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Pferderennwagen - Dokument DE19726066C1
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19726066C1 27.05.1999
Titel Pferderennwagen
Anmelder Grabmeir, Ferdinand, 85296 Rohrbach, DE
Erfinder Grabmeir, Ferdinand, 85296 Rohrbach, DE
Vertreter Haft, von Puttkamer, Berngruber, Czybulka, 81669 München
DE-Anmeldedatum 19.06.1997
DE-Aktenzeichen 19726066
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 27.05.1999
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.05.1999
IPC-Hauptklasse B62C 1/08
Zusammenfassung Der Pferderennwagen weist ein zentrales Dreipunkt-Mittelteil (5) auf, das die Seitenteile (3) und die Radbrücke (4) des Pferderennwagens gelenkig miteinander verbindet. Das Mittelteil weist einen tiefen U-förmigen Bügel (8) auf, dessen vordere Enden nahe an einem vorderen Anspannstück (7) der Seitenteile gelenkig mit diesem befestigt ist. Der Sitz (6) ist direkt über der einwärts geformten Radbrücke (4) gelegen und kann vorzugsweise zum Erleichtern des Einsteigens für den Fahrer verdreht und in der Fahrposition arretiert werden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Pferderennwagen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Ein solcher Pferderennwagen ist aus der DE 195 13 028 A1 bekannt. Bei diesem Pferderennwagen ist das Fahrgestell aus zwei Seitenteilen mit jeweils einem Anspannstück, einem die beiden Seitenteile verbindendem, den Fahrersitz tragenden Dreipunktmittelteil und einer Radbrücke zusammengesetzt. Der Dreipunkt- Mittelteil weist hierbei eine Verstell-Leiste auf, die an unterschiedlichen Stellen mit der Radbrücke verbunden werden kann, so dass der Pferderennwagen auf die Größe des jeweiligen Pferdes abgestellt werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen Pferderennwagen weiter zu verbessern, insbesondere hinsichtlich der Fahreigenschaften und der Einspannung des Pferdes sowie der Position des Fahrers.

Diese Aufgabe ist gemäß der Erfindung durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Demnach weist das Dreipunkt-Mittelteil einen tiefen U-förmigen Bügel auf, dessen Enden nahe an den Anspannstücken mit den Seitenteilen schwenkbar befestigt sind. Weiterhin ist die Radbrücke in ihrer Mitte leicht einwärts in Richtung auf den Boden des U-Bügels geformt, so dass der Sitz direkt über der Radbrücke gelegen ist.

Wenn der Pferderennwagen an ein Pferd angespannt wird, umgreift der U-förmige Bügel das Hinterteil des Pferdes; durch die leicht einwärts gebogene Radbrücke stützt diese den Sitz stabil ab und gibt die Möglichkeit, den Sitz nah hinter dem Pferd anzuordnen. Das gesamte Gespann aus Pferd und Wagen ist somit relativ kurz. Außerdem sitzt der Fahrer in einer Höhe direkt hinter dem Pferdekörper, sozusagen im Windschatten des Pferdes und wird auch nicht in seiner Sicht durch etwa hochgeschleuderten Rennbahnbelag behindert.

Von dem Boden des U-Bogens gehen bevorzugt von den Rändern zwei sich verengende Streben auf, die mit dem Sitz befestigt sind, der seinerseits noch eine Verstell-Leiste aufweist, die variierbar an der Radbrücke befestigt werden kann. Die Fußrasten für den Fahrer liegen an den vorderen Enden der beiden Streben, im Bereich des Bodens des U-Bügels.

Der Fahrersitz weist bevorzugt eine kurze Rückenlehne auf, die den Fahrer in der Fahrposition gut abstützt.

Um dem Fahrer das Einsteigen in den Sitz zu erleichtern, ist dieser bevorzugt als Drehsitz aufgebaut, so dass der Fahrer sich zunächst hinter der Radbrücke bequem auf den Sitz setzen und dann diesen in die Fahrposition verdrehen und dort arretieren kann.

Des weiteren ist mit den Streben zwischen dem U-Bügel und dem Sitz noch eine Schutzplane verbunden, z. B. eine durchsichtige Kunststoff-Folie, so dass aufspritzender Schmutz von der Rennbahn den Fahrer nicht behindert.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor. Die Erfindung ist in einem Ausführungsbeispiel anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser stellen dar:

Fig. 1 eine Seitenansicht eines Pferderennwagens gemäß der Erfindung;

Fig. 2 eine Aufsicht auf den Pferderennwagen;

Fig. 3 eine Aufsicht auf einen Drehsitz des Pferderennwagens;

Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Drehsitzes;

Fig. 5 eine Ansicht eines Schlag- und Spritzschutzes für einen Pferderennwagen gemäß der Erfindung;

Fig. 6 einen Schnitt durch den Schlag- und Spritzschutz längs der Linie VI/VI;

Fig. 7 eine schematische Darstellung des in einer Radbrücke des Pferderennwagens eingefügten Schlagschutzes.

