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Dokumentenidentifikation DE19739405A1 11.03.1999
Titel Verfahren zur Herstellung eines temperierbaren Bodenbelages und nach dem Verfahren hergestellter temperierbarer Bodenbelag
Anmelder Karlström, Gabriele, 91334 Hemhofen, DE
Erfinder Karlström, Gabriele, 91334 Hemhofen, DE
DE-Anmeldedatum 09.09.1997
DE-Aktenzeichen 19739405
Offenlegungstag 11.03.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.03.1999
IPC-Hauptklasse E04F 15/00
IPC-Nebenklasse F24D 3/14   F24D 13/02   
Zusammenfassung Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeitsunempfindlichen temperierbaren Bodenbelages mit einem, in ein wärmeleitfähiges Material eingebetteten Heiz- oder Kühlelement, wobei das Heiz- oder Kühlelement in einen, in ein elastisches Material eingebrachten Kanal eingelegt wird, sowie ein temperierbarer Bodenbelag, der nach diesem Verfahren hergestellt wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeitsunempfindlichen temperierbaren Bodenbelages mit einem, in ein wärmeleitfähiges Material eingebetteten Heiz- oder Kühlelement, wobei das Heiz- oder Kühlelement in einen, in ein elastisches Material eingebrachten Kanal eingelegt wird, sowie ein temperierbarer Bodenbelag, der nach diesem Verfahren hergestellt wird. Bodenbelag ist dabei jeder auf einer Fläche aufliegender oder lösbar angebrachter Belag.

Verfahren zur Herstellung von temperierbaren Bodenbelägen sind aus der Patentliteratur bekannt.

Aus der deutschen Patentschrift DE 43 29 546 C2 ist ein elektrisch beheizbarer Flachheizkörper bekannt, bei dem ein elektrischer Heizleiter zwischen zwei plattenförmigen Körpern angeordnet ist.

Aus der Gebrauchsmusterschrift DE 92 00 402 U1 ist eine elektrisch beheizbare Fußwärmematte nach Art eines Längs- und Querstegs aufweisenden Gitterrostes mit in der Matte eingebettetem Heizelement in Form eines im wesentlichen mäanderförmig in der Mattenebene verlegten Heizkabels bekannt, bei denen das Heizkabel von einer Vielzahl von zapfenförmigen Ansätzen gehalten wird.

Aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift DE 85 23 328 ist ein flächiges Heizelement bekannt, bei dem der Heizleiter von elektrisch leitfähigen, in Kunststoff eingefüllten Teilchen gebildet wird.

Aus der deutschen Patentanmeldung DE 35 02 838 ist ein elektrisches Heizelement mit einem elektrischen Widerstand bekannt, der in Form einer leitfähigen Kunststoffschicht im Heizelement integriert ist.

Die deutsche Offenlegungsschrift DE 34 23 999 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen einer flexiblen, feuchtigkeitsunempfindlichen Heizmatte, bei der der Heizleiter mit flüssigem Kunststoff eingegossen wird.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von individuell an die Kundenerfordernisse anpaßbare, feuchtigkeitsunempfindliche und temperierbare Bodenbeläge zu schaffen, bei dem ein vorgefertigtes Heiz- oder Kühlelement in einen Kanal eines dafür vorgesehenen Bodenbelages derart eingelegt wird, daß das Heiz- oder Kühlelement leicht auswechselbar und der temperierbare Bodenbelag zum Einlegen eines neuen Heiz- oder Kühlelementes wiederverwendbar ist und daß unterschiedliche, temperierbare Bodenbeläge nach einem Baukastensystem aus nur wenigen Einzelkomponenten herstellbar sein sollen.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch ein Verfahren gelöst, das durch folgende Verfahrensschritte gekennzeichnet ist:

  • 1. mechanische Bearbeitung des temperierbaren Bodenbelagsmaterials und Einbringen einer Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme
  • 2. Einlegen des Heiz- oder Kühlelementes in die Aufnahme
  • 3. Anschließen des Heiz- oder Kühlelementes an die Energiequelle

Die Erfindung wird anhand der Abbildungen näher beschrieben.

