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Dokumentenidentifikation DE69505300T2 25.03.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0683259
Titel Vorrichtung zum Positionieren von Fadenführern an auswählbaren Stellen an einer Rundstrickmaschine
Anmelder Matec S.p.A., Scandicci, IT
Erfinder Beconcini, Paolo, I-50100 Firenze, IT
Vertreter GRAMM, LINS & PARTNER, 38122 Braunschweig
DE-Aktenzeichen 69505300
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 24.04.1995
EP-Aktenzeichen 951060813
EP-Offenlegungsdatum 22.11.1995
EP date of grant 14.10.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 25.03.1999
IPC-Hauptklasse D04B 15/58

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine und insbesondere das Zuführen von Faden zu der Maschine, um röhrenförmige Strickwaren, wie Socken oder Strümpfe, herzustellen, und sie betrifft eine Einrichtung zur Positionierung der Zuführfäden an den Nadelhaltern der aktiven Nadeln einer Doppelzylindermaschine.

EP-A-0073745, DE-A-1560930 und GB-A-613 596 offenbaren Beispiele von verschiedenen herkömmlichen Faden- Zuführeinrichtungen für Strickmaschinen.

Doppelzylinder-Rundstrickmaschinen umfassen im allgemeinen im wesentlichen zwei koaxial rotierende Zylinder, welche beide an ihrer äußeren Zylinderoberfläche mit jeweils vielfachen Längsschlitzen ausgestattet sind.

Die jeweiligen Nadeln werden in Schlitzen geführt und bilden durch Kooperieren mit der Kulierplatine während ihres vertikalen Hubs die Strickmasche.

Die Schlitze der Zylinder sind in der Anzahl gleich den Nadeln, die in ihnen mit einer reziproken vertikalen Bewegung gleiten und zwischen den zwei Zylindern ausgetauscht werden: Um Strümpfe herzustellen, kann es im allgemeinen bis zu ungefähr 400 Schlitze pro Zylinder geben, wohingegen für die Herstellung von Herrensocken die Zahl der Nadeln im allgemeinen zwischen 84 und 280 liegt.

Die Nadeln werden in ihrer reziproken vertikalen Bewegung und festgelegten Winkelpositionen und an den größten Höhen ihrer Hübe mit Bezug auf den Zylinder, auf welchem sie angeordnet sind, durch Zuführstationen, welche die Nadeln jedesmal mit dem Zuführfaden, der in dem Strickteil, das hergestellt wird, gestrickt werden muß, bereitstellen, in dieser speziellen Strickreihe und in dieser speziellen Winkelposition zugeführt: Jedesmal wenn die Zuführung sich ändert, ist es notwendig, den vorherigen Zuführfaden mit dem Faden, der die neue Zuführung ausmacht, zu ersetzen.

Jeder Zuführfaden wird durch einen Fadenführer, welcher den Faden von einer Spule wegnimmt, angeliefert: Die verschiedenen Fadenführer sind in gegenseitig verschiedenen Höhen und/oder radialen Abständen angeordnet, so daß sich ihre Bahnen nicht gegenseitig überlagern, und so daß ein Fadenführer seinen Faden bewegen kann, um zu stricken ohne einen weiteren Fadenführer davon abzuhalten, seinen Faden vom Stricken zu entfernen.

In Betätigungseinrichtungen für Fadenführer, welche oft Kurbel-Stangen-Systeme, wie zum Beispiel in Fig. 1 gezeigt wird und mit dem Bezugszeichen 2 bezeichnet wird, umfassen, verfolgt das Ende des Fadenführers für gewöhnlich eine spezielle, üblicherweise gekrümmte Bahn, welche immer dieselbe ist, um ihn von einer inaktiven Position A in eine Position B, in welcher er den Faden nahe dem Zylinder plaziert, und umgekehrt zu bewegen: In herkömmlichen Einrichtungen gibt es den Nachteil, daß jeder Fadenführer seinen Faden nur in einer vorher eingestellten Bahnposition der Nadeln positionieren kann, wodurch eine gewisse Steifigkeit in der Textilproduktion verursacht wird.

