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Dokumentenidentifikation DE69415771T2 20.05.1999
EP-Veröffentlichungsnummer 0652056
Titel Vorrichtung zum Entfernen von auf Bandrändern befindlichen Flüssigkeitsansammelungen
Anmelder Kaiser Aluminum & Chemical Corp., Pleasanton, Calif., US
Erfinder Kush, Donald C., Pleasanton, California 94588, US
Vertreter Kosel, Sobisch & Skora, 37581 Bad Gandersheim
DE-Aktenzeichen 69415771
Vertragsstaaten BE, DE, FR, GB, IT
Sprache des Dokument En
EP-Anmeldetag 10.03.1994
EP-Aktenzeichen 943017269
EP-Offenlegungsdatum 10.05.1995
EP date of grant 07.01.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 20.05.1999
IPC-Hauptklasse B21B 45/02
IPC-Nebenklasse B08B 5/02   F26B 13/00   

Beschreibung[de]
Hintergrund der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Entfernung von Flüssigkeitsrückständen von den Oberflächen eines sich bewegenden Streifens oder eines Bleches. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Entfernung anhaftender Flüssigkeitsrückstände wie z. B. Kühlmittel- und/oder Schmiermittelrückstände von den seitlichen Berandungskanten eines sich kontinuierlich bewegenden metallischen Streifens oder eines Bleches, z. B. eines Aluminiumstreifens oder eines -bleches.

Sobald flüssige Rückstände auf den Oberflächen eines metallischen Streifens und/oder von Blechprodukten zurückbleiben, können diese flüssigen Rückstände einen schädlichen Einfluß auf die Oberflächeneigenschaften des Streifens und/oder des Bleches ausüben. Wenn z. B. Feuchtigkeit auf den Oberflächen zurückbleibt können Flecken entstehen und es können die Oberflächen schließlich oxidieren, wohingegen im Fall des Zurückbleibens von Schmiermittelrückständen, insbesondere von Schmiermitteln auf Wasserbasis eine Entfärbung, eine Oxidation und andere unerwünschte Wirkungen eintreten können, sobald beispielsweise der Streifen aufgewickelt oder das Blechprodukt gestapelt wird. Abgesehen von einem unerwünschten Erscheinungsbild können flüssige Rückstände auch die physikalischen Eigenschaften der Produkte beeinflussen. Diese schädlichen Wirkungen waren seit langem erkannt worden und der Stand der Technik beschreibt einige Systeme, die zur Entfernung flüssiger Rückstände von sich bewegenden Oberflächen entwickelt wurden. Die meisten dieser Systeme entfernen Flüssigkeitsrückstände von den Hauptoberflächen von Streifen oder Blechprodukten, z. B. den Ober- und Unterseiten derselben. Repräsentative, dem Stand der Technik zuzuordnende Flüssigkeitsentfernungssysteme, die mit Hinblick auf die Entfernung von Flüssigkeitsrückständen von sich bewegenden Streifen oder Blechoberflächen entwickelt wurden, sind in den folgenden US Patenten offenbart, nämlich 3,192,752 (Dowd et al.), 4,477,287 (Kush et al.) und 4,691,549 (Adair).

Obwohl die Entfernung von Flüssigkeitsrückständen von den Ober- und den Unterseiten von sich bewegenden Streifen oder Blechprodukten sehr wichtig ist, wird keine geringere Aufmerksamkeit auch der Entfernung von Flüssigkeitsrückständen von den seitlichen Berandungskanten sich bewegender Streifen und Bleche gewidmet. Falls die Flüssigkeitsansammlung sich auf den seitlichen Berandungskanten eines Streifens oder von Blechprodukten befindet, wird sie durch Umlenkrollen und durch eine kapillare Strömung nach der Stapelbildung oder nach einem Aufwickeln den Ober- und Unterseiten zugeführt. Die Entfernung dieser Flüssigkeitsansammlungen im Randbereich ist für die Erhaltung der Qualität der gewalzten Produkte von gleicher Bedeutung wie die Entfernung flüssiger Rückstände von den Ober- und Unterseiten derselben.