In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen temperierbaren Bodenbelages schematisch dargestellt. Der temperierbare Bodenbelag (10) enthält ein mäanderförmig angeordnetes Heiz- oder Kühlelement (11) mit einer Anschlußdose (12) und einer Zuleitung (13). Am Rand des temperierbaren Bodenbelages (10) ist eine Rampe (40) angebracht, die ein ein sicheres Begehen des temperierbaren Bodenbelages oder ein Befahren mit Fahrzeugen, wie Einkaufs- oder Kinderwagen ermöglicht. In Fig. 1b ist der erfindungsgemäße temperierbare Bodenbelag im Schnitt AA' dargestellt. Der temperierbare Bodenbelag liegt in diesem Ausführungsbeispiel unmittelbar auf dem Fußboden (14) auf. Das Heiz- oder Kühlelement (11) ist im Inneren des temperierbaren Bodenbelages (10) angeordnet. Heiz- oder Kühlelement im Sinne der Erfindung ist dabei ein Bauelement, an dessen Oberfläche eine Temperatur erzeugt werden kann, die höher oder niedriger ist als die Temperatur des das Heiz- oder Kühlelement umgebenden Materials und das einen Transport von Wärmenergie in das Material oder aus dem Material heraus ermöglicht. Als Heiz- oder Kühlelemente kommen Heizleiter mit einem elektrisch beheizbaren Widerstandsdraht oder Rohre oder Schläuche zur Anwendung, die mit einer temperierten Flüssigkeit durchströmbar sind.

In Fig. 2 sind verschiedene Anordnungsbeispiele für den Einbau des erfindungsgemäßen temperierbaren Bodenbelages schematisch dargestellt. Fig. 2a zeigt eine Anordnung, bei der zwei temperierbare Bodenbeläge (10, 10') übereinander gestapelt angeordnet sind. Dadurch ist es möglich, mit einem einzigen Typ eines temperierbaren Bodenbelages eine höhere Heizleistung pro Fläche und damit eine höhere bzw. niedrigere Oberflächentemperatur zu erzielen, je nachdem, ob es sich bei den Heiz- oder Kühlelementen in den temperierbaren Bodenbelägen um Heizelemente oder Kühlelemente handelt. In Fig. 2b ist zwischen dem temperierbaren Bodenbelag (10) und dem Fußboden (14) ein Wärmeisolator (16) vorgesehen, der den Wärmetransport zwischen dem temperierbaren Bodenbelag und dem Fußboden behindert. Diese Anordnung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Fußboden (14) aus einem Material hoher Wärmeleitfähigkeit (z. B. Metall) besteht und eine große Wärmekapazität aufweist, so daß der größte Teil der Heizenergie zum Aufheizen des Fußbodens verlorenginge und wenig zur Veränderung der Temperatur der Oberfläche des temperierbaren Bodenbelages beitragen würde. In Fig. 2c ist eine ähnliche Anordnung wie in Fig. 2b gezeigt, wobei jedoch der temperierbare Bodenbelag (10) mit einem Bezugsmaterial (17) belegt ist. Dies kann ein aus Kunststoff hergestellter Kunstrasen oder ein feuchtigkeitsunempfindlicher Teppichboden sein. In Fig. 2d ist ein Ausführungsbeispiel eines temperierbaren Bodenbelages mit einer profilierten Auflagefläche (15) dargestellt, die zum Fußboden (14) hin eine Auflagefläche bildet, die lediglich nur einem kleinen Bruchteil der Gesamtfläche des temperierbaren Bodenbelages entspricht. Dadurch wird eine Isolierwirkung des temperierbaren Bodenbelages gegenüber dem Fußboden (14) erreicht.

