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Dokumentenidentifikation DE19748592A1 06.05.1999
Titel Verbundene Bahnen einer Auslegeware sowie Verfahren und Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware
Anmelder Südwest Kunstgras GmbH Wartung und Verlegung, 89287 Bellenberg, DE
Erfinder Klinke, Erich, 89257 Illertissen, DE
Vertreter H. Pfister u. Kollegen, 87700 Memmingen
DE-Anmeldedatum 04.11.1997
DE-Aktenzeichen 19748592
Offenlegungstag 06.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.05.1999
IPC-Hauptklasse D05B 3/02
IPC-Nebenklasse D05B 3/06   D04D 9/00   B32B 5/06   
IPC additional class // E01C 13/08  
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware, insbesondere zum Verbinden von Kunstrasenbahnen, bei dem wenigstens zwei Bahnen der Auslegeware auf einem Untergrund längsseits nebeneinander ausgelegt werden und die ausgelegten Bahnen längs der Längsränder der Bahnen durch Herstellung einer Naht miteinander verbunden werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware, inbesondere zum Verbinden von Kunstrasenbahnen, bei dem wenigstens zwei Bahnen der Auslegeware auf einem Untergrund längsseits nebeneinander ausgelegt werden und die ausgelegten Bahnen längs der Längsränder der Bahnen durch Herstellung einer Naht miteinander verbunden werden.

Ein derartiges Verfahren ist aus der deutschen Offenlegungsschrift 44 19 455.2 bekannt. Bei dem dort beschriebenen Verfahren werden die Bahnen der Auslegeware zunächst nebeneinander ausgelegt und dann mittels einer Zick-Zack-Naht miteinander vernäht.

Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die Bahnen zwar nicht mehr zum Vernähen umgeklappt werden müssen, nach dem Vernähen jedoch durch Hilfskräfte glattflächig in Position gezogen werden müssen. Dieser Vorgang ist bei großflächigen Bahnen, wie zum Beispiel den Bahnen einer Kunstrasenfläche, sehr kraft- und personalaufwendig.

Das bekannte Verfahren hat ferner den Nahteil, daß eine zusammenhängende Naht gebildet wird, die schon bei Beschädigung an einer Stelle zum selbsttätigen Auftrennen neigt.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware zu schaffen, das einfach und ohne großen Personalaufwand durchführbar ist und eine zuverlässige Verbindung der beiden Bahnen gewährleistet.

Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Naht durch eine Mehrzahl von Klammerverbindungen an längs der Naht angeordneten Klammerpositionen hergestellt wird, wobei an jeder Klammerposition in jede der zu verbindenden Bahnen zumindest ein Durchgangsloch eingearbeitet wird und Klammern mit einem Klammerende in die Durchgangslöcher eingesetzt werden.

Durch das erfindungsgemäße Verfahren können die Bahnen der Auslageware, die bei einem bevorzugten Anwendungsfall großflächige Kunstrasenbahnen sind, nebeneinander ausgelegt werden und dann einfach durch Einbringen der Klammerverbindungen miteinander verbunden werden. Da die Bahnen bereits vor dem Verbinden ausgerichtet und faltenfrei in die Endposition gezogen werden können, entfällt das Ausrichten und Recken der verbundenen Bahnen. Auf diese Weise kann zum Beispiel eine Kunstrasenfläche deutlich leichter und mit wesentlich weniger Personal ausgelegt werden.

Obwohl auch ein einfaches Festklammern der Bahnen ausreichend sein kann und die erfindungsgemäßen Vorteile bietet, sind bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung an den Klammerenden Rückhaltemittel angeordnet, die das Herausziehen aus den Durchgangslöchern erschweren oder verhindern. Dies können Bereiche der Klammerenden sein, die nach der Art der Heftklammern für Papier rechtwinklig zu den Durchgangslöchern umgebogen sind oder auch ankerartig ausgebildete Endbereiche sein, die sich nach dem Durchstecken durch die Durchgangslöcher selbsttätig aufrichten oder durch die auf die Klammer wirkende Eindrückkraft entsprechend umgeformt werden, wodurch sie in beiden Fällen die Unterseite der Bahnen hintergreifen.

Im dem Fall, daß die Rückhaltemittel sich nach dem Durchstecken durch die Durchgangslöcher selbsttätig aufrichten, ist die Klammer bevorzugt aus einem flexiblen Material gefertigt, welches das Durchschieben der inaktiven Rückhaltemittel durch die Durchgangslöcher und das nachfolgende selbsttätige Aufrichten an der Unterseite der Bahnen ermöglicht. Ein derartiges Rückhaltemittel kann beispielsweise ähnlich den aus der Etikettierung von Textilien bekannten Kunststoffaufhängern mit T-förmigen Endstück ausgebildet sein. Hierbei wird das Klammerende mit um etwa 90° angewinkeltem T-Stück durch die Durchgangsöffnung durchgeschoben bis das T-Stück auf der Rückseite der Bahnen wieder aus der Durchgangsöffnung austritt und sich aufgrund der Rückstellkräfte des flexiblen Klammerwerkstoffes selbsttätig in die ursprüngliche Lage zurückstellt und ein Zurückziehen des Klammerendes verhindert.

Anstelle eines T-förmigen Endbereichs kann das Rückhaltemittel auch von einem scheibenförmigen Abschluß, der zunächst um das Klammerende herum eingerollt ist und sich nach dem Durchstecken zur Bildung einer Rückzugssperre wieder abrollt, gebildet sein.

