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Dokumentenidentifikation DE69320295T2 01.04.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0594169
Titel Flachstrickmaschine mit Übertragevorrichtung
Anmelder Shima Seiki Mfg. Ltd., Wakayama, JP
Erfinder Hirai, Ikuhito, Wakayama-shi, Wakayama-ken, JP;
Shibuta, Takekazu, Wakayama-shi, Wakayama-ken, JP
Vertreter Säger und Kollegen, 81677 München
DE-Aktenzeichen 69320295
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 21.10.1993
EP-Aktenzeichen 931170740
EP-Offenlegungsdatum 27.04.1994
EP date of grant 12.08.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.04.1999
IPC-Hauptklasse D04B 7/20

Beschreibung[de]
ALLGEMEINES ZUR ERFINDUNG 1. Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Verbesserungen bei einer Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik.

2. Beschreibung des einschlägigen Standes der Technik

Bei einer üblichen Flachstrickmaschine ist ein Paar Nadelbetten, die jeweils bewegliche Stricknadeln enthalten, so angeordnet, daß diese in Seifenansicht die Form eines umgekehrten V bilden. Beim Stricken eines Rippengewirks unter Verwendung vorderer und hinterer Stricknadeln dieser Flachstrickmaschine ist es unmöglich, in einer Maschenreihe in einem Mittelbereich abzunehmen.

Zur Lösung dieses Problems wird in der japanischen Auslegeschrift Nr. 41- 7907 eine Flachbettstrickmaschine beschrieben, bei welcher ein Paar Nadelbetten, die bewegliche Stricknadeln enthalten, so angeordnet, daß diese in Seitenansicht die Form eines umgekehrten V aufweisen, wobei jedes Umsetzwippenbett, das bewegliche Wippen in Wippenvertiefungen enthält, über jedem Nadelbett angeordnet ist, so daß eine umzusetzende Masche von der Stricknadel auf die Umsetzwippe übertragen wird und die mit der Umsetzwippe in Eingriff stehende Masche auf eine andere Stricknadel umgesetzt wird, nachdem die mit der Masche in Eingriff stehende Umsetzwippe in Querrichtung bewegt wurde.

Des weiteren wird in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 1-168948 eine Flachstrickmaschine beschrieben, bei welcher ein Umsetzwippenbett über einem Nadelbett von Stützteilen abgestützt wird, wobei Umsetzwippen, an deren Vorderenden Abschnitte zum Eingriff in Maschen ausgebildet sind und die in dem Umsetzbett beweglich angeordnet sind, von einem Umsetznocken, dem ein Schlitten folgt, nach vorn und hinten bewegt werden, wobei das Umsetzwippenbett in Quer richtung von einer Antriebseinrichtung bewegt wird, die auf einer Seite des Umsetzwippenbetts vorgesehen ist, und wobei eine Masche, die mit dem Mascheneingriffsbereich in Eingriff steht, in Querrichtung bewegt und die Masche anschließend auf eine andere Stricknadel umgesetzt wird.

Außerdem offenbart die japanische Auslegeschrift Nr. 1-57173 desselben Anmelders eine Flachstrickmaschine, bei welcher sogenannte "Viererbetten" dadurch gebildet werden, daß ein Paar oberer und unterer vorderer und hinterer Nadelbetten angeordnet wird, wobei eine Masche dadurch umgesetzt wird, daß Stricknadeln in jedem Nadelbett bewegt werden und die Masche in Querrichtung durch jeweiliges Bewegen der Nadelbetten in Querrichtung umgesetzt werden kann.

Des weiteren wird in der japanischen Auslegeschrift Nr. 56-21854 derselben Anmelderin und in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 63-256752 eine Flachstrickmaschine beschrieben, bei welcher ein Umsetzbett, das in Wippenvertiefungen bewegliche Wippen enthält, über einem Nadelbett so vorgesehen ist, daß eine umzusetzende Masche von der Stricknadel auf die Umsetzwippe umgesetzt wird und die mit der Umsetzwippe in Eingriff stehende Masche auf eine andere Stricknadel umgesetzt wird, nachdem die mit der Masche in Eingriff stehende Umsetzwippe in Querrichtung bewegt wird.

Bei den Flachstrickmaschinen mit Umsetzmechanik, wie sie in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 63-256752, der japanischen Auslegeschrift Nr. 56- 21854 und in der japanischen Offenlegungsschrift Nr. 1-168948 beschrieben wird, kommt es jedoch zur gegenseitigen Störung mit einem vorstehenden Abschnitt in der Art einer Platine, die am oberen Abschnitt des Nadelbetts ausgebildet ist, wenn die Umsetzwippe bzw. Stricknadel, welche die umzusetzende Masche übernimmt, in Querrichtung bewegt wird, da die Umsetzwippe bzw. Stricknadel in einer vorstehenden Position gehalten und in Querrichtung bewegt wird. Um deshalb diese gegenseitige Störung zu vermeiden, muß der störende Spitzenabschnitt der Umsetzwippe bzw. der die Masche aufnehmenden Stricknadel von einer Hebevorrichtung angehoben werden. Wenn allerdings die Hebevorrichtung vorgesehen ist, so stellt sich insofern ein Problem, als der Aufbau der Umsetzmechanik kompliziert wird und die Größe der Umsetzmechanik zunimmt.

