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Dokumentenidentifikation DE19743633A1 08.04.1999
Titel Verfahren zum Walzen von Fertigprofilen aus einem Vorprofil mittels, im Reversierbetrieb arbeitender Walzgerüstanordnungen
Anmelder SMS Schloemann-Siemag AG, 40237 Düsseldorf, DE
Erfinder Engel, Georg, 40472 Düsseldorf, DE;
Nowak, Hans-Jürgen, 47475 Kamp-Lintfort, DE;
Svejkovsky, Ulrich, 42349 Wuppertal, DE
Vertreter Hemmerich, Müller & Partner, 57072 Siegen
DE-Anmeldedatum 02.10.1997
DE-Aktenzeichen 19743633
Offenlegungstag 08.04.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.04.1999
IPC-Hauptklasse B21B 1/10
IPC-Nebenklasse B21B 13/08   
Zusammenfassung Verfahren zum Walzen von Fertigprofilen aus einem Vorprofil mittels im Reversierbetrieb arbeitender Walzgerüstanordnungen. Diese Walzgerüstanordnung besteht aus einer Kompaktwalzgruppe mit einem eingangsseitigen Universalgerüst (ETG), einem ausgangsseitigen Universalgerüst (ATG) und einem, zwischen diesen angeordneten Stauchzwischengerüst (SZG). Dieser Kompaktwalzgruppe ist eine, aus Vertikal-Duo- und Horizontal-Duo-Walzgerüsten (VP; HG) bestehende Vorwalzgruppe vorgeordnet. Die Gerüste der Kompaktwalzgruppe weisen ebenfalls Duo-Walzenpaare aus zwei oder mehr Kalibern auf; das Stauchzwischengerüst ebenfalls. Dabei wird zum Walzen von Raupenkettengliedern aus einem Vorprofil (VP) mit Rechteck- bzw. I-Querschnitt mit ggf. leicht verdicktem Stegabschnitt das Vorprofil (VP) im Vertikalgerüst (VG) der Vorwalzgruppe gestaucht, anschließend in dem Horizontalgerüst (HG) dieser Gruppe profil-vorgeformt und dann in jeweils zwei oder mehr Stich- und Reversierstichfolgen mit oder ohne Einschluß der Wahlkaliber des Tauchzwischengerüstes (SZW) in den Kaliberreihen der Gerüste der Kompaktwalzgruppe formreduzierend fertig gewalzt.

Beschreibung[de]

Das Hauptpatent bezieht sich auf ein Verfahren zum Walzen von Fertigprofilen aus einem Vorprofil mittels im Reversierbetrieb arbeitender Walzgerüstanordnungen, von denen eine, eine Kompaktwalzgruppe, bestehend aus einem eingangsseitigen ersten Universalgerüst und einem ausgangsseitigen zweiten Universalgerüst und einem, zwischen diesen Universalgerüsten angeordneten, Stauchzwischengerüst darstellt, der eine, aus Vertikal- und Horizontal-Walzgerüsten oder Universalgerüsten bestehende Vorwalzgruppe vorgeordnet ist.

Dieser Erfindung nach dem Hauptpatent liegt die Aufgabe zugrunde, das Walzen von Spundwand- und Winkelprofilen mit Hilfe der gattungsgemäßen grundsätzlichen Ausbildung von Walzgerüstanordnungen durchzuführen und dabei als Ausgangsprodukte entweder stranggegossene Rechteckblöcke oder bereits in eine dem Endprodukt angenäherte Vorform gegossene Vorprofile verwenden.

Diese Aufgabe wird nach dem Hauptpatent dadurch gelöst, daß bei Ausstattung eines Walzgerüstes der Vorwalzgruppe und/oder eines oder mehrere der Walzgerüste der Kompaktwalzgruppe mit mehreren, wahlweise in die und aus der Walzlinie herausbringbaren Walzkalibern bzw. durch Verschiebung des Walzgutes quer zur Walzlinie wirksam werdenden, nebeneinander liegenden Kalibern eines Walzgerüstes die Formung eines rechteckigen oder endabmessungsangenäherten, vorgeformten Vorprofils in den Walzgerüsten der Vorwalzgruppe in einer Reihe von Formänderungs- und/oder Formreduzierwalzstichen ggfs. reversierend mit oder ohne Einsatz der Wahlkaliber vorgeformt und anschließend in der Kompaktwalzgruppe ggfs. reversierend in mehreren Formänderungs- bzw. Formreduzierstichen im eingangsseitigen Universalgerüst, ggfs. im Stauchzwischengerüst mit oder ohne Einsatz der Walzkaliber bzw. der nebeneinander liegenden Kaliber der Walzgerüste weiter verformt und anschließend im ausgangsseitigen Universalgerüst oder im Stauchzwischengerüst, ggfs. ebenfalls unter Einsatz von Wahlkalibern bzw. nebeneinander liegenden Kalibern des Walzgerüstes zu dem Fertigprofil geformt wird. Dabei kann die Vorwalzgruppe im Durchlauf mit oder ohne freien Auslauf des Walzgutes zwischen den beiden Walzgerüstgruppen arbeiten oder auch in einer, parallel zur Walzlinie der Kompaktwalzgruppe quer versetzten Walzlinie.

