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Dokumentenidentifikation DE69504605T2 06.05.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0694639
Titel Platinenanordnung in einer Strickmaschine und Verfahren zur Herstellung eines Gestricks durch Anwendung dieser Anordnung
Anmelder SANTONI S.r.l., Brescia, IT
Erfinder Lonati, Francesco, I-25123 Brescia, IT;
Lonati, Ettore, I-25123 Brescia, IT;
Lonati, Fausto, I-25123 Brescia, IT;
Lonati, Tiberio, I-25123 Brescia, IT
Vertreter HOFFMANN · EITLE, 81925 München
DE-Aktenzeichen 69504605
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 19.07.1995
EP-Aktenzeichen 952019867
EP-Offenlegungsdatum 31.01.1996
EP date of grant 09.09.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.05.1999
IPC-Hauptklasse D04B 9/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Platinenanordnung in einer Strickmaschine, ein Verfahren zur Herstellung von Schlingenstrickware und ein Verfahren zur Herstellung von glatter Strickware.

Um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern, wird zunächst die bekannte Platinenanordnung in einer Strickmaschine, wie sie beispielsweise aus der GB-A-2 038 376 bekannt ist, (unter Bezugnahme auf die Figur A und B) beschrieben.

Figur A ist eine axonometrische Ansicht einer bekannten Platinenanordnung in einer Strickmaschine, die von herkömmlicher Art ist und deshalb aus Gründen der Einfachheit nicht dargestellt ist.

Figur B ist eine schematische Vorderansicht der Anordnung gemäß Figur A. Wie die Figuren zeigen, weist die bekannte Anordnung, die insgesamt mit 1 bezeichnet ist, eine Schlingenplatine 2 auf, die mit einer Stricknadel 9 zusammenwirkt. Die Anordnung 1 ist an andere identische Anordnungen benachbart in dem Strickmaschinenzylinder untergebracht. Die Anzahl der in einer Strickmaschine vorhandenen Anordnungen variiert somit gemäß den Abmessungen und der Art der Maschine. Die Schlingenplatine 3 weist einen Schlingenhaken 4 auf, der eine Schlingenfläche 5 und eine parallele Arbeitsfläche 6 erzeugt. Die verbleibenden Abschnitte der Schlingenplatine 2 sind profiliert, wobei ihr Zweck darin liegt, daß sie eine wahlweise hin- und hergehende Bewegung (vgl. die Pfeile F1 und F2) der Platine bezüglich des (nicht gezeigten) Strickmaschinenzylinders zulassen. Eine ausführliche Beschreibung dieser verbleibenden Abschnitte ist ausgelassen, weil sie neben der Tatsache, daß sie den Fachleuten bekannt sind, für die Zwecke der vorliegenden Erfindung nicht wesentlich sind.

Die Maschenplatine 3 weist einen Maschenhaken 7 auf, der an die Abschlagfläche 8 benachbart ist. Auch in diesem Fall ist eine ausführliche Beschreibung der verbleibenden Abschnitte der Maschenplatine 3 ausgelassen, weil sie neben der Tatsache, daß sie den Experten bekannt sind, für die Zwecke der vorliegenden Erfindung nicht wesentlich sind. Die verbleibenden Abschnitte der Maschenplatine sind profiliert, wobei ihr Zweck darin liegt, daß sie die wahlweise hin- und hergehende Bewegung (vgl. Pfeile G1 und G2) der Platine 3 bezüglich des Strickmaschinenzylinders ermöglichen.

Die Nadel 9 weist bekanntermaßen einen Kopf 10 auf, der durch eine Nadelklinke geschlossen ist. Die Nadel gleitet hin- und hergehend in der Richtung der Pfeile H1 und H2.

Bei dem herkömmlichen Verfahren zur Herstellung von Schlingenstrickware durch die beschriebene herkömmliche Anordnung 1 kommen ein erstes Garn 12 und ein zweites Garn 13 mit den Platinen 2 und 3 auf folgende Art und Weise in Eingriff.

