PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE68907967T3 12.05.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0334612
Titel Anrufverkehrssteuerung.
Anmelder British Telecommunications p.l.c., London, GB
Erfinder Turner, Peter Michael Drayer, Colchester Essex CO4 3UU, GB
Vertreter Beetz und Kollegen, 80538 München
DE-Aktenzeichen 68907967
Vertragsstaaten AT, BE, CH, DE, ES, FR, GB, GR, IT, LI, LU, NL, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 21.03.1989
EP-Aktenzeichen 893028076
EP-Offenlegungsdatum 27.09.1989
EP date of grant 04.08.1993
EPO date of publication of amended patent 30.09.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.05.1999
IPC-Hauptklasse H04M 3/36

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf Anrufsverkehrssteuerung in einem Kommunikationsvermittlungssystem und im besonderen, jedoch nicht ausschließlich, auf das Steuern des Anrufsverkehrs zu einem bestimmten angerufenen Kundencode.

Es ist bekannt, die Rate zu begrenzen, bei der aufeinanderfolgende Versuche gemacht werden können, um den ganzen oder einen Teil eines Anrufs an einen bestimmten angerufenen Kunden zu vervollständigen, und ein Verfahren ist offenbart in US-PS 4 224 479 (Kenneth E. Crawford), in dem ein nachfolgender Versuch innerhalb eines vorbestimmten Zeitintervalls (Pausenintervall) von dem letzten früheren zugelassenen Versuch gesperrt wird.

Das Verfahren von Crawford resultiert in einer Beförderungsrate, die sich einem Anruf pro Pausenintervall nur für eine sehr hohe angebotene Anrufsrate in der Größenordnung von 20 Anrufen pro Pausenintervall annähert. Darüber hinaus resultiert das Verfahren von Crawford bei angebotenen Anrufsraten in der Größenordnung von einem Anruf pro Pausenintervall in einer signifikant reduzierten Übertragungsrate, auch obwohl das Vermittlungssystem Anrufe bei solchen angebotenen Raten handhaben kann. Um einen signifikanten Verlust an Einnahmen zu vermeiden, ist es folglich notwendig, die Anrufssteuerung wegzunehmen oder das Pausenintervall zu ändern, wenn die angebotene Anrufsrate abfällt, und eine solche Entscheidung wird üblicherweise von einem Verkehrssteuerungsmanager getroffen.

Aus einem Vortrag von Jonathan S. Turner "New Directions in Communications (or Which Way to the Information Age?)", gehalten im "1986 International Zürich Seminar on Digital Communications", 11. bis 13. März, 1986, Zürich, Schweiz, ist es bekannt, eine Überlastung in einem Paketvermittlungsnetzwerk durch Verwendung eines Leckender-Eimer-Mechanismus zu steuern, mit dem ein Nutzer benötigte Bandbreiten und Übertragungsbündel bestimmt. Ein entsprechender Zähler wird heraufgesetzt, wenn ein Nutzer ein Paket zur Übertragung zum Netzwerk sendet, und periodisch herabgesetzt. Wenn der Zähler beim Heraufsetzen einen Schwellwert überschreitet, wird das Paket vom Netzwerk nicht berücksichtigt. Für eine Langzeitsteuerung wird der Zählerschwellwert auf eine große Last hin verringert.

Die vorliegende Erfindung strebt danach, ein Verfahren zum Steuern des Anrufsverkehrs bereitzustellen, das näher an einer idealen Leistungsfähigkeit ist, sowie ein Kommunikationsvermittlungssystem, in dem der Anrufsverkehr gemäß einem solchen Verfahren gesteuert wird.

Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zum Steuern einer konzentrierten Überlastung in einem mit Schaltungen verschalteten Kommunikationsnetzwerk gemäß Anspruch 1 bereitgestellt.

Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Untersystem zur Steuerung einer konzentrierten Überlastung eines Anrufsverkehrs gemäß Anspruch 2 bereitgestellt.

Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein mit Schaltungen verschaltetes Kommunikationsschaltsystem gemäß Anspruch 3 bereitgestellt.

