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Dokumentenidentifikation DE69322003T2 29.04.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0578353
Titel Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung von einem farbigen gestrickten Netz
Anmelder Tama Plastic Industry, Kibbutz Mishmar Ha'Emek, IL
Erfinder Sa'don, Machluf Ilan, IL-19236 Israel, IL;
Doron, Ishai, IL-19236 Israel, IL;
Govrin, Ytzhak, IL-19236 Israel, IL
Vertreter Patentanwälte Ostriga, Sonnet & Wirths, 42275 Wuppertal
DE-Aktenzeichen 69322003
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, PT, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 22.04.1993
EP-Aktenzeichen 933031601
EP-Offenlegungsdatum 12.01.1994
EP date of grant 11.11.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.1999
IPC-Hauptklasse D04B 35/36
IPC-Nebenklasse D06B 1/14   D06B 11/00   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung gefärbter Strick- bzw. Wirknetze. Insbesondere betrifft die Erfindung Vorrichtungen und Verfahren zum Färben einzelner Bänder von Wirknetzen.

Wirk- bzw. Stricknetze werden gegenwärtig für Produkte wie Säcke für landwirtschaftliche Erzeugnisse, Vogelschutznetze, Schattiernetze, Insektenschutznetze und Netze zum Umhüllen runder Strohballen verwendet. Solche Wirknetze werden im allgemeinen mit einem Verfahren hergestellt, das die Herstellung einer Primärfolie, das Schlitzen der Folie in einzelne Bänder, das Recken der Bänder, das Wirken der einzelnen Bänder zu einem Wirknetz und das Aufwickeln des Wirknetzes auf eine Haspel umfaßt. Die Primärfolie kann der beabsichtigten Verwendung des Wirknetzes entsprechend in verschiedenen Farben hergestellt sein.

Häufig wird ein Wirknetz gewünscht, das einen Streifen in einer bestimmten Farbe enthält, der sich von der Grundfarbe des Netzes unterscheidet. Dies kann dazu dienen, einen Streifen mit einer bestimmten Tönung am Ende oder in der Mitte des Netzes bereitzustellen, der anzeigt, daß das Wirkprodukt von einem bestimmten Lieferanten stammt. Es können auch verschiedene Farbmarkierungen für ähnliche Produkte verwendet werden, um entweder das Ende einer Rolle zu markieren oder um in Verbindung mit einer photoelektrischen Zelle die Anzahl von Stücklängen zu zählen.

Ein gebräuchliches Verfahren zum Färben von Wirknetzen besteht in der Verwendung von Spulen ver schiedenfärbiger Bänder. Diese Spulen gefärbter Bänder werden einfach an der Wirkmaschine angeordnet, und die gefärbten Bänder werden anstelle der ursprünglichen Bänder in die Maschine eingefädelt. Üblicherweise haben diese gefärbten Bänder ein gewisses Reckmaß, und die Spulen werden daher nach der Reckstufe im Netzherstellungsverfahren angeordnet. Die ursprünglichen Bänder der Grundfarbe, die ausgetauscht wurden, werden automatisch auf Rollen gewickelt und dann wiederverwertet.

Im Raschel-Kettenwirkverfahren werden zwei Arten von Bändern verwendet: Querbänder und Längsbänder. Wenn die Farbe im Netzgewebe in der Längsrichtung geändert werden soll, können Bänder, wie zuvor beschrieben, ausgetauscht werden. Wenn die Farbe aber in der Querrichtung geändert werden soll, kann das zuvor beschriebene Verfahren nicht angewendet werden, da das Wirken der Längsbänder weniger als eine Sekunde dauert. Das Abschalten der Wirkmaschine, Tauschen der Bänder und erneute Starten der Maschine für eine derart kurze Zeitperiode ist äußerst ineffizient.

Daher ist das bestehende Färbungsverfahren nur zweckdienlich, wenn Längsbänder gefärbt werden müssen. Zusätzlich müssen Bänder in mehreren Farben gelagert werden, die jeweils Eigenschaften aufweisen, die mit dem Endprodukt vereinbar sind. Das bestehende Färbungsverfahren bringt auch technische Komplikationen im Netzwirkverfahren mit sich, wodurch Rohmaterialien verschwendet und die Kosten des Endprodukts erhöht werden.

