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Dokumentenidentifikation DE69321283T2 12.05.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0570116
Titel Datenspeicher und Zugriffseinrichtung
Anmelder Nokia Mobile Phones Ltd., Salo, FI
Erfinder Grimmett, Alan, Guildford, Surrey GU4 7LG, GB
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Aktenzeichen 69321283
Vertragsstaaten DE, FR, GB, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 20.04.1993
EP-Aktenzeichen 933030686
EP-Offenlegungsdatum 18.11.1993
EP date of grant 30.09.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.05.1999
IPC-Hauptklasse H04M 1/274
IPC-Nebenklasse G06F 15/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Datenspeichervorrichtung mit einem Speicher und einer Benutzerschnittstelle mit einer Anzeige und einer Tastatur mit einer Anzahl von Tasten, die zur Eingabe von Daten in den Speicher und zum Abrufen von Daten aus diesem betätigt werden können.

Ein Mobiltelefon ist ein Beispiel einer Datenspeichervorrichtung, die allgemein für nur eine begrenzte Anzahl von Tasten konzipiert ist. Jedoch sind Mobiltelefone im allgemeinen mit einem Telefonnummernindex mit einem Speicher versehen, in dem der Benutzer häufig verwendete Telefonnummern zusammen mit einer jeweiligen alphanumerischen Bezeichnung (als Textdaten-"Etikett" bezeichnet), wie z. B. dem Namen des Teilnehmers, speichern kann. Die Benutzerstelle muss daher dazu in der Lage sein, dass nicht nur numerische sondern auch Buchstabenzeichen eingegeben werden können.

Um die Anzahl der erforderlichen Tasten zu minimieren, ist es allgemein üblich, dass zumindest einige der Zahlentasten, wie sie normalerweise für den Wählvorgang verwendet werden, auch andere Zeichen tragen, insbesondere Buchstaben, die ihnen zugeordnet sind. Zum Beispiel können neun der Zahlentasten (z. B. die Tasten 1-9) jeweils drei andere Zeichen tragen, die ihnen zugeordnet sind. So sind nur neun Zeichen dazu erforderlich, die 26 Buchstaben des englischen Alphabets zu repräsentieren, sowie ein weiteres Zeichen, geeigneterweise das Leerzeichen, was insgesamt 27 Zeichen ausmacht, die zusätzlich zu den neun Ziffernzeichen vorhanden sind.

In einem Zifferndaten-Eingabemodus wird jede der Zifferntasten nur einmal betätigt, um die jeweiligen einzelnen Ziffern einer einzuspeichernden Telefonnummer einzugeben. Wenn die Telefonnummer vollständig eingegeben ist, wird ein Alphabetdaten-Speichermodus gestartet, in dem die drei einer speziellen Taste zugeordneten Buchstaben dadurch ausgewählt werden können, dass die Taste entweder einmal, zweimal oder dreimal betätigt wird.

Auf ähnliche Weise werden in einem Datensuchmodus die einzelnen Buchstaben eines Namens oder eines zu suchenden Etiketts durch einmaliges, zweimaliges oder dreimaliges Betätigen der relevanten Tasten, wie dies jeweils angemessen ist, eingegeben. Wenn sich zwischen einem im Speicher abgespeicherten Namen und der eingegebenen Zeichenfolge Übereinstimmung zeigt, wird der vollständige Name entweder gleichzeitig oder abwechselnd mit der ebenfalls im Speicher abgespeicherten zugehörigen Telefonnummer angezeigt.

Ein Nachteil dieser bekannten Anordnung ist es, dass viele Tastenbetätigungen dazu erforderlich sind, Daten aus dem Speicher abzurufen, was für den Benutzer zeitaufwendig und störend sein kann. Genauer gesagt, sind bis zu drei Tastenbetätigungen erforderlich, um ein einzelnes Zeichen einzugeben.

