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Dokumentenidentifikation DE69226239T2 22.04.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0541437
Titel Modulare Platte für horizontale Trennungen
Anmelder Strulik, Wilhelm Paul, Rousseneau, Villeneuve-sur-Yvonne, FR
Erfinder Strulik, Wilhelm Paul, Rousseneau, Villeneuve-sur-Yvonne, FR
Vertreter Kohler Schmid + Partner, 70565 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 69226239
Vertragsstaaten BE, CH, DE, FR, GB, LI, NL
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 04.11.1992
EP-Aktenzeichen 924029804
EP-Offenlegungsdatum 12.05.1993
EP date of grant 15.07.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.04.1999
IPC-Hauptklasse E04F 15/024

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung hat eine modulare Platte für eine horizontale Zwischenwand zum Gegenstand.

Genauer betrifft die Erfindung modulare Platten, deren Kombination die Herstellung von horizontalen Zwischenwänden und insbesondere von Zwischenböden (Doppelböden, Zwischendecken) oder Hochdecken ermöglicht.

Bei der Einrichtung von Büroräumen oder Industrieräumen wird immer häufiger das Anbringen eines Zwischenbodens (Doppelbodens) vorgesehen, um die Montage von elektrischen Kabeln, Telefonkabeln, Leitungen oder Leerrohren zwischen dem eigentlichen Boden und dem Zwischenboden vorzusehen. Der Zwischenboden besteht aus modularen Platten mit meist quadratischer Form und einer Seitenlänge von 600 mm, deren Ecken auf dünnen Säulen ruhen, deren Füße wiederum auf dem Boden stehen. Diese dünnen Säulen können eine Hebevorrichtung für ein Anbringen des Bodens auf genauer Höhe aufweisen.

Diese Montage ist perspektivisch in der beiliegenden Fig. 7 dargestellt. Es erscheinen die dünnen Säulen E, die an ihrer Spitze eine Platte F aufweisen. Die dünnen Säulen sind an der Spitze mit Quadraten ausgestattet, die den Platten entsprechende Abmessungen aufweisen. Die Platten G1, G2... liegen mit ihren Spitzen auf den mit den dünnen Säulen verbundenen Platten F.

Diese modularen Platten müssen selbstverständlich eine gewisse Anzahl von Eigenschaften aufweisen. Zunächst ist es notwendig, daß der Umfangsrand der Platte eine große Biegefestigkeit aufweist, um zu vermeiden, daß die Einwirkung einer vertikalen Last auf eine Platte eine Verformung eines Teils des Umfangsrands dieser Platte nach sich zieht, wobei dieser Teil des Umfangsrands sich nicht mehr auf derselben Höhe befindet wie der Umfangsrand der benachbarten Platte. Unter diesem Gesichtspunkt sind Versuche vorgesehen, um die Festigkeit beispielsweise bei einer Last von 500 kg, die auf eine Fläche von 4 · 4 cm wirkt, zu überprüfen.

Es ist auch notwendig, daß die laufende Fläche der Platte (innerhalb ihres Umfangsrands) dieselbe Festigkeit unter der Einwirkung einer punktuellen vertikalen Last, die ähnlich getestet wird, aufweist. Gegebenenfalls können noch Tests zur Reißfestigkeit zugefügt werden.

Es ist auch wünschenswert, daß die modulare Platte gegenüber Feuchtigkeit unempfindlich ist, um Verformungen für die verwendeten Materialien, die daraus resultieren könnten, zu vermeiden.

Sie muß auch ein ausreichendes Verhalten gegenüber Feuer aufweisen, einerseits was die ihre Reaktion auf Feuer anbelangt (Nicht-Entflammbarkeit), andererseits was ihre Feuerfestigkeit anbelangt, das heißt ihr mechanisches Verhalten gegenüber Feuer und ihre Fähigkeit, eine Temperaturerhöhung an einer ihrer Seiten nicht auf die andere zu übertragen.

Die Platte muß außerdem in der horizontalen Ebene eine hohe dimensionale Präzision aufweisen, um das Verbinden der Platten zur Herstellung eines Zwischenbodens zu ermöglichen.

Es ist außerdem nützlich, daß die Platte die gewünschten schallisolierenden und gegebenenfalls wärmeisolierenden Eigenschaften aufweist.