Eine weitere Form eines einsetzbaren Rückhaltemittels kann eine unter jedem Durchgangsloch angeordnete Scheibe sein, die eine Aufnahme für das Klammerende aufweist. Eine solche Klammeraufnahme kann zum Beispiel eine Bohrung in dieser Scheibe sein, in die das bevorzugt angespitzte und mit einer umlaufenden Rastausnehmung versehene Klammerende eingesteckt wird und einrastet. Für eine sichere Rastfunktion wird bevorzugt entweder das Rückhaltemittel oder die Klammer aus einem flexiblen und das jeweils andere Teil aus einem starren Werkstoff gefertigt. So kann zum Beispiel die als Rückhaltemittel dienende Scheibe aus Kunststoff und die Klammer zumindest an ihrem Ende aus Metall gefertigt sein.

Bei einer weiteren Ausgestaltung sind die oben beschriebenen Rückhaltemittel zusammenhängend in Form eines Lochstreifens ausgebildet, der vor dem Auslegen der Bahnen entweder auf die Rückseite der Bahnen, die bereits vorgefertigt mit den Durchgangslöchern versehen sein können, aufgeklebt oder auf dem Untergrund ausgelegt. Nachfolgend werden dann die Klammerenden in die Rückhaltemittel rastend eingedrückt.

Schließlich kann das Rüchhaltemittel auch nach der Art eines Dübels ausgebildet sein, bei dem die Klammerenden in eine Bohrung eingedrückt werden und das Rückhaltemittel aufweiten, wodurch es entweder, wie bei einem sogenannten Hohlraumdübel bekannt, unter dem Durchgangsloch aufgeweitet und gegen Zurückziehen gesichert wird oder, in eine Aufnahme im Untergrund eingesetzt und nach Art eines normalen Dübels das Klammerende im Untergrund oder in einer Zwischenbahn arretiert.

Bevorzugt ist im Bereich der Bahn ein Verstärkungs- oder Abdeckband angeordnet. Dieses Band kann selbstklebend ausgeführt sein und auf die Bahn mit den daraufliegenden Rückhaltemitteln aufgeklebt sein. In diesem Fall läßt sich die Naht besonders einfach im Falle einer Schädigung der Klammerverbindung reparieren, da nach dem Durchschneiden der Klammern an der Oberseite der Bahnen und dem Aufklappen der aufgetrennten Bahnen zur Beseitigung der Klammerreste einfach das Verstärkungsband mit den daraufklebenden Klammerresten abgezogen werden kann und dann die Bahnen nach dem Zurückklappen wieder nach dem erfindungsgemäßen Verfahren zusammengefügt werden.

Es kann jedoch auch ein Verstärkungsband zwischen den Bahnen und den Rückhaltemitteln angeordnet sein, so daß die Rückhaltemittel auch auf das Verstärkungsband wirken. Auch in diesem Fall können im Reparaturfall durch Abziehen des Verstärkungsbandes die Klammerreste entfernt werden und die Bahnen wieder miteinander durch neue Klammerverbindungen verbunden werden.

Bei einer weiteren Ausgestaltung kann des Verstärkungsband ein dichtgewebtes Textilband sein, durch das die Klammerenden durchgestochen werden, die vorteilhafterweise mit einem als ringförmige Ausnehmung ausgebildeten Rückhaltemittel versehen sind, wobei das Textilband in die Ausnehmung einfedert und so die Rückhaltewirkung erzeugt.

Schließlich kann das Verstärkungsband bei einer weiteren Ausgestaltung auch Aufnahmen für die Klammerenden aufweisen, wobei die Klammerenden nach dem Durchstecken durch die Durchgangslöcher in die Aufnahmen für die Klammerenden eingreifen und dort zum Beispiel durch übliche Schnappverbindungen einrastend gehalten werden.

Damit die Bahnen der Auslegeware während des Verbindens nicht auseinanderrutschen oder sich auf sonst eine Weise unerwünscht zueinander bewegen, kann vor und hinter der jeweiligen Klammerposition ein Fixierelement angeordnet sein, daß die Bahnen gegen den Untergrund drückt und ein Verrutschen verhindert. Dieses Fixierelement kann auch die Klammerposition nahezu vollständig oder vollständig umgeben, so daß nur ein verhältnismäßig kleines Fenster verbleibt, durch daß die Durchgangslöcher eingearbeitet und die Klammern eingesetzt werden.

Falls sich die Rückhaltemittel nicht selbsttätig aktivieren oder zum selbsttätigen Aktivieren ein größerer Raum erforderlich ist, können die Bahnen während der Verbindung geringfügig angehoben werden, so daß sich unterhalb der Klammerposition ein lichter Raum ergibt.

Bei größeren Durchgangslöchern oder bei bestimmten Formen der Klammerenden kann es zweckmäßig sein, unter den Bahnen ein Widerlagerstück für die Bearbeitungswerkzeuge anzuordnen, daß zum Beispiel beim Ausstanzen der Durchgangslöcher eine entsprechende Aufnahme für das Stanzwerkzeug bietet. Ferner kann dieses Widerlagerstück die Aktivierung der Rückhaltemittel bewirken, in dem es zum Beispiel nach Art einer Heftmaschine für Papier die Klammerenden geeignet umbiegt oder umformt. Das Widerlagerstück kann auch einen Hohlraum zwischen einer Ausnehmung in seiner Oberfläche und den Bahnen erzeugen, in dem das Aufrichten der ankerartigen Endbereiche ermöglicht wird.

Bei einem bevorzugten Verfahren werden die Klammerverbindungen an den einzelnen Klammerpositionen nacheinander hergestellt und das Widerlagerstück unterhalb der Bahnen angeordnet. Während der Bearbeitung wird das Widerlagerstück, das beispielsweise mit einer Fügevorrichtung zur Herstellung der Klammerverbindung fest verbunden sein kann, unter der Nahtstelle mitgezogen und die Bahnen nach der Verbindung auf im wesentlichen ebenen Untergrund wieder geglättet. Bei aufwendigen Belägen kann das Widerlagerstück jedoch auch als "verlorenes" Teil ausgebildet sein, daß heißt, es wird vor dem Auslegen der Bahnen der Auslegeware bündig in dem Untergrund verlegt und verbleibt nach der Herstellung der Verbindung im Untergrund.