Das erste Garn 12 tritt über den Schlingenhaken 4, während es auf der Schlingenfläche 5 ruht, und kommt mit dem Kopf 10 in Eingriff. Das zweite Garn 13 tritt unter dem Maschenhaken 7 hindurch, während es auf der Abschlagfläche 8 der Maschenplatine 3 ruht, tritt unter dem Schlingenhaken 4 hindurch, während es auf der Arbeitsfläche 6 ruht, und dringt in den Kopf 10 der Nadel 9 ein, wo es zu der Seite des ersten Garns 12 liegt. Die Bewegung der Nadel 9 in Richtung des Pfeils H1 bestimmt die Ausbildung einer neuen Masche durch Einführen der V-Schleife 14 in eine vorangegangene runde Schleife (alte Schleife) 15, die gleichzeitig zurückgezogen wird und von der Nadel (wobei die Masche von der Nadel abgeladen wird) entfernt wird, und zwar durch die Wirkung der Vorwärtsbewegung der vorangehend ausgebildeten Masche. Die V-Schleife 14 wird somit eine weitere (alte) runde Schleife 15, die an dem Schaft der Nadel 9 angebracht ist, und zur Aufnahme und zur Verbindung mit der nächsten V-Schleife 14 bereit ist. Dieser Vorgang wird wiederholt, bis eine Strickware erhalten ist, welche die erforderliche Anzahl von Maschen und somit die erforderlichen Abmessungen aufweist. Die Maschenanordnung in einer Strickmaschine und das bekannte Verfahren zur Herstellung von Strickware weisen jedoch die folgenden Nachteile auf:

- die Strickwarendichte, die man erhalten kann, hängt von dem Zustand der vorangegangenen (alten) Schleifen und insbesondere von ihrer Spannung ab;

- das Entladen der Masche kann schwierig sein, weil die zurückzuziehende und von der Nadel zu entfernende Schleife dazu neigt, die alten Schleifen mit (nach oben) zu ziehen. Dies tritt insbesondere dann auf, wenn der Reibungskoeffizient zwischen dem Garn und dem Metall unter bestimmten feuchtigkeitsanziehenden Bedingungen einen bestimmten Wert erreicht;

- wenn das erste Garn reißt, wird keine Masche ausgebildet; bei jedem Hub fährt die Nadel dann fort, Garn in den Kopf zu laden, und da sie nicht in der Lage ist, dieses Garn abzuladen, sammelt sich dieses an, bis der Kopf wegen eines übermäßigen Garnvolumens bricht.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt darin, die genannten Probleme zu überwinden.

Diese Aufgabe wird durch eine Gestaltung gemäß dem ersten Anspruch und durch ein Verfahren gemäß den Ansprüchen 5 und 6 zum Herstellen von Schlingenstrickware bzw. glatter Strickware erreicht.

Das erste Problem wird gelöst, weil die Strickwarendichte durch die Stellung derjenigen Maschenplatine bestimmt wird, die sich näher zu der Nadel befindet, d. h. der weiteren Maschenplatine.

Die zweite Aufgabe wird gelöst, weil die letzte Schleife, die an dem Nadelschaft ausgebildet werden soll, daran gehindert wird, zu der Oberseite desselben zu gleiten, und zwar durch den Haken der Platine, die sich näher an der Nadel befindet, d. h. der weiteren Maschenplatine. Die Maschen, die bereits gebildet wurden, werden deshalb nicht verwendet (und somit belastet), um das Nach-oben-Gleiten der Schleife anzuhalten.

Das dritte Problem wird gelöst, weil beide Garne an beiden Abschlagflächen der Maschenplatine abgeschlagen werden, um eine Schleife auszubilden, die durch die Haken der Platinen gehalten wird. Folglich kann, auch wenn eines der beiden Garne reißt (egal welches) der Rest in jedem Fall die Masche ausbilden, die regulär von der Nadel abgeladen wird und sich deshalb nicht ansammelt, so daß der Kopf nicht bricht. Die Tatsache, daß die erhaltene Strickware in jedem Fall fehlerhaft ist, weist keinen Einfluß bezüglich eines möglichen Nadelbruchs auf, der, wie den Fachleuten wohlbekannt ist, sehr kostspielig sein kann, weil die entstehenden Metallteile sich am Ende in bewegende Teile der Maschine bewegen, was eine erhebliche Vergrößerung des ursprünglichen Schadens bewirkt.

