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Dokumentenidentifikation DE69322856T2 20.05.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0626831
Titel MATRIXSPANNER SOWIE INTEGRIERBARE SPANNVORRICHTUNG FÜR ODONTOLOGISCHE ANWENDUNG
Anmelder Hawe Neos Dental Dr. H. von Weissenfluh S.A., Bioggio, CH
Erfinder VON WEISSENFLUH, Hans, CH-6537 Magadino, CH;
VON WEISSENFLUH, Beat, CH-6925 Gentilino, CH
Vertreter Heinz H. Puschmann & Uwe R. Borchert, 80331 München
DE-Aktenzeichen 69322856
Vertragsstaaten CH, DE, FR, IT, LI, SE
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 25.10.1993
EP-Aktenzeichen 939235420
WO-Anmeldetag 25.10.1993
PCT-Aktenzeichen EP9302940
WO-Veröffentlichungsnummer 9409716
WO-Veröffentlichungsdatum 11.05.1994
EP-Offenlegungsdatum 07.12.1994
EP date of grant 30.12.1998
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.05.1999
IPC-Hauptklasse A61C 5/12

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für eine Dentalmatrix gemäss dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Eine solche Vorrichtung ist aus US-A-4'396'374 bekannt. Diese Vorrichtung ist so ausgestaltet, dass sie auch auf der Innenseite einer Zahnreihe verwendet werden kann und daher im Vergleich zu den damals bekannten Vorrichtungen kompakt ist. Die Verbindung zwischen dem Handgriff und dem Matrixspanner ist jedoch relativ einfach, z. B. doppelhakenförmig, und daher nicht sicher genug. Weiterhin erwähnt jene Vorrichtung die Möglichkeit bzw. den Vorteil nicht, dass der Matrixspanner nach dem Festziehen der Matrix abkoppelbar ist und der Matrixspanner ohne die Spanneinrichtung während der Operation im Mund des Patienten verbleiben kann, wonach der Matrixspanner zwecks Aufdrehen und Entfernen des Matrixbandes wieder angesetzt werden kann.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es die Aufgabe der Erfindung, eine Matrix-Spannvorrichtung zu schaffen, mit der es einfach ist, ein Matrixband rund um einen Zahn zu spannen, und welche einfach abzunehmen und wieder anzusetzen ist, damit nur der Matrixspanner mit der gespannten Matrix im Mund des Patienten verbleiben kann. Diese Aufgabe wird mit der Vorrichtung gelöst, die im unabhängigen Patentanspruch 1 definiert ist.

Weitere vorteilhafte Aspekte der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.

Es folgt nun eine detaillierte Beschreibung der Funktionsweise der erfindungsgemässen Spanneinrichtung, die als ein Gerät vorliegt, an Hand bevorzugter Ausführungsformen. Dabei wird auf die Zeichnung Bezug genommen, worin darstellen:

Fig. 1 eine vergrösserte teilgeschnittene Ansicht einer Ausführungsform des Matrixspanners im erfindungsgemässen Gerät;

Fig. 2 einen seiner Querschnitte;

Fig. 3 eine vergrösserte Seitenansicht lediglich des Stiftes des obengenannten Matrixspanners, bei dem die Zähne des verzahnten Organs, das auf eines seiner Enden aufgesetzt wird, nicht gezeigt sind;

Fig. 4 eine vergrösserte Draufsicht einer bevorzugten Ausführungsform des obengenannten verzahnten Organs;

Fig. 5 den Längsschnitt einer Ausführungsform der Spanneinrichtung im Augenblick, in dem sie mit dem Matrixspanner verbunden wird;

Fig. 6 eine Einzelheit, die es ermöglicht, die Stellung des kleinen Verbindungsstiftes mit zwei Winden, der zur Blockierung des Gehäuses auf der Spanneinrichtung beiträgt, in diesem Augenblick abzuleiten;