Die Dokumente GB 2 195 867 und EP 0 457 077 offenbaren eine Anordnung, bei der ein einzelnes Zeichen eines Namens oder eines zu suchenden Etiketts in einem Daten-Editier/Such-Modus durch einmaliges Betätigen der relevanten Taste eingegeben wird. Jedoch greifen die Systeme auf alle Datenbankeinträge zu und halten diese aufrecht, die in den Bereich der Möglichkeiten fallen, den der Benutzer abzurufen wünscht. Demgemäß sind die Systeme langsam und ineffizient. Auch muss der Benutzer im allgemeinen die Möglichkeiten durchlaufen lassen, um den erforderlichen Eintrag aufzufinden, was den Editier/Such-Ablauf weiter verlangsamt.

Gemäß der Erfindung ist eine Datenspeichervorrichtung mit folgendem geschaffen:

- einer Speichereinrichtung zum Speichern mehrerer Einzeldaten in codierter Form, von denen jeder Datenwert einen oder mehrere ausgewählte Zeichen umfasst;

- einer Benutzerschnittstelle mit einer Anzeige und einer Tastatur mit mehreren Tasten, von denen jede zwei oder mehr Zeichen und eine zugehörige Ziffer trägt; und

- einer Einrichtung zum Einspeichern jedes in codierter Form in der Speichereinrichtung gespeicherten Einzeldatenwerts als numerische Version, wobei Zeichen des Einzeldatenwerts als Ziffer gespeichert werden, die der jeweiligen Taste zugeordnet ist;

- wobei in einem Dateneingabemodus ein erstes, einer Taste zugeordnetes Zeichen dadurch ausgewählt wird, dass die entsprechende Taste einmal betätigt wird, und ein zweites, einer Taste zugeordnetes Zeichen dadurch ausgewählt wird, dass die entsprechende Taste zweimal betätigt wird;

- und in einem Datensuchmodus ein Einzeldatenwert dadurch herausgesucht wird, dass für jedes zu suchende Zeichen die jeweilige Taste, der das gewünschte Zeichen zugeordnet ist, nur einmal betätigt wird und die den jeweiligen Tasten zugeordneten Ziffern hinsichtlich einer Übereinstimmung mit der numerischen Version der gespeicherten Einzeldaten geprüft werden;

- wobei die Datenspeichervorrichtung so ausgebildet ist, dass sie auf der Anzeige den im Datensuchmodus herausgesuchten Einzeldatenwert anzeigt.

Ferner betrifft die Erfindung auch ein Telefon mit der vorstehend beschriebenen Datenspeichervorrichtung.

Die erfindungsgemäße Datenspeichervorrichtung hat den Vorteil einer Verringerung der Anzahl von Tastenbetätigungen im Datensuchmodus, da die einzelnen Zeichen eines zu suchenden Einzeldatenwerts durch nur einmaliges Betätigen der jeweiligen Tasten eingegeben werden. Demgemäß kann der Benutzer in der Speichereinrichtung abgespeicherte Einzeldaten wirkungsvoller suchen und finden. Darüber hinaus ermöglicht das Anbringen einer Einrichtung zum Speichern einer numerischen Version eines Einzeldatenwerts eine schnellere und wirkungsvollere Suche im Datensuchmodus.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann ein einer Taste zugeordnetes drittes Zeichen dadurch ausgewählt werden, dass die jeweilige Taste im ersten Dateneingabemodus dreimal betätigt wird. Im Datensuchmodus wird eine Taste nur einmal betätigt, um nach einem beliebigen der dieser Taste zugeordneten drei Zeichen zu suchen.

Geeigneterweise sind das erste, zweite und dritte Zeichen verschiedene Buchstaben.

Bei der bevorzugten Ausführungsform ist auch jeder der Mehrzeichentasten ein Ziffernzeichen zugeordnet. In einem weiteren Dateneingabemodus wird das einer Taste zugeordnete Ziffernzeichen durch nur einmaliges Betätigen der jeweiligen Taste ausgewählt. So können nur neun Tasten dazu verwendet werden, neun Ziffernzeichen (z. B. 1-9) und 27 andere Zeichen, z. B. 26 Buchstaben und ein ASCII-Zeichen wie eine Leerstelle zu repräsentieren. Demgemäß kann in einem Dateneingabemodus eines der 27 Buchstaben- oder ASCII-Zeichen durch einmaliges, zweimaliges oder dreimaliges Betätigen, wie jeweils erforderlich, ausgewählt werden, und im weiteren Dateneingabemodus kann eines der neun Ziffernzeichen durch einmaliges Betätigen der relevanten Taste ausgewählt werden. Diese Anordnung ist insbesondere in Zusammenhang mit einem Telefon geeignet, da die normalerweise zum Wählen verwendeten Zifferntasten auch dazu verwendet werden können, alle Zeichen des englischen Alphabets zu repräsentieren, ohne dass zusätzliche Tasten erforderlich sind.

