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Dokumentenidentifikation DE19740200C1 01.04.1999
Titel Kettenwirkmaschine mit Legeschienen
Anmelder Karl Mayer Textilmaschinenfabrik GmbH, 63179 Obertshausen, DE
Erfinder Mista, Kresimir, 63150 Heusenstamm, DE;
Fischer, Joachim, 63110 Rodgau, DE
Vertreter U. Knoblauch und Kollegen, 60320 Frankfurt
DE-Anmeldedatum 12.09.1997
DE-Aktenzeichen 19740200
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.04.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.04.1999
IPC-Hauptklasse D04B 23/00
IPC-Nebenklasse D04B 27/24   D04B 27/02   D04B 27/26   D04B 27/10   
Zusammenfassung Bei einer Kettenwirkmaschine mit Legeschienen (8) gibt es mindestens eine Musterfaden-Legenadel (10) und mindestens eine Bindefaden-Legenadel (11). Die Legeschienen (8) sind durch Versatz-Steuervorrichtungen (14) in Richtung ihrer Längsachse hin und her bewegbar. Musterfaden-Legenadel (10) und Bindefaden-Legenadel (11) sind von einer gemeinsamen Versatz-Steuervorrichtung (14) in der Unterstellung versetzbar. Die mindestens eine Bindefaden-Legenadel (11) ist zwecks Erzeugung eines Unterlegungs- und eines Überlegungsversatzes relativ zur zugehörigen Liegeschiene (8) durch eine Zusatz-Steuervorrichtung (25) in drei Positionen (L, M, R) versetzbar. Hierdurch wird der Aufwand beim Anbinden des Musterfadens (12) an den Warengrund vermindert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kettenwirkmaschine mit Legeschienen, die Grundfaden-Legenadeln zur Erzeugung eines Warengrundes, mindestens eine Musterfaden- Legenadel zum Legen eines Musters auf den Warengrund und mindestens eine Bindefaden-Legenadel zum Anbinden des Musterfadens an den Warengrund tragen und durch Versatz-Steuervorrichtungen in Richtung ihrer Längsachse hin und her bewegbar sind.

Solche Kettenwirkmaschinen, insbesondere Raschelmaschinen, werden bei der Musterung von Gardinen, Spitzenware u. dgl. verwendet. Bei einer bekannten Kettenwirkmaschine dieser Art (DE 30 06 194 C2) wird der Musterfaden in der Form eines Bogens mit nach außen vorstehenden Picots gelegt und durch den Bindefaden an der Grundware festgehalten. Hierfür benötigt man eine erste Legeschiene mit zugehöriger Versatz-Steuervorrichtung für das Legen des mindestens einen Musterfadens und eine zweite Legeschiene mit zugehöriger Versatz-Steuervorrichtung für das Anbinden dieses Musterfadens mit Hilfe des zugehörigen Bindefadens. Bei einer Spitze, die an beiden Rändern mit einem solchen Musterfaden versehen ist, benötigt man daher vier Legeschienen mit entsprechenden Versatz-Steuervorrichtungen.

Aus DE 44 14 876 C2 ist es bekannt, die Legenadeln mindestens einer Legeschiene zusätzlich zum Überlegungs- und Unterlegungsversatz dieser Legeschiene um eine Nadelteilung zu verlagern und in jedem Arbeitszyklus eine musterungsabhängige Auswahl von Legenadeln, die während des Unterlegungsversatzes verlagert werden, und eine zweite musterungsabhängige Auswahl von Legenadeln, die während des Überlegungsversatzes verlagert werden, zu treffen. Für den zusätzlichen Versatz sind streifenförmige Aktoren in der Form piezoelektrischer Biegewandler vorgesehen.

Aus der nicht vorveröffentlichten DE 196 51 053 C1 ist eine Jacquard-Legeschiene bekannt, deren Legenadeln durch Stellglieder einer Nadel-Ansteuerung aus einer Mittelstellung um eine Nadelteilung nach links und um eine Nadelteilung nach rechts hin und her bewegbar sind. Ein zwei Anschlagpaare tragender Block ist durch ein Stellglied einer Anschlag-Steuervorrichtung quer zur Versatzrichtung der Legenadel versetzbar. Hierdurch ist wahlweise ein Versatz der Legenadel auf der linken oder rechten Seite der Mittelstellung möglich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einer Kettenwirkmaschine der eingangs beschriebenen Art den Aufwand für die Musterung mittels des Musterfadens zu verringern.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Musterfaden- und Bindefaden-Legenadeln von einer gemeinsamen Versatz-Steuervorrichtung in der Unterlegungsstellung versetzbar sind und daß die mindestens eine Bindefaden-Legenadel zwecks Erzeugung eines Unterlegungs- und eines Überlegungsversatzes relativ zur zugehörigen Legeschiene durch eine Zusatz-Steuervorrichtung in mindestens drei Positionen versetzbar ist.