Die Erfindung wird mittels eines nicht beschränkenden Beispiels in den weiteren Figuren erläutert.

Fig. 1 ist eine axonometrische Ansicht einer Platinenanordnung gemäß der Erfindung, wie sie in einer Strickmaschine untergebracht ist, die von herkömmlicher Art und deshalb aus Gründen der Einfachheit nicht gezeigt ist. Die Garnbahn ist diejenige, die dem Verfahren zum Herstellen von Schlingenstrickware entspricht.

Fig. 2 ist eine schematische Vorderansicht der Anordnung gemäß Fig. 1.

Fig. 3 ist eine axonometrische Ansicht einer Platinenanordnung gemäß der Erfindung, wie sie in einer herkömmlichen Strickmaschine untergebracht ist, bei der die Garnbahn diejenige ist, die dem Verfahren zum Herstellen einer breitmaschigen Strickware entspricht.

Fig. 4 ist eine schematische Vorderansicht der Anordnung von Fig. 3.

Fig. 5 ist eine axonometrische Ansicht einer Platinenanordnung gemäß der Erfindung, wie sie in einer herkömmlichen Strickmaschine untergebracht ist, bei der die Garnbahn diejenige ist, die dem Verfahren zum Herstellen von normaler Strickware entspricht.

Fig. 6 ist eine schematische Vorderansicht der Anordnung von Fig. 5.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 beschrieben. In diesen Figuren sind diejenigen Elemente, die bereits in Figur A und B gezeigt sind, durch die gleichen Referenznummern bezeichnet. Wie aus diesen Figuren ersichtlich ist, unterscheidet sich die Anordnung gemäß der Erfindung, die insgesamt durch 20 bezeichnet ist, von derjenigen gemäß dem Stand der Technik im wesentlichen dadurch, daß die Schlingenplatine 2 eine weitere Maschenplatine 21 aufweist und betriebsmäßig zwischen den beiden Maschenplatinen 3, 21 angeordnet ist.

Die weitere oder zweite Maschenplatine 21 ist zu der ersten 3 identisch. Um die Betriebseigenschaften der Anordnung 20 zu verbessern, sind Abstandsplatinen 22, die nur in Fig. 2 ersichtlich sind, vorzugsweise zwischen der Schlingenplatine 2 und den Maschenplatinen 3, 21 angeordnet.

Diese Anordnung ermöglicht, daß wenigstens drei Verfahren zum Herstellen eines halbfertigen oder fertigen Strickwarenprodukts umgesetzt werden.

Das erste Verfahren erzeugt Schlingenstrickware; das zweite Verfahren erzeugt eine Strickware mit breiten Maschen, d. h. breitmaschige Strickware; das dritte Verfahren erzeugt eine Strickware mit normalen Maschen, d. h. normale Strickware.

Wie insbesondere die Fig. 1 und 2 zeigen, arbeitet das erste Verfahren zum Herstellen von Schlingenstrickware wie folgt.

Das Verfahren verwendet wenigstens ein erstes Garn 12 und wenigstens ein zweites Garn 13, die durch eine Nadel 9 miteinander zu verriegeln sind, die seitlich zu der Platinenanordnung 20 gemäß der Erfindung angeordnet ist. Die Garne 12 und 13 erstrecken sich bezüglich der Platinen 2, 3 und 21 der Anordnung 20 auf folgende Art und Weise.

Das erste Garn 12 tritt ausgehend (vgl. Pfeil L) von einer (nicht gezeigten) ersten Packung unter dem Maschenhaken 7 hindurch, während es auf der Abschlagfläche 8 der ersten Maschenplatine 3 ruht, tritt dann über den Schlingenhaken 4, während es auf der Schlingenfläche 5 der Schlingenplatine ruht, tritt dann unter dem Maschenhaken 7 hindurch, während es auf der Abschlagfläche 8 der zweiten Maschenplatine 21 ruht, und tritt dann in den Kopf 10 der Strickmaschinennadel 9 derart ein, daß es innerhalb der in der Erzeugung befindlichen Masche endet.