In Fig. 3 sind Ausführungsbeispiele für die Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme schematisch dargestellt. Fig. 3a zeigt einen Kanal (20) der in den temperierbaren Bodenbelag (10) eingebracht ist und mit der Unterseite des temperierbaren Bodenbelages durch eine Einführungsnut (21) verbunden ist. Die Unterseite des temperierbaren Bodenbelages (10) enthält als Isolierung gegenüber dem Fußboden eine Lage aus einem Wärmeisolator (16). Das Heiz- oder Kühlelement besteht in diesem Ausführungsbeispiel aus einem elektrischen Heizleitzer (23), der mit einem elektrischen Isolator (24) gegenüber dem temperierbaren Bodenbelagsmaterial isoliert ist. Fig. 3b zeigt einen temperierbaren Bodenbelag, in den eine Nut mit schwalbenschwanzförmigem Querschnitt (22) eingebracht ist, in die eine Heiz- oder Kühlelementaufnahme (32) eingelegt ist, die das Heiz- oder Kühlelement umschließt. Diese Anordnung ist dann vorteilhaft, wenn die Elastizität des temperierbaren Bodenbelagsmaterials eine Aufweitung der Einführungsnut nicht zuläßt. In diesem Fall würde das Heiz- oder Kühlelement zunächst in die Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme (32) eingelegt werden und anschließend die Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme (32) zusammen mit dem Heiz- oder Kühlelement in den temperierbaren Bodenbelag eingeführt werden, wobei die Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme (32) elastisch verformt wird. Die Nut (22) kann auch andere Querschnitte als einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt aufweisen; entscheidend ist jedoch das Vorhandensein von hinterschnittenen Flanken, damit ein Herausfallen der Heiz- oder Kühlelementaufnahme aus dem temperierbaren Bodenbelag verhindert wird.

Fig. 3c zeigt eine Anordnung, bei der ein elektrischer Heizleiter (23) mit einem Isolator (24) umgeben ist und die gesamte Anordnung von einer Heizleiterumhüllung (25) umgeben ist. Die Heizleiterumhüllung kann aus Kunststoff bestehen; es ist jedoch auch vorgesehen, die Heizleiterumhüllung aus einem Metallrohr, beispielsweise aus Edelstahl, herzustellen, das über den Heizleiter unter Verkleinerung des Rohrdurchmessers aufgezogen wird.

Fig. 3d zeigt eine Anordnung des Heiz- oder Kühlelements (11), bei dem die Einführungsnut (21) eine Breite aufweist, die dem Außendurchmesser des Heiz- oder Kühlelements (11) entspricht oder nur wenig kleiner ist. Diese Anordnung kann von Vorteil sein, wenn die Elastizität des temperierbaren Bodenbelagsmaterials eine Aufweitung der Nut nicht oder nur schlecht zuläßt. In diesem Fall wird die Einführungsnut mit einem Dichtungsprofil (26) verschlossen, wobei das Dichtungsprofil eine Sollbruchstelle aufweist, die eine Entfernung des Heiz- oder Kühlelements (11) aus dem temperierbaren Bodenbelag ermöglicht, ohne daß die Form des temperierbare Bodenbelagsmaterials verändert wird. Soll ein defektes Heiz- oder Kühlelement aus dem temperierbaren Bodenbelag entfernt und durch ein neues ersetzt werden, so kann es erforderlich sein, die Form der Einführungsnut (21) mechanisch nachzubearbeiten und die nach dem Entfernen des Heiz- oder Kühlelementes aus dem temperierbaren Bodenbelag an diesem anhaftenden Reste des Dichtungsprofils (26) von dem temperierbaren Bodenbelag zu entfernen.

Fig. 3e zeigt den Schnitt durch einen temperierbaren Bodenbelag (15), bei dem in dem Kanal (20) ein Rohr (28) oder ein Schlauch eingelegt ist, in dessen Innerem ein flüssiges Wärme- oder Kühlmittel (29) strömen kann. Das Wärme- oder Kühlmittel kann beispielsweise temperiertes Wasser sein. Der temperierbare Bodenbelag weist ferner Entwässerungsbohrungen (27) auf, durch die Wasser von der Oberfläche des temperierbaren Bodenbelags an die Unterseite transportiert werden kann und dort abgesaugt werden kann. Die Unterseite des temperierbaren Bodenbelags ist in diesem Fall vorzugsweise profiliert ausgeführt, um das Abfließen des Wassers zu ermöglichen. Wasser tritt beispielsweise dann an der Oberfläche des temperierbaren Bodenbelags auf, wenn Schnee oder Eis durch die Heizenergie zum Schmelzen kommen.