Bei einer zusätzlichen Ausführungsform kann eine Einrichtung vorhanden sein, die dazu dient, jeden einzelnen Datenwert in eine numerische Version umzusetzen, wobei die den einzelnen Datenwert aufbauenden Alphabetzeichen entsprechend den den jeweiligen Tasten zugeordneten Zeichen in jeweilige Ziffernzeichen umgesetzt werden. Die numerische Version jedes einzelnen Datenwerts wird in die Speichereinrichtung eingespeichert, um eine schnellere und wirkungsvollere Suche im Datensuchmodus zu erleichtern, wie dies unten detaillierter erörtert ist.

Nun wird eine Ausführungsform der Erfindung beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben.

Fig. 1 ist ein Funktionsblockdiagramm eines Mobiltelefons gemäß der Erfindung;

Fig. 2 ist eine Draufsicht auf einen Handapparat des Mobiltelefons von Fig. 1 und

Fig. 3 ist ein schematisches Diagramm zum Veranschaulichen des Einspeicherns von Einzeldaten im Mobiltelefon von Fig. 1.

Der in Fig. 1 dargestellte Telefonapparat ist ein Kleinzonen-Mobiltelefon mit einem Sendeempfänger 1 und allen anderen Merkmalen, wie sie sich herkömmlicherweise bei einem Kleinzonentelefon finden. Der Sendeempfänger ist innerhalb eines Gehäuses 2 vorhanden, und er ist mit einer Außenantenne 3 verbunden. Auf herkömmliche Weise wird ein im Gehäuse 2 des Sendeempfängers enthaltener Mikroprozessor 4 dazu verwendet, alle Grundfunktionen des Telefons zu steuern. Inner halb des Gehäuses 2 ist auch ein Festwertspeicher (ROM) 5 enthalten, in dem die Betriebssoftware für das Telefon gespeichert ist und der mit dem Mikroprozessor 4 verbunden ist; und es ist ein Direktzugriffsspeicher (RAM) 6 enthalten, der ebenfalls mit dem Mikroprozessor 4 verbunden ist. Dieser RAM 6 wird zur Zwischenspeicherung von Daten im Betrieb des Telefons verwendet, wie dies unten detaillierter beschrieben ist.

Mit dem Sendeempfänger ist auf bekannte Weise ein Handapparat 7 über eine in herkömmlicherweise gewendelte Schnur verbunden. Zusätzlich zu einem Mikrophon (Mikrophonbecher) und einem Lautsprecher (Hörmuschel) umfasst der Handapparat eine Nutzerschnittstelle mit einer visuellen Anzeige 8 und einer Tastatur 9, die mit einem örtlich im Handapparat enthaltenen Mikroprozessor 10 verbunden sind. Die Benutzerschnittstelle des Handapparats 7 ist in Fig. 2 detaillierter dargestellt. Die visuelle Anzeige umfasst z. B. ein Flüssigkristalldisplay 8 mit zwei Zeilen von acht Zeichen. Es können auch zusätzliche, durch LEDs beleuchteten Hinweiseinrichtungen wie "ROAM (Suche nach einem Versorgungsgebiet)", "CALL (Anruf)", "SIG" vorhanden sein. Die Tastatur 9 umfasst zwei Tasten Hauptsätze, nämlich alphanumerische Tasten 9a, denen alphanumerische Daten, insbesondere zum Wählen von Telefonnummern, jedoch auch zum Eingeben alphanumerischer Daten in den Telefonnummernspeicher, wie unten detaillierter erörtert, zugeordnet sind; und einen Satz von Funktionstasten 9b zum Ermöglichen verschiedener vorbestimmter Funktionen oder Operationen. Die Tasten 9a sind in vier Zeilen a jeweils drei Tasten angeordnet. Wie es für das Zifferntastenlayout eines Telefons üblich ist, umfasst die obere Zeile Tasten für die Ziffern 1, 2 und 3, die zweite Zeile darunter für die Ziffern 4, 5 und 6, die nächste Zeile darunter für die Ziffern 7, 8 und 9 und die untere Zeile für *, 0 und #. Den Tasten 9a ist auch Alphabetinformation wie folgt zugeordnet.