Die vorliegende Erfindung wird nun beispielhaft mit Bezug auf die Zeichnung beschrieben werden, in der:

Fig. 1 eine schematische Darstellung des Anrufspausierens gemäß einem Verfahren nach dem Stand der Technik ist;

Fig. 2 ein Graph von der Anrufsübertragungsrate gegenüber der angebotenen Anrufsrate für das Verfahren nach dem Stand der Technik und für ein Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

Fig. 3 ein Blockdiagramm eines Teils eines Kommunikationsvermittlungssystems ist, das eine grundsätzliche Anrufsverkehrs-Steueranordnung darstellt;

Fig. 4 ein Blockdiagramm einer zu jener von Fig. 3 alternativen Anordnung ist;

Fig. 5 ein Blockdiagramm einer bevorzugten Abänderung der Anordnung von Fig. 4 ist; und

Fig. 6 ein Blockdiagramm einer zu jener von Fig. 5 alternativen Anordnung ist.

Fig. 1 stellt eine Anrufssteuerung oder ein Anrufspausieren gemäß dem Verfahren (auch als Algorithmus bekannt) dar, das in dem obengenannten US-Patent (Crawford) offenbart ist. Nach Annahme eines ersten Anrufs 1 an einen bestimmten angerufenen Kunden, z. B. eine Anrufsnummer, wie sie für Telethons verwendet wird, verhindert das System irgendwelche weiteren Anrufsversuche zu jedem Kunden für ein vorbestimmtes Intervall T. Nach Ablauf des Intervalls T werden weitere Anrufsversuche akzeptiert, und ein zweiter Anruf 2 ist geringfügig nach dem ersten Intervall T gezeigt, und ein dritter Anruf 3 ist kurze Zeit nach dem zweiten Intervall T gezeigt.

Eine detaillierte Beschreibung des Verfahrens von Crawford wird hier nicht gegeben werden, und der Leser wird auf das US-Patent verwiesen. Zum Zwecke der vorliegenden Erfindung genügt es, darzulegen, daß ein Vergleich der momentanen Zeit und der Wert der Zeit der letzten Anrufannahme, die um eine vorbestimmte Zeit T erhöht wird, gemacht wird.

Unter der Annahme, daß Anrufseingänge einen Poisson-Prozeß bilden, ist die mittlere Zeit bis zum nächsten Eingang ausgehend von irgendeinem Zeitpunkt gleich der mittleren Zeit zwischen Anrufseingängen (Interarrival Time). Es sei

λ die angebotene Anrufsrate (in Anrufe pro Sekunde),

T das Pausenintervall (in Sekunden),

R die resultierende Anrufsrate (in Anrufe pro Sekunde). Dann ist die resultierende mittlere Zeit zwischen Anrufseingängen = T + 1/λ.

Dies ist äquivalent zu einer mittleren resultierenden Anrufsrate

Anrufe pro Sekunde.

Dies ist in Fig. 2 als Algorithmus nach dem Stand der Technik gezeigt, wo gesehen werden kann, daß die resultierende Anrufsrate (Beförderungsrate) nahe einem Anruf pro Pausenintervall nur bei ziemlich hohen Anrufsraten oberhalb von 10 Anrufen pro Pausenintervall ist. Es wäre nicht geeignet, einen solchen Algorithmus bei niedrigen Anrufsraten zu verwenden wegen der signifikanten Reduzierung im beförderten Verkehr. Idealerweise sollte einem Vermittlungssystem erlaubt werden, den gesamten angebotenen Verkehr bis zu einem voreingestellten Wert von z. B. einem Anruf pro Pauseninter vall zu übertragen, und es sollte auf eine Beförderungsrate dieses Wertes für den gesamten angebotenen Verkehr oberhalb jenem begrenzt zu sein. Ein Vorteil eines solchen Algorithmus ist jener, daß es keine unnötige Reduzierung im beförderten Verkehr gibt, und folglich kann der Algorithmus zu jedem Zeitpunkt in Betrieb bleiben.