Daneben besteht bei der Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik, wie sie in der japanischen Auslegeschrift Nr. 1-57173 beschrieben wird, insofern ein Problem, als der Aufbau der Flachstrickmaschine kompliziert wird und auch die Größe der Flachstrickmaschine im Vergleich zu anderen Flachstrickmaschinen, wie sie in anderen Dokumenten der Patentliteratur beschrieben werden, zunimmt, da die vorderen und hinteren Nadelbetten, die oben angeordnet sind, eine Strickfunktion haben wie Maschenbildung, Maschenaufhaken, Lösen einer Masche zur Übertragung und dergleichen und die gleiche Größe wie die darunter angeordneten Nadelbetten besitzen.

Darüber hinaus werden für die Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik, wie sie in der japanischen Auslegeschrift Nr. 41-7907 beschrieben ist, nur zugehörige Aktionen zwischen den Stricknadeln und den Umsetzwippen beschrieben. Wenn dementsprechend die Stricknadeln und die Umsetzwippen mit Hilfe eines normalen Schlittens oder eines Umsetznockens, dem der Schlitten folgt, nach vorn oder hinten bewegt werden, werden die Umsetzfüße der Umsetzwippen, die vom Schlitten bzw. Umsetznocken bewegt wurden oder werden, da die Stricknadeln und die Umsetzwippen immer vom Schlitten bzw. Umsetznocken nach vorn oder hinten bewegt werden, zu Hindernissen, wenn der Schlitten bzw. der Umsetznocken an einer beliebigen Position auf dem Nadelbett in entgegengesetzte Richtung bewegt wird. Deshalb müßte bei dieser Flachstrickmaschine der Schlitten in beiden Richtungen über die gesamte Nadelbettbreite bewegt werden, weil der Schlitten bzw. der Umsetznocken nicht an jeder Position auf dem Nadelbett in umgekehrter Richtung bewegt werden kann. Infolgedessen stellt sich insofern ein Problem, als die Anzahl der Stricktouren pro Zeiteinheit abnimmt und damit die Produktivität ganz beträchtlich niedrig wird. Diese Problematik taucht insbesondere offensichtlich dann auf, wenn auf einer breiten Flachstrickmaschine ein Gewirk mit geringer Breite gestrickt wird, mit welcher sich ein Gewirk mit einer großen Rippen bzw. Stäbchenanzahl herstellen läßt.

KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Flachstrickmaschine zu schaffen, mit welcher es möglich ist, die Größe der Flachstrickmaschine durch Verringerung der Größe der Umsetzmechanik und durch Anordnung der Umsetzmechanik in einem toten Raum zu verringern, wobei die Anzahl der Stricktouren pro Zeiteinheit dadurch erhöht wird, daß es nun möglich ist, daß der Schlitten und der Umsetznocken an jeder Position auf dem Nadelbett entgegengesetzt bewegt wird, wodurch sich die Produktionsleistung der Flachstrickmaschine ganz erheblich erhöht.

Erfindungsgemäß ist eine Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik vorgesehen, welche folgendes aufweist: ein Paar Nadelbetten, die unter Bildung einer umgekehrten V-Form in Seitenansicht einander gegenüber angeordnet sind, wobei zwischen aneinander anschließenden Endbereichen der Nadelbetten eine Öffnung gebildet ist; Stricknadeln, die in Nadelvertiefungen angeordnet sind, welche auf den Nadelbetten eingeformt sind; einen oberhalb der Öffnung zwischen den Nadelbetten angeordneten Garnzuführer, wobei jeder Schlitten auf jedem der Nadelbetten hin und her beweglich ist und auf einer unteren Seite des Schlittens eine Nockenfläche zum Bewegen der Stricknadeln nach vorn und nach hinten vorgesehen ist; wobei sich jedes Umsetzwippenbett auf einem Stützteil oberhalb jedes der Nadelbetten abstützt und wobei das Nadelbett und das Umsetzwippenbett relativ zueinander bewegbar sind; und ferner eine Umsetzwippen, welche sich dadurch auszeichnet, daß die Umsetzwippe mit einem Umsetzwippenauswählteil (33) versehen ist, das verschwenkbar und nach vorn und hinten beweglich in einer Wippenvertiefung angeordnet ist, die auf jedem Umsetzbett ausgebildet ist; mit einer Umsetzwippenauswähleinrichtung, die das Umsetzwippenauswählteil betätigt und an einem Kantenbereich des Schlittens angeordnet ist, der sich an die Öffnung anschließt.

Bei dieser Flachstrickmaschine bewegt sich der Schlitten auf dem Nadelbett hin und her und werden die Stricknadeln in den Nadelvertiefungen nach vorn oder hinten bewegt, da die Nockenfläche auf jeden Fuß der vorgegebenen Strickna deln einwirkt, und bei Zuführung von Garn vom Garnzuführer Wirkwaren mit vorgegebener Breite gestrickt werden.

Werden Maschinen nach innen zu abgenommen, um die Breite der Wirkware zu verringern, so wird die nach innen zu bewegende Maschine von der Stricknadel auf die Umsetzwippe umgesetzt. In diesem Fall wird die Stricknadeln, welche die Masche hält, vom Schlitten nach vorn in die Übergabeposition geschoben und wird das Umsetzwippenauswählteil der Umsetzwippe, die die Masche übernehmen soll, von der Umsetzwippenauswähleinrichtung ausgewählt, wobei die gewählte Umsetzwippe nach vorn und hinten bewegt wird und die nach innen zu bewegende Masche von der Stricknadel auf die Umsetzwippe umgesetzt wird.

