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Dokumentenidentifikation DE19738809A1 11.03.1999
Titel Treppenvorrichtung
Anmelder Baumann Verwertungsgesellschaft GmbH, 88471 Laupheim, DE
Erfinder Baumann, Wolfgang, 88471 Laupheim, DE
Vertreter Patentanwälte Magenbauer, Reimold, Vetter & Abel, 73728 Esslingen
DE-Anmeldedatum 05.09.1997
DE-Aktenzeichen 19738809
Offenlegungstag 11.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.1999
IPC-Hauptklasse E04F 11/035
Zusammenfassung Eine in einem Rohbau zwischen mindestens zwei Geschossen vorübergehend zu errichtende Treppenvorrichtung (1) enthält zwei in vertikaler Lage mit Abstand parallel zueinander auf eine bauseitige Unterlage zu stellende Standteile (2, 3), die mittels einer Strebenanordnung (6, 7) an der Rückseite der Treppenvorrichtung (1) fest miteinander verbindbar sind. Ein oberes Treppenteil (4) ist zwischen den Standteilen (2, 3) lösbar an diesen befestigbar. Das obere Treppenteil (4) bildet unten eine Podestpartie (27) und weist zwischen dieser und dem oben angeordneten Treppenaustritt (28) Treppenstufen (29) auf. Ein unteres Treppenteil (4) mit Treppenstufen (32) wird an der Vorderseite der Podestpartie (27) befestigt und erstreckt sich quer zum oberen Treppenteil (4) nach vorne vor die Standteile (2, 3). Das untere Treppenteil (5) steht mit seinem unteren Ende an einer gebäudeseitigen Bodenfläche auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine in einem Rohbau, insbesondere in einem Treppenhausschacht, zwischen mindestens zwei Geschossen vorübergehend zu errichtende Treppenvorrichtung.

In Rohbauten, in denen noch keine Treppe eingebaut ist, verwendet man üblicherweise Leitern oder irgend welche aus zurechtgeschnittenen Holzteilen bestehende Hilfskonstruktionen, um von Geschoß zu Geschoß zu gelangen. Leitern sind jedoch gefährlich und ermöglichen regelmäßig nur ein unbequemes Hochsteigen. Die üblichen Treppen-Hilfskonstruktionen sind ferner nach ihrem einmaligen Gebrauch häufig nicht mehr verwendbar und werden weggeworfen.

Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Treppenvorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, die wiederverwendbar und verhältnismäßig einfach im Aufbau und in der Montage ist und ein bequemes und sicheres Begehen gestattet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß

  • - zwei mit Abstand parallel zueinander jeweils auf eine bauseitige Unterlage zu stellende, in Gebrauchslage sich in Höhenrichtung erstreckende Standteile,
  • - ein an den Standteilen in der Höhe lösbar befestigbares, im befestigten Zustand zwischen den Standteilen verlaufendes oberes Treppenteil, das an seinem in Gebrauchslage unteren Ende eine ein Treppenpodest bildende Podestpartie und zwischen dieser und seinem dem Treppenaustritt zugewandten oberen Ende Treppenstufen aufweist,
  • - ein mit seinem oberen Ende an der zu den Treppenstufen des oberen Treppenteils rechtwinkeligen, dem Treppenaustritt zugewandten Vorderseite der Podestpartie lösbar befestigbares, Treppenstufen aufweisendes unteres Treppenteil, das im befestigten Zustand quer zum oberen Treppenteil nach vorne vor die Standteile vorsteht und mit seinem dem Treppenantritt zugewandten unteren Ende auf eine gebäudeseitige Bodenfläche stellbar ist, und
  • - eine Strebenanordnung zum festen Verbinden der beiden Standteile miteinander an der Rückseite der Treppenvorrichtung
vorhanden sind.

Zum Errichten dieser Treppenvorrichtung werden die beiden Standteile, gegebenenfalls im Treppenhausschacht, aufgestellt und an ihren Rückseiten durch die Strebenanordnung miteinander verbunden. Sodann hängt man das obere Treppenteil zwischen die beiden Standteile und befestigt das untere Treppenteil an der Podestpartie. Es sind also nur verhältnismäßig wenige Handgriffe nötig, um die Treppenvorrichtung aufzubauen. Dabei stellt die Treppenvorrichtung eine selbsttragende und stabile Konstruktion dar, die sich praktisch überall aufstellen läßt. Ferner weist sie Treppenstufen wie bei einer eingebauten Treppe auf, so daß sie sicher begangen werden kann.