Einige der dem Stand der Technik zuzuordnenden Systeme wurden entworfen, um eine Entfernung von Flüssigkeitsrückständen sowohl von den oberen und den unteren Oberflächen von Bändern und Blechen als auch zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen der seitlichen Berandungsflächen zu versuchen. Die Zusammenfassung dieser beiden Funktionen ist beispielsweise in der US- 4,400,961 gezeigt, wobei Luft benutzt wird, um flüssige Rückstände von den Ober- und Unterseiten eines sich bewegenden Streifens und gleichermaßen von den Längskanten des Streifens abzublasen. Das Muster der auf die Oberflächen des Streifens und auf die Kanten gerichteten Luftströme wird beansprucht, um Kühlmittelrückstände auf diesen Oberflächen zu entfernen und Ansaugvorrichtungen werden aktiviert, um ein atomisiertes Kühlmittel unmittelbar von den Bereichen unterhalb und oberhalb des Streifens zwecks Eliminierens von Kühlmittelrückständen abzuziehen. Während der Gebrauch der in dem vorstehend erwähnten Patent beschriebenen Vorrichtung zur Entfernung von Kühlmittelrückständen von den oberen und unteren Oberflächen eines sich bewegenden Streifens geeignet ist, wurde jedoch festgestellt, daß die gewünschte Wirksamkeit zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen von den seitlichen Berandungskanten des Streifens fehlt. Zusätzlich gestaltet sich der Gebrauch dieser Vorrichtung mit Hinblick auf den erforderlichen Raumbedarf dieser oben beschriebenen Vorrichtung in der Nähe der Walzen eines Walzwerkes schwierig. Ein besonderes, auf die Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen im Randbereich gerichtetes System ist aus der US 4,601,112 (Kush et al.) bekannt. In diesem Patent sind ein Verfahren und eine Vorrichtung beschrieben, wobei eine Flüssigkeitsansammlung im Randbereich von sich schnell bewegenden Streifen oder Blechen entfernt wird, indem die Kanten mit besonderen Rollen abgewischt werden und indem in der Nähe dieser Rollen ein Vakuum eingesetzt wird. Während die in dem vorstehend erwähnten Patent gezeigte Vorrichtung eine wirksame Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen von den seitlichen Berandungskanten eines sich kontinuierlich bewegenden Streifens ermöglicht, handelt es sich jedoch um eine berührend arbeitende mechanische Vorrichtung, die durch Streifenbrüche oder andere Betriebsstörungen leicht beschädigt wird und für die außerdem Raum benötigt wird, um die zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen dienenden Rollen und die stromabwärts bezüglich der Rollenanordnung befindlichen Vakuumeinrichtungen anzuordnen. Diesem Raumbedarf stehen Vorrichtungsteile entgegen, die sich hinter der letzten Rolle der Rollenanordnung befinden, z. B. die bei Streifen im allgemeinen eingesetzte Aufwickelvorrichtung. Aus einer anderen Fundstelle, nämlich der japanischen Veröffentlichung 61-244530 von Sumitomo Chemical Industries KK (veröffentlicht am 30. Oktober 1986) ist die Entfernung von Wasser von den Oberflächen und den Kanten eines metallischen, durch einen Verbundwerkstoff aus Blech und Kunststoff bestehenden Filmes bekannt, wobei das Wasser durch Aufbringen von aus Düsen austretender Luft auf die oberen und unteren Oberflächen des Verbundwerkstoffs abgeblasen wird. Die Winkel der Luftdüsen sind mit 15º bis 60º zu der Bewegungsrichtung des die Walzen verlassenden Verbundwerkstoffs gerichtet, wobei die Luft in Richtung auf die Kanten des Verbundwerkstoffs hin geblasen wird. Durch den Gebrauch der unter Winkeln angeordneten Luftdüsen soll Wasser sowohl von den oberen und unteren Oberflächen des Verbundwerkstoffs als auch den Kanten entfernt werden. Die Anwendung der in der vorstehend erwähnten japanischen Fundstelle genannten Luftströme erfolgt unter Winkeln, bei denen sich in den Randbereichen des Verbundwerkstoffs keine Turbulenzen ergeben, so daß demzufolge mittels der in der japanischen Fundstelle offenbarten Vorrichtung eine substantielle und wirksame Entfernung sämtlicher Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs nicht möglich ist. Dies gilt insbesondere bei hohen Walzgeschwindigkeiten, die im allgemeinen beim Walzen metallischer Streifen und Bleche benutzt werden, wobei z. B. bei Geschwindigkeiten von ungefähr 500 Fuß/Minute bis 6000 Fuß/Minute (153 m/min bis 1830 m/min) sogar die Entfernung von Wasser von den oberen und unteren Oberflächen weniger als zufriedenstellend ausfällt.