Der Taste für die Ziffer 2 sind die Buchstaben A, B, C zugeordnet;

Der Taste für die Ziffer 3 sind die Buchstaben D, E, F zugeordnet;

Der Taste für die Ziffer 4 sind die Buchstaben G, H, I zugeordnet;

Der Taste für die Ziffer 5 sind die Buchstaben J, K, L zugeordnet;

Der Taste für die Ziffer 6 sind die Buchstaben M, N, O zugeordnet;

Der Taste für die Ziffer 7 sind die Buchstaben P, R, S zugeordnet;

Der Taste für die Ziffer 8 sind die Buchstaben T, U, V zugeordnet;

Der Taste für die Ziffer 9 sind die Buchstaben W, X, Y zugeordnet;

Der Taste für die Ziffer 1 sind die Buchstaben Q und Z sowie das ASCII-Zeichen für "Leerstelle" zugeordnet.

Nachfolgend wird die Art erörtert, gemäß der die verschiedenen Zeichen in verschiedenen Dateneingabe- und Suchmodi ausgewählt werden.

Wie es bei Kleinzonentelefonen üblich ist, gehören zu den Funktionstasten 9b eine Taste "SEND (Senden)" und "END (Ende)" zum Auslösen bzw. Beenden eines Telefonanrufs. Eine andere der Tasten 9b ist eine "ON/OFF(Ein/Aus)"-Taste zum Ein- und Ausschalten des Telefons. Eine andere der Funktionstasten kann eine Menü- oder Funktionstaste sein, die z. B. mit "MU" markiert ist. Ein Betätigen dieser Tasten ermöglicht es, eine Anzahl voreingestellter Menüs, deren zugehörige Anweisungen im Speicher abgespeichert sind, anzusehen und selektiv zu aktivieren. Die verschiedenen Menüs werden dadurch ausgewählt, dass geeignete alphanumerische Tasten nach dem Betätigen der Taste "MU" betätigt werden. Das relevante Menü wird dem Benutzer in Worten oder Abkürzungen auf der Anzeige 9 angezeigt. Zum Beispiel kann der Benutzer dazu in der Lage sein, durch geeignete Menüauswähl einen Suchmodus für alphanumerische Zeichen (unten erörtert) auszuwählen.

Es wird erneut auf Fig. 1 Bezug genommen, gemäß der ein EEPROM 11 - der ebenfalls mit dem Mikroprozessor 10 des Handapparats verbunden ist - dazu verwendet wird, sowohl Daten NAM (z. B. die Telefonnummer, die System-ID, eine elektronische Seriennummer) sowie abgekürzte Wählinformation (d. h. ein Telefonnummernspeicher) zu speichern, wie dies unten detaillierter beschrieben wird. Wenn der Handapparat 7 mit dem Gehäuse 2 des Sendeempfängers verbunden ist, kann der Mikroprozessor 10 des Handapparats über eine serielle Datenverbindung mit dem Hauptprozessor 4 im Gehäuse 2 kommunizieren. Der Mikroprozessor 4 überwacht dauernd das Vorhandensein eines angeschlossenen Handapparats. Wenn einmal klargestellt ist, dass ein Handapparat angeschlossen ist, fordert der Mikroprozessor 4 den Handapparat dazu auf, die Daten NAM aus EEPROM 11 herunterzuladen und diese Daten NAM werden dann in den RAM 6 übertragen. So verwendet, während der Handapparat 7 angeschlossen ist, der Sendeempfänger die Identität (Telefonnummer, elektronische Seriennummer) des Handapparats gemäß unserem europäischen Patent 0,406,985. Dies hat den Vorteil, dass derselbe Sendeempfänger zu verschiedenen Zeitpunkten durch eine beliebige Anzahl von Teilnehmern verwendet werden kann, deren eigene Handapparate mit eindeutigen Daten NAM programmiert sind. Jeder Teilnehmer kann seine eigenen Anrufe empfangen und die Gebühren für die Benutzung des Systems können vom Konto des entsprechenden Teilnehmers abgehoben werden.