Nach relativer Bewegung des Nadelbetts und des Umsetzwippenbetts in der Weise, daß die Umsetzwippe, welche die Masche hält, Maschen gegenüber steht, welche von den Stricknadeln des Nadelbetts gehalten werden, wird dann die Masche von der Umsetzwippe auf das Nadelbett umgesetzt und damit wird ein Abnehmen nach innen ausgeführt.

In den Fällen, in denen Wirkwaren mit vorgegebener Breite gestrickt werden oder die Masche zur Verringerung der Breite der Wirkware nach innen abgenommen wird, verhindert das Umsetzwippenauswählteil der Umsetzwippe nicht die Bewegung des Schlittens bei Bewegung desselben in umgekehrter Richtung, da das Umsetzwippenauswählteil der Umsetzwippe, die von der Umsetzwippenauswähleinrichtung gewählt wurde, in die Position zurückgeführt wird, noch ehe die Nadelauswahl erfolgt, wenn der Schlitten über die Breite der Wirkware hinaus bewegt wird. Dementsprechend kann der Schlitten in umgekehrter Richtung an jedem beliebigen Punkt bewegt werden, unabhängig davon, ob sich der Schlitten innerhalb oder außerhalb der Breite der Wirkware befindet.

Bei der erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine kann außerdem das Umsetzwippenauswählteil dadurch gebildet werden, daß an hinteren Ende der Umsetzwippe ein Auswahlfuß gebildet ist, und die Umsetzwippenauswähleinrichtung ein Betätigungselement umfaßt, welches den Auswahlfuß direkt betätigt. Bei dieser Flachstrickmaschine kann die Umsetzwippe individuell ausgewählt werden.

Bei der erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine können außerdem die Umsetzwippen mehr als zwei Arten umfassen, die unterschiedliche Umsetzwippenauswählteile mit verschiedenen Phasen enthalten, wobei aus einer Vielzahl von Umsetzwippen derselben Art Gruppen von Umsetzwippen gebildet werden und die Gruppen von Umsetzwippen verschiedener Art abwechselnd über eine vorgegebene Breite angeordnet werden können. Bei dieser Flachstrickmaschine läßt sich die Schlittengeschwindigkeit erhöhen.

Darüber hinaus kann bei dieser erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine das Umsetzwippenauswählteil einen Auswahlfuß aufweisen, der an einem hinteren Endbereich der Umsetzwippe nach oben vorsteht, wobei die Umsetzwippenauswähleinrichtung gegebenenfalls Betätigungselemente zur jeweiligen Betätigung des Auswahlfußes mit unterschiedlichen Phasen aufweisen kann, sowie eine Rückschaltfläche zum Zurückführen des Auswahlfußes in eine Warteposition; dabei können die Betätigungselemente in einer Reihe entlang einer Bewegungsrichtung des Schlittens an einer dem Umsetzwippenauswählteil gegenüberliegenden Fläche des Schlittens angeordnet sein. Auch bei dieser erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine kann das Betätigungselement zwei konvexe Bereiche und zwischen den beiden konvexen Bereichen einen vertieften Abschnitt aufweisen, wobei letzterer einem Rückschaltnocken zugewandt ist. Bei dieser Flachstrickmaschine läßt sich die Größe der Umsetzwippenauswähleinrichtung verringern.

Die vorliegende Erfindung wird anhand der Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele derselben in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung besser verständlich.

KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen schematischen Aufriß, teilweise im Querschnitt, des ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 2 eine schematische Seitenansicht, teilweise im Querschnitt, des ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 3 eine schematische vergrößerte Seitenansicht des Hauptteils des ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine im Querschnitt;

Fig. 4 eine Seitenansicht des Teils, der die Stricknadel und die Umsetzmechanik des ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine beinhaltet;

Fig. 5 einen schematischen Aufriß der Nockengruppe am Schlitten bei dem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 6 eine Seitenansicht der Umsetzwippe bei dem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 7 eine Unteransicht der Umsetzwippe ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 8 eine Seitenansicht der Umsetzwippe ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 9 einen Aufriß des Übergabenockens bei dem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 10 eine Seitenansicht des Hauptteils mit der Darstellung der Wirkung der Umsetzwippe gemäß Fig. 6 entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 11 eine Seitenansicht des Hauptteils mit der Darstellung der Wirkung der Umsetzwippe gemäß Fig. 8 entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 12 einen Aufriß der Platine und des entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine, teilweise m Querschnitt;

Fig. 13 einen Aufriß mit der Darstellung der Nockengruppen am Schlitten und der Beziehung zwischen Positionen der Nockenvertiefung des Umsetznockens und der Stricknadel entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 14A bis 14D jeweils die Beziehung zwischen Positionen der Stricknadel und der Umsetzwippe bei jeder Position gemäß Fig. 13, in Seitenansicht;

Fig. 15 einen Aufriß mit der Darstellung der Nockengruppen des Schlittens und der Beziehung zwischen Positionen der Nockenvertiefung der Umsetzwippe und der Stricknadel entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 16A bis 16D die Beziehung zwischen Positionen der Stricknadel und der Umsetzwippe bei jeder Position in Fig. 15, jeweils in Seitenansicht;

Fig. 17 eine Seitenansicht des Abschnitts mit der Stricknadel und der Umsetzmechanik gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 18 einen Aufriß des Umsetznockens bei dem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine;

Fig. 19 in Seitenansicht den Hauptteil mit der Darstellung der Wirkungsweise der Umsetzwippe gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine; und

Fig. 20 einen schematisierten Aufriß mit der Darstellung der Beziehung zwischen der Nadelauswähleinrichtung und dem gewählten Teil der Stricknadel entsprechend dem zweiten Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Zunächst wird ein erstes Ausführungsbeispiel dieser Erfindung beschrieben.