Daher besteht auf dem Fachgebiet ein Bedarf an der Schaffung eines effizienten Verfahrens und einer Vorrichtung zur Färbung von Wirknetzen während der Herstellung des Netzgewebes.

Angesichts des zuvor Gesagten ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung eines gefärbten Wirknetzes zu schaffen, die/das die einzelnen Bänder des Wirknetzes färbt.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung eines gefärbten Wirknetzes zu schaffen, die/das in die direkte Herstellung des Wirknetzes eingegliedert werden kann.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Herstellung eines gefärbten Wirknetzes zu schaffen, die/das unabhängig von den Eigenschaften der einzelnen Bänder des Wirknetzes ist.

Aus US-A-4060999 ist es bekannt, eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wirknetzes aus thermoplastischem Material bereitzustellen, die eine Quelle zur Zuführung einer Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder bei konstanter Geschwindigkeit und eine Wirkvorrichtung zum Wirken der Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder zu einem Netz umfaßt.

Eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wirknetzes gemäß der vorliegenden Erfindung ist gekennzeich net durch eine Färbevorrichtung, die zwischen der Quelle und der Wirkvorrichtung angeordnet ist, die Mittel zum Färben ausgewählter gereckter thermoplastischer Bänder aus der Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder, die von der Quelle zugeleitet werden, enthält.

Es ist auch bekannt, ein Verfahren zur Herstellung eines Wirknetzes aus thermoplastischem Material bereitzustellen, das die Schritte der Zuführung einer Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder mit konstanter Geschwindigkeit und deren Wirken zu einem Netz umfaßt.

Ein Verfahren zur Herstellung eines Wirknetzes gemäß der vorliegenden Erfindung ist gekennzeichnet durch den Schritt des Färbens ausgewählter gereckter thermoplastischer Bänder aus der Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder, die von der Quelle zugeführt werden, bevor diese zu einem Netz gewirkt werden.

In einer bevorzugten Vorrichtung der Erfindung ist die Vorrichtung zum Färben einzelner Bänder in dem Netzherstellungsverfahren nach der Streckstufe und vor der Wirkstufe vorgesehen. Alle oder einige der einzelnen Bänder können durch die Färbevorrichtung laufen. Jedes Band, das durch die Färbevorrichtung läuft, kann in Übereinstimmung mit einem Steuersystem, das in Einklang mit dem Wirkmaschinenzyklus arbeitet, entweder dem Färbeverfahren unterzogen oder von diesem ausgeschlossen werden, wodurch eine Auswahl getroffen wird, welche der einzelnen Bänder gefärbt werden. Dadurch ist es möglich, das System zum Färben jedes beliebigen Bereichs des Wirknetzes zu programmieren, sei es nun der Länge nach, der Breite nach, in Streifen oder in jedem anderen gewünschten Muster.

In einem bevorzugten Ausführungsbeispiel enthält die Färbevorrichtung eine Walze, die in einem Farbtintenbad rotiert. Die Bänder werden durch den Kontakt mit der Walze gefärbt und bleiben ungefärbt, wenn sie mit der Walze nicht in Kontakt gelangen. Es kann ein Steuersystem vorgesehen sein, das die Bänder von der Walze abhebt, und einen elektromagnetischen oder pneumatischen Kolben enthalten kann, der in Übereinstimmung mit Signalen betrieben wird, die von einem Echtzeit-Steuersystem kommen. Als Alternative kann die gesamte Färbevorrichtung abwärts bewegt und aus dem Kontakt mit den Bändern gebracht werden.

Es werden nun bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung lediglich beispielhaft mit Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, von welchen:

Fig. 1 eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wirknetzes zeigt, welche die Färbevorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung beinhaltet;

Fig. 2 eine seitliche Schnittdarstellung der Färbevorrichtung ist;

Fig. 3 eine frontale Teilschnittansicht der Färbevorrichtung ist;

Fig. 4 eine Teilschnittansicht eines alternativen Ausführungsbeispiels der Färbevorrichtung ist;

Fig. 5 eine perspektivische Ansicht eines weiteren alternativen Ausführungsbeispiels der Färbevorrichtung ist; und

Fig. 6 eine perspektivische Ansicht eines weiteren alternativen Ausführungsbeispiels der Färbevorrichtung ist.

