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Dokumentenidentifikation DE69700065T2 29.04.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0826606
Titel Spenderkappe mit verbesserter Greifmöglichkeit
Anmelder L'Oréal S.A., Paris, FR
Erfinder Baudin, Gilles, 95330 Domont, FR
Vertreter Beetz und Kollegen, 80538 München
DE-Aktenzeichen 69700065
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT
Sprache des Dokument Fr
EP-Anmeldetag 02.07.1997
EP-Aktenzeichen 974015604
EP-Offenlegungsdatum 04.03.1998
EP date of grant 02.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.04.1999
IPC-Hauptklasse B65D 47/08

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Spenderkappe, die dazu bestimmt ist, als Ausstattung eines Vorratsbehälters zu dienen, der ein zu spendendes, flüssiges Produkt enthält, sowie auf eine Spenderanordnung, die mit dieser Kappe ausgestattet ist. Sie ist mit einem Verschlußsystem versehen, das zum Spenden des Produktes geöffnet und für dessen Aufbewahrung geschlossen werden kann.

Vorratsbehälter, die mit einer Kappe dieser Art versehen sind, werden üblicherweise auf verschiedenen Bereichen benutzt, für die Lagerung und das Spenden flüssiger Produkte, beispielsweise auf dem kosmetischen Bereich, Nahrungsmittelbereich, Haushaltsbereich, pharmazeutischen Bereich oder parapharmazeutischen Bereich. Diese Produkte sind insbesondere Shampoos, antiseptische Mittel, Haushalts-Reinigungsmittel oder Produkte zum Abspülen. Dank der Benutzung einer solchen Kappe vermeidet man einerseits das Ausfließen des Produktes während des Transports und der Lagerung und andererseits schützt man das Produkt vor Verschmutzungen von außen her. Andererseits kann mit einer solchen Kappe der Benutzer mühelos das im Vorratsbehälter enthaltene Produkt ausgeben.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich mehr im Einzelnen auf eine Kappe, die eine Spenderöffnung für Produkt aufweist, die durch einen Schwenkdeckel verschließbar ist.

Eine Spenderkappe dieser Art ist beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-0 629 560 beschrieben. Dieses Dokument beschreibt eine Spenderkappe, die eine Spenderöffnung und einen Deckel aufweist, der mit Hilfe eines Filmscharniers schwenkt. Der Deckel ist mit einer Spitze versehen, die dazu bestimmt ist, die Spenderöffnung in der Lagerposition zu verschließen. Auf der dem Scharnier gegenüberliegenden Seite weist der Deckel einen Griffvorsprung auf, der einer Vertiefung gegenüberliegt, die in die Seitenwand der Kappe eingebracht ist.

Dieser Vorsprung bietet den Nachteil, während des Öffnens des Deckels Gefahr zu laufen, den Daumen des Benutzers zu verletzen oder den Nagel abzubrechen. Außerdem ist die Greifzone nicht immer einfach zu lokalisieren.

Demzufolge zielt die vorliegende Erfindung darauf ab, den Nachteilen des Standes der Technik abzuhelfen, wobei sie eine ästhetische Spenderkappe zum Gegenstand hat, deren Gestehungspreis wettbewerbsfähig ist und die außerdem eine große Zuverlässigkeit beim Verschließen hat. Außerdem zielt die Erfindung auf eine zweckmäßige, leicht zu öffnende Kappe ab, bei der die Greifzone vom Benutzer mühelos lokalisiert und gehandhabt werden kann.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auch auf eine Spenderkappe, die dazu bestimmt ist, einen Vorratsbehälter auszustatten, der ein flüssiges oder viskoses Produkt enthält, mit einem Körper, der mit mindestens einer Spenderöffnung versehen ist, und einem am Körper gelenkig um eine Achse schwenkbaren Deckel, wobei der Deckel dazu bestimmt ist, die Spenderöffnung in der Lagerposition zu verschließen, und wobei der Körper und der Deckel aus einem steifen oder Halbsteifen Material gebildet sind. Mindestens eine Greifzone ist in den Deckel und/oder den Körper eingebracht, um das Öffnen und/oder Schließen des Deckels zu erleichtern, wobei die genannte Greifzone von einem Elastomermaterial gebildet ist.