Außerdem sind diese Platten bei ihrem ersten Anbringen oder späteren Eingriffen auf den Zwischenboden Gegenstand von zahlreichen Handhabungsweisen. Es ist somit zu bevorzugen, daß ihr Gewicht so gering wie möglich ist, um den Umgang beim Transport von diesen oder ihrem Anbringen zu vereinfachen.

Schließlich macht die Einrichtung von Industrie- oder Büroräumen die Verwendung einer sehr hohen Zahl von Platten notwendig, angesichts der großen auszustattenden Flächen. Somit ist es sehr wünschenswert, daß ihre Produktionskosten so gering wie möglich sind, wobei die Produktionskosten selbstverständlich einerseits von der Beschaffenheit und Menge der verwendeten Produkte, und andererseits von der Operationen zur Bearbeitung und Montage, die ihre Herstellung notwendig macht, abhängt.

In den meisten Fällen werden die Platten auf folgende Art hergestellt: man geht von einem "Behälter" aus, der aus einem flachen Blech geformt ist, dessen Dicke im Bereich von 1 mm liegt, bei dem man die Ränder senkrecht zur Ebene des Blechs falzt, und die Ecken der so gebildeten Ränder werden entweder offengelassen, was keine Versteifung des Blechs gewährleistet und keine Dichtigkeit liefert, oder geschlossen, beispielsweise durch Verschweißen. In diesem zweiten Fall werden die oben genannten Nachteile vermieden, die Herstellungskosten werden aber erhöht. Es versteht sich, daß ein solcher Behälter keine der oben angeführten Eigenschaften aufweist. Somit ist es notwendig, die Platte zu vervollständigen, indem man in dem Behälter ein inneres Element anbringt, das ihm die erforderlichen Eigenschaften verleiht. Es wird sich meistens um eine Platte aus verdichtetem Holz mit hoher Dichte und somit hohem Gewicht handeln. Die Wahl einer adäquaten hohen Dichte des Materials ermöglicht es zwar eine hohe mechanische Festigkeit zu erhalten, aber zu sehr hohem "Preis". Einerseits steigen die Kosten selbst des Materials mit seiner Dichte. Andererseits ist, aus den vorher dargelegten Gründen, das höhere Gewicht aufgrund der Erhöhung der Dichte nicht unbedingt wünschenswert. Außerdem ist man veranlaßt, ein Material zu verwenden, dessen andere wesentlichen Eigenschaften für die beabsichtigte Verwendung eher negativ sind, d. h. eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit, kann Verformungen der Platte nach sich ziehen, und ein unzureichendes Feuerverhalten kann außerdem, im Falle eines noch nicht unter Kontrolle gebrachten Brandes von diesem, zu einer hohen Wärmezufuhr in dem mit diesen Platten ausgerüsteten Gebäude führen.

Allgemeiner gesagt versteht sich, daß mit dieser Lösungsart, der metallische "Behälter" an sich kein wesentliches Merkmal mechanischer Festigkeit mit sich bringt. Diese Eigenschaft wird somit durch das in dem "Behälter" plazierte Element erzielt, das, durch seine einzigartige Eigenheit, den anderen Bedingungen, denen die modulare Platte genügen muß, Genüge leistet.

Um diesen Nachteilen abzuhelfen, wurde auch vorgeschlagen, den im Inneren mit seinem mechanischen Festigkeitselement ausgestatteten Behälter mit einem Blech zu verschließen, das einen "Deckel" bildet, der auf die Oberseite des mechanischen Festigkeitselements geklebt und/oder auf die Ränder des Behälters geschweißt werden kann. Diese Technik verleiht der Platte zwar eine Erhöhung der Dichtigkeitseigenschaften, aber mit einer empfindlichen Erhöhung der Kosten. Indessen erhöht dies nicht wesentlich die mechanische Festigkeit der Anordnung, und auf jeden Fall verstärkt das nicht ihre Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten auf ihren Umfangsrand, außer man verwendet ein Blech mit großer Dicke, um den Deckel herzustellen. Somit muß das in dem Behälter plazierte Element selbst den verschiedenen zu erfüllenden Bedingungen entsprechen, mit Ausnahme der Probleme Dichtigkeit. Es versteht sich somit, daß diese Lösung, obwohl sie teuer ist, nicht wirklich die in ihrer Anordnung gestellten Probleme löst.