Da sich die Strebenanordnung an der Rückseite der Treppenvorrichtung befindet, bleibt der Raum unter den bei den Treppenteilen frei. Dies ist dann wichtig, wenn mehrere solche Treppenvorrichtungen übereinander in einem Treppenhausschacht angeordnet werden.

Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun anhand der Zeichnung im einzelnen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Treppenvorrichtung im errichteten Zustand in Schrägansicht,

Fig. 2 die Treppenvorrichtung nach Fig. 1 in Draufsicht gemäß der Linie II-II in Fig. 3 in stark schematisierter Darstellungsweise, wobei sich die Treppenvorrichtung in einem Treppenhausschacht befindet,

Fig. 3 zwei übereinander angeordnete Treppenvorrichtungen in stark schematisierter Seitenansicht gemäß Pfeil III in Fig. 2,

Fig. 4 das obere Treppenteil in Seitenansicht gemäß Pfeil IV in den Fig. 1 und 2, wobei der mittlere Bereich des oberen Treppenteils weggeschnitten ist,

Fig. 5 das untere Treppenteil im an der Podestpartie des oberen Treppenteils eingehängten Zustand in zur Fig. 4 rechtwinkeliger Seitenansicht gemäß Pfeil V in den Fig. 1 und 2 in schematischer Teildarstellung und

Fig. 6 das von den beiden Treppengeländerteilen gebildete Geländereck, an dem das untere Treppengeländerteil an das obere Treppengeländerteil angesteckt ist.

Die aus der Zeichnung hervorgehende Treppenvorrichtung 1 ist für Rohbauten gedacht, in denen noch keine Treppe eingebaut ist. Es handelt sich um eine vorübergehend zu errichtende Treppenvorrichtung, die mindestens zwei Geschosse miteinander verbindet.

Bei den die insgesamt in Fig. 1 gezeigte Treppenvorrichtung 1 ergebenden Teilen handelt es sich im wesentlichen um zwei Standteile 2, 3, ein oberes Treppenteil 4, ein unteres Treppenteil 5 sowie um eine beim Ausführungsbeispiel von zwei Aussteifstreben 6, 7 gebildete Strebenanordnung. Aus Sicherheitsgründen können ferner zwei jeweils einem der beiden Treppenteile zugeordnete Treppengeländerteile 8, 9 vorhanden sein. Alle diese Teile sind im zerlegten Zustand der Treppenvorrichtung 1 voneinander getrennt. In diesem Zustand werden sie an die Baustelle geliefert, wo sie an Ort und Stelle zur Treppenvorrichtung 1 zusammengebaut werden, die eine selbsttragende Konstruktion ist, so daß irgend welche Befestigungen am Gebäude entfallen können.

Die beiden Standteile 2, 3 bilden in der Draufsicht sozusagen die Längsenden der Treppenvorrichtung. Sie werden mit Abstand parallel zueinander jeweils auf eine bauseitige Unterlage gestellt, so daß sie sich in Höhenrichtung 11 erstrecken. Die Unterlage 10 wird beim Ausführungsbeispiel vom bereits fertigen Boden 12 des Untergeschosses 13 des Rohbaus gebildet. Dabei enthält der Rohbau einen Treppenhausschacht 14, in dem die Treppenvorrichtung 1 errichtet wird. Von dem Gebäude sind in den Fig. 2 und 3 außerdem eine den Treppenhausschacht 14 an seiner Rückseite begrenzende Gebäudewand 15, der oberhalb des Untergeschoßbodens 12 befindliche Erdgeschoßboden 16 sowie der Obergeschoßboden 17 angedeutet, wobei der Erdgeschoßboden 16 und der Obergeschoßboden 17 zur Bildung des Treppenhausschachtes 14 jeweils eine normalerweise rechteckige Treppenhausausnehmung 18 enthalten. Mit Hilfe der beiden von den Aussteifstreben 6, 7 gebildeten Strebenanordnung werden die beiden aufgestellten Standteile 2, 3 fest miteinander verbunden, so daß sich eine von selbst stehende Anordnung ergibt. Dabei werden die Ausstreifstreben 6, 7 an der beim Ausführungsbeispiel der Gebäudewand 15 zugewandten Rückseite der Treppenvorrichtung 1 an den Standteilen 2, 3 angebracht.

