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Dokumentenidentifikation DE19748293A1 28.01.1999
Titel Elektronische Steuereinrichtung für Textilmaschine
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Burger, Wilhelm, 90768 Fürth, DE;
Stüwe, Hans, Dipl.-Ing., 90513 Zirndorf, DE
DE-Anmeldedatum 31.10.1997
DE-Aktenzeichen 19748293
Offenlegungstag 28.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.01.1999
IPC-Hauptklasse D04B 27/32
IPC-Nebenklasse G08C 15/00   
Zusammenfassung Die erfindungsgemäße elektrische Steuereinrichtung (S) weist Seriell/Parallel-Wandler (31...3n), einen seriellen Datenbus (DB), eine elektronische Verarbeitungseinheit (1) und Zuordnungsmittel (41...4n, 61...6n) auf. Die Seriell/Parallel-Wandler (31...3n) sind jeweils wenigstens einer Gruppe (G1...Gn) von Betätigungselementen (Z11...Zn16) der Textilmaschine (T) zugeordnet und über den seriellen Datenbus (DB) ausgehend von der Verarbeitungseinheit (1) reihenartig verbunden. An die Seriell/Parallel-Wandler (31...3n) werden aus Textilmusterdaten (2) gebildete Musterdatenblöcke (D1...Dn) übertragen. Diese werden pro Übertragungszyklus (ZY) mittels der Zuordnungsmittel (41...4n, 61...6n) an ein Betätigungselement (Z11...Zn16) pro Gruppe (G1...Gn) ausgegeben.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektrische Steuereinrichtung zur Ausgabe von Textilmusterdaten an Gruppen von mechanischen Betätigungselementen für Fadenführungsmittel, insbesondere für Nadeln, einer Textilmaschine.

Aus dem Dokument DE 44 42 555 C2 ist eine Kettenwirkmaschine mit mindestens einer Legebarre und einer Steuereinrichtung bekannt. Die Steuereinrichtung weist einen Hauptrechner auf, an welchen über einen seriellen Bus sternförmig Unterrechner angeschlossen sind. Jedem der an den Legebarren angeordneten Satz von Biegewandlern ist dabei ein Unterrechner zu deren jeweiligen Ansteuerung zugeordnet. Jedem Biegewandler ist des weiteren ein Seriell-Parallel-Wandler zur Adressierung und Datenübertragung zugeordnet. Der Unterrechner dient zur Datenaufbereitung, wobei jeder Biegewandler einzeln adressiert und anschließend mit den Steuerdaten versorgt wird.

Nachteilig ist es, daß für jede Legebarre wegen der benötigten Verarbeitungsgeschwindigkeit jeweils ein Unterrechner erforderlich ist. Dadurch werden bei einer großen Anzahl von Legebarren, insbesondere also bei großen Textilmaschinen, eine entsprechend hohe Anzahl von Unterrechnern benötigt. Die nacheinander erfolgende Adressierung der einzelnen Biegewandler erfordert eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit von Unterrechnern und elektronischen Bauteilen, da die Biegewandler schnell und synchron gesteuert werden müssen. Eine Erweiterung der Anzahl von Legebarren, erfordert somit auch zusätzliche Unterrechner.

Aus der JP 82 18 255 ist eine Steuervorrichtung für piezoelektrische Aktuatoren einer Strickmaschine bekannt. Die piezoelektrischen Aktuatoren weisen jeweils einen Treiberschaltkreis auf, der über einen Parallelbus mit einer Steuereinheit verbunden ist. Die Steuereinheit selektiert dabei in einem ersten Schritt durch Ausgabe eines parallelen Adreßsignals einen bestimmten Treiberschaltkreis eines piezoelektrischen Aktuators und überträgt dann an diesen in einem zweiten Schritt die Musterdaten.

Nachteilig ist es, daß jeder piezoelektrische Aktuator zur adressierten Datenübertragung zunächst über ein zusätzliches Adreßsignal aktiviert werden muß, bevor von diesem die eigentliche Musterinformation empfangen werden kann. Eine derartige Steuerung ist aufgrund der relativ langen Datenübertragungszeiten nicht ohne hohen technischen Aufwand für schnell laufende oder für größere Textilmaschinen mit einer großen Anzahl an piezoelektrischen Aktuatoren einsetzbar.

Aus dem Dokument DE-OS 23 30 420 ist eine elektronisch gesteuerte Jacquardmaschine zum Steuern der Kettfäden einer Webmaschine bekannt. Dabei ist zwischen einem Informationsgeber und den Biegeschwingern ein insbesondere als Schieberegister ausgebildeter Serie/Parallelwandler eingeschaltet. Nachteilig ist es, daß das Schieberegister für jeden der Biegeschwinger eine Registereinheit aufweist und pro Übertragungszyklus durch den Informationsgeber alle Biegeschwinger gleichzeitig angesteuert werden. Dadurch ist insbesondere die Anzahl von Übertragungszyklen pro Zeiteinheit und damit die maximale Arbeitsgeschwindigkeit der Jacquardmaschine beschränkt.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine schnellere elektrische Steuereinrichtung anzugeben.

Die Aufgabe wird gelöst mit der im Anspruch 1 angegebenen erfindungsgemäßen elektrischen Steuereinrichtung.

Vorteil der Erfindung ist es, daß eine elektronische Steuereinrichtung mit einer einzigen und insbesondere zentralen elektronischen Verarbeitungseinheit über einen seriellen Datenbus die mechanischen Betätigungselemente ansteuert. Dabei ist die Anzahl der Betätigungselemente am seriellen Bus beliebig anpaßbar, insbesondere erweiterbar. Durch das Einschieben der Musterdatenblöcke innerhalb eines Übertragungszyklusses in die reihenartig verbundenen Seriell/Parallel- Wandler, welche Gruppen von Betätigungselementen zugeordnet sind, wird eine schnelle Datenübertragung bewirkt. Besonders vorteilhaft ist es dabei, daß keine zusätzliche Adressierung der einzelnen Betätigungselemente, bzw. Seriell/Parallel- Wandler zu erfolgen braucht, sondern die Steuerdaten am Ende eines Übertragungszyklus automatisch im richtigen Seriell/Parallel-Wandler vorliegen.

Besonders vorteilhaft ist es, daß bei der Datenübertragung pro entsprechendem Übertragungszyklus nur diejenigen Daten übertragen werden, welche zur Ansteuerung der tatsächlich anzusteuernden Betätigungselemente notwendig sind. Gemäß der Erfindung wird pro Übertragungszyklus lediglich ein einziges Betätigungselement pro Gruppe von mechanischen Betätigungselementen mit einem Musterdatenblock angesteuert. Es wird somit lediglich die Dateninformation für ein einziges Betätigungselement pro Gruppe übertragen. Dadurch wird der Datenübertragungsaufwand vorteilhaft auf ein Minimum beschränkt und die Datenübertragungsgeschwindigkeit maximiert.

Des weiteren vorteilhaft ist es, daß pro Empfang eines zentralen Freigabesignals ein folgendes Betätigungselement der zugehörigen Gruppe angesprochen wird. Die Betätigungselemente einer Gruppe werden dabei insbesondere nacheinander in einer Abfolge angesteuert, welche der reihenartigen Anordnung der Betätigungselemente in der Gruppe entspricht. Bevorzugt ist dabei jedem Betätigungselement ein Speicherelement zugeordnet, welches die in einem Übertragungszyklus bewirkte Ansteuerung eines Betätigungselementes zwischenspeichert. Da pro Übertragungszyklus nur ein Betätigungselement pro Gruppe angesteuert wird, bleibt der dadurch bewirkte Zustand des Betätigungselements, beispielsweise "gesetzt" oder "nicht gesetzt", insbesondere solange zwischengespeichert, bis das entsprechende Betätigungselement in einem späteren Übertragungszyklus wieder erneut angesteuert wird.