Fig. 1 zeigt im schematisierten Aufriß ein erstes Ausführungsbeispiel einer Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik. Fig. 2 ist dabei eine Seitenansicht der Fig. 1 und Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Seitenansicht der Fig. 2 im Querschnitt.

Gemäß Fig. 1 bis Fig. 3 gibt das Bezugszeichen 1 die Flachstrickmaschine an. Die Flachstrickmaschine 1 umfaßt ein vorderes unteres Flachstrick-Nadelbett 4A und ein hinteres unteres Flachstrick-Nadelbett 4B, wobei die beiden Nadelbetten unter Bildung der Form eines umgekehrten V in Seitenansicht einander gegenüber angeordnet sind und wobei jede Umsetzmechanik 5 jeweils über jedem der Nadelbetten 4A, 4B angeordnet ist. In jedem Nadelbett 4A, 4B ist jeweils eine Anzahl Stricknadeln 3A, 3B so angeordnet, daß diese von Schlitten 2A, 2B in Nadelvertiefungen 77 bewegt werden können. Dabei ist das hintere Nadelbett 4B zur Querrichtung hin mit Hilfe einer Antriebseinrichtung bewegbar, die einen Motor 6, eine Antriebsschraubenspindel 7, ein Gleitstück 8 und dergleichen umfaßt (vgl. Fig. 2).

Jede zwischen den Schlitten 2A und 2B angeordnete Umsetzmechanik 5 stützt sich mittels jedes flachen Umsetzwippenbetts 27A, 27B ab (vgl. Fig. 3). Und dabei stützt sich jedes Umsetzwippenbett 27A, 27B mittels eines jeweiligen Stützteils 26 ab, das an jedem Nadelbett 4A, 4B über eine Gleitmechanik 70 abgestützt wird. Die Umsetzwippenbetten 27A und 27B sind an ihren Endabschnitten miteinander durch einen Bewegungssteuerbügel 71 verbunden, und der Bewegungssteuerbügel 71 wird von einer Antriebseinrichtung 69 angetrieben, welche einen Motor 66, eine Antriebsschraubenspindel 67, ein Schiebeteil 68 und dergleichen umfaßt (vgl. Fig. 1 und Fig. 2).

Mittels der Nadelbetten 4A, 4B und der Umsetzmechanik 5 kann eine Masche, die mit der Stricknadel 3A auf dem vorderen Nadelbett 4A in Eingriff steht, auf die Stricknadel 3B auf dem hinteren Nadelbett 4B oder auf eine Umsetzwippe 3B auf dem hinteren Nadelbett 4B oder auf eine Umsetzwippe 29A bzw. 29B (werden nachstehend so bezeichnet) auf dem Umsetzwippenbett 27A bzw. 27B der Umsetzmechanik 5 umgesetzt werden, und auch eine Masche im Eingriff mit der Stricknadel 3B auf dem hinteren Nadelbett 4B kann auf die Stricknadel 3A auf dem vorderen Nadelbett 4A bzw. auf die Umsetzwippe 29A bzw. 29B auf dem Umsetzwippenbett 27A bzw. 27B der Umsetzmechanik 5 umgesetzt werden.

Gemäß Fig. 4 umfaßt eine in der Nadelvertiefung 77 des Nadelbetts 4A bzw. 4B angeordnete Stricknadel 3A bzw. 3B einen Stricknadelkörper 11, an dessen Ende ein Haken 10 ausgebildet ist, eine Wippe 12, die mit dem hinteren Endbereich des Stricknadelkörpers 11 verbunden ist, eine im hinteren Bereich der Wippe 12 angeordnete Auswahlwippe 13 und ein Auswahlteil 14, das auf der Auswahlwippe 13 angeordnet ist. Von der Wippe 13 aus stehen Füße 15A und 15B nach oben, und von der Auswahlwippe 13 ragt ein Fuß 16 nach oben, während von dem Auswahlteil 14 Füße 17 nach oben abstehen. Wenn sich die Füße 15A, 15B, 16 und 17 entlang einer Nockenfläche 76 der Schlitten 2A, 2B bewe gen, so bewegen sich in der Nadelvertiefung 77 die Wippe 12, die Auswahlwippe 13 und das Auswahlteil 14.

Ein Aufweitteil 18 zum Aufweiten einer von der Stricknadel 3A bzw. 3B gehaltenen Masche ist auf einer Seite des Stricknadelkörper 11 angeordnet. Dabei ist das Aufweitteil 18 dadurch gebildet, daß ein Blech in Draufsicht schiffchenförmig gebogen und das Ende des Aufweitteils 18 an der einen Seite des Stricknadelkörpers 11 befestigt wird.

Gemäß Fig. 5 umfaßt eine Nockengruppe auf den Schlitten 2A und 2B über den Nadelbetten 4A und 4B zwei nebeneinander angeordnete gleiche Nockeneinheiten. Jede Nockeneinheit umfaßt einen Umsetzhebenocken 20, der von einem Elektromagneten oder (nicht dargestellten) Elektromotor vorgeschoben und zurückgezogen wird, einen im wesentlichen trapezförmigen Umsetzaufnahmenocken 21, der unter den Umsetzhebenocken 20 angeordnet ist und vorgeschoben und zurückgezogen werden kann, Nadelhebenocken 22, die seitlich von den Umsetzaufnahmenocken 21 ausgebildet sind, und einen konvexen Bereich 23 auf der Seite der Nadelhebenocken 22. Unter der Nockengruppe ist ein Nadelauswähl- Betätigungsteil 24 angeordnet, das auf die Füße 17 des Auswahlteils 24 der Stricknadeln 3A und 3B einwirkt, und zwischen dem Nadelauswähl-Betätigungsteil 24 und der Nockengruppe befindet sich eine Druckteilmechanik 25, die auf den Fuß 16 der Auswahlwippe 13 der Stricknadeln 3A und 3B so einwirkt, daß sich die Stricknadeln 3A und 3B in der Position befinden, an der für eine Naht zusammengestrickt oder umgesetzt wird.