Fig. 7 den Längsschnitt der mit dem Matrixspanner verbundenen Spanneinrichtung, wodurch das erfindungsgemässe Gerät gebildet wird;

Fig. 8 eine Einzelheit, aus der die Stellung des oben genannten Verbindungsstiftes in der in Fig. 7 gezeigten Lage hervorgeht;

Fig. 9 eine weitere bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemässen Geräts im Längsschnitt, wobei der Matrixspanner an der Spanneinrichtung angesetzt ist;

Fig. 10 eine vergrösserte Ansicht einer Einzelheit aus Fig. 9;

Fig. 11 eine Variante einer besonderen Ausgestaltung eines Matrixspanners in Explosionsansicht des Längsschnittes;

Fig. 12 den Matrixspanner gemäss Fig. 11 von unten gesehen; und

Fig. 13 eine Seitenansicht des gleichen Matrixspanners.

Bei der Betrachtung von Fig. 1 und 2 wird ersichtlich, dass am Gehäuse 6 des Matrixspanners 1 bei einer Ausführungsform auf der Aussenwand, die einen Schlitz 6b zur Einführung der Matrix aufweist, eine konkave Vertiefung 6c angebracht ist, die zur wesentlichen Anpassung an die Wandung des zu operierenden Zahns dient.

Diese Vertiefung ermöglicht es, zusammen mit der Tatsache, dass das Gehäuse 6 bei der vorliegenden Ausführungsform aus einem Material mit elastischen Eigenschaften hergestellt ist, dass der Matrixspanner 1 an verschiedenen Formen von Zähnen bestmöglich anhaftet.

Da der Stift 7 aus einem starren Material besteht, wird er in das Gehäuse 6 leicht "eingepresst", wodurch wegen der Elastizität des letzteren der erforderliche Zusammenhalt der beiden Teile gewährleistet wird.

In Fig. 1 und 2 und auch in Fig. 3 ist zu sehen, wie der Stift 7 des Matrixspanners das Zahnrad 7c bewegt, und dass er mit einem konischen Abschnitt 7a versehen ist, welcher gegen das tragende Ende konvergiert.

Diese Eigenschaft bedeutet, dass bei einer Winkeldrehung des Stiftes 7 die Matrix von der Seite nahe dem Zahnrad 7c gegen die andere Seite, die sich nahe dem Unterteil des Konus befindet, einer steigenden Spannung unterworfen wird.

Da der Matrixspanner 1 so angebracht wird, dass das oben genannte Zahnrad 7c gegen die Zahnkrone gedreht ist, so erhält man als Ergebnis, dass die Matrix am Cervikalbereich des Zahnes, der normalerweise eine kleinere Umfangsabwicklung als diejenige des Äquatorialbereichs aufweist, eine grössere Spannung erhält, so dass die Matrix mit grösserer Genauigkeit auf der gesamten Zahnoberfläche haftet.

Wie aus Fig. 1 hervorgeht, ist das Gehäuse 6 des Matrixspanners 1 quadratisch und zeigt Paare paralleler, sich gegenüberliegender ebener Flächen.

Auf mindestens einer dieser Flächen, jedoch auf zwei gegenüberliegenden Flächen der bevorzugten, dargestellten Ausführungsform, sind zwei Nuten 3 so angebracht, dass zwei geeignet geformte vorstehende Organe 4, 5 der Spanneinrichtung den Matrixspanner 1 ergreifen können, indem sie jeweils in eine Nut 3 einer der Flächen greifen und an der ebenen Fläche angreifen, die als Bezugsfläche der gegenüberliegenden Fläche 6a dient.

