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Beschreibung[de]

Die Erfindung gehört zur Bearbeitungstechnik der fertigen Betondecken der Startbahnen auf den Flughäfen.

Während des Betriebes wird die Oberfläche der Startbahnen abgenutzt und dabei bildet sich eine Art Schuppungen, die Sicherheit des Starts und der Landung der Flugzeuge beeinträchtigen. Um die Schuppungen zu beseitigen, werden die Startbahnen auf eine Tiefe von 50-70 mm gefräst und danach wieder neu betoniert.

Bekannt ist eine Einrichtung zur Säuberung der Oberfläche der Betondecken, die aus einer Bürste und einem Kehrrichtbunker besteht, welche auf einer Laufkatze des Hebegerätes des Basiskraftfahrzeuges montiert sind. (Siehe dazu die Urheberzeugnis der UdSSR N 333 244). Der Mangel dieser Einrichtung ist die Tatsache, daß die Einrichtung den Schlamm von der Oberfläche der Betondecke beseitigen läßt, aber keine Beseitigung der abgenutzten oberen Schicht der Betondecke sichert, die im Grunde genommen die Quelle der Schlammbildung ist.

Bekannt ist auch der Wagen zum Fräsen des Betons. Das Fahrzeug hat ein selbstfahrendes Gestell, auf dem den vorderen und hinteren Balancierkarren montiert sind; den Unterrahmen mit dem Schneidinstrument - einem Zylinderfräser - und den Antrieb. Weiter besteht die Einrichtung aus einem Gerät für die Einschnittskontrolle des Fräsers, der Lenkung und dem mit ihr verbundenen Mechanismus, bestehend aus vier Gliedern, mit einer Kurbel für Räderlenkung des vorderen Karrens. Die Räder sind tandemartig auf senkrecht aufgestellten drehbaren Gabeln montiert. Auf deren Achsenenden sind die Kurbeln der Vierglied-Mechanismus hart befestigt. Dabei ist der Karren aus zwei tandemartig gelegenen Balanciersektionen ausgeführt. Jede von diesen Sektionen hat einen Rahmen mit ein Paar Rädern. Die Mittelteile der Sektionsrahmen sind gelenkig durch einen Querbalken, dessen Mittelpunkt auch gelenkig mit dem Fahrgestellrahmen in Verbindung steht, verbunden. Dabei sind die Vierglied-Mechanismen jeder Sektion durch eine Längsstange verbunden. Diese Längsstange ist ihrerseits mit ihren Enden an den Mittelteilen der Schubstangen befestigt. (Siehe dazu Urheberzeugnis der UdSSR N 1 293 265).

Diese bekannte Maschine hat eine komplizierte Konstruktion und eine niedrige Produktivität des Fräsens.

Am nächsten zum Erklärten steht dem technischen Wesen nach und der Gesamtheit der wesentlichen Merkmale nach die Anlage zum Fräsen der Betondecken. Die Anlage hat ein selbstfahrendes Gestell, einen gelenkig auf ihm aufgestellten Fräserkopf mit dem zylindrischen Antriebsfräser. Weiter hat sie eine Vorrichtung, um den zylindrischen Antriebsfräser an die bearbeitende Oberfläche zu drucken; eine Welle mit dem Hebel gelegen in Richtung der Längsachse des Fahrgestells. Die Achse des Hebel liegt senkrecht zur Wellenachse. Weiter hat die Anlage einen Antrieb der Achsenneigung zum Horizont, der gelenkig auf dem Fahrgestellrahmen montiert ist (siehe dazu Urheberzeugnis der UdSSR N 1 016 182).

Der Mangel dieser bekannten Anlage ist eine niedrige Produktivität (Geschwindigkeit) des Fräsens, weil der Betonschlamm, der beim Fräsen gebildet wird, zwischen den Fräser und die bearbeitende Oberfläche kommt und dadurch wesentlich die Geschwindigkeit des Fräsens beeinträchtigt.