Vorteilhafterweise kann das Elastomermaterial durch gemeinsame Einspritzung auf dem Körper und/oder dem Deckel aus steifem Material aufgebracht werden.

Ein noch anderer Gegenstand der Erfindung ist durch eine Spenderanordnung gebildet, die einen Vorratsbehälter für das Produkt aufweist, der mit einer erfindungsgemäßen Kappe ausgestattet ist, wie sie vorangehend beschrieben ist.

Im allgemeinen ist der Vorratsbehälter, der mit einer solchen Kappe ausgestattet ist, von einer kleinen Flasche mit steifer oder halbsteifer Beschaffeinheit gebildet, oder auch von einer zusammendrückbaren Tube. Bevorzugt weist dieser Vorratsbehälter einen Hals auf, auf dem durch Aufschrauben, Aufrasten, Aufformen, Aufzuschweißen oder jedes andere, bekannte Mittel die Spenderkappe befestigt ist.

Das zu spendende Produkt ist imstande, unter seinem Eigengewicht auszuströmen, und ist beispielsweise eine Shampoo oder Körpermilch, deren Viskosität im allgemeinen in einem Bereich liegt, der von 50 mPa · s bis 5 Pa · s liegt, oder ein pulveriges Puder.

Vorteilhafterweise ist das steife oder halbsteife Material unter den Polpropylenen oder den Polyethylenen ausgewählt.

Vorteilhafterweise ist das Elastomermaterial ein thermoplastisches Elastomer, das physikalisch/chemisch mit dem steifen oder halbsteifen Material kompatibel ist. Wenn man in eine Form zunächst das steife oder halbsteife Material einspritzt und dann über dieses das weiche Material einspritzt, erzeugt man somit durch Warmverschmelzung eine Verbindung zwischen den beiden Materialien. Dieses thermoplastische Elastomermatial ist beispielsweise in der Gruppe von Elastomeren der Propolymere von Propylen/Ethylen ausgewählt; der Polyether-Blockamide; der Polyvinyle, der Ethylen-Terpolymere von Propylen und einem Dien (EPDM); von Kettenpolymeren aus Styrol-Butadien (SBS); von Kettenpolmeren aus Styrol- Ethylen-Butadien (SEBS-SIS); von thermoplastischen Polyurethanen; von Mischungen aus Polypropylen mit einem der nachfolgenden Elastomere: Kettenpolymere von Styrol-Ethylen- Butadien (SEBS-SIS); Terpolymere von Ethylen, Propylen und einem Dien (EPDM); Kettenpolymere von Styrol-Butadien (SBS).

Nach einem zweckmäßigen Gesichtspunkt der Erfindung kann das Elastomermaterial eine Farbe aufweisen, die zu der des steifen oder halbsteifen Materials differiert. So können die Greifzone oder Greifzonen auf der Kappe leicht vom Benutzer lokalisiert werden. Außerdem kann durch das Aufbringen der Greifzone in Farbe eine ästhetische Zierwirkung erzielt werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Greifzone, die auf dem Körper ausgebildet ist, durch eine konkave, kreisbogenförmige Vertiefung gebildet.

Bevorzugt kann die Greifzone auch auf dem Deckel an einer Stelle ausgebildet werden, die dem Scharnier diametral gegenüberliegt. Diese Zone ist bevorzugt konkav in Form eines hohlen Eindrucks zurückgesetzt, in den der Finger des Benutzers zur Auflage gelangt, um den Deckel anzuheben.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß eine Greifzone auf dem Deckel bzw. auf dem Körper der Kappe vorgesehen sein kann.