Das zweite Garn 13 tritt ausgehend (vgl. Pfeil L) von einer (ebenfalls nicht gezeigten) zweiten Packung unter dem Maschenhaken 7 hindurch, während es auf der Abschlagfläche 8 der ersten Maschenplatine 3 ruht, tritt unter dem Schlingenhaken 4 hindurch, während es auf der Arbeitsfläche 6 der Schlingenplatine 2 ruht, tritt unter dem Maschenhaken 7 hindurch, während es auf der Abschlagfläche 8 der zweiten Maschenplatine 21 ruht, und tritt schließlich in den Kopf 10 der Strickmaschinennadel 9 derart ein, daß es innerhalb der in der Erzeugung befindlichen Masche endet.

Wie die Fig. 3 und 4 zeigen, arbeitet das zweite Verfahren zur Herstellung von breitmaschiger Strickware wie folgt.

Das Verfahren zur Herstellung von breitmaschiger Strickware verwendet wenigstens ein erstes Garn 12 und wenigstens ein zweites Garn 13, die durch eine Nadel 9 miteinander zu verriegeln sind, die seitlich zu der Platinenanordnung 20 gemäß der Erfindung angeordnet ist.

Die Garne 12 und 13 erstrecken sich bezüglich der Platinen 2, 3 und 21 der Anordnung 20 auf folgende Art und Weise. Sowohl das erste Garn 12 als auch das zweite Garn 13 treten jeweils ausgehend (vgl. Pfeil L) von der ersten und der zweiten Packung unter dem Maschenhaken 7 hindurch, während sie auf der Abschlagfläche 8 der ersten Maschenplatine 3 ruhen, treten dann über den Schlingenhaken 4, während sie auf der Schlingenfläche 5 der Schlingenplatine 2 ruhen, treten dann unter dem Maschenhaken 7 hindurch, während sie auf der Abschlagfläche 8 der zweiten Maschenplatine 21 ruhen, und treten schließlich in den Kopf 10 der Strickmaschinennadel 9 derart ein, daß sie innerhalb der in der Erzeugung befindlichen Masche enden.

Wie insbesondere die Fig. 5 und 6 zeigen, arbeitet das dritte Verfahren zur Herstellung von normaler Strickware wie folgt.

Das Verfahren zur Herstellung normaler Strickware verwendet wenigstens ein erstes Garn 12 und wenigstens ein zweites Garn 13, die durch eine Nadel 9 miteinander zu verriegeln sind, die seitlich zu der Platinenanordnung 20 gemäß der Erfindung angeordnet ist. Die Garne 12 und 13 erstrecken sich bezüglich der Platinen 2, 3 und 21 der Anordnung 20 auf folgende Art und Weise. Sowohl das erste Garn 12 als auch das zweite Garn 13 tritt jeweils ausgehend (vgl. Pfeil L) von der ersten und der zweiten Packung unter dem Maschenhaken 7 durch, während es auf der Abschlagfläche 8 der ersten Maschenplatine 3 ruht, tritt dann unter dem Schlingenhaken 4 hindurch, während es auf der Arbeitsfläche 6 der Schlingenplatine 2 ruht, tritt dann unter dem Maschenhaken 7 hindurch, während es auf der Abschlagfläche 8 der zweiten Maschenplatine 21 ruht, und tritt schließlich in den Kopf 10 der Strickmaschinennadel 9 derart ein, daß es innerhalb der in der Erzeugung befindlichen Masche endet.

Sämtliche drei beschriebenen Verfahren werden vorzugsweise unter den folgenden Bedingungen umgesetzt:

- Die Garnnummer des ersten Garns 12 und des zweiten Garns 13 sind unterschiedlich. In diesem Fall kann ein viertes Verfahren, das zu dem in den Fig. 1 und 2 gezeigten ähnlich ist, umgesetzt werden, wobei 12 und 13 vertauscht sind;

- die Garnnummer des ersten Garns ist größer als die Garnnummer des zweiten Garns;

- das erste Garn 12 ist Baumwolle, und das zweite Garn 13 ist Helanca.