Wie oben angegeben, enthält der EEPROM 11 auch einen Tele fonnummernspeicher oder einen Speicher für abgekürztes Wählen (ADM = abbreviated dialing memory). Nun wird die Organisation des ADM unter Bezugnahme auf Fig. 3 beschrieben. Der Telefonnummernspeicher umfasst typischerweise 100 Datensätze, die jeweils aus einem acht Bytes langen Ziffernfeld 8 zum Einspeichern einer Telefonnummer sowie einem Textfeld, das geeigneterweise ebenfalls acht Bytes lang ist, besteht. Die Datensätze werden an Orten 00, 01, ..., 99 gespeichert. Der Fachmann erkennt, dass bis zu 16 Dezimalziffern und bis zu acht alphanumerische Zeichen in einem 8-Byte-Feld gespeichert werden können. Die Telefonnummern werden in Rechtsausrichtung im "Ziffern"feld (1 bis 8) gespeichert und nach links mit "F" (hexadezimal) aufgefüllt. Im Fall eines freien oder gelöschten Teilnehmernummer-Datensatzes ist das Ziffernfeld mit Werten F (hexadezimal) aufgefüllt. Der Test ist in Linksausrichtung im Textfeld (Bytes 9 bis 16) gespeichert und nach rechts mit Leerstellen, ASCII-Code "20" (hexadezimal) aufgefüllt. Im Fall eines freien oder gelöschten Datensatzes ist das Textfeld (Bytes 9 bis 16) mit Leerstellen gemäß dem ASCII-Code "20" (hexadezimal) aufgefüllt.

Um eine Telefonnummer einzugeben, werden die jeweiligen Tasten 9a am Handapparat der Reihe nach einmal betätigt, und die ausgewählten Ziffern werden auf der visuellen Anzeige 8 angezeigt. Wenn es der Benutzer wünscht, einen Anruf zur ausgewählten Nummer auszulösen, betätigt er einfach die Taste "SEND" 9b auf herkömmliche Weise. Wenn es dagegen erwünscht ist, die ausgewählte Nummer in den ADM einzuspeichern, betätigt der Benutzer die Speichertaste (STO) 9b. Dann zeigt die Anzeige 8 den ersten freien Ort im Telefonnummerspeicher, z. B. "MEM 10", was den Ort 10 anzeigt. Wenn der Benutzer erneut die Taste "STO" 9b betätigt, wird die Ziffer am Ort 10 eingespeichert. Wenn der Benutzer dagegen wünscht, die Nummer an einem speziellen Ort einzuspeichern, betätigt er als erstes die relevanten Zifferntasten 9a. So würde z. B. durch ein Betätigen der Taste "1" gefolgt von der Taste "5", gefolgt von der Taste "STO" die Nummer am Ort 15 eingespeichert werden. Vorzugsweise wird auf der Anzeige eine Meldung angezeigt, bevor die Taste "STO" zum zweiten mal betätigt wird, die anzeigt, ob der gewählte Ort frei ist, um ein Überschreiben von Daten zu vermeiden, die zuvor am gewählten Ort eingespeichert wurden.

Wenn die Taste "STO" das zweite Mal betätigt wurde, ist automatisch der Alphabetdaten-Eingabemodus aktiviert und die Hinweiseinrichtung 8a "ALPHA" leuchtet auf der Anzeige 8.

In diesem Stadium werden Buchstaben statt Ziffernzeichen eingegeben, wenn die Tasten 9a betätigt werden. Für jede Taste zeigt eine Tastenbetätigung den ersten Buchstaben an, zwei Tastenbetätigungen zeigen den zweiten Buchstaben an, und drei Tastenbetätigungen zeigen den dritten Buchstaben an. So ist z. B. zum Eingeben des Namens "ROY" wie folgt vorzugehen.

Für die Eingabe des Buchstabens R an der ersten (links-ausgerichteten) Stelle:

- Betätigen von "7" - P wird angezeigt

- Betätigen von "7" - R wird angezeigt

- Betätigen von "STO" - R wird angezeigt und der Kursor läuft an die zweite Stelle.