In der folgenden ausführlichen Beschreibung der Zeichnungen, in welchen mehrere alternative Ausführungsbeispiele der Erfindung besprochen werden, sind gleiche Bauelemente der Einfachheit wegen mit denselben Bezugsziffern versehen.

In Fig. 1 ist eine Vorrichtung zur Herstellung eines Wirknetzes dargestellt. Eine Primärfolie, z. B. lineares Polyethylen niedriger Dichte (LLDPE), wird auf Rollen 2 zugeführt. Die Primärfolie läuft in die Reck- bzw. Verstreckeinheit 4, welche die Primärfolie in einzelne Bänder 6 schlitzt und reckt. Eine Verstreckeinheit, die für diesen Zweck geeignet ist, ist die "ISO In-Line Drawing Unit" für Bändchengarn von Karl Mayer (Deutschland). Die einzelnen Bänder 6 verlassen die Verstreckeinheit und laufen über Ausrichtungswalzen 10 in die Wirkmaschine 8. Die Wirkmaschine 8 wirkt die einzelnen Bänder 6 zu einem Endlos-Raschel-Wirknetz 14. Geeignete Wirkmaschinen für diesen Zweck sind die Raschelmaschine von Karl Mayer (Deutschland) oder ähnliche Maschinen. Das Endlos- Wirknetz 14 wird mittels einer Wickelmaschine 12 auf eine Rolle 16 gespult.

Gemäß der Erfindung ist die Färbevorrichtung 18 zwischen der Verstreckeinheit 4, wo die Primärfolie in einzelne Bänder geschlitzt und gereckt wird, und der Wirkmaschine 8, wo das eigentliche Wirknetz gewirkt wird, angeordnet. Die Färbevorrichtung 18 enthält eine Richtwalze 20, eine Färbewalze 22 und eine Kontaktwalze 24. Die Färbewalze 22 ist in einem Gefäß 30 angeordnet und durch einen Antriebsriemen 32 mit einem Motor 26 verbunden. Als Alternative kann die Färbewalze durch einen direkten Motoranschluß angetrieben werden. Die Bewegung der Kontaktwalze 24 wird durch die Steuerung 28 gesteuert, um die einzelnen Bänder 6 mit der Färbewalze 22 in Kontakt zu bringen oder außer Kontakt zu bringen.

Aus Fig. 1 geht hervor, daß der bevorzugte Punkt zum Färben der einzelnen Bänder in dem Netzherstellungsverfahren nach dem Recken der Bänder und vor dem Wirken der Bänder zu einem Netz liegt. Wenn das Färben vor der Reckung durchgeführt wird, wird die Farbtinte, die das Band färbt, wegen des Verstreckverfahrens während der Bandreckung über einen 5-7 mal längeren Bereich als den ursprünglichen Bereich verteilt. Die Farbe wird daher sehr blaß. Es kann wegen der Wärme, die zur Reckung erforderlich ist, auch zu unerwarteten Reaktionen der gefärbten Tinte auf dem Band kommen.

In Fig. 2 ist eine seitliche Schnittansicht der Färbevorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt. Die Färbevorrichtung enthält ein Gefäß 30, das mit einer gewünschten Farbtinte 34 bis zu einer vorbestimmten Höhe gefüllt ist. Die bevorzugte Farbtinte enthält ein Grundfärbemittel NEWFLEX OD C/41, hergestellt von SUNCHEMICAL, und kann mit einem Lösemittel vermischt sein, das rasch verdunstet. Es können auch verschiedene Farbstoffe verwendet werden.

In dem Gefäß befindet sich eine gerauhte Färbewalze 22, von welcher etwa der halbe Durchmesser in die Farbtinte 34 eingetaucht ist und die sich auf einer Achse 36 dreht. Die Färbewalze 22 ist eine einfache rauhe Metallachse mit einer gerändelten Walzenoberfläche. Die Achse 36 wird von zwei abgedichteten Lagern 38 gehalten. Eine Länge 40 der Achse geht durch die Wände des Gefäßes 30 und über die Lager 38 hinaus. Ein kleiner Motor 26 dreht die Färbewalze 22 durch einen Antriebsriemen 32, der mit dem vorstehenden Abschnitt der Achse verbunden ist.

