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Dokumentenidentifikation DE4023305C2 01.04.1999
Titel Klappe in einem Luftführungskanal
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 80809 München, DE
Erfinder Kazenwadel, Horst, 80639 München, DE
DE-Anmeldedatum 21.07.1990
DE-Aktenzeichen 4023305
Offenlegungstag 23.01.1992
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.04.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.04.1999
IPC-Hauptklasse F24F 13/10
IPC-Nebenklasse F24F 13/12   F16K 3/04   B60H 1/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Klappe in einem Luftführungskanal insbesondere einer Fahrzeug-Belüftungsanlage, mit einer im wesentlichen dem Kanalquerschnitt angepaßten ersten Wand und einer winkelig dazu angeordneten zweiten Wand, die der Mündung eines zweiten, im Luftführungskanal mündenden Seitenkanales angepaßt ist, wobei die Klappe um eine durch die erste Wand verlaufende Achse verdrehbar ist.

Eine derartige Anordnung ist aus der DE-OS 20 07 226 bekannt.

Einsatz finden kann eine derartige Klappe beispielsweise bei der Umschaltung von Frischluftbetrieb auf Umluftbetrieb einer Fahrzeug- Belüftungsanlage. Üblich ist es bislang, hierfür zwei verschiedene Klappen vorzusehen, wobei eine erste Klappe einen Ansaugkanal für Frischluft öffnet oder verschließt und eine zweite Klappe hierzu gegensinnig einen Ansaugkanal für Umluft verschließt oder öffnet. Der hiermit verbundene Bau- und Steuerungsaufwand läßt sich verringern, wenn man auf eine Klappe nach dem aus der DE-OS 20 07 226 bekannten Prinzip zurückgreift. Mit einer einzigen Drehbewegung kann hiermit ein erster Kanal versperrt und gleichzeitig ein zweiter Kanal geöffnet werden.

Da jedoch eine sichere Abdichtung bei der bekannten Klappenanordnung kaum erzielbar ist, hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, hierfür Verbesserungen aufzuzeigen.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß die zweite Wand (der Klappe) in Schließstellung der Seitenkanal-Mündung am Mündungs-Umfang anliegt. Hierdurch ist gewährleistet, daß der Seitenkanal sicher abgeschlossen wird, wenn dies gewünscht ist. Ein sicheres Verschließen des ersten Luftführungskanales hingegen ist durch die erste Klappenwand gewährleistet, die wie üblich um eine Achse verdrehbar ist, die durch die erste Klappenwand verläuft.

Zur Unterstützung der Dichtwirkung insbesondere zwischen der zweiten Wand sowie der Seitenkanal-Mündung können dabei entsprechend ausgebildete Dichtelemente vorgesehen sein.

Ein lediglich schematisch dargestelltes, bevorzugtes Ausführungsbeispiel dient der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigt

Fig. 1 einen Schnitt durch einen Luftführungskanal mit erfindungsgemäßer Klappe, wobei die Mündungsöffnung des Seitenkanales verschlossen ist, und

Fig. 2 eine Darstellung entsprechend Fig. 1 bei geöffnetem Seitenkanal.

Ein Luftführungskanal 1 erstreckt sich von einer Frischluft-Ansaugöffnung 2 zu einer Fahrzeug-Belüftungsanlage 3. Alternativ kann der Fahrzeug- Belüftungsanlage 3 Umluft aus dem Fahrzeug-Innenraum zugeführt werden; hierzu mündet in den Luftführungskanal 1 ein (zweiter) Seitenkanal. Wie gezeigt, ist die Mündung 4 des Seitenkanales im Luftführungskanal 1 etwa halbkreisförmig.

Innerhalb des Luftführungskanales 1 ist im Bereich der Mündung 4 eine Klappe 5 angeordnet. Diese Klappe 5 besteht aus einer ersten Wand 6, die im wesentlichen senkrecht zum Luftführungskanal 1 angeordnet und im wesentlichen dem Querschnitt des Luftführungskanales angepaßt ist, sowie aus einer zweiten Wand 7, die der Mündung 4 des Seitenkanales angepaßt ist. Die Klappe ist um eine durch die erste Wand 6 verlaufende Achse 8 verdrehbar. Fig. 1 zeigt die Klappe 5 in einer die Mündung 4 verschließenden und den Weg zur Frischluft-Ansaugöffnung 2 freigebenden Position. Um in dieser Position den Seitenkanal sicher und dicht abzusperren, liegt die zweite Wand 7 der Klappe 5 am Umfang der Mündung 4 auf der Kanalwand 9 des Luftführungskanales 1 auf. Dabei sind an der der Kanalwand 9 zugewandten Seite der zweiten Wand 7 entsprechend angepaßte Dichtelemente (nicht gezeigt) vorgesehen.

Soll der Weg zur Frischluft-Ansaugöffnung 2 abgesperrt und dafür der Weg zum Seitenkanal freigegeben werden, so wird die Klappe 5 gemäß Pfeilrichtung 11 in die in Fig. 2 dargestellte Position bewegt. Hier verschließt die erste Wand 6, die an den Querschnitt des Luftführungskanales 1 angepaßt ist, den Weg zur Frischluft-Ansaugöffnung 2. Dafür ist die in der Fig. 2 gezeigte linke Hälfte der Mündung 4 des Seitenkanales (Umluft-Ansaugkanal) vollständig geöffnet.

Mit der gezeigten Klappenausbildung, die in konstruktiven Ausarbeitungen selbstverständlich auch von den gezeigten Prinzipskizzen abweichen kann, ist es sicher und auf einfache Weise möglich, beispielsweise eine Fahrzeug- Belüftungsanlage entweder mit einer Frischluft-Ansaugöffnung oder mit einer Umluft-Ansaugöffnung (über einen Seitenkanal) zu verbinden. Da bei einem Umschaltvorgang lediglich eine einzige Klappe betätigt werden muß, sind darüber hinaus die erforderlichen Betätigungskräfte gering.


Anspruch[de]
  1. 1. Klappe in einem Luftführungskanal (1) insbesondere einer Fahrzeug- Belüftungsanlage, mit einer im wesentlichen dem Kanalquerschnitt angepaßten ersten Wand (6) und einer winkelig dazu angeordneten zweiten Wand (7), die der Mündung (4) eines zweiten, im Luftführungskanal (1) mündenden Seitenkanales angepaßt ist, wobei die Klappe (5) um eine durch die erste Wand (6) verlaufende Achse (8) verdrehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wand (7) in Schließstellung der Seitenkanal-Mündung (4) am Mündungsumfang (Kanalwand 9) anliegt.
  2. 2. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der zweiten Wand (7) und/oder an einer Kanalwand (9) des Luftführungskanales (1) im Mündungsbereich des Seitenkanales im wesentlichen der Mündung (4) angepaßte Dichtelemente vorgesehen sind.






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