Vorteilhaft sind pro Gruppe von Betätigungselementen Zuordnungsmittel, vorzugsweise ein Multiplexer und ein diesem zugeordneter Zähler vorgesehen. Der insbesondere über ein zentrales Freigabesignal getaktete Zähler dient dabei zur Ansteuerung des zugeordneten Multiplexers, wodurch ein bestimmtes Betätigungselement einer Gruppe selektiert wird. Der Zähler bewirkt beispielsweise eine reihenartige Abfolge der Ansteuerung der Betätigungselemente innerhalb jeder Gruppe. Vorteilhaft weisen die auf dem Datenbus übertragenen Musterdatenketten für die einzelnen Schieberegister jeweils neben Musterdatenblöcken auch Steuerdatenblöcke auf, mit welchen die einzelnen Zähler beispielsweise setzbar oder zur Initialisierung der Textilmaschine rücksetzbar sind. Dies dient vorteilhaft auch zur zyklischen Korrektur von Übertragungsfehlern, welche sonst zu einer Desynchronisation der Zähler führen könnten.

Vorzugsweise ist der serielle Datenbus ausgehend von der zentralen, elektronischen Steuereinrichtung zu dieser zurückgeführt. Dadurch sind Prüfdatenblöcke zur Fehlerdetektion von den Seriell/Parallel-Wandlern an die insbesondere zentrale elektronische Verarbeitungseinheit der Steuereinrichtung zurückgebbar. Beispielsweise ist so eine Detektion von ausgefallenen Betätigungselementen möglich.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den entsprechenden Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung wird des weiteren anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele weiter beschrieben. Dabei zeigt beispielhaft:

Fig. 1 einen schematischen Aufbau einer am Beispiel einer Rundstrickmaschine dargestellten Textilmaschine mit erfindungsgemäßer elektrischer Steuereinrichtung und über einen seriellen Datenbus angesteuerten Steuermodulen,

Fig. 2 die Darstellung der Fig. 1, zusätzlich mit einer detaillierteren Darstellung der Steuermodule,

Fig. 3a eine Frontansicht auf ein Betätigungsmodul, in dem zwei Gruppen von Betätigungselementen angeordnet sind und welche zur Betätigung von seitlich vorbeilaufenden Nadeln dienen,

Fig. 3b eine Seitenansicht auf eine Gruppe von Betätigungselementen des Betätigungsmoduls der Fig. 3a mit einer seitlich vorbeilaufenden Nadel,

Fig. 4 einen schematischen Aufbau eines seriellen Datenbusses mit elektronischer Steuereinrichtung und reihenartig verbundenen Schieberegistern einer Textilmaschine,

Fig. 5a einen schematischen Aufbau des Steuermoduls einer Ausführungsform der Erfindung, mit Schieberegister, Zählern und Multiplexern zur Ansteuerung der Betätigungselemente, und

Fig. 5b während eines Datenzyklusses in die Kette der Schieberegister eingeschobene Musterdatenkette mit Musterdatenblöcken, Steuerdatenblöcken und Prüfdatenblöcken.

In Fig. 1 ist eine Textilmaschine T dargestellt, welche zur mustergesteuerten Herstellung von Textilien dient. Derartige Textilmaschinen T sind beispielsweise Strick-, Wirk-, Webmaschinen oder auch Jacquard-Maschinen, welche insbesondere zur Bildung von textilen Flächen, wie textilen Gestricken, Gewirken oder Geweben dienen.

In den Fig. 1 und 2 wird die erfindungsgemäße elektrische Steuereinrichtung S am Beispiel einer Rundstrickmaschine als Textilmaschine T beschrieben. Die Steuereinrichtung S weist eine elektronische Verarbeitungseinheit 1 auf, in der, wie beispielhaft dargestellt ist, Textilmusterdaten 2 abgespeichert sind. Die Textilmusterdaten 2 können aber auch durch ein Bedienterminal TE oder anderweitig der elektronischen Verarbeitungseinheit 1 zugeführt werden. Die Textilmusterdaten 2 weisen insbesondere Musterdatenblöcke D1 bis Dn auf, welche der Steuereinrichtung S zur mustergesteuerten Ansteuerung der Steuermodule M1 bis Mn dienen und wodurch eine mustergesteuerte Verarbeitung beispielsweise von Fäden, Fasern oder dergleichen zu Textilien erfolgt.

Im Beispiel der Fig. 1 und 2 weist die als Rundstrickmaschine dargestellte Textilmaschine T insbesondere einen rotierbaren Nadelzylinder NZ auf, welcher Fadenführungsmittel N, wie beispielsweise separat betätigbare Nadeln, zur mustergesteuerten Herstellung von Textilien aufweist. Den Nadeln N werden dabei Fäden zur Verarbeitung zu Textilien zugeführt. Ist die Textilmaschine T beispielsweise eine Webmaschine, so liegen anstelle der Nadeln als Fadenführungsmittel N insbesondere sogenannte, durch Betätigungselemente betätigbare Harnischfäden zur Bildung eines Gewebes vor. Die Fadenführungsmittel N sind mustergesteuert durch in Gruppen G1 bis Gn angeordnete Betätigungselemente aktivierbar. Die Betätigungselemente werden von der elektronischen Verarbeitungseinheit 1 der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung S angesteuert. Die Betätigungselemente werden in der Beschreibung der Fig. 3a und 3b weiter beschrieben.

In den Fig. 1 und 2 sind beispielhaft eine Anzahl von n, in der Regel feststehenden, dezentralen Steuermodulen dargestellt, welche die Bezugszeichen M1, M2, . . ., Mm bis Mn aufweisen. Gemäß der Erfindung weist die insbesondere zentral angeordnete, elektronische Verarbeitungseinheit 1 Gruppen von mechanischen Betätigungselementen auf, wobei die Gruppen in der Fig. 2 mit den Bezugszeichen G1, G2, . . ., Gm bis Gn beispielhaft dargestellt sind. Die Betätigungselemente sind der Übersichtlichkeit halber in der Fig. 2 nur in Form der Gruppen G1 bis Gn dargestellt. In der Regel weisen die Gruppen G1 bis Gn einer Textilmaschine T jeweils die gleiche Anzahl von Betätigungselementen auf. Gemäß der Erfindung dient die Steuereinrichtung S zur Ausgabe von Textilmusterdaten 2 an die Gruppen G1 bis Gn von mechanischen Betätigungselementen für die Fadenführungsmittel N einer Textilmaschine T. Die in der Fig. 2 dargestellte Anordnung einer Gruppe G1 bis Gn pro Steuermodul M1 bis Mn stellt lediglich eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dar, da pro Steuermodul M1 bis Mn eine beliebige Anzahl von Gruppen vorgesehen sein kann.

Gemäß der Erfindung gibt die elektronische Verarbeitungseinheit 1 am Ende eines Übertragungszyklusses ein zentrales Freigabesignal EN aus für die synchronisierte Ausgabe der Textilmusterdaten 2 an die Betätigungselemente. Im Beispiel der Fig. 1 und 2 dient der elektronischen Steuereinrichtung 1 zur Erzeugung des Freigabesignals EN insbesondere das Ausgangssignal eines Taktgebers 8, beispielsweise eines Winkeltaktgebers. Der Taktgeber 8 dient der elektronischen Verarbeitungseinheit 1 insbesondere zur Berechnung der Position der beweglichen Fadenführungsmittel N gegenüber den feststehenden Gruppen G1 bis Gn von reihenartig angeordneten Betätigungselementen.