Bei dieser Konstruktion wird der Bindefaden-Legenadel ein Grundversatz verliehen, der demjenigen der zugehörigen Musterfaden-Legenadel gleich ist. Das Vermaschen des Bindefadens mit der Grundware erfolgt mit Hilfe der Zusatz-Steuervorrichtung, die einen zum Grundversatz zusätzlichen Versatz erzeugt. Musterfaden-Legenadel und Bindefaden-Legenadel bilden daher eine Einheit, für die eine einzige Grundversatz-Steuervorrichtung ausreicht. Bereits dies bringt eine erhebliche Ersparnis mit sich. Da die Legebarre nur in der Unterlegung versetzt wird, in der Überlegung dagegen lediglich die massearme Legenadel verlagert wird, sind auch höhere Arbeitsgeschwindigkeiten erreichbar.

Besonders günstig ist es, daß Musterfaden- und Bindefaden-Legenadeln von einer gemeinsamen Legeschiene getragen sind. Eine weitere Legeschiene kann daher entfallen. Dies bringt nicht nur eine Verringerung des konstruktiven Aufwandes und Kostenvorteile, sondern auch eine Verringerung der bewegten Massen mit sich, was sich wiederum günstig auf die Arbeitsgeschwindigkeit auswirkt.

Des weiteren empfiehlt es sich, daß die mindestens eine Bindefaden-Legenadel aus einer Mittelstellung um eine Nadelteilung nach links und um eine Nadelteilung nach rechts hin und her bewegbar ist. Dadurch, daß die Bindefaden-Legenadel nur um eine Nadelteilung aus der Mittelstellung versetzt werden muß, ergibt sich eine geringe räumliche Abmessung, trotzdem aber eine sichere Befestigung des Musterfadens an der Grundware.

Konstruktiv ist es hierbei von Vorteil, daß ein zwei Anschlagpaare tragender Block durch eine Anschlag- Steuervorrichtung quer zur Versatzrichtung der Bindefaden-Legenadel versetzbar ist und dadurch wahlweise einen Versatz der Bindefaden-Legenadel auf der linken oder rechten Seite der Mittelstellung ermöglicht. Durch gemeinsame Ansteuerung des Blocks und der Musterfaden- Legenadel erreicht man, daß die drei Positionen dieser Legenadel genau definiert sind.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist dafür gesorgt, daß mindestens eine Musterfaden-Legenadel zwecks Erzeugung eines Picot relativ zur zugehörigen Legeschiene durch eine Nadel-Steuervorrichtung um mindestens eine Nadelteilung hin und her bewegbar ist. Durch diesen zusätzlichen Versatz ergeben sich Musterfaden- Schlaufen (Picots), die zu einer leichteren Trennung von Spitzenbändern beitragen und gleichzeitig den Spitzenrand verschönern.

Besonders günstig ist es, daß eine Musterfaden-Legenadel und eine Bindefaden-Legenadel von einer gemeinsamen Halterung getragen sind, die lösbar an der zugehörigen Legeschiene befestigt ist. Musterfaden-Legenadel und Bindefaden-Legenadel bilden daher eine Einheit, die für sich gehandhabt werden kann.

Von Vorteil ist es auch, daß die Stellglieder der Zusatz-Steuervorrichtung und/oder der Nadel-Steuervorrichtung und/oder der Anschlag-Steuervorrichtung durch streifenförmige Aktoren in der Form piezoelektrischer Biegewandler gebildet sind, die an einem Ende eingespannt sind und am anderen Ende die Legenadel bzw. den Block tragen. Derartige Aktoren nehmen wenig Platz ein und erlauben einen ausreichenden Versatz.

Im einzelnen empfiehlt es sich, daß die die beiden Legenadeln tragenden Aktoren parallel nebeneinander an der Halterung angebracht sind und mindestens die eine Legenadel zwecks Ausrichtung mit der anderen Legenadel in Versatzrichtung eine Abwinkelung aufweist. Dies führt zu einem kompakten Aufbau.

Darüber hinaus ist es günstig, daß der den Block tragende Aktor neben den beiden Legenadeln tragenden Aktoren, und quer hierzu an der Halterung angebracht ist und der Block zwischen den beiden Legenadeln hindurch greift. Alle drei Aktoren lassen sich auf diese Weise mit geringen Außenabmessungen unterbringen.