Um der unzureichenden mechanischen Festigkeit der bekannten Platten im Falle großer Lasten abzuhelfen, wurde in diesem Fall eine besondere Montage der modularen Platten auf einer Struktur von Rahmen oder Querträgern vorgeschlagen, die die mechanische Festigkeit der Platten gegenüber vertikalen Lasten an ihrem Umfangsrand verstärken. Fig. 8 zeigt perspektivisch eine solche Montage. Die dünnen Säulen A, deren Füße auf dem Boden B stehen, haben ihre Köpfe, die untereinander durch Querträger, wie C, verbunden sind, die so Rahmen bilden. Der Umfangsrand jeder Platte D1, D2, D3 liegt auf der Oberseite dieser Querträger, im Gegensatz zu der Montage der Fig. 7, in der die Platten nur an ihren Spitzen auf den oberen Enden der dünnen Sälen ruhen. Es sind also die Querträger selbst, die die Festigkeit des Umfangsrands der Platten verstärken und die Verformung des Umfangsrands der Platten verhindern. Es versteht sich jedoch, daß diese Lösung eine empfindliche Erhöhung der Kosten mit sich bringt, aufgrund der größten Komplexität der Stützstruktur und der Erhöhung der Zeit zum Anbringen, und daß es somit sehr wünschenswert ist, die Anzahl der Fälle zu begrenzen, in denen darauf zurückgegriffen werden muß.

Das Dokument EP-A-171 971 beschreibt eine modulare Platte, deren Eigenschaften denjenigen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 entsprechen.

Um den Nachteilen der vorher beschriebenen bisherigen Lösungen abzuhelfen, besteht eine Aufgabe der vorliegenden Er findung darin, eine modulare Platte für eine horizontale Zwischenwand zu liefern, die eine hohe mechanische Festigkeit aufweist, wobei sie relativ leicht bleibt, eine perfekte Dichtigkeit gegen das Eindringen von Feuchtigkeit gewährleisten kann, ideale Merkmale aufweist, was ihr Verhalten gegenüber Feuer anbelangt (Reaktion auf Feuer und Feuerfestigkeit), und die geringe Herstellungskosten aufweist.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist die erfindungsgemäße modulare Platte für eine horizontale Zwischenwand, die aufweist ein untere Metallteil, welches eine ebene rechteckige Platte aufweist, die mit einem zu ihr ungefähr rechtwinkligen Rand versehen ist, und ein oberes Metallteil, welches eine ebene rechteckige Platte aufweist, die mit, einem zu ihr ungefähr rechtwinkligen Rand versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand des oberen Teiles in den von der Platte und dem Rand des unteren Teiles begrenzten Raum eindringen kann, wobei so montiert wird, daß die Ränder der beiden Teile miteinander mechanisch direkt oder indirekt im wesentlichen über ihre gesamte Höhe zusammenarbeiten, so daß auf diese Weise am Umfangsrand der Platte ein Stützrahmen gebildet wird, welcher eine hohe mechanische Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten aufweist, und daß eine gute Dichtigkeit gegenüber der Zufuhr von Sauerstoff und/oder gegenüber dem Eindringen von Feuchtigkeit zum inneren Raum hin sichergestellt ist, und daß der durch die beiden Teile begrenzte innere Raum durch eine innere Verstärkungsstruktur in etwa ausgefüllt ist, welche in der zu den Platten senkrechten Richtung eine erhöhte mechanische Festigkeit aufweist und mit dem Stützrahmen und den beiden Platten mechanisch zusammenarbeitet, wobei das untere und das obere Ende der Struktur mit den Platten im wesentlichen in Kontakt ist.