Gemäß Fig. 3 sind in den Umsetzwippenbetten 27A und 27B Wippenvertiefungen 72 ausgebildet, in denen die Umsetzwippen 29A und 29B beweglich angeordnet sind. Auf jedem Umsetzwippenbett 27A bzw. 27B sind jeweils ein Umsetznocken 31 und eine Umsetzwippenauswahlmechanik 30 zum Auswählen der Umsetzwippen 29A und 29B angeordnet.

Gemäß Fig. 6 bis 8 ist am vorderen Ende der Umsetzwippe 29A (29B) ein hakenförmiger Mascheneingriffsbereich 32 ausgebildet, ist am hinteren Ende der Umsetzwippe 29A (29B) ein Umsetzwippenauswahlteil 33 ausgebildet, und ist am Mascheneingriffsbereich 32 auf der Seite des Wippenkörpers 34 ein gebogener Abschnitt 79 ausgeformt.

Zwei Streifenteile 36 aus Federstahl erstrecken sich von den beiden seitlichen Abschnitten des Wippenkörpers 34 aus, und die Endabschnitte der Streifenteile 36 sind so gebogen, daß die Spitzen des Streifenteils 36 einander berühren. Die Endabschnitte der Streifenteile 36 sind zur Hakenform so gebogen, daß sie einen Mascheneingriffsbereich 32 bilden. Eines der beiden Streifenteile 36 ist nahe dem anderen Endabschnitt des Streifenteils 36 zur Bildung eines Federabschnitts 37 gebogen.

Das Umsetzwippenauswahlteil 33 umfaßt eine Platte 38 mit einer Breite H und einem Rückschaltfuß 41, auf den ein Rückschaltnocken 42 einwirkt (wie er nachstehend bezeichnet wird. An der Platte 38 ist eine Vertiefung mit einer Breite h ausgebildet, welche einen Auswahlfuß 40 bildet. Die Position des Auswahlfußes 40 in Fig. 6 ist anders als in Fig. 8, d. h. die Auswahlfüße 40 in Fig. 6k und 8 weisen unterschiedliche Phasen auf. Entsprechend diesem Unterschied ist auch die Position des Rückschaltfußes 41 in Fig. 6 anders als in Fig. 8. Aus einer Vielzahl von Umsetzwippen 29A (29B) mit denselben Umsetzwippenauswahlteilen 33 werden Gruppen von Umsetzwippen gebildet, und die Umsetzwippengruppen unterschiedlicher Art sind abwechselnd alle 25,4 mm (im Zollabstand) angeordnet.

Gemäß Fig. 3 sind der Umsetznocken 31 zur Einwirkung auf den Auswahlfuß 40 des Umsetzwippenauswahlteils 33 und der Rückschaltnocken 42 zur Einwirkung auf den Rückstellfuß 41 an dem freien Raum zwischen dem Schlitten 2A (2B) auf dem Nadelbett 4A (4B) angeordnet, während über einer Öffnung zwischen den Nadelbetten 4A und 4B eine Garnführung angeordnet ist.

Gemäß Fig. 3 und Fig. 9 weist der Umsetznocken 31 eine Nockenplatte 44 auf. Eine Nockenvertiefung 43 mit einer Breite H ist auf der Unterseite 44a der Nockenplatte 44 ausgebildet und die Nockenplatte 44 steht vom seitlichen Bereich des Schlittens 2A (2B) so vor, daß die Unterseite 44a der Nockenplatte 44 auf der Oberseite des Umsetzwippenbetts 27A (27B) gleiten kann. Der Rückschaltnocken 42 zur Einwirkung auf den Rückschaltfuß 41 ist an einem Bügel 155 befestigt, der fest am seitlichen Bereich des Schlittens 2A (2B) angebracht ist. In der Mitte der Nockenvertiefung 43 der Nockenplatte 44 sind Arbeitsöffnungen vorgesehen, durch welche sich der Funktionsbereich eines Betätigungselements 45 einer Umsetzwippenauswähleinrichtung 30 zur Betätigung des Auswahlfußes 40 bewegt.

Fig. 3 zeigt eine Umsetzwippenauswahleinrichtung 30, die einen Elektromagneten 4, einen Schwenkhebel 50, eine Stützachse 51 und eine Umsetzwippen- Auswahlnockenplatte umfaßt. Der Elektromagnet 49 ist an einem Gehäuse 48 befestigt, das fest am Schlitten 2A (2B) angebracht ist. Der Elektromagnet 49 ist mit einem Ende des Schwenkhebels 50 verbunden und dessen anderes Ende ist an der Stützachse 51 fixiert. Die Umsetzwippen-Auswahlnockenplatte 47, die durch die Betriebsöffnung 46 hindurch verläuft und als Funktionsteil des Betätigungselements 45 fungiert, ist ebenfalls an der Stützachse 51 angebracht. Für jedes Umsetzwippenbett 27A bzw. 27B sind zwei verschiedene Umsetzwippenauswahleinrichtungen 30 entsprechend den beiden Arten der Umsetzwippe 29A (29B) (vgl. Fig. 10 und Fig. 11) angeordnet.