Um erhöhte Freiheit beim Stricken und höhere Zuverlässigkeit zu erreichen, wäre es stattdessen nützlich, dazu imstande zu sein, innerhalb eines bestimmten Bereiches, zum Beispiel 10- 20 Nadelstiche, den Punkt zu verändern, bei dem der neue Faden positioniert wird: Diese Möglichkeit wird insbesondere mit Bezug auf die Produktion von Sportsocken für das Zuführen von elastischem Garn und für den Anfangsfaden für jede neue Socke sehr wichtig.

Insbesondere mit Bezug auf die gewöhnliche Bahn, die das Ende des Fadenführers von einer eingefahren inaktiven Position A zu der vorgeschobenen Position B zum Positionieren des Fadens nahe dem Zylinder bewegt, um den Anfangsfaden der Strickröhre zuzuführen, muß das Ende des Fadenführers zu einer noch weiter vorgeschobenen Position C sich bewegen und dann zu der her kömmlichen vorgeschobenen Position B sich bewegen und nachfolgend der üblichen Bahn folgen: Um den elastischen Faden zuzuführen, muß der Fadenführer stattdessen zuerst den Faden in B positionieren und dann in eine Position D bewegen, die mit Bezug auf B eingefahren ist.

Derzeit benutzte Einrichtungen, die diese Anforderung erfüllen, sind bei einigen Lösungen (in welchen der gesamte Fadenführer-Zusammenbau parallel zu sich selbst bewegt, insbesondere voluminös, wohingegen andere Lösungen, die auf den beweglichen Endarm des Fadenführers wirken, als zum Blockieren und zu Fehlfunktionen neigend erkannt worden sind.

Das prinzipielle Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die obenerwähnten Nachteile der bekannten Vorrichtungen aus dem Weg zu räumen, das heißt, eine Einrichtung zur Positionierung von Fadenführern in einer Rundstrickmaschine an auswählbaren Punkten bereitzustellen, die mit Bezug auf die herkömmliche Position entsprechend den Erfordernissen weiter vorgeschoben oder weiter eingefahren sind, welche sehr kompakt und zuverlässig ist und nicht zum Blockieren neigt.

Innerhalb dieses Zielbereichs ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Aufbau zu liefern, der einfach ist, relativ einfach zu praktizieren ist, sicher im Gebrauch ist, effektiv bei Betrieb, und relativ billig ist.

Dieses Ziel und diese Aufgabe werden zusammen durch die vorliegende Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern an auswählbaren Punkten in einer Rundstrickmaschine erreicht, welche eine Einheit um den Fadenführer näher oder weiter weg zu bewegen umfaßt, wobei die Einheit durch ein Stangen-Kurbel- System gebildet wird, in welchem ein Zwischenbereich der Stange so geführt wird, daß sie in bezug zu einem festen Schieber gleiten kann, und das Ende der Stange, das den Fadenführer trägt, angepaßt ist, sich entlang einer gekrümmten Bahn von einer entfernten inaktiven Lage in eine vorgeschobene faden übergebende Lage zu bewegen, wenn die Kurbel angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit mit Elementen versehen ist zum gelenkigen Anbringen an einem festen Rahmen entlang einer im wesentlichen zur Achse der Kurbel parallelen Achse, und daß elastische Rückholmittel und Winkel-Abstandsmittel zwischen der Einheit und dem Rahmen angeordnet sind und selektiv angetrieben werden können, um den Punkt, an dem der Faden positioniert wird, an unterschiedliche Orte zu bewegen.

Weitere Merkmale werden aus der detaillierten Beschreibung einer bevorzugten jedoch nicht ausschließenden Ausführungsform einer Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern an auswählbare Punkte in einer Rundstrickmaschine entsprechend der Erfindung offensichtlich und deutlich werden, welche nur mit Hilfe eines nichteinschränkenden Beispiels in den beigefügten Zeichnungen dargestellt wird, wobei:

Fig. 1 eine teilweise Schnittdraufsicht einer Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern in einer Rundstrickmaschine ist;

Fig. 2 eine teilweise Schnittdraufsicht einer Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern an auswählbaren Punkten in einer Rundstrickmaschine ist;

Fig. 3 eine teilweise Schnittdraufsicht einer weiteren Ausführungsform der Einrichtung von Fig. 2 ist;

Fig. 4 eine Schnittvorderansicht einer Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern an auswählbaren Punkten in einer Rundstrickmaschine ist.

