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Dokumentenidentifikation DE69506480T2 29.04.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0688540
Titel Spannvorrichtung für odontologische Anwendung
Anmelder Hawe Neos Dental Dr. H. V. Weissenfluh AG, Bioggio, CH
Erfinder Weissenfluh, Hans v., CH-6537 Magadino, CH;
Weissenfluh, Beat A. v., CH-6925 Cadempino, CH
Vertreter Heinz H. Puschmann & Uwe R. Borchert, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69506480
Vertragsstaaten CH, DE, ES, FR, GB, IT, LI, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.06.1995
EP-Aktenzeichen 958104085
EP-Offenlegungsdatum 27.12.1995
EP date of grant 09.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.1999
IPC-Hauptklasse A61C 5/12

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Spanngreifer zum Erfassen und Spannen einer Matrix, die zur Zahnrekonstruktion in der Zahnheilkunde verwendet wird, insbesondere einen solchen, der mittels einer Spannvorrichtung ähnlich derjenigen betätigt wird, welche von der gleichen Anmelderin in den früheren Patentanmeldungen Nr. PCT/EP93/02940 ja bzw. US-A-4'396'374 beschrieben ist und die Grundlage für den Oberbegriff des Patentanspruches 1 bildet.

Ein derartiger Spanngreifer besteht aus einem äusseren Ring aus verhältnismässig starrem Material, der mit einem koaxialen Drehstift gekoppelt ist. Sowohl der Ring als auch der Stift sind mit einem oder mehreren Schlitzen versehen, die zum Einsetzen der zu spannenden Matrix eingerichtet sind, die vom Drehstift angetrieben und aufgewickelt wird und mit ihm verbunden bleibt.

Wegen der kleinen Abmessungen des Spanngreifers, mit dem die Bedienungsperson arbeiten muss, ist es oft schwierig, die Matrix in den Schlitz des Drehstiftes einzuführen, und es ist noch schwieriger, die Matrix sicher im Inneren des Schlitzes festzuhalten, derart, dass sie vom Drehstift angetrieben werden kann, ohne sich zu lösen oder aus ihm herauszurutschen. In diesem Fall muss die ganze Arbeit von vorn begonnen werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Spanngreifer anzugeben, der es der Bedienungsperson erleichtert, die zu spannende Matrix einzuführen, und welcher die Matrix sicher festhält, bis sie zum Spannen aufgewunden ist. Der Spanngreifer gemäss Patentanspruch 1 löst diese Aufgabe.

Die funktionellen Eigenschaften des Spanngreifers gemäss vorliegender Erfindung und die Vorteile, welche mit ihm erzielt werden können, werden nachstehend näher erläutert, wobei auf die beigefügten Zeichnungen Bezug genommen wird.

Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht des Drehstiftes einer bevorzugten Ausführungsform des Spanngreifers gemäss vorliegender Erfindung,

Fig. 2 zeigt den Ring der gleichen Ausführungsform wie derjenigen gemäss Fig. 1 in perspektivischer Ansicht,

Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht des gesamten Spanngreifers gemäss vorliegender Erfindung mit eingesetzter Matrix, und

Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt aus der Draufsicht des Spanngreifers, in der zu sehen ist, wie die Enden der Matrix der Drehung des Drehstiftes folgen.

Die obigen Figuren zeigen lediglich eine bevorzugte Ausführungsform, welche nicht als bindend oder gar einschränkend gegenüber anderen Ausführungsformen angesehen werden darf, bei denen einzelnen Hauteile andere Formen oder Grössen haben.

Fig. 1 zeigt einen Drehstift 3 eines beispielsgemässen Spanngreifers nach der vorliegenden Erfindung, welcher den bereits bekannten Drehstiften ähnlich ist, was sowohl die äussere Form als auch das kleine Kronenrad 9 betrifft, das mit einer geeigneten Spannvorrichtung verbindbar ist.

Demgegenüber ist jedoch der durchgehende Schlitz 4 des Stiftes 3 neu und, wie in den Fig. 1 und 3 zu sehen ist, symmetrisch gegenüber einer Ebene γ, welche die Längsachse h des Stiftes 3 enthält bzw. parallel dazu verläuft. Der Schlitz 4 besteht aus zwei Seiten mit je zwei abgewinkelten Bereichen 4', 4", die im wesentlichen spiegelbildlich angeordnet sind. Die Bereiche 4', 4" konvergieren gegen die Längsachse h des Stiftes, wobei jedes Paar benachbarter Bereiche einen Scheitel B bzw. C erzeugt. Der Spalt zwischen den beiden Scheiteln B und C ist kleiner als die doppelte Dicke der Matrix, damit deren Enden eingeklemmt werden können, und die Seiten sind ein wenig federelastisch.

Gemäss der in den beigefügten Figuren dargestellten Ausführungsform beträgt der Winkel α, der von zwei einander gegenüberliegenden, konvergierenden Bereichen der Seiten gebildet wird, etwa 30º, siehe Fig. 4.

Bei geeigneter Dimensionierung des Schlitzes 4 wird die Einführung der Matrix 6 dank der nach aussen divergierenden Seiten erleichtert, und man erzielt weiterhin das Ergebnis, dass die Matrix 6, nachdem sie über die Längsachse h des Stiftes 6 hinaus einschoben ist, in dieser Position durch die Wirkung des Druckes, der durch die Seiten an den Scheiteln B und C ausgeübt wird, festgehalten wird. Die oben genannten Eigenschaften und Wirkungen gestatten es, dass das Aufwickeln und damit Spannen der Matrix 6 zuverlässiger und schneller begonnen werden kann.