Die Klammern können aus Kunststoff, insbesondere aus einem gegen UV-Licht im wesentlichen beständigen Kunststoff oder aus Metall hergestellt sein. Auch eine Kombination beider Werkstoffe ist möglich, so daß beispielsweise die an der Klammer angeordneten Rückhaltemittel aus Metall und der übrige Bereich der Klammern aus Kunststoff hergestellt sind. Insbesondere bei Kunstrasenbahnen als Belag einer Sportstätte bietet sich zur Verringerung der Verletzungsgefahr die Verwendung von Kunststoff an. Bei reinen Dekorationsflächen dagegen kann eine haltbarere Metallverbindung bevorzugt werden.

Um die oberen Ränder der Durchgangslöcher zu entlasten und ein Einschneiden der Klammern, die unter Zugbelastung stehen um die Bahnen aneinander zu halten, kann der oberen Rand der Durchgangslöcher mit einer Unterlegscheibe oder einem vergleichbaren Abdeckteil versehen werden, das die senkrecht zur Bahnoberfläche wirkende Zugkraft gleichmäßiger in die Bahnoberfläche einleitet. Ein Einschneiden der Klammer in die Bahn wird weiter verhindert, indem die Unterlegscheiben durch Abstandshalter miteinander verbunden sind, die den Abstand der Unterlegscheiben auf die Spannweite der Klammern festlegen. So wird eine Unterlegplatte geschaffen, die der Abdeckung eines Schnellhefters gleicht und, indem sie die Querkräfte aufzunehmen vermag, die Verbindungskraft als rein senkrecht zur Bahn wirkende Kraft in die Bahnen einleitet und ein Ausreißen des Bahnmaterials vermeidet.

Selbstverständlich können zu einer Klammerposition auf jeder Bahn auch mehrere Durchgangslöcher angeordnet sein, so daß die einzelnen Klammern nicht nur mit einem Klammerende in jeder Bahn verankert sind sondern mit zwei oder noch mehr Klammerenden eingesteckt werden.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Durchgangslöcher durch seitlich geschlitzte Hohlnadeln in die Bahnen eingestochen oder gestanzt. Die geschieht am besten durch eine Fügevorrichtung, die die Hohlnadeln in die Bahnen drückt und entweder manuell von einer Bedienungsperson entlang der Naht verfahren oder verschoben wird oder über einen motorischen Antrieb verfahrbar ist. Nach dem Einarbeiten der Durchgangslöcher werden die Klammerenden durch die sich noch in den Durchgangslöchern befindlichen Hohlnadeln in die Durchgangslöcher eingeschoben oder durch diese hindurchgeschoben. Anschließend werden dann die Hohlnadeln wieder durch die Fügevorrichtung herausgezogen, wobei durch das Herausziehen der Hohlnadeln die 'Rückhaltemittel aktiviert werden, insbesondere indem sich nach dem Wegfall der seitlichen Umklammerung durch die Wandung der Hohlnadeln die ankerartigen Endbereiche aufstellen und die Unterseite der Bahnen hintergreifen.

Je nach Material und Anforderungen können die Durchgangslöcher auch schon vor dem Auslegen der Bahnen in diese eingearbeitet sein oder es können Sollbruchstellen an den Stellen der späteren Durchgangslöcher angeordnet sein, die ein Ausstanzen vor Ort erleichtern.

Bei dem aus der oben zitierten deutschen Offenlegungsschrift bekannten Verfahren zum Auslegen von Bahnen und der sich nach diesem Verfahren ergebenen Verbindungsnaht ist es ferner im Schadensfalle schwierig, die beschädigte Stelle der Naht wieder zu schließen, da hierzu zunächst die Reste der schadhaften Naht von der Oberseite und auch von der Unterseite der Bahnen entfernt werden müssen und dann eine neue Naht eingearbeitet werden muß. Der zum Vernähen der Bahnen notwendige Fadengreifer, der für die Herstellung der Naht an der Unterseite durch Hin- und Herführen des Nahtfadens notwendig ist, läßt sich an einer Reparaturstelle nicht mehr unter den Bahnen anordnen, da er nach dem Reparieren und dem Verschließen der Naht nicht mehr oder nur noch schwer entfernt werden könnte.

Ein weiterer Vorteil der Erfindung liegt daher darin, daß ein Verfahren zur Reparatur von großflächigen Bahnen einer Auslegeware möglich gemacht wird, das leicht und einfach durchzuführen ist, ohne die Bahnen verschieben oder vollständig aufnehmen zu müssen. Das hierzu erforderliche Reparaturverfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Klammern im Bereich der schadhaften Nahtstelle in Richtung der Längsrichtung der Naht durchtrennt werden, anschließend die beiden Bahnen aufgeklappt werden, die Reste der Klammern zumindest teilweise von der Unterseite der Bahnen aus abgezogen werden und die Bahnen nach dem Zurückklappen wieder nach einem Verfahren mit den oben beschriebenen Verfahrensschritten miteinander verbunden werden. Beim Verbinden der Bahnen anläßlich der Reparatur können sowohl die bereits vorhandenen Durchgangslöcher verwendet werden oder auch, was in der Regel wohl wegen der fehlenden Notwendigkeit einer Positionierung der Fügevorrichtung neue Durchgangslöcher eingearbeitet werden.

Besonders einfach ist das Reparaturverfahren durchführbar, wenn die Bahnen an der Unterseite im Nahtbereich mit dem Verstärkungsband versehen sind. In diesem Fall läßt sich das Verstärkungsband einfach am Anfang und am Ende der schadhaften Stelle durchtrennen und abziehen. Ist das Verstärkungsband auf die Klammern geklebt, wird es die Reste der zuvor an der Oberseite der Bahnen durchtrennten Klammern beim Abziehen mitreißen und die Bahnen sind wieder bereit, nach dem beschriebenen Verfahren miteinander verbunden zu werden.