In der GB-A-1010863 ist eine Anordnung zur Entfernung überschüssiger Flüssigkeit von beiden Seiten eines Materialstranges bekannt. Hierbei tritt Luft aus jeweils kontinuierlichen sich oberhalb und unterhalb der Bahn erstreckenden Schlitzen aus. Jeder Schlitz weist in der Draufsicht eine winkelförmige Gestalt auf.

In der englischsprachigen Zusammenfassung der JP A-53-131261 ist eine Vorrichtung beschrieben, mittels welcher versprühtes Wasser oder Öl daran gehindert wird, an einem Streifen anzuhaften. Es scheint, daß mittels dieser Vorrichtung zum Zweck des Abwischens eine Reihe von fächerartigen Luftströmen aus einem sich über die obere Oberfläche des Streifens erstreckenden Luftsammelrohr erzeugt werden.

Die vorliegende Erfindung wird durch die Ansprüche dieser Beschreibung definiert, auf welche jetzt Bezug genommen wird.

Der Zweck dieser Erfindung besteht darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs bereitzustellen, welche bei den Geschwindigkeiten einsetzbar sind, die im allgemeinen zum Walzen metallischer Streifen und Bleche, insbesondere von Aluminiumstreifen und -blechen benutzt werden, mittels weichen eine substantielle und wirksame Entfernung von an den seitlichen Berandungsflächen anhaftenden Flüssigkeitsansammlungen möglich ist. Dies wird dadurch erreicht, daß anstelle herkömmlicher Luftströme vertikale Luftvorhänge derart benutzt werden, daß die Geschwindigkeit im Randbereich des sich bewegenden Streifens oder des Bleches im wesentlichen parallel zu der Ebene der Kantenoberfläche verläuft. Unter dem Ausdruck "Luft" sollen im folgenden Luft, Stickstoff und Inertgase verstanden werden. Die in dem Kantenbereich erzeugte Turbulenz erlaubt eine substantielle und wirksame Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs sowohl bei herkömmlichen als auch bei hohen Walzgeschwindigkeiten.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Eine Ausführungsform der Erfindung wird nun beispielhaft unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben werden. Es zeigen:

Fig. 1 zeigt eine isometrische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs, welche oberhalb und unterhalb eines sich bewegenden Streifens angeordnet ist, wobei der Streifen aus einem Walzwerk austritt und bevor der Streifen aufgewickelt oder gestapelt wird.

Fig. 2 zeigt eine grafische Darstellung, bei der bei einer herkömmlichen Vorrichtung die Bewegungsrichtung eines Teils der Luftströme gezeigt ist, die auf die Oberflächen eines sich bewegenden Bandes auftreffen und die in Richtung auf die Kanten des Bandes hin abgelenkt werden, ohne auf die Flüssigkeitsansammlung des Randbereichs einzuwirken.

Fig. 3 zeigt eine grafische Darstellung, welche die Wirkung der Anwendung der neuen Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs bei einem sich bewegenden Streifen verdeutlicht, wobei die Kollisionen der Gasströme im Randbereich Turbulenzen erzeugen, die zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs führen.