Die einzelnen Bänder 6 laufen quer zur Axialrichtung der Färbewalze 22 und kommen mit dem oberen Umfang der Färbewalze in Kontakt. Wenn sie mit der Färbewalze 22 in Kontakt stehen, färbt die Farbtinte eine Seite der einzelnen Bänder 6, während die Färbewalze 22 in der Farbtinte 34 rotiert.

In Übereinstimmung mit Signalen von einem Echtzeit-Steuersystem kann die Rotation der Färbewalze gesteuert werden. Solche Steuersysteme zum Färben und Bedrucken von Materialien sind in der Technik bekannt und z. B. im US Patent Nr. 3.969.779 beschrieben. Wenn die Färbewalze nicht rotiert, erreicht die Farbtinte den oberen Teil des Färbewalzenumfangs nicht, und das Färben der einzelnen Bänder unterbleibt.

Als Alternative kann die Kontaktwalze 24, wie in Fig. 3 dargestellt, stromabwärts der gerauhten Walze 22 angeordnet sein und durch einen elektromagnetischen oder pneumatischen Kolben 44 gesteuert werden, um die Bewegungsbahn der einzelnen Bänder 6 zu ändern. Wenn der Kolben 44 zurückgezogen wird, ermöglicht die Kontaktwalze 24 den Kontakt zwischen den einzelnen Bändern 6 und der Färbewalze 22. Wenn die Kontaktwalze 24 vorgeschoben ist, ändert sie die Bewegungsbahn der einzelnen Bänder 6, wodurch ein Kontakt zwischen den einzelnen Bändern und der Färbewalze 22 verhindert wird. In der ausgerückten Position kommt es trotz der fortgesetzten Drehung der Färbewalze zu keiner Färbung der einzelnen Bänder.

Eine zweiseitige Färbung der Bänder kann durch Umsteuern der Bänder ausgeführt werden, so daß die Bänder mit dem unteren Umfang der Färbewalze 22 in Kontakt gelangen. In Fig. 4 sind eine Einlaufwalze 46 und eine Auslaufwalze 48 an dem Gefäß 30 vorgesehen, um die Bewegungsbahn der einzelnen Bänder 6 zu der Unterseite der Färbewalze 22 hin zu lenken.

Gemäß diesem Ausführungsbeispiel verläuft die Bewegungsbahn der einzelnen Bänder 6 direkt durch die Farbtinte 34 und in Kontakt mit der Färbewalze 22, wodurch beide Seiten der einzelnen Bänder 6 gefärbt werden. Es ist ein elektromagnetischer oder pneumatischer Kolben 44 vorgesehen, der die Färbewalze 22 und den Motor 26 hebt und senkt, um die Färbewalze 22 in und außer Kontakt mit den einzelnen Bändern 6 zu bringen.

Wenn in diesem Fall die Färbung unterbrochen werden soll, wird die Färbewalze angehoben, um einen freien Durchlauf der einzelnen Bänder zu ermöglichen. In deren angehobener Position laufen die einzelnen Bänder 6 direkt von der Einlaufwalze 46 zu der Auslaufwalze 48, ohne mit der Färbewalze 22 oder der Farbtinte 34 in Kontakt zu gelangen. Daher erfolgt in diesem Zustand keine Färbung der einzelnen Bänder 6.

Als weiteres alternatives Ausführungsbeispiel der Erfindung kann die Färbevorrichtung unter Ausnutzung der Kapillarwirkung ausgeführt werden. Wie in Fig. 5 dargestellt, ist ein zylindrisches Gefäß 52 etwa bis zur Hälfte des Durchmessers mit Farbtinte 34 gefüllt. Ein Faden 56 wird von einer Fadenhalterung 58, die senkrecht zu dem Durchgang der einzelnen Bänder 6 angeordnet ist, gehalten und in die Farbtinte 34 getaucht.