Ein gleicher Effekt tritt ein, wenn die Klammerenden das Verstärkungsband hintergreifen. Auch in diesem Fall werden die Klammerreste beim Abziehen des Verstärkungsbandes mitgerissen. Zusätzlich können hier die Klammern auch mit dem Verstärkungsband verklebt sein, damit sie sich nicht beim Abziehen des Verstärkungsbandes von den Bahnen lösen und zwischen Untergrund und Bahnen fallen. Dies kann erreicht werden, indem das Verstärkungsband auf seiner Unterseite selbstklebend ausgeführt ist oder ein weiteres, selbstklebendes Verstärkungsband auf die Unterseite des ersten Verstärkungsbandes und die daraufliegenden Klammerenden geklebt wird.

Schließlich schafft die Erfindung eine Fügevorrichtung, mit der das oben genannte Verfahren leicht und kostengünstig bei hoher Nahtgüte durchführbar ist. Diese Fügevorrichtung ist längs der Naht bewegbar ist und vermag die Durchgangslöcher in die Bahnen einzustechen oder zu stanzen. Sie ist darüberhinaus dadurch gekennzeichnet, daß sie zumindest eine erste Hohlnadel und zumindest eine zweite Hohlnadel aufweist, die seitlich geschlitzt und rechtwinklig zu den Bahnen angeordnet sind und vertikal beweglich. Ferner weist sie eine Klammerzuführung, die die Klammern in die Hohlnadeln einzulegen vermag, und Mittel zum Einstechen der Hohlnadeln in die Bahnen sowie Mittel zum Durchschieben der Klammerenden durch die Hohlnadeln auf.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Fügevorrichtung sind die Hohlnadeln über zumindest eine erste Kolben-/Zylindereinheit, die etwa über beaufschlagbaren Hydraukik- oder Pneumatikdruck betreibbar sein können, bewegbar. Zum Beispiel können die Hohlnadeln an einem Anstellschlitten angeordnet sein, der rechtwinklig zur Oberfläche der Bahnen beweglich an der Fügevorrichtung gelagert ist und durch die erste Kolben-/Zylindereinheit gegen die Bahnen anstellbar ist.

Selbstverständlich kann auch nur eine Hohlnadel eingesetzt werden, die zunächst das Durchgangsloch in ein der Bahnen einarbeitet und anschließend zur anderen Bahn verfahren wird um dort das korrespondierende Durchgangsloch einzuarbeiten. In diesem Fall könnten entweder die Klammerenden übereinander in der Hohlnadel angeordnet sein, so daß beim ersten Durchstechen der ersten der beiden Bahnen das erste Klammerende in dieser Bahn verankert wird und dann, nach Mitnahme des noch in der Hohlnadel steckenden zweiten Klammerendes dieses in der zweiten Bahn verankert wird. Dieses Verfahren erspart zwar eine Hohlnadel, wird jedoch die Bearbeitungszeiten und das Risiko einer Fehlfunktion erhöhen, da beim Mitnahme des zweiten Klammerendes durch die zunehmende Spannung des Klammersteges das zweite Klammerende aus der Hohlnadel herausgezogen werden könnte. Auch die Verwendung einer massiven Stanznadel oder eines anderen geeigneten Stanzwerkzeuges ist möglich, dann müßte jedoch ein zusätzliches Mittel zum Einfädeln der Klammerenden in die Durchgangslöcher vorgesehen sein. Eine solche Vorrichtung wird dann wirtschaftlich sinnvoll, wenn mit ihr auch Bahnen verbunden werden sollen, bei denen die Durchgangslöcher bereits bei der Fertigung in der Fabrik eingearbeitet wurden, die Notwendigkeit eines Ausstanzen also entfällt. Andererseits kann auch bei diesen Bahnen die Hohlnadel dann ohne Stanz- oder Stechfunktion zum Einfädeln der Klammerenden genutzt werden.

Da verschiedene Einsatzgebiete der Auslegeware und unterschiedliche Abmessungen der Bahnen verschieden große Klammern oder Spannweiten der Klammern erfordern, ist bei einer sinnvollen Ausgestaltung der Fügevorrichtung zumindest eine der Hohlnadeln in Querrichtung zur Naht verschiebbar, so daß mit der Fügevorrichtung unterschiedliche Klammerspannweiten verarbeitet werden können. Die Hohlnadeln können auswechselbar, zum Beispiel durch eine Schraubfassung, an der Fügevorrichtung befestigt sein, so daß unterschiedlich starke Nadeln oder Nadeln mit unterschiedlich großen Innenbohrungen verwendet werden können.

Die Klammerenden werden, wenn sie in den Hohlnadeln geführt werden, dort bevorzugt über Druckstangen vorgetrieben, deren Enden eine in der Hohlnadel geführte kolbenartige Verdickung aufweisen können. Die Druckstangen werden bevorzugt durch eine zweite Kolben-Zylindereinheit angetrieben, die ebenfalls mit einem hydraulischen oder pneumatischen Druck beaufschlagbar sein kann.

Es ist jedoch auch möglich, daß in den Hohlnadeln nur ein Druckelement in Form eines Kolbens beweglich und im wesentlichen druckdicht geführt ist und der dem Klammerende angewandte Innenraum der Hohlnadel mit einem Innendruck beaufschlagbar ist, der den Kolben nach unten drückt und somit das Klammerende vorantreibt. Bei dieser Ausgestaltung kann die Hohlnadel besonders einfach gewechselt und gegen anders dimensionierte Nadeln ausgetauscht werden, da hierfür nur eine druckdichte Schraubverbindung und ein standardisiertes Anschlußmaß zwischen der Hohlnadel und der Fügevorrichtung vorgesehen werden muß.