Detaillierte Beschreibung der Erfindung

Obwohl die Anwendung der neuen Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs unter besonderer Bezugnahme auf die Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs eines Aluminiumstreifens oder -bleches erläutert werden wird, ist es offensichtlich, daß die Erfindung auch in anderen Industriezweigen Anwendung finden kann, bei denen die Existenz von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs ähnliche Probleme verursacht.

Anhand der Fig. 1 ist ersichtlich, daß die Bahn oder der Streifen 1 aus einer Abschreckvorrichtung oder einer vergleichbaren Vorrichtung austritt, in der eine Flüssigkeit auf die Oberfläche der Bahn oder des Streifens aufgebracht worden ist, z. B. ein Kühlmittel oder ein Schmiermittel auf Wasserbasis. Die Bahn oder der Streifen werden anschließend durch eine Rückhaltevorrichtung 3 geführt, durch welche ein Durchtritt von Flüssigkeit 4 auf den oberen und unteren Oberflächen der Bahn oder des Streifens verhindert wird. Das Rückhaltesystem kann von jeder herkömmlichen Art sein und beispielsweise der in dem US Patent 4,477,287 beschriebenen Art entsprechen. Diese Rückhaltesysteme weisen üblicherweise Düsen 5 auf, aus denen unter hoher Geschwindigkeit ein gasförmiges Medium austritt, z. B. Luft oder ein Inertgas 6, und zwar im allgemeinen sowohl auf die obere als auch auf die untere Oberfläche der Bahn.

Bei den herkömmlichen Systemen wird der Flüssigkeitsrückstand durch das unter hoher Geschwindigkeit austretende Gas von den Oberflächen der sich bewegenden Bahn entfernt, wobei ferner jegliche in der Luft enthaltene Flüssigkeit abgelenkt wird, so daß sie nicht auf der Oberfläche verbleiben und diese verunreinigen kann.

Bei der Aufbringung des unter hoher Geschwindigkeit strömenden Gases auf die Oberflächen der sich bewegenden Bahn wird wenigstens ein Teil des Gases in Richtung auf die Kanten des sich bewegenden Bandes hin abgelenkt. Der Pfad des abgelenkten Gasstromes 7 ist in Fig. 2 gezeigt und man sieht, daß die Geschwindigkeitsvektoren des abgelenkten Gasstromes 7 sich bei herkömmlichen Systemen hinter der die Flüssigkeitsansammlung 8 tragenden Kante mischen, so daß auf diese Weise die Flüssigkeitsansammlung 8 an der seitlichen Kante der Bahn unbeeinflußt bleibt. Die Anwesenheit solcher Flüssigkeitsrückstände auf der Berandung ist im allgemeinen die Ursache mehrerer Probleme, z. B. Korrosion und/oder Entfärbung.

Zur Überwindung der Nachteile, die den dem Stand der Technik zuzuordnenden Systeme eigen waren, wird bei der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs verwendet, weiche aus einer oder mehreren Paaren von Sammelleitungen 9 besteht, wobei die individuellen Sammelleitungen in zueinander paralleler Anordnung oberhalb und unterhalb der Oberfläche der sich bewegenden Bahn oder des Streifens 1 angeordnet sind, wobei eine jede der Sammelleitungen einen gleichen Abstand von der Oberfläche (obere und untere) der sich bewegenden Bahn aufweist und in einer einander exakt gegenüberliegenden Anordnung plaziert sind. Jedes Paar von Sammelleitungen ist parallel zu der Ebene der Bahn angeordnet und erstreckt sich unter einem Winkel zu der seitlichen Kante der sich bewegenden Bahn. Es ist festgestellt worden, daß zufriedenstellende Ergebnisse hinsichtlich der Flüssigkeitsentfernung von dem Randbereich erzielt werden können, wenn der Winkel der Sammelleitungen mit den Seitenkanten der Bahn innerhalb des Bereichs von 10º bis 80º liegt. Optimale Ergebnisse hinsichtlich der Flüssigkeitsentfernung von dem Randbereich können erreicht werden, wenn der Winkel zwischen den Sammelleitungen und den Seitenkanten des sich bewegenden Bandes zwischen 40º und 50º gehalten wird.