Vorteilhaft ist es ferner, daß zwei Legeschienen mit je mindestens einer Musterfaden-Legenadel und zugehöriger Bindefaden-Legenadel spiegelbildlich nebeneinander angeordnet sind. Auf diese Weise können die Ränder zweier benachbarter Spitzen mit geringem Abstand voneinander erzeugt werden, was zu einer guten Ausnutzung der Breite der Kettenwirkmaschine führt.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 den Arbeitsbereich einer erfindungsgemäßen Kettenwirkmaschine mit anschließenden Legeschienen,

Fig. 2 zwei benachbarte Halterungen in Seitenansicht,

Fig. 3 die rechte Halterung der Fig. 2 in Seitenansicht,

Fig. 4 die Halterung der Fig. 3 in Vorderansicht,

Fig. 5 den unteren Teil der Fig. 3 in vergrößerter Darstellung,

Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie A-B in Fig. 5,

Fig. 7 in einer Darstellung ähnlich Fig. 6 den die Anschläge tragenden Block in versetzter Position und

Fig. 8 ein Legungsbild mit dem erfindungsgemäß verlegten Musterfaden mit zugehörigem Bindefaden.

Aus Fig. 1 ist der Arbeitsbereich 1 einer Kettenwirkmaschine ersichtlich. Mit Hilfe von Wirknadeln 2 wird eine Maschenware 3 erzeugt, die über Abschlagplatinen 4 abgezogen wird. Eine Legeschiene 5 trägt Lochnadeln 6, mit denen Grundfäden 7 zur Bildung eines Warengrundes, beispielsweise in Trikotlegung, zugeführt werden. Eine erste Musterungs-Legeschiene 8 trägt Halterungen 9, an denen, wie noch näher beschrieben wird, Musterfaden- Legenadeln 10 und Bindefaden-Legenadeln 11 angebracht sind, mit den mindestens ein Musterfaden 12 und ein Bindefaden 13 zugeführt werden. Dicht benachbart ist eine spiegelbildlich ähnliche Anordnung mit einer Legeschiene 108, daran angebrachten Halterungen 109 und hiervon getragenen Musterfaden-Legenadeln 110 und Bindefaden-Legenadeln 111. In der Seitenansicht der Fig. 1 liegen die Musterfaden-Legenadeln 110 hinter den Musterfaden-Legenadeln 10 und die Bindefaden-Legenadeln 111 hinter den Bindefaden-Legenadeln 11. Die Legeschienen 5, 8 und 108 können in üblicher Weise durch die Nadelgassen geschwenkt und als Ganzes durch je eine in Fig. 3 als gestrichelter Pfeil angedeutete Versatz- Steuervorrichtung 14 hin und her bewegt werden.

Die nachstehenden Fig. 3 bis 7 zeigen Einzelheiten der rechten Halterung 9 aus Fig. 2. Ein streifenförmiger Aktor 15 in der Form eines piezoelektrischen Biegewandlers ist mit seinem oberen Ende in dem Schlitz einer Leiste 16 an der Halterung 9 befestigt und trägt am unteren Ende die Musterfaden-Legenadel 10. Parallel hierzu und dicht daneben ist ein zweiter Aktor 17 angeordnet, der wiederum mit seinem oberen Ende in einem Schlitz der Halterung 16 befestigt ist und an seinem unteren Ende über eine Abwinkelung 18 die Bindefaden- Legenadel 11 trägt.

Ferner gibt es einen dritten Aktor 19, der neben den beiden Aktoren 15 und 17 sowie quer hierzu angeordnet ist. Er ist mit seinem oberen Ende wiederum an der Halterung 9 befestigt und weist an seinem unteren Ende einen Block 20 auf, der vier Anschläge 21 bis 24 trägt, so daß sich die Bindefaden-Legenadel 11 in der Stellung des Blocks 20 gemäß Fig. 6 zwischen den Anschlägen 21 und 22 sowie in der Stellung des Blocks 20 gemäß Fig. 7 zwischen den Anschlägen 23 und 24 hin und her bewegen kann. Hierbei greift der Block 20 zwischen den beiden Legenadeln 10 und 11 hindurch. Infolgedessen kann die Bindefaden-Legenadel 11 durch eine als ausgezogener Pfeil angedeutete Zusatz-Steuervorrichtung 25 aus einer Mittelstellung M in eine linke Position L oder in eine rechte Position R und zurück bewegt werden.