Die Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Anlage zum Fräsen der Betondecken mit einer höheren Produktivität des Fräsens.

Die Aufgabe wurde durch die Schaffung einer Anlage zum Fräsen der Betondecken gelöst.

Diese Anlage hat ein selbstfahrendes Gestell, eine an diesem befestigte Zylinderfräse, die mit dem Antrieb verbunden ist, dessen Unterschied entsprechend der Erfindung darin besteht, daß die Zylinderfräser in Form eines Pakets von Scheibenfräsen angefertigt ist. Zwischen den Fräsen liegen Scheiben, deren Durchmesser kleiner als das Durchmesser der Scheibenfräsen ist. Die Stärke der Scheiben ist mit der Stärke der Scheibenfräsen durch ein Verhältnis Wsch = (2,0-5,5) Wf verbunden, wo Wsch - die Scheibenstärke und Wf - die Stärke der Scheibenfräse ist.

Die Ausführung der zylindrischen Fräse in Form eines Pakets von Scheibenfräsen, zwischen denen die Scheiben mit einem kleineren Durchmesser liegen und deren Stärke mit der Stärke der Scheibenfräsen durch ein Verhältnis Wsch = (2,0-5,5) Wf verbunden ist, sichert die Erhöhung der Fräsengeschwindigkeit der Betondecken, weil der Betonschlamm, der sich beim Fräsen bildet, in den Raum zwischen den Scheibenfräsen kommt und das Fräsen dabei nicht behindert. Dabei ist das Volumen des gebildeten Schlammes wesentlich geringer, als bei der Anwendung einer durchgehenden Zylinderfräse, was auch zur Erhöhung der Fräsengeschwindigkeit beiträgt. Die Wahl des Verhältnisses der Stärke der Scheiben zu der Stärke der Scheibenfräsen ist dadurch bestimmt, daß das Volumen des Raumes zwischen den Scheiben bei Wsch weniger als 2,9 Wf ungenügend für die Unterbringung des sich beim Fräsen gebildeten Schlammes ist, und der übrig gebliebene Teil des Schlammes, der zwischen die Schneidefläche der Scheibenfräsen und die bearbeitende Oberfläche kommt, die Fräsengeschwindigkeit verringert. Wenn aber Wsch größer als 5,5 Wf ist, so bleiben dann nicht ausgeschnittene Längsteile von großer Stärke, deren Beseitigung bestimmte Schwierigkeiten mit sich bringt.

Außer der Erhöhung der Geschwindigkeit und der Produktivität des Fräsens sichert die Erfindung bessere Bedingungen zur Beseitigung des Schlammes, weil das Volumen des sich gebildeten Schlammes bedeutend geringer ist, als bei der Anwendung einer durchgehenden zylindrischen Fräse. Und die übrig bleibenden nicht durch die Scheibenfräsen ausgeschnittenen Streifen sind leicht zu beseitigen.

Die Konstruktion der Anlage wird durch die Zeichnungen erklärt, wo auf dem Bild 1, die Anlage zum Fräsen der Betondecken schematisch dargestellt ist, Seitenansicht, auf der Bild 2. die zylindrische Fräse.

Die Anlage zum Fräsen der Betondecken hat ein selbstfahrendes Gestell 1, auf dem die zylindrische Fräse 2 gelenkig gefestigt ist, die ihrerseits mit dem Drehantrieb (auf der Zeichnung nicht gezeigt) kinematisch verbunden ist. Die zylindrische Fräse 2 ist in Form eines Pakets von Scheibenfräsen 3 angefertigt, zwischen denen die Scheiben 4 liegen. Dabei ist das Durchmesser der Scheiben kleiner als das Durchmesser der Scheibenfräsen und die Stärke der Scheiben 4 ist mit der Stärke der Scheibenfräsen 3 durch das Verhältnis Wsch = (2,0-5,5) Wf verbunden, wo Wsch - die Stärke der Scheibe und Wf - die Stärke der Fräse ist.