Insbesondere mit Bezug auf die obigen Figuren bezeichnet das Bezugszeichen 1 im allgemeinen eine Einrichtung zum Positionieren von Fadenführern an auswählbaren Punkten in einer Rund strickmaschine entsprechend der Erfindung.

Die Vorrichtung 1 umfaßt eine herkömmliche Einheit 2, um den Fadenführer näher oder weiter weg zu bewegen, welche aus einer plattenähnlichen Tragevorrichtung 3 aufgebaut ist, in welcher ein Achszapfen 4a drehbar befestigt ist; ein Ende einer Kurbel 4 ist an dem Drehzapfen befestigt, und die Kurbel hat an ihrem anderen Ende einen Drehzapfen 5, mit welchem ein Ende einer Stange 6 gelenkig angebracht ist; die Stange 6 bildet einen stumpfen Winkel 7 und hat an ihrem anderen Ende Greifklemmen 8 für einen Fadenführer 9; in einem Zwischenbereich hat die Stange einen Längsschlitz 10, welcher gleitbar mit Bezug auf einen festen Schieber, der aus einem Knopf 11, der innerhalb gleiten kann und fixiert ist, mit Hilfe einer Kupplung, die durch ein Spaltloch 12 und einem Sperrbolzen 13 angeordnet ist, zu dem Ende eines Armes 14 geführt wird, der fest durch Anziehen der Schraube 15 mit der Tragevorrichtung 3 in einer winkligen einstellbaren Position verbunden wird: Durch Verändern der Länge des Armes 14 und seiner Winkelposition mit Bezug auf die Tragevorrichtung 3 ist es möglich, die Bahn, die durch den Fadenführer verfolgt wird, wenn die Kurbel 4 betätigt wird, zu verändern.

In den verschiedenen Figuren beziehen sich die Symbole a, b, c, d, e, und f auf die Positionen, die normalerweise von dem Fadenführer eingenommen werden, und a', b', c', d', e', f' beziehen sich auf auswählbare Positionen: Es wird deutlich gezeigt, daß die Bahnen entsprechend der Länge und der Position des Armes 14 verschieden sind.

Wenn die Kurbel 4 betätigt wird, paßt sich der Fadenführer an, entlang einer gekrümmten Bahn von einer entfernten inaktiven Lage A zu einer vorgeschobenen fadenübergebende Lage B zu folgen.

Die Tragevorrichtung 3 hat entlang ihrer Kante ein Gewindeloch 16 zum Einschrauben von mindestens einem Bolzen 16a, um sie zum Beispiel mit einer Stutzklammer 17, die direkt mit einem festen Verankerungspunkt F verbunden werden kann, zu fixieren, wenn die Möglichkeit des Auswählens des Positionierungspunktes des Fadenführers nicht erforderlich ist.

Wenn der Positionierungspunkt auswählbar sein muß, so kann ein Bolzen 16a in das Loch 16 eingeschraubt werden: Der Bolzen 16a befestigt ein L-geformtes Element 18, an welchem ein Rahmen 20 gelenkig angebracht ist, mit Hilfe eines Bolzen-Mutter-Zusammenbaus 19 entlang einer Achse, die im wesentlichen parallel zu der Achse der Kurbel 4 ist: Der Rahmen 20 kann fest mit Hilfe eines Bolzens 32 mit dem festen Verankerungspunkt F verbunden sein; ein Gewindestift 21 ist steif mit der Tragevorrichtung 3 verbunden und ein Gewindestift 22 ist steif mit dem Rahmen 20 verbunden, und eine Spiralzugfeder 23 wird zwischen den Stiften gedehnt und ist dafür geeignet, die Tragevorrichtung 3 und den Rahmen 20 zueinander unter Zug zu halten.

Zwei parallele Gewindelöcher werden hochkantig in dem Rahmen 20 an den zwei Seiten des Bolzens 19 angeordnet, und zwei Bolzen 24 und 25 können darin eingeschraubt werden; die Bolzen stellen die Hubgrenze für die Bewegung der Tragevorrichtung 3 in Richtung beziehungsweise weg von dem Rahmen 20 ein; jeweilige Sperrmuttern 26 sind auf die Bolzen 24 und 25 aufgeschraubt.