Diese Aufgabe wird durch zwei Organe 4, 5 der Spanneinrichtung 2 gemäss Fig. 5 bis 8 übernommen. Das eine Organ 4 ist hakenförmig und besitzt einen ebenen Bereich 4a, mit dem es sich auf der oben erwähnten Bezugsfläche einer Fläche 6a des Gehäuses 6 abstützt, und das andere Organ 5 mit Lamellenform weist einen solchen Endbereich 5a auf, dass er in die oben erwähnte Nut 3 der gegenüberliegenden Fläche eingreifen kann. Diese Organe 4, 5 wirken, wenn sie wie beschrieben angesetzt sind, als Greifer und verbinden den Matrixspanner 1 einstückig mit der Spanneinrichtung 2, entweder während sie in die Mundhöhle eingeführt wird oder während die Matrix aufgewickelt und gespannt wird.

Es wurde erwähnt, dass die Matrizen in der Zeichnung nicht gezeigt sind, weil die Darstellung ihrer Lage und Form kein grösseres Problem für den Fachmann darstellt.

Eines der beiden vorstehenden Organe 4 und 5, nämlich das erste, hakenförmige Organ 7, ist am Ende mit einer Verlängerung 17 des Handgriffes 16 der Spanneinrichtung 2 versehen, und das zweite Organ 5 weist am Ende einen lamellenförmigen Körper 5 auf, der unter der oben erwähnten Verlängerung 17 derart angeordnet ist, dass er sich längs eines vorbestimmten Gleitweges parallel zur Verlängerung bewegen kann.

Das genannte Organ 5 besitzt weiterhin ein Langloch, durch welches die Winde 14 hindurchtreten kann, deren Funktion weiter unten erläutert wird.

Das zweite vorstehende Organ 5 zeigt in der beschriebenen Ausführungsform zwei längliche Einschnitte 30, 31, durch welche Befestigungsschrauben 32, 33 hindurchgehen, die in der genannten Verlängerung 17 des Handgriffes 16 verschraubt sind. Die Schrauben 32, 33 weisen verbreiterte Köpfe auf sowie Abstandshalter 36, 37 und Unterlegscheiben mit einem Durchmesser grösser als die Breite der länglichen Einschnitte 30, 31, so dass das zweite Organ 5 festgehalten wird, sich dank der länglichen Einschnitte aber über einen Gleitweg bezüglich der Verlängerung 17 des Handgriffes 16 verschieben kann.

Die genannte Gleitbewegung wird auf das zweite vorstehende Organ 5 dadurch übertragen, dass die genannte Winde 14 in Drehung versetzt wird; die Winde weist zwei an ihrem Ende angebrachte Verbindungsstifte 11, 13 auf.

Einer dieser Verbindungsstifte 13 ragt in das Loch 18 im zweiten vorstehenden Organ 5 und ist exzentrisch dazu angeordnet, so dass seine Drehung zusammen mit der Winde 14 die oben beschriebene Gleitbewegung verursacht.

Der andere Verbindungsstift 11, der am anderen Ende der Winde 14 angebracht ist, ragt mit einem guten Teil seiner Länge in eine ringförmige Nut 23 auf der Schaltklinke 12, die über der Koaxialwelle 10 parallel zur Achse der Verlängerung 17 des Handgriffes 16 gleiten kann, d. h. parallel zur Achse der Einrichtung 2.

Die Verschiebung der Schaltklinke 12 bewirkt die Rotation der Winde 14 und, mittels des Verbindungsstiftes 13, eine entsprechende Bewegung des Organs 5.

Die sich ergebende Verschiebung des letzteren geschieht parallel und ist in bezug auf die Verschiebung der Schaltklinke 12 auf eine gewisse Länge begrenzt.

Diese Schaltklinke besitzt auf ihrer Innenseite entlang ihrer Achse einen Schiebehalter mit einem Vorsprung 21, der in einer Nut 21 auf einem Teil der Welle 10, auf dem sie sich koaxial bewegt, parallel zur Verlängerung 17 des Handgriffes 19 gleitbar ist. Die Welle 10 ist frei drehbar und mit ihren Enden in zwei Halterungen 19, 20 gelagert, wovon die Halterung 19 am Ende der Verlängerung 17 und die Halterung 20 in einem Bereich des Handgriffes 16 angeordnet ist.