Die Standteile 2, 3 weisen zweckmäßigerweise eine rahmenartige Gestalt mit in Gebrauchslage in Höhenrichtung verlaufenden seitlichen Längsholmen 19, 20 bzw. 21, 22 und mit zwischen den beiden Längsholmen 19, 20 bzw. 21, 22verlaufenden und diese miteinander verbindenden Querholmen 23 bzw. 24 auf (bei beiden Standteilen 2, 3 sind jeweils sämtliche Querholme mit der gleichen Bezugsziffer 23 bzw. 24 bezeichnet worden). Bei jedem Standteil 2, 3 sind mehrere in Standteil-Längsrichtung, d. h. in Gebrauchslage in Höhenrichtung 11, verteilt angeordnete Querholme 23 bzw. 24 vorhanden. Auf diese Weise erhalten die Standteile 2, 3 ein leiterartiges Aussehen.

In Fig. 3 sind die Querholme sowie die Ausstreifstreben 6, 7 der Übersichtlichkeit wegen nicht eingezeichnet worden.

Die Ausstreifstreben 6, 7 werden bei jedem Standteil 2, 3 an dem rückseitigen Längsholm 20 bzw. 22 festgelegt, so daß die beiden rückseitigen Längsholme 20, 22 fest miteinander verbunden werden. Die beiden Ausstreifstreben 6, 7 überkreuzen sich in der Mitte zwischen den bei den Standteilen 2, 3. Die Befestigung der Ausstreifstreben 6, 7 an den Längsholmen 20, 22 erfolgt mit Hilfe von üblichen Kupplungsteilen 25, die lediglich in Fig. 1 angedeutet sind. Da die Verbindung der beiden Standteile 2, 3 mittels der Strebenanordnung 6, 7 an der Rückseite erfolgt, bleibt der zwischen den beiden Standteilen 2, 3 vorhandene Zwischenraum frei.

Die sich ergebende Treppe ist in zwei Bereiche unterteilt, die von dem oberen Treppenteil 4 bzw. dem unteren Treppenteil 5 gebildet werden, die rechtwinkelig zueinander gerichtet sind. Zwischen den beiden Treppenbereichen befindet sich ein Treppenpodest 26.

Das obere Treppenteil 4 wird von einer an den beiden Standteilen 2, 3 in der Höhe lösbar befestigbaren Einheit gebildet, die im befestigten Zustand zwischen den beiden Standteilen 2, 3 verläuft. Das obere Treppenteil 4 weist an seinem in Gebrauchslage unteren Ende eine das Treppenpodest 26 bildende Podestpartie 27 und zwischen dieser und seinem dem oberen Treppenaustritt 28 zugewandten oberen Ende eine Mehrzahl von Treppenstufen 29 auf, von denen der Übersichtlichkeit wegen nur einige mit der Bezugszahl 29 versehen worden sind. Das obere Treppenteil 4 weist in Draufsicht lineare Gestalt auf. Die Trittflächen der Treppenstufen 29 und des Podestes 26 können von aufgebrachten Brettern gebildet werden, sie könnten jedoch auch aus Metallblech bestehen. Gleiches gilt für das obere Ende des oberen Treppenteils 4, wo sich der Treppenaustritt 28 befindet. Dieser Treppenaustritt 28 kann ebenfalls podestartig sein und von Brettern gebildet werden oder aus Metallblech od. dgl. bestehen.

Das obere Treppenteil 4 verläuft also bei errichteter Treppenvorrichtung 1 zwischen den beiden Standteilen 2, 3und somit in Draufsicht innerhalb des durch den Treppenhausschacht 14 vorgegebenen Umrisses. Im errichteten Zustand befindet sich das obere Ende des oberen Treppenteils 4 innerhalb der Ausnehmung 18 des jeweiligen Gebäudebodens 16 bzw. 17. Dort befindet sich der Treppenaustritt 28 im Bereich des Randes der Ausnehmung 18, so daß man beim Hochsteigen die Treppenvorrichtung am Treppenaustritt 28 verläßt und auf den jeweiligen Gebäudeboden steigt. Falls der Spalt zwischen dem Rand der Ausnehmung 18 und der Treppenvorrichtung 1 zu groß ist, kann er beispielsweise durch Brett od. dgl. abgedeckt werden.

