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Dokumentenidentifikation DE19750792A1 20.05.1999
Titel Einrichtung zum Aussortieren nicht umlauffähiger Münzen
Anmelder CG Cash-Automation GmbH, 15827 Dahlewitz, DE
Erfinder Schulz, Klaus-Dieter, 12161 Berlin, DE;
Radmer, Andreas, 14109 Berlin, DE
Vertreter Böning, M., Prof. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 14050 Berlin
DE-Anmeldedatum 07.11.1997
DE-Aktenzeichen 19750792
Offenlegungstag 20.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.05.1999
IPC-Hauptklasse G07D 3/16
IPC-Nebenklasse G07D 3/00   
Zusammenfassung Bei einer Einrichtung zum Aussortieren nicht umlauffähiger Münzen aus einer vorgegebenen Soll-Münzmenge werden aussortierte Münzen automatisch durch in einem Reservebehälter (39) untergebrachte einwandfreie Münzen ersetzt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Aussortieren nicht umlauffähiger Münzen aus einer vorgegebenen Münzmenge, bei der die nicht umlauffähigen Münzen über mindestens eine Sortierweiche mindestens einer Münzzählmaschine zu mindestens einem Ausgabeschacht geführt und gezählt werden.

Bei einer bekannten Einrichtung der vorstehenden Art erfolgt eine Überprüfung von Münzen in verschiedenen Stufen, um Fremdmünzen, Falschmünzen, Münzen einer abweichenden Münzsorte und verschmutzte oder beschädigte Münzen auszusondern. Die ordnungsgemäßen Münzen werden in einen Behälter überführt und dabei gleichzeitig gezählt. Im Anschluß an einen Sortiervorgang werden die einwandfreien Münzen in ein regelmäßig von einem Beutel gebildetes Behältnis gefüllt, auf dem ein Bearbeiter den während der Prüfung entstandenen Schwund an Münzen notiert, gleichzeitig füllt er letzteren mit so vielen umlauffähigen Münzen auf, daß der Nennbetrag der eingegebenen Münzmenge wieder erreicht ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Schwundausgleich zu automatisieren. Gelöst wird die Aufgabe bei einer Einrichtung der in Betracht gezogenen Art erfindungsgemäß dadurch, daß sie mit einem Reservebehälter zur Aufnahme umlauffähiger Münzen versehen ist, aus dem den die Einrichtung passierenden einwandfreien Münzen automatisch eine der Zahl der ausgesonderten Münzen entsprechende Zahl umlauffähiger Münzen hinzufügbar ist.

Die erfindungsgemäße Einrichtung führt zu einer spürbaren Entlastung des Bedienungspersonals, das im wesentlichen nur noch Beschickungs- und Kontrollfunktionen zu erfüllen hat. Bei der neuen Einrichtung werden die von vorzugsweise mehreren verschiedenen Ausschuß- bzw. Falschmünzenzählern erfaßten Münzzahlen in einem Speicher saldiert, und ein dem Saldo entsprechendes Signal ruft aus dem Reservebehälter die für den Ausgleich benötigten Münzen ab.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachstehenden Beschreibung einer in der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:

Fig. 1 ein Blockschaubild der Aussortiereinrichtung,

Fig. 2 die Vorderansicht einer Einrichtung und

Fig. 3 die Draufsicht auf die Einrichtung gemäß Fig. 2.

In Fig. 1 ist 1 eine Münzzählmaschine, der über einen durch den Pfeil 2 angedeuteten Schacht jeweils eine bestimmte Anzahl von Münzen zugeführt wird. Die Münzzählmaschine 1 steht mit einem Staubsauger 3 in Verbindung, der Schmutzpartikel absaugt, die den Aussortiervorgang nachteilig beeinflussen können. In der Münzzählmaschine 1 erfolgt anhand diverser Kriterien, wie Durchmesser, Dicke, Material, Rändelung der Münzen eine erste Trennung umlauffähiger Münzen von nicht ordnungsgemäßen Münzen. Während die nicht ordnungsgemäßen Münzen über einen durch den Pfeil 4 angedeuteten Auslaß ausgeschieden werden, gelangt der Rest der Münzen in Richtung des Pfeiles 5 in eine zweite Münzzählmaschine 6, in der eine ergänzende Prüfung stattfindet. Soweit die Prüfung nach den gleichen Kriterien wie bei der Münzzählmaschine 1 erfolgt, werden zusätzlich ermittelte nicht umlauffähige Münzen über einen durch den Pfeil 7 angedeuteten Auslaß ausgeschieden. In der Praxis sollte der Anteil der hier anfallenden, nicht ordnungsgemäßen Münzen gegen Null gehen, der entsprechende Auslaß stellt mit anderen Worten ein Kontrollorgan dar, das die einwandfreie Arbeitsweise der Münzzählmaschine 1 überwacht. Anders als in der Münzzählmaschine 1 findet in der Münzzählmaschine 6 eine optische Überprüfung des Prägebildes der Münzen statt, indem Bilder von Vorlagen mit den aktuellen Bildern der Münzen verglichen werden. Die der optischen Überprüfung nicht gerecht werdenden Münzen werden über einen durch den Pfeil 8 angedeuteten Auslaß ausgesondert. Beide Münzzählmaschinen 1 und 6 stehen über Leitungen 9 und 10 mit einem PC 11 in Verbindung, an den ein Drucker 12 und ein Farbmonitor 13 mit sogenannter Touch-Screen-Technik angeschlossen sind. Mit Hilfe einer entsprechenden Steuerungssoftware werden im PC die ausgeschiedenen Münzen saldiert, um anschließend einen Ausgleich der Fehlmenge aus einem Reservebehälter 14 zu bewerkstelligen. Der PC 11 ermöglicht darüber hinaus eine Aufschlüsselung der ausgeschiedenen Münzen in Abhängigkeit von den jeweiligen Prüfkriterien. Über einen durch den Pfeil 15 angedeuteten Auslaß erfolgt die Ausgabe der einer vorgegebenen Sollsumme entsprechenden Münzen in geeignete Behältnisse oder aber in eine Zwischenkasse 16.