Ein Verfahren nach dem Hauptpatent, bei dem in der Vorwalzgruppe ein Vertikal-Duo-Gerüst und ein Horizontal-Duo-Gerüst verwendet werden, und die Kompaktwalzgruppe aus einem eingangsseitigen und einem ausgangsseitigen Tandemgerüst mit jeweils zwei oder mehr Kaliber aufweisenden Duo-Walzenpaaren und diesen zugeordneten Querverschiebeeinrichtungen für das Walzgut und ein, zwischen den beiden Tandemgerüsten angeordnetes Stauchzwischengerüst mit oder ohne Wahlkaliber besteht, wird so durchgeführt, daß das, einen vorgeformten oder einen Rechteckquerschnitt aufweisende Vorprofil in dem, profilierte Horizontalwalzen aufweisenden Horizontal-Duo-Gerüst der Vorwalzgruppe profilverändernd geformt und anschließend reversierend in den Kalibern der beiden Tandemgerüste mit oder ohne Einschluß eines Stichs in dem, profilierte Walzen aufweisenden Stauchzwischengerüst fertig geformt wird, eignet sich, wie die vorliegende Erfindung erkannt hat, zum Walzen von Raupenkettengliedern. Hierbei werden Vorprofile mit Rechteckquerschnitt oder solche mit I-Querschnitt und ggfs. leicht verdicktem Stegabschnitt im Vorgerüst der Vorwalzgruppe gestaucht, anschließend in dem Horizontalgerüst dieser Gruppe profil-vorgeformt und dann in jeweils zwei oder drei Stich- und Reversierstichfolgen mit oder ohne Anschluß der Wahlkaliber des Stauchzwischengerüstes in der Kompakt-Tandem-Gerüstgruppe formreduzierend fertig gewalzt.

Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. In der Zeichnung zeigen

Fig. 1 und 2 Stichpläne für das Walzen eines Vorprofils mit Rechteckquerschnitt,

Fig. 3 und 4 weitere Stichpläne für das Walzen eines Vorprofils mit I-Querschnitt und

Fig. 5 und 6 andere Stichpläne für das Walzen eines Vorprofils mit Rechteckquerschnitt und das eines Vorprofils mit I-Querschnitt.

Wie aus dem Stichplan nach Fig. 1 zu ersehen, wird das Vorprofil VP in einem Stich 1 durch das Vertikalgerüst VG der Vorwalzgruppe gestaucht und anschließend in einem Folgestich 2 durch das Formkaliber des Horizontalgerüstes HG profilgeformt. Es folgen hintereinander drei Stiche 3, 4, 5 durch die ersten Formkaliber K1 des eingangsseitigen Tandemgerüstes ETG, des Stauchzwischengerüstes SZG und des ausgangsseitigen Tandemgerüstes ATG und daran anschließend in umgekehrter Reihenfolge drei Reversierstiche R6, R7, R8 durch die gleichen Gerüste mit jeweiliger weiterer Formreduzierung. An diese Stichfolgen schließen sich weitere drei Folgestiche 9, 10, 11 durch die Reihe der zweiten Kaliber K2 dieser Gerüste mit dem Austritt des fertig geformten Raupenkettenprofils aus dem Kaliber des ausgangsseitigen Tandemgerüstes ATG an. Bei dem Stichplan nach Fig. 2 entsprechen die Stiche 1 und 2 in der Vorwalzgruppe denen des Stichplans nach Fig. 1. Das nach Stich 2 aus dem Profilkaliber des Horizontalgerüstes HG austretende Profil wird dann in zwei aufeinanderfolgenden Stichen 3 und 4 durch die Kaliberreihe K3 des eingangsseitigen und anschließend des ausgangsseitigen Tandemgerüstes ETG bzw. ATG profilreduzierend geformt, und dieses Profil wird in zwei Reversierstichen R5 und R6 in umgekehrter Richtung durch die Kaliberreihe K2 der beiden Gerüste geführt und dabei weiter profilreduziert. Diesen Stichen schließen sich dann zwei weitere Folgestiche 7 und 8 durch die Kaliberreihe K1 in entgegengesetzter Richtung an, wobei der Stich 8 durch das ausgangsseitige Tandemgerüst ATG der Fertigstich ist.

Die Stichpläne nach Fig. 3 und 4 entsprechen den beschriebenen Stichplänen nach Fig. 1 und 2 mit der Maßgabe, daß hier ein Vorprofil VP mit I-Querschnitt verwendet wird, dessen Steg S beidseitig eine Verdickung GK aufweist.