Wie in der Fig. 2 dargestellt ist, weist die elektrische Steuereinrichtung S gemäß der Erfindung Seriell/Parallel- Wandler 31 bis 3n auf, welchen jeweils wenigstens eine Gruppe G1 bis Gn von Betätigungselementen zugeordnet ist, wobei pro zugeordneter Gruppe G1 bis Gn wenigstens ein Musterdatenblock D1 bis Dn aus den Textilmusterdaten 2 aufnehmbar ist. Die Gruppen G1 bis Gn sind dabei bevorzugt in Betätigungsmodulen 51, 52, . . ., 5m, bis 5n, insbesondere sogenannten piezoelektrischen Biegewandlermodulen angeordnet, wobei ein Biegewandlermodul jeweils eine oder mehrere Gruppen G1 bis Gn mit in der Regel reihenartig angeordneten Betätigungselementen aufweist. Die einzelnen Betätigungselemente liegen bevorzugt in Form von magnetischen oder piezoelektrischen Aktuatoren vor, wie beisielsweise piezoelektrischen Biegewandlern.

Des weiteren weist die erfindungsgemäße Steuereinrichtung S einen seriellen Datenbus DB auf, womit die Seriell/Parallel- Wandler 31 bis 3n zur Übertragung von aus den Textilmusterdaten 2 gebildeten Musterdatenketten DA reihenartig verbunden sind. Die Seriell/Parallel-Wandler 31 bis 3n sind insbesondere Schieberegister, und dienen zur Umwandlung von auf dem Datenbus DB übertragenen seriellen Daten in parallele Daten. Die Seriell/Parallel-Wandler 31 bis 3n werden in der Beschreibung im folgenden als Schieberegister 31 bis 3n bezeichnet.

Gemäß der Erfindung bildet die elektronische Verarbeitungseinheit 1 in Übertragungszyklen ZY Musterdatenblöcke D1 bis Dn enthaltende Musterdatenketten DA derartig, daß eine Musterdatenkette DA pro Übertragungszyklus ZY Musterdatenblöcke D1 bis Dn für die Ansteuerung je eines Betätigungselements pro Gruppe G1 bis Gn enthält. Des weiteren schiebt die elektronische Verarbeitungseinheit 1 in Übertragungszyklen ZY Musterdatenketten DA in den seriellen Datenbus D ein, so daß am Ende eines Übertragungszyklusses ZY in jedem Seriell/Parallel-Wandler 31 bis 3n wenigstens ein Musterdatenblock D1 bis Dn aus der Musterdatenkette DA enthalten ist. Am Ende eines Übertragungszyklusses ZY gibt die elektronische Verarbeitungseinheit 1 ein zentrales Freigabesignal EN aus. Die Kette der eingeschoben Musterdatenblöcke D1 bis Dn weist somit eine Reihenfolge auf, welche der Reihenfolge der Kette der Schieberegister 31 bis 3n am seriellen Datenbus DB entspricht. Nach einem Übertragungszyklus ZY weist somit beispielsweise das Schieberegister 3m des Moduls Mm den Musterdatenblock Dm auf, welcher zur Ansteuerung der dem Schieberegister 3m zugeordneten Gruppe Zm von Betätigungselementen vorgesehen ist.

Die Steuereinrichtung S weist des weiteren gemäß der Erfindung Zuordnungsmittel auf, welche beispielhaft mit den Bezugszeichen 41 bis 4n und 61 bis 6n bezeichnet sind. Erfindungsgemäß sind die Zuordnungsmittel jeweils einer Gruppe G1 bis Gn von Betätigungselementen zugeordnet. Bei Empfang eines zentralen Freigabesignals EN von der Verarbeitungseinheit 1 geben die Zuordnungsmittel 41 bis 4n und 61 bis 6n synchron von den Seriell/Parallel-Wandlern 31 bis 3n den jeweils enthaltenen Musterdatenblock D1 bis Dn an ein Betätigungselement der zugehörigen Gruppe G1 bis Gn aus. Erfindungsgemäß wird somit bei Empfang eines zentralen Freigabesignals EN lediglich ein einziges Betätigungselement pro Gruppe G1 bis Gn angesteuert.

In den Fig. 3a und 3b ist beispielhaft eine Front- bzw. eine Seitenansicht auf ein Betätigungsmodul 5 mit beispielsweise zwei Gruppen GA und GB von elektrisch ansteuerbaren, mechanischen Betätigungselementen ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8 dargestellt. Die in den vorherigen Figuren dargestellten Gruppen G1 bis Gn von mechanischen Betätigungselementen werden dabei am Beispiel der in den Fig. 3a und 3b beispielhaft dargestellten Gruppen GA und GB weiter erläutert. In der Regel sind die Betätigungselemente einer Gruppe GA und GB reihenartig angeordnet. Die Betätigungselemente ZA1 bis ZB8 werden insbesondere auch als Aktuatoren oder Selektoren bezeichnet. Die Gruppen GA und GB sind hier parallel zueinander und bezüglich der Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8 gegeneinander vertikal versetzt angeordnet. Die Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8 sind durch die elektronische Verarbeitungseinheit 1 ansteuerbar und dienen zur mechanischen Betätigung von Fadenführungsmitteln N, beispielsweise von Nadeln einer Strickmaschine oder zur mechanischen Betätigung der Harnischfäden bei Webmaschinen. Die Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8 können aber beispielsweise auch in einer Kettensteuerung von Wirkmaschinen verwendet werden. Durch die Betätigung beispielsweise der Nadeln N einer Rundstrickmaschine wird deren Versatz und damit die Verarbeitung eines der Nadel N zugeordneten Fadens zur gerade hergestellten Textilie bewirkt. Von den in der Regel in hoher Anzahl vorliegenden Nadeln N einer Textilmaschine T, beispielsweise der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Nadeln N des Nadelzylinders NZ einer Rundstrickmaschine, ist in der Fig. 3a lediglich ein anzahlmäßiger Ausschnitt der Nadeln mit den Bezugszeichen N1 bis N17 dargestellt. Von den Nadeln N ist in Fig. 3a der Übersichtlichkeit halber lediglich der untere Bereich dargestellt.

Vorzugsweise dienen sogenannte piezoelektrische oder elektromagnetische Stellantriebe, wie beispielsweise piezoelektrische Biegewandler als Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8. Die piezoelektrischen Biegewandler sind in der Regel in sogenannten Biegewandlermodulen 5 reihenartig angeordnet, wobei ein piezoelektrisches Biegewandlermodul jeweils eine oder mehrere Gruppen G1 bis Gn mit reihenartig angeordneten Biegewandlern aufweisen kann. Beispielsweise sind bei einer Textilmaschine T Biegewandlermodule mit jeweils einer Gruppe von reihenartig angeordneten Biegewandlern bei sogenannten Ein-Weg-Stricksystemen verwendbar und Biegewandlermodule mit zwei Gruppen von reihenartig angeordneten Biegewandlern bei sogenannten Zwei-Weg-Stricksystemen verwendbar.

Im folgenden wird die Wirkungsweise der Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8 am Beispiel einer Rundstrickmaschine als Textilmaschine T mit Nadeln N als Fadenführungsmittel weiter erläutert.

Die unteren, in den Fig. 3a und 3b dargestellten Bereiche der Nadeln N werden insbesondere auch als sogenannte Musterplatinen bezeichnet, welche zur mechanischen Betätigung durch die Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8 sogenannte Musterplatinennocken AN1 bis AN8 und BN1 bis BN8 aufweisen. Dabei laufen die Nadeln N in Richtung des Pfeils P3 auf die Betätigungselemente zu. Die Musterplatinennocken AN1 bis AN8 und BN1 bis BN8 dienen insbesondere zu einer Art Kodierung der Nadeln N und sind derartig an diesen angeordnet, daß eine Nadel N1 bis N17 nur von einem bestimmten Betätigungselement ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8 pro Gruppe GA bzw. GB betätigbar ist.