Wenn Klammern aus Kunststoff oder einem vergleichbaren Material verwendet werden, werden diese der Fügevorrichtung bevorzugt als Rollenmaterial zugeführt, wobei die einzelnen Klammern dann durch die Anstellbewegung gegen die Bahnen vom Endlosband angetrennt werden. Dies kann zum Beispiel durch eine entsprechende Abkantfläche an einer Klammereinführung in die Hohlnadeln realisiert werden.

Die Fügevorrichtung ist bevorzugt durch Räder längs der Naht verfahrbar, wobei die zur Verbesserung der Spurtreue entlang ihrer Lauffläche mit "spike"-artigen Dornen oder anderen geeigneten Spurelementen versehen sein können. Eine derartige Fügevorrichtung ist bevorzugt durch einen Elektro- oder Verbrennungsmotor angetrieben.

Das Widerlagerstück ist bevorzugt, wenn es mit der Fügevorrichtung während der Bearbeitung mitgezogen wird, über eine Zugstange mit der übrigen Fügevorrichtung verbunden ist, deren vertikaler Bereich in Bewegungsrichtung der Fügevorrichtung vor der aktuellen Klammerposition angeordnet ist, so daß er durch die noch nicht verschlossene Naht zwischen den Bahnen hindurchtreten kann.

Bevorzugt weist die Fügevorrichtung auch die Fixierelemente auf, die oberhalb des Widerlagerstückes angeordnet sind und während des Klammervorganges die Bahnen an das Widerlagerstück zu pressen vermögen. Die Fixierelemente können beispielsweise von einem mitgezogenen Schlitten oder von Walzen gebildet sein, die während der Bewegung der Fügevorrichtung längs der Naht abrollen und so Erhebungen der Bahnen vor der Verbindung glätten.

Das erfindungsgemäße Verfahren sowie die zur Durchführung geschaffene Fügevorrichtung läßt sich insbesondere zur Verlegung und Verbindung von Kunstrasenbahnen einsetzen. Es kann jedoch bei allen, insbesondere großflächigen Bahnen einer Auslegeware eingesetzt werden, die miteinander zugfest verbunden werden sollen. Falls eine flüssigkeitsdichte Verbindung gewünscht wird, kann auf die Naht zusätzlich von oben oder unten ein Abdeckband geklebt werden. Weitere Einsatzgebiete der Erfindung können zum Beispiel das Verbindung von Geotextilien, wie zum Beispiel Abdeckungen im Deponiebau oder Bewehrungen von künstlichen Wällen, Teichfolien oder großflächige Abdeckungen von Anbauflächen in der Land- und Gartenwirtschaft sein.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und aus der folgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen.

Die Zeichnungen zeigen in

Fig. 1 eine erfindungsgemäße Fügevorrichtung in einer Frontansicht und in Ausgangsstellung,

Fig. 2 die Einzelheit Z aus Fig. 1 in vergrößerter Darstellung,

Fig. 3 die Fügevorrichtung aus Fig. 1 mit abgesenktem Anstellschlitten zum Einarbeiten der Durchgangslöcher,

Fig. 4 die Fügevorrichtung aus den Fig. 1 und 3 beim Durchstecken der Klammerenden durch die Durchgangslöcher,

Fig. 5 die wieder in Ausgangsstellung zurückgefahrene Fügevorrichtung aus den Fig. 1, 3 und 4 mit den verbundenen Bahnen,

Fig. 6 eine vergrößerte Ansicht der Klammerposition während des Einschiebens der Klammerenden und in

Fig. 7 die fertige Klammerverbindung nach Abschluß der Verbindungsverfahrens.

In Fig. 1 ist eine Fügevorrichtung zur Durchführung eines erfindungsgemäßen Verbindungsverfahrens zweier Bahnen einer Auslegeware durch eine Naht 1 gezeigt. Bei der Auslegeware handelt es sich im dargestellten Fall um Bahnen einer Kunstrasenfläche.

Die Fügevorrichtung ist auf Rädern 12 gelagert und verfahrbar, wobei die Räder 12 zur Verbesserung der Spurtreue der Fügevorrichtung auf ihrer Lauffläche mit Dornen 13 versehen sind. Zum Einarbeiten von Durchgangslöchern 3 in die Randbereiche der zu verbindenden Bahnen weist die Fügevorrichtung eine erste Hohlnadel 8 und eine zweite Hohlnadel 9 auf, die an einem nach unten verfahrbaren Anstellschlitten 14 angeordnet sind.

Der Anstellschlitten 14 ist verschiebbar an der Fügevorrichtung gelagert und durch die Kraft einer ersten Kolben-/Zylindereinheit 15 gegen die Bahnen und die Naht 1 anstellbar. Zur Herstellung der Verbindung an einer Klammerposition hält die Fügevorrichtung ein Klammer 2 bereit, die mit Ihren Klammerenden in der ersten Hohlnadel 8 und der zweiten Hohlnadel 9 gehalten ist, wobei die Klammerenden über einen Steg miteinander verbunden sind. Zum durchlaß des Steges sind die Hohlnadeln 8 und 9 geschlitzt ausgebildet. Über Druckstangen 11, die über zweite Kolben-/Zylindereinheiten 16 antreibbar sind, können die Klammerenden nach unten gedrückt werden.

Die Führung der Klammerenden ist als Einzelheit Z gekennzeichnet, die in Fig. 2 in einer vergrößerten Darstellung gezeigt ist. Die Hohlnadel 8 weist einen Innendurchmesser auf, der ein leichtgängiges Führen des Klammerendes und ein Umbiegen des Steges beim Durchtritt durch das Durchgangsloch 3 ermöglicht. Beim Durchtritt durch das Durchgangsloch 3 wird der Steg in den Schlitz oder auch zusätzlich zum Klammerende in den Innenraum der Hohlnadel 8 gedrückt. Der untere Teil der Hohlnadel 8 im Bereich der Spitze ist so geformt, daß das Klammerende auf geeignete Weise auf der Unterseite der Bahnen austreten kann und umgelenkt wird.