Die genannten Verfahren können während der Herstellung von ein und demselben Strickgewebe umgesetzt werden, indem die üblichen Strickmaschinen-Anpassungen vorgenommen werden. Somit können Maschen erzeugt werden, die sich in der Maschendichte entweder Nadel um Nadel (indem eine mehr oder weniger vorgerückte Maschenplatinenauswahl vorgenommen wird) oder Reihe um Reihe (indem wiederum die Maschenplatinen wie bei dem vorangegangenen Fall angepaßt werden, oder indem die Fadenführungsanhebung angepaßt wird) unterscheiden.

Es sollte angemerkt werden, daß das Vorhandensein von zwei Maschenplatinen an den Seiten der Schlingenplatine bei sämtlichen genannten Verfahren zu der vollständigen Steuerung des Maschenausbildungsstadiums führt, und zwar infolge der Tatsache, daß sowohl das Garn 12 als auch 13 stets entlang der Abschlagflächen 8 der beiden Maschenplatinen 3 und 21 vorbeitritt, zwischen denen sich die Schlingenplatine 2 befindet.

Aus dem Vorangegangenen ist ersichtlich, daß mittels der Erfindung ermöglicht wird, daß an ein und derselben Maschine während der Herstellung ein und desselben Strickgewebes eine große Anzahl von Maschenarten erhalten werden können, die sich voneinander unterscheiden, so daß die erhaltbaren Gewebe- und Strickdichten vergrößert werden, und somit die Vielseitigkeit und der Komfort des Produkts erhöht werden können.

Sogenannte "besondere" Maschen können ebenso erhalten werden, indem breite Maschen mit engen Maschen abgewechselt werden, was einfach dadurch erreicht wird, daß die Platinen auf geeignete Art und Weise angeordnet werden, d. h. in unterschiedlichen Stellungen, die durch unterschiedliche Höhen der Nadelenden erreicht werden.

Bezugszeichenliste

1) Bekannte Anordnung

2) Schlingenplatine

3) Erste Maschenplatine

4) Schlingenhaken

5) Schlingenfläche

6) Arbeitsfläche

7) Maschenhaken

8) Abschlagfläche

9) Stricknadel

10) Nadelkopf

11) Nadelklinke

12) Erstes Garn

13) Zweites Garn

14) V-Schleife

15) Vorangehend ausgebildete runde Schleife

...

...

20) Anordnung gemäß der Erfindung

21) Zweite Maschenplatine

22) Abstandsplatinen


Anspruch[de]

1. Platinenanordnung (20) in einer Strickmaschine, mit einer Schlingenplatine (2) und einer Maschenplatine (3), dadurch gekennzeichnet, daß die Schlingenplatine (2) betriebsmäßig zwischen zwei Maschenplatinen (3, 21) angeordnet ist, wobei:

- die Schlingenplatine (2) einen Schlingenhaken (4) aufweist, der eine Schlingenfläche (5) und eine Arbeitsfläche erzeugt;

- jede der Maschenplatinen (3, 21) einen Maschenhaken (7) aufweist, der an die Abschlagfläche (8) benachbart ist.

2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Abstandsplatinen (22) zwischen der Schlingenplatine und den Maschenplatinen (3, 21) angeordnet sind.

3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlingenplatinen (2) identisch sind.

4. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß diese an einer oder mehreren Kreiszuführungs-Strickmaschinen angeordnet ist.