Jede Sammelleitung 9 weist entlang ihrer gesamten Länge eine Reihe von Perforationen oder Schlitzen auf, um die Bildung eines Gasvorhanges 10 zu ermöglichen, sobald Gas unter Druck, z. B. unter ungefähr 50 bis 90 psi (345 bis 621 kPa oder 3,4 bis 6,1 atm) in die Sammelleitung eingeführt wird. Die auf diese Weise mittels einer jeden Sammelleitung erzeugten Gasvorhänge 10 verlaufen ungefähr normal zur Ebene der Bahn 1. Die Sammelleitungen 9 sind derart oberhalb und unterhalb der Oberfläche der sich bewegenden Bahn angeordnet, daß die Bewegung der Bahn durch sie nicht behindert wird, daß aber gleichzeitig ein wirksamer Gasvorhang gebildet ist, mittels welchem die Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs der sich bewegenden Bahn entfernt werden können. Es ist festgestellt worden, daß gute Ergebnisse hinsichtlich der Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs ohne weiteres dann erreicht werden können, wenn zwei Paare von Sammelleitungen benutzt werden und wenn die folgenden Parameter beachtet werden: die Abstände der einzelnen Sammelleitungen 9 von der oberen und auch der unteren Oberfläche der sich bewegenden Bahn 1 werden zwischen 1 inch und 2 inch (2,54 cm bis 5,08 cm) gehalten; der Druck des komprimierten Gases wird bei ungefähr 70 psi (483 kPa oder 4,7 atm) gehalten und die Geschwindigkeit, unter der sich die Bahn bewegt, beträgt 800 Fuß/Minute (244 m/min). Der optimale Abstand zwischen der Sammelleitung 9 und der Bahn 1 wird im allgemeinen in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit festgelegt, gemäß welcher sich die Bahn bewegt, von der Art der Flüssigkeit, welche die Kantenberandung bildet und dem Druck des komprimierten Gases, welches den Gasvorhang bildet. Die optimalen Bedingungen können für jede Situation in einfacher Weise experimentell bestimmt werden.

Um die erfolgreiche Entfernung der Flüssigkeitsansammlung 8 des Randbereichs von der Bahn zu erreichen, erstrecken sich die einzelnen Sammelleitungen 9 wie in Fig. 1 gezeigt, über die seitliche Berandung der sich bewegenden Bahn hinaus. falls der Abstand zwischen der Sammelleitung und der Oberfläche des Bandes bei ungefähr 1R inch (3,18 cm) gehalten wird, sollte der Längenbereich des Gasvorhangs 10, der durch ein Auftreffen auf auf die Bahn gekennzeichnet ist; wenigstens 3 inch (7,62 cm) betragen, wobei sich die gleiche Länge des Gasvorhanges 10 über die seitliche Berandung der Bahn hinauserstrecken sollte im allgemeinen ist es jedoch nicht notwendig, daß die Länge der Sammelleitung, die sich über die seitliche Berandung der Bahn hinauserstreckt, der Länge der Sammelleitung entspricht, die sich über der oberen oder unter der unteren Oberfläche der Bahn erstreckt. Fig. 3 zeigt, daß die Kollision des Teil-Gasvorhanges 11 mit der seitlichen Berandung der Bahn 1 eine extreme Turbulenz erzeugt, durch welche die Flüssigkeitsansammlung 8 des Randbereichs von der Seitenkante der Bahn entfernt wird. Die Anteile 12 der Gasvorhänge 10, die auf die oberen und unteren Oberflächen der Bahn 1 auftreffen, werden wie durch die Pfeile 13 angedeutet, abgelenkt, so daß die mit der Luft geführten Flüssigkeitsansammlungen 14 des Randbereichs von der Bahn 1 fortgeführt werden, welches zu einer vollständigen Entfernung der Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs führt.