Gemäß Fig. 12 sind am unteren Endbereich der Nockenplatte 47 konvexe Bereiche 74 an beiden Enden des unteren Endabschnitts ausgebildet, und zwischen den konvexen Bereichen 74 ist ein vertiefter Abschnitt 75 vorgesehen. Der Rückschaltnocken 42 zur Betätigung des Rückschaltfußes 41 der Umsetzwippe 29A (29B) ist an der Position angeordnet, die dem vertieften Abschnitt 75 zugekehrt ist.

Auch wenn bei diesem Ausführungsbeispiel nur zwei Arten von Auswahlfüßen 40 in dem Umsetzwippenauswählteil 33 vorgesehen sind, können es auch mehr als drei sein.

Nachfolgend wird nun die Funktionsweise der Umsetzmechanik 5 der Flachstrickmaschine beschrieben.

Wenn sich der Schlitten 2A (2B) auf dem Nadelbett 2A (2B) hin und her bewegt, bewegt sich die Stricknadel 3A bzw. 3B in der Nadelvertiefung 77 hin und her und werden unter Zuführung von Garn von einem Garnzuführer 61 Wirkwaren gestrickt, da auf jeden Fuß 15A, 15B oder 16 der Stricknadel 3A bzw. 3B die Nockenfläche 76 des Schlittens 2A bzw. 2B einwirkt.

Während des normalen Wirkbetriebs hält der Elektromagnet 49 der Umsetzwippenauswähleinrichtung 30 der Umsetzmechanik 5 den Schwenkhebel 47 in aufrechter Stellung und deshalb wird der Auswahlfuß 40, der sich in Wartestellung befindet, nach unten gedrückt, damit er nicht durch die Nockenvertiefung 43 in der Nockenplatte 44 betätigt werden kann, auch wenn sich der Schlitten 2A (2B) bewegt. Der Nadelauswahlfuß 40, der in unbetätigter Stellung nach unten gedrückt ist, wird nun von dem Rückschaltnocken 42 wieder in die Wartestellung zurückgeführt.

Wenn dementsprechend der Schlitten 2A (2B) sich am Randbereich der Wirkware vorbei bewegt, verhindern die Auswahlfüße 40 der Umsetzwippen 29A (29B) die Bewegung des Schlittens 2A (2B) nicht, auch wenn sich der Schlitten 2A (2B) in entgegengesetzter Richtung bewegt, da die Umsetzwippenauswähleinrichtung 30 der Umsetzmechanik 5 außerhalb der auszuwählenden Umsetzwippen 29A (29B) befindet und die Auswahlfüße 40 der Umsetzwippen 29A (29B) der gewählten Umsetzwippen 29A (29B) in die Warteposition zurückgeführt sind. Nachfolgend wird nun der Fall erläutert, in dem eine Masche abgenommen wird. Aus Gründen der Vereinfachung wird anhand der Fig. 13 bis 16 der Fall beschrieben, in dem die mit der vorderen Stricknadel 3A in Eingriff stehende Masche 52 auf die anschließende vordere Stricknadel 3A umgesetzt wird.

Fig. 13 zeigt die Nockengruppe des Schlittens 2A zur Bewegung der Stricknadeln 3A auf dem vorderen Nadelbett 4A und die Nockenvertiefung 43 auf der Nockenplatte 44 zur Betätigung der Umsetzwippen 29B im hinteren Umsetzwippenbett 27B. Wenn sich der Schlitten 2A auf dem Nadelbett 4A von rechts nach links bewegt, bewegen sich die Füße 15A und 15B der Wippe 12 der Stricknadel 3 und der Fuß 16 der Auswahlwippe 13 der Stricknadel 3 in der Nockengruppe des Schlittens 2 von links nach rechts, wie durch die Symbole A, B, C und D in Fig. 13 angegeben ist. Wenn die vordere Stricknadel 3A die Position A in Fig. 13 erreicht, wird der Fuß 15A der Wippe 12 von dem Umsetzhebenocken 20 allmählich nach oben gedrückt und damit hebt sich die vordere Stricknadel 3A allmählich. Deshalb öffnet, wie Fig. 14A dies zeigt, die Masche 52 den Schließhaken 55, und die Masche 52 wird auch von einem Aufweitteil 18 geöffnet.

Wenn die vordere Stricknadel 3A die Position B in Fig. 13 erreicht, so erreicht die vordere Stricknadel 3A gemäß Fig. 14B eine am weitesten vorstehende Position und wird die Umsetzwippe 29B nach außen gedrückt, da der Auswahlfuß 40 der Umsetzwippe 29B von der Nockenvertiefung 43 in der Nockenplatte 44 betätigt wird. Der Mascheneingriffsbereich 32 der Umsetzwippe 29B wird in die Masche 52 eingeführt, die von dem Aufweitteil 18 geöffnet wird, und übernimmt nun die Masche 52.

Wenn die vordere Stricknadel 3A die Position C in Fig. 13 erreicht, so zieht sich gemäß Fig. 14C die vordere Stricknadel 3A allmählich zurück, da der Fuß 15A der Wippe 12 allmählich nach unten gedrückt wird, und wird der Auswahlfuß 40 der Umsetzwippe 29B von der Nockenvertiefung 43 in der Nockenplatte 44 so nach außen gedrückt, daß die Masche nicht den Schließhaken 55 behindert, wenn sich die vordere Stricknadel 3A zurückzieht.