In Fig. 3 ist die Fügevorrichtung in einer Stellung dargestellt, bei der die Hohlnadeln 8 und 9 gerade die Durchgangslöcher 3 einstechen. Hierzu hat die erste Kolben-/Zylindereinheit 15 den Anstellschlitten 14 nach untengefahren und damit die an diesem angeordneten Hohnadeln 8 und 9 in die Bahnen eingedrückt. Ein Fixierelement 6 wurde zuvor gegen die Bahnen gedrückt, um ein Verrutschen der Bahnen zu verhindern. Zum einfacheren Ausstechen der Durchgangslöcher 3 und zum späteren Aktivieren der Rückhaltemittel 4 ist unter den Bahnen ein Widerlagerstück 7 angeordnet.

In Fig. 4 ist die Fügevorrichtung zu einem Zeitpunkt dargestellt, bei dem die zweiten Kolben-/Zylindereinheiten 16 gerade die Enden der Klammer 2 durch die Durchgangslöcher 3 drücken. Die vorderen Endbereiche der Klammerenden werden durch den abgerundeten Austritt aus den Hohlnadeln 8 und 9 in horizontale Richtung umgelenkt hintergreifen so die beiden Bahnen der Auslegeware. Die durch die zweiten Kolben-/Zylindereinheiten angetriebenen Druckstangen 11 vermögen die Klammerenden vollständig aus den Hohlnadeln auszutreiben.

Anschließend fährt, wie in Fig. 5 dargestellt, der Anstellschlitten 14 wieder in seine Ausgangsstellung zurück und die Verbindung an dieser Klammerposition ist fertiggestellt. Zur besseren Verbindung und insbesondere zur einfacheren Reparatur in einem späteren Schadensfalle kann die Naht 1 von unten noch durch ein Verstärkungsband 5 abgedeckt werden. Im Anstellschlitten kann nun eine neue Klammer 2 über die Klammerzuführung 10 zugeführt werden und die Fügevorrichtung wird zur nächsten Klammerposition verfahren, wo sich das beschriebene Verfahren wiederholt.

In Fig. 6 ist das Austreiben des Klammerendes aus der ersten Hohlnadel 8 und der zweiten Hohlnadel 9 in einer vergrößerten Darstellung gezeigt. Die Druckstange 11 ist an ihrem unteren Ende kolbenartig verdickt, wodurch verhindert wird, daß das Klammerende zwischen die Wandung der Hohlnadeln 8 und 9 und die Druckstange 11 gerät.

Die fertige Klammerung ist in Fig. 7 in einer vergrößerten Darstellung gezeigt. Durch die Klammer 2, von der entlang der Naht 1 eine Vielzahl eingearbeitet werden, sind die beiden Bahnen zugfest miteinander verbunden. Das Widerlagerstück 7 wurde unter den Bahnen weggezogen und durch ein selbstklebendes Verstärkungsband 5 ersetzt, daß die Entfernung der Klammerreste im Reparaturfall erleichtert. Zum Aufbringen des selbstklebenden Verstärkungsbandes kann das Widerlagerstück 7 mit einer entsprechende Zuführung ausgerüstet sein, die bei Wegziehen des Widerlagerstückes das Verstärkungsband 5 auf die Naht klebt.

Die Erfindung beschränkt sich nicht nur auf das Verfahren, die Fügevorrichtung und das Verfahren zur Reparatur entsprechend hergestellter Nähte an verbundenen Bahnen, sondern erstreckt sich auch auf die Verlegten, verbundenen Bahnen, die entsprechend dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden sind. Vorteilhaft ist hierbei die Verwendung von Kunstrasen als Bahn- bzw. Auslegeware. Gerade diese Waren werden zu fußballplatzgroßen Teppichen verarbeitet. Der Einsatz der Erfindung erlaubt es, die erfindungsgemäßen Bahnen in kurzer Zeit zu erstellen und auch eine Reparatur einer Naht problemlos durchzuführen.

Die jetzt mit der Anmeldung und später eingereichten Ansprüche sind Versuche zur Formulierung ohne Präjudiz für die Erzielung weitergehenden Schutzes.

Die in den abhängigen Ansprüchen angeführten Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Jedoch sind diese nicht als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes für die Merkmale der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen.