Ein Pferderennwagen 1 weist zwei Räder 2 und ein Fahrgestell aus vier einzelnen Strebenkonstruktionen, z. B. Metallrohrkonstruktionen auf, nämlich zwei Seitenteile 3, einer Radbrücke 4 und einem zentralen Dreipunkt-Mittelteil 5, auf dem eine direkt auf der Radbrücke 4 gelegener Sitz 6 angeordnet ist.

Die Seitenteile 3 sind im Wesentlichen gerade Streben, die an ihrem vorderen Ende ein Anspannstück 7 haben und mit ihrem anderen Ende an der Radbrücke 4 etwas oberhalb der Radachse angelenkt sind.

Die Radbrücke 4 umgreift die beiden Räder 2 und weist leicht schräg nach hinten oben und hat allgemein bogenförmige Gestalt, ist jedoch in ihrem mittleren Bereich einwärts in Richtung auf das Vorderteil des Pferderennwagens geformt, so dass sie etwa M-Form hat, wie aus Fig. 2 hervorgeht.

Das Dreipunkt-Mittelteil weist einen U-förmigen Bügel 8 auf, der mit seinen freien U-Enden mithilfe von Scharnieren 9 an den Seitenteilen unmittelbar hinter dem Anspannstück gelenkig verbunden ist. Der U-Bügel verläuft etwa horizontal und umgreift bei angespanntem Pferderennwagen das Hinterteil des Pferdes. Vom Boden des U-Bügels 8 verlaufen zwei Streben 10 nach unten in Richtung auf die Radbrücke und ist dort mit einem Tragring 11 für den Sitz 6 verbunden. Unterhalb des Tragringes 11 ist eine mit mehreren Löchern versehene Stell- Leiste 12 angeordnet, die in unterschiedlichen Positionen mit der Radbrücke 4 verbunden werden kann. Durch diese Verstellmöglichkeit des Sitzes kann die Höhe des Anspannstückes über dem Boden auf die jeweilige Größe des Pferdes angepaßt werden.

Der Sitz 6 ist auf dem Tragring, wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, über mehrere Rollen 13 abgestützt und kann auf diese Weise in dem Tragring verdreht werden. Der Tragring 11 weist an seiner vorderen Seite eine Nase 14 mit einem Loch auf, in die ein entsprechender Riegelstift 15 des Sitzes in der korrekten Fahrposition eingreift. Der Sitz selbst weist noch eine niedrige Rückenlehne 16 auf, an der sich der Fahrer abstützen kann.

Im vorderen Bereich der Streben 10 sind noch verstellbare Fußrasten 17 vorgesehen, auf denen sich der Fahrer beim Rennen mit den Füßen abstützt. Außerdem dienen sie zur Versteifung der Strebenkonstruktion des Dreipunkt-Mittelteiles 5. Weitere Fußrasten 18 sind an den Seitenteilen 3 im vorderen Bereich der Räder vorgesehen, auf denen der Fahrer vor und nach dem Rennen seine Füße abstützen kann.

Zwischen den Streben 10 des Dreipunkt-Mittelteiles 5 ist noch eine Klarsichtfolie 19 gespannt, so dass etwaiger von der Rennbahn hochspritzender Schmutz dort abgefangen wird. Die M- förmige Radbrücke 4 dient dazu, daß sich zwei nebeneinander fahrende Rennwagen nicht ineinander einfädeln können. Um dem Fahrer das Einsteigen auf den Sitz zu erleichtern, wird der Rast-Stift 15 des Sitzes gelöst und der Sitz um etwa 180° auf dem Tragring gedreht, so dass sich nunmehr der Fahrer bequem auf den Sitz setzen kann. Anschließend dreht er den Sitz auf dem Tragring wiederum in die Fahrposition und fixiert diese durch Einrasten des Rast-Stiftes 15. Die einwärts gebogene Radbrücke erleichtert hierbei das Aufsteigen; außerdem wird der Sitz direkt durch die Radbrücke abgestützt, wodurch die Stabilität des Rennwagens erhöht wird.

Durch die beschriebene Konstruktion des Pferderennwagens wird das Pferd zu einer geraden Laufhaltung angeregt; es kann leichte Körperdrehungen ohne Widerstand ausführen und wird durch die Konstruktion optimal entlastet. Der Fahrersitz direkt hinter dem Pferdekörper im Windschatten des Pferdes, hat optimale Sicht und wird durch die Klarsichtfolie 19 vom aufspringenden Schmutz von der Rennbahn nicht belästigt.