Das untere Treppenteil 5 stellt ebenfalls eine Einheit dar und reicht im errichteten Zustand vom Treppenpodest 26 bis zum jeweils unteren Boden 12. Dabei ist das untere Treppenteil 5, wie insbesondere aus den Fig. 1 und 5 hervorgeht, mit seinem oberen Ende an der zu den Treppenstufen 29 des oberen Treppenteils 4 rechtwinkeligen, dem sogenannten Treppenantritt 30 zugewandten Vorderseite 31 der Podestpartie 27 lösbar befestigbar. Hiermit ist gemeint, daß das untere Treppenteil 5 im befestigten Zustand quer zum oberen Treppenteil 4 nach vorne hin von der Podestpartie 27 absteht. Die eigentliche Befestigung muß nicht unmittelbar an der Vorderseite 31 der Podestpartie 27 erfolgen. In diesem Zusammenhang ist die Anordnung ferner so getroffen, daß das untere Treppenteil 5 vor die Standteile 2, 3 nach vorne hin vorsteht.

Das dem Treppenantritt 30 zugewandte untere Ende des unteren Treppenteils 5 ist auf die beim Ausführungsbeispiel vom Untergeschoß-Boden 12 gebildete Bodenfläche stellbar. Das untere Treppenteil 5 weist den Treppenstufen des oberen Treppenteils 4 entsprechende Treppenstufen 32 auf. Wiederum kann die Trittfläche beispielsweise von einem Holzbrett oder auch von einem Metallblech od. dgl. gebildet werden.

Während das obere Treppenteil 4 bei errichteter Treppenvorrichtung innerhalb des Grundrisses des Treppenhausschachtes 14 verläuft, ragt das untere Treppenteil 5 aus dem Treppenhausschacht-Grundriß vor.

Bei den die Treppenvorrichtung 1 ergebenden Teilen handelt es sich sozusagen um einen Bausatz. Zu diesem können weitere Standteile 33 gehören, mit denen sich die in Gebrauchslage auf der bauseitigen Unterlage 10 stehenden unteren Standteile 2, 3 nach oben hin verlängern lassen. Beim Ausführungsbeispiel weisen die Standteile 2, 3 oben an ihren Längsholmen jeweils einen Steckzapfen 34 auf, so daß sich auf jedes Standteil 2, 3 ein Verlängerungs-Standteil 33 aufstecken läßt, dessen Längsholme zumindest unten rohrförmig ausgebildet sind und somit auf die Steckzapfen 34 aufgesteckt werden können. Auf diese Weise lassen sich praktisch beliebig viele Standteile aufeinandersetzen. Die bei den so nach oben hin verlängerten Standteilanordnungen erstrecken sich durch den Treppenhausschacht 14 nach oben bis in den Bereich des obersten Geschoßbodens, den man mit der Treppenvorrichtung erreichen will. An diesen beiden Standteilanordnungen kann man dann zwischen jeweils zwei Geschoßböden ein oberes Treppenteil 4 mit zugeordnetem unteren Treppenteil 5 befestigen. Dabei befindet sich in jedem Geschoß der Treppenantritt 30, d. h. das untere Ende des unteren Treppenteils 5, auf dem jeweiligen Geschoßboden, während sich das jeweilige obere Treppenteil 4 im Treppenhausschacht erstreckt und in Höhe des nächstoberen Geschoßbodens endet, wo man beim Besteigen das obere Treppenteil 4 verläßt. Will man in das nächste Geschoß hochsteigen, geht man auf dem in Höhe des Treppenaustritts 28 befindlichen Geschoßboden zum Treppenantritt 30 des unteren Treppenteils 5 der nächsten Treppenvorrichtung 1.

Es versteht sich, daß auch die nach oben hin folgenden Standteile durch den Ausstreifstreben 6, 7 entsprechende Strebenanordnungen miteinander verbunden sind.

Die übereinander angeordneten Treppenvorrichtungen 1 decken sich in der Draufsicht. In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, daß die Strebenanordnung 6, 7 an der dem unteren Treppenteil 5 entgegengesetzten Rückseite der Treppenvorrichtung 1 angeordnet ist, so daß sie das Begehen der übereinander angeordneten Treppenvorrichtungen nicht stört.