Die Fig. 2 und 3 zeigen schematisch den Aufbau einer entsprechend dem Blockschaubild gemäß Fig. 1 arbeitenden Einrichtung. In Fig. 2 ist 20 ein Gestell mit einer vergleichsweise großen Tischplatte 21 zur Ablage der zur Prüfung und Zählung angelieferten Münzen. Oberhalb des Tisches 1 ist auf dem Ausleger 22 eines Schwenkarmes 23 ein Farbmonitor 24 angeordnet, der eine optimale Bedienung der Steuerungssoftware durch direkte Berührung des Bildschirmes nach dem sogenannten Touch-Screen-Verfahren ermöglicht. In einem Fach unterhalb der Tischplatte 20 sind ein PC 25 und ein Drucker 26 untergebracht. An die linke Seite der Tischplatte 21 schließt sich eine erste Münzzählmaschine 27 an, deren Einfüllöffnung durch eine Klappe 28 abgedeckt ist. Die erste Münzzählmaschine 27 ist mit mehreren Sensoren ausgestattet, die u. a. die Dicke, den Durchmesser, die Rändelung und das Material der Münze überprüfen und nicht den Vorgaben entsprechende Münzen in ein Ausgabefach 29 überführen. Um den Prüfvorgang nicht durch beim Einfüllen und Bearbeiten der Münzen in der Münzzählmaschine 27 entstehenden Staub zu beeinträchtigen, steht letztere über eine flexible Leitung 30 mit einem Staubsauger 31 in Verbindung.

Den vorgegebenen Kriterien entsprechende Münzen gelangen von der Münzzählmaschine 27 über einen mit einem Förderer ausgestatteten Münzkanal 32 in eine zweite Münzzählmaschine 33, die mit einem Materialsensor und einem Kamerasensor zur Prägebilderkennung ausgestattet ist. Die Aussortierung von Münzen mit einem zu kleinen Durchmesser erfolgt über ein Fach 34, die Aussortierung von zu stark von einem Vergleichsbild abweichende Prägebilder aufweisenden Münzen über ein Fach 35. Für gut befundene Münzen werden über einen Schacht 36 ausgegeben.

Werden aus einer geprüften Münzmenge Falschmünzen oder nicht mehr umlauffähige Münzen in die Fächer 29,34 und 35 ausgesondert, so erfolgt ein automatischer Schwundausgleich aus einem Reservebehälter 37, so daß am Ende des Sortiervorganges die ausgegebene Istmenge an Münzen der eingegebenen Sollmenge entspricht. Die aussortierten Münzen werden klassifiziert und in der Klassifikation entsprechenden Behältern 38, 39, 40, 41 abgelegt. Das Klassifizierungsergebnis wird am Touch-Screen- Monitor 24 eingegeben und im PC 25 gespeichert bzw. als Prüfergebnis durch den Drucker 26 ausgedruckt.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Aussortieren nicht umlauffähiger Münzen aus einer vorgegebenen Münzmenge, bei der die nicht umlauffähigen Münzen über mindestens eine Sortierweiche mindestens einer Münzzählmaschine zu mindestens einem Ausgabeschacht geführt und gezählt werden, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem Reservebehälter (14; 37) zur Aufnahme umlauffähiger Münzen versehen ist, aus dem den die Einrichtung passierenden einwandfreien Münzen automatisch eine der Zahl der ausgesonderten Münzen entsprechende Zahl umlauffähiger Münzen hinzufügbar ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Münzzählmaschine (27) ein Staubsauger (31) zugeordnet ist.






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