Versuche wurden durchgeführt, um die Wirksamkeit der vorliegenden Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs im Vergleich mit den in dem US Patent 4,400,961 und der japanischen Veröffentlichung 61-244530 beschriebenen Systemen zu untersuchen. Bei der Prüfung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs wurde der Winkel zwischen den Sammelleitungen und den seitlichen Berandungen der Bahn bei 45º gehalten, wobei die Sammelleitungen sich mit einem Abstand von 1,25 inch (3,18 cm) oberhalb der jeweiligen Oberflächen der Bahn befanden, wobei die Bahn mit einer Geschwindigkeit von 800 Fuß/Minute (244 m/min) bewegt wurde, und wobei der Druck des durch die Sammelleitungen eingeführten Gases 70 psi (483 kPa oder 4,8 atm) betrug. Ohne die Anwendung der neuen Vorrichtung wurde das Volumen der Flüssigkeitsansammlung des Randbereichs durch Abheben von der Seitenberandung mit 34,8 ml/min festgestellt. Sobald die neue Vorrichtung unter den gleichen Betriebsparametern angewendet wurde, wurde das Volumen des Flüssigkeitsrückstands des Randbereichs auf 2 ml/min vermindert. Die Vergleichsprüfung mit der in dem US Patent 4,400,961 beschriebenen Vorrichtung ergab ein Volumen des Flüssigkeitsrückstands im Randbereich von 7 ml/min. wohingegen die in der japanischen Veröffentlichung 61-244530 offenbarte Vorrichtung ein Volumen an Flüssigkeitsrückstand im Randbereich von 8 ml/min ergab.

Es ist somit ohne weiteres verständlich, daß die vorliegende Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsrückständen des Randbereichs durch überlegene Ergebnisse im Vergleich mit den dem Stand der Technik zuzuordnenden Systemen gekennzeichnet ist und daß ihre Anwendung bei der Herstellung von metallischen Streifen und Blechen zu einer verbesserten Qualität führt. Diese Qualitätsverbesserung ist von besonderer Bedeutung dür die Herstellung von Dosenkörperblech, wobei ausgezeichnete Oberflächeneigenschaften gefordert werden.

Die neue Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs ist gleichermaßen dann wirksam, wenn sie bei Walzwerken benutzt wird, die mit Geschwindigkeiten von mehr als 3000 Fuß/Minute (915 m/min) be trieben werden. Es kann bei diesen höheren Geschwindigkeiten unter Umständen notwendig sein, mehr als zwei aufeinanderfolgend angeordnete Paare von Sammelleitungen vorzusehen, um das gleiche hohe Maß an Flüssigkeitsentfernung aus dem Randbereich zu errreichen, welches mit der neuen Vorrichtung bei niedrigeren Geschwindigkeiten gegeben ist.

Die vorstehend beschriebene Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs ist zahlreichen offensichtlichen Modifikationen zugänglich. So können beispielsweise anstelle von zwei Paaren von sich über die Breite der Bahn erstreckenden Sammelleitungen mehrfache Paare von Sammelleitungen vorgesehen sein. Es können ferner in der Nähe der seitlichen Berandungen des sich bewegenden Bandes Aufnahmevorrichtungen für die mit der Luft geführten Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs vorgesehen sein und es kann beispielsweise ein Vakuum benutzt werden, durch welches mit der Luft geführtes Kühl- oder Schmiermittel abgefangen und entfernt wird. Es ist ebenfalls möglich, nur ein Paar von Sammelleitungen über den Oberflächen der sich bewegenden Bahn zu benutzen, insbesondere dann, wenn die Bahn, von der Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs entfernt werden sollen, eine relativ geringe Breite hat, z. B. ungefähr 15 inch (38,1 cm). In solchen Fällen erstrecken sich die oberen und unteren Sammelleitungen über die gesamte Breite der Bahn und es sollten sich diese Sammelleitungen auch über die seitlichen Berandungen der Bahn hinaus erstrecken. Der Winkel zwischen den Sammelleitungen und den seitlichen Berandungen der sich bewegenden Bahn sollte in dem Bereich von 10º bis 80º, vorzugsweise in dem Bereich von 40º bis 50º gehalten werden. Eine geeignete Anordnung für die sich über die Breite einer schmalen Bahn erstreckenden Sammelleitungen ist eine winkelförmige oder V-förmige Anordnung, wobei die Spitze des V in der Bewegungsrichtung der Bahn ausgerichtet ist.