Es versteht sich, daß die erfindungsgemäße modulare Platte den vorher dargelegten, wesentlichen Forderungen entspricht. Das mechanische Zusammenwirken der Ränder der beiden Teile liefert der Platte einen steifen Stützrahmen gegenüber vertikalen Lasten. Außerdem liefert die Anwesenheit der inneren Struktur, die selbst durch ihre eigene Konfiguration eine hohe Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten aufweist, durch Zusam menwirken mit dem Rahmen, aufgrund dieser Tatsache der Anordnung eine hohe Biege- und Torsionsversteifung in der horizontalen Ebene und verteilt diese erhöhte Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten auf die gesamte Fläche der Platte im Inneren ihres Umfangsrands. Da jedoch diese Struktur durchbrochen sein kann, kann sie sehr geringe Kosten haben und ihr Gewicht sehr gering bleiben. Das mechanische Zusammenwirken der beiden Ränder verleiht der Platte die Dichtigkeitseigenschaften gegen das Eindringen von Feuchtigkeit und die Zufuhr von Sauerstoff, um die Erhaltung der Brennbarkeit zu vermeiden.

Schließlich weist die modulare Platte die erforderliche dimensionelle Präzision auf, da die Abmessungen von dieser durch die beiden metallischen Anordnungen definiert sind, die mit Präzision geformt und/oder tiefgezogen sind, und nicht durch eine innere Struktur, die beispielsweise durch Sägen hergestellt wird.

Gemäß einer ersten Ausführungsform sind die Ränder der beiden Teile wenigstens teilweise miteinander in Kontakt, so daß eine feste Verbindung gebildet wird.

Gemäß einer zweiten Ausführungsform ist eine Umfangsverbindung zwischen den Rändern der beiden Teile montiert, wodurch man ein mechanisches Zusammenwirken zwischen den Rändern erhält.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die innere Struktur durchbrochen. Sie kann wenigstens teilweise durch ein Füllmaterial gefüllt sein.

So versteht man, daß so die innere Struktur die erforderliche mechanische Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten liefert, während das Füllmaterial so gewählt werden kann, daß es der Struktur eine bessere Festigkeit gegen Verformung in einer horizontalen Ebene und der modularen Platte wärme- und/oder schallisolierende Eigenschaften verleiht, wobei dieses Material außerdem dazu geeignet sein kann, den Anforderungen für die Feuerfestigkeit Genüge zu leisten. Außerdem kann die Wahl des Materials beispielsweise durch seine Dichte in Abhängigkeit von den gesuchten Merkmalen geleitet sein.

Allgemeiner versteht es sich, daß die besondere Konstruktion der modularen Platte, gemäß der Erfindung, es ermöglicht, die Eigenschaften ihrer verschiedenen, sie bildenden Teile zu spezialisieren und zu kombinieren, während die bisherigen Lösungen, durch ihren globalen Charakter, in keinem Fall allen erforderlichen Bedingungen Genüge leisten konnten.

Andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich klarer beim Lesen der folgenden Beschreibung von mehreren Ausführungsformen der Erfindung, die als nicht einschränkend zu verstehende Beispiele gegeben sind. Die Beschreibung bezieht sich auf die beiliegenden Zeichnungen, in denen:

- Fig. 1 eine Draufsicht einer erfindungsgemäßen Platte ist;

- Fig. 2 eine Ansicht im Vertikalschnitt entlang der Linie II-II der Fig. 1 ist;

- Fig. 3 eine Draufsicht einer für die Erfindung verwendbaren Verstärkungsstruktur ist;

- Fig. 4 im Vertikalschnitt eine Ausführungsvariante der modularen Platte zeigt;

- Fig. 5 eine bevorzugte Ausführungsform des oberen Teils der modularen Platte zeigt;

- Fig. 6 eine Ausführungsvariante des oberen Teils zeigt;

- Fig. 6a im teilweise Vertikalschnitt eine Ausführungsvariante der Ränder der Plattenteile zeigt; und

- Fig. 6b im Vertikalschnitt eine Ausführungsvariante der inneren Struktur zeigt;

- Fig. 7, wie bereits beschrieben, ein erstes bekanntes Montagebeispiel von modularen Platten für die Herstellung eines Zwischenbodens zeigt; und

- Fig. 8, wie bereits beschrieben, ein zweites Montagebeispiel der Platten mit Anbringen einer Querträgerstruktur zur Verstärkung zeigt.

