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Dokumentenidentifikation DE19731823A1 11.02.1999
Titel Fußbodenbelag für Wohngebäude und Büros
Anmelder Georg St. Schlaadt GmbH & Co. KG, 65391 Lorch, DE
Vertreter Kodron, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 55118 Mainz
DE-Anmeldedatum 24.07.1997
DE-Aktenzeichen 19731823
Offenlegungstag 11.02.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.02.1999
IPC-Hauptklasse E04F 15/022

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fußbodenbelag für Wohngebäude und Büros.

Es ist bekannt, auf einer Geschoßbetondecke eines Wohn- oder Bürogebäudes nach Aufbringung einer Wärme- und Trittschalldämmungsschicht einen Estrich naß aufzubringen und nach dem Abtrocknen der Estrichschicht einen Parkett- oder Fliesenfußboden aus einzelnen Parkettholzteilen oder Fliesen zu verlegen. Dieses Verfahren ist sehr zeitaufwendig da die einzelnen Arbeitsvorgänge nacheinander vonstatten gehen und insbesondere das Abtrocknen der nassen Estrichschicht mehrere Tage dauert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Fußbodenbelag für Wohngebäude und Büros anzugeben, der in viel kürzerer Zeit verlegt und eingebaut werden kann.

Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung durch eine etwa 0,5 m2 große viereckige und tafelförmige Parketverlegeeinheit, Fliesenverlegeeinheit oder eine Verlegeeinheit mit anderem Belag, bei welcher der Belag an der Unterseite mittels eines Klebers an einer expandierten Kunststoffplatte angeklebt ist, die sich aus einer dünneren oberen Schicht höherer Dichte und einer dickeren unteren Schicht geringerer Dichte zusammensetzt.

Zweckmäßigerweise sind in der Kunststoffplatte an den Ecken, am Rand und/oder im Mittelbereich verteilt wahlweise hochfeste Verstärkungsklötzchen oder -leisten eingesetzt oder eingeschäumt.

Es empfiehlt sich, die Plattenverlegeeinheit auf einer auf die Geschoßbetondecke aufgebrachten körnigen und nivellierten Trockenschüttung aufzulegen.

Nachfolgend wird anhand der Zeichnung eine Ausführungsform der Erfindung näher erläutert.

Es zeigen

Fig. 1 eine Parkettverlegeeinheit, stark verkleinert, in Draufsicht,

Fig. 2 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach Fig. 1 in Richtung des Teils II und

Fig. 3 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach Fig. 1 in Richtung des Teils III gesehen.

Die tafelförmige Parkettverlegeeinheit besteht aus einer rechteckigen Holztafel 1, die aus einzelnen Parketthölzern zusammengesetzt ist. An zwei benachbarten Stirnseiten ist die Holztafel 1 mit Feder 2 und Nut 3 ausgerüstet, so daß ein Anschluß an benachbarte Holztafeln der gleichen Art möglich ist.

An der Unterseite der Holztafel 1 ist mittels eines geeigneten Klebers 5 eine Platte 4 aus expandiertem Kunststoff angeklebt, die zweischichtig ausgebildet ist und eine dünnere obere Schicht höherer Dichte 4b und eine dickere untere Schicht geringerer Dichte 4a umfaßt.

Die expandierte Kunststoffplatte 4 ist etwas schräg versetzt an der Unterseite der Holztafel 1 angeklebt, so daß die Kunststoffplatte 4 mit zwei freien Randstreifen unter der Holztafel vorragt, auf denen die überstehenden Randstreifen der Holztafel einer benachbarten Parkettverlegeeinheit aufliegen. Dieses gegenseitige Aufiegen zweier benachbarter Parkettverlegeeinheiten 1,4 gewährleistet eine plane Oberfläche des gesamten verlegten Parkettfußbodenbelags.

Etwaige Vertiefungen auf der Oberfläche der Geschoßbetondecke 7 werden durch eine aufgebrachte körnige und nivellierte Trockenschüttung 6 ausgeglichen, so daß auch hierdurch bewirkt wird, daß der aufgelegte Parkettfußbodenbelag plan liegt.

Der obenbeschriebene Fußbodenbelag macht somit die Naßverlegung eines Estrichs entbehrlich und ergibt durch die Verwendung einer expandierten Kunststoffplatte die nötige Trittschall- und Wärmedämmung.


Anspruch[de]
  1. 1. Fußbodenbelag für Wohngebäude und Büros, gekennzeichnet durch
    1. - eine etwa 0,5 m2 große viereckige und tafelförmige Parkettverlege-, Fliesenverlegeeinheit oder eine Verlegeeinheit mit anderem Belag (1,4),
    2. - bei welcher der Belag (1) an der Unterseite mittels eines Klebers (5) an einer schräg versetzt angeordneten expandierten Kunststoffplatte (4) angeklebt ist,
    3. - die sich aus einer dünneren oberen Schicht höherer Dichte (4b) und einer dickeren unteren Schicht geringerer Dichte (4a) zusammensetzt.
  2. 2. Fußbodenbelag für Wohngebäude und Büros, gekennzeichnet durch
    1. - eine etwa 0,5 m2 große viereckige und tafelförmige Parkettverlegeeinheit (1, 4), die aus
    2. - einer aus einzelnen Parketthölzern zusammengesetzten rechteckigen Holztafel (1) mit Nut (3) und Feder (2) an jeweils zwei aneinandergrenzenden Seitenkanten und gleichgroßen und gleichgeformten, an der Unterseite schräg versetzt mittels eines Klebers (5) angeklebten expandierten Kunststoffplatte (4) besteht,
    3. - die sich aus einer dünneren oberen Schicht höherer Dichte (4b) und einer dickeren unteren Schicht geringerer Dichte (4a) zusammensetzt.
  3. 3. Fußbodenbelag für Wohngebäude und Büros nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kunststoffplatte (4) an den Ecken, am Rand und/oder im Mittelbereich verteilt wahlweise hochfeste Verstärkungsklötzchen oder -leisten eingesetzt oder eingeschäumt sind.
  4. 4. Fußbodenbelag für Wohngebäude und Büros nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Plattenverlegeeinheit (1, 4) auf einer auf die Geschoßbetondecke (7) aufgebrachten körnigen und nivellierten Trockenschüttung (6) aufgelegt ist.






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