Die Anlage zum Fräsen der Betondecken funktioniert folgenderweise.

Das selbstfahrende Gestell wird auf die zum Fräsen bestimmte Oberfläche der Betondecke, zum Beispiel, entlang der Startbahn des Flugplatzes, aufgestellt. Der Antrieb der zylindrischen Fräse 2 wird eingeschaltet und die Fräse wird auf den angegebenen Wert der Vertiefung gesenkt. Die Anlage kann mit einer Vorrichtung zum Drucken der zylindrischen Fräse 2 an die bearbeitende Oberfläche vorgesehen werden. Danach bewegt sich das selbstfahrende Gestell auf der Betondecke, zum Beispiel, längst der Startbahn des Flugplatzes und fräst einen Streifen der Betondecke von einer Breite, die der Länge der zylindrischen Fräse 2 gleich ist. Nach dem Fräsen eines Streifens der Betondecke wird die Anlage auf den nächsten Streifen überführt. Dabei wird der angegebene Wert der Vertiefung der Fräse 2 behalten.

Indem die Anlage von einem Streifen zum anderen Streifen nacheinander überführt wird, wird das Fräsen der ganzen Oberfläche der Betondecke, die reparaturbedürfig ist, gesichert. Also das Fräsen der Betondecke geschieht bei der ununterbrochenen aufeinanderfolgenden Bewegung des selbstfahrenden Gestells 1 mit der drehenden zylindrischen Fräse entlang der bearbeitenden Betondecke, zum Beispiel, entlang der Startbahn des Flugplatzes. Nach dem Fräsen eines oder einiger Streifen der Betondecke werden das abgeschnittene Material (Betonschlamm) und nicht abgeschnitten gebliebene Teile der Betondecke beseitigt. Dabei haben die nichtabgeschnittenen Teile der Betondecke eine Stärke von 10 mm und werden deshalb leicht zusammen mit dem Betonschlamm weggeräumt.

Zum Beispiel, eine Anlage mit der durchgehenden zylinderischen Fräse, armiert mit den Diamantmeißeln, fräst einen Streifen von 150 mm Breite und 50 mm Vertiefung mit einer Geschwindigkeit von (0,01-0,03) l.M/Min (laufende Meter pro Minute). Die Fräse, ausgerührt im Form eines Pakets von Scheibenfräsen mit einer Stärke von 3,5 mm, die eine mit Diamantmeißeln armierte Schneidefläche haben und die zwischen den Scheiben von 10 mm Stärke liegen, fräst denselben Streifen mit einer Geschwindigkeit von (0,3-0,9) l.M/Min. Dabei ist jede Scheibenfräse in Form einer Stahlscheibe mit Diamantmeißeln armierten Schneidefläche ausgeführt.

Die vorschlagende Anlage sichert im Vergleich zu den schon bekannten Anlagen eine höhere Geschwindigkeit und entsprechend eine höhere Produktivität des Fräsens der Betondecken, was es erlaubt, sie effektiv für die Reparaturarbeiten der Startbahnen der Flugplätze einzusetzen.


Anspruch[de]
  1. Die Anlage zum Fräsen der Betondecken, die ein selbstfahrendes Gestell und eine auf diesem gelenkig gefestigte und mit dem Antrieb verbundene zylindrische Fräse hat und die sich dadurch unterscheidet, daß die zylindrische Fräse in Form eines Pakets von Scheibenfräsen, zwischen denen die Scheiben liegen, deren Durchmesser kleiner als das Durchmesser der Scheibenfräsen ist, und die Stärke der Scheiben mit der Stärke der Scheibenfräsen durch ein Verhältnis Wsch = (2,0-5,5) Wf verbunden, wo Wsch - die Stärke der Scheibe, Wf - die Stärke der Scheibenfräse, ausgeführt ist.






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