Fig. 3f zeigt einen temperierbaren Bodenbelag (15) mit profilierter Oberfläche und einem Heiz- oder Kühlelement (11) und Entwässerungsbohrungen (27), wobei die Oberfläche der temperierbare Bodenbelag mit einem wasserdurchlässigen Bezugsmaterial (17) belegt ist.

In Fig. 4 ist eine Anordnung eines Heiz- oder Kühlelements in einer Temperierleiste schematisch dargestellt. Derartige Temperierleisten kommen beispielsweise bei Treppenstufen zum Einsatz, um ein Vereisen der Vorderkante der Trittstufe zu verhindern. In einen Betontrittstufe (30) ist eine Nut vorgesehen, in die eine Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme (32) eingelegt ist. Diese trägt wenigstens ein Heiz- oder Kühlelement (11). Das Heiz- oder Kühlelement und die Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme werden von einer Abdeck-Profilleiste (34) abgedeckt, die einen guten Wärmekontakt zu dem Heiz- oder Kühlelement aufweist. Es ist vorgesehen, die Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme (32) an den Flanken mit einem Haltelippen-Profil (33) zu versehen, das in der Nut der Betontrittstufe (30) einklemmbar ist. Es ist vorgesehen, daß die Abdeck-Profilleiste (34) an die Betontrittstufe (30) angeschraubt wird oder in der Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme (32) eingeklemmt wird.

In Fig. 5 sind Ausführungsbeispiele für die Fixierung des erfindungsgemäßen temperierbaren Bodenbelages auf der Unterlage schematisch dargestellt. Fig. 5a zeigt einen Schnitt durch den temperierbaren Bodenbelag (10), in den ein Heiz- oder Kühlelement (11) ein gelegt ist. Der temperierbare Bodenbelag weist ferner einen Kanal auf, der ein Halteseil (42) aufnimmt. Ferner sind an den Seiten des temperierbaren Bodenbelages Rampen (40) angeordnet, die ein Befahren oder Begehen des temperierbaren Bodenbelages erleichtern. Die Rampen sind mit u-förmigen Klammern (41, 41') an dem temperierbaren Bodenbelag befestigt. Die Ansicht in Fig. 5b zeigt schematisch die Anordnung des Halteseiles (42) in dem temperierbaren Bodenbelag (10). Das Halteseil erstreckt sich in diesem Ausführungsbeispiel bis an den Rand des temperierbaren Bodenbelages, wobei in der Nähe des Halteseiles Schrauben (48, 48') angeordnet sind, mit denen der temperierbare Bodenbelag am Untergrund befestigt werden. Es ist auch vorgesehen, das Halteseil über den Rand des temperierbaren Bodenbelages hinaus fortzusetzen und es außerhalb des temperierbaren Bodenbelages an geeigneten Ankern zu verankern. Dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der Fußboden nicht mit Befestigungselementen versehen werden soll. In Fig. 5c und 5d ist ein temperierbarer Bodenbelag (10) im Bereich des Halteseiles (42) im Schnitt dargestellt, wobei eine Umreifungsklammer (43) das Halteseil umschlingt und an der Unterseite des temperierbaren Bodenbelages mit Laschen (45) geschlossen wird. Es ist vorgesehen, eine Lasche als Zahn (44) auszubilden, der nicht an die Unterseite des temperierbaren Bodenbelages herangebogen wird sondern in die Auflagefläche eingreifen kann, sofern diese dafür geeignet ist. In Fig. 5e ist eine Umreifungsklammer (43) dargestellt, die eine Bohrung enthält, welche mit einer Bohrung (47) in dem temperierbaren Bodenbelag fluchtet, in der eine Schraube (48) angeordnet ist, die in einem Dübel (49) im Estrich (31) verankert ist. Die Verankerung des temperierbaren Bodenbelages kann mittels geeigneter Anker in jeden Material des unter dem temperierbaren Bodenbelag befindlichen Untergrundes erfolgen.