Indem man ein spezielles Elastomermaterial auswählt, beispielsweise eine Mischung aus Polypropylen mit Terpolymeren von Ethylen, Propylen und einem Dien (EPDM), ist es sogar möglich, eine "Antigleitwirkung" der Greifzone zu erzielen, was dann von Interesse ist, wenn der Benutzer ein grenzflächenaktives Reinigungsprodukt bzw. Tenside unter der Dusche oder im Bad benutzt. Tatsächlich hat, wenn der Verbraucher einen Vorratsbehälter benutzt, der mit einer herkömmlichen Spenderkappe aus Polypropylen ausgestattet ist, besonders unter der Dusche mit von Wasser oder einem Shampoo angefeuchteten Händen, diese Kappe die Neigung, in den Händen zu gleiten, wobei das Öffnen einer solchen Kappe demnach nur schwierig zu bewirken ist. Dank dieses Aspekts der Erfindung kann das Gleiten der Kappe in den Händen des Benutzers vermieden werden.

Im allgemeinen ist der Deckel mit einem Verschlußdorn versehen, der dazu bestimmt ist, die Spendeöffnung in der Lagerposition zu versperren. In diesem Fall kann dann eine Verkleidung aus weichem Elastomermaterial auf dem Dorn oder im Inneren der Öffnung aufgebracht werden, um in der Lagerposition eine gute Abdichtung zwischen dem Dorn und der Öffnung sicherzustellen. Diese Lösung gestattet es, ein gegebenenfalls vorhandenes Spiel zwischen dem Dorn und der Öffnung oder Verformungen dem Dorn und/oder der Öffnung infolge des Ausformens zu beseitigen. Diese Verkleidung stellt außerdem eine gute Abdichtung während der gesamten Benutzungsdauer des Produktes sicher.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung kann, wenn der Dorn hohl ist und von einer zylindrischen Schürze gebildet ist, er, mit weichem Material ausgefüllt sein. Dies ist vorteilhaft, denn man vermeidet den vorübergehenden Einschluß von Produktresten im Inneren des Dornes, und zwar Resten, die die Gefahr bergen, sich unerwartet während des Öffnens des Deckels zu ergießen.

Außerdem kann der Körper der Kappe in einer Zone, die auf seiner oberen Fläche, dem Deckel gegenüberliegend, angeordnet ist, eine Ringdichtung aus weichem Material aufweisen, die in dichter Berührung mit einem Umfangsrand des Deckels steht, wenn dieser letztgenannte sich in der umgeklappten Lage befindet.

Der Deckel kann in Bezug auf die Kappe mit Hilfe eines um eine Achse A schwenkenden Scharniers gelenkig angeordnet sein, beispielsweise eines Filmscharniers.

Die erfindungsgemäße Kappe kann außerdem mindestens ein aufgeformtes Verbindungselement aus weichem, thermoplastischen Material aufweisen, das durch Längung elastisch verformbar ist und eine Feder bildet. Das eine der Enden des Verbindungselements ist mit dem Körper verbunden, das andere ist mit dem Deckel verbunden, und das Verbindungselement ist derart angebracht, daß er in der offenen Lage auf der einen Seite der Achse A gelegen ist, und auf der anderen Seite der Achse A in der geschlossenen Lage des Deckels, wobei das Verbindungselement während seines Übergangs aus der einen der Lage in die andere eine Längung erfährt, deren Maximum erreicht ist, wenn das Verbindungselement die Höhe der Achse A durchläuft. Ist die Zone der maximalen Längung überschritten, wird der Deckel entweder in seine offene Lage oder in seine geschlossene oder halbgeschlossene Lage zurückgestellt.

Zum besseren Verständnis des Gegenstandes der Erfindung wird nun anhand eines lediglich darstellenden und nichteinschrän kenden Beispiels eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spenderkappe unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.

- Fig. 1 stellt im Axialschnitt einen Vorratsbehälter dar, der mit einer erfindungsgemäßen Spenderkappe versehen ist, in offener Lage;

Fig. 2 stellt eine Draufsicht der Kappe der Fig. 1 dar.

Unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 ist eine Spenderanordnung zu sehen, die in ihrer Gesamtheit durch das Bezugszeichen 1 bezeichnet ist und einen Vorratsbehälter 21 aufweist, mit einer Längsachse X, der mit einer Spenderkappe 3 ausgestattet ist, die mit einem Bezugskörper 32 versehen ist. Der Vorratsbehälter 21 weist einen geschlossenen Boden 22 und auf der dem Boden gegenüberliegenden Seite einen Hals 2 auf, der mit einem Außengewinde 24 zur Befestigung des Körpers 32 der Kappe auf dem Vorratsbehälter versehen ist. Zu diesem Zweck weist der Körper der Kappe eine innere zylindrische Schürze 25 auf, die mit einem Innengewinde ausgestattet ist, das komplementär ist zum Gewinde 24 des Halses 2. Der Vorratsbehälter 21 hat einen insgesamt kreisförmigen oder ovalen Querschnitt, aber dieser kann beliebig sein, beispielsweise vieleckig oder asymmetrisch. Er ist beispielsweise aus Polyethylen mit hoher Dichte ausgebildet. Der Körper der Kappe ist seinerseits aus einem steifen Material wie Polypropylen ausgebildet.

Der Körper 32 der Kappe 3 weist eine Platte 34 auf, die an ihrem Umfang mit einem Filmscharnier 8 versehen ist, mit dessen Hilfe ein Deckel 5 gelenkig angebracht ist, wobei es diesem gestattet, um eine Achse A zu schwenken, die die Achse des Scharniers bildet. Der Deckel 5 ist napfförmig und ist mit einem Umfangsrand 51 versehen, der dem Vorratsbehäl ter zugewandt ist. In der Platte 34 ist auf der Seite, die dem Scharnier 8 entgegengesetzt ist, sowie in einer Ebene, die durch das Scharnier und die Achse X des Vorratsbehälters 21 hindurchläuft, eine Spendeöffnung 4 vorgesehen. Die Öffnung 4 ist durch einen zylindrischen Stutzen 41, 42 festgelegt, der sich beiderseits der Platte 34 erstreckt. Ein hervortretender Teil 41 des Stutzens weist eine konische Innenform auf, die sich nach außen aufweitet. Dieser Stutzen bilden ein Durchsatz-Reduzierstück, und der hervortretende Teil 41 hat die Funktion einer Ausgießschnute.

Das Scharnier 8 ist aus zwei Teilen 8a, 8b gebildet, die durch eine Aussparung 8c getrennt sind. Zwei Stege 12, 13 zur Ausrichtung parallel zur Achse A durchqueren die Aussparung. Diese Stege 12, 13 sind in ein flaches Band 10 aus Elastomermaterial eingelassen und bilden die Verankerungsmittel des Bandes. Das Band 10 bildet ein elastisches Verbindungselement zwischen dem Deckel 5 und dem Körper 32. Die Enden des Bandes 10 sind mit dem Körper 32 der Kappe bzw. dem Deckel 5 jeweils fest verbunden, wobei die feste Verbindung dieses Bandes 10 mit dem Körper 32 und dem Deckel 5 durch Warmverschmelzung der jeweiligen Materialien während der Herstellung der Kappe 3 erzielt wurde. Um vorteilhafterweise die Haltbarkeit des Bandes 10 zu verstärken, können zusätzliche Verankerungspunkte 14 auf jeden Teil vorgesehen werden, das an die Enden des Bandes 10 angrenzt.

Dieses Band 10 ist derart angebracht, daß es auf der einen Seite der Achse A in offener Lage des Deckels 5 und auf der anderen Seite der Achse A in der geschlossenen Lage des Deckels gelegen ist. So erfährt das Band 10 während seines Übergangs von der einen seiner Lagen in die andere eine Längung, deren Maximum während des Durchgangs des Bandes 10 in Höhe der Achse A erreicht wird. Ist die Zone maximaler Längung erst einmal überschritten, dann wird der Deckel 5 entweder in seine offene Lage oder in seine geschlossene oder halbgeschlossene Lage zurückgestellt. Aus der halbgeschlossenen Lage kann der Deckel 5 dadurch vollkommen geschlossen werden, daß man unter Reibung den Dorn 6 in die Öffnung 4 eintreten läßt. Das weiche Band 10 ist beispielsweise aus einer Mischung aus Polypropylen/Blockpolymer und Styrol-Ethylen-Butylen-Styrol gebildet.