Die beiden unteren Standteile 2, 3 stehen beim Ausführungsbeispiel auf dem Untergeschoßboden 12, auf dem auch das untere Ende des unteren Treppenteils 5 aufliegt. Dies kann jedoch auch anders sein, beispielsweise wenn im untersten Geschoß, beim Ausführungsbeispiel also im Untergeschoß 13, bereits eine feste Treppe eingebaut ist. In diesem Falle wird die Unterlage für die Standteile 2, 3 nicht von dem Boden 12, sondern zumindest bei einem der Standteile von einer Treppenstufe der fertigen Treppe gebildet. Erst im nächsten Geschoß wird dann zwischen die entsprechend verlängerten Standteile ein oberes Treppenteil 4 mit von diesem gehaltenem unteren Treppenteil 5 eingesetzt.

In diesem Zusammenhang ist es zweckmäßig, daß die in Gebrauchslage auf der bauseitigen Unterlage stehenden Standteile 2, 3 in der Länge, d. h. im errichteten Zustand in Höhenrichtung 11, verstellbar sind. Auf diese Weise kann man die Länge des jeweiligen Standteils an die Höhenlage der betreffenden Unterlage anpassen. Diese Höhenverstellbarkeit kann beispielsweise dadurch erreicht werden, daß in jeden Längsholm der Standteile 2, 3 unten ein Holm-Verlängerungsteil 35 eingreift, das ein Außengewinde aufweist, auf das ein hin und her schraubbares Stützelement 36 aufgeschraubt ist, auf dem sich die Stirnseite des betreffenden Standteil-Längsholms abstützt. In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, daß die Längsholme 19, 20 bzw. 21, 22 unabhängig voneinander in der Länge verstellbar sind, so daß die beiden Längsholme des gleichen Standteils auf unterschiedlich hohen Treppenstufen stehen können.

Eine weitere zweckmäßige Maßnahme besteht darin, daß das obere Treppenteil 4 in unterschiedlichen Höhenlagen an den Standteilen 2, 3 befestigbar ist.

Wie aus der Zeichnung ferner hervorgeht, ist das obere Treppenteil 4 an den Standteilen 2, 3 einhängbar. Auf diese Weise müssen zur Montage keine Werkzeuge benutzt werden. Dabei kann das obere Treppenteil 4 hakenartige Einhängeeinrichtungen aufweisen, die auf die Querholme 23 bzw. 24 der Standteile 2 und 3 aufsteckbar sind. Da die Standteile mehrere in Höhenrichtung verteilt angeordnete Querholme 23 bzw. 24 aufweisen, läßt sich das obere Treppenteil 4 somit in entsprechend vielen Höhenlagen an den Standteilen fixieren.

Sowohl am oberen Ende als auch am unteren Ende des oberen Treppenteils 4 befindet sich jeweils eine solche Einhängeeinrichtung, die beim Ausführungsbeispiel von zwei in Querholmrichtung mit Abstand zueinander angeordneten Einhängehaken 37, 38 bzw. 39, 40 gebildet wird, die auf die Querholme der Standteile aufgesetzt werden können, so daß diese übergriffen werden.

Die in der Projektion auf die Horizontalebene sich ergebende Projektionslänge 1 des oberen Treppenteils 4, die der in Richtung des Abstandes zwischen den Standteilen 2, 3 gemessenen Länge entspricht, ist verstellbar, so daß sich die Projektionslänge 1 des oberen Treppenteils 4 an den Abstand zwischen den beiden Standteilen 2, 3 anpassen läßt. Hierzu ist beim Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß das am zugewandten Standteil 3 lösbar befestigbare obere Ende des oberen Treppenteils 4 von einer Endpartie 42 des oberen Treppenteils 4 gebildet wird, die verstellbar an der die Treppenstufen 29 bildenden Treppenstufenpartie 41 dieses Treppenteils 4 angeordnet ist. Diese Endpartie 42 wird bei der dargestellten Treppenvorrichtung 1 von zwei in Gebrauchslage im wesentlichen rechtwinkelig vom zugewandten Standteil 3 abstehenden Tragarmen 43, 44 gebildet, auf die jeweils ein an der Treppenstufenpartie 41 angeordnetes Führungsstück 45 bzw. 46 verschiebbar aufgesteckt ist. Die beiden Tragarme 43, 44 sind also in den Führungsstücken 45, 46 verschiebbar gelagert. Die beiden Tragarme 43, 44 tragen endseitig jeweils einen Einhängehaken 37 bzw. 38, mit dem sie an einen der Querholme 24 des Standteils 3 angehängt werden. Da sie die Führungsstücke 45, 46 der Treppenstufenpartie 41 des oberen Treppenteils 4 durchgreifen, halten sie die Treppenstufenpartie 41 an Ort und Stelle, wobei der Abstand zwischen dem Standteil 3 und der Treppenstufenpartie 41 auf Grund der verschiebbaren Lagerung der Führungsstücke 45, 46 auf den Tragarmen 43, 44 veränderbar ist. Je nachdem, wie weit die Tragarme 43, 44 zum Standteil 3 hin aus den Führungsstücken 45, 46 herausgezogen sind, erhält man am Treppenaustritt 28 ein mehr oder weniger großes Podest, das man mit einem beispielsweise von Brettern gebildeten Belag belegen kann.