Zur erfindungsgemäßen Ansteuerung der Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 und ZB1 bis ZB8 durch die elektronische Verarbeitungseinheit 1 der Steuereinrichtung S wird in Bezug auf das in Fig. 3a dargestellte Betätigungsmodul 5 in einem Übertragungszyklus ZY lediglich ein Betätigungselement ZA1 bis ZA8 der Gruppe GA und ein Betätigungselement ZB1 bis ZB8 der Gruppe GB angesteuert. In einer bevorzugten Ausführungsform der Textilmaschine T gemäß der Erfindung geben die in Fig. 2 dargestellten Zuordnungsmittel 41 bis 4n und 61 bis 6n aus dem entsprechenden Schieberegister 31 bis 3n den ausgewählten Teil einer zwischengespeicherten Datensequenz D1 bis Dn in einer der reihenartigen Anordnung der jeweiligen Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 bzw. ZB1 bis ZB8 entsprechenden Abfolge aus.

Die verschiedenen Anordnungsmöglichkeiten der in Fig. 3 dargestellten Musterplatinennocken AN1 bis AN8 bzw. BN1 bis BN8 an den Nadeln N1 bis N17 werden auch als sogenannte Spuren der Nadeln bezeichnet. Die Anzahl der Spuren der Nadeln N entspricht dabei in der Regel genau der Anzahl der Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 bzw. ZB1 bis ZB8 pro Gruppe GA bzw. ZB. Im Beispiel der Fig. 3a und 3b weisen die Nadeln N1 bis N17 acht Spuren auf, es liegen somit acht verschiedene Kodierungen vor, welche durch die entsprechende Anordnung der Musterplatinennocken AN1 bis AN8 bzw. BN1 bis BN8 an den Musterplatinen der Nadeln N1 bis N8 bewirkt werden. Die damit festgelegte Reihenfolge der Nadeln N1 bis N8 wiederholt sich im Beispiel der Fig. 3a fortlaufend bei den Nadeln N9 bis N15, und den folgenden, nicht mehr vollständig dargestellten Nadeln N.

Bei dem in der Fig. 3a dargestellten Beispiel eines Zwei- Weg-Stricksystems sind die Nadeln N1 bis N8 über deren erste Musterplatinennocken AN1 bis AN8 durch die Betätigungselemente ZA1 bis ZA8 der ersten Gruppe GA und über deren zweite Musterplatinennocken BN1 bis BN8 durch die Betätigungselemente ZB1 bis ZB8 der zweiten Gruppe GB betätigbar. Die erste und zweite Gruppe GA bzw. GB werden auch als Halbmodule bezeichnet. Im Beispiel der Fig. 3a ist die Nadel N1 zunächst über das Betätigungselement ZA1 der ersten Gruppe GA und zeitlich/räumlich verschoben zusätzlich über das Betätigungselement ZB1 der zweiten Gruppe GB betätigbar. Dadurch ist beispielsweise durch Betätigen einer unteren Musterplatinennocke AN1 ein sogenannter Vollhubweg und über nachträgliches Betätigen einer oberen Musterplatinennocke BN1 ein sogenannter Halbhubweg der Nadel N1 bewirkbar.

Die Aktivierung eines Betätigungselementes ZA1 bis ZA8, ZB1 bis ZB8 des Betätigungsmoduls 5 bewirkt einen seitlichen Versatz des entsprechenden Betätigungselementes, wie in der Fig. 3a beispielhaft durch die Pfeile P1 und P2 dargestellt ist. Die in der Regel eng nebeneinander liegenden Nadeln N laufen dabei insbesondere in Richtung des Pfeiles P3 am feststehenden Betätigungsmodul 5 vorbei. Bei einer Rundstrickmaschine sind die Nadeln N in der Regel in einem Nadelzylinder NZ ringförmig angeordnet. Der Abstand A1 zwischen 2 Nadeln, beispielsweise zwischen den rotierenden Nadeln N3 und N4 ist in der Regel wesentlich kleiner als der Abstand A2 zwischen den zwei Gruppen von Betätigungselementen GA und ZB.

Beispielsweise bewirkt das Aktivieren des Betätigungselements ZA1 dessen seitlichen Versatz P2, wodurch die Musterplatinennocke AN1 der Nadel N1 bei Rotation des Nadelzylinders NZ auf das Betätigungselement ZA1 aufläuft und die Nadel N1 insbesondere in Vollhubweg-Stellung aktiviert, wie beispielhaft durch den Pfeil P4 dargestellt ist. Ein Aktivieren des Betätigungselements ZB1 bewirkt dessen seitlichen Versatz P1, wodurch die Musterplatinennocke BN1 der Nadel N1 dann zusätzlich auch auf das Betätigungselement ZB1 aufläuft und die Nadel N1 in Richtung des Pfeils P4 in Halbhubweg-Stellung versetzt.

In der Fig. 3b ist eine Seitenansicht auf die erste Gruppe GA von Betätigungselementen ZA1 bis ZA8 des Betätigungsmoduls 5 aus Fig. 3a dargestellt. Die Seitenansicht der Fig. 3b zeigt eine Nadel N4 in Zusammenwirkung mit der ersten Gruppe GA der Betätigungselemente ZA. Beispielhaft ist in der Fig. 3b auch der obere Bereich der Nadel N4, der Nadelkopf KN4 dargestellt, welcher bei Betätigung der Nadel N4 insbesondere auf einen Faden zur textilen Flächenbildung einwirkt. Die Nadel N4 weist die zwei Musterplatinennocken AN4 und BN4 auf, welche derartig angeordnet sind, daß eine Betätigung der Nadel N4 durch die erste Gruppe GA nur durch das Betätigungselement ZA4 erfolgen kann. Die Aktivierungsrichtung des Betätigungselements ZA4 ist beispielhaft durch den mit P5 bezeichneten Pfeil dargestellt. Eine durch die Aktivierung bewirkte Auslenkung des Betätigungselements ZA4 bewirkt das Auf laufen der Musterplatinennocke AN4 der Nadel N4 auf das Betätigungselement ZA4 und damit die Aktivierung der Nadel N4, wodurch diese in den Textilherstellungsprozeß eingebunden wird.

In der Fig. 4 ist ein weiterer, beispielhafter schematischer Aufbau der Erfindung dargestellt. Die erfindungsgemäße Steuereinrichtung S dient zur Ausgabe von Textilmusterdaten 2 an die Gruppen G1 bis Gn von Betätigungselementen. Die Betätigungselemente der Gruppen G1 und Gn sind in der Fig. 4 beispielhaft mit den Bezugszeichen Z11 bis Z116 und Zn1 bis Zn16 bezeichnet dargestellt.