Merkmale, die bislang nur in der Beschreibung offenbart wurden, können im Laufe des Verfahrens als von erfindungswesentlicher Bedeutung, zum Beispiel zur Abgrenzung vom Stand der Technik beansprucht werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware, inbesondere zum Verbinden von Kunstrasenbahnen, bei dem wenigstens zwei Bahnen der Auslegeware auf einem Untergrund längsseits nebeneinander ausgelegt werden und die ausgelegten Bahnen längs der Längsränder der Bahnen durch Herstellung einer Naht (1) miteinander verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Naht (1) durch eine Mehrzahl von Klammerverbindungen an längs der Naht (1) angeordneten Klammerpositionen hergestellt wird, wobei an jeder Klammerposition in jede der zu verbindenden Bahnen zumindest ein Durchgangsloch (3) eingearbeitet wird und Klammern (2) mit einem Klammerende in die Durchgangslöcher (3) eingesetzt werden.
  2. 2. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Klammerende angeordnete Rückhaltemittel (4) das Herausziehen aus den Durchgangslöchern (3) erschweren oder Verhindern.
  3. 3. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Naht (1) ein Verstärkungsband (5) angeordnet wird.
  4. 4. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangslöcher (3) sich auch durch das Verstärkungsband (5) erstrecken und die Rückhaltemittel (4) der Klammern (2) auch oder ausschließlich auf das Verstärkungsband (5) wirken.
  5. 5. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsband (5) mit zumindest einer der Bahnen verklebt wird.
  6. 6. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnen während der Verbindung zumindest vor und/oder hinter der Bearbeitungsstelle mittels Fixierelementen (6) nahezu rutschfest auf dem Untergrund fixiert werden.
  7. 7. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahnen im Bereich der Naht (1) während der Herstellung der Klammerverbindung geringfügig angehoben werden.
  8. 8. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der späteren Naht (1) unterhalb der Bahnen zumindest ein Widerlagerstück (7) ausgelegt wird, das unterhalb der Durchgangslöcher (3) angeordnete Ausnehmungen aufweist, die ein Ausstanzen oder Ausstechen der Durchgangslöcher (3) ermöglichen und bei Bedarf die Rückhaltemittel (4) der Klammern (2) aufzunehmen vermögen oder deren Formänderung zum Hintergreifen der Bahnen ermöglichen.
  9. 9. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 7 und Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammerverbindungen an den einzelnen Klammerpositionen nacheinander hergestellt werden und das in dem durch das Anheben der Bahnen von dem im wesentlichen ebenen Untergrund entstandenen Hohlraum angeordnete Widerlagerstück (7) während der Verbindung der Bahnen längs der Bahnen von Klammerposition zu Klammerposition mitgezogen wird, wobei die Bahnen nach der Herstellung der Klammerverbindung auf dem im wesentlichen ebenen Untergrund geglättet werden.
  10. 10. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der späteren Naht (1) in dem im wesentlichen ebenen Untergrund eine kanalförmige Ausnehmung angeordnet ist und das Widerlagerstück (7) als verlorene Unterbahn ausgebildet ist, die in die kanalförmige Ausnehmung eingelegt ist und mit dem übrigen Untergrund der Bahnen eine im wesentlichen ebene Fläche bildet.
  11. 11. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammer (2) aus einem flexiblen und im wesentlichen zugfesten Material gefertigt ist und die Rückhaltemittel (4) von einem ankerartigen, insbesondere T- oder scheibenförmigen Endbereich der Klammerenden gebildet werden, wobei die Klammer (2) mit den Klammerenden durch die Durchgangslöcher (3) durchgesteckt wird und die ankerartigen Endbereiche der Klammerenden sich nach dem Durchstecken durch die Durchgangslöcher (3) selbsttätig aufrichten und die Unterseite der Bahnen hintergreifen.
  12. 12. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhaltemittel (4) von Platten gebildet werden, die eine Klammeraufnahme zum Einstecken der Klammerenden aufweisen, wobei die Rückhaltemittel (4) unterhalb oder oberhalb der Durchgangslöcher (3) angeordnet werden und die Klammern (2) mit den Klammerenden durch die Durchgangslöcher (3) in die Klammeraufnahme eingesteckt werden
  13. 13. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 3 oder nach Anspruch 3 und einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsband (5) an den Positionen der Durchgangslöcher (3) vertikal nach oben hervorspringende, in die Durchgangslöcher (3) ragende Verriegelungsstifte aufweist und die Rückhaltemittel (4) bei Einstecken der Klammerenden in die Durchgangslöcher (3), insbesondere einrastend, auf die Verriegelungsstifte aufgesteckt oder in die Verriegelungsstifte eingesteckt werden.
  14. 14. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 3 oder nach Anspruch 3 und einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsband (5) an der Position jedes Durchgangsloches (3) eine Klammeraufnahme zum Einstecken der Klammerenden aufweist, wobei die Klammern (2) mit den Klammerenden durch die Durchgangslöcher in die Klammeraufnahme eingesteckt werden und die Klammerenden zumindest eine, die Rückhaltemittel (4) bildende Rastausnehmung aufweisen.
  15. 15. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammern (2) aus Kunststoff, insbesondere aus einem gegen UV-Licht im wesentlichen beständigen Kunststoff hergestellt sind.
  16. 16. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammern (2) aus Metall hergestellt sind.
  17. 17. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhaltemittel (4) aus Metall und der übrige Bereich der Klammern (2) aus Kunststoff, insbesondere aus einem gegen UV-Licht im wesentlichen beständigen Kunststoff hergestellt sind.
  18. 18. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhaltemittel (5) im wesentlichen unterhalb der Bahnen angeordnet sind und vor dem Einstecken der Klammerenden in die Durchgangslöcher (3) Unterlegscheiben oberhalb der Durchgangslöcher (3) angeordnet werden, wobei die Klammerenden dann durch die Unterlegscheiben in die Durchgangslöcher (3) eingesteckt werden.
  19. 19. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückhaltemittel (5) im wesentlichen unterhalb der Bahnen angeordnet sind und vor dem Einstecken der Klammerenden in die Durchgangslöcher (3) Abstandshalter im Bereich der Klammerposition auf die Bahnen gelegt werden, die zu den Durchgangslöchern (3) jeweils einer Klammerposition konzentrische Löcher und einen sich von den Durchgangslöchern der einen Bahn zu denen der angrenzenden Bahn erstreckenden Verbindungssteg aufweisen, wobei die Klammerenden durch die Löcher der Abstandshalter in die Durchgangslöcher (3) eingesteckt werden.