Fig. 3 zeigt einen Teil eines Kommunikationsvermittlungssystems. Ein Taktimpulsgenerator 10 ist angeordnet, um Impulse bei einer Wiederholungsrate gemäß dem gewählten Pausenintervall bereitzustellen. Diese Impulse werden durch eine Einstellschaltung 11 (die eine voreinstellbare Signalerzeugungseinrichtung der vorliegenden Erfindung darstellt) empfangen, die ihrerseits an einen Akkumulator 12 (der eine erste Akkumuliereinrichtung der vorliegenden Erfindung darstellt) gekoppelt ist. Die Einstellschaltung 11 erhöht den Akkumulator 12 um einen voreinstellbaren Wert m, zu Beginn jedes Pausenintervalls.

Ein ähnlicher Akkumulator 13 (der eine zweite Akkumuliereinrichtung darstellt) ist an eine Aufrufsverarbeitungsschalttechnik 14 des Systems und an einen Komparator 15 (der eine Entscheidungseinrichtung darstellt) gekoppelt, der an beide Akkumulatoren 12 und 13 und an die Anrufsverarbeitungsschalttechnik 14 gekoppelt ist. Ein Anrufsversuch wird zugelassen, vorausgesetzt, daß der Wert des Inhalts des Akkumulators 13 kleiner ist als der Wert des Inhalts des Akkumulators 12. Wenn genügend Anrufsversuche gemacht worden sind, so daß der Inhalt des Akkumulators 13 gleich dem momentanen Wert des Inhalts des Akkumulators 12 wird, dann ändert der Komparator 12 das Signal, das an die Anrufsverarbeitungsschalttechnik 14 geliefert wird, um irgendwelche weiteren Anrufsversuche, die verarbeitet werden, zu sperren (bis zu Beginn des nächsten Intervalls, worauf hin der Akkumulator 12 um m inkrementiert wird, und der Komparator sich wieder zurückändern wird).

Eine Überlastkorrigierschaltung 16 ist an beide Akkumulatoren 12, 13 und an die Einstellschaltung 11 gekoppelt. Die Schaltung 16 erfaßt, wann der Akkumulator 12 die Grenze seiner Kapazität erreicht hat, und subtrahiert von beiden Akkumulatoren 12, 13 den Wert des Inhalts des Akkumulators 13. Zusätzlich oder in alternativer Weise führt die Schaltung 16 diese Subtraktion zum Ende eines jeden Intervalls oder einer Anzahl von Intervallen aus, wodurch der Akkumulator 12 allmählich den Wert unterbenutzter Zuteilung annimmt. Wenn die Menge unterbenutzter Zuteilung die Grenze des Akkumulators 12 erreicht, wird die gespeicherte Anzahl an dem Maximalwert bleiben, d. h. der Akkumulator 12 wird nicht überlaufen und zu Null Inhalt zurückkehren. In einem solchen System bestimmt die Größe des Akkumulators 12 die maximale Anzahl von Anrufsversuchen, die gemacht werden können. Um dieses Maximum zu ändern, können beide Akkumulatoren 12, 13 durch unterschiedlich dimensionierte Akkumulatoren ersetzt werden, oder sie können eine große Kapazität haben und durch Einrichtungen gesteuert werden (nicht gezeigt), um eine Zählgrenze festzulegen.

Fig. 4 zeigt eine Variation von Fig. 3, in der die Akkumulatoren 12 und 13 durch einen Aufwärts-/Abwärtszähler 18 (der eine einzelne Akkumuliereinrichtung darstellt) ersetzt sind, der um m zu Beginn eines jeden Intervalls inkrementiert wird, wie festgelegt durch die Einstelleinrichtung 11, und um eins bei jedem Anrufsversuch, der durch die Anrufsverarbeitungsschalttechnik 14 zugelassen wird, dekrementiert wird. Der Komparator 15 ist angeordnet, um weitere Anrufsversuche zu sperren, während der Inhalt des Zählers 18 Null ist. Wie in dem System von Fig. 3 bestimmt die Größe des Zählers 18 (inhärent oder auferlegt) die maximale Anzahl von Anrufsversuchen, die in einem Intervall gemacht werden können.