Die Spendeöffnung 4 wird in der umgeklappten Lage des Deckels durch einen Dorn 6 verschlossen, der den rohrförmigen Teil 41 verdeckt. Dieser Dorn 6 ist hohl und trägt eine Außenverkleidung 72 aus weichem Material. Der Innendurchmesser des rohrförmigen Teils 41 und der Außendurchmesser der Verkleidung 72 sind derart gewählt, daß der Dorn 6 unter Reibung und dichtend in die Öffnung 4 eintreten kann, wenn man den Deckel 5 schließt. Vorteilhafterweise liegen diese Durchmesser in der Größenordnung von 3 bis 8 mm, in Funktion der Viskosität des zu spendenden Produkts. Diese Viskosität liegt typischerweise im Bereich, dem er sich von 50 mPa · s bis 5 Pa · s erstreckt.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es möglich ist, auch eine umgekehrte Disposition auszuführen, das heißt die Verkleidung 72 aus weichem Material im Inneren der Öffnung 4 anzuordnen. Wie in den Fig. 1 und 2 zu sehen, ist das Innere 71 des Dornes 6 mit weichem Material ausgefüllt.

Wie insbesondere in Fig. 2 dargestellt, weist die Platte 34 außerdem an ihrem Umfang eine Ringdichtung 11 aus weichem Material auf. Sie ist derart angeordnet, daß der Rand 51 des Deckels 5 gegen diese Dichtung 11 in der Schließlage der Kappe zur Anlage gelangt.

Auf der dem Scharnier 8 gegenüberliegenden Seite weist die Schürze 37 eine niedergedrückte Zone 95 auf, beispielsweise kreisbogenförmig, die das Ergreifen und Öffnen des Deckels 5 erleichtert. Die Oberfläche 96 dieser Zone ist von einer Schicht aus weichem Material gebildet. Ebenso weist der Deckel 5 eine Greifzone 91 in Form einer hohlen Einstülpung 9 auf, und auch diese Zone ist aus weichem Material, etwa einem Elastomer, gebildet. Die Benutzung eines weichen Materials für die Greifzone verleiht dem Benutzer einen angenehmen Griff und eine erleichterte Handhabung der Kappe. Beispielsweise ist das weiche Material aus SANTOPRENE® (Mischung von Polypropylen mit Terpolymeren aus Ethylen, Propylen und einem Dien (EPDM)) gebildet, das durch die Gesellschaft AES vertrieben wird. Es ist sogar möglich, einen "Antigleiteffekt" zu erzielen, was dann von Interesse ist, wenn der Benutzer unter der Dusche oder im Bad ein Tensid für die Körperreinigung benutzt.

Vorteilhafterweise unterscheidet sich die Farbe, die für das weiche Material gewählt ist, von der des steifen oder halbsteifen Materials. So sind die Greifzonen 91, 96 leicht vom Benutzer lokalisierbar, der sich des Produktes zu bedienen wünscht. Diese farbigen Zonen 91, 96 können außerdem ein ästhetisches Element bilden und in jeder von verschiedenen Formen ausgeführt werden.

Die Art und Weise, die erfindungsgemäße Kappe herzustellen, ist äußerst einfach. Vorteilhafterweise ist die Kappe in einem einzigen Schritt des Abformens mit kurzer Dauer durch aufeinanderfolgende Einspritzung von steifem bzw. weichem Material hergestellt. Diese Kappe kann dann zu einem vorteilhaften Gestehungspreis hergestellt werden.


Anspruch[de]

1. Spenderkappe (3), die zur Ausstattung eines Vorratsbehälters (21) bestimmt ist, der ein flüssiges oder viskoses Produkt enthält, mit einem Körper (32), der mit mindestens einer Spenderöffnung (4) versehen ist, und einem Deckel (5), der am Körper (32) um eine Achse (A) schwenkbar angebracht ist, wobei der Deckel dazu bestimmt ist, die Spenderöffnung (4) in der Lagerungsposition zu versperren, der Körper (32) und der Deckel (5) von einem steifen oder halbsteifen Material gebildet sind, und mindestens eine Greifzone (91, 96) am Deckel (5) und/oder am Körper (32) eingebracht ist, um das Öffnen und/oder das Schließen des Deckels (5) zu erleichtern, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Greifzone (91, 96) aus einem Elastomermaterial gebildet ist.

2. Kappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das steife oder halbsteife Material unter den Polypropylenen oder den Polyethylenen ausgewählt ist.

3. Kappe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Elastomermaterial ein thermoplastisches Elastomermaterial ist, das physikalisch/chemisch mit dem steifen oder halbsteifen Material kompatibel ist, um auf diese Weise durch Heißverschmelzen mit dem steifen oder halbsteifen Material eine Verbindung zu bilden.

4. Kappe nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Elastomermaterial eine Farbe hat, die sich von der des steifen oder halbsteifen Materials unterscheidet.

5. Kappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Elastomermaterial ausgewählt ist in der Gruppe von Elastomeren aus Copolymeren von Propylen/Ethylen; von Polyether-Blockamiden; von Polyvenylen, von Ethylen-Terpolymeren aus Propylen und einem Dien (EPDM); von Kettenpolymeren von Styrol-Butadien (SBS); von Kettenpolymeren von Styrol-Ethylen-Butadien (SEBS-SIS); von thermoplastischen Polyurethanen; von Mischungen von Polypropylen mit einem der nachfolgenden Elastomere: Kettenpolymeren von Styrol-Ethylen-Butadien (SEBS-SIS); Ethylen-Terpolymeren von Propylen und einem Dien (EPDM); Kettenpolymeren von Styrol- Butadien (SBS).

6. Kappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (5) mit einem Verschlußdorn (6) versehen ist, der dazu bestimmt ist, die Spenderöffnung (4) in der Lagerungsposition zu verschließen, wobei eine Verkleidung (72) aus Elastomermaterial auf dem Dorn oder im Inneren der Öffnung (4) angeordnet ist, um in der Lagerungsposition die Abdichtung zwischen dem Dorn (6) und der Öffnung (4) sicherzustellen.

7. Kappe nach Anpruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn(6) mit einem Elastomermaterial (71) ausgefüllt ist.

8. Kappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Körper (32) eine Ringdichtung (11) aus Elastomermaterial aufweist, die in dichter Berührung mit dem Umfangsrand (51) des Deckels (5) steht, wenn dieser letztgenannte sich in der umgeklappten Lage befindet.

9. Kappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (5) auf dem Körper (32) mittels eines Filmscharniers (8) gelenkig angebracht ist.

10. Kappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzone (96), die am Körper (32) eingebracht ist, durch eine konkave Vertiefung in Form eines Kreisbogens gebildet ist.

11. Kappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzone (91), die am Deckel (5) eingebracht ist, dem Scharnier (8) diametral gegenüberliegend angeordnet ist.

12. Kappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifzone (91), die am Deckel (5) eingebracht ist, durch einen zurückgenommenen, konkaven Abschnitt dieses Deckels ausgebildet ist.

13. Kappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie außerdem mindestens ein Verbindungselement (10) aufweist, das aus thermoplastischem Material aufformbar ist, elastisch bei Längung verformbar ist und eine Feder bildet, wobei eines der Enden des Verbindungselements (10) mit dem Körper (32) verbunden ist, und das andere mit dem Deckel (5) verbunden ist, und daß das Verbindungselement (10) derart angebracht ist, daß es auf der einen Seite der Achse A in der offenen Lage angebracht ist und auf der anderen Seite der Achse A in der geschlosse nen Lage des Deckels (5), wobei das Verbindungselement (10) während seines Übergangs aus der einen der Lage in die andere eine Längung erfährt, deren Maximum während des Durchgangs des Verbindungselements (10) in Höhe der Achse (A) erreicht ist.

14. Spenderkappe nach irgendeinem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Elastomermaterial auf dem steifen oder halbsteifen Material durch Zweifachspritzung aufgebracht ist.

15. Spenderanordnung für ein fließfähiges Produkt, mit einem Vorratsbehälter (21), der das fließfähige Produkt enthält und der mit einer Spenderkappe ausgestattet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kappe irgendeinem der Ansprüch 1 bis 14 entspricht.







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