Pro Übertragungszyklus ZY bildet die elektronische Verarbeitungseinheit 1 eine Musterdatenkette DA, welche Musterdatenblöcke D1 bis Dn enthält. Eine Musterdatenkette DA enthält dabei diejenigen Musterdatenblöcke D1 bis Dn, welche in dem entsprechendem Übertragungszyklus ZY für die Ansteuerung je eines Betätigungselements Z11 bis Zn16 pro Gruppe G1 bis Gn erforderlich sind. Des weiteren schiebt die elektronische Verarbeitungseinheit 1 die Musterdatenkette DA in den seriellen Datenbus DB ein, so daß, wie in der Fig. 4 dargestellt ist, am Ende des entsprechenden Übertragungszyklusses ZY in jedem Schieberegister 31 bis 3n wenigstens ein Musterdatenblock D1 bis Dn aus der Musterdatenkette DA enthalten ist. Dadurch ist zur Datenübertragung vorteilhaft keine Adressierung der einzelnen Schieberegister 31 bis 3n beispielsweise über einen Adreßbus erforderlich. Am Ende jedes Übertragungszyklusses ZY gibt die elektronische Verarbeitungseinheit 1 ein zentrales Freigabesignal EN aus, welches insbesondere von den Zuordnungsmitteln 41 bis 4n und 61 bis 6n empfangen wird. Die Zuordnungsmittel 41 bis 6n geben bei Empfang des zentralen Freigabesignals EN synchron von den Schieberegistern 31 bis 3n den jeweils enthaltenen Musterdatenblock D1 bis Dn an ein Betätigungselement Z11 bis Zn16 der zugehörigen Gruppe G1 bis Gn aus. Das Freigabesignal EN dient somit insbesondere zur Synchronisation der Zuordnungsmittel, die jeweils einer Gruppe G1 bis Gn von Betätigungselementen Z11 bis Zn16 zugeordnet sind.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der elektrischen Steuereinrichtung S geben die Zuordnungsmittel 41 bis 4n und 61 bis 6n pro Empfang eines zentralen Freigabesignals EN einen Musterdatenblock D1 bis Dn an ein folgendes Betätigungselement Z11 bis Zn16 in der jeweils zugehörigen Gruppe G1 bis Gn aus. Bei einer reihenartigen Anordnung der Betätigungselemente in einer Gruppe geben die Zuordnungsmittel 41 bis 4n und 61 bis 6n bei Empfang von zentralen Freigabesignalen EN Musterdatenblöcke D1 bis Dn insbesondere in derartiger Abfolge an die Betätigungselemente Z11 bis Zn16 pro Gruppe G1 bis Gn aus, daß die Abfolge der reihenartigen Anordnung der Betätigungselemente in der zugehörigen Gruppe entspricht.

Bevorzugt dient zur Synchronisation der Schieberegister 31 bis 3n mittels der zentralen Freigabesignale EN eine elektronische Auswerteschaltung 81 der Verarbeitungseinheit 1, welche an den Taktgeber 8, beispielsweise einen Winkeltaktgeber angeschlossen ist. Die Auswerteschaltung 81 dient insbesondere zur Berechnung der Positionen der Fadenführungsmittel N gegenüber den jeweiligen Gruppen G1 bis Gn und deren Betätigungselemente Z11 bis Zn16. Im Beispiel der Fig. 4 ist jede Gruppe G1 bis Gn in einem Betätigungsmodul 51 bis 5n mit jeweils sechzehn Betätigungselementen Z11 . . . Z116 bis Zn1 . . . Zn16 angeordnet.

Der serielle Datenbus DB dient erfindungsgemäß zur reihenartigen Verbindung der Schieberegister 31 bis 3n. Mittels des seriellen Datenbusses DB überträgt die Verarbeitungseinheit 1 pro Übertragungszyklus ZY eine aus Textilmusterdaten 2 gebilbete Musterdatenkette DA an die Schieberegister 31 bis 3n. Der serielle Datenbus DB weist hierzu insbesondere eine Datenleitung auf, welche im Beispiel der Fig. 4 in den einzelnen Modulen M1 bis Mn als eingehende Datenleitungen DI1 bis DIn und als ausgehende Datenleitungen DO1 bis DOn dargestellt sind. Bei der Übertragung beispielsweise des Musterdatenblocks Dn der Musterdatenkette DA zum Modul Mn, durchläuft dieser somit zuerst das Schieberegister 31 und die folgenden Schieberegister bis dieser, durch die Länge der Musterdatenkette DA bedingt, das Schieberegister 3n erreicht.

Des weiteren weist der Datenbus DB zur Übertragung der zentralen Freigabesignale EN insbesondere eine Signalleitung zu den Modulen M1 bis Mn auf. Zur seriellen Datenübertragung ist des weiteren vorzugsweise eine Taktleitung für Taktsignale CLK vorgesehen. Diese dienen zur seriellen Datenübertragung der Musterdatenblöcke D1 bis Dn und der damit verbundenen Taktung der Schieberegister 31 bis 3n. Zur Signalverstärkung weisen die Module M1 bis Mn insbesondere serielle Ein- und Ausgangsschnittstellen RS11 bzw. RS12 bis RSn1 bzw. RSn2 auf. Vorzugsweise ist der serielle Datenbus DB als sogenannter Differenzsignaldatenbus ausgelegt, wobei zumindest die Datenleitungen, welche in der Regel eine hohe Taktfrequenz aufweisen, doppelt ausgelegt sind.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist der Datenbus DB zur Verarbeitungseinheit 1 zurückgeführt. Neben einer seriellen Ausgabeschnittstelle 91 der Verarbeitungseinheit 1 zum Übertragen der Daten in den Datenbus DB wird die in einem Übertragungszyklus ZY in die Kette der Schieberegister 31 bis 3n eingeschobene Musterdatenkette DA mit den Musterdatenblöcken D1 bis Dn im folgenden Übertragungszyklus ZY in die Verarbeitungseinheit 1 zurückgeschoben, beispielsweise über eine serielle Eingabeschnittstelle 92. Das Zurückschieben ist insbesondere ein Weiterschieben der Musterdatenkette DA des vorigen Datenzyklusses ZY und erfolgt gleichzeitig mit dem Einschieben einer neu gebildeten Musterdatenkette DA mit neuen Musterdatenblöcken D1 bis Dn. Der Datenaus- und Dateneingang der Verarbeitungseinheit 1 ist im Beispiel der Fig. 4 mit dem Bezugszeichen DBO bzw. DBI bezeichnet. Der zur Verarbeitungseinheit 1 zurückgeführte serielle Datenbus DB wird auch als serieller Ringdatenbus bezeichnet, welcher ausgehend von der Verarbeitungseinheit 1, die Schieberegister 31 bis 3n verbindend, zur Verarbeitungseinheit 1 zurückgeführt ist.

Bevorzugt weisen die Zuordnungsmittel der erfindungsgemäßen Steuereinrichtung S pro Betätigungselement Z11 bis Zn16 wenigstens ein Speicherelement 71 bis 7n auf, welches einen Musterdatenblock D1 bis Dn für ein Betätigungselement Z11 bis Zn16 zwischenspeichert. Die Speicherelemente 71 bis 7n speichern den an ein Betätigungselement Z11 bis Zn16 ausgegebenen Musterdatenblock D1 bis Dn insbesondere so lange, bis dasselbe Betätigungselement Z11 bis Zn16 in einem späteren Übertragungszyklus ZY erneut überschrieben wird. Dadurch bleibt eine Aktivierung eines Betätigungselements solange erhalten, bis das entsprechende Betätigungselement erneut in einem späteren Übertragungszyklus ZY angesteuert wird. Vorteilhaft wird somit eine zeitlich ausreichend lange mechanische Betätigung der Fadenführungsmittel N durch die Betätigungselemente bewirkt, beispielsweise um Musterplatinennocken von Nadeln N zu verschieben und diese somit zuverlässig zu aktivieren.

Im in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung weisen die Zuordnungsmittel insbesondere Multiplexer 41 bis 4n auf, welche jeweils einer Gruppe G1 bis Gn von Betätigungselementen zugeordnet sind. Die Multiplexer 41 bis 4n sind damit auch den Schieberegistern 31 bis 3n zugeordnet und dienen zur Zuordnung eines aktuell im Schieberegister 31 bis 3n enthaltenen Musterdatenblocks D1 bis Dn an ein Betätigungselement Z11 bis Zn16 der zugehörigen Gruppe G1 bis Zn. Die Multiplexer 41 bis 4n geben bei Empfang eines zentralen Freigabesignals EN synchron den von den Schieberegistern 31 bis 3n jeweils enthaltenen Musterdatenblock D1 bis Dn an ein Betätigungselement Z11 bis Zn16 der zugehörigen Gruppe G1 bis Gn aus. Bevorzugt ist den Multiplexern 41 bis 4n jeweils ein Zähler 61 bis 6n zugeordnet, deren Wirkungsweise in der folgenden Fig. 5a näher beschrieben wird.