Anspruch[de]

1. Vorrichtung zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen (8) von den seitlichen Berandungen sich bewegender Bahnen (1), mit Sammelleitungen (9), die sich im wesentlichen parallel zueinander sowie einander oberhalb und unterhalb, unter gleichen Abständen und parallel zu den jeweiligen Oberflächen der Bahn erstrecken und die zum Aufbringen vom komprimiertem Gas (10) auf die jeweiligen Oberflächen ausgestaltet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelleitungen aus zwei Paaren von Sammelleitungen (9) bestehen, die einander gegenüberliegend auf einander jeweils gegenüberliegenden Seiten der Bahn (1) angeordnet sind, so daß jedes Paar eine obere und eine untere Sammelleitung umfasst, die jeweils oberhalb und unterhalb der Bahn angeordnet sind und die sich unter einem spitzen Winkel zu der seitlichen Berandung der Bahn erstreckt, wobei die Sammelleitungen derart angeordnet sind, daß durch das aus jeder Sammelleitung austretende Gas ein Vorhang (10) gebildet ist, der in normaler Richtung auf die jeweilige obere oder untere Oberfläche der Bahn auftrifft und daß die Gas-Teilvorhänge, die von den Abschnitten der Sammelleitungen (9) herrühren, die sich über die seitlichen Berandungen der Bahn hinauserstrecken, miteinander kollidieren.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel zwischen den Sammelleitungen und den seitlichen Berandungen der Bahn innerhalb des Bereichs von ungefähr 10º bis 80º liegt.

3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich zwischen 40º und 50º liegt.

4. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das komprimierte Gas Luft, Stickstoff oder ein Inertgas ist.

5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das komprimierte Gas Luft ist.

6. Verfahren zur Entfernung von Flüssigkeitsansammlungen des Randbereichs der seitlichen Berandungen einer sich bewegenden Bahn, bestehend aus den folgenden Schritten:

(a) Vorschub einer Bahn (1) durch eine Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei sich auf den seitlichen Berandungen der Bahn Flüssigkeitsansammlungen (8) befinden, die von der Berührung mit einem flüssigen Kühl- oder Schmiermittel herrühren, welches auf die Oberfläche der Bahn aufgebracht worden ist;

(b) Einführen von komprimiertem Gas in die Sammelleitungen (9), um einen Gasvorhang (10) ausgehend von jeder Sammelleitung zu bilden, wobei die Vorhänge anschließend in normaler Richtung auf die jeweiligen oberen oder unteren Oberflächen der Bahn auftreffen, so daß wenigstens ein Teil (13) eines jeden Gasvorhanges in Richtung auf die seitlichen Berandungen abgelenkt wird und wobei die abgelenkten Gas-Teilvorhänge zusammen mit den Teilen (11) der Gasvorhänge, die durch die Abschnitte der Sammelleitungen erzeugt worden sind, die sich über die seitlichen Berandungen der sich bewegenden Bahn hinauserstrecken, untereinander kollidieren und an den seitlichen Berandungskanten der sich bewegenden Bahn eine Turbulenz erzeugen und

(c) Benutzung der Turbulenz zum Abheben und zum Entfernen von Flüssigkeitsansammlungen von den seitlichen Berandungskanten der Bahn.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Bahn ein metallisches Blech oder ein Streifen ist.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall Aluminium ist.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das komprimierte Gas Luft, Stickstoff oder ein Inertgas ist.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das komprimierte Gas Luft ist.







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