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Dokumentenidentifikation DE69414629T2 15.04.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0619392
Titel Vorrichtung zum Entfernen von Faserresten an einer Rundstrickmaschine
Anmelder Precision Fukuhara Works, Ltd., Kobe, Hyogo, JP
Erfinder Tsuchiya, Koji, Hyogo 663, JP
Vertreter Ullrich & Naumann, 69115 Heidelberg
DE-Aktenzeichen 69414629
Vertragsstaaten DE, ES, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 30.03.1994
EP-Aktenzeichen 941050031
EP-Offenlegungsdatum 12.10.1994
EP date of grant 18.11.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.04.1999
IPC-Hauptklasse D04B 35/32

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft Rundstrickmaschinen im allgemeinen und im besonderen eine Vorrichtung zum Entfernen von Faserresten wie Staub, Flusen und ähnliches von den Strickeinrichtungen einer Rundstrickmaschine.

Hintergrund der Erfindung

Der Hochgeschwindigkeitsbetrieb von Rundstrickmaschinen kann beträchtliche Mengen Faserreste wie Staub, Flusen und/oder Flocken aus den Garnen, die zur Bildung des Gestricks verstrickt werden, erzeugen. Solche Faserreste neigen dazu, sich an den Teilen der Strickmaschine anzusammeln, insbesondere an ihrem Strickbereich, z. B. Fadenführungen, Zylinder-, Rippscheiben- oder Platinenabdeckungen, und auf den Nadeln und/oder Platinen. Diese Faserreste können, wenn sie nicht schnell entfernt werden, in das Gestrick eingestrickt werden, was dessen Qualität wesentlich herabsetzt und den Strickeinrichtungen Schaden, z. B. Nadelbruch, zufügen kann.

Für solche Rundstrickmaschinen wurden verschiedene Arten von Reinigungseinrichtungen vorgeschlagen. Die am weitesten verbreiteten dieser Einrichtungen schließen Luftdüsen ein, um Luftströme mit hoher Geschwindigkeit auf die Strickeinrichtungen zu richten. Beispiele solcher Reinigungseinrichtungen werden in den US-Patenten mit den Nummern 4,691,536 und 5,201,793, deren Eigentümer der Abtretungsempfänger dieser Anmeldung ist, offenbart.

Diese bekannten Einrichtungen erlauben üblicherweise die Drehung der Luftdüsen oder Luftströme in der selben oder der entgegengesetzten Richtung wie die Drehrichtung des Nadelzylinders der Rundstrickmaschine. Während solche Reinigungseinrichtungen im allgemeinen wirksam Faserreste von den Strickeinrichtungen entfernen, erlauben sie die Drehung der Luftdüsen oder Luftströme, indem ihre Antriebsmittel bei der Herstellung der Strickmaschine oder durch eine größere Veränderung der Rundstrickmaschine in den Antriebsmechanismus der Rundstrickmaschine eingebaut werden. Wenn solche Reinigungseinrichtungen einmal eingerichtet sind, sind sie sehr schwierig zu warten und/oder zu reparie ren, wenn eine solche Wartung oder Reparatur ihre Demontage und Wiedermontage erfordert. Ebenso ist der Einbau solcher bekannter Reinigungsvorrichtungen sehr schwierig, zeitaufwendig und teuer.

Zusammenfassung der Erfindung

Eingedenk des Vorhergehenden ist es eine Aufgabe dieser Erfindung, eine Vorrichtung zur Entfernung von Faserresten zur Verfügung zu stellen, die einfach sowohl bei neuen als auch bei bestehenden Maschinen eingebaut werden kann, und die die Nachteile und Unzulänglichkeiten der bekannten Reinigungseinrichtungen umgeht.

Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zum Entfernen von Faserresten von den Strickeinrichtungen einer Rundstrickmaschine, die eine Luftdüse zum Blasen eines Luftstroms hoher Geschwindigkeit auf die Strickeinrichtungen einer Rundstrickmaschine umfaßt, um die Faserreste von ihr weg zu blasen, Mittel zum Befestigen der besagten Luftdüse drehbar oberhalb und relativ zu den Strickeinrichtungen, Antriebsmittel zum Drehen der besagten Luftdüse und Mittel zum Verbinden der besagten Luftdüse mit einer Druckluftquelle, wobei gleichzeitig die Drehung der besagten Luftdüse relativ zu den besagten Strickeinrichtungen ermöglicht wird, wobei die besagte Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß die besagten Antriebsmittel zum Drehen der besagten Luftdüse von den Antriebsmitteln der Rundstrickmaschine unabhängig sind.

Diese Aufgabe wird im speziellen dadurch gelöst, daß mindestens eine Luftdüse oder ein Luftstrom zur Verfügung gestellt wird, die oder der nach unten in Richtung auf den Strickbereich der Rundstrickmaschine gerichtet ist, drehbare Haltemittel zum Befestigen der Luftdüse zur Drehung relativ zum Strickbereich der Rundstrickmaschine, Antriebsmittel zum Antreiben der drehbaren Haltemittel, abwechselnd in der selben Richtung wie der Nadelzylinder der Rundstrickmaschine und in der dazu entgegengesetzten Richtung, und Mittel zur Zufuhr von Luft zur Luftdüse. Die Luftzufuhrmittel schließen ein bewegliches Rohr ein, das am einen Ende an der Luftdüse befestigt ist und sich mit ihr bewegt, während ihr anderes Ende fest steht und mit einer Druckluftquelle verbunden ist. Das Luftzufuhrrohr ist so gebaut und eingerichtet, daß bei der Drehung der Luftdüse das bewegliche Ende des Rohrs sich mit bewegt, während das andere Ende fest steht.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Manche der Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung wurden genannt, und andere werden im Laufe der Beschreibung offensichtlich, wenn diese im Zusammenhang mit den begleitenden schematischen Zeichnungen betrachtet wird, in denen:

Abb. 1 eine Aufsicht, teilweise als Schnitt, eines Teils einer Rundstrickmaschine ist, die die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Entfernung von Faserresten einschließt;

Abb. 2 ein vergrößerter Schnitt durch einen Teil einer Ausführungsform der in Abb. 1 gezeigten Vorrichtung zur Entfernung von Faserresten ist;

Abb. 3 ein vergrößerter teilweiser Schnitt im wesentlichen entlang der Linie 3-3 in Abb. 2 ist;

Abb. 4 ein vergrößerter teilweiser Schnitt im wesentlichen entlang der Linie 4-4 in Abb. 3 ist;

Abb. 5 eine vergrößerte teilweise Aufsicht des in Abb. 2 gezeigten spiralförmigen Luftzufuhrrohrs ist;

Abb. 6 eine Ansicht ähnlich Abb. 2 einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist;

Abb. 7 eine Ansicht ähnlich Abb. 6 des in Abb. 6 gezeigten Luftzufuhrrohrs ist;

Abb. 8 eine Ansicht ähnlich den Abb. 2 und 6 einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist; und

Abb. 9 eine Ansicht ähnlich den Abb. 5 und 7 des in Abb. 8 gezeigten Luftzufuhrrohrs ist.

Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Nun mit besonderem Bezug auf die Zeichnungen ist in Abb. 1 eine Rundstrickmaschine abgebildet, die allgemein mit 10 bezeichnet ist. Die Rundstrickmaschine 10 schließt eine Vielzahl von Beinen 11 ein, die ein Bett 12 tragen, das seinerseits einen Strickbereich 13 trägt. Der Strickbereich 13 schließt einen rotierenden Zylinder 14 ein, der Zylindernadeln trägt (nicht gezeigt), eine rotierende Rippscheibe 15, die Rippscheibennadeln trägt (nicht gezeigt) und Fadenführungen 16 (von denen nur eine gezeigt wird).