Unter Bezug zunächst auf die Fig. 1 und 2 wird eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen modularen Platte beschrieben. Diese weist ein erstes Teil 10 auf, das durch eine ebene Platte 12 gebildet ist, die mit einem fortlaufenden Rand 14 ausgestattet ist, der im wesentlichen senkrecht zu Ebene der Platte 12 verläuft. Die Platte 12 mit ihrem Rand 14 definiert die Abmessungen der Platte auf somit beispielsweise Ab messungen von 600 · 600 mm in einer horizontalen Ebene. Die Platte weist ein zweites Teil 16 auf, das auch durch eine Platte 18 und einen Rand 20 gebildet ist, der im wesentlichen senkrecht zur Ebene der Platte 18 verläuft. Wie besser in Fig. 2 gezeigt, ist der Rand 20 des Teils 16 derart ausgebildet, daß man das Teil 16 in den durch das Teil 10 begrenzten Raum einfügen kann. Allgemeiner sind die die modulare Platte bildenden Teile rechteckig, wobei die quadratische Form nur einer bevorzugten Ausführungsform entspricht. Genauer sind, gemäß dieser Ausführungsform die beiden Teile so dimensioniert, daß man zwischen diesen eine feste Verbindung erhält, um ein mechanisches Zusammenwirken zwischen den beiden Rändern herzustellen, das den Rand der Platte versteift, indem es so einen Rahmen bildet. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist der Rand 14 des Teils 12 nicht unbedingt senkrecht zur Platte 12, sondern bildet einen Winkel mit dieser im Bereich von 95º oder allgemeiner zwischen 90º und 100º. Es versteht sich, daß die Anwesenheit dieses leicht pyramidenförmigen Randes das Anbringen einer modularen Platte im Bezug zu den benachbarten Platten erleichtert. Außerdem könnte der Rand 20 des Teils 16 mit der Platte 18 einen Winkel b größer als 90º bilden. Die Form der Verbindung 30 muß an die Neigung der Ränder 14 und 20 angepaßt sein. Außerdem liegt der freie Rand 20a des Rands 20 an der Platte 12 des Teils 10 an, und der freie Rand 14a des Rands 14 liegt im wesentlichen in derselben Ebene wie die äußere Seite der Platte 18.

Das Innere des durch die Teile 10 und 16 begrenzten Raums ist wenigstens teilweise durch eine vorzugsweise durchbrochene Verstärkungsstruktur 22 gefüllt. Gemäß einer bevorzugten Verwendungsform ist die innere Verstärkungsstruktur 22 zellförmig und entspricht beispielsweise derjenigen, die im Prinzip in Fig. 3 gezeigt ist. Genauer besteht die Verstärkungsstruktur aus Streifen 24, 26, zwischen denen Wellen, wie 28, aufweisende Streifenteile angebracht sind. Diese Streifen können durch jedes geeignete Mittel, Schweißen, Extrusion, Kleben, Verzapfen, usw. miteinander verbunden werden. Diese Verstärkungsstruktur kann aus Metall, Kunststoff oder Papier sein. So ist sie sehr leicht, weist aber eine große Festigkeit gegen Zer drücken in Richtung senkrecht zur Ebene der Fig. 3 auf, d. h. in Richtung senkrecht zu den Platten 12 und 18 der modularen Platte, da die die Struktur bildenden Streifen Generatrices im wesentlichen senkrecht zu den Platten aufweisen. Selbstverständlich könnten die Streifen 28 auch durch geradlinige Streifen, die einen Winkel mit den Streifen 24, 26 bilden, ersetzt werden.

Allgemeiner muß man bei dieser Ausführungsform unter innere Verstärkungsstruktur eine Struktur verstehen, die durch Streifen gebildet ist, deren Generatrices im wesentlichen senkrecht zu den Platten 12 und 18 sind, wobei die Streifen wechselseitig gemäß Generatrices fest verbunden sind und untereinander Öffnungen beliebiger Form definieren.

Selbstverständlich könnten andere Formen einer inneren Struktur verwendet werden, unter der Bedingung, daß sie der Anordnung der Plattenfläche die erforderliche mechanische Festigkeit in vertikaler Richtung verleiht, und daß sie sich auf dem durch das mechanische Zusammenwirken der beiden Ränder hergestellten Stützrahmen abstützt. Insbesondere könnte man anstellte einer inneren durchbrochenen Struktur zellförmiger Art eine Platte aus einem Sandwichmaterial auf Phenolharzbasis, der von der italienischen Gesellschaft MVR unter der Marke Fenvierre vertriebenen Art, verwenden. Das Material weist die erforderlichen Eigenschaften der mechanischen Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten, Wärmeisolierung, Verhalten gegenüber Feuer und Wasser auf. Außerdem sind sie leicht.