Fig. 5 zeigt eine Abänderung von Fig. 4 gemäß einer bevorzugten Ausbildung der vorliegenden Erfindung, in der ein Speicher 19 mit dem Zähler 18 und der Einstellschaltung 11 verbunden ist und angeordnet ist, um den momentanen Wert des Zählers 18 zu Beginn eines jeden Intervalls zu laden. Ein Akkumulator 20 (der eine dritte Akkumuliereinrichtung der vorliegenden Erfindung darstellt) akkumuliert die Anzahl von Anrufsversuchen, die durch das System ausgeführt werden, und ist mit der Einstellschaltung 11 verbunden und angeordnet, um zu Beginn eines jeden Intervalls rückgesetzt zu werden. Der Komparator 15 spricht auf die Inhalte des Speichers 19 und des Akkumulators 20 an und ist angeordnet, um weitere Anrufsversuche nur zu erlauben, während die Zählung in dem Akkumulator 20 kleiner ist als der Wert im Speicher 19. Der Zähler 18 wird inkrementiert und dekrementiert auf die gleiche Weise wie in dem System von Fig. 4.

Fig. 6 zeigt eine alternative Anordnung zu der Abänderung von Fig. 5, in der auch ein zweiter Aufwärts-/Abwärtszähler 18 (der eine weitere einzelne Akkumuliereinrichtung der vorliegenden Erfindung darstellt) an die Anrufsverarbeitungseinrichtung 14 gekoppelt ist, um bei jedem zugelassenen Anrufsversuch um Eins dekrementiert zu werden, und der Komparator 15 spricht auf den Inhalt des Zählers 21 an, der Null wird, um weitere Anrufsversuche durch die Anrufsverarbeitungsschalttechnik 14 zu sperren.

Der Zähler 21 ist an den Zähler 18 gekoppelt, um ein Signal zu empfangen, das für den Wert des Inhalts (Zählung) des Zählers 18 repräsentativ ist; und er ist auch an die Einstelleinrichtung 11 gekoppelt, um ein Signal zu empfangen, das für den Beginn eines Intervalls repräsentativ ist, auf dessen Antwort hin der Zähler 21 den Wert des Zählers 18 bis zu einer Grenze M lädt, was weniger ist als die Grenze N des Zählers 18. Die Einstellschaltung 11 wird den Zähler 18 anweisen, um m zu inkrementieren, bevor der Zähler 21 angewiesen wird, den momentanen Wert des Wählers 18 zu laden.

Es wird darauf hingewiesen, daß die Anrufspausen-Steueranordnung, gezeigt in Fig. 3 bis 6, in einer gespeicherten Programmsteuerungs-(SPC)-Vermittlung ausgeführt sein kann, worin die Funktionen, z. B. Takterzeugung, Zählen, Entscheidung, durch geeignete Software bereitgestellt werden.

Wie oben beschrieben worden ist, weist eine Ausbildung eines Grundalgorithmus auf (Fig. 4): Einrichten von aufeinanderfolgenden gleichen Pausenintervallen mittels eines Taktes oder einer geeigneten Zeitgabevorrichtung; Inkrementieren des Zählers 18 um den Wert m (Eins in dem einfachsten Falle) zum Ende eines jeden Intervalls bis zu einer Grenze von N; Dekrementieren des Zählers um Eins für jeden erlaubten Aurufsversuch, außer wenn der Zähler Null enthält, woraufhin Anrufsversuche verhindert werden. Damit wird irgendeine Unterausnutzung in einem Pausenintervall weiter zu dem nächsten Intervall übertragen usw. Um eine nicht akzeptierbar hohe Anzahl von Anrufen zu verhindern, die in einem Pausenintervall nach einer Anzahl von Intervallen ohne Verkehr angenommen werden, hat der Zähler eine voreingestellte Grenze von N, so daß es unmöglich mehr als N akzeptierte Anrufe in einem Pausenintervall geben kann. Die voreingestellte Grenze von N kann durch die natürliche Zählgrenze des Zählers erreicht werden oder durch irgendeine geeignete Einrichtung zum Begrenzen der Zählkapazität des Zählers.

