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Dokumentenidentifikation DE69411549T2 04.03.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0689482
Titel ANORDNUNG ZUM SICHEREN BEFESTIGEN EINER WALZEINHEIT IN EINEM WALZGERÜST
Anmelder Morgardshammar AB, Smedjebacken, SE
Erfinder TINGVALL, Lars, S-777 33 Smedjebacken, SE
Vertreter Schroeter Fleuchaus Lehmann & Gallo, 81479 München
DE-Aktenzeichen 69411549
Vertragsstaaten AT, BE, DE, DK, ES, FR, GB, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 14.03.1994
EP-Aktenzeichen 949106215
WO-Anmeldetag 14.03.1994
PCT-Aktenzeichen SE9400212
WO-Veröffentlichungsnummer 9421396
WO-Veröffentlichungsdatum 29.09.1994
EP-Offenlegungsdatum 03.01.1996
EP date of grant 08.07.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.03.1999
IPC-Hauptklasse B21B 31/00

Beschreibung[de]
Anordnung zum sicheren Befestigen einer Walzeinheit in einem Walzgerüst

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum sicheren Befestigen eines Walzeinheit-Trägers in einem Walzgerüst, wobei der Träger zur Anlage an dem Walzgerüst durch lineare Bewegung des Trägers gebracht wird, wobei das Walzgerüst eine exzentrisch gelagerte Befestigungsvorrichtung und ein drehbares zylindrisches Glied aufweist, und wobei die Anordnung Mittel zum Verdrehen des zylindrischen Gliedes zwischen einer Befestigungsstellung, in der der Träger gegen das Walzgerüst mit einer vorbestimmten Kraft gedrückt wird, und einer Freigabestellung aufweist, in der der Träger auf das Walzgerüst zu oder von diesem weg bewegt werden kann, ohne durch die Befestigungsvorrichtung behindert zu werden.

Moderne Walzgerüste sind oft für einen schnellen Austausch der Walzeinheit konstruiert. Im Falle einer bekannten Konstruktion dieser Art ist die Walzeinheit durch einen Träger oder eine Kassette getragen, der bzw. die linear in bezug auf den Rest des Walzgerüsts mit Hilfe eines Mechanismus bewegt werden kann, der an dem Grundgestell angebracht ist, das das Gerüst abstützt, um es so zu ermöglichen, die Walzeinheit zu entfernen und durch eine neue Walzeinheit zu ersetzen. Um es möglich zu machen, daß dieser Austausch schnell durchgeführt werden kann, muß es möglich sein, den Träger schnell von dem Rest des Walzgerüsts freizugeben und schnell daran zu befestigen. An solche Befestigungsanordnungen werden hohe Anforderungen gestellt wegen der großen Kräfte, die erzeugt werden, wenn Material in einem Walzwerk gewalzt wird, insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, daß die Kraft, mit der der Träger an dem Rest des Walzgerüsts befestigt ist, so groß sein muß, daß der Träger und derjenige Teil der Einheit, mit der er gekoppelt ist, als eine homogene Einheit beim Betrieb des Walzwerks arbeitet. Befestigungskräfte im Bereich von etwa 1000 kN sind erforderlich, um diesen Anforderungen zu genügen.

Eine Anordnung entsprechend dem einleitenden Teil von Anspruch 1 ist aus FR-A-1 349 021 bekannt.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigungsanordnung der vorgenannten Art zu schaffen, die die erforderliche Befestigungskraft aufbringt und die auch im Betrieb sehr zuverlässig ist.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer Anordnung der Art gelöst, die in der Einleitung definiert ist, die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Befestigungsvorrichtung exzentrisch in dem drehbaren zylindrischen Glied gelagert ist und ein Ende hat, das mit einer Befestigungsoberfläche versehen ist, die im Befestigungsmodus der Anordnung mit einer komplementären Oberfläche an dem Träger zusammenwirkt, und daß die Befestigungsvorrichtung für eine axiale Bewegung in dem zylindrischen Glied gelagert ist. Die Verwendung einer exzentrisch gelagerten Befestigungsvorrichtung ermöglicht es, daß sehr starke Befestigungskräfte mit einer relativ begrenzten Eingangskraft erzielt werden, um die Befestigungs- oder Sicherungskraft zu erzeugen und aufrechtzuerhalten.

Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Befestigungsanordnung ist die Befestigungsvorrichtung für eine axiale Bewegung in dem zylindrischen Glied gelagert, und zwar zwischen einer Einsetzposition, in der der Träger in der Lage ist, sich linear in Anschlag mit dem Walzgerüst zu bewegen, und einer vorgeschobenen Stellung, in der eine Bewegung des Trägers verhindert ist. Die Anordnung weist auch eine Einrichtung zum Verhindern einer Verdrehung der Befestigungsvorrichtung auf, und das zylindrische Glied weist einen Stift auf, der in einem Kanal in der Befestigungsvorrichtung läuft und eine axiale Bewegung der Befestigungsvorrichtung in bezug auf das zylindrische Glied steuert.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung wird nunmehr im einzelnen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben:

Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines Walzgerüsts und zeigt die verschiedenen Komponenten des Gerüsts in einem nicht zusammengebauten Zustand;

Fig. 2 ist eine Schnittansicht des Gehäuses des Kammwalzgerüsts nach der Linie II-II in Fig. 1;

Fig. 3 veranschaulicht einen Teil von Fig. 2 in größerem Maßstab und zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Befestigungsanordnung;

Fig. 4 veranschaulicht eine Befestigungsvorrichtung, die in der Befestigungsanordnung von Fig. 3 enthalten ist;

Fig. 5A bis 5D sind schematische lotrechte Schnittansichten der in Fig. 3 veranschaulichten Befestigungsanordnung und zeigen verschiedene Stadien der Befestigungs-Handhabung; und

Fig. 6 veranschaulicht die Befestigungsanordnung der Fig. 3 bis 5 von oben.

Das in Fig. 1 veranschaulichte Walzgerüst weist eine Walzeinheit 1, eine Kassette 2, ein Kammwalzgerüst 3 und eine Antriebseinheit 4 auf. Die Walzeinheit 1 ist durch die Kassette 2 getragen, die ihrerseits durch das Gehäuse 5 des Kammwalzgerüsts getragen ist, wie ebenfalls die Antriebseinheit 4. Zwei Spindeln 6, 7 sind in dem Kammwalzgerüstgehäuse gelagert und antriebsmäßig mit den Walzen 9, 10 mittels eines Kupplungshalters 8 verbunden, der an dem Gehäuse angebracht ist. Das Kammwalzgerüstgehäuse trägt auch einen Mechanismus 11 zum Anheben der Walzen.

Obwohl dies nicht gezeigt ist, ist das Walzgerüst auf einer abstützenden Gestellstruktur aus Beton angebracht, die auch einen bekannten Verlagerungsmechanismus trägt, der dazu bestimmt ist, die Kassette 2 linear zwischen einer ersten Stellung, in der die Kassette in Anlage an Teilen des Kammwalzgerüstgehäuses ist, und einer zweiten Stellung zu bewegen, in der die Kassette auf einer Schlitteneinrichtung positioniert ist, die quer zu der Richtung der Kassettenverlagerung bewegt werden kann. Diese Anordnung ermöglicht es der Walzeinheit, leicht in der zweiten Stellung der Kassette entfernt zu werden, entweder durch Anheben der Kassette mit Hilfe eines Überkopfkrans oder durch Entfernen der Walzeinheit auf der Schlitteneinrichtung, zusammen mit der Kassette, und durch Ersetzen der alten Walzeinheit mit einer neuen Walzeinheit.

Um zu ermöglichen, daß der Austausch einer Walzeinheit schnell durchgeführt werden kann, sind zwei untereinander identische Befestigungsanordnungen 12 fest an dem Kammwalzgerüstgehäuse 5 angebracht, wobei diese Anordnungen lotrecht unmittelbar unterhalb des Kammwalzgerüstgehäuses angeordnet und durch Seitenflansche 13 abgestützt sind, die an dem Gehäuse vorgesehen sind, wie es am besten aus Fig. 1 zu sehen ist.

Eine solche Befestigungsanordnung 12 wird nun im einzelnen unter besonderer Bezugnahme auf die Fig. 3 bis 6 beschrieben. Die in diesen Figuren veranschaulichte Befestigungsanordnung weist ein zylindrisches Glied 14 und eine Befestigungsvorrichtung 15 auf, die exzentrisch in dem zylindrischen Glied gelagert ist und eine zylindrische Gestalt hat mit Ausnahme ihres unteren Endes 16 in Fig. 3; dieses untere Ende hat bei Betrachtung im Querschnitt die Gestalt des Segments eines Kreises. Das zylindrische Glied 14 ist zur Drehung in dem Seitenflansch 13 des Kammwalzgerüstgehäuses gelagert und wird durch eine Schnecke 17 verdreht, die mit einem Zahnring 18 in Eingriff steht, der an dem zylindrischen Glied vorgesehen ist.