Prinzipiell sind Konstruktionen denkbar, bei denen ein einziger solcher Tragarm mit zugeordnetem Führungsstück ausreichend ist.

Die beiden Tragarme 43, 44 und dementsprechend auch die beiden Führungsstücke 45, 46 sind in der Längsrichtung der Querholme 24 entsprechender Breitenrichtung des oberen Treppenteils 4 mit Abstand zueinander angeordnet. Das obere Treppenteil 4 weist ein Treppenteilgestell 47 mit zwei in Treppenteil-Längsrichtung 48 verlaufenden Schrägholmen 49, 50 auf, die etwa im der Treppenstufenbreite b entsprechenden Abstand parallel zueinander angeordnet sind und an ihren oberen Enden jeweils eines der Führungsstücke 45, 46 tragen.

Die beiden Schrägholme 49, 50 können über nicht weiter bezeichnete Querstreben miteinander verbunden sein.

Ferner können an die Schrägholme 49, 50 vorstehende Stützprofilstücke 51 angeschweißt sein, auf denen die Treppenstufen 29 befestigt sind.

An der Podestpartie 27 bildet das Treppenteilgestell 47 einen rechteckigen Rahmen, der mit dem beispielsweise von Brettern gebildeten Podestbelag belegt ist.

Das untere Treppenteil 5 weist ebenfalls ein Treppenteilgestell 52 mit zwei Schrägholmen 54, 55 auf, die im wesentlichen im der Breite b der Treppenstufen 32 des unteren Treppenteils 5 entsprechendem Abstand zueinander in Treppenteil-Längsrichtung 53 verlaufen. Dabei können die beiden Schrägholme 54, 55 ebenfalls über nicht dargestellte bzw. bezeichnete Querstreben miteinander verbunden sein. Dem oberen Treppenteil 4 entsprechend stehen auch von den Schrägholmen 54, 55 des unteren Treppenteils 5 Stützprofilstücke 56 ab, die die Treppenstufen 32 halten.

Das untere Treppenteil 5 weist an seinem oberen Ende eine hakenartige Einhängeeinrichtung auf, die von zwei mit Abstand zueinander angeordneten Einhängehaken 57 gebildet wird. Dieser Einhängeeinrichtung 57 ist an der Vorderseite 31 der Podestpartie 27 des oberen Treppenteils 4 eine Hakeneingriffseinrichtung zugeordnet, die beim Ausführungsbeispiel den beiden Einhängehaken 57 entsprechend von zwei Einhängeteilen 58, 59 gebildet wird.

An seinem unteren Ende weist das untere Treppenteil 5 eine in seiner Projektions-Längsrichtung 60 (diese entspricht der in die Horizontalebene projizierten Längsrichtung 53) verstellbare Auflageeinrichtung 61 auf, mit der das untere Treppenteil 5 auf der gebäudeseitigen Bodenfläche aufliegt. Dabei wird beim Ausführungsbeispiel die Auflageeinrichtung 61 von zwei Auflagearmen 62, 63 gebildet, die verstellbar an der die Treppenstufen 32 bildenden Treppenstufenpartie 64 des unteren Treppenteils 5 angeordnet sind. Dabei ist die Anordnung weiterhin so getroffen, daß am unteren Ende jedes Schrägholms 54, 55 ein Lagerstück 65 bzw. 66 zur verschiebbaren Aufnahme des zugeordneten Auflagearms 62 bzw. 63 angeordnet ist.

Die Anzahl der Auflagearme mit zugeordneten Lagerstücken könnte auch anders sein.

Auf Grund der verstellbaren Auflageeinrichtung 61 kann man das untere Ende des unteren Treppenteils 5 unabhängig von der Breite der Treppenhausausnehmung 18 im jeweiligen Geschoßboden 16, 17 stets auf den Geschoßboden stellen.