In einem bevorzugten Algorithmus der Erfindung, die in dem System von Fig. 6 ausgeführt ist, ist es bevorzugt, eine Spitze von N akzeptierten Anrufen in einem Pausenintervall zu vermeiden und dennoch die gleiche mittlere Rate übertragener Anrufe zu erhalten. Damit wird der Zähler 18 mit einer Grenze von N beibehalten, und ein weiterer Zähler 21 mit einer Grenze von M wird bereitgestellt, wobei m < M < N ist. Anstelle eines einzelnen Bündels von N Anrufen gäbe es so z. B. zwei Intervalle von M Anrufen, für M = N/2.

In diesem bevorzugten Algorithmus wird ein Anruf vermieden (geht verloren), wenn der zweite Zähler 21 Null ist, jedoch befördert, wenn er größer als Null ist, in welchem Fall beide Zähler um eins dekrementiert werden.

Zu Beginn eines jeden Pausenintervalls werden die folgenden Zuweisungen gemacht:

Zähler 18 = Zähler 18 + m,

Zähler 18 = Min (Zähler 18, N),

Zähler 21 = Min (Zähler 18, M).

Mit anderen Worten ist der Zähler 18 auf N begrenzt, und der Zähler 21 folgt dem Zähler 18, ist jedoch selbst auf M begrenzt.

Es wird nun eine mathematische Analyse des Grundalgorithmus angegeben werden.

Es sei

m Größe des Zählerinkrements,

N maximale Größe für den Zähler,

R angebotene Anrufsrate pro Intervall,

R' resultierende Anrufsrate pro Intervall,

Cn Wahrscheinlichkeit, daß der Zähler die Anzahl n zu Beginn eines Intervalls (nach Inkrementierung) enthält, Pn Wahrscheinlichkeit von n Anrufseingängen in einem Intervall,

Qn Wahrscheinlichkeit von n oder mehr Anrufseingängen in einem Intervall.

Damit ist

Es ist auch zu bemerken, daß C&sub0; = 0.

Es kann angenommen werden, daß Anrufseingänge einen Poisson-Prozeß mit obiger Rate R bilden.

Dies ergibt

Pn = Rn * e-R / n! [1]

Unter der Annahme, daß sich das System in einem Gleichgewichtszustand befindet, können die folgenden Gleichungen für den Fall m = 1 abgeleitet werden:

Cn = C1 · Pi-n+1 [2a]

für n = 2, 3, ..., N -1,

CN = CN-1 · P&sub0; + (P&sub0; + P&sub1;) * CN [2b]

C&sub1; = Qi · C1 [2c]

und die Normalisierungsgleichung

C1 = Cn [3]

Da [2] ein Satz n linearer Gleichungen in den n Werten von C mit keinen konstanten Ausdrücken ist, gibt es eine redundante Gleichung. Für Programmierzwecke ist es zweckmäßig, die Gleichungen in [2a] wie folgt neu anzuordnen:

Cn = Cn-1 · P&sub0; + P&sub1; · Cn + Ci · Pi-n+1 [4]

oder

Cn-1 + P&sub0; = Cn · (1 - P&sub1;) - Ci · Pi-n+1 [5a]

für n = 2, 3,.. N - 1,

und damit,

CN-1= CN · eR · (1 - P&sub1; - P&sub0;) [5b]

Der obige Satz von Gleichungen ist dreieckförmig und linear in Cn.

Wenn die obigen Gleichungen [5a & b] und [3] für Cn gelöst werden, ist die Beförderungsanrufsrate R' gegeben durch:

R' = (n · Qn - iPi)

Für ein allgemeines m müssen die Gleichungen [2a, 2b & 2c] durch die Gleichungen unten ersetzt werden. Es ist zu bemerken, daß nun Ci = 0 für i < m.

Cn = Ci · Pi-n+m [7a]

Für n = m + 1, ... N - 1

CN = (CN-m+i · Pj) [7b]

Cm = Qi · C1 [7c]

1 = Cn [8]

Der Ausdruck 6 für R' ist unverändert.