Zum Eingeben des Buchstabens O:

- Betätigen von "6" - RM wird angezeigt

- Betätigen von "6" - RN wird angezeigt

- Betätigen von "6" - RO wird angezeigt

- Betätigen von "STO" - RO wird an der zweiten Stelle angezeigt, und der Kursor läuft zur dritten Stelle.

Zum Eingeben des Buchstabens Y:

- Betätigen von "9" - ROX wird angezeigt

- Betätigen von "9" - ROY wird angezeigt

- Betätigen von "STO" - Y wird an der dritten Stelle eingegeben, und der Kursor läuft zur vierten Stelle.

Durch erneutes Betätigen von "STO" wird der Name "ROY" am Ort eingespeichert, der der im vorigen Schritt eingegebenen Telefonnummer zugeordnet ist. Der Alphabetdaten-Eingabemodus wird automatisch beendet, und entsprechend wird die Anzeigeeinrichtung 8a "ALPHA" gelöscht.

Wenn der Handapparat 7 mit dem Gehäuse 2 des Sendeempfängers verbunden ist, fordert der Mikroprozessor 4 den Handapparat auch dazu auf, Daten aus dem Telefonnummernspeicher, d. h. den Abschnitt ADM des EEPROM 11, herunterzuladen. Jedoch werden nur die Textfeld(Buchstaben)daten heruntergeladen, jedoch werden diese wie folgt umgesetzt und als numerische Version im RAM 6 gespeichert. Jedes Textfeld wird als "Versatz" vom Wert x an einem korrelierten Ort im RAM 6, wie in Fig. 3 dargestellt, gespeichert. Demgemäß werden Daten am Ort y im ADM 11 am Ort x + y im RAM 6 gespeichert. Jedes Alphabetzeichen wird vom Mikroprozessor 4 gemäß der Entsprechung der den jeweiligen Tasten zugeordneten Zeichen in ein Ziffernzeichen umgesetzt. So werden die Zeichen A, B, C in 2 umgesetzt; D, E, F werden in 3 umgesetzt, usw. Wie es in Fig. 3 dargestellt ist, wird der im Textfeld am ADM-Ort 00 gespeicherte Name ANNE in 2663 umgesetzt und am RAM-Ort x gespeichert. Auf ähnliche Weise wird der im Textfeld im ADM- Ort 01 gespeicherte Name BRIAN in 27426 umgesetzt und am RAM-Ort x + 1 gespeichert. Andere Beispiele sind in Fig. 3 für die ersten zehn Orte dargestellt.