Zwischen dem Handgriff 16 und der Schaltklinke 12 ist eine Druckfeder 24 koaxial zur Welle 10 in einem Gehäuse 25, das sich in der Schaltklinke 12 befindet, eingesetzt.

An dieser Stelle wird klar, dass eine Bedienungsperson mit der gleichen Hand, welche den Handgriff 16 umfasst, die Schaltklinke 12 entlang ihrer Achse und koaxial mit der Welle 10 verschieben kann, wodurch, wie oben beschrieben wurde, das zweite vorstehende Organ 5 verschoben wird und gleichzeitig die Koaxialwelle 10 in Drehung versetzt wird.

Die oben genannte Feder 24 bringt die Schaltklinke 12 wieder in ihre Ausgangsstellung zurück.

Am Ende der genannten Welle 10 ist neben der Halterung 19 ein Kegelrad 9 angeordnet.

Dazu entsprechend befindet sich am Ende der Verlängerung 17 des Handgriffes 16 ein frei drehbares Organ 8 mit einem Kegelrad 8a und einem Kronenrad 8b, die beide einstückig und koaxial gefertigt sind.

Das Kegelrad 8a kämmt mit dem Kegelrad 9 auf der Welle 10, und das Kronenrad 8b ist so ausgestaltet, das es mit dem Zahnrad 7c des Stiftes 7 des oben genannten Matrixspanners 1 kämmt.

Mit dem erfindungsgemässen Gerät ist es demnach möglich, durch Betätigen der Schaltklinke 12 mit der blossen Hand, die die Spanneinrichtung 2 festhält, die folgenden Tätigkeiten auszuführen:

- das zweite vorstehende Organ 5 derart zu verschieben, dass ein Matrixspanner 1 angesetzt werden kann, so dass er mit der Welle 10 "kämmt"; den Rückzug des zweiten vorstehenden Organs 5 mittels der Feder 24 zu ermöglichen, so dass es dazu veranlasst wird, in die Nut 3 des Gehäuses 6 des Matrixspanners einzugreifen, wobei der Matrixspanner gegen den ebenen Bereich 4a des ersten vorstehenden Organs 4 gedrückt und dadurch der Matrixspanner 1 und die Spanneinrichtung 2 miteinander vereint werden;

- den Matrixspanner 1 (der zuvor natürlich mit einer entsprechenden Matrix bestückt worden ist) an den zu rekonstituierenden Zahn anzusetzen;

- den Stift 7 des Matrixspanners 1 zum Spanner der Matrix in Drehung zu versetzen;

- das zweite vorstehende Organ 5 erneut zu verschieben, so dass dessen Ende 5a den Matrixspanner 1 freigibt, wodurch das Gerät aus der Mundhöhle des Patienten entfernt werden kann.

Die praktischen und bequemen Abläufe dieser Tätigkeiten sind augenscheinlich und vermindern eine Unbequemlichkeit für den Patienten auf ein Minimum.

Im Zusammenhang mit der bisherigen Beschreibung der bevorzugten Ausführungsform sei weiter folgendes erwähnt: Da das Rad 7c des Stiftes 7 des Matrixspanners ein Zahnrad ist, kann es ohne Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit der Anordnung solche Abmessungen haben, die gegenüber denjenigen, die nach dem Stand der Technik erforderlich waren, bedeu tend vermindert sind; weiterhin entsteht dadurch ein geringerer Raumbedarf des Matrixspanners 1 und ermöglicht die gleichzeitige Anwendung verschiedener Matrixspanner an mehrere benachbarte Zähne.

Die Autoren der vorliegenden Erfindung haben eine weitere Ausführungsform ausgearbeitet, die eine noch bessere Handhabung des erfindungsgemässen Gerätes gestattet, insbesondere bezüglich der Abkopplung des Matrixspanners und der daran befindlichen Matrix von der Spanneinrichtung oder vom Zahn, an dem gerade eine Rekonstruktion ausgeführt wird.