Wie bereits erwähnt, ist dem unteren Treppenteil 5 mindestens ein Treppengeländerteil 8 und dem oberen Treppenteil 4 mindestens ein Treppengeländerteil 9 zugeordnet. Im montierten Zustand befinden sich die Geländerteile 8, 9 seitlich an den Treppenteilen. Dabei weisen die Treppenteile 4, 5 Steckaufnahmen zum Einstecken der Treppengeländerteile 8, 9 auf. Dabei ist beim Ausführungsbeispiel am oberen Treppenteil 4 sowohl am oberen als auch am unteren Ende jeweils eine solche Steckaufnahme 67 bzw. 68 vorhanden, während beim unteren Treppenteil 5 nur am unteren Ende eine solche Steckaufnahme 69 angeordnet ist. Die Steckaufnahmen 67, 68, 69 werden von vertikal stehenden Rohrstutzen gebildet, die jeweils an einer endseitigen Treppenstufe seitlich angeordnet sind. Dabei sind, wie aus Fig. 1 hervorgeht, beim Ausführungsbeispiel an beiden Seiten der Treppenteile 4, 5 solche Steckaufnahmen vorhanden. Es sind jedoch nur an einer Seite Geländerteile eingesteckt. Selbstverständlich könnte man auch am unteren Treppenteil 5 sowohl oben als auch unten jeweils eine Steckaufnahme vorsehen.

Die beiden Treppengeländerteile 8, 9 bestehen aus Stabmaterial und bilden in die Steckaufnahmen einsteckbare Geländerpfosten 70, 71 bzw. 72. Dabei ist beim Ausführungsbeispiel vorgesehen, daß der mit der Steckaufnahme 68 am unteren Ende des oberen Treppenteils 4 in Eingriff gelangende Geländerpfosten 71 des oberen Geländerteils 9 eine Einrichtung zum Anstecken des oberen Endes des unteren Treppengeländerteils 8 aufweist. Die beiden Treppengeländerteile 8, 9 sind also durch eine Steckverbindung miteinander verbunden, so daß sich ein fester Zusammenhalt ergibt. Diese Einrichtung wird beim Ausführungsbeispiel durch mindestens eine am Geländerpfosten 71 vorhandene Steckhülse 73 gebildet, in die ein Steckbolzen 74 am unteren Geländerteil 8 in vertikaler Richtung eingesteckt wird.

Die die beschriebene Treppenvorrichtung 1 ergebenden Teile bestehen aus Baustahl und dabei im wesentlichen aus miteinander verschweißten Baustahlprofilstücken.