Es ist möglich, zwischen den Seiten gegenüber den Rändern 14 und 20 der beiden Teile der Platte eine Schicht 30 eines eine periphere Verbindung bildenden Produkts anzubringen. Je nach dem gewählten Material kann man das Feuerverhalten der modularen Platte und ihre Dichtigkeit gegenüber dem Eindringen von Feuchtigkeit verbessern. In diesem Fall weisen die Ränder der Teile 10 und 16 selbstverständlich keine enge Verbindung auf. Die Verbindung 30 gewährleistet hier das mechanische Zusammenwirken zwischen den beiden Rändern. Außerdem gewährleistet diese Verbindung durch Haften an den Rändern der beiden Teile die gegenseitige Befestigung von diesen. Man kann auch die Verbindung auf die Ränder kleben.

Unabhängig von der betrachteten Ausführungsform wirken die Ränder 14 und 20 vorzugsweise direkt oder indirekt auf einem wesentlichen Teil ihrer Höhe mechanisch zusammen, d. h. auf einer Länge, die wenigstens einem wesentlichen Teil des Abstands zwischen den beiden Platten entspricht, wenn nicht sogar auf dem gesamten Abstand.

Vorzugsweise ist das erste Teil 10 durch Ziehen eines Blechs, beispielsweise aus Stahl, hergestellt. Der Rand 14 ist somit fortlaufend auf dem gesamten Umfang der Platte 12. Das Teil 16 kann aus einem Blech hergestellt sein, das geschnitten und gefalzt ist, um den Rand 20 zu bilden. In diesem Fall kann der Rand 20 begrenzte Unterbrechungen in den Abmessungen aufweisen, wie 32, in Bereichen, in denen zwei Randteile sich verbinden.

Vorzugsweise hat das für die Herstellung der beiden Teile verwendete Blech eine Dicke im Bereich von 1 mm.

Gemäß einer anderen Ausführungsvariante der modularen Platte ist es möglich, ins Innere der durchbrochenen Verstärkungsstruktur 22 eine Füllung aus einem Füllmaterial, wie Gips, ein Phenolharz, usw. fließen zu lassen. Man vergrößert so die mechanische Festigkeit, insbesondere die Festigkeit gegenüber der Verformung in einer horizontalen Ebene unter vertikaler Last und die Feuerfestigkeit der Platte sowie die Wärme- und Schallisolierung, die sie liefert. Je nach der Form der inneren Verstärkungsstruktur und der Art des Füllmaterials, ist es möglich das Einspritzen des Materials durch eine oder mehrere Öffnungen vorzunehmen, die in den Rändern oder in der Platte 12 des Teils 10 vorhanden sind, und die später wieder verschlossen werden können.

Fig. 4 zeigt eine Ausführungsvariante der Platte. Das äußere Teil 10' ist identisch mit dem Teil 10 der Fig. 2 und weist somit eine Platte 12' und den Rand 14' auf, der einen Winkel im Bereich von 95º mit der Ebene der Platte 12', oder allgemeiner zwischen 90º und 100º bildet. Das zweite, mit 36 bezeichnete Teil ist aus einer ebenen Platte 38 und den Rändern 40 gebildet, die bezüglich der Platte 36 eine Neigung b aufweisen, die das Komplement des Winkels a zu 180º ist. Man verbessert so noch die Qualität der Verbindung zwischen den beiden die modulare Platte bildenden Teilen 10' und 36. Auch in diesem Fall bringt man im Inneren der Teile 10' und 36 eine Verstärkungsstruktur 42 an, die identisch mit dem Material 22 der Fig. 3 sein kann. Auch in diesem Fall ist die Höhe oder Dicke h der Struktur im wesentlichen gleich dem Abstand h' zwischen den Platten 12' und 38, wenn das Teil 36 in dem Teil 10' liegt. Die Gesamtdicke der Platte beträgt im allgemeinen zwischen 25 und 40 mm.