Der Aufbau des bisher beschriebenen Geräts umfasst eine Spanneinrichtung, welche in der Lage ist, den Stift des Matrixspanners in Drehung zu versetzen, um die Matrix aufzurollen und dabei zu spannen, und sie auch wieder abzuwikkeln, indem der Stift in gegensinnige Drehung versetzt wird, worauf die Matrix nach der Operation vom Zahn abgenommen wird. Es wurde jedoch beobachtet, dass diese in zwei Richtungen zu erfolgende Rotation insbesondere in einigen Fällen etwas schwierig wird, besonders gegen Ende der Abwicklung, und zwar wegen der unelastischen Verformung des im allgemeinen metallischen Materials der Matrix beim Aufwickeln auf den oben genannten Stift.

Bei der Ausführungsform, die nachstehend beschrieben wird, ist dieser Nachteil behoben, indem das Gerät anders ausgestaltet ist. Dabei wird ein sanftes, sofortiges Abkoppeln der Spanneinrichtung vom Matrixspanner erreicht, ohne dass der Stift ein zweites Mal in Drehung versetzt werden muss, wie oben beschrieben, um die Matrix zu entspannen und sie vom Zahn, an den sie angesetzt war, abzunehmen.

Unter Bezugnahme auf Fig. 9 und 10 wird gezeigt, wie die Verbindung der Spanneinrichtung 38 mit dem Matrixspanner 101 mittels einer biegsamen Gabel 39 erreicht wird, bei der jedes Ende mit einem vorstehenden Teil 39a, 39b versehen ist und welche im, a savoir par une petite gaine creuse 42 gebogenen Zustand eine lösbare Verbindung mit einer Nut 40 des Teiles 41a herstellen, das am Gehäuse 41 des Matrixspanners 101 angebracht ist.

Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform wird die Biegung der Gabel 39 dadurch erreicht, dass ein Zug auf sie ausgeübt wird, und zwar mittels eines dünnen biegsamen Hohlkabels 42, welches sie dazu veranlasst, in die Höhlung 43 des Teiles 47 der Spanneinrichtung 38 einzutreten, und zwar unter solchen Bedingungen, dass die beiden Seiten 39c, 39d an ihren innenwandungen anliegen.

Dieses dünne biegsame Hohlkabel 42 ist mit einem Ende an dem Mittelteil 39 m der Gabel 39 befestigt und das andere Ende am Betätigungsorgan 53 der Spanneinrichtung 38; dies wird weiter unten noch näher erläutert.

Am Teil 41 des Matrixspanners 101, an dem die Gabel 39 angreift, ist bei der vorstehenden Ausführungsform ein Ring 41a vorgesehen, welcher, durch leichten Druck eingesetzt, zwei Vorsprünge 41d, 41e im Inneren enthält, die symmetrisch zueinander liegen und zu zwei ebenfalls symmetrischen, einander gegenüberliegenden Teilen 41f, 41g des Gehäuses 41 des Matrixspanners 101 gehören.

Diese beiden Teile 41f, 41g (Fig. 12) sind materialmässig entlang einer vertikalen Linie H-H miteinander verbunden; dieses Material ist aus solchen ausgewählt, die eine ausreichende Biegsamkeit und Elastizität ausweisen. Sie können sich frei gegeneinander drehen und liegen einander derart gegenüber, dass sie das Gehäuse 41 bilden und umschliessen den Stift 44; wenn sie sich voneinander weg bewegen, geben sie den Stift 44 mit der eventuell daran gehaltenen Matrix frei.

Diese Drehung geschieht um die Linie H-H, welche durch ihren Verbindungsbereich geht, wie aus Obigem hervorgeht.

Daher kann die Gabel 39, wie erwähnt, zur Verbindung des Matrixspanners mit der Spanneinrichtung in die Nut 40 des genannten Ringes 41a eingreifen.