Bei den Stichplänen nach Fig. 5 und 6 wird das Vorprofil, wie bei den vorstehend erläuterten Stichplänen in den Fig. 1 bis 4 in einem ersten Stich 1 im Vertikalgerüst VG der Vorwalzgruppe gestaucht, anschließend aber in einer Folge von Stichen und Reversierstichen 2, R3 und 4 im Horizontalgerüst HG der Vorwalzgruppe, daß hier mit drei Wahlkalibern K1, K2 und K3 ausgestattet ist, reduzierend profilgeformt und dann in einer einzigen Folge von drei Stichen 5, 6, 7 in den Kalibern der Gerüste der Kompakt-Tandemgerüstgruppe, nämlich dem eingangsseitigen Tandemgerüst ETG, dem Stauchzwischengerüst SZG und dem ausgangsseitigen Tandemgerüst ADG fertiggeformt.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Walzen von Fertigprofilen aus einem Vorprofil mittels, im Reversierbetrieb arbeitender Walzgerüstanordnungen, von denen eine, eine Kompaktwalzgruppe, bestehend aus einem eingangsseitigen ersten Universalgerüst und einem ausgangsseitigen zweiten Universalgerüst und einem, zwischen diesen Universalgerüsten angeordneten Stauchzwischengerüst darstellt, der eine aus Vertikal-Duo- und Horizontal-Duo-Walzgerüsten bestehende Vorwalzgruppe vorgeordnet ist, wobei die Kompaktwalzgruppe aus einem eingangsseitigen und einem ausgangsseitigen Tandemgerüst mit jeweils zwei oder mehr Kaliber aufweisenden Duo-Walzenpaaren und, diesen zugeordneten Querverschiebeeinrichtungen für das Walzgut und einem, zwischen den beiden Tandemgerüsten angeordneten Stauchzwischengerüst mit oder ohne Wahlkaliber besteht und daß einem vorgeformten oder einen Rechteckquerschnitt aufweisende Vorprofil in dem, profilierte Horizontalwalzen aufweisenden Horizontal-Duo-Gerüst der Vorwalzgruppe profilverändernd geformt und anschließend reversierend in den Kalibern der beiden Tandemgerüste mit oder ohne Einschluß eines Stichs in dem, profilierte Walzen aufweisenden Stauchzwischengerüst fertig geformt wird, nach Patent . . . (Patentanmeldung P 196 50 279.9), dadurch gekennzeichnet, daß zum Walzen von Raupenkettengliedern aus einem Vorprofil mit Rechteck- bzw. I-Querschnitt mit ggfs. leicht verdicktem Stegabschnitt das Vorprofil im Vertikalgerüst der Vorwalzgruppe gestaucht, anschließend in dem Horizontalgerüst dieser Gruppe profil-vorgeformt und dann in jeweils zwei oder mehr Stich- und Reversierstichfolgen mit oder ohne Einschluß der Wahlkaliber des Stauchzwischengerüstes in den Kaliberreihen der Kompakt-Tandemgerüstgruppe formreduzierend fertig gewalzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprofil (VP) mit Rechteck- oder I-Querschnitt in einem Stich (1) im Vertikalgerüst (VG) der Vorwalzgruppe gestaucht und anschließend mit einem weiteren Stich (2) im Formkaliber dem Horizontalgerüstes (HG) der Vorwalzgruppe profilgeformt und dann in drei Stich- und Reversierstichfolgen (3, 4, 5; R6, R7, R8) durch eine Kaliberreihe (K1) des eingangsseitigen Tandemgerüstes (ETG), des Stauchzwischengerüstes (SZG) und des ausgangsseitigen Tandemgerüstes (ATG) der Kompakt-Tandemgerüstgruppe reduziert und daran anschließend in einer weiteren Stichfolge (9, 10, 11) durch die zweite Kaliberreihe (K2) der gleichen Gerüstgruppe weiter reduziert und im ausgangsseitigen Tandemgerüst (ATG) fertig geformt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Vorprofil (VP) mit Rechteck- oder I-Querschnitt in einem Stich (1) im Vertikalgerüst (VG) der Vorwalzgruppe gestaucht und anschließend mit weiteren Stichen (2, R3, 4) in Wahlkalibern (K1, K2, K3) des Horizontalgerüstes (HG) der Vorwalzgruppe profilgeformt dann in aufeinanderfolgenden drei Stichen im Formkaliber des eingangsseitigen Tandemgerüstes (ETG), des Stauchzwischengerüstes (SZG) und des ausgangsseitigen Tandemgerüstes (ATG) der Kompakt-Tandemgerüstgruppe reduziert und fertiggeformt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kompakt-Tandemgerüstgruppe nur ein eingangsseitiges Tandemgerüst (ETG) und ein ausgangsseitiges Tandemgerüst (ATG) und diese Gerüste drei Kaliberreihen (K1, K2 und K3) aufweisen.






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