Wenn das Band 6 durch die Fadenhalterung 58 läuft, kommt das Band mit dem oberen Teil des Fadens 56 in Kontakt, der wegen der Kapillarwirkung mit Farbtinte durchtränkt ist. Als besonderer Vorteil dieses Ausführungsbeispiels sei erwähnt, daß keine beweglichen Teile für die Färbevorrichtung selbst erforderlich sind. Wenn eine Unterbrechung der Färbung gewünscht wird, wird das Band 6 einfach durch einen pneumatischen oder elektromagnetischen Zylinder 60 mit einer Bandführung 62 nach oben und außer Kontakt mit dem Faden bewegt.

Die Steuerung der Bewegung der zuvor beschriebenen Walzen und Kolben kann durch elektromagnetische oder pneumatische Vorrichtungen erfolgen, die in der Technik allgemein bekannt sind und computerprogramm gesteuert werden können. Eine Bewegung von etwa 1- 3 mm ist ausreichend, um den Kontakt zwischen der Färbevorrichtung und den einzelnen Bändern zu unterbrechen. Wenn die Bänder angehoben werden, wird der Kontakt zwischen der Färbevorrichtung und den einzelnen Bändern unterbrochen, und die Färbung endet. Bei diesem Verfahren und dieser Vorrichtung zur Herstellung eines gefärbten Wirknetzes ist die extreme Vielseitigkeit hervorzuheben und daß mit einer geeigneten Steuerung jedes Farbmuster erzeugt werden kann.

Als weiteres Ausführungsbeispiel kann die Färbevorrichtung auch unter Verwendung eines Tintenstrahldruckers ausgeführt werden, wie es in Fig. 6 dargestellt ist. Ein Tintenstrahler 64 ist direkt über einzelnen Bändern 6 angeordnet und über eine Versorgungsleitung 66 mit einem Farbtintenvorrat und über eine Verbindung 68 mit einem geeigneten Steuersystem verbunden. Ein geeigneter Tintenstrahldrucker ist ALPHA JET von Metronic Gerätebau GmbH & Co. (Deutschland).

Tintenstrahldrucker erzeugen ein elektrostatisches Feld, das den Tintenstrahl zur Erzeugung von Buchstaben und anderen komplexen Mustern bewegt. Zum Bedrucken von Bändern jedoch ist nur eine Ein/Aus- Steuerung des Tintenstrahls erforderlich. Ein Tintenstrahlgerät arbeitet sehr schnell und erzeugt eine gedruckte Zeile mit einer Breite von 3 mm bei einer Geschwindigkeit von 600 m/min. Bei dieser Geschwindigkeit kann ein Tintenstrahl durch Zeilenabtastung (ähnlich einem Drucker, bei dem sich der Druckkopf horizontal bewegt und das Papier sich vertikal bewegt) bei einem Durchsatz von 1,8 m²/min. drucken. Diese Druckgeschwindigkeit ist zum Färben gereckter Bänder ausreichend. Ein offensichtlicher Vorteil dieses Ausführungsbeispiels besteht darin, daß die Bänder, die zu färben sind, von dem Tintenstrahldrucker und einer computerprogrammierten Steuerung abgetastet und gefärbt werden können, anstatt die Bänder mechanisch aufzunehmen, wenn die Bänder nicht gefärbt werden sollen.

Es ist von Vorteil, daß die Möglichkeit einer kompletten Programmsteuerung der Position "Strahl ein"- oder "Strahl aus"-Signalen eine kontinuierliche Steuerung erlaubt, welche (und wann) einzelne Bänder zu färben sind. Dieses besondere Ausführungsbeispiel kann auch mit weniger Ausrüstungsgegenständen als die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele ausgeführt werden.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur Herstellung eines gestrickten bzw. gewirkten Netzes aus thermoplastischem Material, umfassend eine Quelle (2, 4) zum Zuleiten einer Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder mit konstanter Geschwindigkeit und eine Wirkvorrichtung (8) zum Wirken der Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder (6) zu einem Netz, gekennzeichnet durch eine Färbevorrichtung (18), die zwischen der Quelle (2, 4) und der Wirkvorrichtung (8) angeordnet ist, umfassend Mittel (22, 24, 46, 60, 64) zum Färben ausgewählter gereckter thermoplastischer Bänder aus der Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder (6), die von der Quelle (2, 4) zugeführt werden.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrzahl einzelner Bänder (6) im wesentlichen aus linearem Polyethylen niedriger Dichte besteht.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Mehrzahl einzelner Bänder (6) aus einer Ausgangsfolie hergestellt wird.