Erreicht die vordere Stricknadel 3A die Position D in Fig. 13, so bewegt sich der Fuß 15B der Wippe 12 an dem konvexen Nocken 23 vorbei. Gemäß Fig. 14D wird die mit der vorderen Stricknadel 3A erfaßte Masche 52 auf den Mascheneingriffsbereich 32 der Umsetzwippe 29B umgesetzt.

Wenn sich die Nockengruppe des Schlittens 2A an dem Bereich vorbei bewegt, wo die Wirkware gestrickt wird, hält die Umsetzwippe 29B die Masche 52 am Mascheneingriffsbereich 32.

Anschließend wird das Umsetzwippenbett 27B vom Motor über die Antriebsschraubenspindel 67, das Schiebeteil 68 und den Bewegungssteuerbügel 71 um vorgegebene Schrittweiten (beispielsweise um einen Teilungsschritt) in Querrichtung bewegt. Zu diesem Zeitpunkt läßt sich das Umsetzwippenbett 27B in Querrichtung bewegen, ohne die Platine der Stricknadeln 3A und 3B zu stören, da der gebogene Bereich 79, der am Mascheneingriffsbereich 32 auf der Seite des Wip penkörpers 34 ausgebildet ist, sich genauso wie die in der Öffnung zwischen den Nadelbetten 4A und 4B angeordnete Platine über dem vorgeschobenen Teil positioniert.

Wenn sich danach der Schlitten 2A (2B) entlang des Nadelbettes 4A (4B) in die andere Richtung bewegt, laufen die Füße 15A und 15B der Wippe 12 der Stricknadel 3 und der Fuß 16 der Auswahlwippe 13 der Stricknadel 3 in der Nockengruppe des Schlittens 2 von links nach rechts durch, wie dies durch die Symbole E, F, G und H in Fig. 15 angegeben wird.

Wenn die vordere Stricknadel 3A, die die Masche 52 übernimmt, von der Position E in die Position F in Fig. 15 gelangt, so wird gemäß Fig. 16A und Fig. 16B der Fuß 15B der Wippe 21 von dem Umsetzhebenocken 20 betätigt, wird die vordere Stricknadel 3A nach außen gedrückt, wird der Haken 10 der vorderen Stricknadel 3A in das Umsetzwippenauswahlteil 33 eingeführt und wird die Masche 52 mit dem Haken 10 erfaßt.

Erreicht die vordere Stricknadel 3A die Position G in Fig. 15, so zieht sich die vordere Stricknadel 3A unter Einwirkung des Umsetzhebenockens 20 allmählich zurück und beginnt die Umsetzwippe 29B ihre Rückzugsbewegung, da der Auswahlfuß 40 der Umsetzwippe 29B von der Nockenvertiefung 43 der Nockenplatte 44 betätigt wird. Deshalb wird, wie Fig. 16C dies zeigt, die mit dem Mascheneingriffsbereich 32 erfaßte Masche 52 auf den Haken 10 der vorderen Stricknadel 3A umgesetzt.

Wenn anschließend die vordere Stricknadel die Position H in Fig. 15 erreicht, wie Fig. 16D dies zeigt, so zieht sich die Umsetzwippe 29B noch weiter zurück, da der Auswahlfuß 40 der Umsetzwippe 29B von der Nockenvertiefung 43 der Nockenplatte 44 nach innen gedrückt wird, und auch die vordere Stricknadel 3A, welche die Masche 52 übernimmt, zieht sich zurück. Infolgedessen ist die Umsetzung der Masche abgeschlossen.

Nachfolgend wird nun anhand von Fig. 17 bis 20 ein zweites Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung beschrieben. Dieses Ausführungsbei spiel ist nach Aufbau und Funktionsweise dem ersten Ausführungsbeispiel ähnlich, allerdings mit Ausnahme der Umsetzwippenauswähleinrichtung 30 und des Auswahlfußes 40.

Gemäß Fig. 17 bis 20 ist in der Umsetzwippenauswähleinrichtung 30 bei diesem Ausführungsbeispiel der Rückschaltnocken 42 in der Mitte der Nockenvertiefung 43 in der Nockenplatte 44 angeordnet, welche den Umsetznocken 31 bildet, und sind die Magnetbetätigungselemente 78, welche direkt auf das Umsetzwippenauswählteil 33 der Umsetzwippe 29A, 29B einwirken, zu beiden Seiten des Rückschaltnockens 42 angeordnet.

Bei diesem Ausführungsbeispiel kann der Aufbau gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel, bei dem die konvexen Bereiche 74 an beiden Enden des unteren Endabschnitts der Umsetzwippen-Auswahlnockenplatte 47 der Umsetzwippenauswähleinrichtung 30 ausgebildet sind, insofern vereinfacht werden, als zwischen den konvexen Bereichen 74 ein vertiefter Abschnitt 75 ausgebildet ist und durch Verschwenkung der Umsetzwippen-Auswahlnockenplatte 47 durch den Elektromagneten 49 eine Vielzahl von Umsetzwippen 29A, 29B betätigt wird.

Da außerdem die Nadelauswähleinrichtung 30 durch Anordnung des Rückschaltnockens 42 nahe den Elektromagneten 78 aufgebaut werden kann, die zu beiden Seiten des Rückschaltnockens angeordnet sind, so kann, wenn die Umsetzwippen-Auswähleinrichtung 30 in der Mitte einer Vielzahl von am Schlitten 2A, 2B vorgesehenen Nockengruppen angeordnet ist, der Schlitten 2A, 2B auf Miniaturgröße verkleinert werden und kann außerdem die Breite, über welche sich der Schlitten 2A, 2B hin und her bewegt, verkürzt werden, da der Abstand zwischen den Nockengruppen verkürzt werden kann.