Um im Telefonnummern-Speicherabschnitt des EEPROM 11 gespeicherte Daten wieder aufzurufen, kann durch Menüauswahl unter Verwendung der Taste "MU" 9b ein Alphabetdaten-Suchmodus ausgelöst werden. So kann z. B. dadurch auf den Alphabetdaten-Suchmodus zugegriffen werden, dass die Taste "MU" 9b gefolgt von den Tasten "0" und "5" 9a betätigt wird (wobei angenommen ist, dass diese Funktion am Menüort 05 aufgelistet ist). Auf der Anzeige 8 wird die Meldung "ALPHA-SUCHE" angezeigt. Ein erneutes Betätigen der Taste "MU" startet den ALPHA-Suchmodus. Gemäß der Erfindung werden die einzelnen Zeichen des zu suchenden Einzeldatenwerts dadurch eingegeben, dass für jedes Zeichen die jeweiligen Tasten, denen das gewünschte Zeichen zugeordnet ist, nur einmal betätigt werden. Wenn der Benutzer z. B. den Namen "HARRY" sucht, betätigt er als erstes die dem Buchstaben H zugeordnete Taste "4" (siehe Fig. 2). Die im RAM 6 gespeicherten Daten werden durchsucht, bis ein erstes Einzeldatenwert aufgefunden ist, der 4 an der ersten Stelle hat. Unter Bezugnahme auf Fig. 3 ist erkennbar, dass sich der erste "entsprechende" Einzeldatenwert am Ort x + 6 befindet, nämlich 436743, was dem Einzeldatenwert GEORGE am Ort 06 im ADM 11 entspricht. Dieser Name und die Telefonnummer, wie sie am ADM-Ort 06 gespeichert ist, werden dann auf der Anzeige 8 dargestellt. Der Name und die Nummer können gleichzeitig angezeigt werden, wenn das Anzeigevermögen der Anzeige dies erlaubt, oder sie können aufeinanderfolgend angezeigt werden. Da der angezeigte Einzeldatenwert nicht der gesuchte Einzelwert ist, fährt der Benutzer damit fort, die dem Buchstaben A zugeordnete Taste "2" zu betätigen. Die im RAM 6 gespeicherten Daten werden durchsucht, bis ein erster Einzeldatenwert mit den Ziffern 42 an den ersten zwei Stellen aufgefunden ist. Aus Fig. 3 ist erkennbar, dass sich der erste passende Einzeldatenwert am Ort x + 7 befindet, nämlich 425, was dem Einzeldatenwert HAL am Ort 07 im ADM 11 entspricht. Auf der Anzeige 8 des Handapparats werden der Name HAL und die am ADM-Ort 07 gespeicherte zugehörige Telefonnummer angezeigt. Erneut ist dies nicht der gesuchte Einzelwert, so dass die den Buchstaben R repräsentierende Taste "7" betätigt wird. Die im RAM 6 gespeicherten Daten werden erneut durchsucht, und es wird ein einziger Einzeldatenwert aufgefunden, der die Ziffern 427 an den ersten drei Stellen hat. Aus Fig. 7 ist erkennbar, dass sich der einzige passende Einzeldatenwert am Ort x + 8 befindet, d. h. 42779, was mit dem Einzeldaten HARRY am Ort 08 im ADM 11 korreliert. Der Name HARRY und die am ADM-Ort gespeicherte zugehörige Telefonnummer werden auf der Anzeige 8 des Handapparats angezeigt. So wurde die Suche mit nur drei Tastenbetätigungen abgeschlossen. Der Benutzer kann nun dadurch damit fortfahren, die angezeigte Nummer zu wählen, indem er einfach die Taste "SEND" 9b betätigt.

Die Anmelderin hat herausgefunden, dass in der Praxis die meisten Dateneinträge in einem Telefonnummernspeicher mit 100 Orten durch nur zwei oder drei Tastenbetätigungen abgerufen werden können. Unter Bezugnahme auf das in Fig. 3 dargestellte Beispiel ist erkennbar, dass ANNE nach einer einzelnen Tastenbetätigung aufgefunden wird, BRIAN nach zwei Tastenbetätigungen, CAROL nach zwei Tastenbetätigungen, DAVE nach einer Tastenbetätigung, EVA nach zwei Tastenbetätigungen, FRED nach zwei Tastenbetätigungen, HAL nach zwei Tastenbetätigungen, HARRY nach drei Tastenbetätigungen und HOME nach zwei Tastenbetätigungen. Bei diesem Beispiel ist die Maximalanzahl von Tastenbetätigungen zum Suchen und Auffinden eines speziellen Einzeldatenwerts nur drei.

Es wird hier darauf hingewiesen, dass die Umsetzung und Einspeicherung von Einzeldatenwert-Textfeldern in numerischem Format den Vorteil hat, dass nicht nur der Vergleich schneller erfolgen kann, sondern dass auch weniger Speicherumfang erforderlich ist, da eine Ziffernstelle in einem halben Byte gespeichert werden kann, während ein ganzes Byte dazu erforderlich, ein Buchstaben- oder ASCII-Zeichen zu speichern. Demgemäß sind bei diesem Beispiel nur 400 Bytes Speicher dazu erforderlich, die Daten aus dem Telefonnummernspeicher als numerische Version im RAM 6 zu speichern.

Aus der vorstehenden Beschreibung ist es dem Fachmann ersichtlich, dass innerhalb des Schutzumfangs der beigefügten Ansprüche verschiedene Modifizierungen erfolgen können. Zum Beispiel kann die Ausbildung dergestalt sein, dass im Alphasuchmodus alle möglichen "passenden" Einzeldaten, wie sei bei jeder Tastenbetätigung aufgefunden wurden, automatisch aufeinanderfolgend, z. B. mit Intervallen von einer Sekunden, angezeigt werden. Ferner kann, um den Suchwirkungsgrad zu verbessern, wenn eine jeweilige Taste im Datensuchmodus betätigt wird, jeder ADM-Ort, der die Übereinstimmungsbedingung nicht erfüllt, mit einem Flag "SCHLECHT" versehen werden, und die mit Flag versehenen Orte werden dann während des Rests der aktuellen Suchabfolge ignoriert.