Es ist brauchbar, das zeitabhängige Verhalten dieses Algorithmus zu untersuchen. Zum Beispiel, wenn der Zähler eine 1 zu Beginn der ersten Periode enthält, was sind die Zählerzustandswahrscheinlichkeiten nach 100 Zeitintervallen? Weiterhin wäre es von Interesse, die erwartete Anrufsrate über diese Zeitintervalle zu berechnen. Das erste dieser Probleme kann durch Multiplizieren des ursprünglichen Zählerzustandsvektors mit dem passenden Vielfachen der Transitionsmatrix gelöst werden. Das zweite Problem kann durch Einführen eines Korrekturausdrucks für jede Zeitperiode wie unten beschrieben gelöst werden. Zum Zwecke der Klarheit wird angenommen, daß m = 1.

Zusätzlich zu den obigen Definitionen sei

Cn(T) die Wahrscheinlichkeit, daß der Zähler n zur Zeit T enthält,

C (T) der Vektor [C&sub1; (T), C&sub2;(T), ... CM (T)],

Mij die Wahrscheinlichkeit einer Transition von einem Zustand i in einer Zeitperiode zu j in der nächsten,

M die Transitionsmatrix mit Elementen Mil,

A(T) die Wahrscheinlichkeit, daß der Zähler N zur Zeit T-1 enthält und es keinen Anrufseingang in der Zeitperiode T gibt,

R'(T) die mittlere Beförderungsanrufsrate für die ersten T Perioden.

Dann sind

C(T + 1) = C(T) · M, [9a]

C (n) = C (0) · Mn

und

A(T + 1) = CN(T) · Po [9b]

für alle T.

Zum Zwecke der Einfachheit wird im folgenden angenommen, daß C(0) = 1 und C(0) = 0 für alle anderen Werte von i sind. Der Zähler versichert, daß bis zu dem Ende der Zeit T höchstens T Anrufe befördert werden. Wenn dem Zähler erlaubt werden würde, ohne Grenzen zu wachsen, dann wäre der Ausfall an Anrufen, die in jedweder Realisierung befördert werden (d. h. Ausfall = T - beförderte Anrufe) durch ZÄHLER -1 gegeben. Es wird 1 abgezogen, um die Inkrementierung zum Ende der Zeitperiode T zu berücksichtigen.

In dem begrenzenden Falle wäre der erwartete Ausfall gegeben durch:

ERWARTETER AUSFALL = C'n(T) · (n - 1), [10] n = 1

wobei C'n(T) die passende Zählerzustandswahrscheinlichkeit ist.

In dem finiten Falle ist die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls eines einzelnen Anrufs, der in dem Zeitintervall T durch den Zähler unberücksichtigt bleibt, gleich A(T).

Damit ist in dem finiten Falle

ERWARTETER AUSFALL = Cn(T) · (n - 1) + A(t) [11]

Wenn der Zähler bei einem Wert von i (1 < i N) gestartet wird, dann ist der anfängliche Wert von C(0) gegeben durch C(0) = 1 und Cj(0) = 0 für i + j. Gleichung [11] verallgemeinert sich dann zu:

ERWARTETER AUSFALL = Cn(T) · (n - 1) + A(t) [12]

Dann ergibt der folgende Ausdruck die erwartete Anrufsrate,

Es ist eine einfache Sache, dieses für ein allgemeines m durch Berechnen eins komplexeren Korrekturausdrucks A(T) zu erweitern.

Wenn eine Anrufbeschränkung in dem öffentlich vermittelten Telefonnetzwerk (PSTN) eingerichtet wird, wird eine Beschränkung auf einer Leitweg- oder Ziel-NNG (National Numbering Group)-Basis möglich sein. Mit den vorherigen Beschränkungsverfahren wäre dies von zweifelhafter Brauchbarkeit wegen der Gefahr des Blockierens einer signifikanten Anzahl von potentiell erfolgreichen Anrufen.

Die obige Analyse ist verwendet worden, um die Leistungsfähigkeit des Algorithmus zu berechnen, und die Ergebnisse werden nun für die einfachste Version dieses Algorithmus mit m = 1 angegeben. Es kann erwartet werden, daß die Ergebnisse für geeignete Werte von m besser sein werden. Wie in Fig. 2 gesehen werden kann, kommt der Algorithmus sehr nahe an das perfekte Verhalten, das gekennzeichnet werden kann durch:

R' - R für R > 1

und R' - 1 für R = 1 oder R > 1.

Der Algorithmus verhält sich am schlechtesten bei R = 1, wobei R' = 0,965.