Fig. 6 zeigt eine Ausführungsvariante des Rands 20 des Teils 16. Dieser ist doppelt und wird durch Falten eines ursprünglichen Rands mit entsprechender Breite erhalten. Die beiden Teile 20a und 20b dieses Rands ermöglichen noch eine Vergrößerung der mechanischen Festigkeit gegenüber Biegen unter vertikaler Last des Umfangsrandes der modularen Platte.

Gemäß einer anderen in Fig. 6a dargestellten Ausführungsvariante, können die Ränder 14 und 20 der Teile 10 und 16 eine vorragende 50 bzw. hohle 52 Vertiefung aufweisen, um die Befestigung durch Klippen der beiden Teile zu gewährleisten. Die Klippteile könnten auch punktuell sein. Diese Befestigung kann auch durch Kleben der Ränder oder jedes andere geeignete Mittel erhalten werden.

Fig. 6b zeigt noch eine andere Ausführungsvariante der modularen Platte. Gemäß dieser Ausführungsform ist der durch die Teile 10 und 16 definierte innere Raum einerseits durch eine Schicht 54, beispielsweise aus einem Feuerisolationsmaterial, die auf der Platte 12 liegt, gefüllt. Ihre Dicke liegt beispielsweise im Bereich von 7 mm. Der Rest des Raums ist andererseits durch eine innere Verstärkungsstruktur 22 derselben Art wie diejenige, die in Fig. 3 gezeigt ist, besetzt. Diese Struktur kann selbst wenigstens teilweise durch ein Füllmaterials gefüllt sein. In diesem Fall stellt sich das mechanische Zusammenwirken zwischen der Struktur 22 und der Platte 12 durch die Schicht 54 her. Es versteht sich von selbst, daß die Schicht 54 auch gegen die Platte 18 des Teils 16 angebracht sein könnte oder, daß eine Materialschicht gegen jede Platte angebracht sein könnte.

Es versteht sich, daß mit einer solchen Konstruktion und insbesondere durch die Tatsache, daß die Ränder der beiden Teile auf einem wesentlichen Teil ihrer Höhe direkt oder mittels einer Verbindung miteinander in Kontakt sind, die Festigkeit gegen das Zerdrücken der Platten an ihrem Umfangsrand angewachsen ist. Die innere Struktur liefert der Anordnung eine erhöhte Versteifung beim Biegen und Spannen in horizontaler Ebene und verteilt einen großen Teil der mechanischen Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten vom Umfangsrand auf die Gesamtheit der Plattenfläche innerhalb ihres Umfangsrands. Außerdem kann man, aufgrund der Tatsache, daß sie durchbrochen ist, ein Füllmaterial einspritzen, das wärme- und/oder schallisolierende Eigenschaften und Eigenschaften zur Verbesserung des Feuerverhaltens der Plattenanordnung aufweist. Dies verbessert auch die Festigkeit gegen Verformungen in horizontaler Ebene.

Es versteht sich, daß die erfindungsgemäßen modularen Platten entweder gemäß Fig. 7 (direkte Montage auf die dünnen Säulen) oder Fig. 8 (Montage auf eine Struktur von Querträgern zur Verstärkung) montiert werden können. Bei der ersten Montage mit den erfindungsgemäßen Platten erhält man dieselbe periphere Steifheit wie im Falle der zweiten Montage mit klassischen Platten, da der durch die Ränder der erfindungsgemäßen Platten gebildete Stützrahmen ein Äquivalent der Verstärkungsquerträger zur Montage der Fig. 8 bildet. Somit versteht man, daß man durch Verwendung der Montage der Fig. 8 mit erfindungsgemäßen Platten eine mechanische Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten am Umfangsrand der Platten erhält, die bisher nicht erhalten werden konnte, da man dann das Äquivalent von zwei übereinanderliegenden "Rahmen" zur Verstärkung hat. Schließlich ist hinzuzufügen, daß die bisherige Beschreibung insbesondere die Verwendung der modularen Platten zur Herstellung von Zwischenböden betrachtet. Jedoch können die erfindungsgemäßen modularen Platten auch für die Herstellung von eingeschobenen Decken verwendet werden. Es versteht sich, daß man in diesem Fall die Ausführungsparameter der Platten in Abhängigkeit der Merkmale wählen sollte, die die eingeschobenen Decke aufweisen sollten, unter Berücksichtigung insbesondere der weniger hoher Forderungen mechanischer Festigkeit, aber höheren Ansprüche in bezug auf die Leichtigkeit.