Abschließend wird darauf hingewiesen, dass die Erfindung bei anderen Arten von Telefonen verwendet werden kann, z. B. bei tragbaren Funktelefonen oder herkömmlichen Schnurtelefonen mit einer alphabetischen Speichereinrichtung, oder tatsächlich bei jeder anderen Datenspeichervorrichtung mit Tasten für mehrere Zeichen.

Die vorliegende Offenbarung enthält neuartige Merkmale oder eine Kombination von Merkmalen, die hier explizit oder implizit offenbart wurden, oder jede beliebige Verallgemeinerung derselben, unabhängig davon, ob ein Zusammenhang mit der beanspruchten Erfindung besteht oder nicht oder eines oder alle Probleme gelöst werden, die die Erfindung anspricht. Die Anmelderin weist hiermit daraufhin, dass während des Verfahrensablaufs der vorliegenden Anmeldung oder während jeder weiteren, daraus abgeleiteten Anmeldung neue Ansprüche zu solchen Merkmalen formuliert werden können.


Anspruch[de]

1. Datenspeichervorrichtung mit

- einer Speichereinrichtung (11) zum Speichern mehrerer Einzeldaten in codierter Form, von denen jeder Datenwert einen oder mehrere ausgewählte Zeichen umfasst;

- einer Benutzerschnittstelle mit einer Anzeige (8) und einer Tastatur (9) mit mehreren Tasten (9a), von denen jede zwei oder mehr Zeichen und eine zugehörige Ziffer trägt; und

- einer Einrichtung (6) zum Einspeichern jedes in codierter Form in der Speichereinrichtung (11) gespeicherten Einzeldatenwerts als numerische Version, wobei Zeichen des Einzeldatenwerts als Ziffer gespeichert werden, die der jeweiligen Taste zugeordnet ist;

- wobei in einem Dateneingabemodus ein erstes, einer Taste zugeordnetes Zeichen dadurch ausgewählt wird, dass die entsprechende Taste einmal betätigt wird, und ein zweites, einer Taste zugeordnetes Zeichen dadurch ausgewählt wird, dass die entsprechende Taste zweimal betätigt wird;

- und in einem Datensuchmodus ein Einzeldatenwert dadurch herausgesucht wird, dass für jedes zu suchende Zeichen die jeweilige Taste, der das gewünschte Zeichen zugeordnet ist, nur einmal betätigt wird und die den jeweiligen Tasten zugeordneten Ziffern hinsichtlich einer Übereinstimmung mit der numerischen Version der gespeicherten Einzeldaten geprüft werden;

- wobei die Datenspeichervorrichtung so ausgebildet ist, dass sie auf der Anzeige (8) den im Datensuchmodus herausgesuchten Einzeldatenwert anzeigt.

2. Datenspeichervorrichtung nach Anspruch 1, bei der das erste und zweite Zeichen Buchstabenzeichen sind.

3. Datenspeichervorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, bei der im einen Dateneingabemodus ein drittes, einer Taste zugeordnetes Zeichen dadurch ausgewählt wird, dass die entsprechende Taste dreimal betätigt wird.

4. Datenspeichervorrichtung nach Anspruch 3, bei der das dritte Zeichen ein Buchstabenzeichen ist.

5. Datenspeichervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei der in einem weiteren Dateneingabemodus die einer Taste zugeordnete Ziffer durch einmaliges Betätigen der entsprechenden Taste ausgewählt wird.

6. Telefon mit einer Datenspeichervorrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche.

7. Telefon nach Anspruch 6, das ein tragbares Funktelefon ist.

8. Telefon nach Anspruch 6 oder 7, mit einem Sendeempfängergehäuse (2) und einem Handapparat (7), wobei das Sendeempfängergehäuse (2) die Einspeicherungseinrichtung (6) beherbergt und der Handapparat (7) die Speichereinrichtung (11) und die Benutzerschnittstelle aufweist.







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