Bei manchen Rundstrickmaschinen ist die Rippscheibe 15 nicht vorhanden, aber eine Platinenabdeckung (nicht gezeigt), und daran befestigte Platinen (ebenfalls nicht gezeigt) arbeiten mit dem Zylinder 14 und den Zylindernadeln zusammen, um das Gestrick zu erzeugen. Alles vorhergehende sind übliche Bestandteile von Rundstrickmaschinen und dem Strickfachmann wohlbekannt.

Der drehbare Zylinder 14 und die drehbare Rippscheibe 15 werden von einem oberen Bett 17 durch eine Antriebswellenanordnung 18 gehalten. Das obere Bett 17 wird vom unteren Bett 12 durch beabstandete Träger 19 getragen.

Eine Vorrichtung zur Entfernung von Faserresten 20 wird oberhalb des Strickbereichs 13 vom oberen Bett 17 der Strickmaschine 10 gehalten. Die Vorrichtung zur Entfernung von Faserresten 20 schließt einen Trägerring 21 ein, der am unteren Teil des oberen Betts 17 mit geeigneten Befestigungen 22 befestigt ist (Abb. 1 und 2). Der Trägerring 21 hat einen Durchmesser, der kleiner ist als der Durchmesser der Rippscheibe 15. Eine Vielzahl von beabstandeten Rollen 23 sind am Trägerring mit kurzen Lagern befestigt.

Ein Trägerringbauteil 25 wird, durch Rollen 23 relativ zum Trägerring und den Rollen 23 drehbar getragen. Das Trägerringbauteil 25 kann Antriebszähne an seinem äußeren Umfang ausgebildet haben, aber vorzugsweise ist eine Rollenkette 26 am äußeren Umfang des Trägerringbauteils 25 mittels Klammern 27 und Stiften 28 befestigt (Abb. 3). Die Rollen der Rollenkette 26 sind derart beabstandet, daß sie in die Zähne eines Antriebszahnrades oder Ritzels 30 eingreifen, das an der Antriebswelle 31 eines Reversiermotors 32 befestigt ist.

Der Antriebsmotor 32 ist am oberen Bett 17 mit geeigneten Motorbefestigungen befestigt (nicht gezeigt). Weiterhin ist der Antriebsmotor 32 mit einer geeigneten Stromquelle verbunden (nicht gezeigt). Demgemäß dreht der Antriebsmotor 32, wenn er aktiviert wird, das Antriebszahnrad 30, welches das Trägerringbauteil 25 über die Rollenkette 26 dreht.

Ein Umkehrschalter 33 ist am oberen Bett 17 befestigt und schließt einen Auslöser 34 ein, der sich nach unten zu einem Punkt oberhalb des Trägerringbauteils 25 erstreckt. Der Auslöser 34 hat eine Stößelrolle 35, die an seinem unteren Ende befestigt ist, und die zum Anschlag einer an der oberen Oberfläche des Trägerringbauteils 25 befestigten Nocke 36 eingerichtet ist. Der Schalter 33 ist elektrisch mit dem Reversiermotor 32 verbunden, so daß jedes Mal, wenn der Schalter 33 durch den Anschlag der Nocke 36 an der Rolle 35 und das Anheben der Auslösers 34 betätigt wird, der Antriebsmotor 32 die Richtung, in der er das Zahnrad 30 antreibt, umkehrt.

Wenn eine Drehung des Trägerringbauteils 25 um weniger als 360º gewünscht wird, kann mehr als eine Nocke 36 am Trägerringbauteil 25 vorgesehen werden. Gleichermaßen kann statt dem Schalter 33 ein Zeitschalter verwendet werden, um die Drehrichtung des Antriebsmotors 32 nach einem vorbestimmten Zeitintervall umzukehren, das mit der Strecke, die das Trägerringbauteil 25 in diesem Zeitintervall zurücklegt, korreliert ist.

