraucher, jeder der Hülsentragbarren einer jeden Strickmaschine in eine vorbestimmte Stellung gebracht, um den Referenznullpunkt eines jeden Motores 10 über die Erfassung seitens des entsprechenden Encoders der Winkelstellung festzustellen, die jeweils von der Ausgangswelle angenommen wird.

Kurz gefaßt ist jedem Motor 10 ein bestimmter Winkel zugeordnet, der den entsprechenden Referenznullpunkt darstellt. Dieser Referenznullpunkt wird dann in der Form eines Signals bezüglich der Positionierung der entsprechenden Mikroprozesseinheit 9 gesandt, die es interpretiert und im eigenen Speicher EEPROM speichert.

Sowohl die Mikroprozessoreinheiten 9 als auch die zentrale Überwachungseinheit 7 sind jeweils mit einem Überwachungsfirmware versehen, die in der Assemblersprache entwickelt wurde, bei der Bezugstabellen von verschlüsselten Parametern logisch organisiert wurden, wie etwa: Betriebsgeschwindigkeit der Strickmaschine, Anzahl der Winkelschritte, die jeder Motor entsprechend einem jeden Hub der Hülsentragbarren ausführen muß, Betrag der Distanz zwischen Nadeln (Feinheit), Drehzahl, Beschleunigung, Verzögerung, die den Ausgangswellen der einzelnen Schrittmotoren zu erteilen ist, sowie Toleranzwerte und Verfahren zur Ausführung der bereitgestellten Arbeitsabläufe.

Es ist dann eine in der Figur nicht dargestellte aus einem Personalcomputer bestehende Distanzeinheit vorgesehen, an der in der Form von in Quick Basic entwickelten Programmen, die bereitgestellten Arbeitsabläufe vorgespeichert sind, um dann auf die Einheit 7 übergeleitet zu werden.

Diese Überleitung wird bezüglich der zu beschreibenden Ausführung über ein Infrarotstrahlensystem durchgeführt, das die Verwendung einer Fernsteuerung vorsieht, die dem Personalcomputer die gewünschten Arbeitsabläufe über eine serielle Linie RS 232 entnimmt, sie in einem mit einer Pufferbatterie versehenen Speicher RAM speichert und die Überleitung desselben auf die Einheit 7 über einen Sensor R. I. erlaubt, mit dem diese letztere versehen ist.

Es ist zu unterstreichen, daß der Encoder, auf den oben Bezug genommen wurde und der in jener Mikroprozessoreinheit 9 vorhanden ist, absoluter Art ist, eine 360º- Zählung und über den bekannten Gray-Codex zu zehn bit eine eindeutige Feststellung der Positionierung der Abtriebswelle 12 eines jeden Schrittmotores 10 erlaubt, der beschränkt auf die zu beschreibende Ausführung eine vollständige Umdrehung (360º) in 800 Schritten ausführt.

Aus diesem Grund besitzt man eine Auflösung eines Motors gleich 0,45, bzw. 27'.

Entscheidet sich die Bedienungsperson dazu, eine Reihe von Bearbeitungen durchzuführen, entnimmt sie über die Fernsteuerung im Distanzstand (Personal-Computer) den Arbeitsablauf oder die Reihe von Arbeitsabläufen, die erforderlich sind, und entlädt über Fernsteuerung übermittelnd, was dem Personal-Computer entnommen wurde.

An dieser Stelle ist die Strickmaschine dazu bereit, den Arbeitsablauf oder die Arbeitsabläufe auszuführen, die an der eigenen zentralen Überwachungseinheit 7 gespeichert sind.

Die Strickmaschine wird in Betrieb gesetzt und alle Schrittmotoren 10 werden in ihre jeweilige erste Arbeitsstellung gebracht, die mit einer beliebigen Winkelstellung bezüglich der festgelegten Feinheit zusammenfallen kann, die durch den jeweiligen absoluten Encoder erfaßt wird.

Zusammengefaßt wird jeder Schrittmotor 10 bis zu einem Nullpunkt besitzen, der jedoch durch einen gewissen Winkelgrad festgelegt ist, der durch den zugeordneten Encoder erfaßt wird und für alle einem gleichen mechanischen Nullpunkt entspricht.

Am EEPROM einer jeden Mikroprozessoreinheit 9, das von der zentralen Überwachungseinheit 7 übermittelt wurde, ist eine Reihe von Toleranzwerten der Winkelpositionierung aufgelistet, innerhalb der jeder Schrittmotor die eigene Abtriebswelle am Ende eines jeden Hubes anhalten muß, der dem entsprechenden Hülsentragbarren erteilt wurde. Diese Toleranzwerte, die in der Form von numerischen Werten bezüglich der Toleranzspannen der oben genannten Winkelpositionierungen zubereitet und aufgrund eines entsprechenden Algorythmus des Überwachungsfirmware ausgearbeitet wurden, erlauben eine kontinuierliche Überwachung der Schritte, die jeder Motor 10 ausführen muß, um die entsprechende Abtriebswelle 12 anzutreiben, ohne am Ende eines jeden Hubes die durch den Plan vorgegebenen Spannen zu überschreiten.