Oberhalb der Räder 2 ist in die Radbrücke 4 noch ein Schlag- und Spritzschutz 20 integriert, der näher in den Fig. 5, 6 und 7 dargestellt ist. Der Schlag- und Spritzschutz ist ein einstückiges geschäumtes Kunststoffteil, das ein nach vorne gerichtetes Horn 21 und ein nach hinten gerichtetes Horn 22 aufweist. Das relativ kurze nach vorne gerichtete Horn 21 hat die Aufgabe, beim Rennen den Wind und etwaigen Schmutz bzw. Sand vor der Radbrücke zu teilen, so dass sich keine Beläge an der Radbrücke oder etwa an den Rädern bilden. Er ist so an die Radbrücke angepaßt, daß keine Flächen und Winkel zwischen dieser und dem Spritz- und Schlagschutz entstehen, in denen sich der Wind fangen oder der hochgeschleuderte Rennbahnbelag ablagern kann.

Dieses Vorderteil 21 ist keilförmig, verkleidet die Radbrücke und verläuft am vorderen Ende in einer flachen scharfen Zunge aus, die leicht nach unten zum Rad hingebogen ist.

Der hintere hornförmige Teil 22 läuft längs des Umfanges des Rades etwa bis in Höhe zu der Radachse und dient dazu, die Räder und die Bereifung vor Hufschlägen nachfolgender Pferde zu schützen.


Anspruch[de]
  1. 1. Pferderennwagen (1) mit einem Fahrgestell mit zwei Rädern (2) und einem Sitz (6), wobei das Fahrgestell zwei Seitenteile (3) mit jeweils einem Anspannstück (7) zum Befestigen am Geschirr eines Pferdes, eine Radbrücke (4) die die Räder (2) umgreift und an der die hinteren Enden der Seitenteile (3) mithilfe jeweils eines Scharnieres in der Nähe der Radachse schwenkbar befestigt sind, sowie als Verbindung zwischen Seitenteilen (3) und Radbrücke (4) ein Dreipunkt-Mittelteil (5) aufweist, bei dem zwei vorn gelegene Befestigungspunkte (9) schwenkbar jeweils mit einem Seitenteil (3) und ein hinten gelegener Befestigungspunkt verstellbar mit der Radbrücke (4) verbunden sind und der Sitz (6) auf dem Dreipunkt- Mittelteil (5) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Dreipunkt-Mittelteil (5) einen U-förmigen Bügel (8) aufweist, dessen Enden nahe an den Anspannstücken (7) mit den Seitenteilen (3) schwenkbar befestigt sind, und daß die Radbrücke (4) in ihrer Mitte einwärts in Richtung auf den Boden des U-Bügels (8) geformt und der Sitz (6) auf dem einwärts geformten Bereich der Radbrücke (4) über dieser gelegen ist.
  2. 2. Pferderennwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenteile (3) gerade Streben mit einem abgewinkelten, beim angespannten Pferderennwagen horizontalen Anspannstück (7) sind.
  3. 3. Pferderennwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der U-förmige Bügel (8) bei angespanntem Pferderennwagen (1) etwa horizontal verläuft.
  4. 4. Pferderennwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß von dem U-förmigen Bügel (8) mehrere Streben (10) in Richtung auf die Tragbrücke verlaufen und mit einem Traggestell (11) für den Sitz verbunden sind.
  5. 5. Pferderennwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell ein Tragring (11) ist, in dem der Sitz (6) drehbar ist.
  6. 6. Pferderennwagen nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz sich an der Innenseite des Tragringes (11) mit Rollen (13) abstützt.
  7. 7. Pferderennwagen nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine Arretiervorrichtung (14, 15) für den drehbaren Sitz (6) vorgesehen ist.
  8. 8. Pferderennwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sitz (6) eine kurze Rückenlehne (16) aufweist.
  9. 9. Pferderennwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Strebenkonstruktionen (10) zwischen dem Boden des U-förmigen Bügels und dem Traggestell (11) für den Sitz (6) mit einer Klarsichtfolie (19) abgedeckt ist.
  10. 10. Pferderennwagen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Verbindungsbereich zwischen dem U-förmigen Bügel (8) und der Strebenkonstruktion (10) zwischen Bügel und Traggestell (11) verstellbare Fußrasten (17) vorgesehen sind.
  11. 11. Pferderennwagen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Radbrücke (4) direkt oberhalb der Räder (2) ein Spritz- und Schlagschutz (20) integriert ist, der ein nach vorne weisendes keilförmiges kurzes Vorderteil (21) und ein nach hinten längs des Umfanges des Rades etwa bis in Höhe der Radachse verlaufendes Horn (22) aufweist.






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