Um den Festhalteeingriff der Matrix 6 am Drehstift 3 weiter zu verbessern, kann die innere Oberfläche des Rings 2 des Spanngreifers 1 mit einer Nut 7 versehen werden, die dem so Stift 3 gegenüberliegt (Fig. 3 und 4). Eine solche Nut 7 ist diametral gegenüber der Lage des Schlitzes 5 vorgesehen, wobei die Öffnung 5 eine der Vielzahl von Durchbrüchen im Ring 2 ist, durch die die Matrix in die Vorrichtung 1 eingeführt wird. (Bei der gezeichneten Ausführungsform ist nur eine Öffnung vorhanden.) Wenn nun die Matrix so eingeschoben wird, dass sie bis zum Grunde der Nut 7 reicht, werden die Endbereiche der Matrix 6, die anfänglich in die Nut 7 hineinragen, schon bei einer beginnenden, begrenzten Drehung des Drehstiftes, beispielsweise in Richtung des Pfeils A, so umgelegt (siehe Fig. 4), dass sie ins Innere des Zwischenraumes zwischen der Innenwandung des Rings 2 und der Aussenfläche des Stiftes 3 zu liegen kommen und damit einen umgelegten Rand 6' erzeugen, der die Matrix daran hindert, entgegen ihrer Einführungsrichtung aus dem Spanngreifer 1 auszutreten. Durch dieses Vorgehen wird die Matrix 6 mit einem wirksamen mechanischen Rückhalteelement versehen, das im Vergleich zu einer einfachen Reibung oder ähnlichen Mitteln viel zuverlässiger ist.

Indem ein Spanngreifer 1 sowohl mit der Nut 7 im Ring 2 als auch mit dem speziell geformten Schlitz 4 des Drehstiftes 3 versehen wird, erzielt man ein vorteilhaftes Ergebnis im Hinblick auf die Schnelligkeit und die Zuverlässigkeit des gesamten Verfahrens zum Spannen der Matrix.

Eine weitere Verbesserung betrifft eine elastische, begrenzt wirkende Kupplung zwischen dem Ring 2 und dem Drehstift 3. Anstatt eine solche Kupplung durch die Einhaltung teurer, präziser Abmessungen, welche schwierig einzuhalten sind, bei der formgebenden Herstellung der oben genannten Bauteile zu erzeugen, wird die Innenfläche des Rings 2 mit einer Vielzahl von am Umfang angeordneten Vorsprüngen 8i versehen (Fig. 2). Diese Vorsprünge sind bis zu einem vorbestimmten Ausmass plastisch verformbar, wenn der Drehstift 3, der einen Aussendurchmesser etwas grösser als der Durchmesser des äusseren tangentialen Umfangs der genannten Vorsprünge 8i aufweist, eingesetzt wird. Dabei werden die ge nannten Vorsprünge 8i durch Kompression etwas verformt und dienen als Stützen für den Drehstift 3.

Wie schon kurz erwähnt wurde, ist es klar, dass der Fachmann andere Ausführungsformen in Betracht ziehen kann, welche von der vorliegenden Beschreibung und Darstellung abweichen.


Anspruch[de]

1. Spanngreifer für eine Matrixspannvorrichtung für zahnärztliche Verwendung, enthaltend einen Ring (2) und einen im Inneren des Rings (2) koaxial angeordneten Drehstift (3), wobei sowohl der genannte Stift als auch der genannte Ring mit mindestens einem Schlitz (4, 5) versehen ist, der zur Aufnahme der Enden der zu spannenden Matrix (6) vorgesehen ist, und wobei der Schlitz (4) im Drehstift (3) eine Symmetrieebene (γ) parallel zur Längsachse (h) des genannten Drehstiftes (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Seite des Schlitzes (4) aus zwei abgewinkelten Bereichen (4', 4") besteht, welche auf beiden Seiten der genannten Symmetrieebene (γ) spiegelbildlich angeordnet sind und beide Bereiche (4', 4") gegen die genannte Längsachse (h) des Drehstiftes (3) konvergieren, und dass die Scheitel (B, C) der Bereiche (4', 4") einander gegenüberliegen und benachbart sind.

2. Spanngreifer nach Anspruch 1, bei dem die entsprechenden konvergenten Bereiche (4' bzw. 4") der Seiten des genannten Schlitzes (4) einen Winkel (α) von etwa 30º einschliessen.

3. Spanngreifer (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Ring (2) an seiner dem Drehstift (3) gegenüberliegenden Innenseite und diametral gegenüber der Lage einer im Ring angebrachten schlitzartigen Öffnung (5) mit einer Nut (7) versehen ist, welche sich mindestens über die Höhe desjenigen Bereiches im Ring (2) erstreckt, welche einem der genannten Bereiche (4', 4") frontal gegenüberliegt, die den genannten Schlitz (4) des Drehstiftes bilden.

4. Spanngreifer (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche des Ringes (2), der mit dem Drehstift (3) zu kuppeln ist, mit einer Vielzahl von Vorsprüngen (8i) versehen ist, die bis zu einem vorbestimmten Ausmass plastisch verformbar sind, wenn der genannte Drehstift (3) zwischen sie eingesetzt wird.







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