Für den Algorithmus nach dem Stand der Technik ist R' = 0,5 bei R = 1.

Außerhalb des Bereiches von R = 0,95 bis 1,05 weicht der vorliegende Algorithmus von dem perfekten Verhalten um weniger als einen Anruf aus Tausend ab.

Die exakte Leistungsfähigkeit des Algorithmus hängt von der maximalen Zählergröße ab. Dies ist gezeigt in Tabelle 1. Die Tabelleneinträge geben die Beförderungsraten R' an.

Tabelle 1

Dies schlägt einen Wert von mindestens 30 für das Zählermaximum vor.

Die Tabellen 2 und 3 zeigen, wie der anfängliche Wert in dem Zähler die Leistungsfähigkeit des Algorithmus kurzfristig beeinflußt. Das Zählermaximum ist bei 32 festgelegt. Die Tabelleneinträge sind die entsprechenden Beförderungsraten.

Tabelle 2
Tabelle 3

Es wird anerkannt werden, daß der oben beschriebene Algorithmus einfach in einem modernen softwaregesteuerten digitalen Vermittlungssystem, wie z. B. System X, zu implementieren sein und die Verarbeitungs-Overheads wenig erhöhen sollte. Die Leistungsfähigkeit des Algorithmus ist fast ideal, wodurch seine Effektivität in der Praxis und seine Einfachheit im Gebrauch gesichert ist. Er kann verwendet werden, um eine Überlast, die sich auf einzelne Nummern konzentriert, ohne die Notwendigkeit einer sorgfältigen Überwachung zu steuern. Seine Leistungsfähigkeit ist tatsächlich gut genug, daß er ständig eingeschaltet bleiben kann.


Anspruch[de]

1. Verfahren zur Steuerung einer konzentrierten Überlastung in einem mit Schaltungen verschalteten Kommunikationsnetzwerk von miteinander verbundenen digitalen Schaltsystemen, wobei sich die konzentrierte Überlastung auf einen speziellen Anruftyp bezieht, und wobei das Verfahren in jedem der Schaltsysteme ausgeführt wird und durch die folgenden Schritte gekennzeichnet ist:

Setzen eines vorbestimmten zulässigen Maßes m von Anrufversuchen des speziellen Anruftyps, die von dem entsprechenden Schaltsystem gemacht werden können, für jedes Zeitintervall einer Folge gleicher Zeitintervalle;

Bestimmen des zulässigen Maßes in jedem Zeitintervall nach Maßgabe jedes nicht benutzten zulässigen Maßes, das aus dem jeweils direkt vorangegangenen Zeitintervall weitergegeben wurde;

Setzen eines vorbestimmten Wertes N für den maximal erlaubten Betrag des bestimmten zulässigen Maßes;

Setzen eines vorbestimmten Wertes M für die maximale Anzahl von Anrufversuchen, die von dem entsprechenden Schaltsystem in jedem Zeitintervall gemacht werden können, wobei M größer als m, aber kleiner als N ist;

Zählen der Anrufversuche des speziellen Anruftyps, die von dem entsprechenden Schaltsystem gemacht wurden, für jedes Zeitintervall; und

Zulassen eines Anrufversuches, wenn die laufende Zahl von Anrufversuchen in dem entsprechenden Zeitintervall weniger als M ist und unbenutztes zulässiges Maß vorhanden ist.

2. Untersystem zur Steuerung einer konzentrierten Überlastung eines Anrufverkehrs, wobei der Anrufverkehr für die Benutzung in mit Schaltungen verschalteten Schaltsystemen eines Kommunikationsnetzwerkes von miteinander verbundenen digitalen Schaltsystemen zur Steuerung von Anrufversuchen eines speziellen Anruftyps, die von einer entsprechenden Anrufverarbeitungseinrichtung der Schaltsysteme gemacht werden können, mit Schaltungen verschaltet ist und das Untersystem gekennzeichnet ist durch:

eine Taktgebereinrichtung (10) für die Bereitstellung von Taktgeberpulsen zur Errichtung einer Folge von gleichen Zeitintervallen;