Um die Drehung des Stiftes 44 mit Hilfe des biegsamen Hohlkabels 42 zu bewirken, ist am Kabel 42 ein Körper 48 befestigt, dessen Querschnitt so geformt ist, dass er sich im Inneren eines Hohlraumes 44a im "Kopf" des Stiftes 44 drehen kann.

Nach Beendigung der Operation ist es möglich, den Matrixspanner glatt vom behandelten Zahn zu entfernen. Dazu wird auf den Stift 44 mittels eines biegsamen Drahtes 45, der im Inneren des dünnen biegsamen Hohlkabels 42 läuft und dessen eines Ende 45b am Stift 44 anliegt, während das andere Ende 45a an einem Betätigungsorgan 46 angebracht ist, ein Druck ausgeübt. Dadurch verschiebt sich der Stift 44 in Axialrichtung und tritt zusammen mit den beiden genannten Teilen 41f, 41g des Matrixspanners 101 aus dem Ring 41a aus. Da die Teile 41f, 41g nicht mehr zusammengehalten werden, öffnen sie sich infolge der etwas begrenzten Elastizität des biegsamen Materials, aus dem sie bestehen, etwa bis zur Hälfte und geben den Stift 44 und die daran befindliche Matrix frei.

Die Spanneinrichtung 38, die es ermöglicht, die oben beschriebenen Funktionen auszuführen, enthält folgende Teile:

- ein längliches Endteil 47, das gegen die Längsachse der Spanneinrichtung 38 geneigt ist und mit der Höhlung 43 versehen ist, in welcher sich die Gabel 39 befindet;

- ein dünnes Hohlkabel 42, das koaxial im länglichen Teil 47 verläuft und dessen eines Ende, wie schon beschrieben, mit dem Mittelteil 39 m der genannten Gabel 39 verbunden ist, während das andere Ende an einem ersten Betätigungsorgan 53 der Spanneinrichtung befestigt ist;

- einen biegsamen Draht 45, koaxial im Inneren des genannten dünnen Hohlkabels 42 angeordnet, dessen eines Ende 45b am Stift 44 anliegt, der frei drehbar mit dem Gehäuse 41 des Matrixspanners 101 verbunden ist, wenn die Spanneinrichtung eine Matrix aufweist, und dessen anderes Ende 45a im zweiten Bedienungsorgan 46 der Spanneinrichtung befestigt ist.

Die Spanneinrichtung 38 weist weiterhin einen Handgriff 49 auf, der mit dem erwähnten länglichen Endteil 47 einstückig geformt ist, eine drehbare Klinke 53, die drehfest mit dem dünnen Hohlkabel 42 verbunden und mit ihm zusammen verschiebbar ist, und ein zweites Betätigungsorgan 46, das gegenüber dem Handgriff 49 so verschiebbar ist, dass der biegsame Draht 45, mit dem es fest verbunden ist, mit ihm verschoben wird.

Das Organ 46 wird durch die Rückholfedern 51, 52 nach dem oben beschriebenen Verschieben wieder in seine Ausgangsstellung zurückgefahren.

In den Fig. 11, 12 und 13 ist ein Beispiel eines Matrixspanners gezeigt, welcher mit dem Gerät zu verwenden ist; er ist mit mehreren Stielen 41k (gemäss Figuren mit deren vier) versehen, die als Abstandshalter für das Gehäuse 41 gegenüber den Zähnen dienen, so dass Raum für den Durchgang einer Matrix bleibt.

Die Materialien zur Herstellung des Matrixspanners können aus einer Reihe von marktgängigen Werkstoffen und synthetischen Harzen ausgewählt werden, wobei solche bevorzugt sind, die Temperaturen über 120ºC aushalten, damit der Matrixspanner leicht sterilisiert werden kann.