In Fig. 5a ist beispielhaft der Aufbau eines Moduls Mm der Module M1 bis Mn einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, mit dem Schieberegister 3m, den Zählern 6m1 und 6m2, sowie den Multiplexern 4m1 und 4m2 zur Ansteuerung der Betätigungselemente Zm11 bis Zm18 und Zm21 bis Zm28 dargestellt. Die Module M1 bis Mn dienen als Steuermodule für die Betätigungsmodule 51 bis 5n, das Modul Mm dient dabei zur Ansteuerung der Betätigungsmodule 5m1 und 5m2. Dem Schieberegister 3m sind in diesem Ausführungsbeispiel zwei Gruppen Gm1 und Gm2 von Betätigungselementen zugeordnet. Jede der Gruppen Gm1 und Gm2 weist beispielhaft acht reihenartig angeordnete, elektrisch ansteuerbare, mechanische Betätigungselemente Zm11 bis Zm18 bzw. Zm21 bis Zm28 auf. Insbesondere sind hier die Gruppen Gm1 und Gm2 jeweils in einem sogenannten Betätigungshalbmodul 5m1 bzw. 5m2 angeordnet. Die zwei Betätigungshalbmodule 5m1 und 5m2 können des weiteren insbesondere in einem Betätigungsmodul, beispielsweise einem piezoelektrischen Biegewandlermodul zusammengefaßt sein. Bevorzugt ist dabei jedem Betätigungsmodul ein Steuermodul zugeordnet. Die Erfindung und deren Ausführungsformen werden im weiteren am Beispiel des Moduls Mm weiter beschrieben, dessen Aufbau und Funktionsweise entsprechend auf die Module M1 bis Mn übertragbar ist.

Der serielle Datenbus DB führt insbesondere eine Datenleitung mit den Dateneingängen und Datenausgängen DIm und DOm, über welche die Steuereinrichtung 1 in einem Übertragungszyklus ZY die Musterdatenblöcke Dm1 und Dm2 in das Schieberegister 3m insbesondere zur Zwischenspeicherung einschiebt. Dabei ist jeweils ein Musterdatenblock Dm1 bzw. Dm2 für ein Betätigungselement Zm11 bzw. Zm23 einer Gruppe Gm1 bzw. Gm2 vorgesehen. Wie in den bereits vorangegangen beschriebenen Figuren dargestellt, ist das Schieberegister 3m dabei über den seriellen Datenbus DB in eine Kette der Schieberegister 31 bis 3n eingebunden. Des weiteren weist der Datenbus DB insbesondere eine Leitung für ein Taktsignal CLK auf, welches zur seriellen Datenübertragung und insbesondere zur Taktung der Schieberegister 31 bis 3n einschließlich des Schieberegisters 3m dient. Die Schieberegister 31 bis 3n sind beispielsweise aus sogenannten Flip-Flop-Schaltungen aufgebaut. Über den serielle Datenbus DB wird insbesondere auch das zentrale Freigabesignal EN übertragen.

In der Fig. 5b ist beispielhaft eine Musterdatenkette DA mit Musterdatensequenzen DS1 bis DSn dargestellt, welche innerhalb eines Übertragungszyklus ZY in die Kette der Schieberegister 31 bis 3n eingeschoben wird. Dabei enthält am Ende eines Übertragungszyklusses ZY jedes Schieberegister 31 bis 3n insbesondere eine Musterdatensequenz DS1 bzw. DSn, so daß das Schieberegister 3m die Musterdatensequenz DSm enthält. Die Musterdatensequenz DSm enthält dabei die Musterdatenblöcke Dm1 und Dm2 zur Ansteuerung je eines Betätigungselements Zm11 bzw. Zm23 pro Gruppe Gm1 bzw. Gm2. Die Anzahl der Musterdatenblöcke pro Musterdatensequenz DSm ist der Anzahl der dem Schieberegister 3m zugeordneten Gruppen von Betätigungselementen angepaßt. Die in Fig. 5b beispielhaft dargestellte Datensequenz DSm wird während eines Übertragungszyklus ZY durch die Steuereinrichtung 1 in das Schieberegister 3m des Moduls Mm zur Zwischenspeicherung eingeschoben. Im Beispiel der Fig. 5a und 5b liegen die Musterdatenblöcke Dm1 und Dm2 der Datensequenz Dm insbesondere in Form von Datenbits zur binären Ansteuerung eines bestimmten Betätigungselements pro Gruppe vor. Beispielsweise bewirkt eine logisch "1" des Datenbits eine Aktivierung und eine logisch "0" eine Deaktivierung des entsprechenden Betätigungselements Zm11 bzw. Zm23.

In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, bei der die Zuordnungsmittel Multiplexer 4m1 und 4m2 aufweisen, ist diesen jeweils ein Zähler 6m1 bzw. 6m2 zugeordnet, welcher durch das zentrale Freigabesignal EN getaktet ist. Die Zähler 6m1 und 6m2 weisen jeweils Zählwerte 6X bzw. 6Y auf, wobei jedem Betätigungselement Zm11 bis Zm18 bzw. Zm21 bis Zm28 einer Gruppe Gm1 bzw. Gm2 ein Zählwert 6X bzw. 6Y des entsprechenden Zählers 6m1 bzw. 6m2 zugeordnet ist. Die Zähler 6m1 und 6m2 steuern den zugeordneten Multiplexer 4m1 bzw. 4m2 derartig an, daß dieser von dem entsprechenden Schieberegister 3m den jeweils enthaltenen Musterdatenblock Dm1 bzw. Dm2 an dasjenige Betätigungselement Zm11 bzw. Zm23 der zugehörigen Gruppe Gm1 bzw. Gm2 ausgibt, welchem der aktuelle Zählwert 6X bzw. 6Y des Zählers 6m1 bzw. 6m2 zugeordnet ist. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 5a weist jeder Zähler 6m1 und 6m2 jeweils acht Zählwerte 6x bzw. 6Y auf, da pro Gruppe Gm1 bzw. Gm2 jeweils acht Betätigungselemente Zm11 bis Zm18 bzw. Zm21 bis Zm28 vorhanden sind. Im Beispiel der Fig. 5a liegt ein aktueller Zählwert 6X bzw. 6Y des Zählers 6m1 bzw. 6m2 vor, welcher zur Ausgabe des Musterdatenblocks Dm1 bzw. Dm2 an das Betätigungselement Zm11 bzw. Zm23 führt.

Bevorzugt werden durch das zentrale Freigabesignal EN auch die Zählwerte der Zähler 6m1 und 6m2 weitergeschaltet, beispielsweise um einen binären Zählwert erhöht oder erniedrigt.