eine voreinstellbare Signalerzeugungseinrichtung (11), die auf die Taktgeberpulse anspricht und dazu ausgelegt ist, um für jedes Zeitintervall ein voreingestelltes Signal bereitzustellen, das ein vorbestimmtes zulässiges Maß m von Anrufversuchen des speziellen Anruftyps, die im Gebrauch von Schaltsystemen gemacht werden können, darstellt;

eine Bestimmungseinrichtung (12, 13; 18), die auf die voreingestellten Signale anspricht und das zulässige Maß in jedem entsprechenden Zeitintervall nach Maßgabe des unbenutzten zulässigen Maßes vom entsprechend direkt vorangegangenen Zeitintervall bestimmt;

eine Einrichtung (18; nicht gezeigt) zum Einstellen eines vorbestimmten Wertes N für den maximalen Betrag des bestimmten zulässigen Maßes, das erlaubt ist;

eine Einrichtung (19, 20; 21) zum Zählen der Anrufversuche des speziellen Anruftyps, die in jedem Zeitintervall von dem Schaltsystem in Benutzung gemacht werden;

eine Einrichtung (21; nicht gezeigt) zum Einstellen eines vorbestimmten Wertes M für die maximale Anzahl von Anrufversuchen, die in jedem Zeitintervall gemacht wer den können, wobei M größer als m, aber kleiner als N ist; und

eine Einrichtung (15) für die Zulassung eines Anrufversuches durch die Anrufverarbeitungseinrichtung im Gebrauch, wenn die laufende Zahl von Anrufversuchen in dem entsprechenden Zeitintervall kleiner als M ist und es ein unbenutztes zulässiges Maß gibt.

3. Mit Schaltungen verschaltetes Kommunikationsschaltsystem für den Gebrauch in einem Kommunikationsnetzwerk von miteinander verbundenen digitalen mit Schaltungen verschalteten Schaltsystemen, die eine Anrufverarbeitungseinrichtung (14) und ein Untersystem zur Steuerung einer konzentrierten Überlastung im Anrufverkehr für die Steuerung von Anrufversuchen, die von der Anrufverarbeitungseinrichtung gemacht wurden, aufweist, wobei sich die Anrufversuche auf einen speziellen Anruftyp beziehen, und wobei das Untersystem zur Steuerung der konzentrierten Überlastung gekennzeichnet ist durch:

eine Taktgebereinrichtung (10) für die Bereitstellung von Taktgeberpulsen zur Errichtung einer Folge von gleichen Zeitintervallen;

eine voreinstellbare Signalerzeugungseinrichtung (11), die auf die Taktgeberpulse anspricht und dazu ausgelegt ist, um für jedes Zeitintervall ein voreingestelltes Signal bereitzustellen, das ein vorbestimmtes zulässiges Maß m von Anrufversuchen des speziellen Anruftyps, die im Gebrauch vom Schaltsystem gemacht werden können, darstellt;

eine Bestimmungseinrichtung (12, 13; 18), die auf die voreingestellten Signale anspricht und das zulässige Maß in jedem entsprechenden Zeitintervall nach Maßgabe jedes unbenutzten zulässigen Maßes vom entsprechend direkt vorangegangenen Zeitintervall bestimmt;

eine Einrichtung (18; nicht gezeigt) zum Einstellen eines vorbestimmten Wertes N für den maximalen Betrag des bestimmten zulässigen Maßes, das erlaubt ist;

eine Einrichtung (19, 20; 21) zum Zählen der Anrufversuche des speziellen Anruftyps, die von dem Schaltsystem in Benutzung gemacht wurden, für jedes Zeitintervall;

eine Einrichtung (21; nicht gezeigt) zum Einstellen eines vorbestimmten Wertes M für die maximale Anzahl von Anrufversuchen, die in jedem Zeitintervall gemacht werden können, wobei M größer als m, aber kleiner als N ist; und

eine Einrichtung (15) für die Zulassung eines Anrufversuches durch die Anrufverarbeitungseinrichtung in Gebrauch, wenn die laufende Zahl von Anrufversuchen in dem entsprechenden Zeitintervall kleiner als M ist und es ein unbenutztes zulässiges Maß gibt.







IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com