Das Verfahren sieht überdies vor, eine Reihe von Randparametern festzulegen, wie die Betriebsgeschwindigkeit der Strickmaschine, die Anzahl der Winkelschritte, die jeder Motor 10 in Beachtung des ausgewählten Arbeitsablaufes entsprechend einem jeden Hub des Hülsentragbarrens 3 durchführen muß, sowie den Feinheitswert. Diese Randparameter sind in Bezugsparametertabellen orga nisiert, die miteinander logisch innerhalb der genannten Überwachungsfirmware aufgrund eines entsprechenden Algorythmus in Beziehung stehen.

Das Verfahren sieht überdies vor, die den Ausgangswellen der einzelnen Schrittmotoren zu erteilenden Werte der Drehzahl, der Beschleunigung und der Verzögerung, in Abhängigkeit der genannten Randparameter zu programmieren und miteinander zu vergleichen, um in jedem Augenblick des ausgewählten Arbeitsablaufes einen einzigen, sich daraus ergebenden Positionierungswert des entsprechenden Motors 10 festzulegen, damit am Ende des Hubes des Hülsentragbarrens der Einzug der Fadenführhülsen zwischen den Stricknadeln in Beachtung der durch die konstruktionsmäßig festgelegten Toleranzspannen gewährleistet ist. Dies alles um eine wirksame Überwachung der Strickmaschine zu erhalten, ohne übermäßige mechanische Beanspruchungen und Behinderungen zwischen den Fadenführhülsen und den Stricknadeln zu verursachen.

Das oben genannte Verfahren verwirklicht sich in einer Vielzahl von gespeicherten Vorgängen eines Überwachungsprogrammes in der Form einer Firmware an Speichern der zentralen Überwachungseinheit 7 und der Mikroprozessoreinheit 9.

Näher betrachtet sind die oben beschriebenen Programmabläufe, was die Programmierung der Steuerung der Schrittmotoren 10 betrifft, alle in Speichern der zentralen Überwachungseinheit 7 und, was die Referenzparametertabellen und die Toleranzwerte betrifft, in den Speichern einer jeden Mikroprozessoreinheit 9 angeordnet.

Die Arbeitsabläufe, die im Moment nicht verwendet werden, sind alle im Speicher (Hard-Disc) des Distanz PC's gespeichert.

Der oder die zu verwendenden Arbeitsabläufe sind hingegen im Speicher EPROM der zentralen Überwachungseinheit 7 gespeichert.

Vorteilhafter Weise kann bei einer plötzlichen Unterbrechung der Netzstromzufuhr, jeder durch die von den oben genannten Kondensatoren gespeicherte Energie gespeiste Schrittmotor 10 mit einem Rest angehalten werden, indem er eine Mindestanzahl von Schritten durchführt, damit der entsprechende Hülsentragbarren mit den jeweiligen Fadenführhülsen in Ausrichtung mit den zwischen den nacheinanderfolgenden Stricknadeln festgelegten Lücken angehalten wird.

Insbesondere ist bei Unterbrechung der Stromzufuhr automatisch ein Anhalteablauf eines jeden Schrittmotors aktiviert, nachdem eine Restanzahl von Schritten mit einer Drehzahl, einer Beschleunigung und/oder Verzögerung ausgeführt wurde, die ausschließlich von den Werten der Randparameter in diesem Augenblick abhängen.

Es sind auch Programmwahlen (Abläufe) vorgesehen, die überdies es ermöglichen, die Achsen zu wählen, d. h. jeder derselben eine progressive Numerierung zu erteilen.

Die Erfindung löst so die vorgeschlagenen Aufgaben. Über diese, am Distanz-PC gelegenen Softwareabläufe ist nämlich an der zentralen Einheit 7 und an der Mikroprozessoreinheit 9 in der Praxis möglich, schrittweise die Automation eines jeden Arbeitsablaufes zu überwachen, der über eine Strickmaschine ausführbar ist, indem der Versatz der Hülsentragbarren bezüglich des Abstandes zwischen den Stricknadeln eingestellt wird, ohne an mechanische oder elektromagnetische Betriebe, an Entscheidungen der Bedienungspersonen und an die Notwendigkeit gebunden zu sein, an jeder Maschine das gesamte erforderliche Ausführungsprogramm zur Verfügung zu haben.

Klarerweise sind weitere Parameter- und Schaltungsvarianten möglich, die alle im Schutzbereich der vorliegenden Erfindung liegen.