Ist der höchste bzw. niedrigste Zählwert erreicht, dem ein Betätigungselement Zm11 bis Zm18 bzw. Zm21 bis Zm28 zugeordnet ist, so setzt sich der Zähler 6m1 bzw. 6m2 bevorzugt automatisch auf einen Niedrigst- oder Höchstzählwert zurück. Vorteilhaft werden die Betätigungselemente Zm11 bis Zm18 bzw. Zm21 bis Zm28 einer Gruppe Gm1 bzw. Gm2 mittels der Zähler 6m1 bzw. 6m2 in einer Abfolge angesteuert, welche der physikalischen Anordnung der Betätigungselemente in der entsprechenden Gruppe entspricht.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist jede, in Fig. 5b dargestellte, Musterdatenkette DA zusätzlich Steuerdatenblöcke Sm1 und Sm2 für die Zuordnungsmittel 4m1, 4m2, 6m1 und 6m2 auf. Dabei ist durch das Schieberegister 3m pro zugeordneter Gruppe Gm1 und Gm2 zusätzlich wenigstens ein Steuerdatenblock Sm1 bzw. Sm2 aufnehmbar. Im Beispiel der Fig. 5a und 5b enthält somit jede Musterdatensequenz DS1 bis DSn wenigstens einen Steuerdatenblock, entsprechend der Anzahl der dem Schieberegister 31 bis 3n zugeordneten Zuordnungsmitteln. Die elektronische Verarbeitungseinheit 1 schiebt in Übertragungszyklen ZY die Musterdatenketten DA in den seriellen Datenbus DB ein, so daß am Ende eines Übertragungszyklusses ZY in dem Schieberegister 3m, und natürlich auch in den anderen Schieberegistern 31 bis 3n, wenigstens ein Musterdatenblock Dm1 bzw. Dm2 und ein Steuerdatenblock Sm1 bzw. Sm2 aus der Musterdatenkette DA enthalten ist. Die Zuordnungsmittel 4m1, 4m2, 6m1 und 6m2 geben bei Empfang eines zentralen Freigabesignals EN synchron von dem Schieberegister 3m den jeweils enthaltenen Musterdatenblock Dm1 bzw. Dm2 an ein durch den Steuerdatenblock Sm1 bzw. Sm2 festgelegtes Betätigungselement Zm11 bzw. Zm23 der zugehörigen Gruppe Gm1 bzw. Gm2 aus.

Vorzugsweise dienen die Steuerdaten Sm1 und Sm2 insbesondere lediglich zum Rücksetzen der entsprechenden Zuordnungsmittel 4m1 und 6m1 bzw. 4m2 und 6m2, beispielsweise zum Rücksetzen der Zähler 6m1 bzw. 6m2. Beispielsweise bewirkt eine logisch "1" als Steuerbit eines Steuerdatums das Rücksetzen des entsprechenden Zählers. Somit können Übertragungsfehler korrigiert werden, indem die Zähler 6m1 bzw. 6m2 zusätzlich durch die Steuerdaten Sm1 und Sm2 zyklisch zurückgesetzt und somit initialisiert werden. Beim Einschalten einer Textilmaschine T muß die erfindungsgemäße elektrische Steuereinrichtung S in der Regel zunächst initialisiert werden. Dabei müssen insbesondere die Zähler der Zuordnungsmittel auf die Positionen der Fadenführungsmittel N und der Gruppen bzw. der Betätigungselemente abgestimmt werden. Dies kann beispielsweise durch die zentrale Steuereinheit 1 und über den in den vorherigen Figuren beschriebenen Taktgeber 8 erfolgen.

Des weiteren weisen die Zuordnungsmittel insbesondere wenigstens ein Speicherelement 7m1 bzw. 7m2 auf, das einen an ein Betätigungselement Zm11 bis Zm18 und Zm21 bis Zm28 ausgegebenen Musterdatenblock Dm1 bzw. Dm2 der zwischengespeicherten Datensequenz DSm zwischenspeichert.

In einer weiteren, in Fig. 5b dargestellten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung, bei der der serielle Datenbus DB zurück zur elektronischen Verarbeitungseinheit geführt ist, weist die Steuereinrichtung S wenigstens eine Fehlerdetektiereinrichtung Fm auf, welche jeweils wenigstens einem Schieberegister zugeordnet ist, und welche insbesondere den Betriebsstatus der Betätigungselemente überprüft. Vorzugsweise ist dabei dezentral in jedem Modul Mm eine Fehlerdetektiereinrichtung Fm enthalten, welche dem Schieberegister 3m zugeordnet ist und welche zur Überprüfung der dem jeweiligen Modul Mm zugeordneten Betätigungselemente Zm11 bis Zm28 dient. Dabei weist jede Musterdatenkette DA zusätzlich wenigstens einen Prüfdatenblock Pm auf, wobei vorzugsweise pro Musterdatensequenz DS1 bis DSn jeweils wenigsten ein Prüfdatenblock Pm enthalten ist. Durch das Schieberegister 3m ist dabei zusätzlich wenigstens ein Prüfdatenblock Pm aufnehmbar. Die elektronische Verarbeitungseinheit 1 schiebt in Übertragungszyklen ZY die Musterdatenketten DA in den seriellen Datenbus DB ein, so daß am Ende eines Übertragungszyklusses ZY in jedem Schieberegister 3m wenigstens ein Musterdatenblock Dm1 und Dm2 und ein Prüfdatenblock Pm aus der Musterdatenkette DA enthalten ist. Im Beispiel der Fig. 5a und 5b sind pro Schieberegister 3m zusätzlich auch, wie bereits erläutert wurde, Steuerdatenblöcke Sm1 und Sm2 enthalten. Die wenigstens eine Fehlerdetektiereinrichtung aktualisiert die Prüfdatenblöcke in den Schieberegistern. Am Ende eines Übertragungszyklusses ZY aktualisiert die Fehlerdetektiereinrichtung Fm somit den im Schieberegister 3m enthaltenen Prüfdatenblock Pm.