Das Trägerringbauteil 25 trägt ein Gehäuse 40, das an seiner unteren Oberfläche befestigt ist. Eine Luftstrom- oder -düsenvorrichtung ist am Gehäuse 40 befestigt und erstreckt sich ab- und auswärts davon. Die Luftstromanordnung 41 umfaßt einen Luftstrom oder eine Düse 42, die vorzugsweise von der Art ist, die flattert oder sich verbiegt, während sie ein Luftstrom mit hoher Geschwindigkeit durchströmt. Ein derartiger Luftstrom oder eine derartige Düse werden im US-Paten Nr. 4,691,536, deren Eigentümer der Abtretungsempfänger dieser Anmeldung ist, offenbart.

Die Luftdüse 42 ist an einem Ende eines Luftzufuhrrohrs 43 befestigt, das an seinem anderen Ende mit einem ersten Luftübergangsstück 44 verbunden ist. Das erste Luftübergangsstück 44 ist an der unteren Wand 45 des Gehäuses 40 befestigt und tritt durch diese hindurch. Ein Luftzufuhrschlauch oder -rohr 46 befindet sich im Gehäuse 40 und ist mit seinem einen Ende mit dem ersten Luftübergangsstück 44 verbunden und mit seinem anderen Ende mit einem zweiten Luftübergangsstück 47. Das zweite Luftübergangsstück 47 ist stationär und am oberen Bett 17 befestigt. Das zweite Luftübergangsstück 47 ist mit einem Luftzufuhrschlauch oder -rohr 48 verbunden, der seinerseits mit einer Druckluftquelle (nicht gezeigt) verbunden ist.

Das Luftzufuhrrohr 46 ist vorzugsweise in spiralförmigen Wicklungen angeordnet (Abb. 5) und kann aus jedem geeigneten Material bestehen, das es dem Rohr 46 erlaubt, zu einer Spirale gewickelt zu werden und sich ab- und aufzuwickeln, während sich die Luftstromanordung 41 mit dem Trägerringbauteil 25 bewegt. Hierbei bewegt sich das Gehäuse 40, wenn das Trägerringbauteil 25 durch den Motor 32 gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, in der selben Richtung wie auch die Luftstromanordnung 41, das erste Luftübergangsstück 44 und das Ende des Luftzufuhrrohrs 46, das mit dem Luftübergangsstück 44 verbunden ist. Wie in Abb. 5 zu sehen ist, wickelt sich das spiralförmig aufgewickelte Luftzufuhrrohr 46 ab, bis die Nocke 36 den Umkehrschalter 33 betätigt, üblicherweise eine Umdrehung um 360º. Bei der Drehung in der entgegengesetzten Richtung, im Uhrzeigersinn, wickelt sich das gewickelte Luftzufuhrrohr 46 wieder in seinen ursprünglichen aufgewickelten Zustand auf.

Weiterhin sollte, obwohl nur eine Luftstromanordnung 41 abgebildet ist, verstanden werden, daß eine Vielzahl solcher Luftstromanordnungen entlang der unteren Wand 45 des Gehäuses 40 vorgesehen sein können. In diesem Fall wäre eine entsprechende Anzahl erster Luftübergangsstücke 44 vorgesehen, und jedes wäre mit der inneren Windung eines spiralförmig gewickelten Luftzufuhrrohrs 46 an geeigneten, beabstandeten Stellen verbunden.

Bezug nehmend auf die Abb. 6 und 7 ist darin eine andere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Entfernen von Faserresten 20' dargestellt. Gleiche Bezugszeichen mit beigefügtem Strich werden verwendet, um gleiche oder ähnliche Teile oder Anordnungen zu bezeichnen. Ein Trägerringbauteil 25' wird drehbar am oberen Bett 17 mittels eines am oberen Bett 17 befestigten Trägerrings 21' und Trägerrollen 23' gehalten. Um den äußeren Umfang des Trägerringbauteils 25' ist eine Rollenkette 26' angebracht, die in ein Antriebszahnrad oder Ritzel 30' eingreift, das auf der Antriebswelle 31' des Motors 32' befestigt ist. Ein Umkehrschalter 33' ist am oberen Bett 17 befestigt und wird durch eine Nocke 36' auf dem Trägerringbauteil 25' betätigt.