In Fig. 6 ist eine Vorrichtung schematisch dargestellt, mittels derer das Einbringen des Heiz- oder Kühlelementes in den Kanal (20) durch die Nut (21) im temperierbaren Bodenbelagsmaterial ermöglicht wird. Die Vorrichtung enthält eine Pflugschar (50), die in die Nut (21) eingreift und diese derart aufweitet, daß das Heiz- oder Kühlelement (11) in den Kanal (20) eingelegt werden kann. Dies erfolgt vorteilhafterweise durch eine Andruckrolle (51). In Bewegungsrichtung hinter der Andruckrolle (51) kann die Vorrichtung weitere Vorrichtungen zum Einlegen eines Reißdrahtes (52) und eines Abdeckprofiles (53) enthalten, wobei das Abdeckprofil (53) mit einer Andruckrolle (54) in die Nut (21) eingedrückt wird. Eine Schweißeinrichtung (55) ist vorgesehen, die beispielsweise mittels Ultraschall, Infrarotstrahlung oder Heißluft das Abdeckprofil (53) mit dem temperierbaren Bodenbelagsmaterial (18) verbindet. Es ist auch vorgesehen, daß ein Abdeckprofil (53) mit einem geeigneten Querschnitt in die Nut (21) eingelegt wird und dort einrastet. Dies ist dann gewährleistet, wenn die Nut (21) beispielsweise einen schwalbenschwanzförmigen Querschnitt aufweist und das Abdeckprofil den gleichen Querschnitt aufweist.

In Fig. 7 ist eine weitere Vorrichtung zum Einlegen des Heiz- oder Kühlelementes (11) in das temperierbare Bodenbelagsmaterial (18) gezeigt. Ein temperierbarer Bodenbelag aus elastischem Material wird über eine um eine Achse (61) drehbar gelagerte Walze (60) gezogen, wobei der Außendurchmesser der Walze derart gewählt ist, daß die Nut (21) soweit aufgeweitet wird, daß eine Aufnahme (63) entsteht, in die das Heiz- oder Kühlelement leicht eingelegt werden kann. Beim Ablauf des temperierbaren Bodenbelages von der Walze (60) schließt sich die Nut (21) wieder. Um den Heizleiter in einer mäanderförmigen Anordnung einzulegen, ist es vorgesehen, die Walze (60) mit balligen Enden (62, 62') zu versehen, wobei die balligen Enden jeweils als Halbkugeln ausgeführt sind, deren Durchmesser dem Durchmesser der Walze entspricht. Der temperierbare Bodenbelag wird in diesem Fall durch geeignete Andruckrollen an die Walze herangeführt und an dieser gehalten.

Verzeichnis der Abbildungen:

Fig. 1 Schematische Darstellung des temperierbaren Bodenbelages

a) Ansicht

b Schnitt AA'

Fig. 2 Einbaubeispiele für temperierbare Bodenbeläge

Fig. 3 Ausführungsbeispiele für Heiz- oder Kühlelement-Aufnahmen

Fig. 4 Temperierleiste

Fig. 5 Fixierung eines temperierbaren Bodenbelages am Untergrund

Fig. 6 Heiz- oder Kühlelementeinlegevorrichtung mit Pflugschar

Fig. 7 Vorrichtung zum Aufweiten der Einführungsnut Bezugszeichenliste 10 temperierbarer Bodenbelag