In den Prüfdatenblock Pm werden durch die Fehlerdetektiereinrichtung Fm zur Fehlerdiagnose insbesondere Daten geschrieben, welche fehleranfällige Komponenten und damit insbesondere die mechanischen Betätigungselemente Zm11 bis Zm28 betreffen. Beispielsweise kann der Prüfdatenblock Pm ein zunächst auf logisch "0" gesetztes Prüfbit aufweisen, welches durch die Fehlerdetektiereinrichtung Fm im Fehlerfall auf logisch "1" gesetzt wird. Die im nächsten Übertragungszyklus in die Verarbeitungseinrichtung 1 zurückübertragene Musterdatenkette DA wird dann bezüglich der darin enthaltenen und durch die Fehlerdetektiereinrichtungen aktualisierten Prüfdatenblöcke beispielsweise von einer in der Fig. 4 dargestellten Auswerteeinrichtung 93 der Verarbeitungseinrichtung 1 analysiert. Somit findet vorteilhaft von einer zentralen Stelle aus eine automatisierte Fehlerdiagnose der Textilmaschine T statt.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektrische Steuereinrichtung (S) zur Ausgabe von Textilmusterdaten (2) an Gruppen (G1 . . . Gn) von mechanischen Betätigungselementen (Z11 . . . Zn16) für Fadenführungsmittel (N), insbesondere für Nadeln, einer Textilmaschine (T), mit
    1. a) Seriell/Parallel-Wandlern (31 . . . 3n), welchen
      1. a1) jeweils wenigstens eine Gruppe (G1 . . . Gn) von Betätigungselementen (Z11 . . . Zn16) zugeordnet ist, wobei
      2. a2) pro zugeordneter Gruppe (G1 . . . Gn) wenigstens ein Musterdatenblock (D1 . . . Dn) aus den Textilmusterdaten (2) aufnehmbar ist,
    2. b) einem seriellen Datenbus (DB), womit die Seriell/Parallel-Wandler (31 . . . 3n) zur Übertragung von aus Textilmusterdaten (2) gebildeten Musterdatenketten (DA) reihenartig verbunden sind,
    3. c) einer elektronischen Verarbeitungseinheit (1), welche
      1. c1) in Übertragungszyklen (ZY) Musterdatenblöcke (D11 . . . Dn2) enthaltende Musterdatenketten (DA) derartig bildet, daß eine Musterdatenkette (DA) pro Übertragungszyklus (ZY) Musterdatenblöcke (D1 . . . Dn) für die Ansteuerung je eines Betätigungselements (Z11 . . . Zn16) pro Gruppe (G1 . . . Gn) enthält,
      2. c2) in Übertragungszyklen (ZY) Musterdatenketten (DA) in den seriellen Datenbus (DB) einschiebt, so daß am Ende eines Übertragungszyklusses (ZY) in jedem Seriell/Parallel-Wandler (31 . . . 3n) wenigstens ein Musterdatenblock (D11 . . . Dn2) aus der Musterdatenkette (DA) enthalten ist, und welche
      3. c3) am Ende eines Übertragungszyklusses (ZY) ein zentrales Freigabesignal (EN) ausgibt, und mit
    4. d) Zuordnungsmitteln (41 . . . 4n, 61 . . . 6n), welche
      1. d1) jeweils einer Gruppe (G1 . . . Gn) von Betätigungselementen (Z11 . . . Zn16) zugeordnet sind, und welche
      2. d2) bei Empfang eines zentralen Freigabesignals (EN) synchron von den Seriell/Parallel-Wandlern (31 . . . 3n) den jeweils enthaltenen Musterdatenblock (D11 . . . Dn2) an ein Betätigungselement (Z11 . . . Zn16) der zugehörigen Gruppe (G1 . . . Gn) ausgeben.
  2. 2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, wobei die Zuordnungsmittel (41 . . . 4n, 61 . . . 6n) pro Empfang eines zentralen Freigabesignals (EN) einen Musterdatenblock (D1 . . . Dn) an ein folgendes Betätigungselement (Z11 . . . Zn16) in der jeweils zugehörigen Gruppe (G1 . . . Gn) ausgeben.
  3. 3. Steuereinrichtung nach einem der vorangegangen Ansprüche, wobei bei einer reihenartigen Anordnung der Betätigungselemente (Z11 . . . Zn16) in einer Gruppe (G1 . . . Gn) die Zuordnungsmittel (41 . . . 4n, 61 . . . 6n) bei Empfang von zentralen Freigabesignalen (EN) Musterdatenblöcke (D1 . . . Dn) in derartiger Abfolge an Betätigungselemente (Z11 . . . Zn16) ausgeben, daß die Abfolge der reihenartigen Anordnung der Betätigungselemente (Z11 . . . Zn16) in der Gruppe (G1 . . . Gn) entspricht.
  4. 4. Steuereinrichtung nach einem der vorangegangen Ansprüche, wobei die Zuordnungsmittel (4m, 6m) Multiplexer (4m1, 4m2) aufweisen, welche
    1. a) jeweils einer Gruppe (Gm1, Gm2) von Betätigungselementen (Zm11 . . . Zm18, Zm21 . . . Zm28) zugeordnet sind (Fig. 5a), und
    2. b) bei Empfang eines zentralen Freigabesignals (EN) synchron von den Seriell/Parallel-Wandlern (3m) den jeweils enthaltenen Musterdatenblock (Dm1, Dm2) an ein Betätigungselement (Zm11 . . . Zm18, Zm21 . . . Zm28) der zugehörigen Gruppe (Gm1, Gm2) ausgeben.
  5. 5. Steuereinrichtung nach Anspruch 4, wobei den Multiplexern (4m1, 4m2) jeweils ein Zähler (6m1, 6m2) zugeordnet ist, welcher
    1. a) durch das zentrale Freigabesignal (EN) getaktet ist,
    2. b) Zählwerte (6X, 6Y) aufweist, wobei jedem Betätigungselement (Zm11 . . . Zm28) einer Gruppe (Gm1, Gm2) ein Zählwert (6X, 6Y) des entsprechenden Zählers (6m1, 6m2) zugeordnet ist, und welcher
    3. c) den zugeordneten Multiplexer (4m1, 4m2) derartig ansteuert, daß dieser von dem entsprechenden Seriell/Parallel- Wandler (3m) den jeweils enthaltenen Musterdatenblock (Dm1, Dm2) an dasjenige Betätigungselement (Zm11, Zm23) der zugehörigen Gruppe (Gm1, Gm2) ausgibt, welchem der aktuelle Zählwert (6X, 6Y) des Zählers (6m1, 6m2) zugeordnet ist (Fig. 5a).
  6. 6. Steuereinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei
    1. a) die Musterdatenketten (DA) Steuerdatenblöcke (Sm1, Sm2) für die Zuordnungsmittel (4m1, 4m2, 6m1, 6m2) aufweisen (Fig. 5a),
    2. b) durch die Seriell/Parallel-Wandler (3m) pro zugeordneter Gruppe (Gm1, Gm2) zusätzlich wenigstens ein Steuerdatenblock (Sm1, Sm2) aufnehmenbar ist,
    3. c) die elektronische Verarbeitungseinheit (1) in Übertragungszyklen (ZY) die Musterdatenketten (DA) in den seriellen Datenbus (DB) einschiebt, so daß am Ende eines Übertragungszyklusses (ZY) in jedem Seriell/Parallel- Wandler (3m) wenigstens ein Musterdatenblock (Dm1, Dm2) und ein Steuerdatenblock (Sm1, Sm2) aus der Musterdatenkette (DA) enthalten ist, und
    4. d) die Zuordnungsmittel (4m1, 4m2, 6m1, 6m2) bei Empfang eines zentralen Freigabesignals (EN) synchron von den Seriell/Parallel-Wandlern (3m) den jeweils enthaltenen Musterdatenblock (Sm1, Sm2) an ein durch den Steuerdatenblock (Sm1, Sm2) festgelegtes Betätigungselement (Zm11, Zm23) der zugehörigen Gruppe (Gm1, Gm2) ausgeben.
  7. 7. Steuereinrichtung nach einem der vorangegangen Ansprüche, wobei die Zuordnungsmittel (41 . . . 4n, 61 . . . 6n) pro Betätigungselement (Z11 . . . Zn16) wenigstens ein Speicherelement (71 . . . 7n) aufweisen, welches einen Musterdatenblock (D1 . . . Dn) für ein Betätigungselement (Z11 . . . Zn16) zwischenspeichert.
  8. 8. Steuereinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei
    1. a) der serielle Datenbus (DB) zur Verarbeitungseinheit (1) zurückgeführt ist (DBI, 92; Fig. 4), und wobei
    2. b) eine in einem Übertragungszyklus (ZY) in den seriellen Datenbus (DB) eingeschobene Musterdatenkette (DA) im folgenden Übertragungszyklus (ZY) in die Verarbeitungseinheit (1, 92, DBI; Fig. 4) zurückgeschoben wird.
  9. 9. Steuereinrichtung nach Anspruch 8, mit wenigstens einer Fehlerdetektiereinrichtung (Fm), welche jeweils wenigstens einem Seriell/Parallel-Wandler (3m) zugeordnet ist, und welche insbesondere den Betriebsstatus der Betätigungselemente (Zm11 . . . Zm28) überprüft, wobei
    1. a) die Musterdatenketten (DA) Prüfdatenblöcke (Pm; Fig. 5b) aufweisen,
    2. b) durch die Seriell/Parallel-Wandler (3m) zusätzlich wenigstens ein Prüfdatenblock (Pm) aufnehmenbar ist,
    3. c) die elektronische Verarbeitungseinheit (1) in Übertragungszyklen (ZY) die Musterdatenketten (DA) in den seriellen Datenbus (DB) einschiebt, so daß am Ende eines Übertragungszyklusses (ZY) in jedem Seriell/Parallel- Wandler (3m) wenigstens ein Musterdatenblock (Dm1, Dm2) und ein Prüfdatenblock (Pm) aus der Musterdatenkette (DA) enthalten ist, und wobei
    4. d) die Fehlerdetektiereinrichtung (Fm) die Prüfdatenblöcke (Pm) in den Seriell/Parallel-Wandlern (3m) aktualisiert.
  10. 10. Steuereinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit Schieberegistern als Seriell/Parallel-Wandler (31 . . . 3n).






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