Vom Trägerringbauteil 25' wird ein Gehäuse 40' getragen, an dessen unterer Wandung 45' eine Luftstromanordnung 41' befestigt ist. Die Luftstromanordnung 41' schließt eine Luftdüse 42' ein, ein Luftzufuhrrohr 43' und ein erstes Luftübergangsstück 44'. Ein Luftzufuhrrohr 46' ist mit dem einen Ende mit dem Luftübergangsstück 44' verbunden und mit seinem anderen Ende mit einem stationären zweiten Luftübergangsstück 47'.

Das Luftzufuhrrohr 46' ist vorzugsweise helikal gewickelt, so daß die Wicklungen oder Windungen übereinander in der selben vertikalen Ebene liegen statt nebeneinander in der selben horizontalen Ebene, wie im Fall des spiralförmig gewickelten Rohrs 46. Im übrigen wirkt das Luftzufuhrrohr 46' in der selben Weise wie das Luftzufuhrrohr 46. Gleichermaßen wirken die anderen Komponenten der Vorrichtung 20' in der selben Weise wie oben beschrieben.

Bezug nehmend auf die Abb. 8 und 9 ist darin eine weitere Ausführungsform einer Vorrichtung zum Entfernen von Faserresten von den Strickeinrichtungen einer Rundstrickmaschine dargestellt, die im allgemeinen mit 50 bezeichnet wird. Die Vorrichtung 50 schließt ein drehbares Trägerringbauteil 51 ein, das koaxial drehbar mit dem Drehzylinder der Rundstrickmaschine mittels einer Vielzahl von Rollen angebracht ist. Die Rollen 52 sind am oberen Bett 17 angebracht und haben in ihrem äußeren Umfang eine rundumlaufende Nut. Das Trägerringbauteil 51 hat eine innere Rippe 51a, die radial einwärts vorspringt und in den Nuten 52a der Rolle 52 aufgenommen wird. Im äußeren Umfang des Trägerringbauteils 51 befindet sich eine erste umlaufende Nut 51b, in der ein Treibriemen 53 aufgenommen wird. Das andere Ende des Treibriemens 53 ist um eine Antriebsscheibe 54 auf der Antriebswelle 55 eines Antriebsmotors 56 geführt. Der Antriebsmotor 56 ist ein elektrischer Reversiermotor, der unabhängig von Antriebssystem der Rundstrickmaschine ist. Obwohl es nicht speziell abgebildet ist, wird der Antriebsmotor 56 durch einen Umkehrschalter (so wie Schalter 33 in Abb. 2) oder einen Zeitschalter gesteuert.

Eine Lufstrom- oder -düsenanordung 60 wird vom Trägerringbauteil 51 getragen und schließt eine Luftdüse 61, ein Luftzufuhrrohr 62, und ein erstes Luftübergangsstück 63 ein. Das Luftübergangsstück 63 ist am Trägerringbauteil 51 befestigt und steht in Verbindung mit einem Ende eines Luftdurchgangs 64 im Trägerringbauteil 51. Das andere Ende des Luftdurchgangs 64 steht in Verbindung mit einer zweiten umlaufenden Nut 51c im äußeren Umfang des Trägerringbauteils 51.

Ein Luftzufuhrschlauch oder -rohr 65 ist mit seinem einen Ende am Trägerringbauteil 51 in Verbindung mit dem Luftdurchgang 64 und in der Nut 51c liegend befestigt. Ein Endbereich des Luftzufuhrrohrs 65 erstreckt sich um das Trägerringbauteil 51 während der Rest des Luftzufuhrrohrs 65 sich vom Trägerbauteil 51 durch eine Führung 66 zu einer Schlauch- oder Rohrspule 67 erstreckt, um die ihr anderer Endbereich in einer Vielzahl von Windungen gewickelt ist.