11 Heiz- oder Kühlelement

12 Anschlußdose

13 Zuleitung

14 Fußboden

15 temperierbarer Bodenbelag mit profilierter Auflagefläche

16 Wärmeisolator

17 Bezugsmaterial

18 temperierbares Bodenbelagsmaterial

19 Fußbodenmatte

20 Kanal für Heiz- oder Kühlelement

21 Einführungsnut

22 Nut mit schwalbenschwanzförmigem Querschnitt

23 elektrischer Heizleiter

24 elektrischer Isolator

25 Heizleiterumhüllung

26 Dichtungsprofil

27 Entwässerungsbohrung

28 Rohr für flüssiges Heiz- oder Kühlmedium

29 flüssiges Heiz- oder Kühlmedium

30 Beton-Trittstufe

31 Estrich

32 Heiz- oder Kühlelement-Aufnahme

33 Haltelippen-Profil

34 Abdeck-Profilleiste

40 Rampe

41 u-förmige Klammer

42 Halteseil

43 Umreifungsklammer

44 Zahn

45 Lasche

46 Lasche

47 Bohrung

48, 48' Schraube

49 Dübel

50 Pflugschar

51 Andruckrolle für Heiz- oder Kühlelement

52 Reißdraht

53 Abdeckprofil

54 Andruckrolle für Abdeckprofil

55 Schweißeinrichtung

60 Walze

61 Achse

62, 62' balliges Walzenende

63 Aufnahme für Heiz- oder Kühlelement mit geweiteter Nut


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Herstellung eines feuchtigkeitsunempfindlichen, temperierbaren Bodenbelages mit einem in ein wärmeleitfähiges Material eingebetteten feuchtigkeitsunempfindlichen Heiz- oder Kühlelement,