5. Verfahren zum Herstellen von Schlingenstrickware unter Verwendung wenigstens eines ersten Garns (12) und wenigstens eines zweiten Garns (13), die durch eine Nadel (9), die seitlich zu der Platinenanordnung (20) gemäß einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche angeordnet ist, miteinander zu verriegeln sind, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Garne (12, 13) bezüglich der Platinen (2, 3, 21) der Anordnung (20) auf folgende Art und Weise erstrecken:

- das erste Garn (12) tritt ausgehend von einer ersten Packung unter dem Maschenhaken (7) hindurch, während es auf der Abschlagfläche (8) der ersten Maschenplatine (3) ruht, tritt dann über den Schlingenhaken (4), während es auf der Schlingenfläche (5) der Schlingenplatine (2) ruht, tritt dann unter dem Maschenhaken (7) hindurch, während es auf der Abschlagfläche (8) der zweiten Maschenplatine (21) ruht, und tritt dann in den Kopf (10) der Strickmaschinennadel (9) derart ein, daß es innerhalb der in der Erzeugung befindlichen Masche endet;

- das zweite Garn (13) tritt ausgehend von einer zweiten Packung unter dem Maschenhaken (7) hindurch, während es auf der Abschlagfläche (8) der ersten Maschenplatine (3) ruht, tritt unter dem Schlingenhaken (4) hindurch, während es auf der Arbeitsfläche (6) der Schlingenplatine (2) ruht, tritt unter dem Maschenhaken (7) hindurch, während es auf der Abschlagfläche (8) der zweiten Maschenplatine (21) ruht, und tritt schließlich in den Kopf (10) der Strickmaschinennadel (9) derart ein, daß es innerhalb der in der Erzeugung befindlichen Masche endet.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Garne (12, 13) unterschiedliche Garnnummern aufweisen und umgekehrt sind.

7. Verfahren zur Herstellung einer breitmaschigen Strickware unter Verwendung wenigstens eines ersten Garns (12) und wenigstens eines zweiten Garns (13), die durch eine Nadel (9), die seitlich zu der Platinenanordnung (20) gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 angeordnet ist, miteinander zu verriegeln sind,

dadurch gekennzeichnet, daß sich die Garne (12, 13) bezüglich der Platinen (2, 3, 21) der Anordnung (20) auf folgende Art und Weise erstrecken: sowohl das erste Garn (12) als auch das zweite Garn (13) tritt ausgehend jeweils von einer ersten und einer zweiten Packung unter dem Maschenhaken (7) hindurch, während es auf der Abschlagfläche (8) der ersten Maschenplatine (3) ruht, tritt dann über den Schlingenhaken (4), während es auf der Schlingenfläche (5) der Schlingenplatine (2) ruht, tritt dann unter dem Maschenhaken (7) hindurch, während es auf der Abschlagfläche (8) der zweiten Maschenplatine (21) ruht, und tritt schließlich in den Kopf (10) der Strickmaschinennadel (9) derart ein, daß es innerhalb der in der Erzeugung befindlichen Masche endet.

8. Verfahren zur Erzeugung einer gewöhnlichen Strickware unter Verwendung wenigstens eines ersten Garns (12) und wenigstens eines zweiten Garns (13), die durch eine Nadel (9), die seitlich zu der Platinenanordnung (20) gemäß einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 angeordnet ist, miteinander zu verriegeln sind,

dadurch gekennzeichnet, daß sich die beiden Garne (12, 13) bezüglich der Platinen (2, 3, 21) der Anordnung (20) auf folgende Art und Weise erstrecken: sowohl das erste Garn (12) als auch das zweite Garn (13) tritt ausgehend jeweils von einer ersten und von einer zweiten Packung unter dem Maschenhaken (7) hindurch, während es auf der Abschlagfläche (8) der ersten Maschenplatine (3) ruht, tritt dann unter dem Schlingenhaken (4) hindurch, während es auf der Arbeitsfläche (6) der Schlingenplatine (2) ruht, tritt dann unter dem Maschenhaken (7) hindurch, während es auf der Abschlagfläche (8) der zweiten Maschenplatine (21) ruht, und tritt schließlich in den Kopf (10) der Strickmaschinennadel (9) derart ein, daß es innerhalb der in der Erzeugung befindlichen Masche endet.

9. Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Garnnummer des ersten Garns (12) von der Garnnummer des zweiten Garns (13) unterschiedlich ist.

10. Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Garnnummer des ersten Garns (12) größer als die Garnnummer des zweiten Garns (13) ist.

11. Verfahren nach Anspruch 5, 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Garn (12) Baumwolle, und das zweite Garn (13) Helanca ist.







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