Die Spule 67 schließt einen stationären Bereich 70 ein, der lose auf der Antriebswelle 55 des Motors 56 angebracht ist und durch eine Klammer 71, die am oberen Bett 17 angebracht und mit ihm verbunden ist, an der Drehung gehindert wird. Die Spule 67 schließt ferner einen drehbaren Bereich 72 ein, der lose an der Welle 55, relativ dazu und relativ zum stationären Bereich der Spule 70 frei drehbar, angebracht ist. Der Spulenbereich schließt einen zentralen Bereich 72a ein, um den das Luftzufuhrrohr 65 gewickelt ist, und an dem das andere Ende des Rohrs 65 befestigt ist. Dieses andere Ende des Rohrs 65 steht in Verbindung mit einem Luftdurchgang 73, der seinerseits mit einem Luftübergangsstück 74 verbunden ist, das über das Rohr 25 mit einer Druckluftquelle verbunden ist (nicht gezeigt).

Eine gewickelte Blattfeder 76 ist in der Spule 67 zwischen dem stationären Bereich 70 und dem drehbaren Bereich 72 angebracht. Ein Ende der Feder 76 ist am stationären Bereich 70 befestigt und ihr anderes Ende ist am drehbaren Bereich 72 befestigt. Demgemäß wird, wenn das Trägerringbauteil 51 vom Motor 56 im Uhrzeigersinn gedreht wird (wie in Abb. 9 gezeigt) das Luftzufuhrrohr 65 von der Spule 67 abgezogen oder abgewickelt, während die gewickelte Blattfeder 76 enger gewickelt wird. Wenn das Trägerringbauteil 51 vom Motor 56 gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, wird das Luftzufuhrrohr 65 vom Trägerringbauteil 51 abgewickelt, und die gewickelte Blattfeder 76 dreht den drehbaren Spulenbereich 72, um das Luftzufuhrrohr 65 wieder darauf aufzuwickeln.

Im Betrieb arbeitet die Rundstrickmaschine 10 um Gestrick zu stricken und der drehbare Zylinder 14 und die Rippscheibe 15 drehen sich. Der Motor 32 bewegt das Trägerringbauteil 25 um die Luftstromanordnung 41 zuerst über eine vorherbestimmte Strecke, z. B. 360º, oder über ein vorherbestimmtes Zeitintervall in eine Richtung zu drehen, und anschließend wird die Drehrichtung umgekehrt. Während dieser Drehung wird von der Düse 42 ein Luftstrom mit hoher Geschwindigkeit abwärts auf die Strickeinrichtungen gerichtet.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung 20 kann alleine oder in Verbindung mit anderen Systemen zur Entfernung oder Sammlung von Faserresten verwendet werden. Ein Beispiel eines solchen Systems ist im US-Patent Nr. 5,177,985, das im Besitz des Abtretungsempfängers dieser Anmeldung ist, offenbart.

In den Zeichnungen und Beschreibungen wurde eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung dargelegt, und obwohl spezielle Begriffe verwendet wurden, werden sie nur in einem generischen beschreibenden Sinn verwendet und nicht zum Zwecke der Einschränkung.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung (20) zum Entfernen von Faserresten von den Strickeinrichtungen einer Rundstrickmaschine (10), wobei die besagte Vorrichtung (20) einfach an neuen oder bestehenden Rundstrickmaschinen (10) angebracht werden kann, wobei die Rundstrickmaschine (10), falls überhaupt, nur geringfügiger Modifizierung bedarf, und wobei die besagte Vorrichtung umfaßt:

eine Luftdüse (42) zum Blasen eines Luftstromes hoher Geschwindigkeit auf die Strickeinrichtungen einer Rundstrickmaschine (10), um den Faserabfall von ihr wegzublasen,

Mittel (21-25, 40, 41) zum Befestigen der besagten Luftdüse (42) zur Drehung oberhalb von und relativ zu den Strickeinrichtungen,

Antriebsmittel (26, 30-36) zum Drehen der besagten Luftdüse (42), und Mittel (43-48) zum Verbinden der besagten Luftdüse (42) mit einer Druckluftquelle, wobei gleichzeitig die Drehung der besagten Luftdüse (42) relativ zu den Strickeinrichtungen ermöglicht wird,

wobei die besagte Vorrichtung (20) dadurch gekennzeichnet ist, daß die besagten Antriebsmittel (26, 30-36) zum Drehen der besagten Luftdüse (42) von den Antriebsmitteln der Rundstrickmaschine (10) unabhängig sind.

2. Vorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, wobei die besagten Antriebsmittel (26, 30-36) die besagte Luftdüse (42) zunächst einen vorbestimmten Abstand oder ein vorbestimmtes Zeitintervall lang in eine Richtung drehen und dann die Drehrichtung einen vorbestimmten Abstand oder ein vorbestimmtes Zeitintervall lang umkehren.

3. Vorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, wobei die besagten Antriebsmittel (26, 30-36) einen mit den besagten Luftdüsenbefestigungsmitteln (21-25, 40, 41) verbundenen Reversiermotor (32) zum Drehen der besagten Luftdüse (42), einen Umkehrschalter (33), der mit dem besagten Motor verbunden ist, zum Reversieren des besagten Motors (32), jedes Mal, wenn der Schalter (33) betätigt wird, und von den besagten Luftdüsen befestigungsmitteln (21-25, 40, 41) getragene Betätigungsmittel (34-36) zum Betätigen des besagten Schalters (33) während der Drehung der besagten Luftdüse (42) über einen vorbestimmten Abstand umfassen.

4. Vorrichtung (20) gemäß Anspruch 1, wobei die besagten Luftdüsenbefestigungsmittel (21-25, 40, 41) ein Trägerringbauteil (25) umfassen, das zur koaxialen Drehung oberhalb des Rotationszylinders (14) der Rundstrickmaschine (10) angebracht ist und wobei die besagte Luftdüse (42) daran angebracht ist und aus- und abwärts davon weghängt.

5. Vorrichtung (20) gemäß Anspruch 4, wobei die besagten Mittel (43-48) zum Verbinden der besagten Luftdüse (42) mit einer Druckluftquelle ein Luftzufuhrrohr (46) umfassen, das an einem Ende beweglich mit der besagten Luftdüse (42) verbunden ist, an seinem anderen Ende mit einer Druckluftquelle verbunden ist, und zwischen den Enden in Wicklungen oder Windungen angeordnet ist, die sich entsprechend der Drehung der besagten Luftdüse (42) in die entgegengesetzten Richtungen auf- und abwickeln.

6. Vorrichtung (20) gemäß Anspruch 5, wobei der Mittelbereich des besagten Luftzufuhrrohrs (46) in spiralförmigen Wicklungen oder Windungen angeordnet ist.

7. Vorrichtung (20) gemäß Anspruch 5, wobei der Mittelbereich des besagten Luftzufuhrrohrs (46) in helikalen Wicklungen oder Windungen angeordnet ist.

8. Vorrichtung (50) gemäß Anspruch 4, wobei ein Endbereich eines Luftzufuhrrohrs (65) sich bei der Drehung in eine Richtung um die Peripherie des besagten Trägerringbauteils (51) wickelt und sich davon bei der Drehung in die andere Richtung abwickelt, und wobei der andere Endbereich sich um eine Lagerspule (67) wickelt, von der er sich während der Drehung des besagten Trägerringbauteils (51) ab- und aufwickelt.

9. Vorrichtung (50) gemäß Anspruch 8, wobei die besagte Lagerspule (67) Spiralfeder- Mittel (76) umfaßt, die durch Abwickeln des besagten Luftzufuhrrohrs (65) von der besagten Spule (67) gespannt werden und das besagte Luftzufuhrrohr (65) auf die besagte Spule (67) aufwickeln, wenn sich die Drehrichtung umkehrt.







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