Der zylindrische Sitz 27 für das hermetische Gleiten eines Kolbens 28 ist hochkant an einer mittleren Position des Rahmens 20 gebildet; der Kolben 28 ist dafür gedacht, den Winkelabstand der Tragevorrichtung 3 zu dem Rahmen 20 herzustellen; der Sitz 27 ist mit einer Röhrenleitung 29 zum Einspeisen von Druckluft oder Öl verbunden, und der Kolben 28 ist mit einem Stab 30 verlängert, auf welchem eine ringförmige Dichtung 31 zentriert ist.

Fig. 2 stellt eine Einrichtung dar, in welcher durch Liefern von Druck an 27 der Kolben 28 den Fadenführer auswählt, so daß er sich in eine vorgeschobene Position C mit Bezug auf die Position B bewegt, welche er erreicht, wenn der Kolben inaktiv ist; Fig. 3 stellt stattdessen eine Einrichtung dar, in welcher durch Entfernen des Drucks von 27 der Kolben 28 den Fadenführer auswählt, so daß er sich in eine Position D bewegt, welche mit Bezug auf die Position B, die er erreicht, wenn der Kolben inaktiv ist, eingefahren ist.

Es ist somit gezeigt worden, daß die Erfindung das beabsichtigte Ziel und die Aufgabe erreicht.

Die somit erdachte Erfindung wird für zahlreiche Modifikationen und Veränderungen zugelassen, wovon alle innerhalb des Umfanges des Erfindungskonzeptes sind.

Alle Details können zudem durch andere technische Äquivalente ersetzt werden.

In der Praxis können die verwendeten Materialien als auch die Formen und Dimensionen irgendwelche entsprechend den Anforderungen sein, ohne dadurch den Schutzumfang der Ansprüche, die folgen, zu verlassen.

Dort, wo technische Merkmale, die in irgendeinem Anspruch erwähnt werden, von Bezugszeichen gefolgt werden, sind solche Bezugszeichen für den einzigen Zweck des Erhöhens der Verständlichkeit der Ansprüche eingefügt worden, und dementsprechend haben solche Bezugszeichen keine Einschränkungseffekt auf die Interpretation von jedem Element, das mit Hilfe von Beispielen durch solche Bezugszeichen identifiziert wird.


Anspruch[de]

1. Einrichtung zur Positionierung von Fadenführern an auswählbaren Punkten in einer Rundstrickmaschine, mit einer Einheit (2), um den Fadenführer (9) näher und weiter weg zu bewegen, wobei die Einheit (2) gebildet wird durch ein Stangen-Kurbel- System (4, 6), bei dem ein Zwischenbereich der Stange (6) geführt ist, so daß sie in bezug zu einem festen Schieber (11) gleiten kann, und das Ende der Stange (6), das den Fadenführer (9) trägt, angepaßt ist, sich entlang einer gekrümmten Bahn von einer entfernten inaktiven Lage (A) in eine vorgeschobene fadenübergebende Lage (B) zu bewegen, wenn die Kurbel (4) angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Einheit (2) mit Elementen (18, 19) versehen ist zum gelenkigen Anbringen an einem festen Rahmen (20) entlang einer im wesentlichen zur Achse der Kurbel (4) parallelen Achse, und daß elastische Rückholmittel (23) und Winkel-Abstandsmittel (28) zwischen der Einheit (2) und dem Rahmen (20) angeordnet und selektiv antreibbar sind, um den Punkt (a-f), an dem der Faden positioniert wird, an unterschiedliche Orte (a'-f') zu bewegen.

2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Schieber einen in einem Längsschlitz (10) der Stange (6) gleitenden Knopf (11) aufweist und am Ende eines Armes (14) getragen wird, dessen Winkellage einstellbar ist.

3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Winkel-Abstandsmittel einen fluidbetriebenen Kolben (28) aufweisen.

4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß schraubeinstellbare Näherungs- und Abstandshub-Begrenzer zwischen der Einheit (2) und dem Rahmen (20) angeordnet sind.







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