Andere Ausführungsformen, entweder der Spanneinrichtung oder des Matrixspanners, welche der Fachmann auf diesem Gebiet gemäss unterschiedlicher Gebrauchsanforderungen angeben kann, sind möglich, ohne dass der Schutzbereich verlassen wird, der sich auf die anliegenden Ansprüche gründet. Die beschriebenen und dargestellten Beispiele sind als bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemässen Geräts anzusehen; sie sind weder einschränkend noch bindend, insbesondere in bezug auf ihre Form und die gegenseitige Anordnung und Grösse der verschiedenen Einzelteile.


Anspruch[de]

1. Dentalmatrix-Spannvorrichtung, die einen Matrixspanner (1, 101) mit einem Gehäuse (6; 41) aufweist, in welchem sich ein gegenüber dem Gehäuse drehbarer Stift (7; 44) befindet und der Stift einen Schlitz zur abnehmbaren Aufnahme einer Dentalmatrix und zum Spannen der Matrix um einen Zahn bei Drehung des Stiftes gegenüber dem Gehäuse enthält, sowie eine Spanneinrichtung (2, 102) mit Mitteln (9, 10; 42, 48) zur Drehung des Stiftes gegenüber dem Gehäuse, wobei die Spanneinrichtung mit dem Matrixspanner verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Spanneinrichtung (2, 102) weiterhin eine Verlängerung (17, 47) sowie Mittel (5, 12; 42, 53) aufweist, die in Längsrichtung und gegenüber der Verlängerung (17; 47) in einer Richtung bewegbar sind, um das Gehäuse (6; 41) zu ergreifen, und in umgekehrter Richtung, um das Gehäuse (6; 41) freizugeben, wobei die Drehmittel (9, 10; 42, 48) wählbar und lösbar mit dem Matrixspanner (1, 101) verbindungsschlüssig gehalten werden, und wobei die längsbewegbaren Mittel (5, 12; 42, 53) mit den Drehmitteln (9, 10; 42, 48) verbunden sind.

2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die längsbewegbaren Mittel (5, 12; 42, 53) einen Bereich (12; 53) aufweisen, der drehbar und mit den Drehmitteln (9, 10; 42, 48) verbunden ist, welche wählbar mit dem Stift (7, 44) in Eingriff bringbar sind, um den Stift bei Drehung des Bereiches (12; 53) der in Längsrichtung bewegbaren Mittel in Rotation zu versetzen.

3. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehmittel (9, 10) ein Zahnrad (9) besitzen, das mit einem Zahnrad (8a) kämmt, welches wiederum mit einem Zahnrad (7c) am Stift (7) kämmt.

4. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die längsbewegbaren Mittel (42, 53) ein Formteil (48) aufweisen, das sich ortsbeweglich in einer Höhlung (44a) des Stiftes (44) befindet.

5. Spannvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin bewegbare Mittel (45) aufweisen, die bezüglich der erstgenannten bewegbaren Mittel (42) in Berührung bzw. ausser Berührung mit dem Boden der Höhlung (44a) im Stift (44) längsbewegbar sind, um das Formteil (48) vom Stift (44) trennen zu helfen.

6. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die längsbewegbaren Mittel aus einem biegsamen Kabel bestehen und die anderen bewegbaren Mittel von einem Draht (45) gebildet werden, der im Kabel längsbeweglich ist.

7. Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die längsbewegbaren Mittel (5) ein Paar Greiforgane (4a, 5a) aufweisen, die gegeneinander und voneinander bewegbar sind, um das Gehäuse (6) zu ergreifen bzw. freizugeben.

8. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die längsbewegbaren Mittel (42) eine Gabel mit zwei Zinken (39a, 39b) aufweisen, welche gegeneinander und voneinander bewegbar sind, um das Gehäuse (41) zu ergreifen bzw. freizugeben, und Mittel (43) am länglichen Endteil (47), um die Gabelzinken als Folge der Längsbewegung einander zu nähern bzw. voneinander zu entfernen.

9. Spannvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Gabelzinken (39a, 39b) tragender mittlerer Bereich (39 m) an den längsbewegbaren Mitteln (42) befestigt ist.







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