Anspruch[de]
  1. 1. In einem Rohbau, insbesondere in einem Treppenhausschacht, zwischen mindestens zwei Geschossen vorübergehend zu errichtende Treppenvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - zwei mit Abstand parallel zueinander jeweils auf eine bauseitige Unterlage (10) zu stellende, in Gebrauchslage sich in Höhenrichtung erstreckende Standteile (2, 3),
    2. - ein an den Standteilen (2, 3) in der Höhe lösbar befestigbares, im befestigten Zustand zwischen den Standteilen (2, 3) verlaufendes oberes Treppenteil (4), das an seinem in Gebrauchslage unteren Ende eine ein Treppenpodest (26) bildende Podestpartie (27) und zwischen dieser und seinem dem Treppenaustritt (28) zugewandten oberen Ende Treppenstufen (29) aufweist,
    3. - ein mit seinem oberen Ende an der zu den Treppenstufen (29) des oberen Treppenteils (4) rechtwinkeligen, dem Treppenaustritt (28) zugewandten Vorderseite (31) der Podestpartie (27) lösbar befestigbares, Treppenstufen (32) aufweisendes unteres Treppenteil (5), das im befestigten Zustand quer zum oberen Treppenteil (4) nach vorne vor die Standteile (2, 3) vorsteht und mit seinem dem Treppenantritt (30) zugewandten unteren Ende auf eine gebäudeseitige Bodenfläche stellbar ist, und
    4. - eine Strebenanordnung (6, 7) zum festen Verbinden der beiden Standteile (2, 3) miteinander an der Rückseite der Treppenvorrichtung (1)
    vorhanden sind.
  2. 2. Treppenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Treppenteil (4) in unterschiedlichen Höhenlagen an den Standteilen (2, 3) befestigbar ist.
  3. 3. Treppenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß weitere Standteile (33) zum Verlängern der in Gebrauchslage jeweils auf einer bauseitigen Unterlage (10) stehenden unteren Standteile (2, 3) nach oben hin vorhanden sind.
  4. 4. Treppenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Standteile (2, 3, 33) eine rahmenartige Gestalt mit in Gebrauchslage in Höhenrichtung (11) verlaufenden seitlichen Längsholmen (19, 20 bzw. 21, 22) und mit zwischen den Längsholmen verlaufenden und diese miteinander verbindenden Querholmen (23 bzw. 24) aufweisen.
  5. 5. Treppenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die in Gebrauchslage auf einer bauseitigen Unterlage (10) stehenden Standteile (2, 3) in der Länge verstellbar sind.
  6. 6. Treppenvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsholme (19, 20 bzw. 21, 22) unabhängig voneinander in der Länge verstellbar sind.
  7. 7. Treppenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Treppenteil (4) an den Standteilen (2, 3) einhängbar ist.
  8. 8. Treppenvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Treppenteil (4) hakenartige Einhängeeinrichtungen (37, 38 bzw. 39, 40), die auf die Querholme (24 bzw. 23) der Standteile (3 bzw. 2) aufsteckbar sind, aufweist.
  9. 9. Treppenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die in Richtung des Abstandes zwischen den Standteilen (2, 3) gemessene Projektionslänge (1) des oberen Treppenteils (4) verstellbar ist.
  10. 10. Treppenvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das am zugewandten Standteil (3) lösbar befestigbare obere Ende des oberen Treppenteils (4) von einer verstellbar an der die Treppenstufen (29) bildenden Treppenstufenpartie (41) angeordneten Endpartie (42) des oberen Treppenteils (4) gebildet wird.
  11. 11. Treppenvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Endpartie (42) des oberen Treppenteils (4) mindestens einen in Gebrauchslage im wesentlichen rechtwinkelig vom Standteil (3) abstehenden Tragarm (43, 44) enthält, auf den ein an der Treppenstufenpartie (41) angeordnetes Führungsstück (45, 46) verschiebbar aufgesteckt ist.
  12. 12. Treppenvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß zwei in Breitenrichtung des oberen Treppenteils (4) mit Abstand zueinander angeordnete Tragarme (43, 44) und Führungsstücke (45, 46) vorgesehen sind.
  13. 13. Treppenvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Treppenteil (4) ein Treppenteilgestell (47) mit zwei im wesentlichen im der Treppenstufenbreite entsprechenden Abstand zueinander in Treppenteil-Längsrichtung (48) verlaufenden Schrägholmen (49, 50) aufweist, deren obere Enden die Führungsstücke (45, 46) tragen.
  14. 14. Treppenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Treppenteil (5) an seinem unteren Ende eine in seiner Projektions-Längsrichtung (60) verstellbare Auflageeinrichtung (61) zum Aufliegen auf der gebäudeseitigen Bodenfläche (10) aufweist.
  15. 15. Treppenvorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflageeinrichtung (61) von mindestens einem verstellbar an der die Treppenstufen (32) bildenden Treppenstufenpartie (64) des unteren Treppenteils (5) angeordneten Auflagearm (62, 63) gebildet wird.
  16. 16. Treppenvorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Treppenteil (5) ein Treppenteilgestell (52) mit zwei im wesentlichen im der Treppenstufenbreite entsprechenden Abstand zueinander in Treppenteil-Längsrichtung (53) verlaufenden Schrägholmen (54, 55) aufweist, an deren unterem Ende jeweils ein Lagerstück (65, 66) zur verschiebbaren Aufnahme eines Auflagearms (62, 63) angeordnet ist.
  17. 17. Treppenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Treppenteil (5) an seinem oberen Ende eine hakenartige Einhängeeinrichtung (57) und die Podestpartie (27) an ihrer Vorderseite (31) eine der Einhängeeinrichtung (57) zugeordnete Hakeneingriffseinrichtung (58, 59) aufweist.
  18. 18. Treppenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Treppenteile (4, 5) Steckaufnahmen (67, 68, 69) zum Einstecken von Treppengeländerteilen (8, 9) aufweisen.
  19. 19. Treppenvorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß das sich entlang dem oberen Treppenteil (4) erstreckende Treppengeländerteil (9) einen mit einer Steckaufnahme (68) am unteren Ende des oberen Treppenteils (4) in Eingriff gelangenden Geländerpfosten (71) aufweist, an den das unter Treppengeländerteil (8) ansteckbar ist.






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