Mit dem zylindrischen Glied 14 ist ein Stift 19 verbunden, von dem ein Ende radial von der Innenseite des zylindrischen Glieds her nach innen vorragt. Dieses radial nach innen vorragende Ende des Stifts 19 läuft in einer Nut oder einem Schlitz 20, die bzw. der an der Umfangsoberfläche der Befestigungsvorrichtung 15 vorgesehen ist.

Das Ende der Befestigungsvorrichtung 15 gegenüber dem Ende 16 ist mit einer zentralen zylindrischen Ausnehmung 21 versehen, und die Begrenzungswand dieser Ausnehmung ist mit zwei diametral gegenüberliegenden Nuten 22 versehen, die sich parallel zu der Längsachse der Befestigungsvorrichtung erstrecken. Diese Nuten nehmen die Enden einer Stange 23 auf, die durch ein Gelenk 24 getragen ist, das gelenkig mit einem Ende der Stange 23 verbunden ist. Das andere Ende des Gelenks 24 ist schwenkbar mit einer weiteren Stange 25 verbunden, die durch eine drehbare Scheibe 26 getragen ist, die gegen Drehung durch einen, mittels einer Feder vorbelasteten, verschiebbaren Bolzen 27 verriegelt ist, der in eine Vförmige Ausnehmung in der Scheibe vorragt.

Fig. 3 veranschaulicht die Befestigungsanordnung in einem aktiven Zustand, in dem ein Kassettenpfosten oder eine Kassettensäule (in der Figur nicht gezeigt) fest zwischen der flachen Oberfläche 16a des Endes 16 der Befestigungsvorrichtung und einer flachen Oberfläche 28 des Kammwalzgerüstgehäuses mit einer Kraft von etwa 1000 kN befestigt ist. Die Kassettensäule ist mit Oberflächen versehen, die komplementär zu den Oberflächen 16a und 28 sind, und auch mit einem Flansch, der in die Nut 16b in dem Ende 16 der Befestigungsanordnung paßt.

Die Fig. 5A bis 5D veranschaulichen schematisch verschiedene Stadien der Betätigung der Befestigungsanordnung, wobei diese Figuren Querschnittsansichten sind, die in einer Querebene relativ zu der axialen Richtung der Befestigungsanordnung liegen und sich durch den Stift 19 erstrecken. In den Figuren ist die Stellung der flachen Oberfläche 16b der Befestigungsvorrichtung 15 in unterbrochenen Linien angedeutet, und die Figuren zeigen auch die Projektion der Nut 20.

Fig. 5A veranschaulicht die Befestigungsanordnung in ihrer aktiven Stellung, in welcher der Stift 19, der von dem zylindrischen Glied 14 aus vorragt, in dem Teil 20a der Nut 20 in der Befestigungsvorrichtung nahe bei deren Ende angeordnet ist.

In Fig. 5B ist das zylindrische Glied 14 um 70º in einer Richtung entgegen dem Uhrzeigersinn mit Hilfe der Schnecke 17 verdreht worden. In diesem Zustand ist die exzentrisch in dem zylindrischen Glied gelagerte Befestigungsvorrichtung seitlich nach links gemäß Fig. 3 bewegt worden. Der fest in dem zylindrischen Glied angebrachte Stift 19 bewegt sich frei in dem Teil 20a der Nut während der gesamten Drehbewegung des zylindrischen Glieds, da dieser Teil der Nut 20 sich unter rechten Winkeln zu der Drehachse des zylindrischen Glieds erstreckt. In der in Fig. 5A gezeigten Stellung hat der Stift 19 das Ende des Nutenteils 20a erreicht.