Ein Bügel 26 ist am unteren Ende der Halterung 9 befestigt. Er weist zwei Vorsprünge 27 und 28 auf, welche der Führung des Bindefadens 13 beziehungsweise des Musterfadens 12 dienen. Durch eine als Doppelpfeil angedeutete Nadel-Steuervorrichtung 31 kann die Musterfaden-Legenadel 10 zwischen zwei Anschlägen 29 und 30 hin und her bewegt werden.

Die Aktoren 15, 17 und 19 sind über elektrische Leitungen 32 mit einer elektrischen Steuervorrichtung 33 verbunden, welche den Aktoren musterungsgemäß Schaltbefehle zuführt.

Mit Hilfe der veranschaulichten Kettenwirkmaschine, insbesondere Raschelmaschine, kann gemäß dem Legebild der Fig. 8 gearbeitet werden. Diese Figur zeigt das Legungsschema für den rechten Spitzenrand mit Hilfslinien zur besseren Verdeutlichung des Bewegungsablaufs. Der linke Spitzenrand kann in spiegelbildlicher Weise erzeugt werden. Dargestellt sind die Nadelgassen a bis g und die aufeinanderfolgenden Maschenreihen I bis XV. Der Warengrund 34 wird hier durch als Franse gelegte Kettfäden 35 und nicht veranschaulichte Schußfäden gebildet.

Der dick gezeichnete Musterfaden 12 wird allein durch den Unterlegungsversatz der Legeschiene 8 in dem gewünschten Muster gelegt. Lediglich bei den Maschenreihen I, VI und XIII wird zusätzlich mit Hilfe des Aktors 15 ein Nadelversatz ausgeführt, so daß Musterfadenschlaufen 36 gebildet werden, die später - nach Abtrennen oder Auflösen der rechts des Musterfadens 12 befindlichen Teile der Grundware 34 - die sogenannten Picots bilden.

Im einzelnen wird wie folgt vorgegangen. Als Grundstellung wird diejenige Stellung definiert, bei welcher die den Bindefaden 13 führende Legenadel 11 in der Mittelstellung M und die den Musterfaden 12 führende Legenadel 10 links am Anschlag 29 liegt. Diese Definition gilt für die Musterlegung am rechten Spitzenrand. Für den linken Spitzenrand wird in der Grundstellung die Musterfaden-Legenadel 10 am rechten Anschlag 30 gehalten.

Beide Fäden 12 und 13 kommen, in der Grundstellung gehalten, durch die Gasse d an. Der Bindefaden 13 wird in der Unterlegung mittels des an der Legenadel 11 angreifenden Aktors 17 nach links in die Gasse c versetzt und der Musterfaden 12 mittels des an der Legenadel 10 angreifenden Aktors 15 nach rechts in die Gasse e, wie das die die Zusatz-Steuervorrichtung 25 und die Nadel- Steuervorrichtung 31 andeutenden Pfeile zeigen. Anschließend versetzt der Aktor 17 die Bindefaden-Legenadel 11 in Überlegung zur Mittelstellung M in die Gasse d. Durch den Versatz der Musterfaden-Legenadel 10 in Gasse d wird am Musterfaden 12 die Schlaufe 36 gebildet. Im nächsten Schritt wird die Legeschiene 8 für zwei Gassen nach links versetzt, wie durch den Pfeil 14 verdeutlicht ist. So stehen der Bindefaden 13 und der Musterfaden 12 in der Gasse b. Damit ist wieder die Grundstellung erreicht. Für die zweite Maschenreihe II wird die Bindefaden-Legenadel 13 in der Unterlegung nach rechts und in der Überlegung wieder zur Mitte geschaltet; damit ist die zweite Maschenreihe II beendet. In der Grundstellung stehend, werden dann beide Fäden 12 und 13 durch die Gasse c geführt, um die Maschenreihe III zu beginnen. In ähnlicher Weise werden die folgenden Maschenreihen gebildet.