  20. 20. Verfahren zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchgangslöcher (3) durch seitlich geschlitzte Hohlnadeln (8, 9) in die Bahnen gestochen oder gestanzt werden, die insbesondere durch eine Fügevorrichtung in die Bahnen gedrückt werden, dann die Klammerenden durch die sich noch in den so hergestellten Durchgangslöchern (3) befindlichen Hohlnadeln (8, 9) in die Durchgangslöcher (3) eingeschoben oder durch diese hindurchgeschoben werden und anschließend die Hohlnadeln (8, 9) wieder durch die Fügevorrichtung herausgezogen werden, wobei durch das Herausziehen der Hohlnadeln (8, 9) die Rückhaltemittel (4) aktiviert werden, insbesondere indem sie die Unterseite der Bahnen hintergreifen.
  21. 21. Verfahren zur Reparatur einer schadhaften Verbindungsnaht von zwei Bahnen einer Auslegeware nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der schadhaften Nahtstelle die Klammern (2) in Richtung der Längsrichtung der Naht (1) durchtrennt werden, anschließend die beiden Bahnen aufgeklappt werden, die Reste der Klammern (2) zumindest teilweise von der Unterseite der Bahnen aus abgezogen werden und die Bahnen nach dem Zurückklappen wieder nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 20 miteinander verbunden werden.
  22. 22. Verfahren nach Anspruch 21 und Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstärkungsband (5) lösbar mit beiden Bahnen verklebt ist und das Entfernen der Reste der Klammern (2) durch Abziehen des Verstärkungsbandes zusammen mit den an dem Verstärkungsband (5) haftenden Resten der Klammern (2) erfolgt.
  23. 23. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21 oder zur Reparatur einer Verbindungsnaht nach einem Verfahren nach Anspruch 21 oder Anspruch 22, die längs der Naht (1) bewegbar ist und Durchgangslöcher (3) in die Bahnen einzustechen oder zu stanzen vermag, dadurch gekennzeichnet, daß sie rechtwinklig zu den Bahnen angeordnet und vertikal beweglich zumindest eine erste Hohlnadel (8) und zumindest eine zweite Hohlnadel (9) sowie eine Klammerzuführung (10) aufweist, wobei die ersten Hohlnadeln (8) und die zweiten Hohlnadeln (9) jeweils in eine der Bahnen die Durchgangslöcher (3) durch die vertikale Bewegung einzuarbeiten vermögen und die Klammerzuführung (10) die Klammern (2) mit jeweils einem hervorstehenden Klammerende in die Durchgangslöcher (3) einzustecken vermag.
  24. 24. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammern (2) der Klammerzuführung als Rollenmaterial zusammenhängender Klammern (2) zuführbar sind und die einzelnen Klammern (2) durch die Klammerzuführung (10) oder die Druckstangen (11) von dem Rollenmaterial abgetrennt werden.
  25. 25. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, daß in den Hohlnadeln (8, 9) antreibbare Druckstücke angeordnet sind, die die in der ersten Hohlnadel (8) und der zweiten Hohlnadel (9) geführten Klammerenden nach dem Einbringen der Durchgangslöcher (3) und vor dem Zurückziehen der Hohlnadeln (8, 9) durch die Hohlnadeln (8, 9) in die Bahnen einzudrücken oder durch diese hindurchzudrücken vermögen.
  26. 26. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstücke von dem unteren Ende einer in den ersten und zweiten Hohlnadeln (8,9) geführten Druckstange (11) gebildet werden, wobei die Druckstangen insbesondere über zweite Kolben-/Zylindereinheiten (16) antreibbar sind.
  27. 27. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstücke kolbenartig ausgebildet und in den ersten und zweiten Hohlnadeln (8, 9) im wesentlichen druckdicht geführt sind und der Innenraum der ersten und zweiten Hohlnadeln (8, 9) oberhalb der Druckstücke zum Verschieben der Druckstücke mit einem Innendruck beaufschlagbar ist.
  28. 28. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 23 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß sie eine Fixiervorrichtung aufweist, die während der Herstellung der Klammerverbindung die Bahnen über ein zumindest vor und/oder hinter der Klammerposition ansetzendes Fixierelement (6) im wesentlichen rutschfrei gegen den Untergrund zu pressen vermag.
  29. 29. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 23 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einstellung der Position der Durchgangslöcher (3) die erste Hohlnadel (8) und/oder die zweite Hohlnadel (9) in zur Naht (1) rechtwinkliger Richtung verschiebbar an der Fügevorrichtung gelagert ist.
  30. 30. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 23 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß sie durch Räder (12) längs der Naht (2) verfahrbar ist, die zur Verbesserung der Spurtreue entlang ihrer Lauffläche mit Dornen (13) versehen sind.
  31. 31. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 23 bis 30, dadurch gekennzeichnet, daß sie über einen Motorantrieb entlang der Naht (1) verfahrbar ist.
  32. 32. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 24 bis 31, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckstangen (11) der Antrieb für die Druckstangen (11), die erste Hohlnadel (8) und die zweite Hohlnadel (9) an einem gemeinsamen, vertikal verschiebbar gelagerten Anstellschlitten (14) angeordnet sind, der insbesondere über eine erste Kolben-/Zylindereinheit (16) gegen die Bahnen anstellbar ist.
  33. 33. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 23 oder nach Anspruch 23 und einem der Ansprüche 24 bis 32, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hohlnadel (8) und die zweite Hohlnadel (9) lösbar, insbesondere durch eine Schraubverbindung oder in einem Werkzeugfutter gelagert sind und gegen andere Hohnadeln mit anderem Innen- und/oder Außendurchmesser austauschbar sind.
  34. 34. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach einem der Ansprüche 19 bis 33 und zur Durchführung eines Verfahrens nach Anspruch 7 oder Anspruch 7 und einem der Ansprüche 8 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerlagerstück (7) über eine Zugstange mit der übrigen Fügevorrichtung verbunden ist, deren vertikaler Bereich in Bewegungsrichtung der Fügevorrichtung vor der aktuellen Klammerposition angeordnet ist.
  35. 35. Fügevorrichtung zum Verbinden von Bahnen einer Auslegeware nach Anspruch 25 und 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierelemente (6) oberhalb des Widerlagerstückes (7) angeordnet sind und während des Klammervorganges die Bahnen an das Widerlagerstück (7) zu pressen vermögen.
  36. 36. Verbundene Bahnen von Auslegeware, insbesondere Kunstrasenbahnen, wobei diese mit einer Fügevorrichtung nach einem der Ansprüche 23 bis 35 und/oder nach dem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22 hergestellt ist und die Bahnen durch eine Mehrzahl von Klammerverbindungen längs der im Stoßbereich der Bahnen bestehenden Naht (1) verbunden sind.






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