In der in Fig. 5C gezeigten Stellung ist das zylindrische Glied 14 um weitere 30º verdreht worden. Wenn sich das zylindrische Glied 14 zwischen den in den Fig. 5B und 5C gezeigten Positionen verdreht, läuft der Stift 19 in dem Teil 20b der Nut 20, wobei sich dieser Nutenteil 20b schräg zu der Drehachse des zylindrischen Glieds erstreckt. Da die Vernegelungsvorrichtung 15 gegen Verdrehung verriegelt ist, wie zuvor erwähnt, bewegt der Stift 19 die Verriegelungsvorrichtung während dieses Teils der Drehbewegung des zylindrischen Glieds in Fig. 3 nach oben. Um dies möglich zu machen, muß das Ausmaß, um das die Vernegelungsvorrichtung nur seitwärts während der Verdrehung des zylindrischen Gliedes zwischen den in den Fig. 5A und 5B gezeigten Stellungen bewegt wird, ausreichend sein, um sicherzustellen, daß das Ende 16 der Befestigungs- oder Verriegelungsvorrichtung 15 frei von dem nach außen vorragenden Flansch an der Kassettensäule vorbeigeht, der mit der Nut 16b an diesem Ende zusammenwirkt. In der in Fig. 5C gezeigten Stellung hat der Stift 19 das Ende des Nutenteils 20b erreicht, und das Ende 16 der Befestigungsvorrichtung ist vollständig in das zylindrische Glied 14 eingeführt.

Das zylindrische Glied 14 wird dann um weitere 10º in die in Fig. 5D gezeigte Endstellung verdreht. Während dieser weiteren Verdrehung bewegt sich der Stift 19 in dem Nutenteil 20c, der, ähnlich dem Nutenteil 20a, sich unter rechten Winkeln zu der Drehrichtung des zylindrischen Gliedes erstreckt.

Die Kassette 2 ist nun vollständig frei von dem Gehäuse S des Kammwalzgerüsts und kann linear weg von diesem Gehäuse bewegt werden, um einen schnellen Austausch der Walzeinheit zu ermöglichen.

Nach der Vollendung dieses Austauschs und nachdem eine neue Kassette, die eine neue Walzeinheit enthält, oder nachdem die gleiche Kassette, die mit einer neuen Walzeinheit versehen worden ist, in Anlage an dem Gehäuse des Kammwalzgerüsts gebracht worden ist, wird die Schnecke in der entgegengesetzten Richtung verdreht, so daß das zylindrische Glied sich im Uhrzeigersinn von der in Fig. 5D veranschaulichten Stellung zu der in Fig. 5A gezeigten Stellung verdreht. Wenn sich das zylindrische Glied verdreht, bewegt sich die Befestigungsvorrichtung in der gleichen Weise wie unter Bezugnahme auf die Fig. 5A bis 5D beschrieben, aber in der entgegengesetzten Richtung. Wenn das zylindrische Glied 14 die in Fig. 5A gezeigte Stellung erreicht hat, ist die Anschlagfläche 16a an dem Ende 16 der Befestigungsanordnung in Anlage mit der Oberfläche an dem Kassettenpfosten oder der Kassettensäule, die komplementär zu der Oberfläche 16a ist. Wie aus Fig. 5A zu sehen ist, gestattet die Nut 20 es dem zylindrischen Glied, sich um weitere 10º zu verdrehen, bevor die Endstellung erreicht ist, wodurch es der Befestigungsvorrichtung ermöglicht ist, sich seitlich weiter nach rechts in Fig. 3 zu bewegen.