    dadurch gekennzeichnet, daß folgende Verfahrensschritte zur Anwendung kommen:
    1. 1. Herstellung eines feuchtigkeitsunempfindlichen Bodenbelages mit einer mäanderförmigen profilierten Nut
    2. 2. Einlegen des Heiz- oder Kühlelementes in die profilierte Nut
    3. 3. Verschließen der profilierten Nut
    4. 4. Anschließen des Heiz- oder Kühlelementes an eine Energiequelle oder -senke,
    wobei zwischen dem Heiz- oder Kühlelement und dem temperierbaren Bodenbelagsmaterial nach dem Verschließen der profilierten Nut eine lösbare Verbindung besteht und daß das Heiz- oder Kühlelement derart in der Nut gehalten wird, daß es ohne Beschädigung des temperierbaren Bodenbelagsmaterials austauschbar ist
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen Querschnitt aufweist, der aus einer Einführungsnut (21) und einem Kanal (20) für das Heiz- oder Kühlelement besteht und daß der Bodenbelag mit der Nut in einem Spritzgußverfahren hergestellt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen Querschnitt aufweist, der aus einer Einführungsnut (21) und einem Kanal (20) für das Heiz- oder Kühlelement besteht und daß der Bodenbelag mit der Nut in einem Preßverfahren hergestellt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen Querschnitt aufweist, der aus einer Einführungsnut (21) und einem Kanal (20) für das Heiz- oder Kühlelement besteht und daß die Nut in den Bodenbelag mit einem Fräswerkzeug eingefräst wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen Querschnitt aufweist, der aus einer Einführungsnut (21) und einem Kanal (20) für das Heiz- oder Kühlelement besteht und daß die Nut in den Bodenbelag mit einem Fräswerkzeug eingefräst wird und daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag vor dem Fräsen gekühlt wird und während des Fräsens eine Temperatur aufweist, bei der der Bodenbelag unelastisch ist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kühlung CO2-Gas verwendet wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kühlung flüssiger Stickstoff (LN2) verwendet wird.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen viereckigen Querschnitt aufweist und daß der Bodenbelag mit der Nut in einem Spritzgußverfahren hergestellt wird.
  9. 9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen viereckigen Querschnitt aufweist und daß der Bodenbelag mit der Nut in einem Preßverfahren hergestellt wird.
  10. 10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen viereckigen Querschnitt aufweist und daß die Nut mit einem Fräser in den Bodenbelag gefräst wird.
  11. 11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen viereckigen Querschnitt aufweist und daß die Nut mit einem Fräser in den Bodenbelag gefräst wird und daß der Querschnitt der Nut schwalbenschwanzförmig ist.
  12. 12. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem elastischen Kunststoffmaterial besteht und die Nut einen viereckigen Querschnitt aufweist und daß die Nut mit einem Fräser in den Bodenbelag gefräst wird und daß der Querschnitt der Nut rechteckig ist.
  13. 13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11-12, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenbelag während des Fräsens mit Kohlendioxidgas (CO2) gekühlt wird.
  14. 14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11-12, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenbelag während des Fräsens mit flüssigem Stickstoff (LN2) gekühlt wird.
  15. 15. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem mineralischem Material besteht und die Nut einen viereckigen Querschnitt aufweist und daß die Nut in den Bodenbelag gefräst wird.
  16. 16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Nut schwalbenschwanzförmig ist.
  17. 17. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Nut rechteckig ist.
  18. 18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feuchtigkeitsunempfindliche Bodenbelag aus einem metallischem Material besteht und die Nut einen viereckigen Querschnitt aufweist und daß die Nut in den Bodenbelag gefräst wird.
  19. 19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Nut schwalbenschwanzförmig ist.
  20. 20. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschnitt der Nut rechteckig ist.
  21. 21. Verfahren nach einem der Ansprüche 8-20, dadurch gekennzeichnet, daß das Heiz- oder Kühlelement in eine elastische Aufnahme (32) eingelegt wird und diese in die Nut eingelegt wird.
  22. 22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1-7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführungsnut (21) über wenigstens einen Bereich des fünffachen Durchmessers des Heiz- oder Kühlelementes (11) aufgeweitet wird und daß das Heiz- oder Kühlelement (11) in den Kanal (20) eingelegt wird.
  23. 23. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag, hergestellt nach einem der Ansprüche 1-22, dadurch gekennzeichnet, daß der temperierbare Bodenbelag an seiner Unterseite mit einer Schicht aus einem wärmeisolierenden Material versehen ist.
  24. 24. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der temperierbare Bodenbelag an seiner Oberseite mit einem Bezugsstoff versehen ist.
  25. 25. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der temperierbare Bodenbelag an seinen seitlichen Rändern mit einer Rampe versehen ist, die einem stufenlosen Übergang vom Fußboden zu der Oberseite des temperierbaren Bodenbelages gewährleistet.
  26. 26. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rampe aus einem Profil mit im wesentlichen dreieckigem Querschnitt besteht und daß die Rampe an den temperierbaren Bodenbelag mit Klammern befestigt ist.
  27. 27. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rampe aus einem Profil mit im wesentlichen dreieckigem Querschnitt besteht und daß die Rampe an den temperierbaren Bodenbelag mit Verbindungsbändern angeschraubt ist.
  28. 28. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rampe aus einem Profil mit im wesentlichen dreieckigem Querschnitt besteht und daß die Rampe an den temperierbaren Bodenbelag mit Verbindungsbändern angenietet ist.
  29. 29. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rampe aus einem Profil mit im wesentlichen dreieckigem Querschnitt besteht und daß das Profil und der temperierbare Bodenbelag seitliche Ausformungen aufweisen, und daß die Ausformungen des temperierbaren Bodenbelages in die Ausformungen der Rampe eingreifen.
  30. 30. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die der temperierbare Bodenbelag ein Halteseil enthält, das in einem Kanal im Inneren des temperierbaren Bodenbelages verlegt ist.
  31. 31. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der temperierbare Bodenbelag Anker enthält, mit denen der temperierbare Bodenbelag am Untergrund befestigbar ist.
  32. 32. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der temperierbare Bodenbelag eine Reihe von Bohrungen aufweist, die sich von der Oberfläche bis zur Unterseite erstrecken und daß die Bohrungen außerhalb der Kanäle für das Heiz- oder Kühlelement angeordnet sind.
  33. 33. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die der temperierbare Bodenbelag aus wenigstens zwei übereinander angeordneten temperierbaren Bodenbelägen besteht.
  34. 34. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Heiz- oder Kühlelement aus einem ummantelten Heizleiter besteht, der einen ohmschen Widerstand enthält.
  35. 35. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Heiz- oder Kühlelement aus einem ummantelten Heizleiter besteht, der einen NTC-Widerstand enthält.
  36. 36. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Heiz- oder Kühlelement aus einem Rohr besteht, das von einem Wärme- oder Kühlmittel durchströmbar ist.
  37. 37. Feuchtigkeitsunempfindlicher temperierbarer Bodenbelag nach einem der oben genannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Heiz- oder Kühlelement aus einem flexiblen Schlauch besteht, das von einem Wärme- oder Kühlmittel durchströmbar ist.






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