Anspruch[de]

1. Verfahren zum Steuern vom horiziontalen Versatz der Hülsentragbarren (3) in Beziehung mit vorher bestimmten Distanzen zwischen den Nadelmitten an Strickmaschinen, verbunden mit der Verwendung von einer Vielzahl von Motoren (10), die wirksam jeweils mit einem Hülsentragbarren (3) verbunden sind, um diesen letzteren Hin- und Herbewegungen mit änderbaren Hubweiten zu übertragen, sowie mit einer zentralen Überwachungseinheit (7), um die durch diese Motoren (10) ausgeführten Arbeitsabläufe zu steuern, wobei dieses Verfahren die folgenden an einer Prozessoreinheit (9) ausgeführten Programmierungsschritte umfaßt, die mit der zentralen Überwachungseinheit (7) zusammenwirken, mit dem Netz über eine Leistungsschaltung verbunden und jeweils einem der Motore zugeordnet sind:

a) Auflistung einer Reihe von Positionierungstoleranzwerten, innerhalb denen jeder Motor (10) die eigene Abtriebswelle (12) am Ende eines jeden, dem jeweiligen Hülsentragbarren (3) erteilten Hub anhalten muß;

b) Festlegung einer Randparameterreihe;

c) Programmierung der Drehzahl-, Beschleunigungs- und Verzögerungswerte, die den Abtriebswellen (12) der einzelnen Motoren (10) in Abhängigkeit der Randparameter zu erteilen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Motoren (10) Schrittmotoren sind und dadurch, daß der Schritt zur Festlegung einer Randparameterreihe mit deren Organisation in Parametertabellen verbunden ist, die die Betriebsgeschwindigkeit der Strickmaschine, die Anzahl der Winkelschritte, die jeder Motor entsprechend einen jeden Hubes des Hülsentragbarrens (3) ausführen muß, sowie den Distanzwert zwischen den Nadeln bestimmen.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Schritt a) eine Vielzahl von Zahlenwerten bereitgestellt sind, die sich auf die Toleranzspannen von Winkelpositionierungen beziehen, miteinander logisch organisiert und in Korrelation derart gebracht sind, daß in Beachtung des ausgewählten Bearbeitungsablaufes, der Antrieb der Abtriebswelle (12) eines jeden Schrittmotors (10) gemäß einer Anzahl von Schritten festgelegt wird, die nicht die genannten konstruktiv festgelegten Spannen überschreitet.

3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schritte b) und c) vorsehen, die Randparameter miteinander logisch derart in Korrelation zu bringen, daß sie den Drehzahl-, Beschleunigungs- und Verzögerungswerten der Abtriebswelle (12) eines jeden Schrittmotors (10) zugeordnet werden, um eine Positionierung der Welle dieses letzteren mit einer Anzahl von Schritten festzulegen, die gemäß einer Geschwindigkeit, einer Beschleunigung und einer Verzögerung festgelegt ist, die sich aus einem Vergleichsprozeß zwischen den erwähnten Werten ergeben und von Mal zu Mal von den Randparametern an diesem Zeitpunkt abhängen.

4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zufolge eines Ausbleibens von Stromzufuhr, ein Anhalten eines jeden Schrittmotors (10) vorgesehen wird, indem eine Restanzahl von Schritten mit einer Drehzahl, einer Beschleunigung und einer darauffolgenden Verzögerung durchgeführt wird, die ausschließlich von den Werten der Randparameter in diesem Moment abhängen.

5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zufolge eines Ausbleibens der Stromzufuhr, ein Anhalten eines jeden Schrittmotors (10) vorgesehen wird, nachdem eine Restanzahl von Schritten bei einer Drehzahl und einer Verzögerung durchgeführt wird, die ausschließlich von den Werten der Randparameter in diesem Moment abhängen.

6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Restanzahl von Schritten ein Minimum ist, damit der jeweilige Hülsentragbarren (3) entsprechende Fadenführhülsen bereitstellt, um jeweils zwischen zwei nacheinanderfolgenden Nadeln eingebracht zu werden.

7. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Restanzahl von Schritten dadurch ausgeführt wird, indem diese Schrittmotoren (10) über gespeicherte Energie während des normalen Betriebes von Kondensatore gespeist werden, mit denen die Leistungsschaltung versehen ist.

8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Programmierungsschritte Programmabläufe sind, die an EPROM gespeichert sind, die an der zentralen Überwachungseinheit (7) zusammengefügt sind.

9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reihe von Toleranzwerten nach Punkt a), von Randparametern nach Punkt b) sowie von Werten nach Punkt c) in einem Programm organisiert sind, das an PROM gespeichert ist, die an den Mikroprozessoreinheiten (9) der Schrittmotoren (10) zusammengefügt sind.

10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassung der Anzahl der von jedem Schrittmotor (10) durchgeführten Schritte über einen absoluten Encoder durchgeführt wird, der jedem derselben zugeordnet ist.

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassung der Anzahl der von jedem Schrittmotor (10) durchgeführten Schritte über einen absoluten Encoder durchgeführt wird, der den Gray-Codex verwendet.

12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Erfassung der Anzahl der von jedem Schrittmotor (10) durchgeführten Schritte über einen absoluten Encoder zu zehn bit durchgeführt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Arbeitsablauf der Strickmaschine (1) über eine Infrarotfernsteuerung erfolgt.

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß jede Strickmaschine (1) mit einem Infrarotempfänger versehen ist, um die Bearbeitungsabläufe der Infrarotfernsteuerung zu empfangen.







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