Bei diesem Ausführungsbeispiel ist zu beachten, daß das vordere Nadelbett in Querrichtung bewegbar ist, auch wenn nur das hintere Nadelbett in Querrichtung bewegt wird, oder daß auch beide Nadelbetten, nämlich das hintere und das vordere Nadelbett, in Querrichtung bewegbar sein können. Auch kann vorgesehen sein, daß nur das Umsetzwippenbett beweglich ist und nur das hintere oder das vordere Umsetzbett vorgesehen ist.

Außerdem kann die Positionsbeziehung zwischen den Auswahlfüßen, dem Betätigungselement zum Schalten dieser Auswahlfüße, dem Rückschaltnocken und dem Rückschaltfuß umgekehrt werden, und auch die Anzahl der Auswahlfüße, der Betätigungselemente zum Schalten der Auswahlfüße und der Rückschaltnocken ist frei bestimmbar.

Auch wenn die Erfindung anhand spezieller Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, die zum Zweck der Veranschaulichung ausgewählt wurden, so liegt es doch auf der Hand, daß zahlreiche Modifizierungen vorgenommen werden können, ohne über den Grundgedanken und den Umfang der Erfindung hinauszugehen, wie er durch die beiliegenden Ansprüche festgelegt ist.


Anspruch[de]

1. Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik, welche folgendes aufweist:

ein Paar Nadelbetten (4A, 4B), die unter Bildung einer umgekehrten V- Form in Seitenansicht einander gegenüber angeordnet sind, wobei zwischen aneinander anschließenden Endbereichen der Nadelbetten eine Öffnung gebildet ist;

Stricknadeln (3A, 3B), die in Nadelvertiefungen (77) angeordnet sind, die auf den Nadelbetten eingeformt sind;

einen oberhalb der Öffnung zwischen den Nadelbetten angeordneten Garnzuführer (61),

wobei jeder Schlitten (2A, 2B) auf jedem der Nadelbetten (4A, 4B) hin- und herbeweglich ist und auf einer unteren Seite (76) des Schlittens eine Nockenfläche zum Bewegen der Stricknadeln nach vorn und nach hinten vorgesehen ist;

wobei sich jedes Umsetzwippenbett (27A, 27B) auf einem Stützteil (26) oberhalb jedes der Nadelbetten abstützt und wobei das Nadelbett und das Umsetzwippenbett zur Übergabe relativ zueinander bewegbar sind;

gekennzeichnet durch

eine Umsetzwippe (29A, 29B) mit einem Umsetzwippenauswählteil (33), das verschwenkbar und nach vorn und hinten beweglich in einer Wippenvertiefung (72) angeordnet ist, die auf jedem Umsetzbett ausgebildet ist;

eine Umsetzwippenauswähleinrichtung (30), die das Umsetzwippenauswählteil betätigt und an einem Kantenbereich (48, 55) des Schlittens (2A, 2B) angeordnet ist, der sich an die Öffnung anschließt, wobei die Umsetzwippenauswähleinrichtung (30) Betätigungselemente (45, 78) zur jeweiligen Betätigung der Umsetzwippenauswählteile (33) aufweist, und

Betätigungselemente (45, 78), die in einer Reihe entlang der Bewegungsrichtung des Schlittens (2A, 2B) an einer Fläche (48) des Schlittens angeordnet sind, die den Umsetzwippenauswählteilen (33) zugewandt ist.

2. Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik nach Anspruch 1, bei welcher das Umsetzwippenauswählteil (33) durch Ausformen eines Auswahlfußes (40) an einem hinteren Ende der Umsetzwippe (29A, 29B) gebildet ist, und die Umsetzwippenauswähleinrichtung ein Betätigungselement (45) umfaßt, welches den Auswahlfuß direkt betätigt.

3. Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik nach Anspruch 1, bei welcher die Umsetzwippen (29A, 29B) mehr als zwei Arten umfaßt, die unterschiedliche Umsetzwippenauswählteile (33) mit verschiedenen Phasen umfassen, wobei aus einer Vielzahl von Umsetzwippen (29A, 29B) derselben Art Gruppen von Umsetzwippen gebildet werden und die Gruppen von Umsetzwippen verschiedener Art abwechselnd über eine vorgegebene Breite angeordnet sind.

4. Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik nach Anspruch 3, bei welcher das Umsetzwippenauswahlteil (33) einen Auswahlfuß (40) aufweist, der an einem hinteren Endbereich der Umsetzwippe (29A, 29B) nach oben vorsteht und unterschiedliche Phasen aufweist, sowie eine nach unten vorstehende Rückschaltfläche (74), und bei welcher die Umsetzwippenauswähleinrichtung (33) Betätigungselemente (45) zur jeweiligen Betätigung des Auswahlfußes mit verschiedenen Phasen sowie eine Rückschaltnockenfläche (42) zur Rückführung des Auswahlfußes in Warteposition aufweist.

5. Flachstrickmaschine mit Umsetzmechanik nach Anspruch 3 oder 4, bei welcher das Betätigungselement zwei konvexe Bereiche (74) aufweist, und bei welcher ein vertiefter Abschnitt (75) zwischen den beiden konvexen Bereichen einer Rückschaltnockenfläche (42) zugewandt ist.







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