Von der veranschaulichten Darstellung kann in vielfacher Hinsicht abgewichen werden, ohne den Grundgedanken der Erfindung zu verlassen. Die aus den Legeschienen 8, 108 bestehende Musterungseinheit kann auch vor der Grundlegeschiene 5 angeordnet sein. Auf diese Weise tritt der Musterfaden 12 deutlicher hervor. Ferner kann auf die Steuerbarkeit der Musterfaden-Legenadel 10 verzichtet werden, wenn keine Picots erzeugt werden sollen. Auch wenn die Musterfaden-Legenadeln 10 und die Bindefaden-Legenadeln 11 je eine eigene Legeschiene besitzen, ergibt sich aufgrund einer gemeinsamen Versatz- Steuervorrichtung eine wesentliche Einsparung. Der mittels der Nadel-Steuervorrichtung 31 bewirkte Versatz der Musterfaden-Legenadel 13 kann auch über mehr als eine Nadelteilung verlaufen, um längere Picots zu erhalten. Bei der Musterung des rechten Spitzenrandes nach Fig. 8 kann der Musterfaden eines spiegelbildlich verlaufenden Spitzenrandes über die unmittelbar rechts neben dem Musterfaden 12 befindlichen Nadeln 2 gelegt werden. Zum Trennen der Spitzen können übliche Maßnahmen, wie Verwendung eines Trennfadens oder eines auflösbaren Fadens, verwendet werden. Statt der veranschaulichten Aktoren kommen auch andere Stellglieder für den Nadelversatz in Betracht. Beispielsweise Drängelemente, die mechanisch oder elektromagnetisch betätigt werden (DE 33 21 733 C1).


Anspruch[de]
  1. 1. Kettenwirkmaschine mit Legeschienen, die Grundfaden-Legenadeln zur Erzeugung eines Warengrundes, mindestens eine Musterfaden-Legenadel zum Legen eines Musters auf den Warengrund und mindestens eine Bindefaden-Legenadel zum Anbinden des Musterfadens an den Warengrund tragen und durch Versatz-Steuervorrichtungen in Richtung ihrer Längsachse hin und her bewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß Musterfaden- und Bindefaden-Legenadeln (10, 11; 110, 111) von einer gemeinsamen Versatz-Steuervorrichtung (14) in der Unterlegungsstellung versetzbar sind und daß die mindestens eine Bindefaden- Legenadel (11, 111) zwecks Erzeugung eines Unterlegungs- und eines Überlegungsversatzes relativ zur zugehörigen Legeschiene (8; 108) durch eine Zusatzsteuervorrichtung (25) in mindestens drei Positionen (L, M, R) versetzbar ist.
  2. 2. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Musterfaden- und Bindefaden-Legenadeln (10, 11; 110, 111) von einer gemeinsamen Legeschiene (8; 108) getragen sind.
  3. 3. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Bindefaden- Legenadel (11) aus einer Mittelstellung (M) um eine Nadelteilung nach links und um eine Nadelteilung nach rechts hin und her bewegbar ist.
  4. 4. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein zwei Anschlagpaare (21, 22; 23, 24) tragender Block (20) durch eine Anschlag- Steuervorrichtung quer zur Versatzrichtung der Bindefaden-Legenadel (11) versetzbar ist und dadurch wahlweise einen Versatz der Bindefaden-Legenadel (11) auf der linken oder rechten Seite der Mittelstellung (M) ermöglicht.
  5. 5. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Musterfaden-Legenadel (10) zwecks Erzeugung eines Picot relativ zur zugehörigen Legeschiene (8) durch eine Nadel-Steuervorrichtung (31) um mindestens eine Nadelteilung hin und her bewegbar ist.
  6. 6. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Musterfaden- Legenadel (10, 110) und eine Bindefaden-Legenadel (11, 111) von einer gemeinsamen Halterung (9; 109) getragen sind, die lösbar an der zugehörigen Legeschiene (8; 108) befestigt ist.
  7. 7. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellglieder zur Zusatz-Steuervorrichtung (25) und/oder der Nadelsteuervorrichtung (31) und/oder der Anschlagsteuervorrichtung durch streifenförmige Aktoren (15, 17, 19) in der Form piezoelektrischer Biegewandler gebildet sind, die an einem Ende eingespannt sind und am anderen Ende die Legenadel (10, 11) bzw. den Block (20) tragen.
  8. 8. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die beiden Legenadeln (10, 11) tragenden Aktoren (15, 17) parallel nebeneinander an der Halterung (9) angebracht sind und mindestens die eine Legenadel (11) zwecks Ausrichtung mit der anderen Legenadel (10) in Versatzrichtung eine Abwinkelung (18) aufweist.
  9. 9. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der den Block (20) tragende Aktor (19) neben den beiden Legenadeln (10, 11) tragenden Aktoren (15, 17) und quer hierzu an der Halterung (9) angebracht ist und der Block (20) zwischen den beiden Legenadeln (10, 11) hindurch greift.
  10. 10. Kettenwirkmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Legeschienen (8, 108) mit je mindestens einer Musterfaden- Legenadel (10; 110) und zugehöriger Bindefaden- Legenadel (11; 111) spiegelbildlich nebeneinander angeordnet sind.






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