Wenn sich das zylindrische Glied verdreht, wird die Befestigungsvorrichtung durch das Drehmoment beeinflußt, das als Ergebnis von Reibung zwischen den Oberflächen des zylindrischen Glieds, der Befestigungsvorrichtung und des Stifts erzeugt wird, die sich relativ zueinander bewegen, und auch durch die in Umfangsrichtung gerichtete Kraftkomponente, die durch den Stift ausgeübt wird, wenn er sich in dem Teil 20b der Nut 20 bewegt. Dieses Drehmoment wird auf die Scheibe 26 über die Stange 23, das Gelenk 25 (24) und die weitere Stange 25 übertragen, wobei die Scheibe 26 gegen Verdrehung mittels des federbelasteten Bolzens 27 verriegelt ist. Sollte die nach innen oder nach außen gerichtete Bewegung der Befestigungsvorrichtung aus irgendeinem Grund verhindert sein, z. B. wenn die Kassettensäu le nicht in Anlage mit dem Gehäuse des Klemmwalzgerüsts in der beabsichtigten Weise bewegt worden ist, wenn die Säule linear bewegt wird, übt der Stift 19, wenn er den Teil 20b der Nut 20 der Befestigungsanordnung erreicht, wenn sich das zylindrische Glied verdreht, eine Kraft mit einer solchen Stärke auf die Befestigungsvorrichtung 15 aus, daß die Befestigungsvorrichtung veranlaßt wird, sich gegen die Wirkung der Federkraft zu verdrehen, die auf den Bolzen 27 wirkt. Der Bolzen wird dadurch radial nach außen aus der in Fig. 6 gezeigten Stellung bewegt. Der Bolzen 27 ist auch mit einer elektrischen Kontaktplatte versehen, die, wenn sich der Bolzen in seiner eingesetzten Stellung befindet, wie es in Fig. 6 gezeigt ist, einen elektrischen Stromkreis zu einem elektrischen Motor (nicht gezeigt) schließt, der die Schnecke 17 antreibt. Wenn der Bolzen aus dieser Stellung herausbewegt wird, hält somit der elektrische Motor an, und der Antrieb der Schnecke hört auf. Diese Anordnung stellt sicher, daß die Befestigungsvorrichtung nicht in eine aktive Position bewegt werden kann, wenn nicht die Kassette richtig in Anlage mit dem Gehäuse des Kammwalzgerüsts positioniert ist, und ferner, daß die Befestigungsvorrichtung nicht beschädigt wird, wenn die beabsichtigten Bewegungsmuster unterbrochen werden sollten. Der Bolzen wird vorzugsweise mit einer Signalvorrichtung verbunden sein, die so funktioniert, daß sie anzeigt, wenn der Bolzen aus seiner normalen Stellung weg bewegt worden ist.

Wie zuvor erwähnt, wenn die Kassette von dem Gehäuse des Kammwalzgerüsts getrennt wird, ruht die Kassette auf einem Verschiebemechanismus, der auf der abstützenden Grundstruktur aus Beton angeordnet ist. Um eine Berührung der Kassette mit der abstützenden Grundstruktur zu verhindern, während das Walzwerk arbeitet und den Verschiebemechanismus infolge von Vibrationen oder dergleichen beschädigt, sind die Anlageflächen der Kassette, die mit dem Gehäuse des Kammwalzgerüsts zusammenwirken, so gestaltet, daß, wenn die Kassette in Anlage mit dem Gehäuse durch den Verschiebemechanismus bewegt wird, die Kassette nur an dem unteren Teil des Gehäuses des Kammwalzgerüsts anliegt, während der Rest der miteinander zusammenwirkenden Anlageoberflächen geringfügig voneinander beabstandet ist. Die unteren miteinander zusammenwirkenden Anlageflächen der Kassette und des Gehäuses des Kammwalzgerüsts sind so angeordnet, daß die unteren Anlageflächen an der Kassette nicht in der Lage sind, sich lotrecht in bezug auf das Gehäuse des Kammwalzgerüsts zu bewegen, nachdem die Kassette in Anlage mit dem Gehäuse des Kammwalzgerüsts gebracht worden ist. Aufgrund der Befestigungsanordnung 12 wird daher die gesamte Kassette veranlaßt, sich um eine Achse um die unteren Anlageflächen zu verschwenken, bis verbleibende zusammenwirkende Anlageflächen in Berührung miteinander kommen. Durch geeignete Gestaltung der Kassette kann diese veranlaßt werden, sich voll ständig frei von der abstützenden Grundstruktur während dieser Schwenkbewegung der Kassette zu bewegen.