Anspruch[de]

1. Modulare Platte für eine horizontale Zwischenwand, welche aufweist: ein unteres Metallteil (10), welches eine ebene rechteckige Platte (12) aufweist, die mit einem zu ihr ungefähr rechtwinkligen Rand (14) versehen ist, und ein oberes Metallteil (16), welches eine ebene rechteckige Platte (18) aufweist, die mit einem zu ihr ungefähr rechtwinkligen Rand (20) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand des oberen Teiles in den von der Platte und dem Rand des unteren Teiles begrenzten Raum eindringen kann, wobei so montiert wird, daß die Ränder der beiden Teile miteinander mechanisch direkt oder indirekt im wesentlichen über ihre gesamte Höhe zusammenarbeiten, so daß auf diese Weise am Umfangsrand der Platte ein Stützrahmen gebildet wird, welcher eine hohe mechanische Festigkeit gegenüber vertikalen Lasten aufweist, und daß eine gute Dichtigkeit gegenüber der Zufuhr vom Sauerstoff und/oder gegenüber dem Eindringen von Feuchtigkeit zum inneren Raum hin sichergestellt ist, und daß der durch die beiden Teile begrenzte innere Raum durch eine innere Verstärkungsstruktur (22, 42) in etwa ausgefüllt ist, welche in der zu den Platten senkrechten Richtung eine erhöhte mechanische Festigkeit aufweist und mit dem Stützrahmen und den beiden Platten mechanisch zusammenarbeitet, wobei das untere und das obere Ende der Struktur mit den Platten im wesentlichen in Kontakt ist.

2. Modulare Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Rand (20a) des Randes (20) des oberen Metallteiles (16) an der Platte (12) des unteren Metallteiles (10) anliegt.

3. Modulare Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ränder (14, 20) der beiden Teile (10, 16) wenigstens teilweise miteinander in Kontakt sind, so daß eine feste Verbindung gebildet wird.

4. Modulare Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie zwischen den Rändern (14, 20) der beiden Teile (10, 16) ein eine Verbindung (30) herstellendes Teil aufweist, welches das mechanische Zusammenwirken zwischen den beiden Rändern sicherstellt.

5. Modulare Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sie Mittel zur wechselseitigen Befestigung der Ränder (14, 20) der beiden Teile (10, 16) aufweist.

6. Modulare Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man das untere Metallteil (10) dadurch erhält, daß ein Metallblech so deformiert wird, daß man die Platte (12) und einen die gesamte Platte umgebenden Rand (14) erhält.

7. Modulare Platte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das untere Teil (10) einen Rand aufweist, welcher einen Winkel (a) zwischen 90º und 100º zur Platte (12) bildet.

8. Modulare Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Teil einen Rand (20) aufweist, welcher dadurch erhalten wird, daß ein Metallblech so ausgeschnitten und gefalzt wird, daß es die geradlinigen Abschnitte der Ränder ergibt.

9. Modulare Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Struktur (22, 42) gebildet wird, indem Materialstreifen zusammengesetzt werden, deren Generatrices in einem rechten Winkel zu den Platten der Teile angeordnet sind.

10. Modulare Platte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die durchbrochene innere Struktur (22, 42) zumindest teilweise mit einem Füllmaterial gefüllt ist.

11. Modulare Platte nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Verstärkungsstruktur (22, 42) aus Metall ist.

12. Modulare Platte nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmaterial wärme- und/oder schallisolierende Eigenschaften aufweist.

13. Modulare Platte nach Anspruch 10 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Füllmaterial nicht entflammbar ist.

14. Modulare Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Struktur (42) eine Platte aus einem Sandwichmaterial auf Phenolharzbasis umfaßt.

15. Modulare Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsstruktur (22, 42) in zu den beiden Platten (12, 18) senkrechter Richtung eine Dicke aufweist, welche ungefähr gleich dem Abstand zwischen den beiden Platten ist.

16. Modulare Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die beiden Teile (10, 16) begrenzte innere Raum mindestens eine Materialschicht (54) aufweist, welche mit einer der beiden Platten (12, 18) in Kontakt ist, und daß die innere Verstärkungsstruktur (22) den Rest des Raumes ungefähr ausfüllt.







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