4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkvorrichtung (8) zum Wirken eines Raschel-Netzes eingerichtet ist.

5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Färbevorrichtung durch eine Tintenversorgung (30) und eine Färbewalze (22) gekennzeichnet ist, die zum Auftragen von Tinte (34) von der Tintenversorgung auf die ausgewählten Bänder (6) der Mehrzahl einzelner Bänder eingerichtet ist.

6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch Mittel zum Steuern der Drehung der Färbewalze (22).

7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, ferner gekennzeichnet durch Mittel zum Steuern des Kontakts zwischen der Färbewalze (22) und den ausgewählten Bändern (6) der Mehrzahl einzelner Bänder.

8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Färbevorrichtung (8) durch eine Tintenversorgung (30) und ein Mittel (56) zum Übertragen von Tinte von der Tintenversorgung (30) auf die einzelnen Bänder (6) durch Kapillarwirkung gekennzeichnet ist.

9. Vorrichtung nach Anspruch 8, ferner gekennzeichnet durch Mittel zum Steuern des Auftragens von Tinte (30) seitens des Übertragungsmittels (56) auf die ausgewählten Bänder der Mehrzahl einzelner Bänder (6).

10. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Färbevorrichtung (8) gekennzeichnet ist durch eine Tintenversorgung (30) und einen Tintenstrahl (64) zum Auftragen von Tinte von der Tintenversorgung auf die ausgewählten Bänder der Mehrzahl einzelner Bänder (6).

11. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch Mittel zum Steuern des Betriebs des Tintenstrahls (64).

12. Verfahren zur Herstellung eines gestrickten bzw. gewirkten Netzes aus thermoplastischem Material, umfassend die Schritte der Zuführung einer Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder (6) mit konstanter Geschwindigkeit und des Wirkens dieser zu einem Netz, gekennzeichnet durch den Schritt des Färbens ausgewählter gereckter thermoplastischer Bänder aus der Mehrzahl einzelner gereckter thermoplastischer Bänder (6), die von der Quelle zugeführt werden, bevor sie zu einem Netz gewirkt werden.

13. Verfahren nach Anspruch 12, ferner gekennzeichnet durch den Schritt des Wirkens der Mehrzahl einzelner Bänder zu einem Raschel-Netz.

14. Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, ferner gekennzeichnet durch den Schritt des Auftragens von Tinte von einer Tintenversorgung auf die ausgewählten Bänder der Mehrzahl einzelner Bänder mit einer Färbewalze.

15. Verfahren nach Anspruch 14, ferner gekennzeichnet durch den Schritt des Steuerns der Drehung der Färbewalze.

16. Verfahren nach Anspruch 14 oder Anspruch 15, ferner gekennzeichnet durch den Schritt des Steuerns des Kontakts zwischen der Färbewalze und den ausgewählten Bändern der Mehrzahl einzelner Bänder.

17. Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, ferner gekennzeichnet durch den Schritt des Übertragens von Tinte von einer Tintenversorgung auf die ausgewähl ten Bänder der Mehrzahl einzelner Bänder mittels Kapillarwirkung.

18. Verfahren nach Anspruch 17, ferner gekennzeichnet durch den Schritt des Steuerns der Übertragung von Tinte zwischen der Tintenversorgung und den ausgewählten Bändern der Mehrzahl einzelner Bänder.

19. Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, ferner gekennzeichnet durch den Schritt des Auftragens von Tinte von einer Tintenversorgung auf die ausgewählten Bänder der Mehrzahl einzelner Bänder mittels eines Tintenstrahls.

20. Verfahren nach Anspruch 19, ferner gekennzeichnet durch den Schritt des Steuerns des Betriebs des Tintenstrahls.







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