Wie einzusehen ist, kann das zuvor beschriebene und veranschaulichte Ausführungsbeispiel einer Befestigungsanordnung in vielerlei Weise innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung abgewandelt werden. Z.B. kann die Schnecke durch andere Mittel als einen elektrischen Motor angetrieben werden, z. B. durch einen hydraulischen Motor; der Stift 19 kann an der Befestigungsvorrichtung angebracht und die Nut 20 kann an dem zylindrischen Glied vorgesehen sein. Die exzentrische Anordnung der Befestigungsvorrichtung in dem zylindrischen Glied kann auch variiert werden, abhängig von dem gewünschten Bewegungsmuster, und ebenso das Ausmaß, um das die verschiedenen Teile der Nut 20 abgewinkelt sind. Die Vorrichtungen, die die Befestigungsvorrichtung gegen Verdrehung verriegeln, können auch unterschiedliche Gestaltungen gegenüber der gezeigten haben, z. B. können die Vorrichtungen sich axial erstreckende Stangen aufweisen, die in Wellungen laufen, die an der Außenseite der Befestigungsvorrichtung angeordnet sind. Diese Stangen können direkt an einer verdrehbaren Scheibe befestigt sein, die so gelagert ist, daß es ihr möglich ist, sich seitlich zu bewegen. Der vorbeschriebene Mechanismus zum Abschalten des Antriebsmotors der Schnecke kann auch durch einen Detektor ersetzt werden, der direkt das Drehmoment aufnimmt, dem die Befestigungsvorrichtung unterworfen ist, und der ein Abschaltsignal an die Antriebseinrichtung für die Schnecke liefert, wenn dieses Drehmoment einen vorbestimmten Wert überschreitet. Die Erfindung ist daher allein durch den Inhalt der folgenden Ansprüche begrenzt.


Anspruch[de]

1. Anordnung zum sicheren Befestigen eines Walzeinheit-Trägers (2) in einem Walzgerüst, wobei der Träger zur Anlage an dem Walzgerüst durch lineare Bewegung des Trägers gebracht wird, wobei das Walzgerüst eine exzentrisch gelagerte Befestigungsvorrichtung (15) und ein drehbares zylindrisches Glied (14) aufweist, und wobei die Anordnung Mittel (17, 18) zum Verdrehen des zylindrischen Gliedes zwischen einer Befestigungsstellung, in der der Träger gegen das Walzgerüst mit einer vorbestimmten Kraft gedrückt wird, und einer Freigabestellung aufweist, in der der Träger auf das Walzgerüst zu oder von diesem weg bewegt werden kann, ohne durch die Befestigungsvorrichtung behindert zu werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtung (1 S) exzentrisch in dem drehbaren zylindrischen Glied (14) gelagert ist und ein Ende (16) hat, das mit einer Befestigungsoberfläche (16a) versehen ist, die im Befestigungsmodus der Anordnung mit einer komplementären Oberfläche an dem Träger (2) zusammenwirkt, und daß die Befestigungsvorrichtung (15) für eine axiale Bewegung in dem zylindrischen Glied (14) gelagert ist.

2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verdrehmittel für das zylindrische Glied eine Schnecke (17) aufweisen, die mit einem Zahnring (18) in Eingriff steht, der an dem zylindrischen Glied (14) angebracht ist.

3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Element (23), das eine Verdrehung der Befestigungsvorrichtung (15) verhindert.

4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Glied (14) einen Stift (19) aufweist, der sich in einer Nut (20) bewegt, die in der Befestigungsvorrichtung (15) vorgesehen ist, um dadurch die axiale Bewegung der Befestigungsvorrichtung relativ zu dem zylindrischen Glied zu führen.

5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch Mittel (26, 27) zum Bestimmen des Drehmoments, dem die Befestigungsvorrichtung (15) unterworfen ist, und zum Liefern eines Abschaltsignals an die Drehantriebseinrichtung des zylindrischen Glieds (15); wenn das Drehmoment einen bestimmten Wert übersteigt.

6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß, wenn der Träger (2) zur Anlage an dem Walzgerüst gebracht wird, die Anlage erreicht wird durch gegenseitig zusammenwirkende erste Anschlagflächen an dem Träger und an dem Walzgerüst, die geringfügig gegenüber der Struktur des Stützgestells beabstandet sind, daß die Befestigungsvorrichtung (15) unter einem größeren Abstand gegenüber der Struktur des Stützgestells angeordnet ist als die ersten Anschlagflächen, und daß die gegenseitig komplementären zweiten Anschlagflächen des Trägers (2) und des Walzgerüsts, die an der Stelle der Befestigungsvorrichtung angeordnet sind, in der Bewegungsrichtung des Trägers geringfügig gegenseitig beabstandet sind, wenn der Träger zur Anlage an dem Walzgerüst bewegt wird, wobei der Träger veranlaßt wird zu schwenken, wenn die gegenseitig komplementären zweiten Anschlagflächen des Trägers und des Walzgerüsts in Anlage miteinander bewegt werden, wenn die Befestigungsanordnung in ihre Befestigungsstellung gebracht wird.







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